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        <title>Die Wasserversorgung in Bayern nach dem Stande vom 1. 1. 1928</title>
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        Die
Wasserversorgung

nach dem Stande
vom 1. Januar 1928

; nf 3 er
der Beiträge zur Statistik
a Bayerns m

Et

DR Herausgegeben, vom.“ 6
Bayer. Statistischen: Landesamt

J; Lindauersche: Universitäts-Buchhandlung (Schöpping)
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        <pb n="3" />
        Die
Wasserversorgung
in Bayern
nach dem Stande
vom 1. Januar 1928

fx
[20]

HEFT 120 oO
der Beiträge zur Statistik
a Bayerns a

D Herausgegeben vom DC
Bayer. Statistischen Landesam!‘

München 1930
J. Lindauersche Universitäts-Buchhandlung (Schöpping)
        <pb n="4" />
        &amp;.

7...
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        Vorwort.

Die Versorgung der Bevölkerung mit gutem Wasser in ausreichender Menge ist für
jedes Land. eine Lebensfrage.. Volksgesundheit und Volkswirtschaft sind in hohem Maße
durch gesundes und reinliches Trink- und Nutzwasser bedingt. Eine geregelte Wasser-
versorgung bildet auch die beste Grundlage im Kampfe gegen die zerstörende Macht des
Feuers.

Die Wasserbeschaffungsverhältnisse liegen in Bayern im allgemeinen günstig. Immer-
hin zeigte sich bei der ständigen Steigerung des Wasserbedarfs und bei dem zunehmenden
Ausbau von Wasserversorgungsanlagen, daß die Grund- und Quellwasservorräte an vielen
Jrten so knapp sind, daß durch Raubbau einzelner Gemeinden und Ortschaften ganze
Bezirke schwer benachteiligt werden können. Den Anforderungen des Gemeinwohls kann
nur durch eine planmäßige Austeilung der Ausnützungsrechte entsprochen werden. Es
erwies sich ‚daher als notwendig, einen verlässigen Überblick über die Orte, welche ge-
aügend versorgt sind, und diejenigen Orte, welche neu oder ergänzend zu versorgen sind,
zu gewinnen und damit die Grundlage für eine gedeihliche Weiterentwicklung der Wasser-
versorgung zu schaffen. .

Zu diesem Zweck erfolgte eine allgemeine Erhebung über die Wasserversor-
gung in Bayern nach dem Stande vom 1. Januar 1928. Sie wurde vom Stati-
stischen Landesamt im Benehmen mit dem Landesamt für Wasserversorgung durchgeführt.
Ihre Hauptergebnisse erschienen in gedrängter Form im „Bericht des Bayerischen Landes-
amtes für Wasserversorgung über die bisherige 50 jährige Tätigkeit 1878 bis 1928“,
München 1929. Die ausführlichen Ergebnisse werden im vorliegenden Heft mitgeteilt.

Die Arbeit gibt nach einer kurzen Einleitung zunächst einen Überblick über die
Grundlagen und die Entwicklung der Wasserversorgung in Bayern. Sie zeigt sodann, wie
die bayerischen Ortschaften von der Stadt bis zum Dorf und zur Einöde mit Wasser ver-
sorgt sind, inwieweit eine vollständige oder teilweise Versorgung durch Wasserleitungs-
anlagen erreicht ist, und inwieweit noch primitiver Wasserbezug aus Pump-, Zieh- oder
Schöpfbrunnen, aus Quellen, Bächen, Flüssen, aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen
Wassersammelstellen erfolgt. Hinsichtlich der Wasserleitungsversorgung kommen zur Dar-
stellung die wichtigsten Vorgänge und Einrichtungen bei den Leitungsanlagen (Wasser-
gewinnung, Wasseruntersuchung und Wasserreinigung, Wasserbeileitung, maschinelle
Wasserförderung, Wasserspeicherung) sowie das verwendete Rohrmaterial; auch die Besitz-
verhältnisse, die Kontrolle der Wasserabgabe und die Regelung der Wasserbezugsgebühren
sind berücksichtigt. Des weiteren behandelt die Arbeit die Wasserbeschaffung für Feuer-
löschzwecke, namentlich die Ausstattung der Wasserleitungsanlagen mit Hydranten, sowie
den sonstigen Feuerschutz der Ortschaften durch größere natürliche Wasservorräte und
künstliche Wassersammelstellen. Endlich finden sich in den Angaben über stärkere Quellen,
die für Wasserleitungszwecke noch nicht oder nur unvollkommen verwertet sind, zugleich
Fingerzeige bezüglich der noch ausnützbaren stärkeren Quellen,

Was den Stand der Wasserversorgung im allgemeinen, die Wasserversorgung der Orte
ohne Wasserleitung im besonderen und die Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke betrifft,
so geben Text und Tabellenwerk Aufschluß für die einzelnen kreisunmittelbaren Städte
        <pb n="6" />
        ınd Bezirksämter. Auch bei letzteren sind die größeren Ortschaften und, soweit bemerkens-
werte Verhältnisse vorliegen, kleinere Gemeinden und Orte besonders hervorgehoben. Im
übrigen beschränken sich die Nachweisungen auf die Regierungsbezirke und den Staat.

Die Darstellung ist von Joachim Lang, Regierungsrat I. Kl. im Statistischen Landes-
amt, verfaßt. Die geologisch-hydrologischen Ausführungen stützen sich auf die einschlägigen
Abhandlungen und Angaben des Landesgeologen im Landesamt für Wasserversorgung,
)berregierungsrat Dr. Lothar Reuter.

München, September 1930.
Bayer. Statistisches Landesamt
Dr. Zahn
Präsident.
        <pb n="7" />
        {nhaltsverzeichnis.

Textliche Darstellung.

Seite
Einleitung

1. Abschnitt.
Grundlagen und Entwicklung der Wasserversorgung in Bayern.
l, Natürliche Grundlagen (mit 23 Abbildungen) .
a) Südbayern . ....
o) Nordbayern . . ......
@) Piale : x ı w 4 WO
2. Rechtliche und finanzielle Grundlagen .
3. Entwicklung der Wasserversorgung ,

5
16
31
32
410

IL Abschnitt.
Stand der Wasserversorgung in Bayern am 1. Januar 1928.
L. Oberbayern .
2. Niederbayern
3. Pfalz . ..
4, Oberpfalz .
5. Oberfranken .
6. Mittelfranken
7. Unterfranken
3. Schwaben .
3. Staat. _

43
58
59
67
75
83
89
96
103

IM. Abschnitt.
Wasserbeschaffung bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen.

Li. Wassergewinnung . 2...
2. Wasserbeileitung . ... 0.0.0.0...
3. Maschinelle Wasserförderung ........
4. Hochbehälter, Wassertürme und Druckwindkessel
5. Rohre 2
6. Wasseruntersuchung und Wasserreinigung . ... . 2
7? Angaben über Quellen, die für Erweiterungen bestehender Wasserleitungsanlagen oder für

neue Anlagen noch ausgenützt werden können .

112
118
122
124
126
128
131

IV. Abschnitt.
Besitzverhältnisse, Überwachung des Wasserverbrauchs und Wassergebühren bei der
Versorgung durch Wasserleitungsanlagen . . 138

nm

V. Abschnitt.
Nasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke

138
        <pb n="8" />
        Tabellenwerk. Seite

Stand der Wasserversorgung in Bayern am 1. Januar 1928 . . . . - .0000 0. 140

Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung und Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in

denselben . 2 2 ‚2.00... 158
(II. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung . . . 176
IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen ohne

die Gruppenversorgung

a) Wassergewinnung und Wasserreinigung . . 2. 2.0.0.0.

b) Wasserbeileitung . ......

c) Maschinelle Wasserförderung . ..... 0... WO . ®

d) Wasserspeicherung, Kontrolle der Wasserabgabe und Regelung der Wassergebühren ...

e) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Einzelortsversorgung . ..

f) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Mehrortsversorgung .....

Wasserbeschaffung nnd Wasserabgabe bei der Gruppenwasserversorgung

a) Wassergewinnung und Wasserreinigung . .......

b) Wasserbeileitung und maschinelle Wasserförderung . 2 0.02

c) Wasserspeicherung, Kontrolle der Wasserabgabe und Regelung der Wassergebühren . .

d) Verwendetes Rohrmaterial . 2.0.0.0... ; KM) ® RM Wr m &gt;
VI. Größengliederung der Orte, welche am 1. Januar 1928 keine Wasserleitung hatten. ..

Anhang.
Geologische Übersicht von Bayern.
        <pb n="9" />
        Einleitung.

Eine allgemeine Erhebung über die Wasserversorgung in Bayern hatte bisher noch
nicht stattgefunden. Bei Beurteilung des Gesamtstandes der Wasserversorgung war man
daher auf Schätzungen angewiesen, die allerdings gewisser positiver Grundlagen nicht ent-
behrten. Einmal standen genaue Nachweisungen über die unter Oberleitung. und Mit-
wirkung des Landesamtes für Wasserversorgung erstellten Anlagen zur Verfügung. Außer-
lem war die Wasserversorgung der größeren Städte und Orte, soweit sie unter Leitung
von eigenen Büros oder von Zivilingenieuren erfolgte, im allgemeinen hinlänglich bekannt.
Für eine planmäßige Weiterentwicklung des Wasserversorgungswesens genügten jedoch
diese Schätzungen nicht; hierfür war vielmehr die Schaffung einer umfassenden statisti-
schen Unterlage notwendig. Das Staatsministerium des Innern ordnete daher mit Ent-
schließung vom 30. Januar 1928 (Bayer. Staatsanzeiger Nr. 25) eine allgemeine Er-
hebung über die Wasserversorgung in Bayern an. Sie war vom Statistischen
Landesamt im Benehmen mit dem Landesamt für Wasserversorgung durchzuführen.

Einbezogen wurden alle bayerischen Ortschaften, auch die kleinen Orte, wie
Weiler, Einöden und andere derartige Siedlungen. Außer Betracht mußten jedoch die zum
Saargebiet gehörigen Verwaltungsbezirke Sankt’ Ingbert-Stadt und Sankt Ingbert-Bezirks-
amt nebst 11 Gemeinden des Bezirksamts Homburg und 15 Gemeinden des Bezirksamts
Zweibrücken bleiben.

Für jede Ortschaft war ein Fragebogen auszufüllen, der folgende Fragen aufwies:

[. Ist der ganze Ort durch Wasserleitung versorgt? (Ja oder nein) 4.4.0.0.
(Als ganz versorgt gilt ein Ort, wenn in seinem geschlossenen Hauptteil nahezu alle Anwesen an
die vorhandenen Wasserleitungen angeschlossen sind.)

Wenn ja:

L., Erfolgt die Versorgung des Ortes aus einer Wasserleitung ? (Ja oder nein) ....444440000000000440000004004
a) Mit Hausanschlüssen und Hydranten? (Ja oder nein).-.-...-....----. era R EEE EEEALLEn
o) Mit Hausanschlüssen ohne Hydranten? (Ja oder neiN)-..-......44004400000r00r rer EEE
Erfolgt die Versorgung aus verschiedenen Wasserleitungen? (Ja oder nein) «----44--444040000000000
a) Welche davon haben Hausanschlüsse und Hydranten? .................0000000r0 re E EEE
b) Welche davon haben Hausanschlüsse ohne Hydranten? «44444-444445 EEE an

I. Ist der Ort nur teilweise durch Wasserleitung versorgt? (Ja oder neiN)........-..-."....---
(Teilweise Versorgung liegt vor, wenn durch Hausanschlüsse an Wasserleitungen nur ein Teil
oder Teile des Ortes oder nur einzelne Anwesen, z. B. Staatsgebäude, Brauereien, Fabriken,
Bahnhöfe und dgl. versorgt sind.)

li. Erfolgt die teilweise Versorung aus einer Wasserleitung? (Ja oder neiN)..--.-...+..urrr rer een
a) Wie viele Anwesen sind hieraus durch Hausanschlüsse versorgt? 4... rer Eee
b) Sind Hydranten vorhanden? (Ja oder nein) «+... rer er er r eek EEE HA KE EEE AR EEE EEE EEEEEMETEREERKEHEEEEEEKEEE KEG
Erfolgt die teilweise Versorgung aus verschiedenen Wasserleitungen ? (Ja oder nein)................
a) Wie viele Anwesen sind durch dieselben insgesamt versorgt? +---.-...nr rer E EEE
ob) Welche von diesen Wasserleitungen haben Hydranten ?............0000.00000rerr rn Kerr

3. Wie erfolgt der Wasserbezug der übrigen nicht duren Wasserleitung versorgiten Anwesen
a) aus Zisternen ?...................... b) aus einfachen Pumpbrunnen ?............ssee4ne rn Zutreffendes
ec) aus Pumpbrunnen mit Kraftantrieb (Wasserkraft, Wärme-, Elektro- oder ES streichen

Windmotor) ?-............0.0...0..0+ 0) au8 Laufbrunnen Passen nennen angeben!
3) aus offenen Quellen, Wasserläufen, Wasserstellen, und welchen ?.........
        <pb n="10" />
        {IL Orte ohne Wasserleitung: Wie erfolgt der Wasserbezug
a) aus Zisternen?...................... b) aus einfachen Pumpbrunnen ?.....................1 Zutreffendes
») aus Pumpbrunnen mit Kraftantrieb (Wasserkraft, Wärme-, Elektro- oder‘ TA
Windmotor) ? 4.4... d) aus Laufbrunnen? «...... ] angeben!
e) aus offenen Quellen, Wasserläufen, Wasserstellen, und welchen ?...........
{V. Wenn der Ort ganz oder teilweise durch Wasserleitung versorgt ist:
ti. Woher wird das Wasserleitungswasser bezogen bzw. genommen
a) aus Anschluß an andere Wasserleitungen (Wasserleitung eines anderen Ortes oder Gruppen-
Wasserversorgung) und welche? Yun
b) aus ortseigener Wassergewinnung? essen eEEEEE RER RER EEE EEE ER RR LER RER R RER EEE RER RER RR EEELREREERERE URN
Woher wird bei vorhandener ortseigener Wassergewinnung das Wasserleitungswasser ge-
nommen
a) aus Quellen? Zahl und Bezeichnung (Name) dieser Quellen... EEE
b) aus Schacht- und Bohrbrunnen von weniger als 20 m Tiefe? Zahl derselben? .......................
Erfolgt hierbei eine Vermehrung des Grundwassers durch künstliche Versickerung von Ober-
2) aus Bohrbrunnen von mehr als 20 m Tiefe? Zahl und Tiefe der einzelnen Bohrbrunnen?
d) aus Drainagen ?...............-...... In welcher Tiefe unter der Erdoberfläche Pa... nenne nennen nenn
e) aus Weihern, Seen oder Talsperren und aus welchen? eereere ernennen EEE EEE RR a Renee
f) aus Bächen oder Flüssen und aus welchen Perser nee EEE RE aka an
g) in welcher Himmelsrichtung von der Ortsmitte aus liegen die Wasserentnahmestellen ?
Wie weit sind die Wasserentnahmestellen von der Ortsmitte entfernt? Luftlinie: -------.-.Meter.
Kürzeste Wegstrecke: .................................. Meter oder GehZeiti.........................---Minuten,
Ist das Wasserleitungswasser immer rein und als Trinkwasser verwendbar? een
Wurde das Wasser von der Untersuchungsanstalt für Nahrungs- und Genußmittel unter-
sucht und wann zulefzb? aesseuseir terre EEE EEHERHEEKEEEHEHEH EHER Erb n ann .REAUEEREERÜREEERERREUEREEEAUAEEREEEEEAEREEnUÜ
Wurde das Wasser von der Bakteriologischen Untersuchungsanstalt in den letzten 2 Jahren
zutersucht? suesesreker een kan
Steht das Wasser unter alljährlicher bakteriologischer Kontrolle? «.......r EEE
Besteht eine Wasserreinigungsanlage und welcher Art (Enteisenung, Entsäuerung, Fil-
krierung, Ühlorierung) Pesessesrreren tree e rer len kenn kenn, kann
‚dat sich die Reinigungsanlage bewährt? a...
Wenn nein, inwiefern Mich ereeeenrn nA RRREEEEE RER RER RER RR R AREA EEE EEE ER RR E REEL EEE
Fließt das Wasser mit natürlichem Gefälle zu? ........... In welcher Menge (Liter i. d. Sekunde)? ...........
Wenn nein, welche Fördermaschinen sind vorhanden? (Zutreffendes unterstreichen!)
a) Widder: Zahl ---...-...., durchschnittliche tägliche Wasserförderung insgesamt --......... Kubikmeter
b) Pumpwerke mit Antrieb .durch
1. Wasserkraft — Zahl -.----.-...............-, Maschinenleistung in PS insgesamt -.-.-...-....0.00..00000
durchschnittliche tägliche Wasserförderung insgesamt .--.-----.....-.-..-...-. cbm
2, Windmotor — Zahl +. Maschinenleistung in PS insgesamt «seen
durchschnittliche tägliche Wasserförderung insgesamt -....................... Cbhm
8. Wärmemotor — Zahl .....-............-...., Maschinenleistung in PS insgesamt ++. eeeneee ee
durchschnittliche tägliche Wasserförderung insgesamt ......................... Ccbm
4. Elektromotor — Zahl ..-...-...ssss, Maschinenleistung in PS insgesamt «essen
durchschnittliche tägliche Wasserförderung insgesamt ..........-............. CbM
c) Welche Reservemaschinen sind für den Pumpwerksantrieb vorhanden?
(ATE errerrenenernrener nennen rare er arennmmnneree ZA vu.........--.., Magchinenleistung insges. PB
5. a) Wie viele Hochbehälter (Wasserreservoire) sind vorhanden? (Anzahl) eeseeeieeereerere nennen
Wie groß ist der Fassungsraum jedes einzelNeD Parsssnnnrrne rer
RRERE RER ER HERR RERRE RER RR RER ERERRER RER E RER EEE RER RER RE RER R EEE RER EEE E RER R RR RRELEELL se Kubikmeter
b) Sind Wassertürme vorhanden und wie viele? arreerern ernennen RER EEEEEERERERRE RER RE EEEEERE
Wieviel Wasser faßt der Behälter jedes Turmes Passen Kubikmeter
Wie hoch liegt der Wasserspiegel der einzelnen Behälter über dem gewachsenen Boden?
esse Matar

1) Wenn das Wasserleitungswasser durch Anschluß an die Wasserleitung eines anderen Ortes.bezogen wird, brauchen die
Fragen IV Ziff, 2 und 3 nicht ausgefüllt zu werden, Ziff, 4 und 5 nur dann, wenn Fördermaschinen, Hochbehälter, Wassertürme
oder Druckwindkessel eigens für die angeschlossene Ortschaft erstellt sind. — Wenn die Ortschaft an eine Gruppen-Wasser-
versorgung angeschlossen ist. brauchen die Fragen IV Zif.2. 3. 4 und 5 nicht ansryefüillt zu werden
        <pb n="11" />
        Wenn Hochbehälter oder Wassertürmenicht vorhanden, besteht automatischer
Pumpwerksbetrieb mit Druckwindkessel? ....................., Zahl der Druckwindkessel ................
Rauminhalt jedes Kessel: rserrrreneeeereen ee e ana e ee L LE EEE. TAKE
Wie viele Hydranten sind vorhanden? Gesamtzahl: eeeeenseeereerere er EEE
Javon a) Oberflurhydranten? (Anzahl)...................... b) Unterflurhydranten ? (Anzahl...
Dienen diese Hydranten ;
a) zum direkten Spritzen ?................. b) nur als Wasserzubringer für Löschmaschinen ?................
Wie viele Hausanschlüsse sind vorhanden? (Anzahl) merreeeeereeer ern reEEEREEEEEEREEEaER
Sind Wassermesser eingeführt ?........... bei allen Anschlüssen ?........... oder nur bei einigen ?..........
Werden von der Anlage auch öffentliche oder private Brunnen gespeist ? (Wenn ja, Zahl angeben!)
a) Ventilbrunnen“ -----................ b) Lauf brunnen +... 0) Zierbrunnen +... 20000040
Werden durch die ortseigene Wassergewinnung noch andere Orte als Wassergäste mit-
versorgt und welche Parrrer rer eaeRRR ARE R RER R RR E RR RRRNE REEL
Wird die Wasserabgabe an diese Orte kontrolliert
a) durch Hauptwassermesser ?................ b) durch Wassermesser der einzelnen Anwesen ?.............
Aus welchem Material bestehen die Hauptrohrleitungen?
(Zutreffendes unterstreichen!)
a) Gußrohre? . Wenn bekannt, Leitungslänge ..................... Meter
b) Jutierte Stahlrohre (Mannesmannrohre) ? » ” Bern
c) Schmiedeisenrohre, schwarz oder verzinkt? % knkenE EEE hm eE.an u
d) Ton- und Steinzeugrohre? . EEE
e) Holzrohre? Break nen .
Hat sich das Rohrmaterial bewährt? veseeserreee ernennen
inwiefern nieht? eeeseeeerrer nennen HHRFRHERRR nn nn nn EEE MERBREEREEE HERE EREKHEEEERE LEHE
i1. Aus welehem Material bestehen die Haus-Anschlußleitungen?(ZutreffendesunterstreichenN
a) Gußrohre? b) Jutierte Stahlrohre (Mannesmannrohre) ?
e) Schmiedeisenrohre, schwarz oder verzinkt? d} Bleirohre?
Hat sich das Material bewährt? ......... rear rer EEEEE
INwIelern DICHE? seen EHER Gans et REES BRRRREEEEREER EL LEEBE HERE
12, In welchem Jahre (welchen Jahren) wurde die Wasserleitungsanlage gebaut?) vers
wurde die Anlage seitdem erweitert? ...................... in welchen Jahren? eessssse en
13. Wurden Bau der Anlage und die evtl. Erweiterungen unter Oberleitung des Landesamts für
Wasserversorgung durchgeführt? esseserenrre ernennen EEE ae EEE ER Eee
Wenn nicht, unter wessen Oberleitung oder von welchen Firmen? eereeeererene ee
(4. Ist die Anlage im Besitz (Zutreffendes unterstreichen!)
a) der Ortsgemeinde? b) der politischen Gemeinde? c) eines Verbandes oder Vereins mehrerer
Gemeinden? Name und Sitz des Verhandes oder VereiDS seessnnnennnenen nen ee Ra aan
d) einer öffentlichen Wassergenossenschaft? e) einer privaten Wassergenossenschaft? f) eines
Privaten oder einer Firma? Name und Sitz bzw. Wohnsitz eeeereren er reee ernennen aan
15. Wird von den angeschlossenen Anwesen Wasserzins erhoben?
a) nach Pauschale? .....sereeereeereee, b) Nach Ch Wasserverbrauch? essen
Durchschnittliche Höhe des Wasserzinses pro Cbm m... RP
c) wie groß war im Jahre 1927 die Gesamteinnahme an WasserZzinS? essen AM
Y Ist der Ort genügend und einwandfrei mit Wasser versorgt ereeeeren rennen ARE ar
Wenn nein, besteht ein Bedürfnis?) (Zutreffendes unterstreichen!)
L. nach einer Neuanlage oder Ausdehnung der Teilversorgung?
2. nach einer Vermehrung der Wassermenge?
3. nach Verbesserung der Wasserbeschaffenheit ?
4. nach einer Verbesserung der Druckverhältnisse? .
5. nach einer Erneuerung oder Vergrößerung einzelner Teile,
und zwar: a) Quellfassung oder Brunnen? b) Zuleitung? ce) Hochbehälter oder Wasserturm?
dd) Pumpwerk? e) Ortsnetz? f) Hausanschlügse?

Wr

') Ist das Jahr nicht genau bekannt, so genügt ungefähre Angabe wie z. B.: „Vor 1850‘ — „‚um 1850“ — „um 1870“, Bei
Anlagen, die sich am 1. Januar 1928 im Bau befanden, genügt der Vermerk: „im Bau‘.

*) Diese Fragen sollen einen Überblick über das Bedürfnis nach Wasserversorgung oder Verbesserung derselben verschaffen.
Als Antrag auf Projektierung einer Wasserversorgungsanlage darf die Beantwortung der Fragen nicht
aufgefaßt werden
        <pb n="12" />
        VL Sind für Feuerlöschzwecke, abgesehen von den Hydranten der Wasserleitungen, besondere
Einrichtungen (Feuerweiher, Wasserbehälter usw.) vorhanden? Art und Zahl: ....-------.-----

YII. Sind in der Ortsmarkung stärkere Quellen bekannt, die für Wasserleitungszwecke noch nicht
oder nur unvollkommen ausgenützt sind, sich aber zur Versorgung der eigenen Ortschaft oder der
umliegenden Ortschaften, und zwar auch in sehr trockenen Zeiten, eignen? (Diese Frage soll einen
Überblick über die noch ausnützbaren stärkeren Quellen verschaffen.)

Ortsübliche
Bezeichnung

Himmelsrichtung
von der Ortsmitte
gerechnet

Äintfernung von der
Ortsmitte
Gehzeit
Meter | {(Minntean)

Wenn bekannt, Schüttug®
der Quelle (Wassermenge)

Liter in der Sekunde

In Fällen des Zusammenschlusses mehrerer Gemeinden und Ortschaften zu einer
Gruppen-Wasserversorgung hatte der Gruppenvorstand noch einen Ergänzungs:
Fragebogen zu beantworten und darin Auskunft über die angeschlossenen Ortschaften
zu geben. Des weiteren waren hier mit einigen entsprechenden Abweichungen und Er-
gänzungen die vorgenannten Fragen IV Ziff, 2 mit 5, 10, 12, 13 und V gestellt. Auch
war nach der Regelung der Wasserabgabe und des Wasserzinses für die angeschlossenen
Orte gefragt.

Die Erhebung erstreckte sich hiernach auf 43776 Ortschaften mit insgesamt
390145 Wohngebäuden bzw. Anwesen und 7379594 Einwohnern. Was die
Einwohnerzahlen betrifft, so mußten die Ergebnisse der letzten Volkszählung vom 16. Juni 1925
zugrunde gelegt werden. Die Zahl der Wohngebäude bzw. Anwesen jedoch wurde im
Rahmen der Erhebung nach dem neuen Stande festgestellt. Zu diesem Behufe wurde“
zunächst auf dem Fragebogen für jede Ortschaft der Stand der Wohngebäude bzw. Anwesen,
mit der im amtlichen Ortschaften-Verzeichnis angegebenen Zahl eingesetzt. Seitens der
Gemeinden war nach inzwischen erfolgter Mehrung oder Minderung der Stand vom
L. Januar 1928 anzugeben. Um ein zuverlässiges Gesamtbild zu schaffen, wurde die größte
Jorgfalt auf möglichst genaue Feststellung der tatsächlichen Wasserversorgung jeder, auch
der kleinsten Ortschaft verwendet,

Durch die Erhebung wurde die Wasserversorgung Bayerns nach dem Stande vom
I. Januar 1928 erfaßt. Nach der Anleitung zum Fragebogen waren Wasserleitungen,
die sich an diesem Tag im Bau befanden, in dem in‘ Ausführung begriffenen Umfang wie
fertiggestellte zu behandeln. Soweit für solche Neubauten zu Beginn der Erhebung oder
auch später noch rechtzeitig die nötigen Unterlagen zu erlangen waren, fand der hierdurch
arreichte neue Stand der Wasserversorgung Berücksichtigung.
        <pb n="13" />
        [. Abschnitt.
Grundlagen und Entwicklung der Wasserversorgung
in Bayern.
1. Natürliche Grundlagen.
Auszug aus den geologisch-hydrologischen Abhandlungen des Landesgeologen
Dr. Lothar Reuter.

Die natürlichen Voraussetzungen für die Beschaffung von Trink- und
Nutzwasser liegen in Bayern im großen und ganzen günstig. Das Land ist verhältnis-
mäßig reich an wasserführenden Bodenarten, so daß für die Wasserversorgung in den
meisten Fällen Quellen oder auf größere Flächen ausgedehnte Grund- und "Tieflenwasser-
gebiete zur Verfügung stehen. Die Höhe der Niederschläge bewegt sich im Jahresdurch-

‚ schnitt im ‘allgemeinen zwischen 500 und 800 mm, in den Alpen und den Hochregionen
der nordbayerischen Waldgebirge ist sie noch bedeutend größer. Die atmosphärischen Nieder-
schläge sind daher wohl imstande, durch Versickerung — zusammen mit den Wasserab-
scheidungen aus Wasserdämpfen in den durchlässigen Schichten selbst. — hinreichend

s ergiebige Grund- und Tiefenwasservorräte zu bilden und immer wieder zu erneuern.

Unter Grundwasser sind hierbei die Ansammlungen in den lockeren Bodenschichten,
den Sand-, Kies- und Schotterdecken über dem Grundgebirge verstanden,. unter Tiefen
wasser dagegen die Wasservorräte in den durchlässigen und somit wasserführenden Ge:
steinsformationen des Grundgebirges. Die Grund- und Tiefenwässer bieten sich für die
Wasserversorgung zum Teil selbst durch Auslaufen aus dem Erdboden als Quellen dar;
im übrigen aber bedarf es zu ihrer Nutzbarmachung der Erschließung durch Flach-
brunnen oder Tieflbohrungen.

Mit diesen wertvollen Bodenschätzen ist nicht jeder Landstrich gleichermaßen gesegnet.
Immerhin hat Bayern so große Vorräte an reinem, einwandireiem Quell-, Grund- und
Tiefenwasser, daß die Verwendung von Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen, Talsperren
usw. zur Trinkwasserversorgung zum mindesten auf.ein ganz geringes Maß beschränkt
bleiben wird.

Mit den im heimatlichen Boden ruhenden natürlichen Grundlagen der Wasser:
versorgung in Bayern befassen sich nachgenannte Arbeiten, denen die anschließenden
Ausführungen entnommen sind. Ebenso sind die beigegebenen geologischen Profile vom
Landesgeologen im Bayerischen Landesamt für Wasserversorgung, Oberregierungsrat
Dr. Lothar Reuter entworfen und zur Wiedergabe in dieser Veröffentlichung über
lassen worden.

Dr. H. Holler und Dr. L. Reuter, Die Gewinnung von Trink- und Nutzwasser in Bayern. Mit 35 Text-
iguren. Gesundheits-Ingenieur, Band 35, Heft 47 und 52, München 1912. Sonderdruck
m Gesch.-Bericht des Bayer. Wasserversorgungs-Bureaus 1912.

Jas Bayerische Juragebiet und die geologischen Grundlagen zu seiner Wasserver-
‚sorgung. Mit 1 Karte, 18 geologischen Profilen und 22 Abbildungen, Internationale
Zeitschrift für Wasserversorgung, Band IIL Leipzig 1906. Sonderdruck im Gesch.-Be-
.jcht des Bayer. Wasserversorgungs-Burecaus 1915.

Die geologischen Grundlagen zur Wasserversorgung im Bayerischen Juragebiet. Mit
| Karte und 15 geologischen Profilen. Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversor-
zung, Band 63, München 1920.

eologische Ausführungen über die Grund- und Quellwasserverräte Südbayerns und
Ihre Verwertung zur Wasserversorgung. Mit 2 Karten und 8 geologischen Profilen.
Yas- und Wasserfach: Band 67. München 1924.

Dr. L. Reuter.
        <pb n="14" />
        Nord ,
Frankenjura Donau-Niederungk- -Tertidr -Hügelland -

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+ p en nchener BCholLEn- Mopänen Landschaft
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D-L.Reuter
Abb. 1. Geologischer Querschnitt durch Südbayern,
Längen 1: 700000; 10 fach überhöht.
Der Querschnitt zeigt die breite und tiefe Senkungsmulde zwischen Alpen- und Juragebirge, die mit tertiären Schichten
erfüllt ist. Im Alpenvorland ist sie noch mit Moränen und diluvialen Sechotterfeldern üherdeckt.

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Abb. 2. Geologischer Querschnitt durch Nordbayern.
Längen 1: 1600000; 50 fach überhöht.
Der linke Teil des Profils zeigt in der unteren linken Ecke das Urgebirge des Spessarts. Darüber folgt zunächst das
Rotliegende, dann die regelmäßig aufgelagerten Trias-Schichten (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper). Auf der muldenförmig
eingebogenen Triasplatte liegt zwischen Nürnberg und Amberg das Juragebirge. Mehrere vertikale Sprünge durchziehen hier
das Sedimentgehirge. An ihnen ist der zentrale Teil des Jura-Massivs eingesunken. Im Osten heben sich die älteren
Schichten wiederum aus der Tiefe empor und schließen sich ans Urgvehirge an.
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        Die Quell- und Grundwasservorräte in den geologischen Formationen Nordbayerns.
‚Der Wasserkursus“, herausgegeben von Zivilingenieur Goebel in Zwickau 1926. Mit
. Übersichtskarte und 12 Abbildungen.

Die Grund- und Quellwasservorräte des südbayerischen Tertiär-Gebietes. Mit 4 Abbil-
lungen. Das Gas- und Wasserfach, Band LXXIT, 1929, Heft 24. Sonderdruck im Gesch.-
3ericht des Landesamtes für Wasserversorgung für 1928.

Dr, H. Holler und Dr. L. Reuter, Die Wasserversorgung der Vorderpfalz. Mit 1 Kartenübersicht und
| geologischen Profil. Beilage zum Gesch.-Bericht des Landesamtes für Wasserversor-
zung für 1928 ;

Die gruppenweise Wasserversorgung im Juragebiet von Mittelfranken und der süd-
lichen Oberpfalz. Mit 1 Kartenübersicht und 5 Abbildungen, Beilage zum Gesch.-Bericht
des Landesamtes für Wasserversorgung für 1928.

Die Beschaffung des Trink- und Nutzwassers für die Städte und Dörfer. Mit 3 Profil-
schnitten. Sonderteil der Bayerischen Staatszeitung Nr. 135 vom 14, Juni 1930 „Bayerns
Wasserversorgung“. ;

Das rechtsrheinische Bayern wird durch die Donau in zwei Hälften geteilt, die in
ihrem geologischen Aufbau und damit in den Voraussetzungen für die Wassergewinnung
arhebliche Verschiedenheiten aufweisen.

In Südbayern sind zwischen Alpengebirge und Donau durchweg tertiäre Schichten
die Unterlage; sie bestehen im wesentlichen aus weichem Sandstein, aus Feinsand und
Tonmergel (Molasse und Flinz). Zum großen Teil sind sie mit eiszeitlichen Schuttmassen, mit
Moränen und breiten Schotterfeldern, überdeckt. Während die Moränen aus undurch-
lässigen, also zur Wasserführung ungeeigneten Massen bestehen, sind die durchlässigen
Schotterflächen überaus wertvolle Grundwasserspeicher. Ihnen und den Flußalluvionen
verdankt Südbayern in erster Linie seinen Reichtum an bestem Grund- und Quellwasser
Die tertiären Schichten sind weniger wasserreich: immerhin werden auch sie der Wasser-
versorgung dienstbar gemacht.

In Nordbayern bildet das Urgebirge, in der Hauptsache aus granitischen Gesteinen
und kristallinen Schiefern bestehend, den Untergrund des Landes, In der Nordwestecke,
im Spessart, und im Osten, im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald, tritt es hervor.
In der mächtigen Wanne dazwischen lagern übereinander die Schichten der Sediment-
gesteine, der Buntsandstein, der Muschelkalk, der Keuper und schließlich die Jura-Formation,
Die älteren Sedimentgesteine, Rotliegendes, Karbon (Steinkohlenformation), Devon usw.
sind nur auf kleinere: Gebiete beschränkt und spielen eine untergeordnete Rolle. Das gleiche
gilt auch von der jüngsten mesozoischen Formation, der Kreide. Die Sedimentgesteins-
schichten lagern regelmäßig aufeinander und neigen sich sowohl von Westen wie von Osten
nach dem Jura hin. Wasserdurchlässige Bodenarten, Sandsteine und Kalksteine, wechseln
mit wasserundurchlässigem Ton und Mergel, wodurch die Vorbedingungen zur Ansammlung
großer Grund- und Tiefenwasservorräte gegeben sind. Die genannten Trias- und Jurasediment-
gesteine sind somit die Hauptwasserspender im nördlichen Bayern.

Um die verschiedenen natürlichen Voraussetzungen für die Wasserversorung der Ort-
schaften kennenzulernen, sollen im folgenden die hydrologischen Verhältnisse der einzelnen
Gebiete Süd- und. Nordbaverns und anschließend diejenigen der Pfalz kurz hesprochen
werden.

Dr. L. Reuter,

Dr. L. Reuter,

a) Südbayern.

Was zunächst das Alpengebiet betrifft, so herrscht in den Gebirgsketten der Kalk-
alpen größerer Wasserreichtum. Einmal ist das harte Kalk- und Dolomitgestein
infolge seiner Zersplitterung und Zerklüftung ziemlich durchlässig, und dann liegen an den
Hängen mächtige durchlässige Schuttmassen, Verwitterungs- und Abbröckelungs-
produkte der steilen Riffe und Felswände. An geeigneten Stellen dieser Schuttmassen ent-
springen mehrfach auch große Quellen. Aus solchen werden beispielsweise die Orte Oberst-
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Abb. 3. Geologische Einteilung von Südbayern (von Nord nach Süd).
(Aus Dr, L. Reuter. Die Grund- und Quellwasservorräte des südbayerischen Tertiärgebietes, 1929.)
i_Donau-Niederung. 2ec Quarzschotter-Gebiet,
'% 1a Jura-Scholle südlich der Donau. 3 bis 4 Tertiäres Flinzmergel-Gebiet, von diluvialen Schutt-
2 _bis 5 Tertiär-Gebiet; davon 2 bis 4 Miozän-Gebiet; massen überdeckt.
2a und 2b Flinzsand-Gebiet. 3 Gebiet der jungdiluvialen Schotter-Ebenen.
2a mit diluvialem Deckenschotter überdeckter west- 4 Moränen-Gebiet.
licher Teil. 5 Älteres Tertiär unter den diluvialen Schuttmassen und am
Dh eiyentliches TertiärhüreNland (his zur Jsar im Osten). Noardrande der Alnen.
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        dorf, Schliersee und Bad Reichenhall versorgt. Diese Gebirgsquellen unterliegen indes je
nach niederschlagsreichen oder trockenen Zeiten stärkeren Schwankungen. Auch die Höhen-
lage spielt hierbei eine Rolle. Die Regionen über 1000 m sind der Abkühlung und dem
Froste mehr ausgesetzt als die tieferen Lagen. Das Wasser wird dort längere Zeit hindurch
in gefrorenem Zustand zurückgehalten, So kommt es, daß Quellen, die in der wärmeren
Jahreszeit fließen, in den kalten Monaten ganz oder teilweise aussetzen.

In den nördlichen Kalkalpen streicht die Zone der Rauhwacke quer durch Schwaben
und Oberbayern. Sie besteht aus Gipsflözen, die zwischen Muschelkalk und Hauptdolomit
eingelagert sind. Diese Gipsregion neigt äußerlich zur Verkarstung, nimmt in ihren Hohl-
räumen reichlich die Niederschläge auf und leitet sie zu ihren Ausstrichpunkten in den
tieferen Talsohlen, wo mächtige Quellen entspringen, so z. B. im Oytale (südlich von Oberst-
dorf) und südlich vom Tegernsee. Eibsee und Kochelsee liegen in solchen großen Gips-
mulden. Die in den Flözen, Lagern und Stöcken der Gipsformation sich ansammelnden
Wässer sättigen sich dort mit Gips und nehmen dadurch einen überaus großen Härtegrad
an. Für Wasserversorgungszwecke sind daher alle diese wasserreichen Gipsquellen leider
wertlos.

Dem Nordrande des eigentlichen Alpengebirges sind die Zonen der Flysch- und
der Molasseschichten als wechselnd breiter Streifen vorgelagert. Das Gebiet ist außer-
ordentlich wasserarm. Seine Gesteine, Flysch (Kieselkalke, Mergel, Mergelkalke und Sand-
steine) und verfestigte Molasse (Molassesandstein, Molasse-Nagelfluh) sind nahezu undurch-
lässig. Lediglich die Verwitterungsdecke kann Wasser aufnehmen und festhalten. Nur da,
wo diluviale Schotterdecken an den Hängen liegen oder die Talrisse und Senkungsmulden
erfüllen, treten einigermaßen brauchbare Quellen zutage. Die am Steilrande des Illertales
bei Kottern entspringende Quelle, welche zur Versorgung der Stadt Kempten ausgenützt
wird und 18 bis 38 L/Sek.?) liefert, ist eine der bedeutendsten derartigen Quellen im Molasse-
and Sandsteingebiet.

Zwischen dem Alpengebirge im Süden und der Donau im Norden erstreckt sich die
Schwäbisch-Bayerische Hochebene mit ihrem tertiären Untergrund. Weite Flächen dieses
Gebietes sind mit diluvialen Schichten, mit Moränen und mächtigen Geröllfeldern, überlagert.

Moränengebiete sind die mit breiten Wällen umrandeten Flächen, über die während
der Eiszeit die Gletscher aus den Alpentälern vordrangen. Diese Vorlandgletscher schoben
alles, was nicht fester Boden war, vor sich her und gruben dabei breite Wannen in das
Alpenvorland, Sie beförderten aber auch gewaltige Massen von Gesteinschutt aus dem
Gebirge heraus, welche dann zumeist: von den Schmelzwässern ergriffen und weit über die
Moränenwälle hinaus über das Vorland ausgebreitet wurden. So entstanden vor den
Moränen die großen, wasserreichen diluvialen Schotterfelder. Als am Ende
der Eiszeit die Gletscherzungen allmählich abschmolzen, blieben in den Zungenbecken
innerhalb der Moränenwälle große Seen zurück. Durch Ablauf und: Verlandung wurden
dieselben im Laufe der Zeit ganz oder teilweise trockengelegt. So ist von dem großen
Rosenheimer See nur ein seitlicher Ausläufer, der Simsee, erhalten geblieben, im Chiemsee-
becken von dem ursprünglichen See nur die nördliche Hälfte.

Die Ablagerungen aus den Gletschern selbst, die Schuttmassen, die sich am Glet-
scherende (Endmoränen) oder an der Sohle des abschmelzenden Vorlandgletschers (Grund:
moränen) anhäuften, sind im allgemeinen meist undurchlässig und wasserleer. Es sind
regellose, mit Schlick und Ton vermengte Geröllmassen, Nur dort, wo Ton und Schlick
durch Gletscherbäche ausgeschieden wurde, blieb grobes, reines, und damit wasserführen-
des Geröll zurück. Das Material, das mit dem Wasser aus den Alpen und von den Moränen-
hängen herabkommend die Verlandung der Zungenbecken besorgte, ist im allgemeinen
ebenso feinkörnig und tonig, daß es kein Wasser aufnimmt. Die Moränengebiete sind

n L/Sek. = Liter in der Sekunde.
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        laher an sich für die Wasserversorgung außerordentlich ungünstig. In
'hren undurchlässigen Böden ist vielleicht etwas Grundwasser enthalten; aber es fehlen
durchfließende Grundwasserströmungen, die man ausnützen könnte.

Zwei geologischen Faktoren ist es zu danken, daß es inmitten dieser Moränenland-
schaft stellenweise wasserreiche Gebiete gibt. Es sind dies die Auswirkungen einer
nachfolgenden kleinen Vergletscherung und die Flußalluvionen in den
Flußtälern. Auf die letzte große Vergletscherung, die sog. Würm-Vergletscherung #
folgten später noch einige kleinere Gletschervorstöße. Ihre Gletscher, die nur wenig aus dem
Gebirge herauskamen, breiteten über einzelne "Teile der wasserarmen Zungenbecken
kleinere Schotterfelder aus, die reich an Grund- und Quellwasser sind. Hierher gehören
beispielsweise die Schotterfelder im Süden von Ammersee und Würmsee, aus denen Weil-
heim, Seeshaupt und mehrere andere Orte reichlich mit Wasser versorgt sind. Auch die
Stadt Rosenheim entnimmt ihren Wasserbedarf aus einem solchen in der Nähe befind:
lichen Jüngeren Schotterfeld.
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Dr. L. Reuter
Abb. 4. Die beiden extremen Querschnitts-Formen der Täler im bayerischen
Alpen-Vorland.
(Aus Dr. L., Reuter, Geologische Ausführungen über die Grund- und Quellwasservorräte
Südbayerns, 1924.)

a) Das Flußtal trägt eine durchgehende Decke von Diluvialschotter. Der Fluß
Aießt im Schotter. Der Schotterboden ist bis zur Höhe des Flußwasserspiegels
mit Wasser erfüllt.

b) Der Fluß hat sein Bett vertieft und die Schottermassen fortgeschwemmt. Er
Rießt nun auf undurchlässigem Tertiärboden. Größere Grundwasser-Vorräte
fehlen hier; das wenige vorhandene Grundwasser tritt in den Hangauellen an
den Terrassenrändern zutage.
Die Schotteralluvionen in den Flußtälern reichen von den Alpen weit hinaus in
Jas Alpenvorland bis in die Donauniederung. Das Material dieser Anschwemmungen ent-
stammt zum Teil den riesigen, Vorräten an glazialem Geröll der Niederungen und Tal-
hänge des Gebirges und den weiter draußen im Alpenvorland ausgebreiteten mächtigen
Geröllfedern. In diesen Flußalluvionen ziehen nun, soweit das Flußbett selbst noch im
Schotter liegt, große Grundwasserströmungen talabwärts. Durch Anlage von Flachbrunnen
können sie leicht für die Wasserversorgung erschlossen werden. In den ehemaligen gla-
zialen Zungenbecken liegen die Flüsse glücklicherweise meist ganz im Schotter, so daß
sich reiche Grundwasserströmungen in ihren Alluvionen ergeben. So bezieht die Stadt
München einen erheblichen Teil ihres Wassers durch die sog. Reisacher Grundwasser-
fassung aus der überschotterten Niederung der Schlierach-Mangfall-Mündung. Weitere
Beispiele sind das Isartal oberhalb Tölz und das Ammertal oberhalb Weilheim,

In der zur Diluvialzeit emporgehobenen Randzone der Vorlandgletscher, die
bereits innerhalb der Moränenwälle beginnt und sieh in einer Breite von 20-—50 km nord-
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        wärts ausdehnt, haben sich die Flüsse tief in den undurchlässigen tertiären Untergrund
aäingegraben. Das Grundwasser der Kiesbetten läuft hier in zahlreichen großen und kleinen
Quellen an und in den Talsohlen aus. Mit diesen Quellen muß man sich hier begnügen.
Versuche zur Erschließung von Grundwasser durch Bohrungen oder Grabungen werden
hier vergeblich sein. Beispiele sind das Illertal bei Kempten, das Wertachtal bei Kauf-
beuren, das Lechtal von Schongau bis Landsberg, das Isartal von Wolfratshausen bis
München, das Inntal von Gars bis Mühldorf und das Salzachtal bei Burghausen.

Wo in den weitausgedehnten Moränengebieten durchlässige Schottermassen fehlen,
müssen die größeren Orte das Wasser oft von weit her beileiten, so beispielsweise Bad
Aibling aus den Voralpenbergen.

Vor der Moränenlandschaft liegen die weiten diluvialen Schotterfelder, denen
J3üdbayern seinen Wasserreichtum verdankt. Die Schmelzwässer der Vorland-
zletscher haben gewaltige Massen von dem aus dem Gebirge herausbeförderten Gesteins-
schutt ergriffen und über das Vorland der Moränen ausgebreitet. Der feine Schlick, Lehm
and Ton wurde von dem abfließenden Wasser mitfortgenommen, so daß durchlässiges Ge-
röll zurückblieb. Diese mächtigen durchlässigen Gerölldecken bilden nun die wertvollsten
Grundwasserspeicher und ergiebigsten. Quellgebiete für unser Wasserversorgungswesen. Ihr
klares und reines Wasser eignet sich für die Wasserversorgung in ganz besonderem Maße.

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Abb. 5. Geologisches Profil durch die äußere Moränenzone des Inngletschers.
Längen 1:100 000; 20fach überhöht.
Die Unterlage bildet allenthalben der tertiäre Flinzmergel. Über ihm erheben
sich die Moränen zu langgestreckten schmalen Höhenzügen, von tiefen Tälern
lurehfurcht. Ihr Material besteht aus groben Blöcken und Geröll, das mit
zähem undurchlässigem Lehm und Ton verschlickt und verkittet ist (Block-
ehm). Am nördlichen Rande der Moränenzone verschwindet dieses tonige
Material, so daß hier nur grober und sehr durchlässiger Kies in großer
Mächtigkeit liegt. In ihm versinken alle Gewässer und bilden an seiner
Sohle eine zwar oft seichte, aber sehr bedeutende Grundwasserströmung, die
am Rande der Schotterebene in zahlreichen Quellgebieten zutage tritt. Bei
[ und II fanden Bohrversuche zur Erforschung der Tiefenlage des Grund-
wasserspiegels und der Flinzoberfläche statt.

Dr. Z. Reuter

Bei der Überschüttung mit Glazialschotter wurde die hügelige Tertiärlandschaft, deren
Boden im wesentlichen aus weichem Sandstein, aus Feinsand und Tonmergel bestand, be-
yraben. Dabei wurden auch die Rinnen und Täler, welche Bäche und Flüsse im "Tertiär-
boden eingerissen hatten, mit durchlässigem Geröll aufgefüllt. In diesen Rinnen und Tä-
(ern des undurchlässigen Flinzbodens sammelt sich nun das Grundwasser und fließt in
ihnen zu den tiefer eingeschnittenen Tälern der heutigen Flüsse, wo es in zahlreichen
großen und kleinen Quellen zutage tritt. Aus einem solchen außerordentlich ergiebigen
Quellgebiet deckt beispielsweise die Stadt München den größten Teil ihres Wasserbedarfs,
Das Gebiet liegt rund 40 km ssö. von der Stadt im Mangfalltale. Zwischen den weit zu-
‚ückspringenden Moränenzügen des Isargletschers und des Inngletschers liegt hier ein
mächtiges Schotterfeld. aus dem von der ühersechütteten Tertiärlandschaft nur noch deren
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Abb. 6. Geologisches Profil durch das Iller- und Rothtal in Schwaben.
Längen 1: 50000; 5 fach überhöht.
Jas Profil zeigt eine Tertiärlandschaft mit jungdiluvialen Niederterrassenschottern in den Flußtälern und älteren
liluvialen Deckenschottern auf den Höhen. Das breite Rothtal ist ein altes Iertal, das zur Diluvialzeit von der Iller
‚erlassen wurde. Bedeutende Grundwasserströmungen in den Niederterrassenschottern. Das Tertiär, das hier haupt-
zächlich aus Sand besteht, enthält ebenfalls Wasser; ihm wird im Brunnen von Osterberg das nötige Wasser entnommen.

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Abb. 7. Geologisches Profil durch die Gegend nördlich von München.
. Längen 1: 100000; 10 fach überhöht.
Das Profil zeigt den Übergang des hügeligen Tertiärgebietes (rechts) in das flache Diluvialgebiet der Münchener
bene. Den Untergrund bildet oberes Tertiär (Obermiozän), das im Norden (rechts) hauptsächlich aus feinem Sand
besteht; gegen Süden (links) beginnen tonig-mergelige Einlagerungen (sog. Flinz), während die Sandlagen allmählich
»bnehmen. Südlich von Dachau ist das Tertiär-Hügelland abgetragen und eingeebnet. Wo der undurchlässige
Flinz zutage tritt, sind Moore (Dachauer Moos). Nach Süden (links) schließt sich die Münchener Ebene an, eine
weitausgedehnte, von Diluvialschotter bedeckte Fläche, die infolge des durchlässigen Bodens tast keine Oberflächen-
vewässer besitzt. Das Dachauer Wasserwerk entnimmt das Wasser dem Tertiärsand.

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        höchste Erhebung, der Taubenberg herausragt. Durch dieses Schotterfeld hat sich die
Mangfall ihr tiefes Bett gegraben. Sie hat aber auch den überschotterten tertiären Rücken
des "Teiles vom Taubenbergzug durchschnitten, welcher das Schotterfeld in ein nördliches
und südliches Becken trennt. In mächtigen Quellen strömt nun an den beiden Stellen,
wo das tiefe Tal die verschütteten iertiären Talrinnen bloßgelegt hat, das Grundwasser
aus. Die Gotzinger und Mühlthaler Quellen liefern der städtischen Wasserversorgung Mün-
chen zusammen mit der Reisacher Grundwasserfassung durchschnittlich 2150 L/Sek.

Die. diluvialen Gerölldecken haben vielfach eine außerordentliche Mächtig:
keit, sie reichen oft 50 bis 100 m, stellenweise noch tiefer hinab. Im Schotterfeld um den
Taubenberg wurde der tertiäre Untergrund an einer Stelle erst bei 72 m Tiefe erbohrt,
an einer anderen Stelle war er bei 168 m Tiefe noch nicht erreicht worden.

Leichte Durchlässigkeit der Gerölldecken und deren Auflagerung auf undurchlässigen
oder doch weniger durchlässigen Schichten des tertiären Untergrundes bedingen also den
Grundwasserreichtum der diluvialen Schotterfelder. Dort, wo der Tertiärboden nur flach
geneigt ist, kann das Grundwasser nicht rasch genug abfließen und staut sich infolgedessen.
Dies gibt dann zur Bildung weit ausgedehnter Sümpfe und Moore Anlaß, wie beispiels-
weise beim Dachauer und Erdinger Moos. Mit den genannten Mooren enden die eigent.
lichen Diluvialflächen. Dagegen setzen sich in den vielen breiten Tälern der zur Donau
fließenden Gewässer die Diluvialkieslagen als Flußalluvionen bis ins Donautal hin fort.

Von der tertiären Unterlage, welche das ganze südliche Gebiet zwischen Donau und
Alpen ausfüllt, treten die älteren Schichten (Eozän und Oligozän) in einem verhältnismäßig
schmalen Streifen am Nordsaum der Alpen zutage, und zwar in der bereits erwähnten
Molassezone, zum Teil auch. in der Flyschzone. Unmittelbar an die Molasseberge
schließt sich die breite Masse des miozänen Tertiärs an, welches sich nordwärts bis zur
Donau hin ausdehnt und seine Ablagerungen stellenweise über die Donau vorgeschoben
hat. Das bayerische Miozängebiet ist in seinem südlichen und westlichen "Teil weit-
hin mit den erwähnten diluvialen Moränen und Schotterfeldern bedeckt. Erst an deren
Nordrand, nördlich der Linie Mering (bei Augsburg) —Dachau —Mühldorf — Simbach a. Inn,
beginnt das eigentliche südbayerische Tertiär-Hügelland. Das Miozän hat in der großen
südbayerischen Senkungsmulde eine Mächtigkeit von mehreren hundert Metern. Seine
Hauptmasse besteht vorwiegend aus Mergel und Feinsand, zum geringeren Teil aus klein-
und grobkörnigem Quarzschotter. Letzterer ist durchlässiger als Sand, für Bildung und
Führung von Grundwasser. also geeigneter, Als ungefähre Grenze zwischen tertiärem
Sandgebiet und Quarzschottergebiet kann das Isartal von München bis zur Donau
gelten,

Was zunächst den westlichen Teil des südbayerischen Tertiärgebietes
mit seinen fast ausschließlich aus feinem,‘ glimmerreichem Flinzsand und Flinzmergel be-
stehenden Miozänschichten betrifft, so: werden hier die atmosphärischen Niederschläge
nicht allzu reichlich von den bereits durchnäßten Sandlagen aufgenommen. Auch bewegt
sich das Wasser nur langsam in diesen Schichten weiter, um dann am Fuß der Talhänge
in räumlich ausgedehnten und wenig ergiebigen Quellgebieten hervorzu-
sickern. Für eine ausreichende Wasserversorgung müssen meist mehrere Quellen zugelei-
tet werden. So wird beispielsweise Aichach neben einem Tiefbrunnen aus 3 Quellgebieten
mit 9 Quellen, Illertissen aus 2 Quellgebieten mit 21 Quellen, Krumbach aus 2 Quell-
gebieten mit 10 Quellen versorgt. Die Gesamtergiebigkeit beträgt in den genannten drei
Fällen 5 bis 8 L/Sek., 3,2 bis 5,2 L/Sek. und 6,4 L/Sek.

Auch die Brunnen, welche im tertiären Sand- und Mergelgebiet erbohrt wurden,
haben im allgemeinen geringe Ergiebigkeit, weil die wasserführenden sandigen
Schichten zumeist aus feinkörnigem, dichtgelagertem Material bestehen, welches die Was-
serbewegung ziemlich hindert. Die in den Niederungen des Gebietes erbohrten Wässer
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        haben artesischen Auftrieb. Ein solches artesisches Gebiet ist das Neuburger Donau-
noos und das südlich sich anschließende Paar-Tal mit Umgebung. Während bei manchen
lieser Brunnen das Wasser bis in den ersten oder zweiten Stock der Häuser emporsteigt
and frei ausfließt, reicht in anderen Orten der hydrostatische Überdruck nicht aus, um
las erschlossene Tiefenwasser zum freien Ablauf über Terrain zu bringen.

Im nördlichen Teile der Schwäbisch-Bayerischen Hochebene, wo die Böden größtenteils
lem tertiären Sandgebiet angehören, könnte also der Wasserbedarf aus den Quell-, Grund-
and Tiefenwasservorräten des Tertiärs nur schwer befriedigt werden. Dieser Not hat die
Eiszeit abgeholfen, welche den größten Teil ihrer Schottermassen als mächtige. durchlässige
Gerölldeceken über weite Flächen des Tertiärgebietes ausbreitete. Die breiten Täler der
aus den Alpen und dem Moränengebiet kommenden Flüsse sind sogar bis zur Donau hin
tief überschottert. Durch Beileitung von Quellwasser aus diesen wasserreichen Gebieten
der durch Aufschließung ihrer Grundwässer mittels Flachbrunnen wird der größte Teil
Jer südbayerischen Bevölkerung mit Wasser versorgt. Insbesondere decken fast alle
zrößeren Städte ihren Wasserbedarf auf diese Weise, so München, Augsburg, Freising,
Landshut, Straubing.

Im östlichen Teile des südbayerischen Tertiärgebietes weisen die Miozän-
schichten eine weite Verbreitung der weißen Quarzgerölle auf. Diese Einlagerungen
‚eginnen bereits im Hügelland zwischen München und Freising. Sie sind verhältnismäßig
wasserreich. Mehrere Bohrbrunnen in München beispielsweise entnehmen das Wasser
solchen eingelagerten Quarzkiesschichten. Die Brunnen, zumeist im Besitze von Groß-
brauereien, erreichen gewöhnlich eine "Tiefe von 60 - 80 Metern. Die beiden Brunnen der
Löwenbrauerei und der Metzeler A.-G. sind jedoch über 200 m tief. Die Bohrungen haben
nur zwei bis drei schwache Lagen von grobkörnigem Sand mit kleinen Quarzgeröllen an-
zetroffen. Die Ergiebigkeit ist bei den einzelnen Brunnen verschieden, sie kann bis zu
20 L/Sek. betragen.

Größere Ausdehnung erlangen jedoch die Quarzgeröllager erst östlich
Jer Isar. Im östlichen Teil des Gebietes tritt der Quarzschotter auch in weiter
zusgebreiteten Decken auf. Diese Quarzgerölldecken sind neben den sandigen
Schichten im Schlier des Untergrundes die wichtigsten wasserführenden Schichten
des niederbayerischen Tertiär-Hügellandes, Sie erreichen ihre größte Mächtigkeit (etwa
50 m) in der Nordostecke zwischen Simbach a. Inn und Vilshofen.

Verhältnismäßig die größten Vorräte an Tiefenwasser im: Tertiärgebiete Südbayerns
irgt das Inngebiet von Gars abwärts bis zum granitischen Urgebirge des Neuburger
Waldes bei Schärding und das Gebiet des unteren Rott-Tales, Nördlich schließt sich dann
das niederbayerische Gasbrunnengebiet an. Diese Gegend hat eine besonders
offene Siedlungsweise. Die Gehöfte sind zumeist als Einöden und Weiler über das ganze
Land verstreut. Der Reichtum des Bodens an Tiefenwasser ermöglicht nun in weitem
Maße die Einzelversorgung dieser Siedlungen. Aber auch größere Orte verwenden solches
Tiefenwasser, die Stadt Mühldorf z. B. hat 15 solche Brunnen. Die wasserliefernden
Schichten sind meist Quarzsande mit kleinem Quarzkies. Das Wasser steht unter solchem
Druck, daß es meist frei über Gelände ausfließt, das der tieferen Schichten steigt sogar
bis zu 30 m über den Inn-Wasserspiegel empor. Nicht selten fließen aus solchen Brunnen
4 bis 5 L/Sek. in Geländehöhe ab. Manche dieser Brunnen sind noch ergiebiger und
jefern 10 bis 20 L/Sek. Artesischer Druck liegt jedoch hier nicht vor, weil die Brunnen
weitab von Hochgebieten liegen, die als Wasseraufnahmestellen in Betracht kommen
könnten. Vermutlich liegt die Ursache in dem Druck, welchen die Deckschichten auf die
yewissermaßen als Wassersack wirkenden wasserführenden Sand- und Kiesschichten aus-
üben. Bei den Gasbrunnen wird der Aufstieg des Wassers hauptsächlich durch den Gas-
gehalt bewirkt.
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        Abb. 8. Gasbehälter über einem Gasbrunnen in Reding,
(Pockinger Heide, Niederbayern.) . .
Tiefe des artesischen Gasbrunnens 70 m; freier Wasserablauf 2 L/Sek.;
Temperatur des Wassers 12,8°: Gasgehalt (Methan) 6 Vol. %o.
Das Verbreitungsgebiet der Gas- und Schwefelwasserbrunnen liegt im Inn-Donauwinkel
zwischen Simbach a. Inn, Passau und Vilshofen. Das Wasser kommt aus den tertiären
Schlierschichten, die am Granitriegel des Neuburger Waldes enden, Das diesem Walde
zunächst‘ gelegene Gebiet hat nur Schwefelwasserstoff- Brunnen, weiter südlich, wo der
Schlier mächtiger ist und in größere Tiefe reicht, wurden Mineralwässer mit hohem Ge-
halt an brennbarem Gas, hauptsächlich Methan, erbohrt. Die gasführenden Bohrbrunnen
‘jegen in den Tälern des Gebietes, im Inntal, in der Pockinger Heide, im Rott- und Sulz-
bachtal. Das Gas wird an einigen Orten in besonderen, über den Brunnen angebrachten
Gasbehältern abgefangen und zu Beleuchtungs- und Beheizungszwecken verwendet. Das
Wasser, Schwefelwasser wie Gaswasser, wird auch als Trinkwasser benutzt).

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Abb, 9. Geologisches Profil durch das Donau-Tal bei Günzburg.
Längen 1:1835000; 20fach überhöht.
[Aus dem von Dr. L, Reuter bearbeiteten Teil IV des ‚„‚Abrisses der Geologie von Bayern r. d, Rh. “)
Die linke Hälfte des Profils zeigt das Südende der Schwäbischen Alb. Ihre
Verlängerung nach Süden ist abgebrochen und um ea. 100 m abgesunken. Darüber
liegen tertiäre Ablagerungen; ihre obersten Schichten sind im Donautal bereits
durch die Flußerosion zerstört und mit diluvialen (Niederterrasse) und alluvialen
(Donau-Auen) Kieslagen bedeckt. Wasserverhältnisse: Die größten Grundwasser-
mengen sind in den diluvialen und alluvialen Schottern enthalten und bewegen
sich darin talabwärts, Die Grundwasserströmung in der Niederterrasse zwischen
Niederstotzingen und Riedhausen ist durch eine Brunnenreihe gefaßt und ihr
Wasser für die württembergische Landeswasserversorgung abgeleitet.
‘) Über diese eigenartigen Tiefenwässer vgl. Dr. F. Münichsdorfer, Die Gas- und Schwefel-
brunnen im bayerischen Unterinngebiet (Bayer. Geognostische Jahreshefte, Bd. XXIV. München 1911,
S. 233-957).

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        Die große Bedeutung der Flußalluvionen für die Wasserversorgung auch im Tertiär-
zebiet wurde bereits hervorgehoben. Die Flüsse haben sich hier breite Talböden geschaffen
ınd mit den aus ihrem Oberlaufe mitgeführten Kiesmassen übersc.%öttert. Der Umstand,
Jaß sie hier, im Gegensatz zur emporgehobenen Randzone der Vorlandgletscher, auf ihren
Schuttbetten fließen, ermöglicht reichliche Grundwasserführung. Die Flüsse haben ihrın
Schotter auch noch in das Donautal getragen. Weite Strecken der Donauniederung wur-
Jen hierdurch mit tiefen Kiesmassen überdeckt. Das Bett der Donau selbst liegt in diesen
Schotteralluvionen, deren Untergrund im wesentlichen aus undurchlässigen und schwe”
Jurchlässigen tertiären Flinzletten- und Flinzsandschichten besteht. In den Schotterfeldern
des Donautales zieht daher eine bedeutende Grundwasserströmung talabwärts, die einer
Reihe von Orten, so z. B. den Städten Neu-Ulm, Straubing, Plattling, das zu ilrer Ver-
sorgung nötige Wasser liefert.
b) Nordbayern.
(Hierzu das geologische Profil Abb. 2 8. 6.)

In Nordbayern bildet, wie schon gesagt, das Urgebirge den Untergrund des Lan-
Jes. Hervor tritt es im äußersten Nordwesten, in den westlichen Ausläufern des Spessarts,
und im Osten, wo es auf weite Strecken den Boden bildet. Es umfaßt dort den Bayerischen
Wald, den Oberpfälzer Wald, das Fichtelgebirge sowie einen Teil des Frankenwaldes und
besteht hauptsächlich aus granitischen Gesteinen und kristallinen Schiefern.
Im großen und ganzen handelt es sich um geschlossene Gesteinsmassen, welche das Wasser
nicht oder nur schwer durchlassen. Zur Quellenbildung kommt es nur an solchen Stellen,
welche infolge der Gebirgsbildung zerbrochen und zerklüftet sind, und dort, wo der Ver-
witterungsschutt entsprechende Mächtigkeit und Durchlässigkeit besitzt. Besonders günstig
liegen die Verhältnisse nach dieser Richtung im Hauptstock des Fichtelgebirges (Kösseine,
Tichtelberg, Ochsenkopf, Schneeberg), der aus grobkörnigem Granit, dem sog. Kristall- oder
Kösseinegranit besteht. Die Schuttdecken in den Hängen und Niederungen werden vca
körnigen, wasserdurchlässigen Massen gebildet, in denen sich das Grundwasser reichlich
sammeln kann. Aus dem Wasserreichtum dieser Grusdecken werden beispielsweise die er-
ziebigen Hochquelleitungen der Städte Wunsiedel, Weißenstadt und Fichtelberg gespeist,
Auch die Stadt Bayreuth hat von dort her (Ochsenkopf) eine Hochquelleitung gebaut,
welche 40 L/Sek. Wasser liefert. Allerdings entspringt das Wasser in diesen mit groben
Felsblöcken durchsetzten Schuttfeldern nicht konzentriert in wasserreichen Quellen, sondern
in weitverzweigten Quellgebieten, die sich aus zahlreichen kleinen Sickerstellen zu-
sammensetzen.

Von solchen günstigen Ausnahmen abgesehen, ist das Urgebirge arm an
Grund- und Quellwasser. Die Niederschläge fließen zumeist an den Gesteinsmassen
oberflächlich ab. Auch die Verwitterungsprodukte sind vielfach mit Schlick durchsetzt und
schwer durchlässig. Das Wasser tritt aus den oberen Bodenschichten in Form ganz kleiner
Quellen aus. So gibt es in den weiten Urgebirgsgebieten, die mit ihren ausgedehnten Wäl-
lern ideale Wassereinzugsgebiete bilden, zwar viele, aber recht wenig ergiebige Quellge-
biete. Ein Versuch der Stadt Passau, das nördlich der Stadt gelegene Waldgebiet zu ihrer
Wasserversorgung heranzuziehen, blieb fruchtlos, 117 Quellen, die man auf einer Fläche
von 13 qkm zusammengefunden hatte, ergaben zusammen nur 28 L/Sek. Diese Wassermenge
reichte für die Bedürfnisse der Stadt nicht aus, durfte auch den Bewohnern des Gebietes
selbst nicht entzogen werden. Man mußte deshalb hier zu alluvialem Grundwasser greifen.

Auch die älteren Sedimentgesteine (Perm, Karbon, Devon, Silur, Kambrium),
die sich allerdings auf kleinere Gebiete Bayerns beschränken, sind für Wasserversorgungs-
zwecke wenig geeignet. Tonlagen und Schiefer herrschen meist vor. Größere wasserführende
        <pb n="25" />
        £Zinlagerungen sind selten. Selbst wenn diese Gesteinsmassen zerklüftet sind, ist die Wasser-
bewegung vielfach durch die Verschlammung der Klüfte behindert.

Die eigentlichen wasserführenden Schichten in Nordbayern sind die
Sandstein- und Kalksteinmassen der Trias- und der Juraformation. Die Schichten neigen
sich in regelmäßiger Aufeinanderfolge von Westen und von Osten her zum Jura hin. Durch-
ässige Lagen von Sand- und Kalksteinen wechseln mit undurchlässigen aus Ton und Mergel.
Damit sind die Voraussetzungen zur Bildung von Grund- und Tiefenwasservorräten gegeben.
Weil die durchlässigen und undurchlässigen Lagen dieser Formationen als wirkliche Schichten
ibereinander ausgebreitet sind, handelt es sich hier auch um Wasserschichten. Durch
lie eingeschobenen Ton- und Mergellagen werden die verschiedenen Wasserstockwerke
voneinander getrennt. Soweit die unterirdischen Wasseransammlungen ein Gefälle haben,
jewegen sie sich nach dieser Richtung vorwärts. Diese Grundwasserströmungen gehen
aaturgemäß schon in Kies- und Sandböden sehr langsam vonstatten, erst recht aber in den
dichteren Sand- und Kalksteinmassen. Zur Bildung von rasch fließenden Höhlenbächen
kommt es nur im verkarsteten Kalkgebirge.

Die Formationen, denen hiernach weite Gebiete Nordbayerns ihren Reichtum an Grund-
und Tiefenwasser verdanken, sind der Buntsandstein, der Muschelkalk und der
Keuper; ferner vom Jura die mittlere und obere Abteilung, nämlich der Braune und
der Weiße Jura.

Die Gebirgszüge der Rhön, des Spessarts und des Odenwaldes, welche einen
großen Teil Unterfrankens einnehmen, bestehen in der Hauptsache aus Buntsandstein.
Die Gesteinsmassen haben große Mächtigkeit, stellenweise bis zu 800 Metern. Das Wasser
sinkt darin langsam zur "Tiefe. In den Talsohlen treten ergiebige Quellen zutage. Auch
lie Voraussetzungen für Wassererschließung im Bereich der Talsohlen sind im Buntsand-
stein nicht ungünstig. Wo die Sandsteinmassen vom Grundwasser bereits ausgewaschen
sind, ist das Wasser außerordentlich weich und rein. Die im Untergrund befindlichen
Schichten enthalten jedoch häufig gips- und salzhaltige Lösungen.

Zwischen Rhön, Spessart und Odenwald im Westen und den Haßbergen, dem Steiger-
wald und der Frankenhöhe im Osten liegt das Muschelkalkgebiet. Die unterste Abteilung,
jer Wellenkalk, besteht aus dicht geschlossenem Mergelgestein und ist im allgemeinen
wenig wasserreich. Wo das Gestein stärker zerklültet ist, kommen zuweilen karstartige Ge-
vinne vor, in denen sich das Grund- und Tiefenwasser sammelt.. Die darunterliegenden Letten-
schichten des Röts, der obersten Schicht des Buntsandsteins, wirken hier wassertragend,
so daß die "Tiefenwässer an dieser Grenze in Form ergiebiger Quellen zutage treten; z. B.
bei Karlstadt und Münnerstadt. Für Bohrungen ist der Untere Muschelkalk nicht geeignet.

Die mittlere Abteilung des Muschelkalks, die Anhydritgruppe, besteht aus Gips-
und Salzflözen. An vielen Stellen sind die vom Grund- und Tiefenwasser ausgelaugten
Schichten bis auf verhältnismäßig geringe Lagen von porösem Kalkgestein (Zellendolomit)
zusammengesunken. Die darüberliegenden Schichten des Oberen oder Hauptmuschel-
kalks wurden beim Nachsinken zerrissen und zerklüftet. Mangels durchgehender stärkerer
wassertragender Lagen lassen sie das Wasser im wesentlichen auf die mittlere Abteilung
Jurchfallen. Aus diesen ausgelaugten Schichten des Mittleren Muschelkalks entspringen
daher außerordentlich wasserreiche Quellen, so bei Würzburg, Arnstein, Heidings-
feld, Randersacker. Aber nur da, wo die wasserlöslichen Bestandteile im Laufe der Zeit
nahezu restlos abgeführt wurden, ist das Wasser brauchbar. Soweit dies nicht zutrifft, ist
es für Wasserversorgungszwecke zu hart. Immerhin zwingt der große Wasserbedarf in
liesen fruchtbaren und dichtbesiedelten Gegenden dazu, mitunter Wasser mit hohem Härte-
zrad zu verwenden. Heidingsfeld beispielsweise hat Quellwasser mit 50 Härtegraden.

Für die Erschließung brauchbaren Grund- bzw. Tiefenwassers sind nur im Oberen
Muschelkalk die Voraussetzungen gegeben, und zwar da. wo das Salzlager im Untergrunde
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Abb. 11. Geologisches Profil durch das Rezat-Tal bei Ansbach (Mittelfranken).
Längen 1: 60000; 5fach überhöht.
B = Blasen-Sandstein; L — Lehrberg-Stufe; S — Schilf-Sandstein (und Freihunger Sandstein),
Der Blasensandstein ist die quellenreichste Schicht im fränkischen Tafelland, da er weithin die
Oberfläche des Keupergebietes bedeckt und somit große hochliegende Einzugsgebiete hat.

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Abb. 12. Geologisches Profil durch die Umgebung von Bayreuth.
Längen 1: 65000; 5fach überhöht,

(Aus Dr, L. Reuter, Das Keuper- und Jura-Gebiet westlich von Bayreuth. 1922.)
Das Profil zeigt die Ausbildung der Keuper-Formation im östlichen Franken. Die einzelnen Sandsteinflöze des Keupers
zind hier mit zahlreichen Schichten von buntem Letten durchsetzt, was der Ansammlung größerer Tiefenwasservorräte
efwas hinderlich ist. Deshalb liefern die Brunnen des Bayreuther Wasserwerkes „C’est bon“ nur einen beschränkten
Teil des von der Stadt benötigten Wassers. Der weitere Wasserbedarf wird aus Eisensandstein-Quellen südwestlich

vom Sonphienbere und hauptsächlich aus den am Ochsenkonrpf gzefaßten Granit-Quellen gedeckt.
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        zusgewaschen und der Hauptmuschelkalk nachgesunken und zerklüftet ist. Aus solchen Bohr-
orunnen wird eine Reihe von Orten versorgt, darunier die Städte Haßfurt und Kitzingen. Der
Mittlere Muschelkalk eignet sich wegen der Härte seines Wassers nicht zu Brunnenbohrungen.

Ein überaus günstiger Umstand ist es, daß über dem Muschelkalk noch vielfach die
anterste Keuperschicht, der sog. Lettenkeuper erhalten geblieben ist. In der
nittleren Region desselben sind nämlich ein oder zwei Sandsteinflöze eingebettet, denen
zahlreiche, wenn auch meist kleine Quellen entspringen. In Gegenden, welche
mit Wässern bis zu 50 Härtegraden vorliebnehmen müssen, sind diese verhältnismäßig
weichen Wässer außerordentlich wertvoll. Viele Ortschaften beziehen Wasser aus diesen
Lettenkeuper-Sandsteinen. Die Stadt Ochsenfurt wird vollständig aus einem solchen Quell-
gebiete versorgt, Für Bohrungen eignet sich der Lettenkeuper wegen der örtlich recht
verschiedenen Mächtigkeit der Sandsteinflöze weniger. Eine Bohrung bei Königshofen i. Grab-
’eld war mit Erschließung von 10 L/Sek. erfolgreich.

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Abb. 10. Geologisches Profil durch das Bezirksamt Königshofen i. Grabfelo
(Unterfranken).
Längen 1: 130000; 12 fach überhöht.
Das Profil gibt einen Überblick über die Schichten der mittleren und oberen
Crias im nördlichen Franken, Da hier im Keuper die Sandsteinflöze weniger
mächtig als im südlichen und östlichen Franken entwickelt sind, ist man zur
Wasserbeschaffung auf das Muschelkalkgebiet im Westen angewiesen. Der
Hauptmuschelkalk (m®) hat hier brauchbares Wasser. Der Lettenkeuper-Sandstein
'Ikp?) führt weiches Wasser, aber nur in geringer Menge. Das Grundgipsflöz
gg) hat große Quellen mit überaus hartem Wasser, ebensolches Wasser enthalten
lie Berggipsschichten (bg). Schilfsandstein (sch) und Burgsandstein (bs) besitzen
weiches Wasser, jedoch in geringer Menge.

Das Keupergebiet, das einen sehr großen Teil des Frankenlandes einnimmt, tritt im
Westen mit den Höhenzügen der Haßberge, des Steigerwaldes und der Franken-
höhe als deutliche Landstufe hervor. Das flachwellige Gelände zu Füßen dieser
Berge wird zum Teil von dem bereits erwähnten Lettenkeuper, zum Teil von den
antersten Schichten des Mittleren Keupers, dem Unteren Gipskeuper, gebildet. Die
östliche und südliche Grenze des Keupergebietes läuft ungefähr auf der Linie Lichten-
fels—Nürnberg-Hilpoltstein—Pleinfeld—-Gunzenhausen— Ellwangen. Der
Keuper verschwindet dann unter der überlagernden Juraformation, hebt sich jedoch jenseits
derselben noch mehrfach heraus, namentlich mit einem größeren Landstreifen in der
Linie Lichtenfels—Bayreuth—Weiden.

Der Keuper besteht in der Hauptsache aus Lettenschiefern und Sandstein-
schichten. Die über dem Lettenkeuper ruhenden unteren Lagen des Mittleren Keupers
anthalten Gips, der stellenweise Flöze von einer Mächtigkeit bis zu 10m bildet. Als
wasserführende, hinsichtlich der Brauchbarkeit des Wassers aber sehr
verschiedene Schichten kommen vor allem die Gipsmergel und die Sandsteine
in Betracht. Erstere herrschen im Nordwesten vor, letztere gewinnen nach Süden und
Südosten an Mächtigkeit.

Die Bedeutung der Sändsteinquellen des Unteren Keupers (Lettenkeupers) wurde
schon hervorgehoben. Das anschließende Gebiet des sog. „Fränkischen Keupers“,

Yale
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        welcher die Schichten des Mittleren und Oberen Keupers umfaßt, zerfällt in hydrologischer
Hinsicht in drei Zonen: das Gipskeupergebiet mit großen Gipsquellen im Westen und
Nordwesten, das an guten Sandsteinquellen reiche mittlere Keupergebiet und das
mit gutem Tiefenwasser erfüllte Sandsteinkeupergebiet im Osten, Südosten. und
Süden.

In den mit Gipsflözen durchsetzten Bodenschichten wurden im Laufe
der Zeit weitverzweigte Höhlungen ausgewaschen, da sich Gips im Wasser löst. In diesen
unterirdischen Gerinnen bilden die Tiefenwässer Höhlenbäche, die an geeigneten Stellen
:n den Talsohlen als große Quellen zutage treten. Leider eignet sich. deren Wasser
wegen des hohen Gipsgehaltes nicht zur Wasserversorgung. Vielfach kommen nun
.n. diesen Gebieten die bereits erwähnten Sandsteinquellen des Lettenkeupers dem Bedürf-
ais nach brauchbarem Wasser entgegen. Wo jedoch solche Quellen nicht zur Verfügung
stehen, bleiben nur zwei Möglichkeiten zur Wasserbeschaffung, entweder Erbohrung von
Tiefenwasser im Lettenkeuper oder im Hauptmuschelkalk, oder Zuleitung von Quellen aus
lem weiter entfernten Keuperstufenland. Eine erfolgreiche Bohrung im Lettenkeuper hat,
wie schon gesagt, die Stadt Königshofen i. Grabfeld vorgenommen. Von der ‚zweiten
Möglichkeit haben die Städte Ansbach und Windsheim Gebrauch gemacht.

Der gebirgige "Teil der Keuperformation bildet das quellenreiche mittlere
Keupergebiet. Die über undurchlässigen Lettenschiefer-Schichten liegenden Bänke des
Schilfsandsteins und namentlich des Blasensandsteins bilden die Hauptwasser
spender für diese an gutem, brauchbarem Quellwasser reichen Gebiete.

Die Keuperplatte neigt sich gegen Südosten. Ungefähr auf der Linie Bamberg—
Neustadta. d. Aisch—Fürth—Windsbach—Dinkelsbühl—Ellwangen sinkt die
Schichtgrenze zwischen dem Blasensandstein und seiner undurchlässigen Unterlage, den
Mergel- und Lettenschiefern der sog. Lehrbergstufe, unter die Talsohlen. Damit verlassen
wir das Gebiet der Keuper-Schichtquellen und kommen in den Bereich des Tiefenwassers,
In dem östlich und südöstlich von der genannten Linie liegenden Keupergebiete sind die
unter den Talsohlen ruhenden durchlässigen Sandsteinmassen mit großen Vorräten von
Tiefenwasser erfüllt, die eine reichliche Versorgung mit gutem, weichem Wasser mittels
Tiefbrunnen ermöglichen. Zahlreiche Städte versorgen sich ganz oder zum "Teil mit solchem
Tiefenwasser, so Cadolzburg, Gunzenhausen, Hersbruck, Hilpoltstein, Neustadt a. d. Aisch,
Roth, Schwabach, Wassertrüdingen, Zirndorf; im Keuperstreifen jenseits des Juras der ehe-
nalige Truppenübungsplatz Grafenwöhr, zum Teil auch die Städte Bayreuth und Weiden.
Weiter nördlich von Nürnberg, schon in der Erlanger, namentlich aber in der Bamberger
und Coburger Gegend, führen jedoch die im Keupersandstein erbohrten Tiefenwässer Gips,
zuweilen auch Eisen, so daß sie für Wasserversorgungszwecke nicht mehr geeignet sind.

An der Formationsgrenze von Keuper und Jura ergibt sich noch einmal
ein bedeutender Quellhorizont. Wasserführende Schichten sind hier der den Oberen
Keuper bildende Rätsandstein und der Sandstein des Unterenoder Schwarzen
Juras; wassertragend wirkt die Zanklodon-Lettenschicht des obersten Keupers. Das
Wasser ist zwar häufig hart und gipshaltig; vielfach aber ist der Gipsgehalt des Gesteins
bereits ausgewaschen, so daß genügend weiches Wasser gespendet wird. Zahlreiche Ort-
schaften am äußeren Rande des Juras versorgen sich mit dem Quell- und auch Grund:
9zw. Tiefenwasser dieser Schichten.

Der Jura ist der Rest eines Kalkgebirges, das früher den ganzen süddeutschen Boden
bedeckte, und im Laufe der Zeit bis auf die Teile, welche nun die Schwäbische und
die Fränkische Alb bilden, abgetragen wurde. Von diesem erhalten gebliebenen Mittel-

gebirge liegt der Frankenjura ganz in Bayern. In einem mächtigen Bogen dehnt er sich
westlich vom Tal der Wörnitz und vom Ries zwischen Wassertrüdingen und Donauwörth
angefangen, der Donau entlang bis Regensburg und dann nordwärts bis an das Maintal
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        bei Lichtenfels. Der Schwäbische Jura greift nur mit einem kleinen Teile zwischen Donau,
Wörnitz und dem Ries nach Bayern herüber.

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Abb. 13, Geologisches Profil durch das Jura-Vorland bei Erlangen.
Längen 1: 165000; 10 fach überhöht.
Das Profil gibt einen geologischen Schnitt durch das fränkische Jura-Vorland,
ler östliche Profilteil gehört dem eigentlichen Weißjura-Massiv an. Das Jura-
Vorland war ehemals ganz von Weißjura-Schichten. bedeckt. Die sich ein-
schneidenden Täler haben zusammen mit Verwitterung und Abschwemmung das
früber weitausgedehnte Juraplateau großenteils zerstört und abgetragen. So
wurde das flachwellige Jura-Vorland freigelegt mit seinen fruchtbaren Tonböden
und den vielen kleinen Wiesentälchen, in denen das Wasser über den undurch-
lässigen Untergrund den Haupttälern zufließt. Aus dem Jura-Vorland erheben
sich noch einzelne inselförmig vom Jura-Massiv abgetrennte Berge als Reste
des verschwundenen Juraplateaus, wie der Leyerberg bei Erlangen, der Nagelberg
bei Treuchtlingen und der Hesselberg bei Wassertrüdingen.

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In seinem geologischen Aufbau besteht der Jura aus drei Hauptstufen, dem
Schwarzen (Lias), dem Braunen (Dogger) und dem Weißen Jura (Malm). Im
Schwarzen Jura sind die unteren, nicht sehr starken Lagen, Kalksandsteine. Im übrigen
aerrschen tonige mergelige Schiefer vor, die, von den geringen eingelagerten Kalk-, Sand-
and Tonsteinbänken abgesehen, als ziemlich wasserleer gelten können. Die unteren und
oberen Schichten des Braunen Juras werden von tonigen Lagen gebildet. Dazwischen
liegt als wasserführende Schicht ein mächtiges Sandsteinflöz, der sog. Eisensandstein. Über
der oberen Decke des Braunen Juras, dem Ornatenton, erheben sich die Kalk- und Dolo-
mitschichten des Weißen Juras, teils geschichtet, teils massig. In der Regel sind sie
stark zerklüftet und wasserdurchlässig.

Was die Wasserführung und die Wasservorräte der Juraschichten be-
Trifft, so hat man zwischen dem Juravorland und dem eigentlichen Juragebiet, dem
Jurabergland, zu unterscheiden.

Das Juravorland beginnt an der erwähnten Rät-Lias-Terrasse und endet am Rande
der Juraberge, wo im allgemeinen der Eisensandstein den ersten Steilrand des Gebirges
bildet. Das Vorland ist ein bis zu 20 km breiter, schwach hügeliger Landstreifen, dessen
Boden in der Hauptsache von den Schichten des Schwarzen Juras und den unteren tonigen
Schichten des Braunen Juras gebildet wird.

Der Schwarze Jura hat in seiner tiefsten Lage wasserführendes Gestein. Es ist dies
der sog. Arieten- und Angulatensandstein, der über dem Rätsandstein des
Keupers liegt und den Übergang zu den dunkelgrauen Schiefern des Schwarzen Juras
bildet. Die große Bedeutung der Schwarzjura-Rätquellen für die Wasserversorgung
der Randgebiete des Juras wurde schon hervorgehoben. Aus solchen Quellen beziehen
zahlreiche Ortschaften, darunter die Städte Ebern, Ellingen, Lauf, ihr Wasser, Auch Tief-
bohrungen können in diesen Schichten erfolgreich sein. So wurde zur Versorgung ‘der
oberfränkischen Heil- und Pflegeanstalt Kutzenberg ein 40 m tiefer Brunnen bis in den
Rätsandstein hinabgetrieben, der gutes Wasser liefert. Stellenweise ist jedoch das Wasser
der Schwarziura-Rätquellen, wie schon erwähnt, infolge reichlicher Schwefelkiesführung
        <pb n="30" />
        der unteren Schwarzjuraschichten so stark gipshaltig, daß es für Wasserversorgungszwecke
unbrauchbar ist. Dort, wo der Arieten- und Angulatensandstein weniger mächtig oder der
Zipsgehalt ausgelaugt ist, besitzt das Wasser genügende Weichheit.

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Dr. L. Reuter
Abb. 14. Geologisches Profil durch das Jura -Vorland in der Bamberger Gegend.
Längen 1:50000; 5 fach überhöht. .
(1 = Diluvialer Schutt, 2 bis 5 = Weißjura-Schichten, 6 = Ornaten-Ton.)
Das Profil zeigt im Untergrunde zunächst noch die oberen Keuper-Schichten
"Roter Keuper-Letten und Rät-Sandstein). Darüber liegen die etwa 150 m
mächtigen tonigen Schiefer des Schwarzen und Braunen Juras (Jura-Vorland), auf
Jlenen hie und da noch isolierte Juraberge als Reste der abgetragenen Weißjura-
Platte liegen; im vorliegenden Fall der Schloßberg von Giech. Diese tonigen
Schichten sind nahezu wasserleer, über ihnen liegen häufig bedeutende Quellgebiete.
Der über den Kalksandsteinen folgende Schichtenkomplex des Schwarzen Juras be-
steht in der Hauptsache aus tonigen mergeligen Schiefern, die schwer durchlässig
sind. Doch kommen dazwischen nicht selten auch dünne Kalk-, Sand- und Tonsteinbänk-
chen vor, die genügend Wasser führen, um Brunnenversorgung einzelner Anwesen zu
armöglichen.

Auch die unterste Schicht des Braunen Juras, der Opalinuston, ist ziemlich wasserleer
Dann aber folgt ein bedeutender Quellhorizont an der oberen Grenze des Jura-
vorlandes, wo sich über dem Opalinuston der Eisensandstein erhebt, der in der Regel
den ersten Steilanstieg am Rande der Juraberge bildet. Die Mächtigkeit seiner feinkörnigen
und wasserdurchlässigen Sandbänke beträgt in den westlichen Teilen des Juras etwa 50 m,
schwillt aber gegen Osten zu immer mehr an und erreicht am Ostrande in der Gegend
von Pegnitz und Auerbach nahezu 100m. Dem KEisensandstein entspringen zahlreiche,
beständige und vielfach auch ergiebige Quellen mit gutem brauchbarem Wasser. Zumeist
treten diese Quellen über der wassertragenden Schicht des Opalinustons zutage, einige auch
aus zerklüfteten höheren Felslagen. Im nördlichsten Teile des Frankenjuras ergeben sich
noch einige wichtige Quellgebiete dadurch, daß dort auch durch die mittleren Lagen des
Kisensandsteins einige undurchlässige Tonschichten ziehen.

Die tonigen Lagen des Braunen Juras, welche den Eisensandstein bedecken, bestehen
in ihrem oberen Teil aus dem sog. Ornatenton. Darüber erheben sich die mächtigen
Kalk- und Dolomitmassen des Weißen Juras. Die von ihnen überdeckte Landfläche
bildet das eigentliche Juragebiet.

Die tieferen Lagen des Weißen Juras, unterer grauer Mergelkalk,
Werkkalk, oberer grauer Mergelkalk und Schwammkalk, sind regelmäßig ge-
schichtet. Der darauffolgende Frankendolomit dagegen besteht aus unregelmäßig
zerklüfteten Felsmassen. Das gleiche gilt vom Kelheimer Marmorkalk, der sich
im südöstlichen Teile des Frankenjuras als mächtige Felsenschicht zwischen Dolomit und
Plattenkalk einschiebt. Im südwestlichen Teile folgt letzterer unmittelbar über dem Dolomit.
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Abb. 15. Geologisches Profil durch das Pegnitz-Tal bei Hersbruck.
Längen 1: 50000; Höhen 1: 10000 (5 fach überhöht).

Das Profil zeigt den Aufbau der Hersbrucker Juraberge: im Untergrund Keuper-

schichten, darüber Schwarzer Jura und Brauner Jura, der aus Opalinus-Ton,

Eisensandstein und Ornaten-Ton besteht, zu oberst liegen noch Weißjura-Schichten.

Wasserverhältnisse: Quellen treten an der Grenze von Weißem Jura und Ornaten-

Ton sowie an der Grenze von Eisensandstein und Opalinus-Ton aus. Die Hoch-

quellenleitung von Hersbruck bekommt ihr Wasser von Quellen aus diesen

Wasserstockwerken. In der Tiefe liegen noch zwei weitere Wasserstockwerke:

das obere im Rät-Sandstein auf Höhenschicht 300, über dem Zaneclodon-Letten,

Dieser Sehicht entnehmen die Brunnen der Hersbrucker Bierbrauereien ihr

Wasser. Das tiefere Wasserstockwerk ist der Burgsandstein. Der für die Er-

weiterung der städtischen Wasserversorgungs-Anlage gebohrte 110 m tiefe

Brunnen hat dieses Wasserstockwerk erschlossen. Dabei wurden die 65 m

mächtigen Deckschichten durchkhohrt, die ein Eindringen von Oberflächenwasser

verhindern. Das Einzugsgebiet für das Wasser des Burgsandsteins liegt in der

Gegend zwischen Lauf und Nürnberg.

Die Plattenkalke sind wiederum geschichtet, und zwar weisen die einzelnen Lagen eine
äußerst feine Schichtung auf. Wo die ungeschichteten Felsenkalk- und Dolomitmassen die
Oberfläche bilden, ist die Jurahochfläche kuppiges Bergland. Dort jedoch, wo die ge-
schichteten Kalkflöze oben liegen, hat die Jurahochfläche plateauartigen Charakter. Großen-
teils liegt über ihr eine weit ausgedehnte, aber nicht sehr mächtige Decke von lehmigen
Tertiär- und Diluvialbildungen.

Infolge der geschilderten Zerklüftung und starken Durchlässigkeit des Gesteins ver-
sinkt das Wasser, welches die Jurahochfläche aus den Niederschlägen und aus der Feuchtig-
keit der Luft aufnimmt, leicht in die Tiefe. Wassertragende Schichten fehlen, wenigstens
m Frankenjura, bis hinab auf den Ornatenton. Die Jurahöhen sind daher außer-
ordentlich wasserarm. Nurin vereinzelten Fällen ließ man es sich die Mühe kosten,
einen tiefen Brunnenschacht von der Bergeshöhe durch das harte Gestein bis zur nächsten
Talsohle durchzuschlagen. So beispielsweise auf der Wülzburg bei Weißenburg i. Bay.
and auf der Willibaldsburg bei Eichstätt. Hier und dort weist die Tertiärdecke genügende
Stärke und hinlängliche Sandeinlagerungen auf, um die Anlage von Flachbrunnen zu
ermöglichen. Auch steht mancherorts infolge besonders günstig gelagerter örtlicher Ver-
hältnisse Quellwasser in verhältnismäßig leicht erreichbarer Nähe zur Verfügung. Soweit
jedoch solche Wasservorräte fehlen oder nicht ausreichen, und dies ist in weitem Umfange
der Fall, ist die Bevölkerung auf Schnee- und Regenwasser, das in Zisternen und ähnlichen
Sammelstellen aufgefangen wird, angewiesen. Gehen bei längerer Trockenheit auch diese
Vorräte zur Neige, dann muß das Wasser oft aus weit entlegenen Tälern herbeigefahren
werden. Den wirksamsten Weg zur Behebung dieser Wassernot beschritt die vom baye-
rischen Staate geleitete zruppenweise Wasserversorgung, welche jeweils eine Reihe
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Abb. 16. Übersicht über die Weißjura-Formation im südlichen Frankenjura ;
aach der Einteilung von Dr. L. von Ammon.und Dr. Schneid entworfen von Dr. Reuter.
[Aus Dr. L. Reuter, Die geologischen Grundlagen zur Wasserversorgung im Bayerischen Juragebiet, .1920,)

von Gemeinden und Ortschaften zu einer Gruppe zusammenfaßt und ihnen durch Pumpwerk
and die nötigen Hochbehälter das in den Tälern reichlich vorhandene Quell- bzw. Tiefen-
wasser zuleitet, Wesentliche Teile des Juragebietes sind bereits auf diese Weise versorgt

Eine höchst wichtige Rolle spielt bei der Wasserführung im Frankenjura naturgemäß
die wasserundurchlässige Schicht, über der sich die durchlässigen Gesteinsmassen des
Weißen Juras aufbauen, der Ornatenton. Seine Oberfläche ist der bedeutendste
Zuellwasserhorizont Nordbayerns. Von außerordentlicher Bedeutung für die An-
sammlung unterirdischer Wassermengen ist ferner die schräge Lage der Juraschichten.

Im nördlichen Teil der Fränkischen Alb ist das Juramassiy seiner Längs-
richtung nach zerbrochen. Der mittlere Teil des Gebirges ist ganz eingesunken, die beiden
Außenflügel neigen sich dem eingebrochenen Mittelfelde zu. Die durchlässigen Weißjura-
nassen nehmen infolge dieses Eiubruchs tiefere Lagen ein als der undurchlässige Ornaten-
;on. Diese muldenförmige Lage ermöglicht die Bildung grosser Tiefenwasser
decken im Innern des Juragebirges.

Der südliche Teil des Frankenjuras neigt sich gegen das Donautal hin, wo
die Weißjuraplatte unter den schwer durchlässigen Tertiärschichten, dem sog. Flinz, ver-
schwindet. Das vom durchlässigen Juragestein aufgenommene Wasser fließt zum Donau-
gebiet hin und bildet ausgedehnte Tiefenwasserbecken.

Im Schwäbischen Jura sind die Verhältnisse etwas anders gelagert. Hier tritt
nämlich in beträchtlicher Höhe über dem Ornatenton innerhalb der Weißjuraschichten
nochmals eine undurchlässige tonige Lage von großer Mächtigkeit auf, die sog. Weiß-
Gamma-Schicht.

Für das Vorkommen von Wasseransammlungen im Weißjuragestein
und die Bildung von Quellen sind zweierlei Bedingungen maßgebend, ob der wasser-
iragende Ornatenton über der Sohle der Haupttäler liegt oder unter ihr.

An den Jurarändern und in den inneren Teilen des Gebirges, wo der Braune Jura
lurch Schichtenaufwölbung über die Talsohlen emporgehoben wurde,
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Abb. 17. Geologisches Profil durch das Amberger Juragebiet (Oberpfalz).
Längen 1: 45000; 5 fach überhöht.
[n der Gegend von Amberg durchzieht eine große Längsverwerfung das Jura-
zebiet. Die unteren Juraschichten und der undurchlässige Ornaten-Ton (in der
Mitte des Profils) sind an der Bruchlinie aufgebogen, wodurch im Südwesten
3ine Mulde entstanden ist, in der das durchlässige Weißjura-Gestein tief unter
lie Talsohlen reicht. Diese Mulde bildet ein großes Tiefenwasserbecken. Für
die Stadt Amberg wurde es durch zwei Brunnen (62 und 75 m tief) erschlossen.
von denen jeder rund 25 L/Sek. Wasser liefert.

streicht der Ornatenton an den Hängen aus. Das im darüberliegenden durchlässigen Gestein
angesammelte Grundwasser fließt in zahlreichen Schichtquellen ab. Infolge der starken
Zerklüftung des Kalk- und Dolomitgesteins macht sich jedoch der Wechsel von Nieder-
schlägen und Trockenheit verhältnismaßig bald am Quellenausfluß bemerkbar. Die Weißjura-
schichtquellen sind daher hinsichtlich ihrer Wassermengen großen Schwankungen unter-
worfen, namentlich die Überfallquellen an den äußeren Teilen des Gebirges, welche
in entgegengesetzter Richtung zur Schichtenneigung hervortreten. Naturgemäß folgt die
Grundwasserströmung zunächst der Schichtenneigung. Am höhergelegenen Wasserhorizont
des Gebirgsrandes können nur dann Quellen entspringen, wenn sich in den wasserführenden
Schichten so große Wassermengen angesammelt haben, daß sie diesen Horizont erreichen.
Diese sog. Überfallquellen fließen zwar bei hohem Grundwasserstande reichlich, gehen
aber beim Sinken desselben rasch zurück und versiegen bei längerer Trockenheit leicht.
Die eigentlichen Schichtquellen, welche in der Richtung der Schichtenneigung an den
Hängen zutage treten, sind diesen Schwankungen nicht in so hohem Maße ausgesetzt, da
'hnen im allgemeinen größere Einzugsgebiete zur Verfügung stehen als den Überfallquellen,
Der Umstand, daß sich das Wasser im verkarsteten Weißjuragestein rasch fortbewegen
kann, hat einen weiteren Nachteil. Während sich in normalen Zeiten der vom Wasser
mitgeführte Sand und Schlamm in den Spalten und Klüften absetzen kann, ist dies bei
stärkeren Regengüssen und bei der Schneeschmelze nicht immer möglich. Dann wird
nämlich auch der bereits abgelagerte Schlamm von dem die unterirdischen Gerinne
durcheilenden Hochwasser aufgewühlt. Dies führt zu unliebsamen Trübungen des Quell-
wassers. Verhindert oder wenigstens eingeschränkt werden diese Verunreinigungen des
Wassers dort, wo die Einzugsgebiete von ausgedehnten Waldungen überdeckt sind, da hier
das Niederschlagswasser im Waldboden nicht so rasch fortfließen kann und auch nur wenig
\oses Erdreich vorfindet, das es wegschwemmen könnte.

Unter der Sohle der Haupttäler liegt der wassertragende Ornatenton dort, wo die
Weißjuraschichten entweder durch tektonischen Einbruch unter die Talsohlen gekommen
sind (nördliches Gebiet) oder sich infolge der allgemeinen Schichtenneigung unter denselben
befinden (südliches Gebiet). Unter Haupttälern sind dabei jene Täler und Talstrecken ver-
standen, welche ständig Wasser führen und keine wesentlichen Wassermengen durch
Flußversickerung verlieren. Das ist aber nur dort der Fall, wo die Talsohlen bis ins Tiefen-
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Abb. 18. Geologisches Profil durch den Südost-Rand des Juragebirges
bei Schwandorf (Oberpfalz).
Längen 1: 90000; 5fach überhöht.
1. Alluvium und Diluvium der Täler 6. Ornaten-Ton und Oolith
2. Kreide-Schichten 7. Eisensandstein ja
8. Dolomit Weißer | 8. Opalinus-Ton ‚ Jura
4. u. 5. geschichteter und Jura ‚9. Schwarzer Jura
Die sattelförmige Aufbiegung der Schichten (in der Mitte des Profils) zwingt das
von den Weißjura-Schichten aufgenommene Wasser nach dem Vils-Tale hin ab-
zufließen; dadurch ist dieses Tal äußerst reich an ergiebigen Quellen.

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Abb. 19. Geologisches Profil durch das Allmühl-Tal bei Pappenheim., :
Längen 1:25000; 5fach überhöht. .
Das Profil zeigt die Schichten vom Eisensandstein bis hinauf zum Franken-Dolomit. Die
Talsohle befindet sich hier etwa 20 m über dem undurchlässigen Ornaten-Ton. Die darüber-
‚jegenden Schichten des Unteren Weißen Juras (Werk-Kalk) enthalten reichlich Wasser,
las durch die Brunnen-Anlage für die Wasserversorgung der Stadt Pappenheim und der
Pappenheimer Gruppe links der Altmühl]l (Mittelfranken) verwertet wirg.
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        wasser reichen. Juratäler, deren Sohle nicht‘ so tief liegt, sind trocken, da hier das Wasser
ebenso wie auf der Hochfläche versinkt.

In den Haupttälern nun, in denen die undurchlässige Schicht des
Ornatentons unter der Talsochle liegt, ist das zerklüftete Weißjuragestein bis zum
Flußwasserspiegel herauf mit Wasser angefüllt. Es handelt sich hier um mächtige
Tiefenwasserbecken, denen Bayern seine wasserreichsten Quellen verdankt. Diese
Überlaufquellen des Juratiefenwassers sind häufig so stark, daß sie bereits an ihrem Ur-
sprung Mühlen und andere Werke treiben. Der Quellbach von Obereichstätt z. B. liefert
{82 bis 364 L/Sek. und wird sofort für die Triebwerke des staatlichen Hüttenwerks aus
yenutzt. Die Dreimühlenquelle bei Gößweinstein im Tale der Wiesent treibt das Gößwein-
steiner Pumpwerk und eine Mühle.

Bei der großen Ausdehnung der unterirdischen Sammelbecken macht sich der Wechsel
im Zufluß des Niederschlagswassers nicht so stark bemerkbar, wie bei den Schichtquellen.
Die Wasserführung der aus den Tieflenwasserbecken entspringenden Überlaufquellen ist
daher viel gleichmäßiger. Doch leiden auch sie vielfach an Wassertrübungen bei stärkeren
Regengüssen und während der Schneeschmelze. Bei einem großen Teile dieser wasser-
reichen Quellen ist jedoch das Einzugsgebiet mit ausgedehnten Wäldern bedeckt. Dieselben
bleiben daher von solchen Trübungen verschont, so beispielsweise das wasserreiche Quell-
gebiet von Ranna im. Pegnitztale, das der Stadt Nürnberg 400—450 L/Sek. zuführt.

Was Lage und Form der Überlaufquellen in den Juratälern betrifft, so er-
xießt sich das zum Fluß strömende Tiefenwasser vielfach unmittelbar in den Flußlauf.
In Form von Stauquellen tritt es an bloßliegenden Stellen des durchlässigen Gesteins
am Talrande zutage, wo Flußbett und Flußtal mit lehmigem Schutt oder schwer durch-
lässigen Anschwemmungen ausgekleidet sind. Solche Stauquellen können sich auch da-
Jurch ergeben, daß der ursprünglichen Wasserströmung durch Einsturz des ausgewaschenen
Gesteins der Weg verlegt wurde und das an den Schuttmassen sich stauende Wasser nun
weit oberhalb der Talsohle austritt. Auch dort kann es zur Bildung von Stauquellen
kommen, wo infolge von Schichtenverbiegungen oder Einbrüchen undurchlässige Schichten
seitlich an das in die Tiefe reichende durchlässige Weißjuragestein angrenzen. KEin Bei-
spiel ist die Friesenauelle bei Kasendorf (südwestlich von Kulmbach), die 217 bis 300 L/Sek.
liefert,

Im südlichen Juragebiete treten außer den Schicht- und Überlaufquellen auch
artesische Quellen auf. Das wasserführende Weißjuragestein verschwindet in der
Donauniederung unter undurchlässigen Flinzlettenschichten. An einzelnen Stellen hat das
im gepreßten Zustand befindliche Tiefenwasser diese Deckschicht durchbrochen und tritt
aun in Form von „Sprudelquellen“ zutage. Eine starke derartige artesische Quelle
ei Oberhaunstadt, die sich im Laufe der Zeit durch Kalkabscheidung ihren Ausweg bis
auf einen geringen Abfluß verbaut und verstopft hatte, wurde während des Krieges wieder
erschlossen und für die Wasserversorgung von Ingolstadt verwertet. Ihre Schüttung he-
;rägt 120 L/Sek.

Die mächtigen Tiefenwasserbecken des Weißen Juras ermöglichen auch die
Anlage von ergiebigen Brunnen. Dies ist namentlich dort, außerordentlich wertvoll, wo
sich die Quellen wegen großer Schwankungen oder "Trübungen nicht zur Wasserversorgung
signen. Das tieferliegende, noch genügend zerklüftete Juragestein ist reichlich mit Tiefen-
wasser durchtränkt, den verunreinigten Wassermassen der Karstbäche aber nicht zugäng-
lich. Anläßlich der notwendigen Erweiterung der Wasserversorgungsanlage der Stadt Am-
berg wurde. das Tiefenwasserbecken im Juradolomit durch zwei Tiefbrunnen (62 bis 75 m)
erschlossen, deren jeder 25 L/Sek. liefert. Auch die Wasserversorgungsgruppen entnehmen
inehrfach das Wasser mittels Brunnen aus den Tiefenwasserbecken im Juragestein, so die
Denkendorfer Gruppe (BA. Eichstätt); aus einem 82 m tiefen Brunnen im Juradolomit,
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        Jie Hohenschambacher‘ Gruppe (BA. Parsberg) und die Laaber-Naab-Gruppe (BA. Pars-
berg, Burglengenfeld und Stadtamhof — jetzt Regensburg) aus Flachbrunnen im Jurado-
lomit. Die’ Stadt Pappenheim (BA. Weißenburg i. Bay.) hat eine Weißjuraquelle und einen
Brunnen im Weißjuragestein, welche auch für die Gruppen rechts und links der Altmühl
das Wasser liefern. ;

Dank seinen mächtigen Tiefenwasserbecken und den daraus gespeisten er-
ziebigen. Quellen ist das Juragebirge, dessen Hochfläche an £o großer Wasser-
armut leidet; neben den diluvialen Schottergebieten im Süden der zweite große und
anerschöpfliche Wasserspeicher für unser Land.

Während westlich vom Frankenjura ein verhältnismäßig einfach gebautes Stufenland
mit Schichtenneigung gegen Südosten liegt, ist das Land östlich vom Juragebirge durch
große und lange Spalten in eine Reihe einzelner Schollen zerbrochen. In diesem Bruch-
land zwischen Jura und oöstbayerischem Grenzgebirge stoßen die verschie-
denen Gesteinsformationen schollenartig zusammen. Die bisher genannten wasserführenden
und wasserundurchlässigen Schichten treten‘ bald hier, bald dort auf. Durch das häufige
Ausstreichen der Wasserhorizonte werden zwar viele kleine, aber wenig große,
zur Wasserversorgung größerer Orte ausreichende Quellgebiete gebildet.
Die Stadt Bayreuth bezieht beispielsweise ihr Wasser aus drei verschiedenen Quellgebieten,
aus den Granitschuttdecken des Fichtelgebirges, aus dem Eisensandstein und aus dem
Rätsandstein, außerdem aus Tiefbruunen im ‚.Keupersandstein.

Ablagerungen der Kreideformation in größerer Mächtigkeit und Ausdehnung kom-
men in Bayern, von den‘ Alpen abgesehen, nur in der Umgebung von Regensburg vor.
Mergelschichten mit darüber gelagerten Kalksandsteinen ermöglichen hier Quellbildung.
Große Bedeutung kommt diesem Quellhorizont, der infolge geringer Verbreitung ‚und
Mächtigkeit der genannten Schichten nur ein kleines Einzugsgebiet hat. nicht zu.

Zu erwähnen ist noch der Frankenwald, ein weit ausgedehntes, von steilen Tälern
lurchzogenes Plateaugebirge, das sich vom Fichtelgebirge und von der Sächsischen
Saale bis an die Landesgrenzen gegen Thüringen und das Vogtland erstreckt. Der Un-
‚ergrund dieses Waldgebirges besteht im wesentlichen aus Tonschiefern
und Grauwacken, also aus nahezu wasserundurchlässigen Gesteinsarten. Infolge der
geringen‘ Aufnahmefähigkeit des Bodens fließt das Niederschlagswasser sehr rasch den
Bächen und Flüssen zu. Größere Wasservorräte können sich im Innern der Gesteinsmassen,
wo die Wasserzirkulation auch noch durch starke Schichtenverbiegung erschwert wird,
nicht ansammeln. Ein wenig günstiger sind die Verhältnisse im östlichen Teile des Fran-
kenwaldes, wo der Untergrund auch Sandstein- und Kalkflöze enthält, welche der Wasser-
aufnahme zugänglicher sind. Wasserreiche und nachhaltige ‘ Quellgebiete sind daher im
Frankenwalde selten. Auch für Erbohrung von Grund- oder Tiefenwasser sind die Voraus-
setzungen hier ungünstig, da ein Alluvium mit stärkerer Wasserführung nur im Unterlauf der
größeren Flüsse erwartet werden darf und das unterliegende Gebirge nur dichtes, nahezu
wasserleeres Gestein ist. Bei der Quellwasserarmut des Gebietes sind die alten hier vorhan-
lenen Bergwerksstollen, die meist kilometerweit in das Innere der ‚Gebirgsmasse vorge-
drungen sind und das dort zirkulierende Grund-, Kluft- und Spaltenwasser erfassen, will-
kommene Grundlagen zur Wasserversorgung ihrer Umgebung. So versorgen sich beispiels-
weise Bad Steben und die Stadt Naila aus solchen Stollenwässern.

Wichtig für die Wasserversorgung Nordbayerns sind ferner die über den bisher be-
handelten Formationsböden ruhenden lockeren Schuttablagerungen, nämlich die diluvialen
Sandfelder und die Flußalluvionen.

Die diluvialen Sandfelder haben ihre hauptsächlichste Verbreitung im Juravor-
and und in der Mainniederung. Während der vegetationsarmen Diluvialzeit trugen die west-
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Abb. 20. Diluviale Sanddecke im Pegnitz-Tal östlich von Nürnberg.
Längen. 1: 10000; 2'/ fach überhöht.
Diluviale Sandfelder bedecken stellenweise nicht nur das Jura-Vorland, sondern
jeilweise auch die Talsohlen der Jura-Täler, bzw. alte im Schutt versunkene Fluß-
rinnen. In solchen schutterfüllten Talrinnen fließen bedeutende Grundwasser-
strömungen talabwärts. Durch Flachbrunnen können diese Grundwässer er-
schlossen und gefaßt werden. Beispiele: Wasserversorgung von Lauf und
Röthenbach a. d. Pegnitz.
lichen Winde abgewitterte Sandmassen aus dem Keupersandsteingebiet an den Fuß der
Juraberge, die sich dort im Laufe der Jahre dünenartig anhäuften. So entstanden die weiten
Sandfelder im Juravorland am Westrande des Juragebirges bei Bamberg, Erlangen, Nürn-
berg und Neumarkt i. d. OPf, Sie nehmen nicht nur die atmosphärischen Niederschläge
and einen Teil des vom Jura herabfließenden Wassers ‚auf, sondern erhalten auch noch
Quellwasser, das aus den überdeckten Schichten des Keupers, des Schwarzen und des
Braunen Juras entspringt. Da die Sandmassen zumeist eine Mächtigkeit von 10 bis 15 m,
stellenweise aber auch eine solche von 20 und 830 m erreichen, so bilden sie äußerst wert-
volle Grundwasserspeicher, namentlich dort, wo der Sand alte Täler und Flußrinnen über-
deckt. Die einem solchen Becken zwischen Altdorf und Leinburg entströmende Ursprungs-
Quelle liefert der Stadt Nürnberg 100 L/Sek. Die Städte Bamberg und Erlangen ent
nehmen diesen Grundwasserspeichern mittels Flachbrunnen 120 bzw. 135 L/Sek.

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Abb. 21. Geologisches Profil durch das Maintal bei Schweinfurt.
Längen 1:50000, 5 fach überhöht.
Alluviale und diluviale Schotter im Maintal; D — Diluvialer Löß und Sand
auf den Terrassen und Höhen; UK — Unterer Gipskeuper.
Die großen Flüsse im mittleren und nördlichen Bayern besitzen in ihren breiten
Tälern meistens ein Bett aus Flußschotter und Sand, das sich über die ganze
Talbreite erstreckt und stellenweise bis 10 und noch mehr Meter mächtig ist.
Auf diesem Kiesbett fließt der Fluß dahin. Mit ihm fließt in den darunter
liegenden Schottern eine Grundwasserströmung ganz langsam talabwärts. Diese
Alluvionen der großen Flußtäler werden vielfach zur Wasserversorgung von
Städten ausgenutzt. Im vorliegenden Falle wurde die Mainniederung zwischen
Main und Sennfeld zur Wasserversorgung der Stadt Schweinfurt herangezogen.

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Aus den diluvialen Sandfeldern des Maingebietes versorgen sich die Städte Schwein-
(urt, Marktbreit und Aschaffenburg mit Wasser.

Während die genannten Sandfelder seitwärts von den Flußtälern liegen oder von den
Flüssen durchzogen werden, bedecken die Flußalluvionen nur die Talsohlen. Besonders
wasserreich sind sie dort, wo sie noch unter die Flußsohle hinabreichen, weil dann das
Grundwasser nicht gegen den Fluß hin ausfließen kann, sondern im Sand und Schotter
aufgespeichert wird. Die wasserführenden Flußalluvionen sind namentlich dort wertvoll.
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Geologischer Querschnitt durch die Rheinpfalz.
Längen 1:700000; 10 fach überhöht.

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Das Profil zeigt im Norden die durch permische Ergußgesteine aufgewölbten und durchbrochenen

Schichten der wasserarmen Rotliegend-Formation, Nach Süd und Südost hin schließt sich die

&gt;fälzer Buntsandsteinmulde an, die reich an Quellen und Tiefenwasser ist; letzteres steht stellen-

weise unter artesischem Druck. Im Osten ist das Buntsandsteingebirge an der Rheintalspalte

abgebrochen und in die Tiefe gesunken. Tertiäre Schuttmassen erfüllen den Senkungsraum der

Rheinniederung; über sie sind in der Nähe des Rheins noch diluviale und alluviale Anschwem-
mungen ausgebreitet. die zum Teil große Grundwasservorräte in sich bergen.

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Abb. 23. Geologisches Profil durch das Rheintal bei Ludwigshafen a. Rhein.
Längen 1:500 000; 100fach überhöht. .
Al = Alluvium des Rheins und Neckars, Sch — Schuttkegel der Seitenflüsse
des Rheintales, AT — Altalluviale, diluviale und tertiäre Ton- und Feinsand-
Schichten, TK = Tertiärer Süßwasserkalk, Bs — Buntsandstein,
Ro = Rotliegendes, Gr — Kristallines Grundgebirge.
Das Profil soll die geologische Eigenart des Rheintales zeigen, das sich als Einbruch der seitlichen
Gebirge erweist. Der eingebrochene Graben ist fast durchweg mit tonigen Tertiärschichten erfüllt,
die verhältnismäßig wenig Tiefenwasser enthalten. Nur an den Rändern, wo kalkige Ablagerungen
entstanden sind oder grobkörniger Gesteinschutt aus den Seitentälern eingeschwemmt wurde,
sind Bodenarten, deren Wasservorräte sich verwerten lassen. Die reichsten Wasservorräte der
Vorderpfalz bergen indessen die Rheinauen, die in großem Maßstab zur Wasserversorgung der
ıichtbesiedelten Gegenden ausgenützt werden.
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        wo die Gesteinschichten der Umgebung kein oder nicht genügend Wasser spenden oder
deren Wasser, etwa wegen zu großer Härte, unbrauchbar ist. Eine sehr wasserreiche
Alluvion besitzt das Altmühltal von Dollnstein bis zur Mündung des Flußes in die Donau.
Die Altmühl fließt dort in einem alten Talstück, das zur Diluvialzeit die Donau benutzte
and dem daher viel Geröll aus dem Gletscherschutt des oberbayerischen Hochlandes zu-
geführt wurde. Diese Schottermassen, welche sehr durchlässig sind und weit unter die
Talsohle hinabreichen, führen reichliches und gutes Grundwasser. Die Stadt Eichstätt und
einige Juragruppen versorgen sich daraus.
c) Pfalz.
Nach den verschiedenen Bodenformationen kann man in der Pfalz vier Haupt-Gebiets-
abschnitte unterscheiden: Vorderpfalz, Haardt und Pfälzer Wald, südwest-
pfälzische Hochebene, sodann das Nordpfälzer Bergland.

Die Vorderpfalz umfaßt die weite Ebene und das anschließende hügelige Land
zwischen dem Rhein und dem Steilrande der Haardt. Der Untergrund besteht in der
Hauptsache aus undurchlässigen oder schwer durchlässigen Schichten, nämlich aus tonigen
Lagen, Schlick und feinem Sand. Wasserführende Sand- und Schottermassen, wie sie durch
Jiluviale Hochwässer und Alluvionen im badischen und hessischen Teile der Rheinniederung
in großer Mächtigkeit angehäuft wurden, haben auf der pfälzischen Seite nur geringe Ver-
oreitung. Die Vorderpfalz ist daher im großen und ganzen arm an Quellen und Grund-
wasser. Größere Wasservorräte .sind. nur in den kiesigen Schuttkegeln- der Haardtflüsse
ınd in den Flußalluvionen vorhanden, namentlich im grobkörnigen Rheinalluvium, das
wenigstens in schmalen Streifen auch auf den pfälzischen Teil der Rheinniederung herüber-
greift. Aus diesem Rheinalluvium werden die pfälzischen Städte am Rhein, Germersheim,
Speyer, Ludwigshafen a. Rhein, Frankenthal, und deren dichtbesiedelte Umgebung versorgt.
Auch die im Bau befindliche große Pfälzer Mittelrheingruppe entnimmt daraus das Wasser.
Aus diluvialen Schottern, die von den Haardtflüssen ausgebreitet wurden, werden die
Brunnen der Gemeinde Lachen-Speyerdorf und der Haßlocher Gruppe gespeist. Als
brauchbare wasserführende Schichten spielen ferner noch die am Rande der Haardt, z. B.
bei Bad Dürkheim, Neustadt a. d. Haardt und Landau i. d, Pf. liegenden tertiären Süßwasser-
kalkmassen eine Rolle. Sie liefern das Wasser für die Freinsheimer Gruppe und für die
Gruppe Herxheim-Dackenheim. .

Im Gegensatz zur quell- und grundwasserarmen Rheinniederung herrscht in den
Mittelgebirgsgegenden der Haardt und des Pfälzerwaldes außerordentlicher Wasser-
reichtum. Über den tief im Untergrunde gelagerten Urgebirgsgesteinen und Übergangs-
schichten baut sich der Gebirgsstock dieses weiten Berglandes aus den grobkörnigen, poren-
reichen Gesteinsmassen des Buntsandsteins auf. Diese Sandsteinmassen haben große
Mächtigkeit, stellenweise bis zu einigen hundert Metern, und gehen vielfach noch tief unter
die Talsohlen hinab. Infolge ihrer porösen und durchgehend ziemlich gleichmäßigen. Be-
schaffenheit lassen sie die aus den Niederschlägen und der Feuchtigkeit der Luft aufge-
aommenen Wassermengen zum großen Teil in die Tiefe sinken. Dort bilden sich in den
unter den Talsohlen liegenden Sandsteinmassen mächtige und weithinreichende Tiefenwasser-
becken, die mit ihrem überschüssigen Wasser in den tief eingeschnittenen Tälern zahlreiche
und ergiebige Quellen speisen. Außerdem können die großen unterirdischen Wasservor-
räte jederzeit durch Bohrung von Brunnen den Zwecken der Wasserversorgung dienstbar
gemacht werden. Der Wasserreichtum des Buntsandsteins kommt natürlich nicht nur den
im Gebirge gelegenen Orten, sondern auch den Randgebieten der Haardt zustatten. So
beziehen gleich Bergzabern und Annweiler auch die Städte Landau i. d. Pf, Edenkoben,
Neustadt a. d. Haardt, Bad Dürkheim ihr Wasser im wesentlichen aus dem auellenreichen
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        Haardtgebirge. Auch eine Reihe von Wasserversorgungsgruppen der Vorderpfalz leiten
ihren‘ Wasserbedarf aus den Quell- und Tiefenwässern der Haardt herbei. Vorwiegend
Jurch Brunnenwasser aus den Tiefenbecken des Buntsandsteins versorgen sich die Städte
Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken.

Zwei Umstände erhöhen den Wert des Buntsandsteingebietes als des Hauptwasser-
spenders in der Pfalz noch besonders. Einmal der, daß mächtige Wälder weite Strecken
Jieses Berglandes überdecken und damit ideale Einzugsgebiete für reines Wasser schaffen.
Und dann die Beschaffenheit des Sandsteins in chemischer Hinsicht. Während in anderen
deutschen Gebieten der Buntsandstein, namentlich in den tieferen Schichten, häufig gips-
und salzhaltige Lösungen enthält, ist er in der Pfalz salzfrei, so daß seine Quell- und Tiefen-
wässer überall zur Wasserversorgung verwendet werden können.

Im Bereiche der südwestpfälzischen Hochebene, im Gebiet östlich der Linie
Kaiserslautern-Pirmasens und südlich der Linie Homburg-Kaiserslautern, namentlich in dessen
südlichem Teile, liegt in größerer Ausdehnung eine Muschelkalkplatte auf den Plateaus
des Buntsandsteingebirges., Diese Muschelkalkdecke hat indes geringe Mächtigkeit und
liefert nur schwache Schichtquellen, Die Wasserversorgungsanlagen entnehmen daher auch
in diesen Gegenden das Wasser zumeist den Quellen oder Tiefenwasserbecken des wasser-
reicheren Buntsandsteins.

Im Nordpfälzer Bergland, dem Gebiet von Einzelbergen, -hügeln und -rücken,
das den Teil der Pfalz nordwestlich der Niederung zwischen Homburg und Göllheim um-
faßt, wechseln die geologischen Formationen außerordentlich stark: Rotliegendes (in der
[’falz vorwiegend tonige Sandsteine sowie graue und rote Lettenschiefer), Steinkohlen-
formation (hauptsächlich graue Schiefer mit tonigen Sandsteinen), Porphyr- und Melaphyr-
yebiete. Deshalb ist man bei der Wasserbeschaffung mehr auf die lokalen geologischen
Verhältnisse angewiesen, so daß es schwieriger als für die übrigen Teile Bayerns ist, die
Voraussetzungen für die Wassergewinnung in zusammenfassender Weise zu schildern. Meist
werden vorhandene Quellen ausgenützt. Auch die Erschließung von Grund- und Tiefen-
wasser, zu der sich jedoch der dichte Untergrund schlecht eignet, wurde versucht. Hie
Stadt Kusel, deren Wasserversorgung mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, besitzt
sechs Brunnen, von denen einer 65 m und drei 70 m tief sind, die aber nur wenig Wasser
‚jefern. Soweit also in diesem Bergland brauchbare Quellen nicht zur Verfügung stehen,
ist man bei Beschaffung des Wassers im wesentlichen auf die Alluvionen der Flußtäler
angewiesen, die aber auch nur bescheidene Wasservorräte enthalten.

; So ist die Pfalz ein Beispiel für ein verhältnismäßig dicht besiedeltes Gebiet, dem
Jie Natur stellenweise außerordentlich reiche Grundwasservorräte und ausgedehnte Tiefen-
wasserbecken beschert hat, während in den übrigen Gebieten außerordentlicher Wasser-
mangel, herrscht.

2. Rechtliche und finanzielle Grundlagen.

Die Erforschung von Grund und Boden zeigt, daß Bayern große natürliche Schätze
an Quell, Grund- und Tiefenwasser besitzt. Neben den natürlichen spielen aber auch
die rechtlichen und finanziellen Grundlagen bei der Wasserversorgung
zine wesentliche Rolle.

Die bayerische Gemeinde-Gesetzgebung nahm von Anfang an auf die
Wasserversorgung Bedacht.

Schon die im Anschluß an das Gemeindeedikt von 1808 ergangenen Instruktionen der
Gemeindevorsteher und der Polizeidirektionen machten auch die Sorge für den brauchbaren und guten
Zustand der öffentlichen Brunnen und Wasserleitungen zur besonderen Pflicht. Nach dem Revidierten
Jemeindeedikt von 1818 bzw. 1834 hatte in den Städten und größeren Märkten der Magistrat
’ür die Herstellung der Brunnen und Wasserleitungen zu sorgen, insoweit diese aus Gemeindemitteln
jestritten wurden: die Aufsicht über diese Anlagen war den Distriktsvorstehern übertragen. In den
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        %

Rural-Gemeinden hatten die Gemeindevorsteher die Aufsicht auf öffentliche Reinlichkeit, Wasser-
’eitungen usw. zu führen; die Vollzugsvorschriften zum Rev. Gemeindeedikt erklärten als vornehmliche
Aufgabe der Dorfpolizei die Wachsamkeit gegen Verunreinigung der Brunnen, Zisternen und überhaupt
des Trinkwassers sowie die stete Wahrnehmung des Zustandes der Wasserleitungen.

Zur Herstellung der nötigen Brunnen- und Wasserbauten etc. sahen das Gemeindeedikt von 1808
ınd das Rev. Gemeindeedikt die Inanspruchnahme von Hand- und Spanndiensten der Gemeindeglieder
vor. Das Gemeindeumlagengesetz von 1819 führte bei den Zwecken, für welche unter bestimmten
Voraussetzungen Gemeinde-Lokalumlagen erhoben werden konnten. auch die Neubauten und Reparationen
ron öffentlichen Brunnen und Wasserleitungen auf.

Die Gemeindeordnung für die Landesteile diesseits des Rheins und
lie Gemeindeordnung für die Pfalz, beide vom 29. April 1869, zählten in
Art. 38 bzw. 29 zu den Obliegenheiten aller Gemeinden auch die Herstellung und Unter-
haltung der erforderlichen Feuerlöschanstalten und Löschgeräte sowie die Sorge für Unter-
haltung und Reinlichkeit der öffentlichen Brunnen, Wasserleitungen und Abzugskanäle.
Zu den Feuerlöschanstalten gehören natürlich auch die zu einer wirksamen Bekämpfung
der Feuersbrünste notwendigen Einrichtungen zur Wasserbeschaffung, wie Feuerweiher,
Wasserbehälter, öffentliche Brunnen und Wasserleitungen mit Hydranten. Die Anlage
von öffentlichen Brunnen und Wasserleitungen konnte also hiernach zunächst nur zu
Feuerlöschzwecken gefordert werden, sodann aber auch aus Gründen der öffentlichen
Gesundheitspflege, Nach 8 35 des Epidemiengesetzes vom 30. Juni 1900 (Reichs-
gesetz, betr. die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten) sind die dem allgemeinen
Gebrauche dienenden Einrichtungen für Versorgung mit Trink- oder Wirtschaftswasser
und für Fortschaffung der Abfallstoffe fortlaufend ‚durch staatliche Beamte zu überwachen.
Die Gemeinden sind verpflichtet, für die Beseitigung der vorgefundenen gesundheitsgefähr-
lichen Mißstände Sorge zu tragen. Sie können nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit zur
Herstellung von Einrichtungen der vorbezeichneten Art, sofern dieselben zum Schutze
gegen übertragbare Krankheiten erforderlich sind, angehalten werden.

In Rücksichtnahme auf die Gesundheitspflege machte die neue B ayerischeGemeinde-
ordnung vom 17. Oktober 1927 auch die Herstellung von Anlagen zur Ver-
sorgung mit Trinkwasser, soweit solche über den Bedarf einzelner hinaus notwendig sind,
zur allgemeinen Pflichtaufgabe der Gemeinden. Nach Art. 28 GO. sind die Gemeinden
u. a. verpflichtet zur Herstellung und Unterhaltung der erforderlichen Feuerlöschanstalten
und Löschgeräte sowie zur Herstellung, Unterhaltung und Reinhaltung der nicht nur für
ainzelne notwendigen Anlagen zur Versorgung mit Trinkwasser, zur Unterhaltung und
Reinhaltung der anderen öffentlichen Brunnen, Wasserleitungen und Kanäle.

Als Anlagen zur Versorgung mit Trinkwasser kommen nicht nur Wasserleitungen in
Betracht, sondern auch Brunnen und ähnliche Anlagen. Unter öffentlichen Brunnen sind
solche zu verstehen, welche sich im Gemeindeeigentum befinden und im Interesse der
Allgemeinheit aufgestellt sind‘).

Bei der durchgreifenden Um- und Neubildung der Gemeinden, welche sich im rechts-
heinischen Bayern unter der Herrschaft des Rev. Gemeindeedikts von 1818/1834 vollzog,
haben sich die Ortschaften innerhalb der Gemeinden vielfach eine mehr oder weniger
ausgedehnte Selbständigkeit nicht nur in vermögensrechtlicher, sondern auch in admini-
strativer Beziehung bewahrt, Zu den Aufgaben, welche von solchen Ortschaften innerhalb
'hrer Ortsmarkung selbständig erfüllt wurden, gehörte u. a. auch die Regelung der Wasser-
versorgung. Soweit es sich nicht um notwendig gemeinschaftliche Angelegenheiten, wie
Polizeiverwaltung usw, handelte, oder anderweitige Vereinbarungen bestanden, wurde diese

hergebrachte Selbständigkeit den Ortschaften auch durch die Gemeindeordnung von 1869
zewanhrt (Art. 5, 153 rechtsrh. GO.). Auch die Unterhaltung ortschaftlicher Brunnen und
Wasserleitungen konnte so vielfach Sache der betreffenden Ortschaften sein, einmal im
') Vgl. Helmreich-Rock, Handausgabe der Bayerischen Gemeindeordnung, Anm. 22 u. 24 zu Art. 28.
        <pb n="42" />
        Hinblick auf das ortschaftliche Eigentum an solchen Anlagen, also auf Grund der Ver-
pflichtung zur Erhaltung des Grundstockvermögens, sodann aber auch aus Gründen der
allgemeinen Wohlfahrtspflege!). In der Pfalz war der Einführung der Gemeindeordnung
zon 1869 eine etwas andere Entwicklung vorausgegangen. Die Vereinigungen von Ge-
meinden und die Angliederungen an solche führten unter der Herrschaft der früheren Ge-
setze in der Regel zu einer innigeren Verschmelzung innerhalb der politischen Gemeinde.
Mit Ausnahme des Gemeindenutzungs-Vermögens, an dessen Erträgnissen die Bürger das
Nutzungsrecht hatten, wurde alles gemeinsam, die ganze Polizeiverwaltung, alle Lasten und
Rechte. Auch die Renten des für Erfüllung der Gemeindezwecke bestimmten Korporations-
Vermögens flossen in die gemeinschaftliche Gemeindekasse und wurden zu gemeinsamen
Zwecken ohne Ausscheidung verwendet. Für die Wahrung administrativer Befugnisse der
Ortschaften kam daher dem Art. 85 der pfälzischen Gemeindeordnung nicht die Bedeutung
zu wie dem Art. 153 der.rechtsrheinischen Gemeindeordnung ?).

Mit dem Inkrafttreten des Selbstverwaltungsgesetzes vom 22. Mai 1919
hörten die Ortschaften für die Folge auf, gesetzliche. Träger öffentlich-rechtlicher Pflichten
ler Gemeinde zu sein (Art. 38/29 der beiden Gemeindeordnungen). Diese Pflichten gingen
auf die Gemeinden über, gleichzeitig auch das öffentliche Eigentum, soweit es den Ort-
schaften zustand und den Zwecken des Art. 38/29 der beiden Gemeindeordnungen diente
(Art. 28 SG. mit 8 28 der Vollzugsanweisung). Freiwillig, jedoch nur zu Lasten des der
Ortschaft. verbliebenen Ortschafts- oder Stiftungsvermögens, konnten die Ortschaften solche
Verpflichtungen noch weiter erfüllen. ‘U. a. gingen auch die öffentlichen Brunnen und
Nasserleitungen der Ortschaften auf die Gemeinden über.

Nach den Bestimmungen der Bayerischen Gemeindeordnung von 1927 bleibt
las bisherige Verwaltungsvermögen der Ortschaft im Eigentum und in der Verwaltung der
Gemeinde; die in Art. 28 festgelegten Verpflichtungen der Gemeinde sind von dieser, nicht
von der Ortschaft, zu erfüllen®), darunter auch die Herstellung und Unterhaltung von
Feuerlöschanstalten und Wasserversorgungsanlagen in dem bereits geschilderten Umfang.
Wenn jedoch die Unterhaltung von öffentlichen Brunnen und Wasserleitungen in der Ort-
schaft vor dem Inkrafttreten des Selbstverwaltungsgesetzes nach Herkommen oder aus
ainem anderen Rechtsgrunde von den Ortschaften aus ihrem, durch das Selbstverwaltungs-
zesetz auf die Gemeinde nicht übergegangenen Vermögen bestritten wurde, so kann
ler Gemeinderat verlangen, daß die Ortschaften nach ihrer Wahl diese Aufgaben
auch künftig erfüllen oder die entsprechenden Aufwendungen der Gemeinde ersetzen, soweit
lie Erträgnisse des Ortschaftsvermögens hierzu ausreichen (Art. 62 Abs. II GO.).-

Eine tatkräftige Förderung der Wasserversorgung von Staats wegen be-
yann in Bayern im Jahre 1878. Sie bestand in der Schaffung des Technischen Bureaus
ijür Wasserversorgung im Staatsministerium des Innern und in der Gewährung von
Zuschüssen zu den Baukosten der Wasserversorgungsanlagen. Durch Aller-
höchstes Signat König Ludwigs II. vom 5. Januar 1878 wurde dem Königlichen Staats-
ministerium des Innern vom 1. Februar 1878 an ein sachkundiger Techniker für das
öffentliche Wasserversorgungswesen beigegeben. Die Min.-Entschl. vom 30. März 1878
wies dem Technischen Bureau folgende Aufgaben zu: Die allgemeinen tech-
nischen Vorerhebungen für gemeindliche Wasserversorgungs-Unternehmungen, die Aus-
arbeitung der Baupläne und Kostenanschläge, die Leitung der Bauausführung, die Ab-
nahmeprüfung der fertiggestellten Anlagen mit Überweisung der Werke an die Gemeinden
ınd zeitweise weitere Besichtigungen der in Betrieh genommenen Werke, Die Atısarheitung
N Vgl. Kahr, Bayerische Gemeindeordnung für die Landesteile diesseits des
Rheins, Bd. I, Erläuterungen zu Art. 5 und 153.

?) Vgl. Wand, Die Gemeindeordnung für die Pfalz, Erläuterungen zu Art. 5 und 85.

5 Vel. Helmreich-Rock., Handausgabe der Bayerischen Gemeindeordnung, Anm. 5 zu Art. 62.
        <pb n="43" />
        der Baupläne und Kostenanschläge, die örtliche Bauführung und die weiteren Besichti-
zungen gingen auf Kosten der Gemeinden. Die Mittel für die Zuschüsse flossen aus dem
sogenannten Wasserversorgungsionds, dessen Bildung durch Art. 89 des Brandver-
sicherungsgesetzes angeordnet worden war. Das Brandversicherungsgesetz vom 3. April 1875
wurde durch Gesetz vom 5. Mai 1890 auf die Pfalz erstreckt und die dortige Brandver-
sicherungsanstalt mit jener in den Landesteilen rechts des Rheins vereinigt. Die für die
Bildung des Wasserversorgungsfonds maßgebende Bestimmung des Art. 89 erhielt ihre zur
Zeit gültige Fassung durch Gesetz vom 23. Juli 1918: „Unmittelbaren Städten und Bezirks-
gemeinden, in deren Bezirke in den jeweils letzten fünfzehn Jahren an Entschädigungen
weniger als drei Viertel der treffenden Beiträge geflossen ist, vergütet die Anstalt, soweit
die Beiträge um mindestens drei Zehntel ermäßigt werden können, die durchschnittlichen
Erübrigungen bis zur Hälfte. Die vergüteten Beiträge sind nach näherer Bestimmung des
Staatsministeriums des Innern zur Verbesserung der Feuersicherheit und des Feuerlösch-
wesens einschließlich der Wasserversorgung zu verwenden. .

Von der nach Abzug dieser Vergütungen verbleibenden Einnahme aus Beiträgen und
Umlagen hat die Anstalt alljährlich den zwanzigsten Teil und nach Schließung des Be-
triebs der Baunotversicherung den zehnten Teil der Staatsregierung für Zwecke des Fener-
löschwesens einschließlich der Wasserversorgung zur Verlügung zu stellen.“

Die Organisation der Beratungsstelle wurde im Mai 1900 neu geregelt, ihre Bezeich-
nung in „Kgl. Wasserversorgungsbureau“ umgeändert. Zu den bisherigen
Aufgaben kam die bereits übliche Prüfung von Projekten, welche von anderen Technikern
'ür solche Gemeinden aufgestellt waren, welche eine Verbesserung ihrer Wasserbezugs-
verhältnisse ohne Mitwirkung des Wasserversorgungsbureaus herbeiführen wollten, aber
doch zu den Kosten einen Zuschuß aus dem Fonds für Förderung des Feuerläschwesens
‚Wasserversorgungsfonds) beanspruchten.

Das Wassergesetz von 1907 brachte dem Wasserversorgungsbureau zwei
weitere Aufgaben: Einmal die Abgabe von Gutachten über den Einfluß der Zutage-
'örderung von Grundwasser und der Ableitung von Grund- und Quellwasser auf das Ge-
neinwohl und die Rechte Dritter sowie über deren Schadloshaltung, Und sodann die
Übernahme der Funktion des amtlichen Sachverständigen bei Bildung öffentlicher Genossen-
schaften zur Erbauung und für den Betrieh und die Unterhaltung von Trink- und Nutz-
wasserleitungen.

Organisation und Dienst des Kgl. Wasserversorgungsbureaus erfuhren 1908 eine
Neuregelung. Die ihm nunmehr obliegenden Aufgaben wurden durch die Min.-Entschl.
7om 13. Februar 1909 neu festgelegt. Im Jahre 1916 erhielt das Amt die Bezeichnung
‚Bayer. Landesamt für Wasserversorgung“.

Eine Min.-Entschl. vom 3. August 1926 ermächtigte das Landesamt, in geeigneten
Fällen und in gewissen Grenzen die Kulturbauämter zur Mitwirkung an seinen Auf-
gaben heranzuziehen. Durch Min.-Entschl. vom 26. April 1928 wurde die bisherige Kosten-
losigkeit des Beirats des Landesamts aufgehoben und die Erhebung von Gehühren
nach allgemeiner Maßgabe des Aufwands angeordnet.

Die drei letztgenannten Entschließungen wurden durch die Min.-Entschließung
iber Wasserversorgung vom 11. Juni 1930 ersetzt.

Wie bei Erfüllung anderer gemeindlicher Aufgaben spielt auch auf dem Gebiete der
Wasserversorgung der Zusammenschluß mehrerer Gemeinden und Ortschaften
2ine große Rolle, Schon die Min.-Entschl. vom 30. März 1878 verlangte bei den Gesuchen
jener Gemeinden, welche den Beirat oder die Beihilfe des Technischen Bureaus oder einen
Zuschuß aus dem Wasserversorgungsfonds beanspruchten, eine Äußerung darüber, ob die
beantragte Wasserversorgung auf mehrere Gemeinden oder Ortschaften ausgedehnt werden
könne, in welchem Falle die Bildung einer Genossenschaft anzustreben sei, Die Verbindung
        <pb n="44" />
        mehrerer Gemeinden zu solchen gemeinsamen Unterehmungen erfolgte früher meist auf
Grund des Art. 37 des Distriktsratsgesetzes von 1852. Derselbe wurde im ‚Jahre 1919
durch Art. 26 des Selbstverwaltungsgesetzes ersetzt, der bestimmte, daß eine Gemeinde sich
durch Gemeindebeschluß mit anderen Gemeinden und öffentlich-rechtlichen Körperschaften
zur gemeinsamen Erfüllung einzelner Aufgaben mit ministerieller Zustimmung zu einem
Zweckverbande vereinigen könne und daß das gleiche für die Vereinigung von Zweck:
verbänden untereinander und mit anderen Gemeinden gelte. Nach 8 26 der Vollzugsan-
weisung zum Selbstverwaltungsgesetze war die Genehmigung vom Staatsministerium des Innern
zu erteilen, das gleichzeitig den Zweckverband als einen Verein des öffentlichen Rechts
anzuerkennen und ihm dadurch die Rechtsfähigkeit zu verleihen hatte. Für die Fälle einer
zemeinsamen Wasserversorgung mehrerer Gemeinden und Ortschaften hatte bereits die Min.
Äntschl. vom 13. Februar 1909 unter Beigabe von Mustersatzungen die Bildung eines
Vereins zu dem Zweck des gemeinsamen Baues und Betriebs einer öffentlichen Wasser
versorgungsanlage vorgeschrieben und Vereinen, die sich unter Annahme einer der Muster-
satzungen bildeten, die Anerkennung als Verein des öffentlichen Rechtes in Aussicht ge-
stellt. In der Gemeindeordnung von 1927 fand die Bildung von Zweckver
bänden zur Erreichung gemeinsamer Zwecke eine besondere Regelung in den
Art. 133 bis 141. Darnach kann sich eine Gemeinde mit Genehmigung des Staats-
ninisteriums des Innern mit anderen Gemeinden, Bezirken, Kreisen, mit Zweckverbänden
ıach diesem Gesetze sowie mit sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Er-
‘üllung einzelner Aufgaben zu einem Zweckverbande vereinigen. Der Zweckverband
wird mit der Genehmigung eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (Art. 133 GO.). Auch
lie Bildung von Zwangsverbänden zur Erfüllung gemeinsamer, dem öffentlichen Bedürfnisse
lienender Aufgaben ist möglich (Art. 139 GO.). Die bestehenden Zweckverbände hatten
»innen einem Jahre nach Inkrafttreten der Gemeindeordnung, also bis zum 1. April 1929
hre Rechtsverhältnisse nach den neuen Bestimmungen zu ordnen (Art. 141 GO.). Demzu-
iolge hat die Min.-Entschl. über Wasserversorgung vom 11. Juni 1930 für den Fall, daß
ain vorläufiger Entwurf des Landesamts eine gemeinsame Wasserversorgungsanlage für
mehrere Gemeinden und Ortschaften — eine Gruppe — behandelt, die Bildung des
Zweckverbandes für den gemeinsamen Bau und Betrieb einer öffentlichen Wasserversor-
zungsanlage unter Beigabe einer Mustersatzung vorgeschrieben. Der Verband ist schon
vor dem Antrag auf Herstellung eines Bauentwurfes zu bilden. Die Neubildung von Vereinen
nach Maßgabe der Mustersatzungen der Min.-Entschl. vom 13. Februar 1909 ist nicht mehr
veranlaßt und hat zu unterbleiben.

Träger einer zentralen Wasserversorgung können aber nicht nur Gemeinden, Ort-
schaften und Zweckverbände sondern auch Vereinigungen der beteiligten An
wesensbesitzer sein. Bis zum Inkrafttreten des Wassergesetzes von 1907 bewegten
sich derartige Vereine und Genossenschaften von Grundeigentümern zum Zwecke gemein-
samer Einrichtung und Unterhaltung von Wasserversorgungsanlagen ausschließlich auf
dem Boden des bürgerlichen Rechts. Den passendsten Rahmen für solche Zusammen:
schlüsse gab wohl die Form der bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft (8 705 ff, BGB.).

Durch das Wassergesetz von 1907, das am 1. Januar 1908 in Wirksamkeit
trat, wurde dem Bedürfnis Rechnung getragen, auch für Vereinigungen zum Zwecke der
Herstellung von Trink- und Nutzwasserleitungen die Bildung öffentlicher Wasser
zenossenschaften mit ihren Vorteilen zuzulassen. Nach Art. 110 WG. können öffent
liche Wassergenossenschaften zur Benützung und Instandhaltung von Gewässern sowie
auch zur Herstellung und Unterhaltung von Trink- und Nutzwasserleitungen gebildet
werden. Die Wasserleitungsgenossenschaften können entweder als freiwillige Genossen-
schaften oder als Genossenschaften mit Beitrittszwang gegründet werden; bei letzteren
erfolgt die Bildung durch Mehrheitsbeschluß der Beteiligten mit zwangsweiser Beiziehung
        <pb n="45" />
        der Minderheit (Art. 111 WG.). Zur Bildung einer Genossenschaft sind mindestens 3 Per-
sonen erforderlich. Die Wasserleitungsgenossenschaften beruhen wie die anderen öffentlichen
Wassergenossenschaften auf dem sog. Realprinzip. Mitglieder der Genossenschaft sind die
jeweiligen Eigentümer der in die Genossenschaft einbezogenen Grundstücke und Anlagen,
also hier die Eigentümer derjenigen Grundstücke, für welche die im Genossenschaftsunter-
nehmen vorgesehene Wasserversorgungsanlage eingerichtet wird (Art. 113, 150 WG.). Die
Genossenschaften unterliegen der Aufsicht des Staates. Die Aufsicht ist den Bezirks-
verwaltungsbehörden übertragen und erstreckt sich auf die Überwachung ‚der planmäßigen
Ausführung und Unterhaltung der Genossenschaftsanlagen, auf die Überwachung und
Prüfung des Rechnungswesens sowie darauf, daß die Angelegenheiten der Genossenschaft
in Übereinstimmung mit dem Gesetz und der Satzung verwaltet werden (Art. 132 WG.).
Auch die gruppenweise Wasserversorgung mehrerer Gemeinden und Ortschaften
mittels Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft durch die sich. beteiligenden An-
wesensbesitzer ist möglich, wie schon die Min.-Entschl. vom 13. Februar 1909 betonte.

Durch die Vorschriften des Wassergesetzes über die öffentlichen Wassergenossen-
schaften ist jedoch die Bildung privater Wassergenossenschaften und sonstiger freier,
orivatrechtlicher Vereinigungen zu Zwecken der Wasserversorgung wie der Wasserwirt-
schaft überhaupt nicht ausgeschlossen; ihre Rechtsverhältnisse bemessen sich nach den
ainschlägigen bürgerlich-rechtlichen Normen ’).

Von grundlegender Bedeutung für die Wasserversorgung sind ferner diejenigen
gesetzlichen Bestimmungen, welche die Eigentumsverhältnisse an den Gewässern
und das Verfügungsrecht über das Wasser regeln. Im Einklang mit den privat-
rechtlichen Grundsätzen und in allgemeiner Übereinstimmung mit Art. 33 des Wasser-
benützungsgesetzes von 1852 gesteht Art. 16 WG. dem Grundeigentümer, soweit nicht
andere Rechtsverhältnisse bestehen, das Verfügungsrecht über das Wasser zu, welches
sich auf dem Grundstück in Seen, Weihern (Teichen), Zisternen, Brunnen und anderen
Behältern, in künstlich angelegten Wasserleitungen, Kanälen und Gräben befindet, welches
auf dem Grundstück unterirdisch vorhanden ist (Grundwasser), und über das Wasser, das
darauf entspringt (Quelle) oder sich natürlich sammelt, solange es von dem Grundstück
aicht abgeflossen: ist. Anderweitige Verfügungsrechte über das Wasser können auf Er-
sitzung, Bestellung einer Dienstbarkeit oder auf sonstigen Verträgen beruhen?). Wer also
Grund- und Quellwasser, das ihm nicht gehört und auf dessen Benutzung ihm auch kein
besonderes Recht zusteht, zu Zwecken der Wasserversorgung verwenden will, muß sich
erst den Bezug sichern, sei es durch Erwerb des betreffenden Grundstücks oder durch
Erwerbung einer Wasserbezugs-Dienstbarkeit und, soweit bei Wasserleitungsanlagen die
Führung der Rohre.in fremdem Grund und Boden erfolgt, durch Bestellung von Rohr
leitungs-Dienstbarkeiten ®).

Wenn das Kigentum an dem zur Wasserversorgung notwendigen Grundstück oder
der sonstige Bezug des Wassers im Wege gütlichen Übereinkommens vom Grundeigentümer
nicht zu erlangen ist, so können im öffentlichen Interesse auch Zwangsrechte Platz
zreifen. Die Grundlage hierfür bildet in Bayern das Zwangsenteignungsgesetz von 1837,
in der Fassung des Gesetzes vom 9. Mai 1918. Nach Art. I dieses Gesetzes können Eigen-
tümer angehalten werden, unbewegliches Eigentum für öffentliche. notwenige und gemein-

‘) Vgl. Brenner-Fergg, Das bayerische Wassergesetz, Anm. 2 zu Art. 110. — Harater-
Cassimir, Kommentar zum bayerischen Wassergesetze, Anm. 2 zu Art. 110. — Eymann-Schubert,
Das bayerische Wassergesetz, Bd. 3, systematische Übersicht zu Abt. V des Gesetzes, Ziff. 5. —
Handwörterbuch der Staatswissenschaften, IM. Aufl. Bd. 8, S. 620. — Naegele, Wasser-
rersorgung in Bayern, Inauguraldissertation 1907, S. 7 bis 10. .

*) Vgl. Brenner-Fergg, Das bayerische Wassergesetz, Anm. 2 zu Art. 16.

°) Vgl. Naegele, Wasserversorgung in Bayern, Inauguraldissertation 1907, S. 26 ff. — Eymann-
aber Das bayerische Wassergesetz, systematische Übersicht zu Abt. I Abschn. II des Gesetzes,
Ziff. 7 a. 10.
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        aützige Zwecke abzutreten, oder mit einem Erbbaurecht oder einer Dienstbarkeit beschweren
zu lassen. Zu den Unternehmungen, für. welche diese Zwangsabtretung erfolgen kann,
gehört auch die Herstellung öffentlicher Wasserleitungen. In Ergänzung der einschlägigen
Bestimmungen des Zwangsenteignungsgesetzes erklärt Art. 153 WG. Zwangsenteignung u. a.
als zulässig für Herstellung und Unterhaltung genossenschaftlicher Trink- und Nutzwasser-
leitungen. sowie, anknüpfend -an die Bestimmung des Art. 38 des Wasserbenützungsgesetzes
zon 1852, zur Inanspruchnahme von Grund- und Quellwasser, das für öffentliche Zwecke,
insbesondere zur Befriedigung des unabweisbaren wirtschaftlichen Bedürfnisses einer Ge-
meinde oder einer Ortschaft notwendig ist. Unter Umständen — was namentlich bei
Wasserversorgungsunternehmungen wichtig ist — kann an Stelle der Abtretung des Eigen-
ums auch die Belastung mit einer Dienstbarkeit treten (Art. 155 WG. mit 8 261 der Voll
zugsvorschriften). Die Zwangsabtretung erfolgt nach. vorgängiger rechtskräftiger admini
strativ-richterlicher Entscheidung und gegen vorgängige volle Entschädigung.

Das Eigentum am Grundstück oder das sonstige private Verfügungsrecht darüber
zeben aber noch nicht die Befugnis zur beliebigen Verwendung des darin enthaltenen
ärundwassers und des darauf entspringenden Quellwassers. Die Zutageförderung
&gt;der Ableitung von Grund- und Quellwasser unterliegt nach Art. 19 WG.
der Erlaubnis der Verwaltungsbehörde; nur für die Anlage von Brunnen, ‚welche
vorübergehenden Zwecken oder dem eigenen Haus- und Wirtschaftsbedarf einschließlich des
Bedarfs für landwirtschaftliche Nebenbetriebe dienen, ist sie nicht erforderlich. Die Er-
aubnis ist zu versagen oder an Bedingungen zu knüpfen, wenn und soweit Rücksichten
des Gemeinwohls es erfordern. Dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn durch
die Zutageförderung oder Ableitung von Grund- und Quellwasser einer Gemeinde oder
Ortschaft das notwendige Trink- und Nutzwasser entzogen würdet). Überhaupt bietet
Art. 19 WG. den Verwaltungsbehörden die gesetzliche Handhabe für eine planmäßige Ver-
;eilung der Grund- und Quellwasservorräte und damit für eine dem Wohle der Allgemein-
heit dienende Regelung der Wasserversorgung.

Schwere Beeinträchtigungen können der Wasserversorgung durch Verunreinigungen
des Wassers erwachsen. Das Wasser kann dadurch die Eignung zum Genuß für Menschen
and Tiere sowie zu Brauch- und Wirtschaftszwecken verlieren. Durch verunreinigtes Wasser
können auch schwere gesundheitliche Schädigungen verursacht werden. Daher sind die
zesetzlichen Vorschriften über die Reinhaltung der Gewässer von größter Wichtigkeit,
[n Betracht kommen hier namentlich die Bestimmungen in Art. 37 ff. mit Art. 202 Ziff. 1
les Wassergesetzes. Sie bezwecken die Verhütung von schädlichen Einwirkungen auf das
Wasser, welche durch Einbringung von festen Stoffen und durch Zuführung von Flüssig-
keiten und anderen nicht festen Stoffen entstehen. Aber auch andere Gesetze greifen hier
‚schützend ein, so 88 324 und 326 RStGB., welche u. a. die Vergiftung von Brunnen oder
Wasserbehältern, welche zum Gebrauche anderer dienen, sowie die Beimischung von ge-
sundheitzerstörenden Stoffen bei solchen Anlagen mit schweren Strafen bedrohen. Dem
Schutze der Brunnen gegen Verunreinigung dient auch die im Interesse allgemeiner Sicher-
neit bestehende Strafdrohung in Art. 367. Ziff. 12 RStGB., die‘ sich gegen Verstöße in
3Zezug auf ordnungsmäßige Überdeckung und Verwahrung der Brunnen richtet. Nach
Art. 92 des bayer. Polizeistrafgesetzbuches wird bestraft, wer das zum Genusse für Menschen
oder Tiere bestimmte Wasser in Brunnen, Zisternen, Leitungen oder in den zum Ööffent-
.ichen Gebrauche bestimmten Quellen oder Bächen unbefugt verunreinigt oder verdirbt,
nach Art. 95 dieses Gesetzes, wer öffentliche Brunnen, Wasserleitungen aus Bosheit oder
Mutwillen besudelt. In diesen gesetzlichen Bestimmungen finden auch die entsprechenden
oberpolizeilichen, bezirkspolizeilichen und ortspolizeilichen Vorschriften über die Reinhaltung
') Vgl, Brenner-Fergg, Das bayerische Wassergesetz, Anm. 14 zu Art. 19.
        <pb n="47" />
        X

les Wassers ihre Grundlage; in Betracht kommen hierfür auch noch Art. 73 Abs. 1, 67
Abs, 2 PStGB. und Art. 206 Abs. 2 WG. Gegen Zerstörung oder Beschädigung will das
Reichsstrafgesetzbuch die Wasserleitungen durch die Strafbestimmungen in den 88 321
und 326 schützen.

Die vom Reichs-Gesundheitsrat geschaffene „Anleitung für die Einrichtung, den
Betrieb und die Überwachung öffentlicher Wasserversorgungsanlagen, welche
ıicht ausschließlich technischen Zwecken dienen“, die der Bundesrat unterm
L6. Juni 1906 den verbündeten Regierungen als Richtschnur empfahl, wurde in Bayern durch
Min.-Entschl. vom 20. Oktober 1906 den Regierungen und Bezirksverwaltungsbehörden mitge-
eilt, In dieser Anleitung ist auch auf die Notwendigkeit einer chemischen und bakterio-
logischen Untersuchung des für öffentliche Wasserversorgungsanlagen verwendeten
Wassers hingewiesen. Die Wichtigkeit dieser Untersuchungen wurde durch Min.-Entschl. vom
29. September 1912 erneut eingeschärft. Die Ausführung der bakteriologischen Untersuchungen
ist geregelt durch Min.-Bek. vom 6. September 1910 (teilweise geändert durch Min.-Bek. vom
21. April 1914 und 22, März 1924), die Ausführung der chemischen Untersuchungen durch die
Min.-Entschl. vom 3. Februar 1897 und vom 24. Dezember 1912. Die bakteriologischen
Untersuchungen werden von den bakteriologischen Untersuchungsanstalten vorgenommen,
welche 1910 in Verbindung mit den hygienischen Instituten der drei Landesuniversitäten
errichtet wurden, zum "Teil von den hygienischen Instituten selbst, denen auch diehygienische
Begutachtung zufällt. Für die chemischen Untersuchungen sind die Untersuchungs-
anstalten für Nahrungs- und Genußmittel zuständig. Die Begutachtung der örtlichen Ver-
nältnisse und der geplanten Maßnahmen ist in erster Linie Aufgabe der Amtsärzte.

Daß die dem allgemeinen Gebrauch dienenden Einrichtungen für Versorgung mit Trink- oder
Wirtschaftswasser nach $ 35 des Reichsgesetzes über die Bekämpfung gemeingefährlicher
Krankheiten vom 30. Juni 1900 fortlaufend durch staatliche Beamte zu überwachen sind, wurde bereits
arwähnt. Diese Überwachung hat gemäß Verordnung vom 8. November 1904 zum Vollzug des genannten
Reichsgesetzes durch die Staatsaufsichtsbehörden im Benehmen mit den amtlichen Ärzten zu erfolgen.

Eine Hauptrolle für den Ausbau einer geregelten Wasserversorgung der Gemeinden
und Ortschaften spielt natürlich die finanzielle Frage, Die Kosten für die öffentliche
Anlage sind in der Hauptsache von den Gemeinden, Ortschaften, Genossenschaften oder
Zweckverbänden aufzubringen. Soweit sie nicht aus vorhandenen Barmitteln, z. B. aus ange-
sammelten Fonds, aus dem Erlös von Holzhieben im Gemeinde- oder Ortschaftswald bestritten
werden können, wird die Aufnahme von Darlehen notwendig. Als Geldgeber kommen
namentlich in Betracht die Bayer. Landeskulturrentenanstalt, die Bayer. Gemeindebank,
auch die Brandversicherungskammer und die Landesversicherungsanstalten, ferner die Spar-
kassen, Darlehenskassen, Banken usw. Unterstützend greifen die staatlichen Baukosten-
zuschüsse ein, welche aus dem Fonds für Förderung des Feuerlöschwesens sowie
unter gewissen Voraussetzungen aus den Mitteln für Förderung von Notstandsarbeiten ge-
zeben werden. Für die Verzinsung der aufgenommenen Darlehen und der Betriebsausgaben
müssen die erforderlichen Einnahmen gesichert werden. Hierfür ist auch in den Wasser:
leitungsordnungen bei Regelung der Wassergebühren, welche die Anwesens:
besitzer zu entrichten haben, Bedacht zu nehmen. Die gesetzliche Grundlage für die Rege-
lung solcher Gebühren bilden für Gemeinden und Ortschaften die Art. 44 und 62, für
Zweckverbände Art. 138 mit Art. 44 der Gemeindeordnung. Die Wassergebühren bei den
öffentlichen Wassergenossenschaften sind gemäß Art. 117 Ziff, 3 WG, durch die Satzung
zu regeln. Die Verteilung der Lasten der Genossenschaft auf ihre Mitglieder hat in Er-
mangelung gütlichen Übereinkommens der Beteiligten nach dem Maßstabe des Nutzens zu
erfolgen, den die einzelnen Grundstücke aus dem Unternehmen ziehen (Art. 142 und 152 WG.).
Die Mustersatzung für öffentliche Wassergenossenschaften nebst Bemerkungen gibt hier-
über die näheren Anweisungen.
        <pb n="48" />
        3. Entwicklung der Wasserversorgung.

Die fortschreitende Entwicklung der Wasserversorgung wird nicht zuletzt durch die
allgemeinen Fortschritte im wirtschaftlichen und kulturellen Leben bedingt. Schon die
alten Kulturvölker haben auf dem Gebiete der Wasserversorgung Großes geleistet. Die
Ausgestaltung der modernen Wasserversorgung ging Hand in Hand mit dem mächtigen
Aufschwung, den Wirtschaft, Wissenschaft und Technik in wechselseitiger Förderung
seit Mitte des vorigen Jahrhunderts nahmen. Zu danken ist dies vor alleın den erweiterten
Kenntnissen über die, geologisch-hydrologischen. Voraussetzungen für die Gewinnung des
Wassers, über die Mechanik und die Beschaffenheit des Wassers, über die Möglichkeiten
zur Wasserreinigung, namentlich aber auch den technischen Fortschritten im Tief- und
Hochbau, im Maschinen- und Armaturenbau. Die künstliche Hebung des Wassers ins-
besondere wurde wesentlich erleichtert durch die Kleinmotoren und durch die Ausbreitung
der Elektrizitätsversorgung. Auch den ländlichen Orten wurde damit die Wohltat einer
neuzeitlichen Wasserversorgung mehr und mehr erschlossen.

Neben die alten Formen des Wasserbezuges aus offenen Wasserstellen (Quellen,
Bächen, Flüssen usw.), Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen, aus Zisternen, Ortsweihern und
ähnlichen Wassersammelstellen traten auch in Bayern schon ziemlich früh Wasserleitungs-
anlagen. So gab es beispielsweise in der Stadt München schon vor 300 Jahren Wasser-
leitungen mit laufendem Wasser, für die besondere Pumpwerke angelegt wurden. Zu
Beginn des 19. Jahrhunderts waren in München etwa 2500 Schöpf- und Pumpbrunnen
vorhanden; außerdem bestanden 15 städtische Brunnenstuben, für die das Wasser von
auswärts herbeigeleitet wurde. Im damals markgräflichen Ansbach wurden im 17. und 18. Jahr-
hundert Laufbrunnenleitungen für die Hofhaltungsgebäude, Kasernen usw, gebaut, von
denen auch einigen Ortschaften in der Nähe der Stadt Wasser zugeführt wurde. Auch
die alten Wasserleitungsanlagen in Schwabach wurden 1715 bis 1717 von einem Markgrafen
von Ansbach errichtet.

Von den 27969 bayerischen Ortschaften, welche anfangs 1928 eine vollständige oder
teilweise Wasserversorgung durch Leitungsanlagen hatten, haben 23461 Angaben über
die Bauzeiten gemacht. Darnach sind in 2713 Orten vor und um 1850, in .8087 Orten
zwischen 1850 und 1900 und in 12661 Orten seit 1900 Wasserleitungsanlagen gebaut
worden. Bei den vor und um 1850 erstellten Leitungen handelt es sich in der Hauptsache
um kleine, einfache Laufbrunnenanlagen, vielfach nur für einzelne Anwesen und mit
Holzrohren gebaut. Von den in Betracht kommenden 2713 Orten liegen.l 190 in Nieder-
bayern, 658 in Oberbayern und 363 in Schwaben;. hier waren die Gebirgsquellen des
Bayerischen Waldes und der Alpen besonders günstig für die Anlage solcher Leitungen.
Die große Entwicklung im Bau der modernen Wasserleitungen begann erst seit der Mitte
des vorigen Jahrhunderts,

Was zunächst die Wasserleitungsversorgung der kreisunmittelbaren Städte be-
trifft, so machten den Anfang Würzburg und Bayreuth. In, Würzburg wurde die erste
Wasserleitungsanlage 1856 gebaut; zwei‘ weitere Anlagen folgten erst viel später, 1892 und
1899. Bayreuth erstellte die erste seiner vier Leitungen 1859/61, die anderen drei 1877/80,
1890/91 und 1908/10.

Die Wasserleitungen für die übrigen kreisunmittelbaren Städte wurden in den folgen-
den Zeitabschnitten gebaut; diejenigen Städte, bei denen der Neubau mehrerer Wasser-
leitungsanlagen in Betracht kommt, sind mit entsprechendem Vermerk der späteren Bau-
zeiten im Rahmen desjenigen Dezenniums aufgeführt, in dem die erste Anlage zur Ausfüh-
rung gelangte:

1860-—1869: Schweinfurt, Kitzingen, Neustadt a. d. Haardt und Kulmbach (zwei weitere
Anlagen 1870 und 1900}.
        <pb n="49" />
        1870—1879: Bamberg (eine weitere Anlage 1913/14), Regensburg, Kempten (eine weitere
Anlage 1900/06), Bad Kissingen, Augsburg und Pirmasens.

1880—1889: München, Donauwörth, Neustadt b. Coburg, Speyer, Forchheim, Straubing,
Nürnberg, Deggendorf, Fürth, Lindau (Bodensee), Weißenburg i. Bay. (zwei weitere An-
lagen 1893 und 1905/06), Landshut, Passau, Landau i. d. Pf., Freising, Kaiserslautern,
Eichstätt.

1890—1899: Bad Reichenhall, Hof (eine weitere Anlage 1920/23), Neuburg a. d. Donau,
Erlangen, Coburg, Ingolstadt, Amberg, Marktredwitz, Rothenburg ob der Tauber, "Traun-
stein, Landsberg, Neumarkt i. d. OP£., Dillingen, Kaufbeuren, Ludwigshafen a. Rhein, Weiden
'leine weitere Anlage 1913/14), Neu-Ulm, Nördlingen, Selb (eine weitere Anlage 1922/23),
Memmingen und Rosenheim.

1900-1909: Ansbach, Frankenthal, Günzburg, Zweibrücken, Schwabach, Dinkelsbühl,
Aschaffenburg und Schwandorf i. Bay.

Die kreisunmittelbare Stadt Rodach b.. Coburg hat noch keine zentrale. Wasserlei-
sungsversorgung.

Abgesehen von den kreisunmittelharen Städten (einschließlich Bad Reichenhall, das
seit dem 1. April 1929 die Kreisunmittelbarkeit besitzt) und ihren Nebenorten, gab es am
1. Januar 1928 in Bayern 250 Städte, Märkte und sonstige größere Ortschaften
mit mehr als 2000 Einwohnern. Davon waren zu Beginn der Erhebung 46 noch
nicht oder nur in ganz geringem Maße durch Wasserleitungen versorgt. Von den übrigen
204 haben 203 Angaben über die Bauzeiten gemacht; darnach haben 11 in der Zeit von
1850—1879, 22 in den Jahren 1880—1889, 49 in den Jahren 1890—1899, 70 in den
Jahren 1900—1909, 31 in den Jahren 1910—1%19 und 20 seit dem Jahre 1920 eine
Wasserleitungsversorgung bekommen.

Von den 157 größeren Gruppen-Wasserversorgungen, welche bei der Er-
hebung bestanden, wurden 3 in der Zeit von 1880—1889, 18 in der Zeit von 1890— 1899,
46 in den Jahren 1900—1909, 56 in den Jahren 1910—1919 und 34 seit 1920 durchgeführt.

Wie anderwärts in Deutschland wurden auch in einigen bayerischen Städten Wasser-
versorgungsunternehmungen im Konzessionswege von Privatgesellschaften gebaut, die
sich das Recht einräumen ließen, die Bevölkerung gegen Entgelt mit Wasser zu versorgen,
Später gingen diese Werke auf die Gemeinden über. In der Stadt Kirchheimbolanden
vesteht noch ein solches Unternehmen.

Mit dem wachsenden Bedarf mußten natürlich die Wasserversorgungsanlagen im
Laufe der Zeit entsprechend erweitert werden. Solche Erweiterungen haben vielfach
wiederholt stattgefunden und werden immer wieder notwendig.

Einen erheblichen Anteil an der Wasserversorgung Bayerns hat das Landesamt
für Wasserversorgung. Nach den Plänen und unter der Bauleitung dieses Amtes
wurden bis Dezember 1928 im ganzen für 2822 Orte und Anstalten mit zusammen rund
L,a7 Millionen Einwohnern Wasserversorgungsunternehmungen durchgeführt. Unter teil-
weiser ‚ Mitwirkung des Landesamtes entstanden Wasserversorgungsunternehmungen für
398 Orte und Anstalten mit 0,77 Millionen Einwohnern. Diese Unternehmungen erforderten
ın Baukosten rund 136 Millionen Mark. An Zuschüssen wurden rund 17,5 Millionen Mark
gegeben. Besondere Bedeutung kommt unter diesen Unternehmungen den großen Gruppen-
versorgungen im wasserarmen Juragebiet sowie in der Pfalz und einigen anderen Ge-
genden Bayerns zu, in denen eine neuzeitliche Wasserversorgung nur durch den Zu-
sammenschluß mehrerer Gemeinden und Ortschaften möglich war. 3.

') Vgl. Bericht des Bayerischen Landesamtes für Wasserversorgung über die bis-
1erige 50 jährige Tätigkeit 1878 bis 1928 mit Geschäftsbericht über die Jahre 1927 und 1928. München 1929.
        <pb n="50" />
        II. Abschnitt.
Stand der Wasserversorgung in Bayern am 1. Januar 1928,

„Nach den bisherigen Erfahrungen des Landesamtes für Wasserversorgung tritt eine
volle Befriedigung der Orte nur dann ein, wenn Wasserwerke geschaffen werden, welche
Jie Einrichtung von Wasserentnahmestellen in allen Häusern und Stockwerken und die
weitestgehende Benützung der Anlage zu Feuerlöschzwecken ermöglichen.“ Mit diesen
Worten hat der erste Vorstand des Landesamtes für Wasserversorgung, Ministerialrat
Ritter von Brenner, die Vollversorgung der Orte durch Wasserleitungen, welche das
benötigte Trink- und Brauchwasser durch Hausanschluß in das Innere der Häuser
schaffen und bei Feuersgefahr rasche und verlässige Wasserhilfe gewährleisten, als das
arstrebenswerte Ziel hingestellt. Freilich ist dieser Grad der Wasserversorgung vielfach
nicht oder nur mit Überwindung großer Schwierigkeiten erreichbar. Gar oft stellen sich
Jen fortschrittlichen Bemühungen der Hang am Altgewohnten und die Scheu vor den
Kosten hindernd in den Weg. Und tatsächlich wird auch bei einer großen Zahl von Ort-
schaften, namentlich bei verstreut liegenden Einzelanwesen und kleinen Orten, eine neu-
zeitliche Wasserversorgung wegen der hohen Kosten kaum durchführbar sein, sei es, daß
kostspielige Tiefbohrungen oder unverhältnismäßig lange, weitverzweigte und daher unwirt-
schaftliche Zuleitungen erforderlich wären. Hier wird die bisherige Versorgung aus Pump-
drunnen, Quellen, Zisternen usw. wohl auch in Zukunft fortbestehen,

Nach Art und Umfang der vorhandenen Wasserversorgung werden im folgenden dıei
große Gruppen von. Ortschaften und damit drei Stufen des Wasserversorgungsstandes
unterschieden:

1. Durch Wasserleitung ganz versorgte Orte. ;
2. Durch Wasserleitung teilweise versorgte Orte.
3. Orte ohne Wasserleitung.

Als ganz versorgt gelten hierbei jene Ortschaften, bei denen mindestens, neun
Zehntel der Wohngebäude Hausanschluß an eine Wasserleitung haben oder die Vollver-
sorgung durch mitgespeiste Laufbrunnen oder durch besondere Laufbrunnenanlagen mit
sigener Wassergewinnung und Wasserzuleitung erreicht wird.

Vielfach werden mehrere Ortschaften durch ein Leitungsnetz ganz oder teilweise ver-
sorgt. Diese Fälle werden im folgenden als Mehrortsversorgung bezeichnet und behandelt.
Im Gegensatz dazu steht die Einzelortsyersorgung durch solche Wasserleitungsanlagen
mit selbständiger Wassergewinnung, die sich auf den betreffenden einzelnen Ort beschränken.

Die Mehrortsversorgung kann in zwei verschiedenen Formen erfolgen. Einmal so,
Jaß mehrere Gemeinden und Ortschaften durch eine gemeinsame Wasserversorgungsanlage
versorgt werden. Man spricht dann von Gruppenversorgung. Als Gruppenwasser-
versorgungen werden hiernach solche Versorgungen mehrerer Ortschaften aufgeführt, bei
denen Orte mindestens zweier politischer Gemeinden beteiligt sind und die Anlage oder
yenigstens Hauptbestandteile derselben durch Vereinbarungen oder Bildung einer Genossen-
schaft oder eines Vereins oder eines Zweckverbandes gemeinsamer Besitz sind. Wie
bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, ist die gruppenweise Wasserversorgung mehrerer
Gemeinden und Ortschaften auch durch Bildung einer Genossenschaft durch die sich
beteiligenden Anwesensbesitzer möglich. Sonstige Mehrorisversorgung ist dann
gegeben, wenn von ‘der Wasserleitung einer politischen Gemeinde mehrere Ortschaften
dieser Gemeinde versorgt werden oder wenn mehrere Ortschaften der gleichen politischen
        <pb n="51" />
        Gemeinde auf anderweitiger Grundlage gemeinsamen Besitzes an einer Wasserleitung teil-
3aben oder endlich, wenn an die Wasserleitung einer Gemeinde, einer. Ortschaft oder eines
sonstigen Besitzers andere Ortschaften als Wassergäste angeschlossen sind.

Die im Dienste der Mehrortsversorgung stehenden Wasserleitungsanlagen werden im
folgenden der Kürze halber als „Mehrortsleitungen“ bezeichnet. Je nachdem es sich
dabei um Wasserleitungsanlagen einer Gruppenversorgung oder einer sonstigen Mehrorts-
versorgung handelt, werden dieselben dann in „Gruppenleitungen“ oder in „Sonstige
Mehrortsleitungen“ eingeteilt. Demgegenüber erscheinen die im Dienste der Einzel-
artsversorgung stehenden Wasserleitungsanlagen als „Einzelortsleitungen“.

Bei den örtlichen Wasserleitungsanlagen, deren Versorgungsgebiet sich jeweils nur
auf eine einzige Ortschaft beschränkt, also den Einzelortsleitungen, liegt es im Interesse
besserer Würdigung der bestehenden Verhältnisse, die kleinen Anlagen als solche besonders
kenntlich zu machen. Als „Kleinere Anlagen“ erscheinen bei der Einzelortsver-
zorgung hiernach solche örtliche Wasserleitungen, bei denen auf. die einzelne Anlage
nicht mehr als 10 Hausanschlüsse entfallen. In weitaus den meisten Fällen konnten diese
xleinen Leitungen ohne weiteres festgestellt werden. Da jedoch im Fragebogen die Haus-
anschlüsse für jede Ortschaft nur in einer Gesamtsumme aufgeführt sind, so konnte bei
solchen Ortschaften, welche durch mehrere Örtliche Leitungen versorgt werden; mehrfach
nur auf Grund einer durchschnittlichen Berechnung der Hausanschlüsse auf Versorgung
durch kleinere Anlagen geschlossen werden.

Soweit bei der Einzelortsversorgung Laufbrunnen mit selbständiger
Wassergewinnung beteiligt sind, werden diese Laufbrunnenanlagen im ganzen stets
nur als kleinere Anlagen behandelt. Die Zahl der einzelnen derartigen Laufbrunnen-
leitungen konnte jedoch nicht ermittelt werden, auch nicht die Zahl der Laufbrunnen
selbst. Unter Laufbrunnen sind im Freien stehende, ständig laufende oder mitunter auch
absperrbare‘ Brunnen zu verstehen, welche entweder eine. selbständige Wassergewinnung
und Wasserzuleitung haben oder von einer mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasser-
leitung mitgespeist werden. Die Versorgung durch mitgespeiste Laufbrunnen ist jeweils
bei der zugehörigen Wasserleitung berücksichtigt.

Als kleinere Anlagen bei den einzelnen Ortsleitungen erscheinen ferner die Pump-
orunnen mit motorischem Kraftantrieb, soweit sie keine Feuerlöschhydranten
speisen und die Wasserzuleitung aus ihnen nicht mehr als 100 m beträgt. Bei der Zahl
der Leitungen bleiben jedoch diese Brunnenanlagen außer Ansatz.
1. Oberbayern. ;

Die Bodenverhältnisse und damit die natürlichen Grundlagen der Wasserversorgung
sind in Oberbayern außerordentlich mannigfaltig. Einen großen Teil des Gebietes nehmen
m Süden die Alpen ein Die dem eigentlichen Gebirge stellenweise vorgelagerte F1ysch-
ınd Molassezone ist verhältnismäßig schmal. Anschließend folgen dann weitausge-
dehnte Moränengebiete und diluviale Schotterfelder. Nordwärts davon, von
der ungefähren Linie Dachau-Mühldorf an, breitet sich das tertiäre Hügelland aus.
Ganz im Norden greift Oberbayern mit Teilen des Bezirksamts Ingolstadt noch über die
Donau auf den Frankenjura hinüber. Zahlreiche und zum Teil mächtige Flußläufe mit
wechselnd wasserarmen und wasserreichen Alluvionen durchziehen das Gebiet.

Oberbayern hat eine Flächenausdehnung von 16675, qg km. In seinem Bereich
liegen 12787 Ortschaften mit 176167 Wohngebäuden und 1684766 Einwohnern.
Was die durchschnittliche Bevölkerungsdichte anlangt, so steht Oberbayern unter den acht
Kreisen Bayerns nach der Pfalz und Mittelfranken an dritter Stelle, Auf 1 qkm treffen im
Durchschnitt 101 Einwohner.

Die Erhebung zeigt für Oberbayern folgenden Stand der Wasserversorgung:
        <pb n="52" />
        mit ....

Wasserversorgung

Ganz durch Wasserleitung versorgt .
Teilweise durch Wasserleitung versorgt. .
Ohne Wasserleitung .. ....

zusammen

Orte
in
Oberbayern

Wohn-
gebäuden
bzw.
Anwesen

Einwohnern

1148 626
68,2
3 066 405 158
28,9 24,0
3818 130 982
29,9 7,8
12 787 / 176 167 1 684 766
100 100 100

Fast ?/s der Bevölkerung Oberbayerns wohnen darnach in Orten, die ganz, und nahezu
‘Ja in Orten, die teilweise durch Wasserleitungen versorgt sind. Die Einwohnerzahl der-
jenigen Orte, welche keine Wasserleitung haben, beträgt nur 7,s v. H. der Gesamtbevöl-
kerung.

Was zunächst die Fälle der vollständigen Wasserleitungsversorgung
vetrifft, so werden von den hier in Betracht kommenden 5903 Orten weitaus die meisten,
nämlich 4237, durch Einzelortsleitungen mit selbständiger Wassergewinnung versorgt, die
nicht über die betreffende Ortschaft hinausreichen. In 320 Ortschaften erhält ein Teil der
Anwesen das Wasser aus Leitungsnetzen, die sich auf mehrere Orte erstrecken, ein Teil
lagegen aus daneben vorhandenen örtlicher Leitungsanlagen mit selbständiger Wasser-
gewinnung. In 1346 Orten beruht die Wasserversorgung ausschließlich auf Mehrortsleitungen.
Diese 1346 Orte umfassen weitaus die meisten Wohngebäude und Einwohner der ganz
Jurch Wasserleitungen versorgten Gebietsteile,

Bei den teilweise durch Wasserleitungen versorgten Ortschaften da-
zegen weisen diejenigen, welche durch örtliche Leitungsanlagen versorgt werden, die sich
auf die betreffende Ortschaft selbst beschränken, die Mehrzahl der Wohngebäude und Ein-
wohner, sowie auch der Hausanschlüsse auf.

Wasserversorgung
durch

Einzelortsleitungen allein. . 2.2...
davon kleinere Anlagen . , . . 0.
Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende örtliche Leitungsanlagen .
Mehrortsleitungen allein... 2...

zusammen

_ ganz
—_ mit.... I
Wohn- Wohn-
Orte erten Ein- | Orte en Haus- Ein-
bzw. |wohnern bzw. 407 | wohnern
Anwesen k Anwesen schlüssen

Versorgt in Oberbayern
teilweise
mit....

4237
3 942

22.122
11 580

154 216
84622

2665
2 442

45 769
83 158

15.095 | 293 983
8235 201 140
320 ' 16985
1346 53168
5903 | 929295

120 500 |
873 9101|
1.148 626 |

147 | 6976 |
254! 9149 |
3066 | 61894 |

4 094
6249 -
925438 !

43.212
67 963
405 158

Von den eingangs unterschiedenen beiden Formen der Mehrortsversor gung tritt
lie Gruppenwasserversorgung hinter der sonstigen Mehrortsversorgung
sowohl bei den ganz als auch bei den teilweise durch Wasserleitung versorgten Orten er-
heblich zurück.
        <pb n="53" />
        Versorgt in Oberbayern
ganz teilweise
_ _mit.... mit .
Wohn- |
gebäuden| Ein- Orte
bzw. |wohnern
Anwesen

Wasserversorgung
durch
Orte

Wohn- ;
zebäuden Hans | Ein-
KW schlüssen! Wohnern

Gruppenleitungen allein . . . . ..

Gruppenleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . .
zonstige Mehrortsleitungen allein. . .
davon gastweise |. 0.0.0000 x
sonstige Mehrortsleitungen und daneben
bestehende andere Leitungsanlagen .
davon gastweise (durch Mehrorts-
Zeitungen) 0.000
zusammen

264

3864

29 83388

40

572

416

3339

39

ı 082

216
281 | 15897
© 3 284
| 1666 | 70103

6329

64 624

7555

36 883

18 368 | . 60 | 2646 1297 16 069
994 410 || 401 16125 | 10343 | 111175

Als Gruppenwasserversorgungen sind, wie bereits erwähnt, nur solche Fälle
aufgeführt, bei denen Orte mindestens zweier politischer Gemeinden beteiligt sind und die
Anlage oder wenigstens Hauptbestandteile derselben durch Vereinbarungen oder Bildung
einer Genossenschaft, eines Vereins oder Zweckverbandes gemeinsamer Besitz sind. Der-
artige Versorgungsgruppen gibt es in Oberbayern 55. Berührt werden von ihnen im ganzen
136 Gemeinden, beteiligt an der Gruppenversorgung selbst sind 362 Orte, die zusammen
6388 Wohngebäude und 38624 Einwohner haben. |

Der örtliche Bereich der 55 Wasserversorgungsgruppen ist recht verschieden. Die
meisten, nämlich 40, berühren nur je 2 politische Gemeinden. 12 greifen auf das Gebiet
von je 3 politischen Gemeinden und 2 auf das Gebiet von je 4 politischen Gemeinden über,
Die Pöringer Wasserversorgungsgruppe im Bezirksamt Landsberg umfaßt 17 Orte von
12 verschiedenen politischen Gemeinden, von denen sie 16 ganz und 1 teilweise versorgt.
Die meisten angeschlossenen Orte hat die Wasserleitungsanlage der Gemeinden Schaftlach-
Waakirchen (Mariensteinergruppe) im Bezirksamt Miesbach. Sie versorgt 23 Ortschaften
aus 3 verschiedenen politischen Gemeinden, und zwar 21 ganz und 2 teilweise, Zwei Ort-
schaften des Bezirksamts Landsberg mit zusammen 73 Wohngebäuden und 357 Einwohnern
yehören zu einer schwäbischen Gruppe, zur Lechfeld-Wasserversorgungsgruppe.

Die bedeutenderen Gruppenwasserversorgungen Oberbayerns sind die
folgenden:
Die Gruppenleitung versorgt
ganz N teilweise
Mit... | mit....

Wohn- | Wohn- ' .
ge- in- ge- in-
Orten den Bin Ortelpanden | ..
bzw. ] Wwon- bzw. | WON-
An- | nern An- ! nern
wesen wesen

Bezirksamt

Wasserversorgungsgruppe

Aibling . . ..
ärding . 2...
Fürstenfeldhruck |
Landsberg . . .

Beyharting—Holzham . .

Aufkirchen—Notzing . . .. ;
Unteralting—Wildenroth . . . . .. s
Sgling—Heinrichshofen . . 0.0.0004. 44
Arpfting—Igling—Hurlach ? . Mb
&gt;öringer Gruppe) 20.
Jtting-—Oberschondorf—Unterschondorf . . .
Darchinger Gruppe . .

74 458)
86 | 774
129 | 634
45 9280
‘ 944 1134
1‘ 556 2929
3 455 | 2306
31 104 | er)

83] 22

|! 164
701
523
181
126 | 719

Miesbach . . |
1} Die Gruppe versorgt außerdem einen Gutshof der Stadt Landsberg.
        <pb n="54" />
        Die Gruppenleitung: versorgt
ganz Ü teilweise
mit.... mit....
| Wohn- a | Wohn-
; ge- Qin- oe ge- üin-
Irte bäuden Kin Orte bäuden E TE
bzw. | WON- bzw. | WOh-
An- ' nern An- | nern

veasar Wwaqay

Bezirksamt
Wasserversorgungsgruppe

Miesbach .

Moosrainer Gruppe). .
Schaftlach—Waakirchen .

(Mariensteiner Gruppe)
Jsterwarngauer Gruppe . . 0.0.0.0 .
Jürnbach—Festenbach— Gmund a. Togernsee ,
Wasserwerk München-Südost . . 2.0.0.
Aroßholzhausen—Kirchdorf a. Inn. .
Viederaschauer Gruppe . .
Teldafing—Pöcking . . ;
Arzbach—Schlegldorf . 2.0.00 .
zreiling—Reichersbeuern—Sachsonkam .
)bing—1lzham '. 2... .
Zmertsham—Kienberg . . ;
“rabertshamer Gruppe. .
Schnaitseer Gruppe . . .
Kienberger Gruppe .
Albachinger Gruppe. . .
Schöffau—Uffing—Seehausen
Endlhauser Gruppe . .
Dorfen—Höhenrain . 2... 0. . ;
ürgertshausen— Neufahrn . . 2... .
J)bermühlthal — Schönegg — Manhartshofen —
Thannkirehen—Dietramszell

14
21 |

35
266

229) 1
29820 9

4 | 18
18 147
63 356
160 1420'
374 1108
254 el
184 | 846!
295 | 1814'
64 3921 423
126 672: 715
12 86 819
9 56° 261
40 302 92
50 312 555
29 230 306
62 | 3890! 108
1914 1028‘ 452
16 | 122 803! 28
4, 67 | 338| - 0
23| 25 | 1% 43 | 267
‚| 3| 59 295] 2 | 27 | 288

Bei der sonstigen Mehrortsversorgung handelt es sich darum, daß mehrere
Ortschaften einer politischen Gemeinde von der gemeindlichen Wasserleitung versorgt
werden oder daß mehrere Ortschaften einer politischen Gemeinde sonstwie eine gemein-
same Wasserleitung haben oder endlich, daß an eine selbständige Wasserleitung gastweise
andere Ortschaften ganz oder teilweise angeschlossen sind. Das gezeigte starke Vorherrschen
der Mehrortsleitungen in der Wasserversorgung Oberbayerns hat seinen Grund hauptsäch-
lich darin, daß auch die Wasserleitungen Münchens und anderer Städte außer der Stadt
selbst noch eine Reihe anderer Ortschaften, sei es auf Grund gemeindlicher Zugehörigkeit,
sei es als Wassergäste mitversorgen. Von den Wasserleitungen der folgenden Stadt-, Markt-
und Landgemeinden werden beispielsweise außer der betreffenden Stadt oder Ortschaft
selbst noch ganz oder teilweise versorgt:

Stadt München .. .. . . 14 weitere Ortschaften mit 1830 Wohngebäuden und 11285 Einwohnern
». Pasing . .... .. 16 # # „ 2369 13191 »
Markt Bad Aibling, . . . . 15 » » „626 6 039 ”
farrdorf Kiefersfelden . , : 26 5 ” » 156 1570 »
Prutting ...., 81 » ® „147 # 877 »

Es werden, um die beiden größten Mehrortsversorgungen herauszugreifen, von der
Münchener Wasserleitung 15 Orte mit 28378 Wohngebäuden und 691989 Einwohnern,
von der Pasinger Wasserleitung 17 Orte mit 33924 Wohngebäuden und 25403 Einwohnern
zanz bzw. zum Teil versorgt.

An Fällen sonstiger Mehrortsversorgung überhaupt wurden in Oberbayern 470 fest-
zestellt. In 349 Fällen greift dieselbe nicht über den Bereich einer einzigen politischen
Gemeinde hinaus, in 121 Fällen umfaßt sie jeweils mehrere Orte verschiedener politischer
Gemeinden.

6%
434 2990
47 | 828
3 "1

*) Die Gruppe versorgt außerdem 1 Anwesen des im übrigen durch andere Leitungen versorgten
Ortes Riedern.
        <pb n="55" />
        Bereich | Fälle
be- |
cührt
Ge-
nein-
den

Hierbei werden _
versorgt !) a
teilweise

der sonstigen Mehrortsversorgung
in Oberbayern

mit... mit...
Orte [normaebänden| Ein- Orte [Wohngebäuden Ein-
hzw, Anwesen | wohnerr bzw. Anwesen | wohnern

Kanz

Gleiche politische Gemeinde . . .'
Verschiedene politische Gemeinden

349° 287 898 12906 85385 186 5 709 37 550

176 5966 837872 70 1794 12038

121 | 296 165 52295 879712 154 8857 63 957

705 9931 75 658 56 4195 24 850

zusammen | 470 | 583 | 1363 | 65201 |965097 | 340 14566 | 101507
281 15897 118 525 126 5 989 36 8883
}

Nicht weniger als 11478 Wasserleitungen stehen in Oberbayern im Dienste der
Wasserversorgung. Dabei sind die rein örtlichen Laufbrunnenanlagen mit selbständiger
Wassergewinnung und -zuleitung sowie die Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb,
welche keine Feuerlöschhydranten speisen oder keine Zuleitung von mehr als 100 m Länge
ı1aben, nicht mitgezählt.

Die meisten von diesen 11478 Leitungen, nämlich 10523, greifen jeweils nicht über
den Bereich einer einzigen Ortschaft hinaus, sind also-sog. Einzelortsleitungen. Zum großen
Teil handelt es sich dabei natürlich um kleine und kleinste Anlagen. Die Zahl der Gruppen-
‚eitungen beträgt 55. Im Dienste der sonstigen Mehrortsversorgung stehen 900 Wasser-
ijeitungen, und zwar 467 selbständige Leitungen und 433 Anschlußleitungen für gastweise
versorgte Orte,

Was die Versorgung durch Laufbrunnen betrifft, so befindet sich sowohl bei
den ganz wie bei den teilweise durch Wasserleitung versorgten Orten eine Anzahl, die nur
Laufbrunnen haben. Diese Anlagen verfügen fast überall über eigene Wassergewinnung
und -zuleitung, nur in 2 kleinen Orten wird das Wasser durch Anschluß an auswärtige
Leitungen bezogen. Durch Laufbrunnenanlagen. allein sind ;

ganz versorgt. . 204 Orte mit 1255 Wohngebäuden und 7795 Einwohnern
teilweise versorgt 46 » 458 » „ 2706 x

Den breitesten Raum nimmt diese Laufbrunnenversorgung im Bezirksamt Berchtes-
gaden ein, 31 Ortschaften mit 824 Wohngebäuden und 4953 Einwohnern werden dort durch
Laufbrunnen ganz versorgt. Über 200 Einwohner haben von diesen Orten die Gunotschaften
Resten und Unterau (Gem. Au), Loipl und Strub (Gem. Bischofswiesen), Faselsberg (Gem.
Königssee), Au, Antenbichl, 'Taubensee und Schwarzeck (Gem. Ramsau), Oberstein (Gem.
Scheffau) sowie das Dorf Karlstein. Auch im Bezirksamt Miesbach hat eine Ortschaft mit
mehr als 200 Einwohnern Vollversorgung durch Laufbrunnen, nämlich der Fabrikort
Müller a. Baum (Gem. Wies),

Auch der Fall kommt mehrfach vor, daß neben anderweitiger Leitungsversorgung
auch noch Wasser aus selbständigen Laufbrunnenanlagen bezogen wird, und zwar in
159 Orten.

Zu erwähnen sind ferner jene Fälle, in welchen die mit Hausanschlüssen ausgestatteten
Wasserleitungen außerdem noch Brunnen im Freien speisen. Solche mitgespeiste Brunnen
wurden im ganzen 2646 festgestellt, nämlich 2259 Laufbrunnen, 130 Ventilbrunnen und
257 Zierbrunnen.

In die Leitungsversorgung durch kleinere Anlagen sind, wie eingangs erwähnt, auch
die Pumpbrunnen mit Kraftantrieb einbezogen, soweit sie nicht im Hinblick auf
vorhandene Ausrüstung mit Feuerlöschhydranten oder auf eine Leitungslänge von mehr
?) Die Sechrägzahlen zeigen diejenigen Orte, an deren vollständiger oder teilweiser Wasserversor-
zung durch Wasserleitungen neben den sonstigen Mehrortsleitungen auch andere Leitungsanlagen be-
‚eiliet sind: in den darüber stehenden Zahlen sind sie bereits enthalten.
        <pb n="56" />
        als 100 m zu den Pumpwerksanlagen gerechnet wurden. Zahlreiche Ortschaften werden
lediglich durch solche motorisch betriebene Pumpbrunnen versorgt, und zwar

ganz . . . 560 Orte mit 735 Wohngebäuden 6643 Einwohnern

teilweise. ” 650 „ » 11506 » (1437 Hausanschlüssen) 69 141 "

Die teilweise Leitungsversorgung der FPfarrdörfer Feldmoching (BA. München) und
Ilching (BA. Fürstenfeldbruck) beruht beispielsweise auf 30 bzw. 27 elektrisch betriebenen
Pumpbrunnen.

Auch sonst finden sich häufig neben anderweitiger Leitungsversorgung solche Pump-
brunnen mit motorischem Kraftantrieb. Dies ist der Fall in 98 ganz versorgten und in
334 teilweise versorgten Orten.

Für die Beurteilung des tatsächlichen Standes der Wasserversorgung
bieten die Feststellungen über die Anzahl der Wohngebäude und Einwohner derjenigen Orte,
welche ganz, teilweise und nicht durch Wasserleitung versorgt sind, noch keine genügende
Handhabe, solange nicht der Grad der Wasserversorgunginden teilweise durch
Wasserleitung versorgten Orten ermittelt ist. Eine hinlänglich zuverlässige Unter.
age hierfür bietet die Zählung der mit Hausanschlüssen versehenen Wohngebäude, d. h.
jener Wohngebäude, welchen das Wasser aus Wasserleitungen — einschließlich der Pump-
arunnen mit motorischem Kraftantrieb — zu entsprechenden Entnahmestellen im Haus-
'nnern zugeführt wird. Wieviel Einwohner der teilweise versorgten Orte auf diese mit
Hausanschlüssen ausgestatteten Wohngebäude entfallen, konnte nicht erhoben werden; denn
hierzu wäre in gewissem Umfang eine neue Volkszählung notwendig gewesen.

Von den 176167 Wohngebäuden Oberbayerns liegen 92225 oder 52,4 v.H. in ganz
Jurch Wasserleitung versorgten Orten. Von den 61894 Wohngebäuden der teilweise ver-
sorgten Orte haben weit über ein Drittel, nämlich 25438 oder 14,4 v. H. aller oberbayerischen
Wohngebäude, Hausanschluß. Hiernach sind von hundert Wohngebäuden in Ober-
bayern durchschnittlich mindestens 67 durch Wasserleitungen versorgt.

Von den kreisunmittelbaren Städten haben München, Freising, Lands
berg und Traunstein volle Leitungsversorgung. Das gleiche gilt von Bad Reichen-
hall, das seit dem 1. April 1929 die Kreisunmittelbarkeit besitzt. Das als besondere Ortschaft
des Stadtbezirks Freising geführte Pfarrdorf Neustift (2465 Einw.) wird durch Anschluß an
die städtische Leitung ganz versorgt. Ingolstadt und Rosenheim sind teilweise versorgt.
{n Ingolstadt haben von 2180 Wohngebäuden 1600, in Rosenheim von 1450 Wohn-
zebäuden 1282 Hausanschluß.

Mit Ausnahme von Ingolstadt entnehmen die genannten Städte alle das Wasser für
ihre Leitungen aus den für Südbayern so wertvollen, wasserreichen diluvialen Schotter-
feldern. München hat für seine Wasserversorgung die beiden ergiebigen Quellgruppen,
welche aus den mit glazialen Schottermassen überdeckten tertiären Tälern nördlich und
südlich vom Taubenberg (bei Miesbach) austreten, sowie die Grundwasserströmungen im
Mangfall- und Schlierachtal. ausgenutzt. Aus der Gotzinger- und Mühlthaler Hangquell-
iassung und der Reisacher Grundwasserfassung fließt der Landeshauptstadt bestes Quell- und
Grundwasser in einer durchschnittlichen Menge von 2150 L/Sek, aus einer Entfernung von
45 km mit natürlichem Gefälle zu. .

Die Ingolstädter Wasserleitung entnimmt das Wasser in der Hauptsache dem Weißen
Jura. Während des Krieges wurde eine artesische Quelle bei Oberhaunstadt, die sich selbst
im Laufe der Zeit durch Kalkabscheidung den Ausweg verstopft hatte, durch Bohrung
wieder erschlossen. Sie liefert jetzt 120 L/Sek. frei abfließendes Jurawasser.

Von den übrigen Orten Oberbayerns mit mehr als 2000 Einwohnern,
welche vollständige oder teilweise Wasserleitungsversorgung haben‘)
1) Die bei Durchführung der Erhebung ganz durch Wasserleitungen versorgten Orte sind nachstehend
durch Sperrdruck hervorgehoben; bei den teilweise versorgten Orten ist — durch Doppelpunkt getrennt —
lie Zahl der Wohngebäude und Hausanschlüsse angegeben.
        <pb n="57" />
        entnehmen die meisten das Wasser ebenfalls dem Hauptwasserspender Südbayerns, dem
Diluvialschotter. So die Städte Altötting, Bad Tölz, Burghausen, Erding
475 : 360), Friedberg (600: 440), Miesbach, Mühldorf, Neuötting, Pasing, Penz:
voerg, Schongau, Starnberg, Trostberg, Wass erburg a Inn. und Weilheim
(892 : 637), die Märkte Bad Aibling, Berchtesgaden, Dorfen, Fürstenfeldbruck,
Holzkirchen, Murnau, Peißenberg, Markt Schwaben (272 : 180) und Wolfratshausen,
die Pfarrdörfer Aubing (385:22i), Ismaning (352: 249), Peiting (448: 243), Solln und
Tutzing. Die längsten Zuleitungen von den genannten Orten haben Pasing und Bad
Aibling. Die Stadt Pasing bezieht einen Teil des Wassers aus zwei Brunnen im Orte selbst
und einen Teil aus Quellen in Mühlthal bei Staruberg, welche an den Steilhängen am linken
Ufer des Würmflusses zutage treten. Durch die Pasinger Wasserleitung werden, wie bereits
erwähnt, noch weitere 16 Orte als Wassergäste mitversorgt. Mit Rücksicht auf die zum Teil
hochgelegenen Würmtalorte Buchendorf und Gauting werden die (4,5 km von Pasing entfernten
Mühlthaler Quellen nicht mit natürlichem Gefälle beigeleitet, sondern künstlich durch ein
Pumpwerk in einen Hochbehälter gehoben und von hier dem Versorgungsgebiet zugeführt. Die
Wasserentnahmestellen für Bad Aibling liegen 10 km südwestlich vom Markte. Die Quellen
zönnen mit natürlichem Gefälle beigeleitet werden, da sie 180 m höher als der Ort liegen.

Dem Tertiärsand (Miozän) entnehmen die Städte Aichach und Schrobenhausen
621 :215; inzwischen ganz versorgt) sowie der Markt Dachau das Wasser, der Markt
Mering (495 : 357) dem Tertiärsand und dem Diluvialschotter.

Die Leitungen der Märkte Garmisch, Partenkirchen und Mittenwald werden
von Gebirgsquellen gespeist, die in der alpinen Trias entspringen. Das Pfarrdorf Ober-
ımmergau hat drei Leitungen aus Gebirgsquellen im Flyschgebiet, das Pfarrdorf Hausham
‚ünf Leitungen aus Quellen im Moränen- und Flyschgebiet.

Aus Alluvialschotter bezieht die Stadt Moosburg (576 : 360) das Wasser, desgleichen
die Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm (633 : 400), und zwar letztere aus umgelagertem Tertiärkies.

Von den übrigen Orten mit mehr als 2000 Einwohnern wird das Pfarrdorf Kolber-
moor durch die Wasserleitung von Bad Aibling, das Pfarrdorf Allach (297 : 129) durch jene
Jer Stadt München versorgt. Im Pfarrdorf Perlach (434 : 378; mit Wirkun g vom 1. Januar 1930
an der Stadtgemeinde München einverleibt) versorgt die Münchener Wasserleitung die meisten
Anwesen; außerdem bestehen Anschlüsse an das Wasserwerk München-Südost sowie an die
öffentliche Wassergenossenschaft Waldperlach. Die Pfarrdörfer Gauti ng, Obermenzing
and Planegg sind an die Mühlthaler Wasserleitung der Stadt Pasing angeschlossen.

Die Leitung, welche einige Anwesen des Marktes Kösching (386: 6) versorgt, hat
Quellwasser aus dem Weißen Jura.

In den beiden Pfarrdörfern. Feldmoching und Olching haben 30 bzw. 27 Anwesen
durch Elektro-Pumpbrunnen Wasserleitung im Hausinnern. Das Wasser wird aus Diluvial-
schotter gewonnen.

In geringem Ausmaß sind die Märkte Geisenfeld und Wolnzach durch kleinere Anlagen ver-
sorgt. In Geisenfeld sind für 3 Anwesen Elektro-Pumpbrunnen vorhanden. In Wolnzach haben
9 Anwesen Elektro-Pumpbrunnen und | Anwesen einen durch Windmotor betriebenen Pump-
orunnen; 2 weitere Anwesen versorgen sich durch Wasserleitungen mit natürlichem Gefälle.
Wasserspender ist hier der Tertiärsand (Miozän).

Von den voraufgeführten größeren Wasserversorgungsgruppen entnehmen
lie meisten das Wasser den diluvialen Schottermassen, so die Gruppen Beyharting-
Holzham, Aufkirchen-Notzing, Erpfting-Igling-Hurlach, Pöring, ÜUtting-Ober- und Unterschon-
dorf, Darching, Osterwarngau, Dürnbach-Festenbach, München-Südost, Feldafing-Pöcking,
Frabertsham, Albaching, Endlhausen und Umgebung, Dorfen-Höhenrain.

Die Gruppen Schaftlach-Waakirchen, Großholzhausen-Kirchdorf a. Inn, Arzbach-
Schlegldorf, Greiling-Reichersbeuern-Sachsenkam beziehen das Wasser aus diluvialem
        <pb n="58" />
        Schotter und aus Verwitterungsböden im Flyschgebiet, Schöffau-Uffing
Seehausen aus Diluvialschotterquellen im Molassegebiet.

Was nun den Stand der Wasserversorgung in den einzelnen Bezirks-
imtern Oberbayerns betrifft, so ergibt sich, wenn man die Wohngebäude der ganz
lurch Wasserleitung versorgten Orte und die mit Hausanschluß ausgestatteten Wohngebäude
Jer teilweise versorgten Orte in Betracht zieht, jeweils ein recht verschiedener Grad der
Versorgung durch Wasserleitungsanlagen. Am weitesten vorgeschritten ist dieselbe im all-
zemeinen in den auf das Alpengebiet sich ausdehnenden Bezirken. Von hundert Wohn-
zebäuden sind hiernach, in abgerundeten Zahlen ausgedrückt, durch Wasserleitungsanlagen
versorgt in den Bezirksämtern Garmisch 99, Berchtesgaden und Miesbach 96,
Tölz 95, Rosenheim 75, Traunstein 63. Aber auch von den anderen Bezirksämtern
weisen viele einen bedeutenden Stand der Wasserleitungsversorgung auf. Der erwähnte
Hundertsatz beträgt in den Bezirksämtern Starnberg 91, Schongau 88, Aibling 87,
Weilheim und Wolfratshausen 86, München 76, Landsberg 75, Wasserburg
a. Inn 64, Ebersberg 63.

Die geringste Ausdehnung hat die Wasserleitungsversorgung im allgemeinen in den
Bezirken, deren Gebiet zum großen oder größten Teil aus tertiärem Untergrund besteht.
Von hundert Wohngebäuden sind auf diese Weise versorgt in den Bezirksämtern Alt-
ötting 57, Mühldorf 50, Friedberg 42, Erding 35, Dachau 34, Fürstenfeld-
bruck 32, Aichach und Freising 30, Pfaffenhofen a d. Ilm 22, Schroben-
hausen 20. Auch das fast ganz im Moränengebiet liegende Bezirksamt Laufen weist
nur einen Hundertsatz von 45 auf.

Am wenigsten mit Wasserleitungsversorgung bedacht ist das zum großen Teil schon
auf den Fränkischen Jura hinübergreifende Bezirksamt Ingolstadt, wo von hundert
Anwesen durchschnittlich nur 4 durch Wasserleitung versorgt sind.

Wenn man jedoch bei den Bezirksämtern, deren Gebiet eine kreisunmittelbare Stadt
ımschließt, Stadt- und Landbezirk zusammen nimmt, so ergeben sich mehr oder minder
zroße Verschiebungen im vorgeschilderten Stand der Wasserversorgung. Beispielsweise
würde dann der Hundertsatz für Stadt- und Landbezirk Ingolstadt 25, für Stadt- und Land:
bezirk München 93 betragen.

So sehr natürlich die hydrologischen Verhältnisse für das größere oder geringere Ausmaß
ler Wasserleitungsversorgung von Bedeutung sind, so darf man doch bei Beurteilung dieser
Verhältnisse auch den Einfluß anderer Ursachen nicht übersehen. Die finanzielle Leistungs-
fähigkeit und die sonstigen wirtschaftlichen Verhältnisse, die Siedelungsart usw. sind hier
von einschneidender Bedeutung. Die Gebirgsorte z. B. müssen schon mit Rücksicht auf den
Fremdenverkehr mit seinen gesteigerten Anforderungen bezüglich Lebenshaltung auf mög-
ichst weitgehende Wasserleitungsversorgung bedacht sein. Größere Gemeinwesen, wie die
Stadt München, sind namentlich auch in der Lage, das benötigte Wasser von weither zu
‚eiten, wenn die örtlichen hydrologischen Verhältnisse keine genügende Versorgung bieten,

Nachstehende Übersicht zeigt für die einzelnen oberbayerischen Bezirksämter den
Stand der Wasserleitungsversorgung in dem eben besprochenen Sinne sowie die dortselbst
hauptsächlich vorkommenden geologischen Formationen:

Aibling .
Aichach

Bezirksamt

.

Wohn-

zebäude
bzw.
Anwesen‘

P73in ganz durch \ asser-
jeilung versorgten Orten
‚elegen und in den teilweise
versorgien Orten mit {
Hausanschluß ausgestattet |
absolut | v.H.
3524. 1 3076 87,8
5113 | 1551 380,8

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem
verhältnismäßigen Vorkommen
im Bezirk}

Moränengebiet, Moorböden, Diluvial
schotter, älteres Tertiär (Flysch).
Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial

sechotter.
        <pb n="59" />
        Bezirksamt

Altötting. .
Berchtesgaden .......
Berchtesgaden ohne Stadt Bad Reichenhall }
Dachau . 2... ‘I
Ebersberg . 0.0.0.0... |
Erding , ‚4
Freising „0 :
Stadt u. Bezirksamt Freising zusammen
Friedberg . ... N
Fürstenfeldbruck ...... 1
Garmisch . + @ |
Ingolstadt . . . ;
Stadt u, Bezirksamt Ingolstadt zusammen
Landsberg . . .. „ss
tadt u, Bezirksamt Landsberg zusammen -

“aufen . . „0 |
Miesbach. . . 0.0.0.0...
Mühldort . N $
München. . „
Stadt u. Bezirksamt München zusammen
Maffenhofen a.d. Ilm . 2...
Rosenheim... . .
Stadt u. Bezirksamt Rosenheim zusammen

Schongau . 0.00
Schrobenhausen... .. .„“
Starnberg . .. % %
Tölz . 0... |
Traunstein . . .s
Stadt u, Bezirksamt Traunstein zusammen
Wasserburg a. Im . . 2.0.0.0.
Weilheim . 2... WO
Wolfratshausen . . 0.0.0.0.

Bezirksämter zusammen
Dberbayern

Wohn-
zebäude |
bzw.
\nwesen

6257
3 738
2874

4 444
4470 |
6 790:
5444 |
7161
3494 |
5721 Il
3921 |
5.047
7 245

9108
5 894

5 731
5 349
6418

0431
86 979
6340

5 960
3 410
3880 |
3 739
45836
39267 |
7 608
8 658

5910

5 848

3405 |i

142423 ||
176 167 |

Avon inganzdurch\rasser
leitung versorgten Orten
gelegen und in den teil-
veise versorgten Orten mil
Jausanschluß ausgestattet
absolut | vH

3598 ı

57,4
3581
9717

95,8
945

1491

33,6
2 824 |
2386

63,2

35.1
L 645
3 344

30,2
46,7
1441
1844 32,2

432.1

3881. |

909.0
187
1.787

3,7
247

3 841
4 627

75.2
785

2587
5 133

45,1
96,0
3 29292

50.2
7905 |
24 458

75,8
932

1397

9209
5.298
6 505

3411 | 87,
740

4131

3.098

4808: |
5 844

19,8
91,1

3771 |
5080 |

638

86,0

2915 85,6
84 707 ° 59,5
117 663 66,8

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem
verhältnismäßigen Vorkommen
im Bezirk)
Diluvialschotter, jüngeres Tertiär
(Miozän).
Alpengebirge, älteres Tertiär (Fiysch).

Tüngeres Tertiär( Miozän), Moorböden,
Diluvialschotter.

Moränengebiet, Diluvialschotter.

füngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter, Moorböden,

Tüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter,. Moorböden.

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter,

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter, Moränengebiet, Moorböden.

\lpengebirge, älteres Tertiär (Flysch),
Diluvialschotter, Moorböden.

Weißer Jura, Diluvialschotter,
Jüngeres Tertiär (Miozän).

Moränengebiet, Diluvialschotter.

Moränengebiet, Diluvialschotter,
älteres Tertiär (Flysch).
Alpengebirge, älteres Tertiär (Flysch)
Diluvialschotter, Moränengebiet.
Diluvialschotter, jüngeres Tertiär
(Miozän). ;
Yiluvialschotter, Moorböden.

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter.

Alpengebirge, Moränengebiet, älteres
Tertiär (Flysch), Diluvialschotter,
Moorböden.

Moränengebiet, älteres Tertiär (Flysch
und Molasse), Diluvialschotter.

JTüngeres Tertiär (Miozän).

Moränengebiet, Diluvialsehotter.
Alpengebirge, älteres Tertiär (Flysch),
Moränengebiet, Moorböden.

Alpengebirge, Moränengebiet, Di-
luvialschotter, älteres Tertiär
(Fiysch), Moorböden.

Moränengebiet, Diluvialschotter.
Moränengebiet, Diluvialschotter,
älteres Tertiär (Molasse und Fiysch),
Moorböden.

Moränengebiet, Diluvialschotter.
Moorböden.
‚Diluviale Bildungen (Moränen und
L Schotterfelder), jüngeres und älteres
} Tertiär, Alpengebirge.
        <pb n="60" />
        =

Von den 61894 Wohngebäuden der 3066 teilweise durch Wasserleitung ver-
z;orgiten oberbayerischen Orte sind 25438, also rund %s, mit Hausanschlüssen
versehen. Wie viele Anwesen dieser Ortschaften noch durch selbständige Laufbrunnen-
anlagen oder mitgespeiste Laufbrunnen versorgt werden, konnte nicht festgestellt werden.
Die 46 Orte, bei denen die teilweise Leitungsversorgung nur auf Laufbrunnenanlagen be-
ruht, zählen zusammen nur 458 Anwesen. Unter den weiteren teilweise versorgten 3020
Ortschaften sind nur 85, welche neben anderweitiger Leitungsversorgung noch selbständige
Laufbrunnenanlagen haben. Die Zahl der Ventil- und Laufbrunnen, welche von den mit
Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen mitgespeist werden, beträgt in den teilweise
versorgten Orten im ganzen nur 324. Die über die teilweise Wasserleitungsversorgung
mittels Hausanschlüssen hinausgehende Leitungsversorgung durch Laufbrunnen hat also
keinen bedeutenden Umfang. Es bleibt. also noch eine sehr große Zahl von Wohngebäuden,
die ihren Wasserbedarf auf andere Weise decken müssen. Der Wasserbezug der nicht
mit Hausanschluß versehenen oder durch im Freien stehende Lauf
brunnen versorgten Anwesen erfolgt aus

Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen!) ... 0... . . .-in 2582 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen. , ....... 2066 ‚”
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . „ 105
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen N 7%
Brunnen und Zisternen!) 2 216
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen 19,
Quellen, Bächen, Flüssen... .. Re &amp; % m % WS A €5
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen. „ 97

Die 3818 Ortschaften Oberbayerns, welche zu Beginn des Jahres 1928
keine Wasserleitung hatten, umfassen insgesamt 22048 Wohngebäude und 130982
Einwohner, das sind 12,5 v.H. aller Wohngebäude in Oberbayern und 7,8 v.H. der ober-
bayerischen Bevölkerung. Die Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
beruht zum größten Teil auf Pumpbrunnen einschließlich Zieh- oder Schöpfbrunnen.
Seltener sind die Fälle, in denen das Wasser aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen
Wassersammelstellen oder aus Quellen, Bächen, Flüssen bezogen wird. Einige wenige Orte
müssen den benötigten Wasserbedarf ständig von auswärts herbeiholen. Aber auch in den
Orten, welche sonst mit Brunnen, Zisternen, Quellen oder Tagwasser versorgt sind, reichen
diese Wasservorräte häufig nicht aus, so daß entweder ständige oder zeitweise Ergänzung
derselben durch Beiholen von Wasser außerhalb des Ortes notwendig ist.

ia

Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
ın Oberbayern

Orte

mit....
Wohngebäuden .
hzw. Anwesen | Einwohnern
aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen?) AA ;‚ . . 3046 18 618 111 263
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . .. 0. 148 1 608 9213
aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen. . . 234 369 2.243
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0. 14 24 161
aus Brunnen und Zisternen“) 434 2850 16 269
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0. 22 314 1801
nur aus Quellen, Bächen, Flüssen . 2 0.000000000000.04 00.1 100 | 206 1182
lurch Beiholen des ganzen Wasserbedarfs außerhalb des Ortes. . .] 4 5 25

Unter diesen Orten sind fünf, die mehr als 1000 Einwohner haben, und zwar im Be-
girksamt Erding der Markt Wartenberg (1136 Einw.) und im Bezirksamt Ingolstadt die
Märkte Gaimersheim (1607 Einw.), Reichertshofen (1272 Einw.), das Pfarrdorf Manching
1377 Einw.) und das Dorf Ringsee (1502 Einw., Gem. Unsernherrn).

Die Zahl derjenigen Orte, die sich mit Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wasser-
sammelstellen, in der Hauptsache also mit gesammeltem Regen- und Schneewasser be-
gnügen müssen, weil kein Grund-, Quell- oder Tagwasser in der Nähe der Anwesen be-
zogen werden kann, beträgt 220. Sie haben zusammen 345 Anwesen und 2082 Einwohner.

*) In einem der hier in Betracht kommenden Orte deckt ein Teil der Anwesen den Wasserbedarf durch See-
wasser. *) In einem der hier in Betracht kommenden Orte deckt 1 Anwesen den Wasserbedarf durch Seewasser.
        <pb n="61" />
        Von diesen 345 Anwesen liegen die meisten in den Bezirksämtern Altötting (88), Mühl:
dorf (66), Traunstein (57), Wasserburg a. Inn (46) und Laufen (38). Am stärksten vertreten
sind mit derart versorgten Ortschaften im Bezirksamt Altötting die Gemeinden Oberburg-
kirchen und Unterneukirchen mit je 14 Orten und 22 Anwesen, Burgkirchen a.d. Alz und Gar-
ching mit je 9 Orten und 15 Anwesen; im Bezirksamt Mühldorf die Gemeinden Eiting
mit 10 Orten und 14 Anwesen, Zeiling mit 12 Orten und 12 Anwesen, Maisenberg mit
8 Orten und 11 Anwesen, Taufkirchen mit 7 Orten und 10 Anwesen; im Bezirksamt Traun-
stein die Gemeinden Pittenhart mit 8 Orten und 9 Anwesen, Pierling durch 1 Ortschaft
(Oberwalchen) mit 11 Anwesen; im Bezirksamt Wasserburg a.Inn die Gemeinde Wang mit
4 Orten und 10 Anwesen; im Bezirksamt Laufen die Gemeinde Palling mit 9 Orten und
30 Anwesen (darunter Oberroidham mit 12 Anwesen, die aus 3 Zisternen versorgt werden).

Bei der Regen- und Schneewasserversorgung im vorbeschriebenen Umfang handelt es
sich zumeist um Ortschaften im Diluvial- und Tertiärgebiet, die auf wasserarmen Höhen
oder in wasserarmer Moränenlandschaft liegen; durchweg sind es verstreut liegende kleine
Ortschaften, deren anderweitige Wasserversorgung kostspielige Tiefbohrungen oder weit-
verzweigte und daher unwirtschaftliche Zuleitungen erfordern würde.

Neben den 4 Einöden, welche selbst kein Wasser haben und ihren Bedarf ständig
durch Beiholen decken müssen, gibt es noch eine Reihe von Ortschaften, in denen die
örtlichen Wasservorräte ständig oder zeitweise durch Beitragen oder Beifahren ergänzt
werden müssen. Insbesondere muß häufig das Trinkwasser von auswärts herbeigeschafft
werden, Es handelt sich dabei um 91 Ortschaften mit 131 Anwesen und 764 Einwohnern.
Von diesen Orten liegen 38 im Bezirksamt Mühldorf und 33 im Bezirksamt Altötting.

2. Niederbayern.

Niederbayern wird durch die Donau in zwei Hauptteile zerschnitten, von denen der
südliche etwa zwei Drittel, der nördliche: ein Drittel der Gesamtfläche des Regierungs:
bezirks umfaßt. Nach ihren geologischen Formationen sind diese beiden Gebiete von
einander grundverschieden. Den Süden bedeckt zum größten Teil tertiäres Hügel
land. Die ungefähre Grenze zwischen tertiärem Sandgebiet und Quarzschottergebiet bildet
der Inn. In den breiten Flußtälern des südlichen Teiles, namentlich in der Donauebene, liegen
ausgedehnte und mächtige diluviale Schottermassen. Der nördliche Teil Niederbayerns
wird fast ganz von dem aus granitischen Gesteinen und kristallinen Schiefern bestehenden
Urgebirgedes Bayerischen Waldes eingenommen. 'Im Bezirksamt Kelheim hat Nieder-
bayern am Jura Anteil, und zwar am südöstlichen Frankenjura, wo sich der Kelheimer
Marmorkalk als mächtige Felsschicht zwischen Dolomit und Plattenkalk einschiebt. Die Donau-
schlucht zwischen Weltenburg und Kelheim ist in diese Gesteinsmassen eingeschnitten.

Das Gesamtgebiet Niederbayerns umfaßt 10744,1 qkm. Innerhalb desselben
liegen 11638 Ortschaften mit 111610 Wohngebäuden und 755769 Einwohnern
Nach der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte steht Niederbayern unter den acht Kreisen
Bayerns an vorletzter Stelle. Auf 1 qkm treffen im Durchschnitt 70 Einwohner.

Der Stand der Wasserversorgung in Niederbayern ist nach den Ergebnissen
der Erhebung folgender:

ie
Wasserversorgung
Ganz durch Wasserleitung versorgt . . . 2
Teilweise durch Wasserleitung versorgt
Ohne Wasserleitung. . . .

Orte 1 mit....
in. | Wohngebäuden | Einwohnern
Niederbayern bzw. Anwesen
3.935 26 505 211 906
33,8 23,2 28,0
3332 61 998 404 942
28,6 55,6 58,8
4371 23 112 138 921
87, 20,7 | 18.4
11638 111 610 | 755 769
100 100 100

zusammen
        <pb n="62" />
        Auf die ganz durch Wasserleitungen versorgten Orte entfallen darnach in Nieder
bayern annähernd %:0 und auf die teilweise durch Wasser versorgten Orte über 5/10 aller
Winwohner, während die Bevölkerung der Orte ohne Wasserleitung nicht ganz 2 beträgt.

In Niederbayern liegt das Schwergewicht der vollständigen Versorgung durch
Wasserleitungen nicht bei Leitungsnetzen, welche sich auf mehrere Ortschaften er-
strecken, sondern bei den auf eine Ortschaft beschränkten Leitungsanlagen. Von den
3935 Ortschaften werden 3800 durch Einzelortsleitungen mit selbständiger Wasserge-
winnung versorgt. Diese Orte umfassen den Großteil der Wohngebäude und Einwohner
in den ganz durch Wasserleitung versorgten Ortschaften Niederbayerns. Überwiegend
handelt es sich dabei um Orte mit kleineren Anlagen. In 28 Ortschaften erhält ein "Teil
der Anwesen das Wasser aus Wasserleitungen, die sich auf mehrere Orte ausdehnen, ein
Teil dagegen aus daneben bestehenden örtlichen Leitungsanlagen mit selbständiger Wasser-
gewinnung. Die Zahl der Ortschaften, deren Versorgung ausschließlich auf Mehrorts-
leitungen beruht, beträgt 107. Auf dieselben treffen etwas mehr als ein Fünftel der Wohn-
gebäude und nicht ganz ein Viertel der Einwohner.

Auch bei den teilweise durch Wasserleitungen versorgten Ortschaften
sind diejenigen, welche durch örtliche Leitungsanlagen versorgt werden, weit zahlreicher
als jene, welche das Wasser aus Mehrortsleitungen beziehen. Sie zählen auch weit mehr
Wohngebäude und Einwohner als diese.

Wasserversorgung
durch

Orte

Versorgt in Niederbayern
teilweise
mit....
‚ Wohn- {| Haus-
gebäuden Aan- ° Ein-
bzw, schlüs-| wohnern
Anwesen sen

ganz
mit..,..
‚,  Wohn-
gebäuden
bZW.
Anwesen

Ein- | Orte
wohnern

Einzelortsleitungen allein . . ‘ 131 918
davon kleinere Anlagen... 0.000000 98 890
Mehrortsleitungen und daneben bestehende
örtliche Leitungsanlagen .. 2.2... 28| 2425 27179 | 56 5079 3200| 43621
Mehrortsleitungen allein . 2. ..... WM 10 5856 52 809 53 2919 |1795| 21711
zusammen | 3935| 26505 | 211906 | 3332| 61993 |17325| 404942
Was die Mehrortsversorgung betrifft, so spielt hier die Gruppenwasserver-
sorgung eine ganz geringe Rolle. In Niederbayern selbst hat nur eine einzige kleine
Gruppe den Sitz, die Wassergenossenschaft Blaibach im Bezirksamt Kötzting, die sich auf
3 Ortschaften erstreckt. 23 niederbayerische Orte mit 447 Wohngebäuden und 2310 Ein-
wohnern werden ganz und 2 niederbayerische Orte mit 33 Wohngebäuden und 203 Ein-
wohnern teilweise von zwei oberpfälzischen Gruppen, von der Jachenhauser und der Vieh-
hausen-Bergmattinger Gruppe versorgt.
Versorgt in Niederbayern
teilweise

Wasserversorgung
durch

ganz
mit ....
Wohn- a
Orte gebäuden Ein-
bzw. wohnern
Anwesen

mit....
] Wohn- Haus- !
Orte gebäuden an- Ein-
DZW. schlüs-! wohnern
Anwesen sen
Gruppenleitungen allein...

Gruppenleitungen und daneben bestehende

andere Leitungsanlagen . .......

sonstige Mehrortsleitungen allein... 2. .

davon gastweise . 0.0

sonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . .. 26 2399 27 040 56 5079 |3200 | 43621
davon gastıneise (durch Mehrortsleitungen) 10 70 635 22 770 205 | 5318
zusammen ı. 135 | 8281 | 79988 | 109 | 790m 4995 653992

28

203
        <pb n="63" />
        -

Bei der sonstigen Mehrortsversorgung wurden in Niederbayern 78 Fälle fest-
gestellt. Einbezogen ist hier auch die Stadt Landshut mit 4 angeschlossenen Orten der
Gemeinden Berg ob Landshut und Achdorf, welche jetzt der Stadtgemeinde einverleibt
sind, und 1 angeschlossene Ortschaft der Gemeinde Schönbrunn. Straubing, dessen Wasser-
leitung auch einen Teil der auf dem anderen, Donauufer gelegenen besonderen Ortschaft
Gstüt versorgt, erscheint ebenfalls hier. Weiterhin werden beispielsweise von den Wasser-
leitungen der nachfolgenden Stadt-, Markt- und Landgemeinden außer der betreffenden
Stadt oder Ortschaft selbst noch ganz oder teilweise versorgt:

Stadt Passau . . . . . . . . 923 weitere Ortschaften mit 505 Wohngebäuden und 5579 Einwohnern
„Eggenfelden. .. ... 6 % » „28 » 150
&gt; Kelheim . 1.1.11. 5 5 . 167 . * 1008 „
Markt Mainburg. . 2.2. ... 38 » » „1837 » „1104 »
Pfarrdorf Simbach a. Inn „56 “ $ „96 » 743 %

In Niederbayern greift die Mehrortsversorgung in 42 Fällen nicht über den Bereich
ainer einzigen politischen Gemeinde hinaus, in 36 Fällen umfaßt sie jeweils mehrere Orte
verschiedener politischer Gemeinden,
Bereich [| Fälle

Hierbei werden
versorgt!) ; ;
teilweise
mit....
Wohn- | .
Orte | gebäuden Ein-
bZW. wohnern
Anwesen

der sonstigen Mehrortsversorgung
in Niederbayern

berührt

ganz
mit....
Wohn- . .
Orte | gebäuden Ein-
bzw. wohnern
Anwesen

Ge-
meinden

42 42 50 1.087 8216 43 3677 35 854

8 231 1885 20 | 2468 27728

36 | 74 59 6625 68 738 64 4 288 29.275

18 2168 25155 | 36 | 2611 15898

zusammen | 78 | 116 109 | 7712 | 76 954 | 107 7965 | 65 129
26 | 2399 | 27040 56 | 5079 | 43621

Abgesehen von den rein örtlichen Laufbrunnenanlagen mit selbständiger Wasser-
gewinnung und -zuleitung sowie von den Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
stehen in Niederbayern 8501 Wasserleitungen im Dienste der Wasserversorgung.
Die meisten davon, nämlich 8337 sind Einzelortsleitungen, also jeweils auf den Bereich
einer einzigen Ortschaft beschränkt. Großenteils befinden sich kleine und kleinste Anlagen
darunter. Gruppenleitung kommt nur eine in Betracht. Die beiden oberpfälzischen Gruppen-
leitungen, welche nach Niederbayern übergreifen, werden hier nicht gezählt... Im Rahmen
der sonstigen Mehrortsversorgung wurden 163 Wasserleitungen ermittelt, und zwar 76 selb-
ständige Leitungen und 87 Anschlußleitungen für gastweise versorgte Orte.

Die Laufbrunnenversorgung spielt in Niederbayern eine viel größere Rolle als
in Oberbayern. Von den ganz und teilweise durch Wasserleitungen versorgten Ortschaften
bezieht eine stattliche Reihe das Wasser lediglich aus Laufbrunnen. Die in Betracht
kommenden Laufbrunnenanlagen haben fast durchweg eigene Wassergewinnung und -zu-
leitung. Lediglich in 2 kleinen Orten werden die Laufbrunnen durch auswärtige Leitungen
gespeist. Durch Laufbrunnenanlagen allein werden

ganz versorgt . . 1428 Orte mit 6875 Wohngebäuden und 45100 Einwohnern
teilweise versorgt. 714 „ „ 9508 » „ 59548 »

Am stärksten tritt die Laufbrunnenversorgung hervor in den Bezirksämtern Bogen,
Deggendorf, Grafenau, Kötzting, Passau, Regen, Viechtach, Wegscheid und Wolfstein, also
in jenen Bezirken, die ganz oder zum großen Teil im Bayerischen Walde liegen. Von den
Ortschaften, welche nur durch Laufbrunnenanlagen ganz versorgt sind, zählen 22 mehr
als 200 Einwohner, Es sind dies im Bezirksamt Grafenau das Dorf Schönanger, im Be-
zirksamt Kötzting das Pfarrdorf Lohberg sowie das Dorf Haus und der Weiler Grub, im

1) Siehe Anmerkune 1 Seite 47.

Gleiche politische Gemeinde .
        <pb n="64" />
        Bezirksamt Regen die Dörfer Zell und Buchenau (letzteres Gem. Lindberg), im Bezirksamt
Viechtach das Dorf Oberried (Gem. Drachselsried), im Bezirksamt Wegscheid das Pfarrdorf
Wildenranna sowie die Dörfer Gegenbach, Germannsdorf und Leizesberg (Gem. Schaibing),
im Bezirksamt Wolfstein die Pfarrdörfer Mauth und Finsterau sowie die Dörfer Zwölfhäuser
(Gem. Mauth), Schönbrunnerhäuser (Gem, Schönbrunn), Ahornöd, Annathal, Kleinphilipps-
reut, Fürholz, Gsenget, Ratzing und Riedelsbach (Gem. Schimmelbach).

Abgesehen von den 2142 Orten, deren volle oder teilweise Leitungsversorgung nur
auf Laufbrunnen beruht; erfolgt in 523 Ortschaften, die Wasserleitungen mit Hausanschlüssen
haben, daneben auch Wasserbezug aus selbständigen Laufbrunnenanlagen,

Die Zahl der von den mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen mit-
gespeisten Brunnen im Freien beträgt in Niederbayern 2557. Davon sind 2440 Lauf-
brunnen, 66 Ventilbrunnen und 51 Zierbrunnen. |

An der Wasserversorgung durch kleinere Anlagen sind auch die Pumpbrunnen
mit motorischem Kraftantrieb ziemlich stark beteiligt. Lediglich durch sölche
Brunnenanlagen werden versorgt

ganz . . . . . . 899 Orte mit 441 Wohngebäuden _ 4107 Einwohnern
teilweise. . . . . 438% „ » 6704 » (676 Hausanschlüssen) 41342

Neben anderweitiger Leitungsversorgung kommen solche Pumpbrunnen mit motorischem
Kraftantrieb in 54 ganz versorgten und in 234 teilweise versorgten Ortschaften vor. Die
teilweise Leitungsversorgung der Stadt Plattling beruht beispielsweise auf einer bahneigenen
Wasserleitung mit elektrisch betriebenem Pumpwerk, an welches 20 Wohngebäude ange-
schlossen sind, und auf 30 Elektro-Pumpbrunnen für einzelne Anwesen.

Die Zahl der Wohngebäude in Niederbayern beträgt 111610. Davon treffen 26505
oder 23,7 v. H. auf jene Orte, welche ganz durch Wasserleitungen versorgt sind und 61993
auf die teilweise versorgten Orte. Von den letzteren sind 17325, also über ein Viertel,
mit Hausanschlüssen ausgestattet; das sind 15,5 v. HM. aller niederbayerischen Wohngebäude.
Darnach kann man von 100 Wohngebäuden im Durchschnitt mindestens 39
als durch Wasserleitung versorgt erachten. In Anbetracht der weitgehenden Lauf-
brunnenversorgung in Niederbayern muß dieser Hundertsatz natürlich ziemlich beträchtlich
hinter der Wirklichkeit zurückbleiben. Haben doch von den 3332 teilweise durch Wasser-
leitung versorgten Orten 714 nur Laufbrunnen und 298 neben anderweitiger Leitungsver-
sorgung noch Wasserbezug aus selbständigen Laufbrunnenanlagen. Wie viele von den An-
wesen der teilweise versorgten Orte aber das Wasser aus Laufbrunnen beziehen, kann auf
Grund der Erhebung nicht festgestellt werden.

Von den vier kreisunmittelbaren Städten Niederbayerns sind Landshut
und Passau ganz, Deggendorf und Straubing zum Teil durch Wasssrleitungen ver-
sorgt. In Deggendorf haben von 769 Wohngebäuden 684, in Straubing von 1765 Wohn-
gebäuden 1513 Hausanschluß. ‚Die Kreishauptstadt Landshut entnimmt das Wasser für
ihre Leitung aus 2 Schacht- und 8 Bohrbrunnen im Diluvialschotter. Passau hat zwei
Hochquelleitungen aus Tertiärschotter im Granitgebiet des Neuburger Waldes; eine weitere
Leitung erhält filtriertes Donauwasser aus Diluvialschotter mittels eines Hebewerkes aus
8 Filterbrunnen. Außerdem bezieht Passau den Wasserüberschuß aus der Hochquelleitung
des Marktes Hals. Deggendorf sammelt das Wasser für eine Leitung aus einer Reihe von
Quellen im Granitgebiet; die andere wird aus einem Brunnen im Diluvialschotter gespeist.
In Straubing bestehen neben der städtischen Wasserleitung noch 8 besondere Leitungen:
sie entnehmen alle das Wasser aus Brunnen im Diluvialschotter.

Was die Leitungsversorgung der übrigen Orte Niederbayerns mitmehr
als 2000 Einwohnern anlangt!), so erfolgt die Wassergewinnung in den Städten Platt-
ling (622 :50), Dingolfing (583 :350) und Landau a. d. Isar (663:446) aus Diluvial-

» Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="65" />
        schotter. Dem Tertiärkies (Quarzkies) entnehmen das Wasser die Städte Eggen-
felden, Pfarrkirchen (504: 424), Vilsbiburg (557 : 481), der Markt Ergoldsbach und das
Pfarrdorf Simbach a. Inn (312: 230), dem Tertiärsand der Markt Geiselhöring (425 : 104).
Aus Quellen im Granit- bzw. Gneisgebiet beziehen das Wasser die Stadt Zwiesel
sowie die Märkte Kötzting, Regen und Viechtach (316: 231). Zwiesel leitet das Wasser
aus 21 bis zu 5 km entfernten Quellen bei. Die Entnahmestellen für die Viechtacher Leitung
sind 8 km vom Ort entfernt. Der Weiße Jura kommt als Wasserspender in Betracht
für die Städte Kelheim und Abensberg (424: 10; inzwischen ganz versorgt). Die Stadt
Vilshofen leitet für einen Teil ihrer Anwesen Quellwasser aus den südlich vom Orte ver-
einzelt auftauchenden. Schichten des Weißen Juras herbei; die Entnahmestelle ist 5 km
entfernt. Der andere Stadtteil wird mit Quellwasser aus Tertiärkies versorgt. Das Pfarr-
dorf Achdorf (297 : 22), welches bei Durchführung der Erhebung durch Anschluß an die
Wasserleitung der Stadt Landshut und durch 2 Elektro-Pumpbrunnen teilweise versorgt
war, ist mit Wirkung vom 1. April 1928 an der Stadtgemeinde Landshut einverleibt und
durch dieselbe inzwischen in weiterem Umfang versorgt worden.

Gemessen an der. Zahl der Wohngebäude in den ganz durch Wasserleitungen ver-
sorgten Orten und der Wohngebäude mit Hausanschlüssen in den teilweise versorgten
Orten, zeigen die niederbayerischen Bezirksämter im Stande der Wasserleitungs-
versorgung keine so großen Unterschiede wie die oberbayerischen. Am weitesten gediehen
ist dieselbe in den Bezirksämtern, deren Gebiet ganz im Bayerischen Wald liegt. Von
hundert Wohngebäuden sind hiernach durch Wasserleitungsanlagen versorgt in den Bezirks-
ämtern Wolfstein und Wegscheid 74, Regen 67, Kötzting 51, Viechtach 50,
Grafenau 49. Der Grund für diese entwickelte Wasserleitungsversorgung liegt einmal
an der geschlossenen Siedelungsweise, welche in den weiten Waldgebieten im allgemeinen
vorherrscht. Und dann machen die zahlreichen kleinen Quellen, weiche aus den oberen
Bodenschichten über den undurchlässigen Gesteinsmassen entspringen, trotz geringer
Ergiebigkeit der einzelnen Quellen, doch die Leitungsversorgung kleineren Umfangs ver-
hältnismäßig leicht. Anderseits aber ist diese Herbeileitung von Quellwasser auch unbe-
bedingt geboten, da zur Anlage von Pumpbrunnen hei dem steinigen Untergrund selten
Gelegenheit ist.

Diesen reinen Waldbezirken folgen zunächst die Bezirksämter Dingolfing mit 46,
Mallersdorf mit 38, Pfarrkirchen und Passau mit je 36 und Griesbach mit 31
v.H. In den übrigen Bezirksämtern Mainburg, Kelheim, Landshut, Vilsbiburg,
Eggenfelden, Landau a. d. Isar, Vilshofen, Bogen, Rottenburg, Deggendorf
bewegt sich der Hundertsatz zwischen 30 und 24. Weitaus am niedrigsten ist er mit 7
im Bezirksamt Straubing. Dieser weite Abstand wird jedoch ausgeglichen, wenn die
Ergebnisse für die unmittelbare Stadt Straubing und das Bezirksamt Straubing, ‚welches
jelbst keine einzige Stadt und auch keinen Markt besitzt, gemeinsam betrachtet werden;
dann treffen auf hundert Wohngebäude mindestens 33, welche durch Wasserleitung versorgt
sind. Auch bei den drei Bezirken Deggendorf, Landshut und Passau wird das Ergebnis
bedeutend gehohen, wenn man die gleichnamigen kreisunmittelhbaren Städte einbezieht.
)avoninganz durchWasse.
' Wohn- || leitung versorgten Orten
I gebäude gelegen und in den teil-
Bezirksamt 8 weise versorgten Orten mit
bzw. Hausanschluß ausgestattet
Anwesen absolut‘ v.H
Bogen .... 4 5 702 1458 25,6
Deggendorf . 0.0.0.0... 6521 1568 24,0
Stadt u. Bezirksamt Deggendorf zusammen 7 290 2252 30,9
Dingolfing .........1 4822 1978 45,8
Eggenfelden . .. 0.00.00. | 7 064 | 1918 27.2

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vaorkammen im Bezirk}

Granit und Gneis, Diluvialschotter.
Gneis und Granit. Diluyvialsehotter.

Jüngeres Tertiär (Miozän), Dilurvial
| schotter. N
Jüngeres Tertiär (Miozän).
        <pb n="66" />
        Bezirksamt

Grafenau .
Griesbach . .
Kelheim . . ;
Kötzting... 00.000000
Landau a.d.Isar ......
Landshut . .
Stadt u. Bezirksamt Landshut zusammen

Mainburg . 20.000.000
N
Passau .°. . .
Stadt und Bezirksamt Passau zusammen
Pfarrkirchen .. 2.2.0.0...
Regen
Rottenburg . .... . Wr
Straubing . . . äS
Stadt u. Bezirksamt Straubing zusammen

Viechtach . . .. Sa
Vilsbiburg + 0.0.0000...
Vilshofen . . ‚cc...

Wegscheid
Waolfstein

Bezirksämter zusammen

Niederbavern

-avon inganz durch‘. £8s
Wohn- | leitung versorgten Orten
= gelegen und in den teil-
gebäude U reice versorgten Orten mi’
bzw. Hausanschluß ausgesiattet
\nwesen En
wo absolut

3 134
3 378

1537
1672
1693

49,0
31,1
29,4

5 758

4 254
4. 259

2147

1129 |

1450 |
3 481 !

50,5
26,5
4 924

29.4

6 955

50,1

2 608
3 984
5619

790
1492
2.030

30,8
37,4
36,1
7 460

3 663

49. ı

6 558

2386 |

86,4

4052
3 300
3552

5359

2.708
805
262

1784

66,8
24,4
7,4
83,8

4 097
5 616
7 060

2.033
1619
1887

49,8
28,8
26,0

2633
4172

1.942
3 506
37 960

73,
73.
105162

I

111610 | 43830 ı

P

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Granit und Gneis.
Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter. ;
Weißer Jura, jüngeres Tertiär (Mio-
zän), Diluvialschotter.

Kristalline Schiefer und Granit.

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter.

‚Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter.

Jüngeres Tertiär (Miozän).

Jüngeres Tertiär (Miozän).

Granit und Gmneis, jüngeres Tertiär
(Miozän).

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter.

Granit und Gneis.

Jüngeres Tertiär (Miozän).

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter

Granit und Gneis.

Jüngeres Tertiär (Miozän).

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
schotter, Gneis und Granit, Weißer
Jura.

Granit und Gneis.

Granit und Chneis.
Jüngeres Tertiär (Miozän), Urgebirge
des Bayerischen Waldes, Diluvial-
schotter der Flußtäler, Jura bei
Kelheim.

In den 3332 Orten mit teilweiser Leitungsvyersorgung haben von 61993
Wohngebäuden 17325 Hausanschluß. In Niederbayern spielt aber auch die Laufbrunnen-
versorgung eine große Rolle. Die 714 Orte, deren teilweise Leitun gsversorgung nur auf
Laufbrunnen beruht, zählen 9508 Wohngebäude. In weiteren 298 teilweise versorgten
Orten bestehen nehen anderer Leitungsversorgung auch noch selbständi ge Laufbrunnen-
anlagen. Außerdem kommen noch 1249 mitgespeiste Lauf- und Ventilbrunnen in Betracht.
Im übrigen erfolgt der Wasserbezug der nicht mit Hausanschlüssen ver-
sehenen oder durch Laufbrunnen im Freien versoreten Anwesen aus
Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen. ..... ‚ . im 23890 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen. . . a2. 9 857

Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . % 62
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen... 0.00 - "

Brunnen und Zisternen . . 0.0. 160‘
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen, . 0.0.0000

Quellen, Bächen, Flüssen... .0.0.00000.00000000.0 1

Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen ı 12
Keine Wasserleitung hatten zu Beginn des Jahres 1928 in Niederbayern 4371
Ortschaften. Die Zahl ihrer Wohngebäude beträgt 23112 und die ihrer Einwohner 138 921,
das sind 20,7 v. H. aller Anwesen und 18.4 v. H. der niederbayerischen Bevölkerung. Die
        <pb n="67" />
        größten von diesen Ortschaften sind der Markt Pilsting (1105 Einw.) im Bezirksamt
Landau a. d. Isar und die Pfarrdörfer Irlbach mit Schloß (830 Einw.) und Straßkirchen
(952 Einw.) im Bezirksamt Straubing.

Die Wasserversorgung in den Orten ohne Wasserleitung geschieht in
folgender Weise:
mit.....
Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
in Niederbayern

aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen .'. 2...
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen. . .. .
aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . . .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen. . . . .
zus Brunnen und Zisternen . 2.0.0002 .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen... 0.0.0
nur aus Quellen, Bächen, Flüssen ..0.0.0000000000000004 .
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfes außerhalb des Ortes

Orte

3 789
308
89

29
156
28
335

9

Wohn-
gebäuden
bzw.
Anwesen

19 864
2893
481
306
{814
901
9

Einwohnern

119 041
16 529
2788
1890
10 566
2346
6514
12

Lediglich. auf Wasserbezug aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammel-
stellen, also auf gesammeltes Regen- und Schneewasser, sind 60 Orte mit 125 Anwesen
und 898 Einwohnern angewiesen. Von diesen Anwesen liegen die meisten in den Bezirks-
ämtern Wegscheid (35), Bogen. (21), Vilshofen (20) und Pfarrkirchen (11). Am stärksten
sind die folgenden (jemeinden vertreten: Im Bezirksamt Wegscheid die Gemeinde Ederls-
dorf mit vier Orten und 31 Anwesen, im Bezirksamt Bogen die Gemeinde Windberg mit
7 Orten und 14 Anwesen, im Bezirksamt Vilshofen die Gemeinde Wallerfing mit 3 Orten
und 19 Anwesen,

Neben den 2 Einöden, welche ihren Wasserbedarf stäudig durch Beiholen von aus-
wärts decken müssen, müssen noch 8 kleine Ortschaften mit zusammen 11 Anwesen und
61 Einwohnern die örtlichen Wasservorräte ständig oder zeitweise durch Beitragen oder
Beifahren ergänzen.

3. Pfalz.

Die in den Bodenverhältnissen begründeten natürlichen Voraussetzungen für die
Wassergewinnung in der Pfalz wurden bereits im ersten Hauptabschnitt näher dargelegt.
Darnach hat man vier Landschaftsiformen zu unterscheiden: Die Rheinniederung in
der Vorderpfalz, das Buntsandsteingebirge der Haardt und des Pfälzerwaldes, die
südwestpfälzische Hochebene mit einer ausgedehnten Muschelkalkdecke über dem
Buntsandstein, und schließlich das Nordpfälzer Bergland mit seinem vielgestaltigen Unter-
grund aus älteren Gesteinsformationen.

In den zum Saarbeckengebiet geschlagenen Verwaltungsbezirken Sankt Ingbert-Stadt und
Sankt Ingbert-Bezirksamt nebst 11 Gemeinden des Bezirksamts Homburg und 15 Gemeinden
des Bezirksamts Zweibrücken konnte die Erhebung nicht durchgeführt werden. ;

Die Pfalz (ohne Saarpfalz) umspannt ein Gebiet von 5504,o qkm. Darin liegen
1486 Ortschaften mit 143752 Wohngebäuden und 931755 Einwohnern. An
Flächenausdehnung der kleinste unter den acht Kreisen Bayerns, steht die Pfalz mit ihrer
Einwohnerzahl nach Oberbayern und Mittelfranken an dritter Stelle, nach der Bevölkerungs-
dichte jedoch an erster Stelle. Auf 1 qkm treffen in der Pfalz im Durchschnitt 169 Einwohner.

Nach den Ergebnissen der Erhebung steht es mit der Wasserversorgung in der
Pfalz folgendermaßen:
        <pb n="68" />
        Wasserversorgung

+ mit....
N der | Wohngebäuden | qar pn
Pfalz | bzw. Anwesen Einwohnern
Ganz durch Wasserleitung versorgt . . .
Teilweise durch Wasserleitung versorgt . . . e ®
Ohne Wasserleitung .. 0.0...

817 98 144 698 981
If. 68,2 75,0
198 25 300 130 957
18; 17,6 14,1
471 20 308 101 817
81,7 14,1 10,9
zusammen | 1 486 | 143 752 931 755
100 100 100.

Die Wasserversorgung in der Pfalz weist darnach einen hohen Stand auf. Die ganz
lurch Wasserleitungen versorgten Ortschaften umfassen %/4 der pfälzischen Bevölkerung.
Auf die teilweise versorgten Orte treffen rund 14 v. H. und auf die Orte ohne Wasserleitung
und 11 v.H. aller Einwohner.

Die Vollversorgung beruht in der Pfalz überwiegend auf Leitungsnetzen, welche
nehrere Ortschaften umspannen. Die Zahl der Wohngebäude und der Einwohner in den
ausschließlich durch Mehrortsleitungen versorgten 378 Orten ist bedeutend höher als in den
nur durch Einzelortsleitungen versorgten 399 Orten. In 40 Ortschaften sind Einzel- und
Mehrortsleitungen nebeneinander an der Wasserversorgung beteiligt.

Bei den teilweise versorgten Orten sind diejenigen, welche nur örtliche Leitungs-
anlagen haben, weit in der Überzahl, auch an Wohngebäuden und Einwohnern; die 21
Orte dagegen, welche ausschließlich Wasserbezug aus Mehrortsleitungen haben, zählen doppelt
soviel Hausanschlüsse als jene.
Versorgt in der Pfalz
teilweise

Wasserversorgung
durch

ganz
mit....
Wohn- , .
zebäuden | KEin- | Orte
bzw. wohnern
Anwesen

Orte

mit....
Wohn- Haus- | .
gebäuden | an- Ein-
bzw. schlüs- | wohnern
Anwesen sen
Sinzelortsleitungen allein. . .
davon kleinere Anlagen . ..0.0.00.+ 4
Mehrortsleitungen und daneben bestehende
Örtliche Leitungsanlagen .... .. 7% 13087
Mehrortsleistungen allein. ....0.0.0. 373 51207
zusammen | 817 | 98144 |

210 78€
ie“

21 715
196831

1.296
345

111 269
100 808
109 267 180 9 913
378 98! 3405 ! 2595 18775
698 981 | 150 | 25300 | 3900| 130 957
Im Rahmen der Mehrortsversorgung nimmt in der Pfalz die Gruppenwasser-
versorgung einen beträchtlichen Raum ein. Schon zu Beginn des Jahres 1928 war die-
selbe weit vorgeschritten. Da jedoch mehrere Städte, darunter Ludwigshafen a. Rhein, noch
3äine Reihe von Ortschaften aus ihren Wasserleitungen mitversorgen, so steht die sonstige
Mehrortsversorgung an Zahl der in Betracht kommenden Orte, Wohngebäude und
Einwohner weit im Vordergrund.

_Versorgt in der Pfalz
teilweise
mit....
Wohn- Haus- .
gebäuden an- Ein-
bzw, schlüs- wohnern
Anwesen *_ sen

Wasserversorgung
durch

ganz
mit....
"Wohn-
gebäuden
bzw,
Anwesen

Irte

Ein-
wohnern |!

Aruppenleitungen allein . 0.0.0.0...
Aruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen . .. 2... ..
zonstige Mehrortsleitungen allein. .. ..
davon gastweise „0
sonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . .. 30 | 12414
davon gastweise (durch Mehrortsleitungen) ı\ 14 5 148
zusammen | 418 | 64244 |

74 801

S50 ı 6221 4385

2555 | 1973 | 14 390

1856 |1476| 10412

106005 38 180 9| 913
87797 &gt; 180 9 913
488.245 || 24 | 3585 2604 19688

3259
304 180
30715
        <pb n="69" />
        Schon anfangs 1928 bestanden in der Pfalz 25 Wasserversorgungsgruppen.
9 davon dienen der Wasserversorgung in der Vorderpfalz. Diese durch Wein- und Ackerbau
sowie durch Industrie ausgezeichnete Gegend ist sehr dicht besiedelt, Die Voraussetzungen
‘ür die Wassergewinnung sind jedoch in der Rheinniederung selbst nur stellenweise günstig;
am ungünstigsten sind sie in der Mitte des Gebietes. Der steigende Wasserbedarf drängte
auf zentrale Wasserversorgung. Je nach der örtlichen Lage kam Herbeileitung des Wassers
aus den Rheinauen oder aus dem Haardtgebirge in Betracht. Die hohen Kosten, welche
die langen Zuleitungen und die häufig noch erforderlichen Pumpwerksanlagen erforderten,
zwangen zum gruppenweisen Zusammenschluß mehrerer Ortschaften, Aber nicht nur in
ler Vorderpfalz, sondern auch im Gebiete der Haardt und des Pfälzerwaldes wie der süd-
westpfälzischen Hochebene sind zahlreiche Ortschaften zu fast durchweg bedeutenden Wasser-
versorgungsgruppen zusammengefaßt. Im Nordpfälzer Bergland ist die Gruppenwasserver-
sorgung noch wenig entwickelt.

Von den erwähnten 25 Wasserversorgungsgruppen der Pfalz erstrecken sich 14 auf
len ganzen oder teilweisen Bereich von je 2 politischen Gemeinden und 3 auf den von
je 3 politischen Gemeinden. Zwei Gruppen greifen auf das Gebiet von je 4 und weitere
zwei auf das Gebiet von je 5 Gemeinden über, Von den übrigen vier Gruppen werden
Ortschaften von je 6, 9, 10 und 15 Gemeinden versorgt. Fast alle pfälzischen Wasser-
versorgungsgruppen weisen nach Zahl der versorgten Wohngebäude und Einwohner einen
bedeutenden Umfang auf,

Bezirksamt

Bergzabern . . . ..
Dürkheim. . 2.0...

"rankenthal. .

Zaiserslautern . -.

Kirchheimbolanden .
Kusel . 2.2...
Bezirksamtsaußensitz
Waldmoehr .
Landau 1.d.Pf. . .

Pirmasens .'.

Rockenhausen .
Zweibrücken .

W asserversorgungsgruppe

Zlingenbachtal-Gruppe . .. .
“erxheim a. Berg—Dackenheim .
‚reinsheimer Gruppe . . 2.0...
'riedelsheimer Gruppe!) . . ..
\lbsheim a. d. Eis—Mühlheim a. d. Eis
Jarlsberg—Hertlingshausen . . .
Zarlbach-Gruppe., .......
jJansenberg—Hohenecken . . ..
Aehlingen—Sembach®*) , . . ..
Weiher-Öruppe . 2. 0.0.0.0...
"rippstadt—Stelzenberg . . . ..
‚autersheim-—Biedesheim . .
Taschbach—Quirnbach ®) .

lschbach—Niedermiesau—Ober-

miesau%) 0.0.0.0

3öchingen—Flemlingen . . . E
Cirrweiler—Sankt Martin . . ..
Jußdorf—Godramstein®” . . . . .
Yröschen—Thaleischweiler . . . .
Ylausen—Donsieders . . . .
Sickingerhöh-Gruppe . ... . ..
Telsalb-Gruppe . 0.0.0.0.
angmeil-Gruppe . . .. 0...
jontwig—Stambach. . . ,
Schmittshauser Gruppe . . . .
3roßbundenbach—Kleinbundenbach

—Mörsbach .

Die Gruppenleitung versorgt
teilweise
mit... mit...
Wohn- | Ein- Wohn- in-
Orte jet fl Orte gebäuden Kin
bzw. WOoD- ||. bzw. WOoh-
Anwesen! NernN Anwesen nern

7

825 3635
217 928
1634 7276
2115 |10 848
148 784
358 | 1629
1528 ' 7129,
256 1688'
238 1085
739 4305;
306 1570
208 1075
35 917

1
2
1
1.

109

T

463
506 12527
67
80 | 479

119
248
592
560
880
315
459
893
164
497
362
216

772
1078
3109
3.223
2611
2 108

2702
12 50F
Sr.

2

225 11347

3

6
8
7
?
3

27
56
91

n

&lt;* 159
‘ 4 4
Die beiden größten von den 25 in die Erhebung einbezogenen Gruppen sind die
Friedelsheimer Gruppe, deren Ortschaften sich auf die Bezirksämter Dürkheim, Franken-
Von den angeschlossenen Orten gehören: *!) 2 Orte zum BA. Frankenthal, 3 Orte zum BA. Lud-
wigshafen a. Rhein, 1 Ort zum BA. Neustadt a. d. Haardt; % 1 Ort zum BA. Rockenhausen; °) 1 Ort
zum BA.-Außensitz Waldmohr: *) 1 Ort zum BA.-Außensitz Landstuhl; 5 1 Ort zum BA. Bergzabern.
        <pb n="70" />
        ‘hal, Ludwigshafen a. Rhein und Neustadt a. d, Haardt verteilen, und die Felsalb-Gruppe
im Bezirksamt Pirmasens. ;
Inzwischen hat die Gruppenwasserversorgung in der Vorderpfalz weitere bedeutende
Fortschritte gemacht. Drei neue Gruppen wurden. bereits ihrer Zweckbestimmung über-
geben, die Pfälzer Mittelrhein-Gruppe, welche die stärkste von allen wird, befindet sich im
Bau und zwei weitere Gruppen sind in Aussicht genommen.
Angeschlossene Zahl ihrer
bzw. anzuschließende Wohn- Ein-
Orte zebäude wohner
Impflinger Gruppe . ....... is 1 866 9689
Haßlocher Gruppe . . 0.1.0.0... „ 2346. 12574
Vordere Karlbach-Gruppe .0.0.000.0.0.. 870 4216
Pfälzer Mittelrhein-Gruppe (Ist in Bau) . . ... 14 606 24.002
Bergzaberner Gruppe (Soll erst gebaut werden) . . 440 „1922
Walsheimer Gruppe (Soll erst gebaut werden) . . . 465 2239
Von der Gruppenwasserversorgung abgesehen, kommt der Fall, daß mehrere Ort-
schaften aus einem Leitungsnetz das Wasser beziehen, in der Pfalz 93 mal vor. Insbesondere
haben mit Ausnahme von Pirmasens alle kreisunmittelbaren Städte noch eine Reihe von
Ortschaften an ihre Leitungen angeschlossen. Aber auch anderweitig nimmt die sonstige
Mehrortsversorgung vielfach einen bedeutenden Umfang an. Es werden beispiels-
weise von den Wasserleitungen der nachfolgenden Städte und einer‘ Landgemeinde außer
der betreffenden Stadt oder Ortschaft selbst noch ganz oder teilweise versorgt:
Stadt Frankenthal .. . . . . 9 weitere Ortschaften mit 2 178 Wohngebäuden und 11998
Landau i. d. Pf... . » 855 5498
Ludwigshafen a, Rhein . 5 2.255 4 474
Speyer . 0.0.0.0... 5 801 4 374
Zweibrücken . . . . . # 572 3.885
Germersheim . . . . . ? » 421 2330
Kusel 2.0.0.0... » % . 305 1978
„ Bad Dürkheim . „4214 „ Ortschaft » 225 1 089
Pfarrdorf Kandel . .. 5 „Ortschaften „ 9296 ‚413 2
In 47 Fällen bleibt die sonstige Mehrortsversorgung in der Pfalz jeweils auf den
Bereich einer einzigen politischen Gemeinde beschränkt, in 46 Fällen umfaßt sie jeweils
mehrere Orte verschiedener politischer Gemeinden.
EEE
Bereich | Fähe

der sonstigen Mehrortsversorgung
in der Pfalz

Gleiche volitische Gemeinde ‚1
Verschiedene polit. Gemeinden . |!

zusammen

Hierbei werden
versorgt ')
teilweise
mit....

Wohn- ;

gebäuden | Ein-
bzw. :ıwohnern
AÄnwaoaean

ganz
Gel | | mit ....
neinden!! Orte ' „epäuden! Ein- Orte
bzw. waohnern

47 47
46 109
93 156

l 129
12
151
18

280 |
2N

8 488
1 406
41 147
11 008
49 635
19 414

46 810

E8&amp; 448
363375 15 | 2726 15.252
97557 83 180 918
410185 | 17 | 2735 15 303
106005 38 180 9213
Die Zahl der Wasserleitungen in der Pfalz beträgt 624; nicht mitgerechnet
sind dabei die rein örtlichen Laufbrunnenanlagen mit selbständiger Wassergewinnung und
zuleitung sowie die Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb. Die Mehrzahl von diesen
624 Leitungen, nämlich 423, sind Einzelortsleitungen, welche nicht über den Bereich des
betreffenden Orts selbst hinausgehen. Gruppenleitungen wurden 25 gezählt (seit Durch-
führung der Erhebung hat sich ihre Zahl auf 29 erhöht), Im Dienste der sonstigen Mehr-
ortsversorgung kommen 176 Wasserleitungen in Betracht; 93 davon sind selbständige
Leitungen und 83 Anschlußleitungen für gastweise versorgte Orte.

1 Siehe Anmerkung 1 Seite 47.
        <pb n="71" />
        Die Laufbrunnenversorgung weist in der Pfalz keinen großen Umfang auf.

Durch Laufbrunnenanlagen allein werden
ganz versorgt. . 62 Orte’ mit 1876 Wohngebäuden und 7734 Einwohnern
teilweise versorgt 62 „ 5008 % „ 25640 »

Mit einer einzigen Ausnahme haben die Laufbrunnenanlagen in allen diesen Orten
selbständige Wassergewinnung und -zuleitung. Kin Einzelanwesen bezieht für seine Lauf-
brunnenanlage das Wasser von einer fremden Wasserleitung.

Von den pfälzischen Orten, welche durch Laufbrunnen allein ganz versorgt sind, haben
14 mehr als 200 Einwohner. Es sind dies im Bezirksamt Bergzabern das Pfarrdorf Eußer-
thal, das Kirchdorf Lug und das Dorf Oberschlettenbach, im Bezirksamt Kaiserslautern
mit dem Außensitz Landstuhl die Dörfer Sambach und Neumühle (letzteres Gem. Obern-
heim—Kirchenarnbach), im. Bezirksamt Kirchheimbolanden das Pfarrdorf Göllheim, im
Bezirksamt Kusel die Dörfer Trahweiler, Herchweiler und Niederstaufenbach, im Bezirks-
amt Pirmasens das Pfarrdorf Bundenthal, das Kirchdorf Erfweiler, die Dörfer Ludwigs-
thal (Gem. Lemberg) und Ludwigswinkel, im Bezirksamt Rockenhausen das Dorf Stahl-
berg. Die drei größten von den genannten Ortschaften sind die Pfarrdörfer Göllheim
(1706 Einw.), Bundenthal (792 Einw.) und Eußerthal (701 Einw.).

Ortschaften, welche neben anderweitiger Leitungsversorgung auch noch Wasser aus
selbständigen Laufbrunnenanlagen beziehen, sind 47 vorhanden.

Von den mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen werden in der Pfalz
275 Brunnen im Freien mitgespeist, und zwar 119 Laulbrunnen. 110 Ventilbrunnen
und 46 Zierbrunnen.

Auch die Wasserversorgung durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraft-
antrieb ist in der Pfalz nicht hesonders stark vertreten. Durch solche Brunnenanlagen
allein werden versorgt

ganz. . . . 18 Orte mit 44 Wohngebäuden 435 Einwohnern

teilweise . . 49 » 11768 » (211 Hausanschlüssen) 60 950 ”

Unter den teilweise auf diese Art versorgten Ortschaften befinden sich auch die großen
Pfarrdörfer Rülzheim (BA. Germersheim) mit 18, Dannstadt und Müutterstadt (BA. Lud-
wigshafen a. Rhein) mit 11 bzw. 23, Haßloch (BA. Neustadt a. d. Haardt) mit 10 und
Waldsee (BA. Speyer) mit 21 Elektro-Pumpbrunnen. Haßloch ist inzwischen an die Haß-
locher Gruppe angeschlossen worden. Dannstadt, Mutterstadt und Waldsee kommen zu
der im Bau befindlichen großen Pfälzer Mittelrhein-Gruppe.

Außerdem kommen solche Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb neben. ander-
weitiger Leitungsversorgung vor; dies ist der Fall in 9 ganz und in 19 teilweise versorgten
Ortschaften,

Nach dem Stand der Erhebung umfassen in der Pfalz diejenigen Ortschaften, welche
ganz durch Wasserleitungen versorgt sind, über %s von den 143752 pfälzischen Wohn-
gebäuden, nämlich 98 144 oder 68,s v. H. Auf die teilweile versorgten Orte treffen 25300 Wohn-
gebäude; davon sind 3900 mit Hausanschlüssen bedacht, d. s. 2,7 v. H. aller pfälzischen
Anwesen. Darnach ist die Wasserleitungsversorgung in der Pfalz soweit vorgeschritten,
daß von 100 Wohngebäuden mindestens 71 als versorgt gelten können. ;

Die kreisunmittelbaren Städte der Pfalz verfügen alle über eine vollständige
zentrale Wasserversorgung, in die lediglich einige kleinere Nebenorte noch nicht oder
noch nicht ganz einbezogen sind. Die Kreishauptstadt Speyer sowie die Städte Ludwigs-
hafen a. Rhein und Frankenthal haben für ihre Wasserversorgung die Grundwasser-
strömung im Rheinalluvium durch Anlage von Brunnen ausgenützt. Ludwigs-
hafen a. Rhein hat beispielsweise 64 Bohrbrunnen. Für die Wasserleitungen der übrigen fünf
kreisunmittelbaren Städte, Kaiserslautern, Landaui.d. Pf, Neustadt a. d. Haardt,
Pirmasens und Zweibrücken wird das Wasser aus den Quellen bzw. Grund- und
        <pb n="72" />
        Tiefenwassern des Buntsandsteins gewonnen. Die Entfernung, aus welcher das Wasser
herbeigeleitet wird, beträgt bei Landau i. d. Pf. 15 und 22 km, bei Neustadt a. d. Haardt
I,5 km und bei Zweibrücken 7,4 km.

Von den sonstigen ganz oder teilweise durch Wasserleitungen versorgten größeren
Orten mit mehr als 2000 Einwohnern’) entnehmen die folgenden das Wasser dem Haupt:
wasserspender in der Pfalz, dem Buntsandstein: die Städte Bergzabern, Ann-
weiler, Bad Dürkheim, Deidesheim, Wachenheim, Otterberg, Land
stuhl, Kirchheimbolanden, Edenkoben, Lambrecht, die Pfarrdörfer Hetten-
leidelheim, Kandel (Langenkandel) (631 : 455), Hochspeyer, Otterbach, Ramstein,
Eisenberg, Edesheim, Maikammer, Hambach, Mußbach, Rodalben, Dahn,
Hauenstein, Waldfischbach und Contwig. Am weitesten entfernt sind die Wasser-
entnahmestellen bei der Stadt Annweiler (13 km) und beim .Pfarrdorf Kandel (10 km).

Aus dem Rheinalluvium wird das Wasser bezogen für die Städte Oppau und Ger-
mersheim sowie das Pfarrdorf Altrip, aus dem Alluvium des Glantales für die Stadt
Lauterecken.

Die Stadt Grünstadt versorgt sich aus einem Brunnen und Quellen im Süßwasserkalk.

Die Städte Kirchheimbolanden und Kusel gewinnen das Wasser den Schichten
des Rotliegenden ab, das in der Pfalz vorwiegend aus tonigen Sandsteinen sowie grauen
und roten Lettenschiefern besteht. Kusel, dessen Wasserversorgungsverhältnisse außer-
ordentlich ungünstig liegen, hat 2 Brunnen mit 20m, einen mit 65m und 3 mit je 70 m
Tiefe angelegt.

Von den weiteren größeren Orten mit über 2000 Einwohnern sind die Pfarrdörfer
Albersweiler und Queichheim an die Wasserleitung der Stadt Landau i. d. Pf., die
Pfarrdörfer Roxheim und Edigheim sowie das Kirchdorf Bobenheim a. Rhein an die
Wasserleitung der Stadt Frankenthal, die Stadt Oggersheim und das Pfarrdorf Rhein-
gönheim (765 : 636) an die Wasserleitung der Stadt Ludwigshafen a. Rhein, das Pfarrdorf
Lingenfeld an die Wasserleitung der Stadt Germersheim und das Pfarrdorf Ixheim an
die Wasserleitung der Stadt Zweibrücken als Wassergäste angeschlossen. Die Pfarrdörfer
Freinsheim und Weisenheim a. Sand gehören zur Freinsheimer Gruppe, die Pfarrdörfer
Lambsheim und Meckenheim (395: 307) zur Friedelsheimer Gruppe. Das Kirchdorf Nieder-
auerbach, das bei Durchführung der Erhebung noch aus 3 Laufbrunnen und im übrigen
aus einfachen Pumpbrunnen: versorgt war, ist inzwischen an die Wasserleitung der Stadt
Zweibrücken angeschlossen worden.

In Betracht kommen hier noch die Pfarrdörfer Hagenbach, Rheinzabern, Rülzheim,
Wörth a. Rhein (BA, Germersheim), Dudenhofen (BA. Speyer) und Böhl (BA. Ludwigshafen
a. Rhein), in denen etliche Anwesen durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
versorgt sind, desgleichen Mutterstadt und Waldsee, welche zu der im Bau befindlichen
Pfälzer Mittelrhein-Gruppe kommen, ferner Haßloch, das jedoch inzwischen an die Haßlocher
Gruppe angeschlossen wurde.

Wasserspender bei den pfälzischen Gruppenwasserversorgungen ist in den
meisten Fällen, nämlich bei 21 Gruppen, die Formation des Buntsandsteins. Für die
Gruppen Herxheim a. Berg-Dackenheim, Albsheim a. d. Eis-Mühlheim a. d. Eis, Lautersheim-
Biedesheim sowie die Freinsheimer Gruppe ist der Süßwasserkalk die wasserliefernde Ge-
steinsart. Dem Diluvium der Rheinniederung entnehmen das Wasser die Impflinger und
die Vordere Karlbach Gruppe, dem Rotliegenden die kleine Gruppe Haschbach-Quirn-

bach. Die im Bau befindliche große Pfälzer Mittelrhein-Gruppe erhält eine Grundwasser-
Brunnenanlage im Rheinalluvium. Die Bergzabener und die Walsheimer Gruppe, deren
Bau in Aussicht genommen ist, sollen das Wasser aus dem Buntsandstein beziehen.

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="73" />
        x

Wenn man die Zahl der Wohngebäude in den ganz versorgten und die Zahl der
Hausanschlüsse in den teilweise versorgten Orten in Betracht zieht, so standen in Bezug
auf die Versorgung durch Wasserleitungsanlagen zu Beginn des Jahres 1928 unter den
pfälzischen Bezirksämtern Kaiserslautern (ohne Außensitz Landstuhl) mit 91,
Dürkheim mit 90 und Pirmasens mit 89 versorgten Wohngebäuden auf das Hundert
an der Spitze. Das letztgenannte Amt liegt mit seinem Gebiet ganz im Buntsandstein-
gebirge, die beiden ersteren haben daran erheblichen Anteil. Zunächst folgen dann das
im Nordpfälzer Bergland und z. T. noch in der Rheinebene gelegene Bezirksamt Kirch-
heimbolanden, trotzdem dort die hydrologischen Voraussetzungen für die Wassergewinnung
nicht so günstig sind, mit 86,2 v. H. und der- zum Bezirksamt Kaiserslautern gehörige
Außensitz-Bezirk Landstuhl mit 82,5 v. H., dessen Boden zum größten Teil aus
Buntsandstein besteht.

Zwischen 60 und 80 bewegt sich der entsprechende Hundertsatz in dem zum Bezirks-
amt Kusel gehörigen Außensitz- Bezirk Waldmohr und im genannten Bezirksamt
(ohne Außensi:z Waldmohr) selbst, ferner in den Bezirksämtern Zweibrücken, Berg-
zabern, Neustadt a. d. Haardt. Im Bezirksamt Landau i.d. Pf., dessen Sprengel
zum größten Teil in der Rheinniederung liegt, beträgt er 58,s.

Am weitesten zurück standen neben dem im Nordpfälzer Bergland gelegenen Bezirks-
amt Rockenhausen, wo von hundert Anwesen durchschnittlich 37 durch Wasserleitung
versorgt sind, die ganz in der Rheinniederung gelegenen Bezirksämter Ludwigshafen
a. Rhein mit 42 v. H., Speyer mit 21 v. H. und Germersheim mit 15 v. H.

Die inzwischen weiter vorgeschrittene Gruppenversorgung in der Vorderpfalz verschiebt
jedoch das Bild ganz bedeutend. Stellt man die Orte, welche an die Haßlocher:, Impflinger-
und Vordere Karlbach Gruppe angeschlossen sind und an die im Bau befindliche Pfälzer
Mittelrhein-Gruppe angeschlossen werden, als voll versorgt in Rechnung, so dürfte sich der
Hundertsatz für die durch Wasserleitung versorgten Anwesen im Bezirksamt Ludwigshafen
a. Rhein auf etwa 78 und im Bezirksamt Speyer auf 79 erhöhen. Aber auch anderwärts
erfährt er eine bedeutende Steigerung, nämlich im Bezirksamt Frankenthal auf etwa
97, im Bezirksamt Landau i.d. Pf, auf 74 und im Bezirksamt Neustadt a. d. Haardt auf 886.
An erster Stelle wird dann in der Pfalz mit nahezu vollständiger zentraler Wasserversorgung
das Bezirksamt Frankenthal stehen. Für das Bezirksamt Germersheim macht sich die
weitere Gruppenversorgung im jetzigen Umfang nur wenig bemerkbar.

Im Regierungsbezirk selbst wirken sich die eben erwähnten Fortschritte in der Gruppen-
wasserversorgung in dem Maße aus, daß von 100 Wohngebäuden statt 71 etwa 77 als durch
Wasserleitung versorgt gelten können.

Näheren Aufschluß über die Lage in den einzelnen Bezirksämtern nach dem Stande
der Erhebung gibt nachfolgende Übersicht:

Davon in ganz durch
Wasserleitung ver-
sorgten Orten geleger
und in den teilweise
versorgten Orten mit
Hausanschluß aus-
gestattet

hung *

Bezirksamt

Wohn-
gebäude

) bzw. |
Anwesen

Bergzahern
Dürkheim . .

x OT
5310 |
5487 |
9604 | 8455 |

7881
6114

67,4
89 +
Frankenthnl

88.0
Stadt u, Bezirksamt Frankenthal .
zusammen 12 835 | 11 680 910

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Buntsandstein, Diluvium der Rhein-
niederung.

Buntsandstein. Diluvium der Rhein-
niederung, jüngeres Tertiär (Süß.
wasserkalk).

Diluvium und Alluvium der Rhein-
niederung, Buntsandstein, jüngeres
Tertiär (Süßwasserkalk).

Ä
        <pb n="74" />
        &gt;“

Bezirksamt

Wohn-
gebäude
bzw.
Anwesen!

Germersheim . . ..
Kaiserslautern (ohne Außensitz
Landstuhl) . . .
Stadt u. Bezirksamt Kaiserslautern
zusammen

11 095

7090

Bezirksamtsaußensitz Landstuhl .
Kirchheimbolanden . . . .
Kusel (ohne Außensitz Waldmohr)

12780 ||
4778 |
5 604

9018 |

Zezirksamtsaußensitz Waldmobr |

9 94.9

Landau 1.d. Pf... 0.0.0...
Stadt u, Bezirksamt Landau i, d. Pf.
zusammen

11 015
12 744
7 024

Ludwigshafen a. Rhein . . ..
Stadt u. Bezirksamt Ludwigshafen a. Rhein
zusammen

14 343

Neustadt a. d. Haardt . . ..
Stadt u. Bezirksamt Neustadt a. d. Haardt
zusammen

6 500

3 769

Oirmasens 20.0.0000 u
stadt u. Bezirksamt Pirmasens
zusammen |!

83808 |

gog2 |!
4406
7425
5529
7732
114997

116083 |
Rockenhausen . 2. 2.0.0..."
Speyer 2000
Stadt u. Bezirksamt Speyer

ZUSammMeNR

Zweibrücken . . ..
Stadt u, Bezirksamt Zweibrücken
zusammen i
Bezirksämter zusammen

Pfalz |143 752

Davon in ganz durch
Wasserleitung ver-
ı1orgten Orten gelegen
und in den teilweise
versorgten Orten mit
Hausanschluß aus-
gestattet
absolut

y. H
1627 |. 14,7

6471 91,0
12.185 95,0
3 9483 82,5
4833

6427 | 71,8
2314 | 78,5

6420
8149
2969
10.288
3.898

583

63,9
423

71,7
60,0
6167
7874 88,8
10 668 91,9
3 002 837,1
917 90,8
3.908
3911
6 106
73358

52,6
70,7

102 044

‘1.

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Diluvium und Alluyium der Rhein-
niederung.

Buntsandstein, Rotliegendes*),
Melaphyr.

Buntsandstein, Rotliegendes*),
Melaphyr, Moorböden.

Rotliegendes!), Buntsandstein, Jüngeres
Tertiär, Porphyr, Melaphyr.

Rotliegendes!), Karbon (graue Schiefer
mit tonigen Sandsteinen), Melaphyr.
Porphyr.

Buntsandstein, Rotliegendes !), Karbon
{graue Schiefer mit tonigen Sand-
steinen).

Diluvium der Rheinniederung, Bunt-
sandstein, jüngeres Tertiär (Süß-
wasserkalk).

Diluvium und Alluvium der Rhein-
niederung.

Buntsandstein, Diluvium der Rhein-
niederung, Jüngeres Tertiär (Süß
wasserkalk).

Buntsandstein.

Rotliegendes!), Melaphyr, Porphyr.
Buntsandstein,

Diluvium und Alluyvium der Rhein-
niederung.
Buntsandstein, Muschelkalk.

Buntsandstein, Diluvium und Allu-
viam der Rheinniederung, palä-
ozoische Gesteine des Nordpfälzer
Berglandes, Muschelkalk.
In den 198 zum Teil durch Wasserleitungen versorgten Orten haben von 25300 Wohn-
zebäuden 3900 Hausanschluß. 62 Orte mit 5003 Anwesen werden nur durch Laufbrunnen
‚eilweise versorgt. Weitere 23 Orte haben neben anderer Leitungsversorgung auch noch
selbständige Laufbrunnenanlagen, Mitgespeiste Lauf- und Ventilbrunnen kommen lediglich
I1 in Betracht. Der größte Teil der Anwesen in den teilweise versorgten Orten muß sich
auf andere Weise mit Wasser versorgen, und zwar aus

Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen ... ... + «'. + «., In 168 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0.0. w 12 x
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen , 23 x
; daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . . _

1) Das Rotliegende besteht in der Pfalz vorwiegend aus tonigen Sandsteinen sowie grauen und

roten Lettensehiefern.
        <pb n="75" />
        Brunnen und Zisternen . . 2.0.0.0... ‚. . in 17 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen , . » # aD 5
Quellen, Bächen, Flüssen. . 0.0 A SB
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen . » 8
Die 471 Ortschaften, in denen anfangs 1928 noch keinerlei Wasserleitungs-
versorgung bestand, zählen 20308 Wohngebäude und 101817 Einwohner, das sind
14,1 v.H. aller Wohngebäude in der Pfalz und 10,9 v.H. der pfälzischen Bevölkerung.
Ihre Wasserversorgung zeigt folgendes Bild:

Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
in der Pfalz

Orte

mit...
Wohngebäuden! =.
bzw. Anwesen | Einwohnern

aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbhrunnen . 2. 2... £
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . .
us Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . .
zus Brunnen und Zisternen .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen .
nur aus Quellen, Bächen, Flüssen... 0.000
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfs außerhalb des Ortes |

Zu den größeren Ortschaften, welche bei Durchführung der Erhebung noch ‘ohne
Wasserleitung waren, gehören auch die Pfarrdörfer Herxheim (5104 Einw.) und Iggelheim
"2954 Einw.), von denen das erstere inzwischen an die Impflinger Gruppe und das letztere
an die Haßlocher Gruppe angeschlossen wurde, ferner die Pfarrdörfer Schifferstadt (8841
Einw.) und‘ Neuhofen (2772 Einw.), welche zu der im Bau befindlichen Pfälzer Mittelrhein-
Gruppe kommen.

Als weitere größere Ortschaften, welche noch keine Wasserleitung haben, sind zu
nennen die Pfarrdörfer Bellheim (3755 Einw., BA. Germersheim), Offenbach a. d. Queich
‚2244 Einw., BA. Landau i. d. Pf.) und Maudach (2176 Einw., BA. Ludwigshafen a. Rhein),
'erner noch eine Reihe von Pfarrdörfern mit einer zwischen 1000 und 2000 liegenden
Einwohnerzahl, nämlich Rohrbach (BA. Bergzabern), Rödersheim (BA. Dürkheim), Hördt,
Leimersheim, Neupfotz, Freckenfeld, Sondernheim (dieses inzwischen an die Wasserleitung
ler Stadt Germersheim angeschlossen) und Ottersheim (BA. Germersheim), Essingen, Nieder-
nochstadt und Gommersheim (BA. Landau i. d. Pf.), Lachen (inzwischen gemeinsame Wasser-
leitung mit Speyerdorf) und Geinsheim (BA. Neustadt a. d. Haardt), Odernheim (BA.
Rockenhausen) und Harthausen (BA. Speyer).

Die Versorgung durch gesammeltes Regen- und Schneewasser hat in der Pfalz geringen
Umfang. Lediglich aus Zisternen versorgen sich im ganzen nur 7 Einöden. Aus vier
gefaßten Quellen, im übrigen aus 31 Zisternen erfolgt der Wasserbezug im Dorfe Hilst
‚405 Einw., BA. Pirmasens).

Fälle, in denen ständig der ganze Wasserbedarf von auswärts herbeigeschafft werden
muß, kommen in der Pfalz nicht vor. Nur 3 kleine Ortschaften mit zusammen 8 Anwesen
and 39 Einwohnern sind gezwungen, die örtlichen Wasservorräte durch Beiholen von aus-
wärts zu ergänzen.

4. Oberpfalz.

Zwei Formationen herrschen in der Oberpfalz vor. Im Westen ist es der Jura, der
mit seinem Vorland, namentlich aber mit seinem gebirgigen Teil weithin den oberpfälzischen
3oden bildet. Im Osten nimmt das Urgebirge des Bayerischen und des Ober-
ofälzer Waldes den breitesten Raum ein. Auf einer fast gerade nach Norden gehen-
den Linie zwischen Regensburg und Teublitz bei Burglengenfeld berühren sich Jura und
Bayerischer. Wald. Weiter gegen Norden und in der nach Südosten weit ins Wald.
gebirge vorstoßenden Bodenwöhrer Bucht treten in bunter Folge verschiedene For-
        <pb n="76" />
        mationen hervor: Keuper, Rotliegendes, Braunkohlenformation, tiefere Juraschichten,
Ton- und kristalline Schiefer, Ablagerungen von Kreide, Tertiär- und Diluvialbildungen.
Auch der Jura trägt stellenweise noch große Reste der Kreideformation. Größere
Mächtigkeit haben dieselben nur in der weiteren Umgebung von Regensburg, erhebliche
Verbreitung auch in.der Gegend zwischen Amberg und Burglengenfeld. An den grund-
wasserreichen diluvialen Sandfeldern des Juravorlandes hat die Niederung bei Neu-
markt i, d. OPf. Anteil. Im Süden greift die Oberpfalz mit Teilen der nunmehr ver-
ainigten Bezirksämter Regensburg und Stadtamhof ziemlich weit über die Donau hinüber,
auf die Donauniederung und das südbayerische Tertiärgebiet.

Die Oberpfalz hat eine Flächenausdehnung von 9655,17 qkm. Das Gebiet um-
schließt 5274. Ortschaften mit 87795 Wohngebäuden und 629190 Einwohnern.
Unter den 8 Kreisen Bayerns weist die Oberpfalz die geringste Bevölkerungsdichte auf.
Zs treffen auf 1 qkm durchschnittlich nur 65 Einwohner.

Der Stand der Wasserversorgung in der Oberpfalz stellt sich nach den Er
yebnissen der Erhebung dar wie folgt:

Wasserversorgung

Ganz durch Wasserleitung versorgt. . .
Teilweise durch Wasserleitung versorgt .
Ohne Wasserleitung. .... 1...

Zusammen

Orte
in der
Jberpfalz

mit ‚...
Wohngebäuden x
bzw. Anwesen | Einwohnern

| 402 33 709 271 583
26,6 38,4 43,2

| 265 30.760 215 831
24,0 35,0 34,8

2607 28 326 141.776
49,4 26,6 22,8

5 274 | 87 795 | 629 190
100 100 . 100

Von der oberpfälzischen Bevölkerung wohnen darnach rund */a in Qrten, welche
Jurch Wasserleitungen vollständig versorgt sind. Auf die teilweise versorgten Orte ent-
allen rund %9 und auf die Orte ohne Wasserleitung ?/s.

Die vollständige Versorgung durch Wasserleitungsanlagen wird auch
.n der Oberpfalz hauptsächlich durch Leitungsnetze, die sich auf mehrere Ortschaften aus:
lehnen, bewerkstelligt.

Bei den teilweise versorgten Orten werden weitaus die meisten durch örtlich
beschränkte Leitungen versorgt. Dieselben haben. auch weit mehr Anwesen und Ein-
wohner als die durch Mehrortsleitungen teilweise versorgten Ortschaften; auch an Zahl
ler Hausanschlüsse bleiben die letzteren fast um ein Drittel zurück.

Wasserversorgung
durch

Versorgt in der Oberpfalz
ganz teilweise
ET ; mit....
Wohn- « Wohn- Haus- £
Orte | gebäuden l Ein- {| Orte | gebäuden an- | Ein-
bzw. wohnern' bzw. schlüs-| wohnern
Anwesen Anwesen sen

Sinzelortsleitungen allein. . . . 178 642
davon kleinere Anlagen . . 0.0.0000 128 922

Mehrortsleitungen und daneben bestehende
örtliche Leitungsanlagen . . . . 4 20 | 7427 97875 || 13 585 1830| 14146
Mehrortsleitungen allein . 2.0.0.0... | 511 | 12612 ‚ 88209 85! 3629 ‚ 2361| 33048
zusammen '1402 33709 1271583 "1265| 30760 | 9339| 215 831
        <pb n="77" />
        Die Mehrortsversorgung ist auch in der Oberpfalz in großem Umfange auf
gruppenweiser Zusammenfassung aufgebaut. Doch bleibt die Gruppenversorgung
hinter. der sonstigen Mehrortsversorgung erheblich zurück, da hier wie anderwärts
auch mehrere Städte noch eine Reihe von Ortschaften mitversorgen. Besonders gelagert
sind die Verhältnisse bei der Stadt Schwandorf und der Vils—Naab-Gruppe. Schwandorf
versorgt vier zu anderen politischen Gemeinden gehörige Ortschaften mit zusammen 82 An-
wesen und 811 Einwohnern als Wassergäste mit. Außerdem ist an die Städtische Wasser-
leitungsanlage die Vils—Naab-Gruppe angeschlossen, welche 64 Ortschaften mit 357 Anwesen
and 2281 Einwohnern umfaßt, Dieselbe hat an der Hauptpumpstation, an der Rohrleitung
zum Scheckenberg und am Hochbehälter Scheckenberg !/s Anteil. Von dem Hochbehälter
ab ist jeder Teil, also die Stadt wie auch die Gruppe, für sich allein Eigentümer der Lei-
yungsanlagen. Die Vils—Naab-Gruppe ist nun für sich zur Gruppenversorgung gezogen,
während die Stadt Schwandorf mit ihren vier Wassergästen im Rahmen der sonstigen
Mehrortsversorgung erscheint.

Wasserversorgung
durch

Versorgt in der Oberpfalz a
ganz teilweise
— mit... _ mit .... i
ı Wohn- Wohn- Haus-| .
Orte gebäuden| Ein- | Orte Igebäuden! an- Ein-
bzw. .|wohnern bzw. schlüs-| wohnern
Anwesen’ Anwesen! sen
u
Gruppenleitungen allein . 2.0.0.0.

Gruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen. ....... 3 960
zonstige Mehrortsleitungen allein... .. 55 464
davon gastweise 0 1121

sonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . . .; 15 ! 6827 93 915
davon gastweise (durch Mehrortsleitungen) | 5 164 1070
zusammen | 531 | 20023 186084

32745 1

833

62

g8

624 | 444 ‘ 30957

MM 576
3.005 29 786
490 4 469
494 17 3570
350 57 2583
4214 |2491 | 37189
. Die Jurahöhen sind im allgemeinen außerordentlich wasserarm, während in den Tälern
las Wasser zumeist in reichlichem Maße vorhanden ist.‘ Die Behebung der Wassernot ist
dadurch möglich, daß man das Wasser, welches in den Tälern in Form ergiebiger Quellen
zutage tritt oder im wasserhaltigen Gestein des Untergrundes angesammelt ist, durch ent-
sprechende, mit Pumpwerken, Hochbehältern, Wassertürmen ausgestattete Leitungsanlagen
len auf den Hochflächen des Jura-Berglandes liegenden Ortschaften zuführt. Dies setzt
natürlich einen erheblichen technischen und finanziellen Aufwand voraus, der von einzelnen
Orten und Gemeinden nicht geleistet werden kann. Die Schwierigkeiten können nur durch
Gruppenbildung überwunden werden. Die Leitung des einheitlichen, planmäßigen und ge-
neinsamen Vorgehens nahm die Staatsregierung in die Hand. So ist es mit technischer
und finanzieller Hilfe des Staates unter Führung des Landesamts für Wasserversorgung
zelungen, bereits einer stattlichen Reihe von Juraorten eine moderne Wasserversorgung
zu verschaffen.
In der Oberpfalz bestehen 22 Wasserversorgungsgruppen. Mit Ausnahme der
beiden kleineren Gruppen Krummennaab-Burggrub (BA. Kemnath) und Königshütte-
Neuhof-Steinmühle (BA. Tirschenreuth) gehören alle dem Juragebiet an.

Von den 22 oberpfälzischen Wasserversorgungsgruppen erstrecken sich 6 auf den
zanzen oder teilweisen Bereich von je 2 politischen Gemeinden, 5 auf den von je 3 poli-
äischen Gemeinden und 2 auf den von je 5 politischen Gemeinden. Vier Gruppen be-
rühren je 7 und drei je 12 Gemeinden. Die. Laaber-Naab-Gruppe und die Jachenhauser
Gruppe versorgen Ortschaften von 20 bzw. 28 verschiedenen politischen Gemeinden.
        <pb n="78" />
        Bezirksamt

Amberg . .
Beilngries. . .

Burglengenfeld .

£schenbach . .
Kemnath . . . .
Neumarkt i. d. OPf,
Parsbere . . .

Riedenburg .

Stadtamhof . . .
Tirschenreuth .

Wasserversorgungsgruppe

7uchssteiner Gruppe. . . .
Yittenbrunn-Garsdorf—Köfering

‚evenhüller Gruppe. . . ..

‚aunstetter Gruppe) . . . .
Volfsbuch—Paulushotener Gruppe ®) .
benthan—Ponholz9. . .
/ils—Naab-Gruppe*). ... . 0.

Veuhaus a. d. Pegnitz—Krottensee

Zernreuther Gruppe. . ...
{rummennaab—Burggrub. .
ierg—Loderbach-Gruppe . . .

‚reitenbrunner Gruppe . .

lichelberger Gruppe . . .

Temauer Gruppe. . .
Iohenschambacher Gruppe . . .
„aaber—Naab-Gruppe®) . . ...
Chann-—Eggersberger Gruppe . . ;
2ondorfer Gruppe. . .. .. 7
Tachenhauser Öruppe® 20.0.0000...
Fremmelhauserhöh—Schinderwies—Hönighausen |
Viehhausen—Bergmattinger Gruppe”) . . ..
Königshütte—Neuhof—Steinmühle KL

Die Gruppenleitung versorgt
zanz % teilweise
mit... mit...
Wohn- | Wohn-
ge: in- ge- in-
Orte! 58 U Orte bäuden En
bzw. WON- bzw. | WON-
An- | nern An- nern
wesen wesen

38 248
65 415
99 554
256 1468
361 2177
53 44%
256 1592
186 | 957
86 604
84 722
201 1201
448 2518
305 1.957
426 2537
375 105
192 1097
72 1402
153 939
339 T
8
543
838

1
1
2
R

‘1832

256

213

689

7825

58

8 1.58
92 | 508
2 15
2 17
531 | 1834
7 45
79 508
3 88

Te

10
.

5!
z

49
38
101
397
13

)

&amp;

Be
&amp;
36
4
1

Die sieben größten oberpfälzischen Gruppen nach der Zahl der versorgten Einwohner
sind die Laaber-—Naab-Gruppe, die Jachenhauser Gruppe, die Viehhausen— Bergmattinger
Gruppe, die Hemauer Gruppe, die Breitenbrunner Gruppe, die Wolfsbuch — Paulushofener
Gruppe und die Hohenschambacher Gruppe.

Wie aus den Anmerkungen der vorstehenden Übersicht erhellt, werden von einigen
oöberpfälzischen Gruppen auch mittelfränkische und niederbayerische Ortschaften versorgt.
In Betracht kommen )

5 mittelfränkische Orte mit 129 Wohngebäuden und 753 Einwohnern
25 niederbayerische „ „ 480 _- „ 2518 »

Das oberpfälzische Dorf Stierbaum (BA. Beilngries) mit 12 Wohngebäuden und 70
Einwohnern ist an die mittelfränkische Kleinnottersdorfer Gruppe angeschlossen.

Fertiggestellt wurde inzwischen eine weitere kleine Gruppe im Bezirksamt Beilngries,
die Ittelhofer Gruppe. Die angeschlossenen 4 Ortschaften haben zusammen 80 Wohn-
zebäude und 495 Einwohner.

Geplant ist ferner der Bau der Wolfsegg-Heitzenhofer Gruppe, welche 45 Ortschaften
ımfassen soll. Die beteiligten Orte haben zusammen 453 Anwesen und 2643 Einwohner.
‚Die Fälle der sonstigen Mehrortsversorgung belaufen sich in der Oberpfalz
auf 64. Von der Kreishauptstadt Regensburg werden noch 7 weitere besondere Ortschaften des
Stadtbezirks mit insgesamt 1060 Wohngebäuden (633 Hausanschlüssen) und 15969 Ein-
wohnern teilweise und 1 besondere Ortschaft mit 4 Wohngebäuden und 53 Einwohnern ganz
mitversorgt. Ferner werden beispielsweise von den Wasserleitungen der nachfolgenden Städte
ınd Orte außer der betreffenden Stadt oder Ortschaft selbst yanz oder teilweise versorot:
Von den angeschlossenen Orten gehören:

*) 1 Ort zum BA. Eichstätt (MFr.), 4 Orte zum BA. Hilpoltstein (MFr.); ?) 9 Orte zum BA. Rieden-
burg; °) 1 Ort zum BA. Stadtamhof (jetzt Regensburg); *) 2 Orte zum BA. Amberg; °) 21 Orte zum BA.
Burglengenfeld, 8'Orte zum BA. Stadtamhof (jetzt Regensburg); °) 14 Orte zum BA. Kelheim (NB.),
26 Orte zum BA. Parsberg, 1 Ort zum BA. Beilngries; ”) 11 Orte zum BA. Kelheim (NB.). 1 Ort zum
BA. Parsberg. ;

3) An die Jachenhauser Gruppe sind außerdem 2 Anwesen des im übrigen von der Hohenscham-
bacher Gruppe versorgten Marktes Painten angeschlossen.
        <pb n="79" />
        Stadt Amberg . . . : . . . 5 weitere Ortschaften mit 67 Wohngebäuden und 510 Einwohnern

„ Schwandorf i. Bay. . . . 4 % n „8% w „ 811 a

„ Waldsassen. . .... „ # » » 133 ;
Markt Mitterteich . . 0. 407 5 „30 ; „168 5
Jorf Hub (Gem. Rosenberg). . „ 272 „2733

Jeweils auf den Bereich einer einzigen politischen Gemeinde beschränkt sich die

sonstige Mehrortsversorgung in 40 Fällen; in 24 Fällen greift sie auf das Gebiet mehrerer
oolitischen Gemeinden über.
Bereich |

Fälle

be- — LL
:ührt __ ganz teilweise |
Ge- | I mit ‚.. mit...
in Or Wohn- u. Wohn- .
don | Orte gebäuden | Kin u Orte gebäuden Ein-
ZW. \ ZW.
Anwesen ı WOHRBENN Anwesen wohnern

Hierbei werden
versorgt")

der sonstigen Mehrortsversorgung
in der Oberpfalz

Heiche politische Gemeinde . . .
Verschiedene politische Gemeinden

40

AM
6

7 064
1127
7 001

700
/ 065
5227

32876 ||
62275
67 003
31640
149 379
93 915

39 | 2664 ‘ 27567

7 224 1 646

| 23 | 885 5789
3 270 1924

62 | 3499 | 33356
10 494 3 570

zusammen

F

f
X

i 1 |

Ohne Einrechnung der örtlichen Laufbrunnenanlagen mit eigener Wassergewinnung
ınd der Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb beträgt die Zahl der Wasser-
ljeitungen in der Oberpfalz 2832. Der Großteil davon, 2690, sind Einzelortsleitungen,
Jie an der Wasserversorgung weiterer Ortschaften nicht beteiligt sind. Gruppenleitungen
wurden 22 festgestellt (mit der inzwischen gebauten Ittelhofer Gruppe sind es 23). Auf
die sonstige Mehrortsversorgung. treffen 64 selbständige Leitungen und 56 Anschlußleitungen
für gastweise versorgte Orte, in ganzen also 120 Wasserleitungen.

Was die Laufbrunnenversorgung in der Oberpfalz betrifft, so werden durch
Laufbrunnenanlagen allein

ganz versorgt. . 230 Orte mit 1131 Wohngebäuden und 7178 Einwohnern
teilweise versorgt 304 „4929 % „ 30977 »

Mit Ausnahme von 3 kleineren Ortschaften, deren Laufbrunnen durch Wasserleitungen
anderer Orte gespeist werden, haben die in Betracht kommenden Laufbrunnenanlagen üher-
all eigene Wassergewinnung und -zuleitung.

Nach Zahl der Einwohner in den so versorgten Orten heben sich die Bezirksämter
Burglengenfeld, Cham, Nabburg, Tirschenreuth, Vohenstrauß und Waldmünchen besonders
4eraus. Die meisten ganz oder teilweise nur durch Laufbrunnen versorgten Orte weisen
die Bezirksämter Cham und Waldmünchen auf, nämlich 115 und 56. Die größten ober-
ofälzischen Ortschaften, welche lediglich durch Laufbrunnen ‚ganz versorgt werden, sind
lie Stadt Pfreimd (BA. Nabburg) mit 1338 Einwohnern, das Pfarrdorf Leonberg (BA.
Burglengenfeld) mit 1184 Einwohnern und das Pfarrdarf Eschenfelden (BA. Sulzbach) mit
319 Einwohnern,

Die Zahl derjenigen Ortschaften, welche neben anderweitiger Leitungsversorgung auch
Wasser aus selbständigen Laufbrunnenanlagen beziehen, beträgt 172.

548 Brunnen im Freien, und zwar 430 Laufbrunnen, 82 Ventilbrunnen und 36 Zier-
brunnen werden von den mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen mitgespeist.

Geringen Umfang hat in der Oberpfalz die Versorgung durch. Pumpbrunnen mit
motorischem Kraftantrieb. Durch solche kleinere Anlagen sind versorgt

ganz . . 16 Orte mit 20 Wohngebäuden ; 285 Einwohnern
teilweise. 77 „ 2585 (144 Hausanschlüssen) 17 396
HN Siehe Anmerkung 1 Seite 47.
        <pb n="80" />
        Unter den letzteren befindet sich das als besondere Ortschaft geführte, zum Stadt-
bezirk Regensburg gehörige Dorf Weichs (1172 Einw.), das 15 Elektro-Pumpbrunnen und
m übrigen einfache Pumpbrunnen hat.

In 5 ganz und 35 teilweise durch Wasserleitungen versorgten Orten sind neben ander-
weitigen Leitungsanlagen auch noch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb vorhanden.

Von den 87795 Wohngebäuden der Oberpfalz liegen 33709 oder 38,4 v. H. in solchen
Ortschaften, welche durch Wasserleitungen ganz versorgt sind. Die teilweise versorgten
Orte umfassen 30760 Wohngebäude; davon haben 9339 Hausanschluß, d. s. 10,6 v. H. aller
oberpfälzischen Wohngebäude. Hiernach sind von 100 Wohngebäuden in der Ober-
pfalz mindestens 49 durch Wasserleitung versorgt.

Die kreisunmittelbaren Städte haben mit Ausnahme von Weiden und abge-
sehen von mehreren Nebenorten alle vollständige Leitungsversorgung. Die Kreishauptstadt
Regensburg entnimmt das Wasser für ihre Leitung dem Weißen Jura aus 2 unter sich
gefaßten Quellgruppen. U. a. sind auch die als besondere Ortschaften geführten Stadtteile
Stadtamhof (233: 200), Steinweg (224: 190) und Pfarrdorf Reinhausen (432: 195) an die Wasser-
versorgung der Stadt Regensburg angeschlossen und dadurch zum Teil versorgt. Amberg
bezieht für eine Leitung das Wasser aus 4 dem Eisensandstein entspringenden Quellen und
für die andere aus Tiefbrunnen im Weißjura-Dolomit. Aus einer 13,5 km von der Stadt
entfernten, dem Weißen Jura entspringenden Quelle leitet Schwandorf i. Bay. das
Wasser herbei. Neumarkt i. d. OPf. versorgt sich aus Eisensandsteinquellen und durch
Brunnenwasser ‚aus Diluvialsandlagen des Jura-Vorlandes. Die Versorgung der Stadt
Weiden, von deren 1332 Wohngebäuden 1020 Hausanschluß haben, erfolgt durch Wasser
aus Talalluvium und Keupersandstein.

Von den anderen größeren Ortschaften!) der Oberpfalz mit mehr als 2000 Ein-
wohnern entnehmen die Stadt Sulzbach und der Markt Regenstauf das Wasser dem
Weißen Jura, desgleichen die Wasserleitung für das Dorf Hub, aus welcher neben anderen
Orten auch das Pfarrdorf Rosenberg (213:182) versorgt wird. Für die Leitung der Stadt
Burglengenfeld (571:381) kommt als Wasserspender Talalluvium und Weißer Jura, für
iene der Stadt Auerbach der Eisensandstein des Braunen Juras in Betracht.

Quellen aus dem Urgebirge verwenden die Städte Cham (582:401), Furth i. Wald.
Nabburg, Neunburg vorm Wald, Neustadta. d. Waldnaab, Tirschenreuth,
Waldsassen, Vohenstrauß und Waldmünchen sowie die Märkte Floß, Mitter
teich und Windischeschenbach. Cham, Tirschenreuth. Mitterteich und Waldsassen
leiten das Wasser 10 bis 16 km weit herbei.

Die oberpfälzischen Wasserversorgungsgruppen schöpfen fast alle aus den
:eichlichen Wasservorräten des Weißen Juras, auch die inzwischen gebaute Ittelhofer
Gruppe und die geplante Wolfsegg-Heitzenhofer Gruppe. Nur vier entnehmen das Wasser
aus anderen Formationen, nämlich die Wolfsbuch-Paulushofener Gruppe aus Talalluvium,
die Gruppe Ibenthan-Ponholz aus Diluvial-Talschotter, die Gruppen Krummennaab-Burggruh
and Königshütte-Neuhof-Steinmühle aus Urgebirgsquellen.

Nach Zahl der Wohngebäude in den ganz durch Wasserleitungen versorgten Orten
and der Hausanschlüsse in den teilweise versorgten Orten ist die Leitungsversorgung am
weitesten vorgeschritten in den Bezirksämtern Tirschenreuth mit 73 versorgten
Anwesen auf das Hundert, Parsberg mit 68, Beilngries mit 65, Vohenstrauß mit 64,
Neustadta. d, Waldnaab mit 56, Eschenbach‘ mit 54 und Riedenburg mit 52 v. H.
Ähnlich wie in Niederbayern ist auch in der Oberpfalz eine Reihe von Bezirksämtern,
deren Gebiet ganz oder zum großen Teil im Waldgebirge liegt, durch Wasserleitungen gut ver-
sorgt. Dazu gehören vor allem Tirschenreuth, Vohenstrauß und Neustadt a. d. Waldnaab. Das

!) Siehe Anmerkunez 1 Seite 48.
        <pb n="81" />
        Bezirksamt Parsberg hat den hohen Stand seiner zentralen Wasserversorgung vorwiegend
Jer weitgediehenen Gruppenbildung zu verdanken, die auch in den Bezirksämtern Beilngries
und Riedenburg einen ziemlich beträchtlichen Umfang erreicht. Im Bezirksamt Eschen:
bach bieten vor allem die Schichten des Weißen und Braunen Juras, auch die des Keupers
ınd Buntsandsteins günstige Wasserbezugsmöglichkeiten.

Zwischen 49 und 33 bewegt sich der Hundertsatz in den Bezirksämtern Wal dmünchen,
Stadtamhof (jetzt beim Bezirksamt Regensburg), Neunburg vorm Wald, Oberviech-
bach, Sulzbach, Neumarkti.d. OPf, Nabburg, Burglengenfeld und Kemnath.

Die beiden Bezirksämter Roding und Cham, von denen das erstere zum größten
Teil und das letztere ganz im Waldgebiet liegt, bleiben mit einem Hundertsatz von 26 und 25
arheblich hinter den anderen Waldbezirken zurück.

Den niedrigsten Stand haben die Bezirksämter Amb erg und Regensburg, wo von
100 Anwesen durchschnittlich erst 16 bzw. 14 durch Wasserleitung versorgt sind. Im nun-
nehrigen Bezirksamt Regensburg hebt sich durch die Vereinigung mit dem Bezirksamt
Stadtamhof die Verhältniszahl auf 929.

Bezirksamt

Wohn- ‘
gebäude |
bzw. |
Anwesen‘

Davon in ganz durch
Wasserleitung versorgten
Orten gelegen und in den
teilweise versorgten Orten
mit Hausanschluß
ausgestattet
absolut vv. H

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Amberg . oo.
stadt und Bezirksamt Amberg zusammen

4808 ||
5 834

761 |
2 761
1644 |
L 376
2419
1189 |
&gt; 160

15,8
40.4

Weißer und Brauner Jura, Keuper,
Granit und Gneis, Rotliegendes!).
Beilngries , . . .
Burglengenfeld .. 2.2...
stadt Schwandorf i. Bay. und Bezirksamt
Burglengenfeld zusammen
Cham... 0... 0
üschenbach. . . 0.0.0.
Kemnath. . Se
Nabburg . 0
Neumarkt i. d. OPf. 2...
tadt u. Bezirksamt Nenmarkt i. d. OPf.
zusammen
Neunburg vorm Wald . .
Neustadt a. d. Waldnaab . .
Stadt Weiden und Bezirksamt Neustadt
a. d, Waldnaab zusammen
Überviechtach. . . .. 0
Parsberg ,
Regensburg . 0.0.0.0...
Stadt und Bezirksamt Regensburg |
zusammen
Riedenburg. . 2. 0.0.0000...
Roding 0
Stadtamhof?) 0.0.0.0.
Sulzbach. . 2.0.0.0...
Tirschenreuth... 0.0.0000.

2544 |
RR

64,6
36,5

Weißer Jura, Talalluvium.
Weißer Jura, Braunkohlenformation,
Talalluyium. Kreide
1816
760 |
1 094

50,2
25,0
53.7

Kristalline Schiefer und Granit

Weißer und Brauner Jura, Keuper,
Diluyvium, Buntsandstein.

Fon- und kristalline Schiefer, Granit,
Keuper, Rotliegendes!), Buntsand-
stein, Diluvium, Basalt.

Granit und Gneis, Talalluvium, Keuper.

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Diluviale Sandfelder. Keuper.

3.918

1 301 |

93

2.976
4 887

1164

| 954

2.987 |

1144

2944 |

3 269

1080

3 748
A7E

39,1
40,0

5 920
2483

50,5
46,1

Granit und Gneis, Keuper, Kreide.
Diluvium.

Granit und Gneis, Rotliegendes‘*),
Diluvium und Alluvium, Keuper.

4 019

558

5 385
2565
&gt; 583
L979

60,7
42,1
67,7
13.6:

aneis und Granit.

Weißer Jura.

Tüngeres Tertiär (Miozän), Diluvial-
sehofter. Granit und Gnais.

Weißer Jura, Talalluvium.
Granit und Oneis, Keuper, Kreide.
Weißer Jura, Granit, jüngeres Tertiär
(Miozän), Kreide,
Weißer Jura.
Granit und kristalline Schiefer, Ton-
schiefer, jüngeres Tertiär (Miozän),
Diluyium.
Vohenstrauß . 3493 2219 63,5 Gneis und Granit.
Waldmünchen . 2.0.0.0... 2434 1195 „49,1 Gneis und Granit.
Bezirksämter zusammen 77350 || 33766 43,7 | Jura, Urgebirge des Oberpfälzer- und
Oberpfalz | 87 795 43 048 ‚ 49.0 } des Bayerischen Waldes, Trias.
') Das Rotliegende besteht in der Oberpfalz vorwiegend aus roten Lettenschiefern mit eingelagerten
quarzitischen Geröllen.
?) Mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an aufgehoben: der Amtssprengel wurde dem des BA, Regens-
aurg zugeteilt.

9 949
2.795
4 136
4 649

1856
1457
1 084
7141
1278
R 0592

48,8
53,1
26,2
46 .ı
        <pb n="82" />
        Von den 30760 Wohngebäuden in den teilweise. durch Wasserleitung ver
sorgten oberpfälzischen Orten haben 9339, also nicht ganz. !/s, Hausanschluß.
Die 304 Ortschaften, deren teilweise Leitungsversorgung nur durch Laufbrunnen erfolgt, haben
1929 Anwesen. In weiteren 130 Orten bestehen selbständige Laufbrunnenanlagen neben
anderer Leitungsversorgung. Von den Wasserleitungen, welche in den teilweise versorgten
Orten mit Hausanschlüssen ausgestattet sind, werden noch 269 Lauf- und Ventilbrunnen
mitgespeist. Wie viele Anwesen hiernach noch Wasser aus Laufbrunnen erhalten, konnte
nicht festgestellt werden. Wohl der größte Teil der Anwesen in den teilweise versorgten
Orten wird keine Leitungsversorgung genießen, sondern auf anderweitigen Wasserbezug
angewiesen sein. Derselbe erfolgt aus

Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . ..... . ‚in 913 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . . 7 829
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen „ 61 w
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen... A "
Brunnen und Zisternen . 2.0.0.0... „ 133 ,
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . „38
Quellen, Bächen, Flüssen. . . SL HR 7 188
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen „ 20 .

Die 2607 oberpfälzischen Ortschaften, . welche anfangs 1928 keine Wasserleitung
hatten, umfassen zusammen 23326 Anwesen und 141776 Einwohner. Das sind 26,6 v. H.
des gesamten Anwesensbestandes und 22,5 v. H. der Bevölkerung in der Oberpfalz. Ihre
Wasserversorgung beruht auf folgenden Grundlagen:

Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
in der Oberpfalz

Orte

mit....
Wohngebäuden | Einwohnern
hzw. Anwesen
aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . ..... 4 1506 16 188 99 425
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen... 344 5 280 31 588
zus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen 130 2157 13 172
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen , . . 29 148 807
aus Brunnen und Zisternen . . 00 4 296 3844 22419
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . 68 1491 8364
aur aus Quellen, Bächen, Flüssen... 2.0.0.0. 1 ; | 370 1.058 | 6.292
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfs außerhalb des Ortes 5 84 468
Die größten Ortschaften ohne Wasserleitung sind in der Oberpfalz die Städte Hirschau
2319 Einw., BA. Amberg) und Grafenwöhr (2002 Einw., BA. Eschenbach '), die Märkte Bruck
id, OPf. (1480 Einw., BA. Roding), Schmidmühlen (1073 Einw., BA. Burglengenfeld: und
Mantel (1020 Einw., BA. Neustadt a. d. Waldnaab), das Pfarrdorf Sünching (1317 Einw.,
BA. Regensburg) und das Dorf Haselmühl (1008 Einw., Gem. Köfering, BA. Amberg):
Von den Anwesen und Einwohnern derjenigen bayerischen Ortschaften, welche sich
mit Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen, in der Hauptsache also
mit gesammeltem Regen- und Schneewasser begnügen müssen, weil kein Grund-, Quell-
&gt;der Tagwasser in der Nähe der Anwesen bezogen werden kann, entfallen mehr als die
Hälfte auf die Oberpfalz. 401 oberpfälzische Ortschaften mit 2014 Anwesen und 12365
Zinwohnern sind nach dem Stande der Erhebung auf diese primitive Wasserversorgung
angewiesen. Die meisten. von diesen Orten liegen auf solchen Teilen der wasserarmen
Jurahochfläche, die noch nicht in die systematische Gruppenwasserversorgung einbezogen
sind, Besonders zahlreich sind die mit Regen- und Schneewasser versorgten Anwesen in
den Bezirksämtern Parsberg (568 Anw.) und Sulzbach (463 Anw.) vertreten. Nennenswerten
Jmfang weist diese Art der Wasserversorgung auch auf in den Bezirksämtern Neu-
markt i. d. OPf. (288 Anw.), Amberg (228 Anw.), Burglengenfeld (138 Anw.), Riedenburg
127 Anw.) und Stadtamhof (86 Anw.: jetzt beim Bezirksamt Regensburg).
1 In der vorgenannten Einwohnerzahl der Stadt Grafenwöhr sind auch die Bewohner der zum
DEEP g af hun seplate Grafenwöhr gehörigen und durch dessen Wasserleitungsanlage versorgten Wohn-
zebäude enthalten.
        <pb n="83" />
        Am stärksten sind mit derart versorgten Ortschaften die folgenden Gemeinden ver-
;reten:
Bezirksamt a

darsberz, .

Sulzbach . .

Neumarkt i.d.OPf.

Gemeinde

Nur durch
Zisternen u. ä.
versorgte

An-
Orte wesen
97

Jegerndorf .
Inslwang . .
Vrabertshofen .
t*eroldsee . .
iriffenwang .
troßbissendorf
Törmannsdorf .
‚üutzmannstein
”rönsdorf . .
laitenbuch. .
lonsolden . .
Iudenshofen .
Jnterödenhart
\ugsberg . .
ückeltshof . .
Trechetsfeld ..
Pürnried. . .
}aißach . ...
kötzendorf . .
Aittelreinbach
Veidstein . .
jchmidtstadt ,
ichwend. . .
P’rondorf. . ..
Zrunn. . . 0...
Jeinschwang . . &amp;
Ingelshere . 7

26
AR

Bezirksamt Gemeinde

Nur durch
Zisternen u. ä.
versorgte

An-
Orte wesen
19

Neumarkt i.d.OPf.

ebertshofen
Pettenhofen
Thonhausen

Winkl. . .
Egelsheim .
arsdorf. ...

Haag . . ..
Mendorferbuch
Vilshofen . .
Winbuch . .
Wolfsbach . .

Zant . 0.0.0.
Zergheim . .
Dietldorf. . .
£rachenhausen .
Meßnerskreith .
zohrbach . .
Hattenhausen. . $
Tettenwanz . . 8

\mberg .

Burglenzenfeld

Riedenburg . .

21
61
Stadtamhof (jetzt
beim Bezirksamt
Regensburg). .

Heitzenhofen . . 2 17
Pielenhofen, .. 4 22
Wolfsegg .. . 6 19
Saltendorf . . . 8 14
Hochbrunn . 2 13

Nabburg . . .
Roding . 2.

Die größten Orte darunter sind die Pfarrdörfer Tettenwang (58 Anw., 323 Einw.),
Lutzmannstein (47 Anw., 286 Einw.). Hörmannsdorf (32 Anw.. 215 Einw.) und Fürnried
36 Anw., 185 Einw.).

Von den. bei den Bezirksämtern Burglengenfeld und Riedenburg aufgezählten Orten
kommen 16 zur geplanten Wolfsegg-Heitzenhofer Gruppe. Sie haben zusammen 70 Einwohner.

Bei länger dauernder Trockenheit reichen natürlich die Wasservorräte in den Zisternen
and sonstigen Wassersammelstellen mangels notwendiger Ergänzung nicht aus. Das Wasser
muß dann oft weit über Berg und Tal herbeigefahren werden: Für das Pfarrdorf Lutz-
mannstein und eine Reihe weiterer Ortschaften der gleichen Gemeinde muß beispielsweise
in trockenen Zeiten das Wasser aus Entfernungen von 8 bis 10 km herangeschafft werden.
Im ganzen haben 35 Orte, die zusammen 167 Anwesen und 972 Einwohner zählen, mit-
zeteilt, daß sie ihre Wasservorräte immer oder zeitweise durch Wasserholen von auswärts
ergänzen müssen, .

5 Ortschaften mit 84 Anwesen und 468 Einwohnern decken ständig ihren Wasser-
bedarf durch Herbeiholen von auswärts. Die größte davon ist das Dorf Wolfsegg
BA. Stadtamhof, jetzt Regensburg) mit 62 Anwesen und 338 Finwohnern, wo der ganze
Wasserbedarf stundenweit über Berge herbeigefahren und -getragen werden muß. Das Dorf
xommt jetzt zur Wolfsegg-Heitzenhofer Gruppe.
5. Oberiranken.
In Oberfranken kann man drei große Gebiete unterscheiden. Den Osten und Nord-
sten beherrscht waldreiches Gebirgsland, das Fichtelgebirge und der Franken-
wald. Das Fichtelgebirge besteht vorwiegend aus paläozoischen Gesteinen, hauptsächlich
Tonschiefern und Grauwacken, sowie aus kristallinen Schiefern mit granitischen und basal-
schen Durchbrüchen. Der Frankenwald, der einen Teil des Thüringisch-Fränkischen
Schiefergebirges bildet. besteht fast ausschließlich aus paläozoischen Gesteinen. Der breite
        <pb n="84" />
        Raum zwischen Rotem Main, Main und Pegnitz ist fast ganz von dem Vorland und
Gebirge des Frankenjuras ausgefüllt, dessen südwestlicher Teil hier wegen seiner land-
schaftlichen Reize als „Fränkische Schweiz“ bezeichnet wird. Das Land westlich und
nördlich vom Jura besteht vorwiegend aus Keuper. Am Westrande des J uragebirges
entlang ziehen weite diluviale Sandfelder. Nördlich von Coburg und im Raum
zwischen Frankenwald-Fichtelgebirge und dem Jura treten neben Keuper und jurassischen
Jberresten auch Buntsandstein und Mus Chelkalk hervor.

Die Flächenausdehnung Oberfrankens beträgt 7506,7 qkm. Es hat 3668 Ort-
schaften, 107095 Wohngebäude und 757515 Einwohner. An durchschnittlicher
Bevölkerungsdichte steht Oberfranken unter den acht Kreisen Bayerns an vierter Stelle.
Auf 1 qkm treffen 101 Kinwohner.

Für Oberfranken hat die Erhebung folgenden Stand der Wasserverso rgung
argeben:

Wasserversorgung

Orte
in
Yberfranken

Mit...
Nohngebäuden |
bzw. Anwesen

Einwohnern
Ganz durch Wasserleitung versorgt
Teilweise durch Wasserleitung versorgt. .
Ohne Wasserleitung . .

»

. 290 54 720 452 947
35,2 51,1 59,8
998 33 745 200 220
27,2 831,5 26,4

L 380 18 630 104 348
87,6 17,4 13,8
3668 | 107 095 757 515
100 100 188

Zusammen

Annähernd %/7 der oberfränkischen Bevölkerung leben darnach in Orten, welche
durch Wasserleitungen vollständig versorgt sind. Auf die teilweise versorgten Orte treffen
und 37 und auf die Orte ohne Wasserleitung rund !/7.

Die Vollversorgung durch Wasserleitungen erfolgt in Oberfranken an-
nähernd im gleichen Umfange durch Anlagen, welche über den versorgten Ort selbst nicht
hinausgehen und durch Leitungsnetze. aus welchen mehreren Ortschaften die Versorgung
mit Wasser zuteil wird.

Für die teilweise versorgten Orte kommen vorwiegend nur örtlich beschränkte
Wasserleitungen in Betracht.

Wasserversorgung
durch

Einzelortsleitungen allein. . . 4
davon kleinere Anlagen... 0.0.00}
Mehrortsleitungen und daneben bestehende
örtliche Leitungsanlagen . . .. .
Mehrortsleitungen allein . . . .0
Zusammen

Versorgt in Oberfranken
_ganz teilweise
| mit.... mit....
Wohn- . Wohn- Haus- ;
Orte gebäuden | Ein- Orte | ge teillen an- | Ein-
bzw. wohnern | „bzw.  [schlüs-| wohnern
Anwesen Anwesen sen
861
624

28 920
3.946

216 413
92 747

917
RAR

31 474
96 8922

4575
9 px

185 078
155 047
1 126839 147702 © 736 ı 238 5081
E18 | 13161 88 832 57 / 1535 | 877 | 10061
1290| 54720 | 452 947 | 998 | 33745 15690 ! 200220
Bei der Mehrorts versorgung spielt auch in Oberfranken die Gruppenwasser-
versorgung eine ziemlich beträchtliche Rolle. Das Übergewicht liegt jedoch weitaus bei
der sonstigen Mehrortsverso rgung, in deren Rahmen namentlich auch mehrere
zroße Städte erscheinen, aus deren Leitungen noch weitere Ortschaften mitversorgt werden.
        <pb n="85" />
        C ganz
mit....
P Wohn- . .
Orte | gebäuden ' Ein-
bzw. |wohnern"
Anwesen

Versorgt in Oberfranken
teilweise
mMit...,
. Wohn- | Haus. .
Orte | gebäuden | an- Ein-
bzw. schlüs- | wohnern
Anwesen sen

Wasserversorgung
durch

ruppenleitungen allein . 2.0.0.0...

3ruppenleitungen und daneben bestehende

andere Leitungsanlagen . .... 0.0...

sonstige Mehrortsleitungen allein. . . ..

davon gastweise , 0.0

ıonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . .. 41 | 12191
davon gastweise (durch Mehrortsleitungen) 114 1 2628
zusammen | 429 | 25800

184 | 4435

24 7927

L9

5354

348! 3013
2 636
34 105
2 757

2 {
88 |
I8

73
981
364

28
529
104

405
7048
2477
10 4676
u| 8 282
1115 ! 15142
In Oberfranken bestehen 33 Wasserversorgungsgruppen. Die meisten davon, nämlich
23, liegen im Juragebiet, 4 im Fichtelgebirge und 6 im Gebiete zwischen Fichtelgebirg-
Frankenwald und dem Jura.
Von den 33 Gruppen dehnen sich 20 auf den ganzen oder teilweisen Bereich von je
2 politischen Gemeinden aus. Bei 4 Gruppen sind Ortschaften von je 3 politischen Ge-
Neinden, bei 2 Gruppen solche von je 4, bei 1 Gruppe Ortschaften von 5 Gemeinden und
vei weiteren 2 Gruppen solche von 6 Gemeinden beteiligt. Die übrigen 4 Gruppen berühren
las Gebiet von 7, 8, 10 und 13 politischen Gemeinden.
Die größeren oberfränkischen Gruppen sind die folgenden:
Die Gruppenleitung versorgt
ganz teilweise
| mit... mit...
Wohn- . Wohn- .
Orte gebäuden| Kin- Orte gebäuden| Ein-
| bzw. woh- | bzw. woh-
Anwesen! vern Anwesen! nern

Bezirksamt

Wasserversorgungsgruppe

träfenhäusling-—Schedderndorf .
£istelbach—Pittersdorf . .
“ufseß-Gruppe 2. 2.0.0...
berfellendorf—Birkenreuth . ..
bermannstadt—Breitenbach . . .
eckenhof—Hochstahl—Tiefenlösau .
'roßengsee-Gruppe . .. . 1.
lundshauptener Gruppe . . ..
lasberg-Gruppe . . ...0..
urggrub—Haig . . .0.0.040
Tleinvichtach—Unterrodach .
\zendorfer Gruppe . . 2...
\ılt- und Neudrossenfeld??. . 2.0.0.0...
Nillmersreuth—Mainleus*) . 2.0...
Cleinziegenfeld— Wölkendort 3 (III Weismain-
Gruppe). 2... 0... ‚3
‚ettenreuth—Marktzeuln . . . .‚ w +J
tothmannsthaler Gruppe 2.0.0...
Weidener Gruppe®) (I. Weismain-Gruppe) . .
etzenstein-Gruppe IH. . .. .
etzenstein-Gruppe IL’) . .
„lbersberger Gruppe. . .
Cühlenfels-Gruppe. . . .
/egnitz-Gruppe. . . ..
Wichsenstein-Gruppe . .
Wiesent-Gruppe®). .. . ..
Spielberg—Heidelheim . . ..
Schönbrunn —Furthammer ,
Wölsauerhammer—Haag a
Von den angeschlossenen Orten gehören:
*) 1 Ort zum BA. Bayreuth; *) 1 Ort zum BA. Lichtenfels; ?) 2 Orte zum BA, Bamberg I; *) 2 Orte
zum BA. Bamberg I, 1 Ort zum BA. Staffelstein; *) 1 Ort zum BA. Bamberg I, 1 Ort zum BA. Ebermann-
stadt; °) 6 Orte zum BA. Forchheim: 7) 8 Orte zum BA. Forchheim: ®) 6 Orte zum BA. Ebermannstadt.
        <pb n="86" />
        Nach Zahl der versorgten Einwohner sind von den oberfränkischen Gruppen die fünf
bedeutendsten die beiden Betzenstein-Gruppen, die Wiesent-Gruppe, die Gruppen Letten
reuth-Marktzeuln und Kleinvichtach-Unterrodach.,

Bei den Ortschaften der Aufseß-Gruppe erfolgt die Wasserversorgung vorwiegend
durch Laufbrunnen. Eine Ausnahme bildet das Dorf Hubenberg (Gemeinde Gösseldorf),
von dessen 25 Anwesen 21 mit Hausanschluß ausgestattet sind. Ähnlich liegen die Ver-
hältnisse bei der Gruppe Kleinziegenfeld- Wölkendorf, wo nur das aus 22 Anwesen bestehende
Dorf Wölkendorf 20 Hausanschlüsse hat.

Was die sonstige Mehrortsversorgung betrifft, so wurden in Oberfranken 110
diesbezügliche Fälle festgestellt. Die Kreishauptstadt Bayreuth läßt an ihrer Wasserver-
sorgung noch 3 besondere Ortschaften‘ des eigenen Stadtbezirks mit 42 Wohngebäuden
und 899 Einwohnern sowie 8 Ortschaften anderer politischer. Gemeinden mit 94 Wohn-
gebäuden und 569 Einwohnern teilnehmen. Ferner werden beispielsweise von den Wasser-
leitungen der nachgenannten Städte außer der betreffenden Stadt selbst noch folgende
Ortschaften ganz oder teilweise mitversorgt:

Stadt Coburg . . . .. „3 weitere Ortschaften mit 32 Wohngebäuden und 194 Einwohnern
Hof 2 0, 336 ». 3176
Kulmbach . . 2... 9 # 246 » „ 2336
Selb 10.00 . 11% ) » 1245
Lichtenfels... ... 38 “ 455 % „ 8123
Naila... 3 “ 38 m % 312
Pegnitz . . 2 48 243
[{n 73 Fällen sind an der sonstigen Mehrortsversorgung nur Ortschaften der gleichen

politischen Gemeinden beteiligt. In 37 Fällen greift sie auf das Gebiet mehrerer politischer

Gemeinden über:
Bereich | Fälle

_ Hierbei werden
versorgt !)
EBENE)
teilweise
mit ....
Wohn- ;
Orte ı gebäuden Ein-
bzw. |wohnern
Anwesen

der sonstigen Mehrortsversorgung
in Oberfranken

ganz
Ge‘ mit....
: | | Wohn- .
meinden| Orte gebinden | Ein-
dene" | wrohneen
Gleiche politische ((emeinde . .

7R

70
Verschiedene polit. Gemeinden .

37.
zusammen | 110 | 156

144

4 863
995

16 054
96
20.917
12191

33 522
; 502
75 649

38

730
161
914

9

4643
1019
7081
3.657
11724
4676

r

20°
145 066

BAR
Im Dienste der Wasserversorgung Oberfrankens stehen im ganzen 2338 Wasser.
leitungen, wobei die örtlichen Laufbrunnenanlagen mit eigener Wassergewinnung und
die Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb nicht eingeschlossen sind. Weit über-
wiegen an Zahl die 2111 Leitungsanlagen, welche sich jeweils auf die Versorgung einer
einzigen Ortschaft beschränken, Gruppenleitungen bestehen 33. Auf die sonstige Mehr-
ortsversorgung entfallen 194 Anlagen, nämlich 110 selbständige Leitungen und 84 Anschluß-
leitungen für gastweise versorgte Orte.

Die Laufbrunnenversorgung hat in Oberfranken ziemlich großen Umfang. Es
werden nämlich durch Laufbrunnenanlagen allein

ganz versorgt , . 308 Orte mit 2408 Wohngebäuden und 13503 Einwohnern
teilweise versorgt . 345 , „ 9332 u „ 52621 %

Unter den 308 Ortschaften mit vollständiger Laufbrunnenversorgung befinden sich 8
von der Aufseß-Gruppe und 1 von der Gruppe Kleinziegenfeld- Wölkendorf mit zusammen
147 Anwesen und 939 Einwohnern, unter den 345 Ortschaften mit teilweiser Laufbrunnen-

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 47.
        <pb n="87" />
        versorgung ebenfalls.'2 der genannten. Gruppen mit zusammen 87 Anwesen und 427 Ein-
wohnern. Weitere 6 ganz oder teilweise durch Laufbrunnen versorgte Orte mit 101 An-
wesen und 587 Einwohnern bekommen das Wasser aus Leitungen fremder Orte, Im übrigen
haben die in Betracht kommenden Laufbrunnenanlagen in den betreffenden Orten durchweg
selbständige Wassergewinnung. .

Die meisten Einwohner weisen bei den Orten mit vollständiger Laufbrunnenversorgung
diejenigen in den Bezirksämtern Bamberg I (nunmehr mit dem Bezirksamt Bamberg II
zum Bezirksamt Bamberg vereinigt), Bayreuth, Ebermannstadt und Wunsiedel auf. Bei
der teilweisen Laufbrunnenversorgung treten nach Einwohnerzahl der betreffenden Ort-
schaften besonders stark die Bezirksämter Bamberg II, Coburg und Münchberg hervor.
Die größten oberfränkischen Ortschaften mit vollständiger und ausschließlicher Laulbrunnen-
versorgung sind im Bezirksamt Bamberg I das Pfarrdorf Lohndorf sowie die Dörfer Melken-
dorf, Unteroberndorf, Tiefenellern, im Bezirksamt Bamberg Il das Dorf Neuhausen, im
Bezirksamt Bayreuth das Pfarrdorf Mistelgau sowie die Dörfer Meyernberg und Truppach,
im Bezirksamt Ebermannstadt die Pfarrdörfer Drosendorf und Drügendorf, das Kirchdorf
Niedermirsberg und das Dorf Mittlerweilersbach (letzteres Gem, Oberweilersbach), im Bezirks-
amt Kulmbach das Dorf Kauernburg, im Bezirksamt Pegnitz der Markt Trockau und im
Bezirksamt Staffelstein das Dorf Loffeld (Gem. Horsdorf). Die genannten Ortschaften
haben alle mindestens 200 Einwohner, die größte davon ist das Pfarrdorf Mistelgau mit 536
Einwohnern.

Orte, welche neben anderweitiger Leitungsversorgung auch noch Wasser aus selb-
ständigen Laufbrunnenanlagen beziehen, gibt es in Oberfranken 260.

In vielen Orten werden sodann von den mit Hausanschlüssen versehenen Wasser-
leitungen. auch noch Brunnen im Freien mitgespeist. Es.handelt sich hierbei in Ober-
franken um 735 Laufbrunnen, 196 Ventilbrunnen und 81 Zierbrunnen.

Die Wasserversorgung mittels Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
spielt in Oberfranken keine große Rolle. Durch solche kleine Anlagen sind versorgt

ganz . . 11 Orte mit 12 Wohngebäuden 67 Einwohnern

teilweise. 62 „ 83661 ” (117 Hausanschlüssen) 20079 5

Neben anderweitiger Leitungsversorgung kommen Pumpbrunnen mit motorischem
Kraftantrieb ferner in 4 ganz und 88 teilweise versorgten Orten vor.

In Oberfranken sind 1290 Ortschaften durch Wasserleitungsanlagen‘ vollständig ver-
sorgt. Auf dieselben entfallen von den 107 095 oberiränkischen Wohngebäuden etwas mehr
als die Hälfte, nämlich 54720 oder 51,1 v.H. Auf die teilweise versorgten Orte treffen
33745 Wohngebäude; 5690 davon haben Hausanschluß, das sind 5,8 v. H. aller Wohn-
gebäude. Oberfrankens. Von 100 Wohngebäuden sind hiernach in Oberfranken
mindestens 56 durch Wasserleitungen versorgt.

Mit Ausnahme von Rodach b. Coburg besteht in allen kreisunmittelbaren Städten
Oberfrankens Vollversorgung durch Wasserleitungsanlagen. Die Kreishauptstadt Bayreuth
leitet das Wasser aus 4 Quellgebieten herbei, aus Granitschuttquellen des Fichtelgebirges
— das Quellgebiet ist 17 km von der Stadt entfernt —, aus Eisensandstein- und Rätsand-
steinquellen. Eine fünfte Leitung wird von Keupersandsteinbrunnen gespeist. Auch die
im Gneis liegenden Wasserentnahmestellen für Kulmbach sind 17 km weit von der Stadt
entfernt, Hof leitet das Wasser aus Gebieten kristalliner Schiefer und paläozoischer Ge-
steine bis zu 13 km weit her, Selb ebenfalls aus Urgebirgsquellen 6 km weit. Bamber g
und Forchheim entnehmen das Wasser aus diluvialen Sandfeldern, Coburg und Neu-
stadt b. Coburg aus dem Buntsandstein, Marktredwitz aus paläozoischem Kalkstein
und Tonschiefer. Rodach b. Coburg ist in ganz geringem Umfange durch kleinere
Leitungsanlagen versorgt. 10 Anwesen haben Elektro-Pumpbrunnen, ein weiteres Anwesen
        <pb n="88" />
        hat Hausanschluß an eiuen der 5 öffentlichen Laufbrunnen, die #2 übrigen neben 15
öffentlichen Pumpbrunnen die Stadt versorgen.

Was die sonstigen durch Wasserleitungen versorgten Orte in Oberfranken mit mehr
als 2000 Einwohnern ') betrifft, so haben ihre Wasserentnahmestellen in Gebieten kristalliner
Schiefer die Städte Schwarzenbach a. d. sächs. Saale, Helmbrechts, Münchberg,
der Markt Oberkotzau und das Pfarrdorf Schönwald, in Gebieten paläozoischer
Gesteine die Städte Naila, Rehau sowie die Märkte Wallenfels und Selbitz.

Aus dem Granitschutt des Fichtelgebirges entspringen die Quellen für die
Wasserleitungen der Städte Wunsiedel, Kirchenlamitz und Weißenstadt.

Die Stadt Arzberg verwendet Quellen aus Gneis- und Tonschiefergebiet, 8

Als Wasserspender für die Stadt Kronach kommt Buntsandstein, für die Stadt
Pegnitz Eisensandstein und für die Stadt Lichtenfels Weißer Jura in Betracht.

Die Stadt Burgkunstadt entnimmt das Wasser aus Keupersandstein, ebenso das
Pfarrdorf Gaustadt, welches anfangs 1928 nur einen Laufbrunnen und einfache Pump-
brunnen hatte, inzwischen aber durch eine Wasserleitungsanlage nahezu vollständig (240: 180)
versorgt wurde,

In der Stadt Herzogenaurach (520: 15) bestehen 10 Elektro-Pumpbrunnen, 3 kleinere
Wasserleitungen und 1 Laufbrunnen mit eigener Wassergewinnung, im Pfarrdorf Michelau
(475 : 5) 5 Elektro-Pumpbrunnen. Im übrigen versorgen sich die beiden Orte mit einfachen
Pumpbrunnen. Lediglich einfache Pumpbrunnenversorgung haben die Stadt Höchstadt
a. d. Aisch und der Markt Hallstadt (Bezirksamt Bamberg I).

Von den genannten 28 größeren oberfränkischen Wasserversorgungs-
gruppen entnehmen das Wasser dem Rätsandstein die Gruppen Mistelbach-Pittersdorf
und Willmersreuth-Mainleus, dem Eisensandstein die Gruppe Ebermannstadt-Breitenbach
und die Wichsenstein-Gruppe, dem Keupersandstein die Gruppen Alt- und Neudrossen-
feld sowie Lettenreuth-Marktzeuln, dem Buntsandstein die Gruppe Burggrub-Haig, dem
Muschelkalk die Gruppe Kleinvichtach-Unterrodach, aus Tal-Alluvium die Azendorfer
Gruppe. Urgebirgsquellen des Fichtelgebirges verwenden die Gruppen Spielberg-
Heidelheim, Schönbrunn-Furthammer, Wölsauerhammer-Haag. Die weiteren 16 größeren
Gruppen stützen sich alle auf die Wasservorräte des Weißen Juras.

Von den Bezirksämtern Oberfrankens sind Pegnitz und Wunsiedel am
weitesten in der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen vorgeschritten. Wenn man die
Zahl der Anwesen in den mittels Wasserleitungen ganz versorgten Orten und die Zahl
der Hausanschlüsse in den teilweise versorgten Orten in Betracht zieht, so sind in ersterem
von 100 Anwesen mindesters 79 und in letzterem mindestens 72 durch Wasserleitungen
versorgt. Im Bezirksamt Pegnitz, das ganz im Jura liegt, ist dies vor allem der weitge-
diehenen Gruppenwasserversorgung zu verdanken; fast ?/s der hier in Betracht kommenden
3782 Anwesen sind durch Jura Gruppen versorgt. Den Ortschaften des Bezirksamts
Wunsiedel, dessen Gebiet im Fichtelgebirge liegt, kommen die wasserreichen Schutt-
decken in diesem Gebirge zustatten.

Es folgen sodann die Bezirksämter Naila mit 66, Kronach und Lichtenfels
mit 64, Stadtsteinach mit 63, Rehau mit 61 und Kulmbach mit 60 v. H.

Zwischen 58 und 50 bewegt sich der Hundertsatz in den Bezirksämtern Teusch-
nitz, Bayreuth, Berneck (inzwischen aufgehoben und auf die Bezirksämter Münch-
berg, Bayreuth und Kulmbach aufgeteilt), Ebermannstadt und Hof, zwischen 48 und
30 in den Bezirksämtern Forchheim, Münchberg, Staffelstein und Bamberg I.

Am schwächsten ausgebaut ist die Versorgung durch Wasserleitungen in den Bezirks:
ämtern Coburg mit 23 v. H., Bamberg II mit 17 v. H. und Höchstadt a. d. Aisch
mit nur 5 v.H. Im Bezirksamt Coburg besteht der Untergrund gut zur Hälfte, im Be-

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="89" />
        zirksamt Bamberg II fast ganz und im Bezirksamt Höchstadt a. d. Aisch durchweg aus
Sandsteinkeuper. Die Bodenverhältnisse sind dort zumeist so günstig, daß sie eine leichte
und nachhaltige Versorgung der einzelnen Anwesen mittels Pumpbrunnen gestatten. Die
Bevölkerung gibt sich. damit im allgemeinen zufrieden und kann sich schwer zu einer
kostspieligen Leitungsversorgung entschließen.

Bezirksamt

Wohn-

gebäude
bzw.

Anwesen!

Davon in ganz durch
Wasserleitung versorgten
Orten gelegen und in der
‚eilweise versorgten Orten
” mit Hausanschluß

ausgestattet

Absolut

Hauptsächlich vorkommende ‘
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Bamberg IN...

4826

1 463
Bamberg II .
Stadt Bamberg u. Bezirksämter Bamberg I

und Bamberg II zusammen
Bayreuth . . .. „0
Stadt u, Bezirksamt Bayreuth zusammen
Berneck i. Fichtelgebirge?) . F

17,2

30,8
906 |

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Diluvial-Sand, Keuper.
Keuper, Diluvial-Sand.

59265

14 616
4.553
1157

6 894
2479

5 083
1322 |

47,2
54,4
71,0

Keuper, Brauner und Schwarzer Jura,
Buntsandstein, Muschelkalk, paläo-
zoische Gesteine, Granit.

Kristalline Schiefer, paläozoische Ge-
steine, Granit, Keuper.

Keuper, Buntsandstein, Muschelkalk,
Schwarzer Jura

2 431

54,4
Coburg . . 0.2...
Städte Coburg, Neustadt b. Coburg, Ro-
dach b. Coburg und Bezirksamt Coburg
zusammen
Ebermannstadt . . 0.0.0.0.
Forchheim . . 0.0.0.0...
Stadt u. Bezirksamt Forchheim zusammen |
Höchstadt a. d. Aisch. . , .'.-

7 080

1652 |

036

10 739
4.295

4855 45,2
2.228 51,0

Weißer und Brauner Jura.
5441
6369

2631 |
8 543

48,4
55,6

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Keuper, Dilurial-Sand.
5 058

247

4,9
Hof © % : % E Mm kw sm
Stadt und Bezirksamt Hof zusammen
Kronach. . ..

Kulmbach . . .
Stadt u. Bezirksamt Kulmbach zusammen
Lichtenfels .....0...
Münchberg . „= m +4
Naila... a
Pegnitz .

Keuper.
Paläozoische Gesteine, kristalline
Schiefer.

3499
A174

1.750
4884
3624

|

50,0
71a
5637

648

Paläozoische Gesteine, Buntsandstein,
Muschelkalk, Rotliegendes, Keuper,

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Keuper, Buntsandstein, Muschelkalk.
kristalline Schiefer.

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Keuper, Diluvial-Sand. ;

Kristalline Schiefer, Granit, paläozo-
ische Gesteine,

Paläozoische Gesteine, Gneis.

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura

Granit, Kkristalline Schiefer, paläo-
zoische Gesteine.

Paläozoische Gesteine, Gneis, Keuper,
Muschelkalk.

Schwarzer, Brauner und Weißer Jura,
Keuper, Diluvial-Sand.

Paläozoische Gesteine, Rotlierendes.

4377
5 487

2608
8718
3 8492

59,8
67,8
636

6048

3 828

1705
2577
3.782

44,5
3930 |

65,6
4 801

788
Rehau . . .
Siadt Selb u Bezirksamt Rehau zusammen
Stadtsteinach . . +04]
Staffelstein... 2.0.0.0... ]
Teuschnitz . „0
Wunsiedel . .
Stadt Marktredwitz und Bezirksamt
Wunsiedel zusammen
Bezirksämter zusammen

2781
83727 -
2 780

1679
2625
1.735
1188
1987 |
4474

61,5
70,4

632,4
30,5
57,7
79,0

2 714
23446 |
6216

Granit, Kkristalline und paläozoische
Schiefer, Bagalt.
5.126 74,6
43 824 / 48.1
Oberfranken | 107095 | 60410 56.

Urgebirgs- und paläozoische Gesteine
| des Fichtelgebirges und Franken-
waldes, Jura- und Triasschichten.
„') Mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an aufgehoben; der Amtssprengel wurde dem des BA. Bam-
berg IL zugeteilt, das seitdem die Amtsbezeichnung Bezirksamt Bamberg führt.
?) Mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an aufgehoben: der Amtssprengel wurde auf die Bezirks-
äamter Münchberg, Bayreuth und Kulmbach aufgeteilt.
        <pb n="90" />
        Die teilweise durch Wasserleitungen versorgten Ortschaften. Ober-
.rankens haben im ganzen 33745 Wohngebäude. Etwas mehr als !/e davon, nämlich
5690 sind mit Hausanschlüssen ausgestattet. Dazu kommt noch eine ziemlich umfang-
:eiche Versorgung durch Laufbrunnen. Die Zahl der mitgespeisten Lauf- und Ventil-
brunnen beträgt in den teilweise versorgten Orten 346. In 345 Orten mit 9332 Anwesen
beruht die teilweise Leitungsversorgung nur auf Laufbrunnen. Weitere 202 teilweise ver-
sorgte Ortschaften haben neben anderer Leitungversorgung auch noch selbständige Lauf-
brunnenanlagen. Wieweit diese teilweise Versorgung durch Laufbrunnen geht, konnte
nicht festgestellt werden. Jedenfalls muß ein beträchtlicher Teil von Anwesen das Wasser
auf andere Weise beziehen, und zwar aus

Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . . 0.0.0.0... 1. in 789 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0000 „ 234
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen. . 40
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen. ‚ . . „9
Brunnen und Zisternen. . oo. 020 „ 9%
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen. ‚ . . 0... „18
uellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0000 RL 109
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen ,. .„ 14

1380 oberfränkische Ortschaften hatten bei Durchführung der Erhebung keine
Wasserleitung. Die Zahl ihrer Anwesen beträgt insgesamt 18630, die ihrer Bewohner
104348. Das sind 174 v. H. aller Anwesen in. Oberfranken und 13,s v. H. der ober-
‘ränkischen Bevölkerung. Ihre Wasserversorgungsverhältnisse sind folgendermaßen gelagert:
Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung | Orte —— mL
in Oberfranken 'Wohngebäuden| Kinwohnern
bzw. Anwesen

aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . . 2.0.0.0... 918
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . . . 185
aus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen 93
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, klüssen . . . 16
aus Brunnen und Zisternen . oo. 124
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .. 41
aur aus Quellen, Bächen, Flüssen . ...0.0.0.0.0..., | 284
lurch Beiholen des ganzen Wasserbedarfs außerhalb des Ortes 6

Unter den oberfränkischen Orten ohne Wasserleitung sind sechs, welche über
1000 Einwohner haben, Es sind dies die Stadt Höchstadt a. d. Aisch (2136 Einw.), die
Märkte Hallstadt (2329 Einw., BA. Bamberg I) und Burgebrach (1007 Einw., BA. Bam-
oerg II), die Pfarrdörfer Hirschaid (1594 Einw., BA. Bamberg 1), Neuses b. Coburg
1244 Einw., BA. Coburg) und Altenkunstadt (1192 Einw., BA. Lichtenfels).

Die Versorgung mit Regen- und Schneewasser aus Zisternen, Ortsweihern und ähn-
lichen Wassersammelstellen kommt nach der Oberpfalz am meisten in Oberfranken vor,
wenn auch bei weitem nicht in dem Umfange wie dort. Immerhin müssen sich noch
77 oberfränkische Orte mit 608 Anwesen und 3522 Einwohnern ausschließlich mit dieser
primitiven Wasserversorgung begnügen. Sie liegen mit wenigen Ausnahmen im Jura und
Frankenwald. Die meisten von diesen mit Regen- und Schneewasser versorgten Anwesen
aaben die Bezirksämter Naila (256 Anw.), Ebermannstadt (108 Anw.) und Kulmbach (93 Anw.).

Am stärksten sind mit solchen Anwesen die folgenden Gemeinden vertreten:

Nur durch Nur durch
Zisternen u. ä. Zisternen u. ä.

(Gemeinde versorgte Gemeinde versorgte
An- An-

Orte wesen Orte wesen

Döbra . ... 4 40 Schönfeld . . . 1 12
Löhmar. . 9 70 Menchau . . . 1 14
Meierhof , ... 6 35 Sanspareil, . . 3 77
Räumlas . 5 101 Jberailsfeld . . 1 21
Dürrbrunn . . 1 43 Birnbaum -. . 1 64

3ös880ldarf a 44.
        <pb n="91" />
        Die drei größten unter diesen mit Zisternen und Ortsweihern versorgten Ortschaften
sind das Pfarrdorf Birnbaum (64 Anw., 371 Einw.), die Dörfer Großenhül (37 Anw.,
222 Einw., Gemeinde Sanspareil) und Dürrbrunn (43 Anw., 215 Einw.).

6 Einöden mit zusammen 9 Anwesen und 43 Einwohnern holen das benötigte Wasser
ständig von auswärts herbei. Weitere 17 Ortschaften mit 218 Anwesen und 1208 Ein-
wohnern müssen ebenfalls zu dieser Aushilfe greifen, soweit die Wasservorräte im Orte
selbst zur Deckung des Bedarfs nicht ausreichen.
6. Mitteliranken.

Der Boden Mittelfrankens wird zum größten Teil vom Keuper gebildet. Osten,
Südosten und Süden dieses mittelfränkischen Keupergebietes sind Bereich des Sandstein-
geupers, im Westen und Nordwesten sind die Schichten des Gipskeupers und auch des
Lettenkeupers vorherrschend. In der Gegend zwischen Rothenburg ob der Tauber und
Uffenheim treten in den Tälern des Taubergebietes auch Muschelkalklagen hervor. Den
südlichen Teil Mittelfrankens und ein beträchtliches Stück Land im Nordosten des Kreises
aimmt der Frankenjura ein. An dem bedeutenden, wasserreichen Diluvial-Sandfeld,
das bei Weißenburg i. Bay. beginnt und sich über Nürnberg, Erlangen und Bamberg
ins Maintal fortsetzt, hat Mittelfranken erheblichen Anteil. Auch das Pegnitztal zwischen
Nürnberg und Hersbruck bedeckt ein derartiges Sandfeld.

Mittelfranken hat einen Gebietsumfang von 7602,7 qkm. Die Zahl seiner
Ortschaften beträgt 2940, seiner Wohngebäude 116055 und seiner Einwohner
998458. Was die durchschnittliche Bevölkerungsdichte anlangt, so steht Mittelfranken
unter den acht Kreisen Bayerns an zweiter Stelle. Auf 1 akm treffen im Durchschnitt
131 Einwohner. .

Die Wasserversorgung in Mittelfranken weist nach den Ergebnissen der Er-
hebung folgenden Stand auf:

Wasserversorgung

Ganz durch Wasserleitung versorgt
Teilweise durch Wasserleitung versorgt
Ohne Wasserleitung . 0... .

zueammen !

Orte
in
Mittelfranken

mit....
Wohngebäuden |
h7w. Anwesen

Einwohnern

56 005 677 728
48,8 67,9
655 31817 174 333
22,8 27,4 17,4
1.692 28 233 146 397
57,5 24,3 14,7
2940 | 116 055 | 998 458
100 100 100
Die Orte mit vollständiger Leitungsversorgung umfassen sonach nicht
ganz 7/10, diejenigen mit teilweiser Leitungsversorgung nicht ganz ?%/0 der mittellränkischen
Bevölkerung. Auf die Orte ohne Wasserleitung entfallen rund 15 v. H. der Einwohner
des Regierungsbezirkes.

Was zunächst die vollständig durch Wasserleitungsanlagen versorgten
Orte betrifft, so erhalten von den hier in Betracht kommenden Wohngebäuden und Ein-
wohnern weitaus die meisten das Wasser aus Leitungen, die sich auf mehrere Ortschaften
erstrecken.

Bei den teilweise versorgten Orten haben die Einzelortsleitungen das Über-
yewicht.
        <pb n="92" />
        Wasserversorgung
durch E
Drte

Versorgt in Mittelfranken Vs
ganz teilweise
mit.... mit....
Wohn- . Wohn- | Haus- ,
gebäuden Ein- Orte | gebäuden an- | Ein-
bzw. -|wohnern ‚ ‚bzw. |schlüs- | wohnern
Anwesen Anwesen sep
Einzelortsleitungen allein. .
davon kleinere Anlagen . 0.0.0000
Mehrortsleitungen und daneben bestehendeört-
liche Leitungsanlagen . eG 16 4 546 88 198 16 2397 1414 | 16 0831
Mehrortsleitungen allein . „0000... 206 | 891389 559 556 33 1831 1120| 11697
zusammen | 593 56 005 677728 || 655 | 31817 | 5235 | 174 333
Im Rahmen der Mehrortsversorgung bleibt die Gruppenversorgung gegen-
über der sonstigen Mehrortsversorgung an Umfang weit zurück, hauptsächlich
leshalb, weil fast alle kreisunmittelbaren Städte, darunter auch Nürnberg und Fürth, noch
weitere Ortschaften aus ihren selbständigen Leitungen mitversorgen.
Versorgt in Mittelfranken I ;
ganz teilweise
| mit.... mit....
Wohn- . lı Wohn- Haus- „&gt;
Orte | gebäuden Ein- Orte | gebäuden an- Ein-
bzw. | wohnern' bzw. | schlüs‘ |wohnern
Anwesen Anwesen sen

Wasserversorgung
durch

Gruppenleitungen allein. . 2.2.2...
Gruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen . .......
sonstige Mehrortsleitungen allein... . .
davon gastweise . 0.00
zonstige Mehrortsleitungen und daneben be- °
stehende andere Leitungsanlagen . . .. 15 4518 38033 ! 15 2382 1408 15947
davon aastweise (durch Mehrortsleitungen) 7 114 621 11 1 048 299 6990
zusammen | 222 | 43685 | 597754 | 49 | 4228 | 2534| 27 728
Wasserversorgungsgruppen gibt es in Mittelfranken 13. Sie gehören durch:
weg dem Juragebiet an. Vier davon erstrecken sich auf den Bereich von je 2 politischen
Gemeinden, zwei auf den Bereich von je 4 und zwei auf den von je 6 politischen Ge-
meinden. Bei den übrigen fünf Gruppen sind jeweils Orte von 5, 8, 12, 15 und 17 Ge-
meinden beteiligt, Die sämtlichen mittelfränkischen (irunpen zeigt nachstehende Übersicht :
Die Gruppenleitung versorgt -
ganz teilweise
Wasserversorgungsgruppe ; ; mit.... mit....
Worte [ AT am. [Orte NT m
a woh- N bzw. woh-
X FR nern Kinracah! Der

119

2029 ! 179901

Jenkendorfer Gruppe . 0.000000...
7reither Gruppe!) (Eichstätterberg-Gruppe) . .
Vellheimer Gruppe”) . . .
Jappenfeld-Gruppe . . . . 8
Tartenstein—Grünreuth. . . .
jegelstein-Gruppe®%. 2.0.0.0...
„‚einwarzhofen—Ruppmannsburg— Reichersdorf
Aleinnottersdorfer Gruppe*). . .
Iuerwanger Gruppe) ... E a
termersberger-Öruppe . . . 0.0.0.0...
Interhaidelbach—Pötzling . 0.0.0.0...
?appenheim rechts der Altmühl . , ...
_—  Pappenheim links der Altmühl®) . .
Von den angeschlossenen Orten gehören:
') 6 Orte zum .BA. Hilpoltstein; ?) 2 Orte zum BA. Neuburg a. d.. Donau (Schw.); %).6 Orte zum
BA. Lauf, 5 Orte zum BA. Pegnitz (OFr.): *) 1 Ort zum BA. Beilngries (OPf.); % 2 Orte zum BA. Eich-.
stätt: S) 1 Ort zum RA Hichetätt )

Hichstätt .

1112
608
99
106
95
279
        <pb n="93" />
        . Die meisten versorgten -Einwohner: weisen von diesen Wasserversorgungsgruppen die
Denkendorfer und die Preither Gruppe auf.

Von mittelfränkischen. Gruppen werden auch einige Orte anderer Regierungsbezirke
versorgt. : In Betracht kommen .

Li oberpfälzischer Ort mit 12 Wohngebäuden und 70 Einwohnern
5 oberfränkische Orte „ 109 » „576 $
2 schwäbische % w 3 " „4 »

Fälle sonstiger Mehrortsversorgung gibt es in Mittelfranken 48. An das
Wasserleitungsnetz der Kreishauptstadt Ansbach sind von anderen politischen Gemeinden
13 Orte, die zusammen 667 Wohngebäude‘ und 4094 Einwohner haben, ganz oder teilweise
angeschlossen. Ferner werden beispielsweise von den Wasserleitungen der nachgenannten
Städte noch folgende Ortschaften ganz oder teilweise mitversorgt:

Stadt Erlangen . . . . 92 weitere Ortschaften mit 92 Wohngebäuden und 635 Einwohnern
Fürth. ..... 3 „ „ 871 „ 3.183 .
Nürnberg ... . 4 % » „ 388 » 2419 ”
Schwabach... . . 2 NM % „ 89 %# „ 461 »
Windsheim. . . 4 " „ 120 » 547 ”

In 33 Fällen sind an der sonstigen Mehrortsversorgung jeweils nur Ortschaften der
gleichen politischen Gemeinde beteiligt. In 15 Fällen werden von ihr mehrere politische
Gemeinden berührt.

Bereich ; | Fälle

Hierbei werden
versorgt N)

teilweise
mit...
Wohn- |
gebäuden Ein-
A bzw. wohnern
n wesen

be-
rührt

Ge:
nein-

den

der sonstigen Mehrortsversorgung
in Mittelfranken

ganz
mit...
Wohn- | x
Orte | gebäuden ! Ein-
bzw. wohnern
Anwesen

ı Orte

Gleiche politische Gemeinde . ..
Verschiedene volitische Gemeinden

32 " 71. | 8890 | 66770 12 | 1711 ı 11558

5 1199 8399 4 1 581 10 830

15 44 | 31 | 32235 | 513428 ' 23 | 2148 14109
10 3319 29 634 11 801 5117

48 | 76 | 102 | 40625 580198 | 35 3859 | 25 667
15 4518 38 0833 15 2382 15.947

zHSsammMEnN ]

Abgesehen von den örtlichen Laufbrunnenanlagen mit eigener Wassergewinnung und
jen Pumpbruunen mit motorischem Kraftantrieb, bestehen in Mittelfranken 863 Wasser-
ieitungen. Weitaus die meisten davon, nämlich. 750, sind örtliche Leitungsanlagen, die
jeweils nur für die Versorgung einer einzigen Ortschaft in Betracht kommen. Gruppen-
leitungen sind 13 vorhanden. Auf die sonstige Mehrortsversorgung entfallen 10J Anlagen,
und zwar 48 selbständige Leitungen und 52 Anschlußleitungen für gastweise versorgte Orte.

Die Laufbrunnenversorgung ist in Mittelfranken nicht besonders umfangreich.
Es werden durch Laufbrunnenanlagen allein
yanz versorgt . . 116 Orte mit 1197 Wohngebäuden und 5952 Einwohnern
teilweise versorgt. 255 „ » 10029 # „ 51208 4

Mit Ausnahme einer einzigen Ortschaft haben diese Laufbrunnenanlagen überall
selbständige Wassergewinnung und -zuleitung.

Von den 116 Urten mit vollständiger Laufbrunnenversorgung weisen diejenigen in
den Bezirksämtern Hersbruck, Gunzenhausen, Uffenheim und Nürnberg die meisten Ein-
wohner ‚auf.‘ Bei.der teilweisen Laufbrunnenversorgung treten nach Einwohnerzahl der
betreffenden Ortschaften namentlich die Bezirksämter Ansbach, Scheinfeld, Neustadta. d. Aisch
und wiederum Gunzenhausen hervor. Von den mittelfränkischen Orten, welche durch
Laufbrunnenanlagen. allein ganz versorgt werden, sind die größten der Markt Bergel
(BA. Uffenheim), die. Pfarrdörfer Wettelsheim und Ursheim (BA. Gunzenhausen), Kirchen-

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 47.
        <pb n="94" />
        sittenbach (BA. Hersbruck), Entenberg (BA. Nürnberg), die Kirchdörfer Oberkrumbach
(BA. Hersbruck) und Suffersheim (BA. Weißenburg i. Bay.). Die geringste Einwohnerzahl
der genannten Ortschaften hat Entenberg mit 207, die höchste Bergel mit 829.

In 113 mittelfränkischen Orten erfolgt neben anderweitiger Leitungsversorgung auch
aoch Wasserbezug aus selbständigen Laufbrunnenanlagen.

Von den mit Hausanschlüssen versehenen Wasserleitungen werden im ganzen
125 Laufbrunnen, 329 Ventilbrunnen und 172 Zierbrunnen mitgespeist.

Die Wasserversorgung durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
aält sich in Mittelfranken in mäßigen Grenzen. Ausschließlich durch solche kleine An-
agen werden versorgt

ganz .... . . ..19 Orte mit. 22 Wohngebäuden 202 Einwohnern
;eilweise . .... 9% „ » 4605 » (200 Hausanschlüssen) 25802 »

Die teilweise Leitungsversorgung des Dorfes Laufamholz beruht beispielsweise auf
23, die teilweise Leitungsversorgung des als besondere Ortschaft geführten Stadtteiles
Bruck der Stadt Erlangen auf 15 derartigen Brunnen.

Ferner kommen noch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb neben ander-
veitiger Leitungsversorgung in 4 ganz und in 54 teilweise versorgten Orten vor.

Die 593 mittelfränkischen Ortschaften mit vollständiger Wasserleitungsversorgung
haben 56005 Wohngebäude, also 48,s v. H., fast die Hälfte der 116 055 Wohngebäude des
Kreises. Auf die teilweise versorgten 655 Orte kommen 31817 Wohngebäude; hiervon
haben 5235 Hausanschluß an eine Wasserleitung, d. s. 4,5 v. H. der im Regierungsbezirk
vorhandenen Wohngebäude. Von 100 Wohngebäuden sind hiernach in Mittel-
franken mindestens 53 durch Wasserleitungen versorgt.

Die kreisunmittelbaren Städte Mittelfrankens sind alle durch Wasserleitungen
voll versorgt mit Ausnahme von Rothenburg ob der Tauber; jedoch haben auch dort von
L198 Wohngebäuden 1020 Hausanschluß. Das Quellgebiet für die städtische Wasser-
'eitung, durch welche die Kreishauptstadt Ansbach in der Hauptsache versorgt wird,
ijegt 20 km südöstlich von der Stadt im Sandsteinkeuper. Letzterer kommt als Wasser-
;spender auch bei Dinkelsbühl und Schwabach in Betracht. Für Eichstätt wird
jas Wasser aus Diluvial-Talschotter, für Erlangen und Fürth aus Diluvial-Sand ent-
ı10ommen. An das Wasserversorgungsnetz der Stadt Fürth ist u. a. auch das Pfarrdorf und
Schloß Burgfarrnbach (232:194) angeschlossen, das eine besondere Ortschaft des Stadt-
jezirks bildet und 2176 Einwohner zählt. Die Stadt Nürnberg bezieht das Wasser von
vier Stellen, aus der 18 km entfernten Ursprungs-Quelle bei Leinburg, dem 43 km entfernten
Ranna-Quellgebiet im oberen Pegnitztal, aus 64 Brunnen bei Erlenstegen (6 km) und
39 Brunnen bei Krämersweiher (15 km). Die Ursprungs-Quelle kommt aus Diluvial-Sand.
Dieser liefert auch das Wasser für die Brunnen bei Krämersweiher und im Pegnitztal bei
Erlenstegen. Das Ranna-Quellgebiet liegt im Weißen Jura. Die für Weißenburg i. Bay.
beigeleiteten Quellen entspringen dem Weißen Jura und dem Kisensandstein, In
Rothenburg ob der Tauber stützt sich die städtische Wasserversorgung auf Brunnen
im Saundsteinkeuper, Lettenkeuper und Muschelkalk.

Für die sonstigen größeren Orte in Mittelfranken mit mehr als 2000 Einwohnern ’)
xommt zumeist der Sandsteinkeuper als Wasserspender in Betracht, so für die Städte
Feuchtwangen, Zirndorf, Langenzenn (276:193), Gunzenhausen, Neustadta. d.
Aisch, Roth b. Nürnberg und Windsheim (leitet das Wasser aus einer
Entfernung von 15 km herbei), desgleichen für die Pfarrdörfer Neuendettelsau (229: 55),
Röthenbach a. d. Pegnitz und Stein b. Nürnberg. Die Stadt Hersbruck entnimmt
das Wasser dem Weißen Jura und Sandsteinkeuper, die Stadt Lauf dem Rätsandstein
und Sandsteinkeuper, die Stadt Uffenheim (414:14) dem Lettenkeuper und Muschelkalk.

N Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="95" />
        Die Stadt Treuchtlingen hat eine Quelleitung aus dem Weißen Jura (Entfernung der
Wasserentnahmestelle 8 km), die Stadt Altdorf (412 :317) eine Quelleitung aus dem Weißen
Jura und Eisensandstein,

Von den mittelfränkischen Wasserversorgungsgruppen beziehen die
Preither und die Wellheimer Gruppe das Wasser aus Diluvial-Talschotter. Die
Gruppen Ruppmannsburg- Reichersdorf und Unterhaidelbach- Pötzling entnehmen es dem
Eisensandstein, die Germersberger Gruppe dem Schwarzen Jura und die Riegel-
stein-Gruppe dem Weißen Jura und KEisensandstein. Wasserspender für die übrigen
7 Gruppen ist der Weiße Jura.

Was den Stand der Wasserleitungsversorgung in den mittelfränkischen Bezirks-
smtern betrifft, so stehen vier Bezirke an der Spitze, in deren Gebiet die Juraschichten
vorherrschen. Von 100 Anwesen sind in den Bezirksämtern Lauf 85, Hersbruck 88,
Weißenburg i. Bay. 50, Eichstätt 49 und Hilpoltstein 46 durch Wasserleitungen
versorgt. In den drei letztgenannten ist dieser Stand zum großen Teil der vorgeschrittenen
Gruppenversorgung zu verdanken. Im Bezirksamt Eichstätt haben rund 34, in den Bezirks-
jmtern Weißenburg i. Bay. und Hilpoltstein rund *s aller durch Wasserleitungen ver-
sorgten Anwesen an gruppenweiser Versorgung teil. In den Bezirksämtern Lauf und
Hersbruck, welche beliebte Ausflugsgebiete für Nürnberg und Fürth bilden, hat wohl der
großstädtische Einfluß hinsichtlich der Wasserversorgung günstig gewirkt. Dies dürfte auch bei
den Bezirksämtern Nürnberg und Fürth selbst der Fall sein, die mit 38 v. H. und
32 v. H. folgen.

Zwischen 30 und 22 bewegt sich der Hundertsatz in den Bezirksämtern Neustadt
ı. d. Aisch, Gunzenhausen, Schwabach, Ansbach und Erlangen, zwischen
19 und 9 in den Bezirksämtern Uffenheim, Feuchtwangen, Dinkelsbühl und
Rothenburg ob der Tauber. Es handelt sich durchweg um Bezirke, deren Boden
ganz oder vorwiegend aus Keuper besteht. Auch in den wasserreichen Sandsteinkeuper-
gebieten ist die Leitungsversorgung verhältnismäßig schwach ausgebildet; bei der leichten
und ergiebigen Versorgungsmöglichkeit durch Anlage von Pumpbrunnen in diesen Gegenden
können sich eben die Bewohner schwer zum Bau kostspieliger Leitungsanlagen verstehen.

Die geringste Leitungsversorgung hat das Bezirksamt Scheinfeld, dessen Gebiet
durchweg aus Gipskeuper besteht. Von 100 Anwesen sind dort im Durchschnitt nur 3
durch Wasserleitung versoret.
Davon in ganz durch
Wasserleitung ver-
Wohn- :orgten Orten gelegen
gebäude | und in den teilweise
bzw versorgten Orten mit
Anwesen | Hausanschluß aus-
gestattet
absolut '

Bezirksamt

Ansbach . . 00.0.0000 40 .
Stadt und Bezirksamt Ansbach
zusammen

61926

1364 |

298

3354
3.060

3 592 |
479
1 334 .
2134 |
3.053 |
gan

Dinkelsbühl . 0.0.0.0 4 4

stadt und Rezirkaamt Dinkelsbühl }
zusammen

Bichstätt. . 0. 0.0.0000 44

Stadt und Bezirksamt Eichstätt .
zusammen

Erlangen. +. 0.20.0000.

Stadt und Bezirksamt Erlangen
zusammen 5251

438,0
9,5
22,5
49,0
57,8
21.8
2 991 |

57.0

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßigen Vorkommen im Bezirk)

Gips- und Sandsteinkeuper.

Sandsteinkeuper, Schwarzer und
Brauner Jura.

Waißer Jura, Diluvial-Talschotter.

Sandsteinkeuper, Diluvial-Sand,
Schwarzer Jura,
        <pb n="96" />
        4
ig

Bezirksamt

Feuchtwangen ,
Yürth. . . ;* @ © ne
Stadt und Bezirksamt Fürth

zusammen

Hersbruck . . . 0... 00040 4
Hilpoltstein . . .. 2
Lauf . . „4
Neustadt a. d. Aisch... ..
Nürnberg . oo...
Stadt und Bezirksamt Nürnberg
zusammen

Junzenhausen

Rothenburg ob der Tauber .
Stadt und Bezirksamt Rothenburg ob
der Tanber zusammen
SC

Schwabach .'. 2.0.0.0...

Stadt und Bezirksamt Schwabach
zusammen
Üffenheim + 2. 0.000000.0.00 4
Weißenburg i.Bay. .....
Stadt und Bezirksamt Weißenburg i. Bay,

zusammen

Bezirksämter zusammen
Mitteliranken

Wohn-
gebäude
bzw. |
Anwesen

5226 '
4227

8 635
6136 |
4.129
4531
3.897
5 570
3 561

25 672
38926
511%
3 589
3480
6 671
5988
5.059
6150 MI
79142 ||

L16 055

Javon-in ganz durch
Wasserleitung ver-
sorgten Orten gelegen
and in den teilweise
versorgten Orten mit
Hausanschluß aus-
gestattet

absolut ! vH

517
1352 |

9,9
33,0
5 607
1539 |

64,9
25,1
3420
2.079

82,8
45,9
3 954

85.0
1 658
1 353

29,8
38,0

23 464
360

91,4
9a
1897
104 |

1309

2500

1120

2525

3611
25 100 31,7
61 240 52

2,9
93,9
37,5
18,7
49,9
587

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnis-
mäßiyren Vorkommen im Bezirk)

Gipskeuper, Sandsteinkeuper.
Sandsteinkenver. Dilurvial-Sand.

Sandsteinkeuper, Schwarzer, Brauner
und Weißer Jura.

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura.

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura,
Sandsteinkeuper.

Schwarzer, Brauner und Weißer Jura,
Sandsteinkeuper, Diluvial-Sand.

Sandsteinkeuper.

Sandsteinkeuper, Schwarzer, Brauner
und Weißer Jura, Dilurialk-Sand.

Gipskeuper, Lettenkeuper, Muschel-
kalk, Sandsteinkeuper.
Gipskeuper.
Sandsteinkeuper.

Gipskeuper, Lettenkeuper, Muschel-
kalk, Sandsteinkeuper.

Weißer, Schwarzer und Brauner Jura.
Sandsteinkeuner.

\Xenner- und duraschichten.

Die mittelfränkischen Ortschaften mit teilweiser Leitungsversorgung
haben im ganzen 31817 Wohngebäude. Davon sind 5235, also nicht ganz !/e, mit Haus-
anschlüssen ausgestattet. Ein weiterer Teil der Anwesen bezieht das Wasser entweder aus
selbständigen Laufbrunnenanlagen oder aus mitgespeisten Laufbrunnen. Die Zahl der
Wohngebäude in den Orten, welche nur durch Laufbrunnen teilweise Leitungsversorgung
haben, beträgt 10029. Mitgespeiste Lauf- und Ventilbrunnen gibt es in den teilweise ver-
sorgten Orten 195. In 93 Orten bestehen neben anderweitiger Leitungsversorgung auch
noch selbständige Laufbrunnenanlagen. Wie viele Anwesen das Wasser aus Laufbrunnen
veziehen, konnte jedoch nicht festgestellt werden. Ein großer Teil von Anwesen ist auf
anderweitigen Wasserbezug angewiesen. Derselbe erfolgt aus
Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . ......... . in 586 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen , . .0.0.0.0. ww 72
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . „ MM ,”
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . . „2
Brunnen und Zisternen . oo. ..00.20000 4 89
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . :
Quellen, Bächen, Flüssen . 0.0.000000000000000000000000
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen
1692 mittelfränkische Ortschaften hatten bei Durchführung der Erhebung keine
Wasserleitung. Sie haben zusammen 28233 Wohngebäude und 146397 Einwohner.
        <pb n="97" />
        Das sind 24,3 v. H. der Wohngebäude und 14,7 v. H. der Bevölkerung Mittelfrankens. Der . A
Wasserbezug geschieht dort auf folgende Weise: AS —_- Ei
U Bbliothei in
X Zn 3 gr
Einwohnern‘ , SF
Sk Kiel}

zus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . . 0.0.0.0...
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . ..
zus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .
zus Brunnen und Zisternen . . 0.000000
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .
nur aus Quellen, Bächen, Flüssen. . 0. 0.0.0.0.00000.000 |
Jureh Beiholen des ganzen Wasserbedarfes außerhalb des Ortes .

‚490
131
"8

62

25 8359
2598
501
27
043
554
330

130 610
13 598
2795
149
1295
008
1697

Vier von den mittelfränkischen Orten ohne Wasserleitung haben über 1000 Ein-
wohner, nämlich die Städte Baiersdorf (1396 HKEinw., BA. Erlangen) und Scheinfeld
1127 BEinw.), der Markt Allersberg (1541 Einw., BA. Hilpoltstein) und das Pfarrdorf
Schopfloch (1743 Einw., BA. Dinkelsbühl).

44 Ortschaften mit 474 Anwesen und 2646 Einwohnern haben außer dem Regen- und
Schneewasser, das sie in Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Sammelstellen auffangen,
zeinerlei Wasservorräte im Orte. Sie liegen fast alle im Juragebiet. Die meisten dieser
Anwesen mit ausschließlicher Regen- und Schneewasserversorgung haben die Bezirksämter
Weißenburg i. Bay. (174 Anw.), Hersbruck (170 Anw.) und Hilpoltstein (105 Anw.).

Am stärksten sind mit solchen Anwesen die folgenden Gemeinden vertreten:

Bezirksamt

Axunzenhausen. .
Hersbruck .

JNilpoltstein

Gemeinde

Auernheim .
Alfeld . .
Arzlohe. . .
Wörrenbach .
deldmannsberg .
Pollanden. . .
Bibure

Nur durch
Zisternen u. ä.
versorgte

An-
Orte wesen
10
1?

\%
29

Bezirksamt

Hilooltstein . .

Weißenburg i. Bay.

Gemeinde

Nur durch

Zisternen u. ä.
versorgte

n-

Orte wesen

Kesselberg . . 2 25
Stadelhofen . . 1 18
Waizenhofen . 1 26
Burgsalach . . 1 103
Indernbuch . . 1 25
Reuth a. Wald . 9 ar

Die größte von diesen Ortschaften ist das Pfarrdorf Burgsalach mit 103 Anwesen
und 509, Einwohnern; die Wasserversorgung erfolgt aus 110 Zisternen. Die beiden
nächstgrößten sind die Kirchdörfer Reuth a. Wald (33 Anw.. 203 Einw.) und Biburg
33 Anw., 143 Einw.).

Ortschaften, welche ständig den ganzen Wasserbedarf von auswärts herbeischaffen
müssen, sind in Mittelfranken nicht vorhanden. Das Trinkwasser müssen jedoch nach
den vorliegenden Angaben drei kleine Ortschaften außerhalb des Ortes holen, zwei ständig
und eine bei großer Trockenheit. Hierzu werden namentlich im ‚Juragebiet bei längerer
Trockenheit auch noch weiteram Orte gezwungen sein.
7. Unteriranken.
Nach den vorherrschenden Formationen zerfällt Unterfranken in drei große Gebiets-
ceile. Den Osten nehmen Keuperschichten ein, die mit den Höhenzügen der Haßberge
ınd des Steigerwaldes als deutliche Landstufe hervortreten und auch das flachwellige Ge-
lände zu Füßen dieser Berge bilden. Im östlichen Teil dieses unterfränkischen Keuper-
gebietes herrscht Sandsteinkeuper vor, gegen Westen, Nordwesten und Südwesten Gips-
ınd Lettenkeuper. Den Nordwesten und Westen Unterfrankens erfüllen die Gebirgszüge
        <pb n="98" />
        Jer Rhön, des Spessarts und des Odenwaldes. Sie bestehen in der Hauptsache aus
Buntsandstiein. Die Rhön trägt stellenweise Kuppen und Decken von B asalt. In
Jen westlichen Ausläufern des Spessarts tritt mit kristallinen Schiefern das Urgebirge
hervor. Zwischen Rhön, Spessart und Odenwald einerseits, den Haßbergen und dem
Steigerwald anderseits erstreckt sich das Mus chelkalkgebiet. Die Niederung des Mains,
ler den Kreis in mächtigen Windungen durchfließt, ist in ihrem ganzen Verlauf mit
vasserreichen diluvialen Sandfeldern bedeckt. ;

Unterfranken hat einen Gebietsumfang von 844,7 qkm. Darin liegen
1785 Ortschaften, die zusammen 119581 Wohngebäude und 762744 Ein-
wohner haben. An durchschnittlicher Bevölkerungsdichte steht Unterfranken an fünfter
Stelle. Auf 1 qkm treffen 90 Einwohner.

Die Erhebung zeigt für Unterfranken folgenden Stan d der Wasserversorgung:

Wasserversorgung

Orte
in
Unterfranken

ze...
Wohngebäuden‘
hzw. Anwesen

Einwohnern

Ganz durch Wasserleitung versorgt .

463 423

60,8

28 850 156 534
24,1 20,5

26 652 142 787
22,3 18,7

1 785 | 119 581 | 762 744
1080 100 100

Teilweise durch Wasserleitung versorgt

Ohne Wasserleitung. . . . .
zusammen

Etwas über %/10 der unterfränkischen Bevölkerung wohnen darnach in Ortschaften
nit vollständiger Wasserleitungsversorgung und gut %10 in teilweise versorgten Orten.
Annähernd ?/10 leben in Orten, welche keine Wasserleitung haben.

Was die ganz durch Wasserleitungen versorgten Ortschaften betrifft,
‚0 werden mehr Anwesen durch örtlich beschränkte Leitungsanlagen versorgt, mehr Ein-
wohner dagegen durch Leitungsnetze, die sich auf mehrere Ortschaften erstrecken.

In den teilweise versorgten Orten liegt das Schwergewicht sowohl hinsichtlich
ler Anwesen als auch hinsichtlich der Einwohner bei den KEinzelortsleistungen.

Versorgt in Unterfranken
teilweise
mit....
Wohn- | Haus- x
gebäuden an- Ein-
DZW. ‚schlüs- | wohnern
Anwaser aan

Wasserversorgung
durch

Orta

ganz

mit...
Wohn- | .
yehöuden | Ein-
bzw. wnhnern
AÄAnweser
Einzelortsleitungen allein... . .*
davon kleinere Anlagen. . 0.000004
Mehrortsleitungen und daneben hestehende '
örtliche Leitungsanlagen . . .
Mehrortsleitungen allein . . . - &amp; 8

7usammen |

438 |
192

34 608
2561

195 985
14 981

374
A077

27 450
99 2909

3568
2411

148 431
119215

19 | 11990 147692" 5 | 753 | 9251 4465
162 17486 119746 18 647 169! 3688
819 | 64079 | 462423 ! 302 ' 28850 gan | 156 534

Im Rahmen der Mehrortsversorgung kommt in Unterfranken der Gruppenver-
sorgung erhebliche Bedeutung zu. Gegenüber der sonstigen Mehrortsversorgung,
bei welcher auch hier eine Reihe von größeren Städten vertreten ist. tritt sie jedoch stark
zurück.
        <pb n="99" />
        Versorgt in Unterfranken
ganz teilweise
mit.... mit....
Wohn- Sn ji Wohn- | Haus- .
gebäuden Ein- Orte gebäuden an- | Ein-
bzw. wohnern' bzw. schlüs- |wohnern
Anwesen Anwesen sen

Wasserversorgung
durch

Orte

Gruppenleitungen allein . .. 0... 04
Gruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen . . . .....
sonstige Mehrortsleitungen allein . . . .
davon . Hycamar . 1» m MA 8 A 8 @®“
zonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen: . . . . 15 11165 143 502 5 758 225 4 465
davon gqastweise (durch Mehrortsleitungen) | 6 | 860 4566 8 288 68 | 1770
zusammen | 181 29476 | 267 438 | 18 1 400 | 394 8 103
Wasserversorgungsgruppen wurden in Unterfranken 24 ermittelt. Davon
jegen 9 im Muschelkalkgebiet, je 4 in der Rhön, im Spessart und im Odenwald, 2 im
Spessart und am Main, 1 am Main, Die meisten dieser Gruppen, nämlich 15 gehen nicht
über den Bereich von je 2 politischen Gemeinden hinaus. 5 Gruppen erstrecken sich auf
Ortschaften von je 3 politischen Gemeinden, 3 Gruppen auf Ortschaften von je 4 Gemeinden,
An der größten, der Marktheidenfelder Gruppe sind 15 Orte beteiligt, die 15 verschiedenen
Gemeinden angehören. Im einzelnen handelt es sich um folgende Gruppen:

76 |

383.907

31

204

Die Gruppenleitung versorgt
nn ganz teilweise
| mit.... mit....
Wohn- Wohn- a
‚Orte sebinden Ein- Orte [wohn EBin-
bzw. |wohnern | bzw. |wohnern
Anwascan Anwesen

Wasserversorgungsgruppe

Bezirksamt

Alzenau ji. UFr, .
Brückenau . . .
t+emünden . + .
Karlstadt . . .
Kissinzen :; 7

Huckelheim—Oberwestern . . .
Yberrieden berg— Unterriedenberg
zieneck—Schaippach . . . ..
3insbach—Gänheim. ... . .
SJeubessingen— Wasserlosen!) . .
}aritzer Gruppe . . .....
Stangenroth— Wollbach . . .
Taßbach— Volkershausen . .
"‚auter—Poppenroth—Stralsbach
‘teinbach—Sendelbach . . .
AÄarktheidenfelder Gruppe”) . .
)beraltenbuch—Unteraltenbuch
\uttenbrunn—Urspringen®), . . . ;
„ettingen— Roßbrunn®). + 2. 0.0.0000
Jellrichstadt—Mittelstreu—Oberstreu . .
}eckenauer Gruppe . . 0.0.0.0...
Neilbach—Breitendiel. .......
Teudorf—Reichartshausen— Wenschdorf .
Veckbach—Mainbullau . . 2.00. 4
’eppdiel—Schippach— Windischbuchen .
Neustadta d.Saale Jnsleben— Wollbach— Wechterswinkel®) .
Obernburg . . .1| jtreit—Mechenhard— Erlenbach a. Main .
Sommerau—Rück—Eschau . .....
Würzhurg . . .] Tettstadt—Waldbüttelbrunn . . . . : | M
Nach Zahl der versorgien Einwohner folgen auf die Marktheidenfelder Gruppe
die Gruppen Mellrichstadt —Mittelstreu—Oberstreu, Hettstadt— Waldbüttelbrunn, die Garitzer
Gruppe und die Gruppe Sommerau—Rück—Eschau. Von den 136 Anwesen der Gruppe
Oberaltenbuch—Unteraltenbuch haben nur 15 Hausanschluß: die heiden Ortschaften sind
im übrigen durch Laufbrunnen versorgt, .
Von den angeschlossenen Orten gehören:
') 1 Ort zum BA. Hammelburg; ?) 1 Ort zum BA. Lohr: 3 1 Ort zum BA. Karlstadt; *) 2 Orte
zum BA. Würzburg: 5 1 Ort zum BA. Mellrichstadt.

191 936
133 736
290 1658
159 | 856
176 937
358 2 501
‘66 447
M4 601
„44 1277
1738 1 008
862 424
136 662
325 1565
218 1 156
667 3442
117 527
262 47
52 79
238 4
62
332
316
382
4892
        <pb n="100" />
        An Fällen sonstiger Mehrortsversorgung wurden in Unterfranken 46  fest-
yestellt. So versorgt die Kreishauptstadt Wür zburg den Markt Zell a. Main, das Pfarr-
Jorf mit Schloß Veitshöchheim und zum Teil auch das Pfarrdorf Höchberg als Wassergäste
mit, die zusammen 1080 Wohngebäude und 6132 Einwohner haben. An die Wasser-
versorgung der Stadt Schweinfurt ist auch der als besondere Ortschaft geführte Stadtteil
Oberndorf, welcher 343 Wohngebäude und 4943 Einwohner zählt, angeschlossen. Ferner
werden beispielsweise von den Wasserleitungen, der nachgenannten Städte und Orte außer
der betreffenden Ortschaft selbst noch ganz oder teilweise versorgt:

Stadt Aschaffenburg . 4 weitere Ortschaften mit 155 Wohngebäuden und 1341 Einwohnern‘...
Kitzingen . . . 38 » = '„ 219 » » 905 0 own
Brückenau. . . 383 * » „94 n * 638 „ :
äemünden. . . 1 » Ortschaft „ 238 » » 1351 5
Karlstadt 1 “ „66 » 314 “
In 25 Fällen sonstiger Mehrortsversorgung kommen jeweils nur Ortschaften der
zleichen politischen Gemeinde in Betracht. In 21 Fällen sind Ortschaften verschiedener
oolitischer Gemeinden beteiligt.

I Bereich 7 M Fälle

der sonstigen Mehrortsversorgung
in Unterfranken

GHeiche politische Gemeinde

25
Verschiedene volitische Gemeinden .

1

zusammen

Hierbei werden .
versorgt!) 2
teilweise -.
mit ....
Wohn- .
Orte | gebäuden ! BEin-
‚ ‚bzw. |wohnern
Anwesen —_

be-
vührt
Ge- 1
nein-'

den

2. _ganz
| mit ....
Wohn- .
Orte | gebäuden ! Ein-
bzw. wohnern
Anwesen

57 | 9508
5 8 146
44 ' 12858
10 8019
EN / 22361
15 11165

25

156

81

1209

‚722

229341 | 17 | 1265
| 148502 | 5 758

92 982
34 585
136 359
108 917

836
201
7063
4 264
7 899
A 465

Die Zahl der Wasserleitungen beträgt in Unterfranken 713, wobei die örtlichen
Laufbrunnenanlagen und die Pumpbrunnen mit. motorischem Kraftantrieb «nicht mit-
yerechnet sind. 611 davon dienen ‚jeweils nur der Wasserversorgung einer einzigen
Ortschaft. 24 sind Gruppenleitungen. Für die sonstige Mehrortsversorgung kommen
78 Leitungsanlagen in Betracht, nämlich 46 selbständige Leitungen und 32. Anschluß-
‚eitungen für gastweise versorgte Orte. |

Was den Umfang der Wasserversorgung durch Laufbrunnenanlagen
anlangt, so werden hierdurch allein

ganz versorgt . . 94 Orte mit 2142 Wohngebäuden und 11270 Einwohnern |
teilweise versorgt , 159 „ 10244 ” „ 53318 a

Unter den ganz versorgten 94 Orten befinden sich 2 Einöden, deren Laufbrunnen
von ortsfreınden Wasserleitungen gespeist werden sowie die beiden Ortschaften Oberalten-
such und Unteraltenbuch, welche eine gemeinsame Gruppenleitung mit fast ausschließlicher
Laufbrunnenversorgung haben. Im übrigen haben die Laufbrunnenanlagen in den hetreffenden
Orten überall selbständige Wassergewinnung und -zuleitung.

Von den Orten, welche nur durch Laufbrunnen ganz versorgt sind, treten .nach der
Einwohnerzahl diejenigen in den Bezirksämtern Neustadt a. d. Saale, Kissingen, Markt-
heidenfeld, Miltenberg, Haßfurt und Mellrichstadt besonders hervor,‘ unter den teilweise
versorgten Orten diejenigen in den Bezirksämtern‘ Haßfurt, Ebern, Hammelburg, Kitzingen,
Cerolzhofen und Schweinfurt. Die größten unterfränkischen Ortschaften mit vollständiger
1) Siehe Anmerkung 1 Seite 47.
        <pb n="101" />
        3

Laufbrunnenversorgung sind im Bezirksamt Haßfurt die Kirchdörfer Fürnbach und Stein-
Dach, im’ Bezirksamt Kissingen das Pfarrdorf Premich und die Kirchdörfer Oehrberg und
Reichenbach, im Bezirksamt Kitzingen das Kirchdorf Wässerndorf, im Bezirksamt Königs-
hofen i. Grabfeld der Markt Trappstadt, im Bezirksamt Marktheidenfeld das Dorf Retters-
heim, im. Bezirksamt Mellrichstadt das Pfarrdorf Mühlfeld und das Kirchdorf Neustädtles,
im Bezirksamt Miltenberg das Pfarrdorf Rüdenau, im Bezirksamt Neustadt a. d. Saale die
Pfarrdörfer Langenleiten, Sandberg und Unterweißenbrunn, die Kirchdörfer Löhrieth und
Waldberg sowie das Dorf Frankenheim. Die kleinste der genannten Ortschaften, das
Kirchdorf Löhrieth zählt 241, die größte, das Pfarrdorf Langenleiten 710 Einwohner. Das
Dörf Reußendorf (BA. Brückenau) und das Kirchdorf Laudenbach (BA. Miltenberg), welche
anfangs 1928 lediglich Laufbrunnenversorgung hatten, haben inzwischen neue Wasser-
‚eitungen mit Hausanschlüssen erhalten.

Neben anderweitiger‘ Leitungsversorgung wird in 65 Orten auch noch Wasser aus
selbständigen Laufbrunnenanlagen bezogen.

Von den‘ mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen werden im ganzen
276 Lautbrunnen, 196 Ventilbrunnen und 77 Zierbrunnen mitgespeist.

Durch 'Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb werden in Unter-

Iranken versorgt
ganz . . 22 Orte mit “952 Wohngebäuden 1429 Einwohnern
teilweise . 70 „ „ 6014 » (186 Hausanschlüssen) 33 333 »

Von den 434 «Wohngebäuden des Pfarrdorfs Gochsheim (BA, Schweinfurt) beispiels-
weise. sind . 30 ‚durch Elektro-Pumpbrunnen versorgt, während die andern nur einfache
Pumpbrunnen haben. ‚Auch die Stadt Zeil (BA. Haßfurt) hat eine geringe "Teilversorgung
lurch 9 derartige. kleine Leitungsanlagen.

‘Außerdem bestehen neben anderweitiger Leitungsversorgung noch Pumpbrunnen mit
motorischem Kraftantrieb in 3 ganz und in 30 teilweise versorgten Orten.

i "Auf die ganz düreh Wasserleitungen versorgten 619 Ortschaften Unterfrankens ent-
fallen von den 119581 Wohngebäuden des Kreises 64079, also über die Hälfte, und zwar
58,6 v.H. Von den 28850 Wohngebäuden in den 3492 teilweise versorgten Orten haben
3962 Hausanschluß, d. s. 3,3 v. H. aller Wohngebäude des Regierungsbezirks. Von
100 Wohngebäuden sind hiernach in Unterfranken mindestens 57 durch
Wasserleitungen versorgt.

Die‘ kreisunmittelbaren Städte Unterfrankens sind durchweg ganz durch
Wasserleitungen versorgt. Die Kreishauptstadt Würzburg entnimmt das Wasser für
ihre Versorgung dem Muschelkalk, und zwar aus 2 Quellgruppen und 1 Brunnen in Ver-
oindung :mit einem Samımelkanal. Auch Kitzingen bezieht das Wasser durch Brunnen
and. Quellen aus dem Müuschelkalk.. Aschaffenburg und Schweinfurt entnehmen
das Wasser aus dem Diluvial-Sand der Mainniederung, Bad Kissingen aus dem Bunt-
sandstein. Aus dem Rohrnetz der Stadt Schweinfurt wird auch der als besondere Ort-
schaft geführte Stadtteil Oberndorf mit 4943 Einwohnern vollständig versorgt.

Was die anderen. größeren Ortschaften mit über 2000 Einwohnern!), welche Wasser-
leitungsversorgung haben, betrifft, so kommt als Wasserspender für die Städte Brückenau,
Gemünden, Lohr, Miltenberg, Amorbach und Neustadt a. d. Saale, die
Märkte Frammersbach (Anfangs 1928 teilweise, inzwischen ganz versorgt), Markt-
heidenfeld. und Großheubach Sowie das Pfarrdorf Schweinheim (574 :476) der
Buntsandstein in Betracht.

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="102" />
        Dem Muschelkalk entnehmen das Wasser die Städte Karlstadt, Münnerstadt,
Mellrichstadt und Heidingsfeld (mit Wirkung vom 1. Januar 1930 an der Stadt-
gemeinde Würzburg einverleibt), der Markt Rimpar sowie die Pfarrdörfer Zellingen
und Höchberg, aus Muschelkalk und Buntsandstein die Stadt Hammelburg.

Aus Lettenkeuperquellen und Brunnen im Muschelkalk versorgen sich die Städte
Gerolzhofen und Volkach, aus Lettenkeuperquellen die Städte Dettelbach und
Ochsenfurt, aus einer Lettenkeuperquelle und einem Brunnen im Diluvial-Sand der
Mainniederung die Stadt Marktbreit.

Aus dem Diluvial-Sand der Mainniederung beziehen das Wasser die Stadt Haßfurt,
der Markt Großostheim (die Quelle liegt in Hessen) und das Pfarrdorf Kahl a. Main
473 : 160). Im Gebiete kristalliner Schiefer und aus Diluvial-Sand entspringen die vom
Markt Alzenau i. UFr. benützten Quellen, aus Diluvial-Sand die Quelle des Pfarrdorfs
Hösbach (433 : 17).

Das Pfarrdorf mit Schloß Veitshöchheim ist an die Wasserversorgung der Stadt
Würzburg angeschlossen. Die Stadt Zeil (320:9) sowie die Pfarrdörfer Haibach (358:3)
and Gochsheim (434:30) sind zum geringen Teil durch Elektro-Pumpbrunnen, im übrigen
lurch einfache Pumpbrunnen versorgt.

Keine Wasserleitung, sondern lediglich einfache Pumpbrunnenversorgung haben die
Pfarrdörfer Goldbach, Kleinostheim und Stockstadt a. Main.

Vondenunterfränkischen Gruppenwasserversorgungen entnehmen die Gruppen
Neubessingen— Wasserlosen, Maßbach— Volkershausen, Duttenbrunn— Urspringen, Uettingen—
Roßbrunn, Mellrichstadt—Mittelstreu—Oberstreu, Unsleben — Wollbach— Wechterswinkel,
Hettstadt—Waldbüttelbrunn und die Geckenauer Gruppe das Wasser dem Muschelkalk,
lie Gruppe Binsbach—Gänheim dem Lettenkeuper. Für die übrigen 15 Gruppen spendet
ler Buntsandstein das Wasser. .

Von den unterfränkischen Bezirksämtern zeigt das Bezirksamt Miltenberg
Jen höchsten Stand der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen; von 100 Anwesen haben
Jlort im Durchschnitt 92 Wasserleitungsversorgung. Der Boden des Bezirks besteht fast
Jurchweg aus Buntsandstein, Dann folgen die Bezirksämter Brückenau mit 89, Würz-
burg mit 87 und Mellrichstadt mit 86 v. H. Im Bezirk Brückenau bildet ebenfalls
ler Buntsandstein den Boden, im Bezirk Mellrichstadt ist er unter den dort herrschenden
Formationen‘ am stärksten vertreten. Im Bezirksamt Würzburg kommen als Hauptwasser-
spender Muschelkalk, Lettenkeuper und Diluvial-Sand in Betracht.
Zwischen 71 und 61 bewegt sich der genannte Hundertsatz in den Bezirksämtern
Marktheidenfeld, Karlstadt, Lohr, Obernburg und Ochsenfurt, zwischen
36 und 42 in den Bezirksämtern Gemünden, Neustadt a. d. Saale, Alzenau
„ UFr., Aschaffenburg, Kissingen und Kitzingen.

Am wenigsten ausgebildet ist die Wasserversorgung durch Leitungsanlagen im
allgemeinen dort, wo der Keuper: vorherrscht. Dies ist der Fall in den Bezirksämtern
Gerolzhofen, Hammelburg, Schweinfurt, Haßfurt, Königshofen i. Grab-
feld, Hofheim i. UFr., und Ebern. Der feststellbare Hundertsatz der durch Wasser-
‚eitungen versorgten Anwesen bewegt sich in denselben zwischen 33 und 12. Der Grund
‘:ür diesen gering entwickelten Ausbau zentraler Wasserversorgung dürfte in.den Gegenden
les Sandstein- und auch des Lettenkeupers hauptsächlich darin zu suchen sein, daß dort
lie Anwesen leicht durch Anlage einfacher Pumpbrunnen versorgt werden können. Das
Wasser des Gipskeupers aber ist wegen seiner großen Härte zu Wasserversorgungszwecken
ungeeignet.
        <pb n="103" />
        Bezirksamt

Alzenau 1. UFr. . ..

Aschaffenburg . . . .

Stadt und Bezirksamt
Aschaffenburg zusammen

Brückenau . 2...
Ebern . .0.0.0.0.
demünden . . . ..
ferolzhofen . .
Hammelburg . .
Haßfurt . a
Hofheim i. UFr. .
Karlstadt... ...
Kissingen. ... ..
Stadt und Bezirksamt
Kissingen zusammen
Kitzingen. ... ..
Stadt und Bezirksamt
Kitzingen zusammen
Königshofen i. Grabfeld
LOB. 20
Marktheidenfeld . . .
Mellrichstadt . . . .
Miltenberg . . .
Neustadt a. d. Saale.
Öbernburg . 0.0.0.
Ochsenfurt . . . ..
Schweinfurt... 2. 2.
Stadt und Bezirksamt
Schweinfurt zusammen '
Würzburg . . . . .1
Stadt und Bezirksamt |
Würzburg zusammen
Bezirksämter zusammen '
Unterfranken |

Yavon in ganz durch
Wasserleitung: ver-
Wohn-  :orgten Orten gelegen
zebäude|i und in den teilweise
"bzw.  versorgten Orten mit
\nwesen!| Hausanschluß aus-
gestattet
absolut
5352 1

2787 |

52,1
6 945

3027 |

43.8

3 913

5 989

60,4

2 540
3 888
2631
3.020

2252
453

1485.

1 978

88,7
1l,7
56,4
392,9

3.735
5 452

1119 |
1181

30,0
217

3 054

573 |
4130
233907 |!

17,6
71,1
42,5

5 808
5 621

5 488

3 257

30.2
85080

2544

49 9

7491 |

3929

529

3 293
3891
ö 148

625
2657
4381
2596 |

L9,0
08,8
71,8
3.033

85,6
3 796
4. 299

3 491 ]
2880)

92,0
56,2

5 698
4 901

3561
2.990
1401 |
3 929 '
7977 |
12298 '
55 278 / 51,8
68 041 56,0

6216 |

22,5

8 744
3325

44,9
87,4
13 346
106 806
119581

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnismäßigen
Vorkommen im Bezirk)

Kristalline Schiefer, Buntsandstein, Diluvial-
Sand.

3Zuntsandstein, kristalline Schiefer, Diluvial-
Sand der Mainniederung.

3Zuntsandstein, Basalt. .

Sandsteinkeuper, Schwarzer Jura.

Zuntsandstein,

jandsteinkeuper, Lettenkeuper, Gipskeuper,
Muschelkalk, Diluvial-Sand d. Mainniederung.

3Zuntsandstein, Muschelkalk.

jandsteinkeuper, Muschelkalk, Gipskeuper,
Diluvial-Sand der Mainniederung.

‚ettenkeuper, Sandsteinkeuper, Gipskeuper,
Muschelkalk.

Muschelkalk, Lettenkeuper, Buntsandstein,
Diluvial-Sand der Mainniederung.

Buntsandstein, Muschelkalk, Lettenkeuper,
Basalt.

Muschelkalk, Lettenkeuper, Diluvial-Sand der
Mainniederung.

CGipskeuper, Lettenkeuper, Muschelkalk.

Buntsandstein, Diluvial-Sand d. Mainniederung.

Zuntsandstein, Muschelkalk, Diluvial-Sand der
Mainniederung.

Buntsandstein, Muschelkalk, Basalt, Letten-
keuper.

3Zuntsaundstein,

Buntsandstein, Basalt, Muschelkalk, Letten-
keuper.

Buntsandstein, Diluvial-Sand d. Mainniederung.

Muschelkalk, Lettenkeuper, Diluvial-Sand der
Mainniederung.

Lettenkeuper und Gipskeuper, Muschelkalk,
Diluvial-Sand der Mainniederung.

Muschelkalk, Lettenkeuper, Diluvial-Sand der
Mainniederung.

:Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Urgebirge
‘ ım Spessart, Diluvial-Sand.

Von den 28 850 Wohngebäuden der teilweise durch Wasserleitungen ver-
sorgten unterfränkischen Ortschaften sind 3962, also nicht ganz !/z, mit Haus-
ınschlüssen ausgestattet. Von den Wasserleitungsanlagen dieser Orte werden außerdem
79 Lauf- und Ventilbrunnen mitgespeist. In 49 teilweise versorgten Orten bestehen neben
der anderweitigen Leitungsversorgung noch selbständige Laufbrunnenanlagen. Die 159 Ort-
schaften, bei welchen die teilweise Leitungsversorgung lediglich durch Laufbrunnen erfolgt,
ıaben 10244 Wohngebäude. Auf wie viele Anwesen sich diese Laufbrunnenversorgung
arstreckt, war nicht feststellbar. Jedenfalls muß ein beträchtlicher Teil von Wohngebäuden
das Wasser auf andere Weise beziehen. und zwar aus
        <pb n="104" />
        Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen ... . . „.. in 381 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0.0 m 72 oe
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . , 4 ,
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.000.000 m m
Brunnen und Zisternen . oo. 0.00. 0 n
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . m LO
Iuellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0000. 0.04 4 ‚00 19
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen 4
Keine Wasserleitung hatten in Unterfranken bei Durchführung der Erhebung
774 Orte. Dieselben haben 26652 Wohngebäude und 142 787 Einwohner, d.s. 22,3 v.H.
jer Wohngebäude und 18,7 v. H., der Einwohner Unterfrankens. Der Wasserbezug erfolgt
lort in folgender Weise:

Wasserversorgung der‘ Orte ohne Wasserleitung
in Unterfranken

aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrumnen .. . 2.0.0040 4
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .
zus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen .
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . ..
aus Brunnen und Zisternen . . 0.060000
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .
nur aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.000000
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfes außerhalb des Ortes . |

mit....
Orte [Wohngel En 7m
Wohngebänden' ©: .
bzw. Anwesen ‘ Einwohnern

570
109
15
5
55
22
431
2

2° 626
HP
ac

121 338
27.878
515
8390

18 062
&amp; 395
2841
26

Ag
„Pd
595
526

A
Unter den Orten ohne Wasserleitung befinden sich 21, welche mehr als 1000 Ein-
xohner haben. Es sind dies im Bezirksamt Alzenau i. UFr, die Pfarrdörfer Dettingen a. Main
ınd Michelbach, im Bezirksamt Aschaffenburg die Pfarrdörfer Glattbach, Goldbach, Klein-
3stheim, Mainaschaff, Obernau und Stockstadt a. Main, im Bezirksamt Ebern der Markt
Baunach, im Bezirksamt Hammelburg das Kirchdorf Pfaffenhausen, im Bezirksamt Kissingen
lie Pfarrdörfer Nüdlingen und Poppenlauer, im Bezirksamt Kitzingen der Markt Klein-
langheim, im Bezirksamt Lohr das Pfarrdorf Rothenbuch, im Bezirksamt Marktheidenfeld
Jer Markt Karbach ‚und die Pfarrdörfer Dorfprozelten (inzwischen durch Wasserleitung
versorgt) und Birkenfeld, im Bezirksamt Obernburg das Pfarrdorf Niedernberg, im Bezirks-
amt Ochsenfurt die Stadt Röttingen, endlich im Bezirksamt Schweinfurt die Pfarrdörfer
Grafenrheinfeld und Geldersheim.

Lediglich auf Zisternenversorgung sind in Unterfranken nur 10 kleine Orte an-
zewiesen, von denen keiner mehr als 5 Anwesen zählt.

3 Einöden mit zusammen 4 Anwesen und 36 Einwohnern fahren ständig den ganzen
Wasserbedarf von auswärts herbei. Weitere 6 Ortschaften mit 12 Anwesen und 87 Ein-
xohnern müssen das Trinkwasser außerhalh des Ortes holen. ;
&amp; Schwaben.
Das südliche Schwaben nehmen die Allgäuer Alpen ein, die nach Norden in die
oreite Molassezone übergehen. Gegen die Linie Weiler -Kempten—Markt Oberdorf hin
zerflachen sich die Molasseberge. Hier beginnt dann das jüngere Tertiär (ober-
miozäner Flinz), zunächst von Moränen und weiterhin bis zum Schwäbisch-Fränkischen
Jura von diluvialen Schotterfeldern bedeckt. Das jüngere Tertiär besteht in
Schwaben meist aus Flinzsand, während der Flinzletten weniger vertreten ist, Die dilu-
vialen Schotterfelder bilden kleine Hochebenen, welche durch Täler stark durchschnitten
sind, so daß der tertiäre Untergrund überall in den Taleinschnitten hervortritt. Im nördlich
der Donauniederung gelegenen Teil des Kreises wird der Boden von dem Schwäbisch:
Fränkischen Jura und vom Ries. dessen Kessel in den Zug des Juras eingesenkt ist.
        <pb n="105" />
        gebildet. Von den zahlreichen Flüssen, welche das Gebiet durchziehen, haben.namentlich
Donau, Iller und Lech wasserreiche Alluvionen.

Schwaben hat einen Gebietsumfang von 9862,ı qkm. KEingeschlossen sind
darin 4198 Ortschaften mit 128090 Wohngebäuden und 859397 Einwohnern.
Mit der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte steht Schwaben unter den acht. Kreisen
Bayerns an sechster Stelle. Auf 1 qkm treffen im Durchschnitt 87 Einwohner.

Der Stand der Wasserversorgung ist in Schwahen nach den Ergebnissen der
Erhebung folgender:

Wasserversorgung

Ganz durch Wasserleitung versorgt. .
Teilweise durch Wasserleitung versorgt .

Ohne Wasserleitung .. 0.0.1...
zusammen

Orte
in
Schwahen

mit ....
Wohngebäuden! =:
hzw. Anwesen Einwohnern

2725 59113 370381
64,9 46,1 438,1
779 54 248 412 880
18,6 42,4 48,0
694 14 729 76 136
16,5 11,5 8,9
4198 | 128 090 | 859 397
1C0 100 400

Von der Bevölkerung Schwabens leben darnach über */10 in Orten mit vollständiger
Wasserleitungsversorgung und nahezu ®/ı0 in teilweise versorgten Orten. Auf die Orte ohne
Wasserleitungsanlagen entfällt nicht ganz !/ıo.

Was zunächt die ganz durch Wasserleitungen versorgten Orte betrifft, so
werden hier die meisten Anwesen urd Einwohner durch Leitungsanlagen versorgt, welche
nicht über die betreffende Ortschaft hinausgehen. Das Schwergewicht liegt also in Schwaben
nicht bei solchen Leitungsnetzen, welche sich auf mehrere‘ Orte erstrecken, sondern bei
den Einzelortsleitungen.

Bei den teilweise versorgten Orten halten sich im Hinblick auf die Zahl der
in Betracht kommenden Hausanschlüsse und Einwohner KEinzelortsleitungen und Mehr-
ortsleitungen annähernd die Waage.

Wasserversorgung
durch

Einzelortsieitungen allein. . 2... 0...
davon kleinere Anlagen . . 0.0.0.0 4
Mehrortsleitungen und daneben bestehende
örtliche Leitungsanlagen . . Ps
Mehrorfsleitungen allein . 0.0.0.0.

z182mmen

Orte

2134
1 7892

178
418 |
995 |

Versorgt in Schwaben
teilweise
Mt.
Wohn- Haus- n
gebäuden an- Ein-
bzw. schlüs- wohnern
Anwesen sen

ganz

__mit...,
Wohn- T -
gebäuden ! Ein- |
bzw. wohnern
Anwyeser

37 006
11169

222 538
66 601

680
BAd

36 541
21 950

12 083
| 2847

192 818
111 536.
8056 | 54279 |!
14051 ! 93564
59113 | 370381 ||

50 |
49
ang |

3684 | 2288! 32834
14023 10378 187228
540948 24740 | 419 890
ı ' | ll .

Die Mehrortsversorgung beruht auch in Schwaben weniger auf dem gruppen.
weisen Zusammenschluß mehrerer Ortschaften bzw. Gemeinden, als auf der sonstigen
Mehrortsversorgung, bei welcher namentlich auch eine Reihe von Städten erscheinen,
die noch weitere Ortschaften mitversorgen.
        <pb n="106" />
        Q

Wasserversorgung
durch

Gruppenleitungen allein. . . . . 2
ruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen. . . .. 0...
zonstige Mehrortsleitungen allein. .'°.'.
davon gastweise . . . .@
sonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . . .
davon gastweise (durch Mehrortsleitungen)
zusammen

Versorgt in Schwaben
teilweise

ganz
_mit.... Mit....
Wohn- | ı ı  Wohn- | Haus- ,
ARE | Mn IL Orte ] gebäuden an- Ein-
ZW. mn: DzZW. schlüs-
Anwesen WOHNEN Anwesen sen wohnern

Orte

102 : 9390 | 129830 u 14

260 ı 9208| 1374

42 1651
311 | 11661
50 288

11125
80 634
92 564

19
35
12

639
13.763
935

3283| 3559
10.170 | 185 854
| 510 8 474

136 | 6405
35 918
591 | 22107 | 147843 | 99

31
22

3045 | 1965 | 29.275
977 340 5 438
17707 112666| 220 062
!
Gruppenwasserversorgungen bestehen in Schwaben 28. Weitaus die meisten
Javon, nämlich 19 umfassen nur Ortschaften von je 2 verschiedenen politischen Gemeinden,
4 Gruppen erstrecken sich auf 3 Gemeinden. Beil Gruppe sind Orte von 4 verschiedenen
Gemeinden und bei 3 Gruppen solche von je 6 verschiedenen Gemeinden beteiligt. 1 Gruppe
berührt 8 politische Gemeinden. Die bedeutendsten: von den schwäbischen Wasserver-
zorgungsgruppen sind die folgenden:
Die Gruppenleitung versorgt
ganz teilweise
_ mit.... mit ....
| Wohn- . 4. | Wohn- .
Orte FE Ein- | Orte gebäuden| Bin-
bzw. woh- bzw. woh-
Anwesen!‘ nem Anwesen | nem

Bezirksamt

Wasserversorgungsgruppe

‚oderberg-Öruppe . . . . * 4
Vestheim b. Augsburg—Steppach . . .
‘achhagel—Ballhausen—Oberbechingen .
'berschönegg—Inneberg. ... . .
)berostendorf—ÜUnterostendorf . . . .
Morzen—RRieden . . 2.0.0.0...
Nestendorf—Gutenberg . ......
Zodensee-GruppeN) . 2 .0.000.0.0.
JTeimenkircher Gruppe .......
Wohmbrechts-Gruppe . . ... 0...
Degersee-Gruppe®?), Sitz in Langnau (Würt-
temberg) . 0.000.000
Memmingen . . . Aleimertingen—Steinheim ... . . .
Mindelheim . . . Pfaffenhausen—Oberrieden—Mittelrieden
Neuburg a.d.Donau BRied—Unterstall . .. 0.0.0000...
Neu-Ulm ‚ . . .. Oberfahlheim—Unterfahlheim . . .. | 2 89 426
Schwabmünchen . | Lechfeld-Gruppe) +. 2.0.0.0... 6 | 512 | 2626
Die drei größten schwäbischen Gruppen sind die Bodensee-Gruppe, die Heimenkircher
Gruppe und die Lechfeld-Gruppe. An die letztgenannte sind 2 oberbayerische Ortschaften
des Bezirksamts Landsberg angeschlossen, die zusammen 73 Wohngebäude und 357 Ein-
wohner haben,
An Fällen sonstiger Mehrortsversorgung wurden in Schwaben 168 festgestellt.
An die Wasserleitung der Kreishauptstadt Augsburg sind von dem Markt Göggingen, der
396 Wohngebäude und 6361 Einwohner hat, mehr als die Hälfte der Anwesen ange-
schlossen; auch den Weiler Radau versorgt sie zum Teil mit (inzwischen ist auch das
') Zu den angeschlossenen Orten gehört mit dem 8. Teil seiner Anwesen auch der Stadtteil
Reutin der kreisunmittelbaren Stadt Lindau (Bodensee). *) Anschluß an die gleichnamige Württemberger
3ruppe. 3 Von den angeschlossenen Orten gehören 2 Orte zum BA. Landsberg (OB.).

Augsburg. . . .
Dillingen. . .
[Nertissen. . . .
Kaufbeuren . ..

179 *017
246 1354
145 682

77 406

94 478
250 1244
119 635
326 99R
125

28

178

908
9253

Lindau (Bodensee)
        <pb n="107" />
        Pfarrdorf. Haunstetten mit 304. Wohngebäuden und 2659 Einwohnern durch Anschluß an
die Augsburger Wasserleitung versorgt worden). In Lindau (Bodensee) sind die als besondere
Ortschaften geführten Stadtteile Aeschach uud Reutin, welche zusammen 715 Wohn-
gebäude und 6157 Einwohner zählen, mit einem Teil ihrer Anwesen an die städtische
Wasserversorgung angeschlossen; ferner bestehen dort ortseigene Leitungen, in Reutin
außerdem Anschlüsse an die Bodensee-Gruppe und kleine Privatwasserleitungen. Aus der
städtischen Wasserleitung Neu-Ulm wird auch das zum Stadtbezirk gehörige Dorf Offen-
hausen vollständig versorgt. Ferner werden beispielsweise von den Wasserleitungen der
nachgenannten Städte und Orte noch folgende Ortschaften ganz oder zum Teil mitversorgt:
Stadt Lindenberg ii. Allgäu 6 weitere Ortschaften mit 104 Wohngebäuden und 653 Einwohnern
‚ Mindelheim. ... 38 % % „nn 277 ; „418
„_. Weißenhorn: . .. 1 » Ortschaft „ 141 % „ 585
Markt Türkheim ... . 4 % Ortschaften „ 140 # „734
„Sonthofen. ... . 5 » » 155 » „ 1030
Pfarrdorf Lauben. . . . 9 ; " „ 62 “ „898
» Waltenhofen . 15 » ” „ 222 „ „ 21832 *

Bei den zwei letztgenannten Mehrortsversorgungen steht die Wasserleitungsanlage im
Eigentum der politischen Gemeinden Lauben und Waltenhofen,

Die ausgedehnteste sonstige Mehrortsversorgung in Schwaben ist die von Sankt Mang.
An die Wasserleitung der politischen Gemeinde Sankt Mang ‚sind 44 Ortschaften dieser
Gemeinde selbst und als Wassergäste 9 Ortschalten von 5 anderen Gemeinden ange-
schlossen. Die 53 angeschlossenen Orte haben zusammen 466 Anwesen und 5775 Ein-
wohner.

In,119 Fällen umfaßt die sonstige Mehrortsversorgung nur Ortschaften der gleichen
volitischen Gemeinde. In 49 Fällen greift sie auf das Gebiet verschiedener politischer
Gemeinden über.

Bereich | Fälle’

Hierbei werden
versorgt !) nn
ganz teilweise
Gel mit .... mit ....

; * Wohn- | Wohn. |
nem. Orte gebäuden | Ein- | Orte | gehenden | Ein-
den bzw. wohnern bzw, wohnern

Anwesen Anwesen

be-
rührt
der sonstigen Mehrortsversorgung
in Schwaben

808 5344
197 2069
16000 209785
2848 27206
66 | 16808 | 215 129
; ı 31 3046 | 29275
Insgesamt wurden in Schwaben 8052 Wasserleitungen festgestellt. In dieser Zahl
sind jedoch die örtlichen Laufbrunnenanlagen mit eigener Wassergewinnung und die Pump-
brunnen mit motorischem Kraftantrieb nicht enthalten. Zumeist handelt es sich um solche
Leitungen, welche nicht über den versorgten betreffenden Ort selbst hinausgehen; die Zahl
Jieser Einzelortsleitungen beträgt 7730. Gruppenleitungen bestehen 28. Für die sonstige
Mehrortsversorgung kommen 294 Anlagen in Betracht, nämlich 167 selbständige Leitungen
and 127 Anschlußleitungen für gastweise versorgte Orte. .
Was die Laufbrunnenversorgung anlangt, so werden durch Laufbrunnenanlagen
alleh ganz versorgt . . . 217 Orte mit 961 Wohngebäuden und 58394 Einwohnern
teilweise versorgt . 58 „ » 1986 » „ 9583 ‚%
. Mit Ausnahme einer einzigen kleinen Ortschaft haben diese Laufbrunnenanlagen überall
selbständige Wassergewinnung und -zuleitung.
2 Siehe Anmerkung .1 Seite 47.

Gleiche politische Gemeinde ©...

102 || 285 9800 * 68665

91 4359 27 994

49 I 106 | 162 8266 55128

45 2046 15160

zusammen | 168 | 208 | 447 | 18 066 | 123 788
136 6 405 43 154

119
        <pb n="108" />
        E90

Von den 5394 Einwohnern der 217 Orte, welche ganz durch Laufbrunnen versorgt
sind, entfallen weitaus die meisten auf die Bezirksämter Kempten, Lindau (Bodensee) und
Sonthofen. Von den 58 Orten mit teilweiser Laufbrunnenversorgung weisen diejenigen in
den Bezirksämtern Donauwörth, Nördlingen, Dillingen.und Kempten die meisten Einwohner
auf. Von den schwäbischen Orten, welche lediglich durch Laufbrunnen ganz versorgt
werden, sind die größten das Kirchdorf Faistenoy (BA. Kempten) mit 200 und das Dorf
Kalzhofen (BA. Sonthofen) mit 270 Einwohnern.

235 schwäbische Orte haben neben anderweitiger Wasserleitungsversorgung auch noch
selbständige Laufbrunnenanlagen.

Von den mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen werden in Schwaben
nsgesamt 6027 Laufbrunnen, 236 Ventilbrunnen und 127 Zierbrunnen mitgespeist.

Durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb allein werden 145 schwä-
sche Ortschaften versorgt, und zwar

ganz. . 50 Orte mit 94 Wohngebäuden 741 Einwohnern
seilweise 95 „ » 6114 rn (354 Hausanschlüssen) 31 778 5

In der Stadt Gundelfingen beispielsweise sind von 600 Anwesen 30 durch Elektro-Pump-
brunnen versorgt. Das Pfarrdorf Bobingen (BA. Schwabmünchen) hat neben 2 anderen
&lt;leinen Wasserleitungsanlagen noch 44 Elektro-Pumpbrunnen.

Neben anderweitiger Leitungsversorgung bestehen ferner auch noch Pumpbrunnen
mit motorischem Kraftantrieb in 56 ganz und 119 teilweise versorgten Orten.

Von den 128090 Wohngebäuden Schwabens liegen 59113, also 46,1 v. H. in den 2725
Orten mit vollständiger Wasserleitungsversorgung. In den 779 teilweise versorgten Orten
haben von 54248 Wohngebäuden 24749 Hausanschluß, d. s. 19,3 v. H. aller Anwesen im
Kreise. Von 100 Wohngebäuden sind hiernach in Schwaben mindestens
56 durch Wasserleitungen versorgt.

Von den 11 kreisunmittelbaren Städten Schwabens sind 6 vollständig und
5 zum größten Teile durch Wasserleitungen versorgt. In der Kreishauptstadt Augsburg
haben von 10553 Wohngebäuden 8000 Hausanschluß an die Wasserleitung. Die übrigen
2553 beziehen das Wasser aus Pumpbrunnen. Das Wasser für die städtische Wasser-
leitung wird mittels 13 Schacht- und 11 Filterbrunnen aus der Grundwasserströmung im
Diluvialschotter der Lechniederung genommen. Was die 4 anderen kreisunmittelbaren
Städte, in denen die Vollversorgung noch nicht erreicht war, anlangt, so haben in
Dillingen von 827 Wohngebäuden 700, in Günzburg von 980 Wohngebäuden 829, in
Kempten von 1904 Wohngebäuden 1572 und in Neuburga.d.Donau von 1054 Wohn-
zebäuden 725 Hausanschluß. Als Wasserspender kommt Diluvialschotter außer bei
Augsburg auch bei den Städten Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Lindau (Boden-
see), Memmingen -.und Neu-Ulm in Betracht. Aus Diluvialschotter und jüngerem
Tertiär (Miozän) nimmt die Stadt Dillingen, aus Diluvialschotter und Weißem Jura Neu-
burg a. d. Donau das Wasser. Die Wasserleitung der Stadt ‚Nördlingen wird von
Quellen aus dem Weißen Jura und durch Brunnen im Keupersandstein, jene der Stadt
Donauwörth durch einen Brunnen im Weißen Jura gespeist.

Von den übrigen größeren Ortschaften mit Wasserleitungsversorgung, welche über
2000 Einwohner zählen!); beziehen die weitaus meisten das Wasser aus dem Diluvial-
schotter, nämlich die Städte Höchstädt a. d. Donau (516 : 400), Gundelfingen (600 : 30 Haus-
anschlüsse durch Elektro-Pumpbrunnen), Lauingen, Füssen, Ichenhausen (510: 400),
Burgau, Lindenberg i. Allgäu, Mindelheim, Weißenhorn, Immenstadt und
Wertingen (897:350), die Märkte Jllertissen (452:360), Buchloe, Markt Oberdorf,
Ottobeuren, Türkheim, Schwabmünchen, Oberstdorf und Sonthofen, endlich
die Pfarrdörfer Gersthofen, Vöhringen (430:7 Hausanschlüsse durch Elektro-Pump-

1) Siehe Anmerkung 1 Seite 48.
        <pb n="109" />
        &gt;runnen), Bad Wörishofen und Bobingen (407: 66). Aus Diluvialschotter und Tertiär-
sand entnehmen das Wasser die Stadt Krumbach und der Markt Babenhausen. Die
Stadt Wemding verwendet Quellen aus dem Weißen Jura, die Stadt Oettingen i. Bay.
Quellen aus dem Weißen und Braunen Jura.

Der Markt Göggingen (596:315) ist an die Wasserleitung der Stadt Augsburg ange-
schlossen. Das Pfarrdorf Haunstetten, in dem bei Durchführung der Erhebung von 304 An-
wesen 35 durch Elektro -Pumpbrunnen versorgt waren, ist inzwischen durch Anschluß an
die Wasserleitung der Stadt Augsburg ganz versorgt worden. Das Pfarrdorf Königsbrunn
(BA. Schwabmünchen) hat keine Wasserleitung, sondern nur einfache Pumpbrunnen-
versorgung.

Von den aufgeführten größeren schwäbischen Wasserversorgungsgruppen
hat die‘ Gruppe Bachhagel-Ballhausen-Oberbechingen eine Quelleitung aus Tertiär-Sand und
Weißem Jura, die Gruppe Ried-Unterstall eine Quelleitung aus dem Weißen Jura. Alle
übrigen entnehmen das Wasser. dem Diluvialschotter.

Wie in Oberbayern ist die Versorgung durch Wasserleitungen auch in Schwaben am
weitesten vorgeschritten in den Bezirken, welche sich auf das Gebirge ausdehnen; von
100 Anwesen nämlich sind in den Bezirksämtern Füssen 98, Sonthofen 96, Markt
Oberdorf und Kempten je 95, Lindau (Bodensee) 91 durch Wasserleitungen ver-
sorgt. Im Bezirksamt Lindau (Bodensee) ist dieser gute Stand großenteils der umfang-
reichen Gruppenversorgung zu verdanken; einmal werden dort durch Gruppenleitungen
allein 58 Orte mit 523 Anwesen ganz versorgt, und an der vollständigen oder teilweisen
Versorgung von 42 Orten mit 1347 Anwesen sind Gruppenleitungen beteiligt. ;

Dann folgen die nächsten drei nach Norden anschließenden Bezirksämter Mem-
mingen und Kaufbeuren mit je 89 nebst Mindelheim mit 85 v. H.

Zwischen 70 und 53 bewegt sich der Hundertsatz der durch Wasserleitungen ver-
sorgten Anwesen in den Bezirksämtern Jllertissen, Zusmarshausen (inzwischen
aufgehoben und auf die Bezirksämter Wertingen und Augsburg aufgeteilt), Schwab-
münchen, Krumbach und Augsburg, zwischen 48 und 34 in den Bezirksämtern
Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen und Wertingen,

In den Bezirksämtern Donauwörth und Nördlingen, wo der Boden Vorzugs-
weise vom Jura und in dem letztgenannten Bezirk auch vom Ries gebildet wird, sind von
L00 Anwesen nachweisbar nur 21 durch Wasserleitungen versorgt. Den geringsten Stand
aber zeigt das Bezirksamt Neuburg a. d. Donau mit 12 v. H. In diesem Bezirk haben
sich die Siedelungen ziemlich gut dem natürlichen Wasservorkommen angeschmiegt, welches
lort die Wassergewinnung für die einzelnen Anwesen verhältnismäßig leicht durch An-
legung von Schachtbrunnen ermöglicht.

Bezirksamt

Augsburg. .....
Stadt und Bezirksamt 1
Augshurg zusammen

Dillingen... 0.0. 0.

Stadt und Bezirksamt \

Dillingen zusammen 4

„

Donauwörth. . . . |

Stadt und Bezirksamt !
Donauwörth zusammen

Wohn-
zebäude ;
bzw.
\nwesen

A. 043

14596
7818 |
8 645 lı
6.067 '
6764

Davon in ganz durch
Wasserleitung versorgien
Irten gelegen und in den
jeilweise versorgten Orten

mit Hausanschluß
ausgestattet
ihaoanlıık

er

9 156

53,8

10 1566

69.8
2862

3 562
1255 8
1.952

36,8
41.2
20,7
28a

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnismäßigen
Vorkommen im Bezirk)

Diluvialschotter und Alluvium, jüngeres Tertiär
(Miozän).

Alluvium und Diluvium der Donauniederung.
Weißer Jura. jüngeres Tertiär (Miozän).

Weißer Jura, Diluvium und Alluvium der Donau-
und Lechniederung.
        <pb n="110" />
        ‘9

Davon in ganz durch
Wasserleitung versorgten
J)rten gelegen und in den
‚eilweise versorgten Orten

mit Hausanschluß
ausgestattet
absolut

Hauptsächlich vorkommende
geologische Formationen
(geordnet nach dem verhältnismäßigen
Vorkommen im Bezirk)

Bezirksamt

Wohn-
gebäude
bzw.
\nwesen

Füssen. ......
Günzburg. .. . -.
Stadt u. Bezirksamt Günzburg

Zusammen

3580 '

3494

97,6
37,2

Moränengebiet, älteres Tertiär (Molasse und
Fiysch), Alpengebirge.

Diluvialsehotter, jüngeres Tertiär (Miozän),
Alluyvium.

6 492

2415

7472

3 244

48341

[lertissen... . . ..

Kaufbeuren . . . .

Stadt u, Bezirksamt Kauf-
beuren zusammen

4. 728

3.299
4186

69,8
88,9

Diluvialschotter, jüngeres Tertiär (Miozän),
Alluvium.

Diluvialschotter und Alluvium, Moränengebiet,
jüngeres Tertiär (Miozän).

A711

5 558

5.083

90.8

Kempten . . . . .
Stadt u. Bezirksamt Kempten
zusammen

6189
7761
9841 |
4381 |
5814 .
4469
5.789
7 448
5'745
798
1453
2.209
3.086
1305
2735
2806
5796 5584 95,5
8832 1811 342
3947 2174 670
105797 | 65148 61,
128000 || 3962 650

Moränengebiet, Diluvialschotter, älteres Tertiär
(Molasse), jüngeres Tertiär (Miozän).

Krumbach . . . - “

Lindau (Bodensee) . .

Stadt u. Bezirksamt Lindau
(Bodensee) zusammen

Diluvialschotter, jüngeres Tertiär (Miozän),
Alluyvium.

Älteres und jüngeres Tertiär (Molasse und
Miozän), Moränengebiet, Diluvialschotter,

Markt Oberdorf . . .

Memmingen. . ...-

Stadt u, Bezirksamt Mem-
mingen zusammen

Moränengebiet, älteres und jüngeres Tertiär
(Molasse und Miozän), Alluvium.

Diluvialschotter, jüngeres Tertiär (Miozän),
Alluyvium.

Mindelheim . .. .
Neuburg a. d. Donau. .
Stadt u. Bezirksamt Neuburg

a. d. Danau zusammen

Jüngeres Tertiär (Miozän), Alluvium, Diluvial-
schotter.

Diluvialschotter und tertiärer Untergrund (Mio-
zän), Alluvium, Moorböden, Weißer Jura.

Neu-Ulm . . 2...
Stadt u. Bezirksamt Neu-Ulm
zusammen

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvialschotter,
Alluyium.

Nördlingen . . . ..
3tadt u. Bezirksamt Nörd-
'ingen zusammen

Weißer, Brauner und Schwarzer Jura, Ries-
Bildungen.

Schwabmünchen . .
Sonthofen. . . . 0.
Wertingen . . . ..
Zusmarshausen!) . . .

Bezirksämter zusammen

Diluvialschotter, Alluvium, jüngeres Tertiär
(Miozän).

Älteres Tertiär (Molasse und Flysch), Aipen-
gebirge, Moränengebiet.

Diluvialschotter, jüngeres Tertiär (Miozän),
Alluyvium,

Jüngeres Tertiär (Miozän), Diluvialschotter.
Alluvium,

Diluviale Bildungen (Moränen u. Schotterfelder),
Schwäbisch - fränkischer Jura im Norden,
jüngeres und älteres Tertiär, Alpengebirge.

Schwaben |
In den teilweise durch Wasserleitungen versorgten 779 schwäbischen
Orten sind von insgesamt 54248 Wohngebäuden 24749 mit Hausanschlüssen ausgestattet;
mitgespeist werden 952 Lauf- und Ventilbrunnen. In 74 teilweise versorgten Orten
bestehen neben anderweitiger Leitungsversorgung auch noch selbständige Laufbrunnen-
1) Mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an aufgehoben; der Amtssprengel wurde auf die Bezirksämter
Wertingen und Augsburg aufgeteilt,
        <pb n="111" />
        153

anlagen. 58 Ortschaften mit 1936 Wohngebäuden sind lediglich durch Laufbrunnen teil-
weise versorgt. Das Ausmaß dieser Laufbrunnenversorgung in Bezug auf die hierdurch
versorgten Anwesen konnte nicht festgestellt werden. Im übrigen erfolgt der Wasserbezug,
soweit er nicht durch Hausanschlüsse und aus Laufbrunnen geschehen kann, aus
Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen. ......... 2... . in 684 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . .. 0.0.0.0, „ 61
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . . . 4
‚daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0.0.0 00
Brunnen und Zisternen . . 00
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen. . . 0.000000 4
Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.0000
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen . .
Keine Wasserleitung hatten in Schwaben bei Durchführung der Erhebung
594 Ortschaften. Dieselben haben 14729 Wohngebäude und 76136 Einwohner, d. s. 11,5 v. H.
ler Wohngebäude und 8,9 v. H. der Bevölkerung des Kreises. Sie werden auf folgende
Weise mit Wasser versorgt:
Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
in Schwaben

Orte

mibt....
Wohngebäuden!
bzw. Anwesen

Einwohnern

aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . oo. 0.0.0001...
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . ..
zus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen:
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .
aus Brunnen und Zisternen . HRG © FOR 8 RR WG
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen .”. .
aur aus Quellen, Bächen, Flüssen . . .0.00000000000000004 |
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfes außerhalb des Ortes
Zwei von den schwäbischen Orten ohne Wasserleitung haben über 1000 Einwohner,
nämlich das Pfarrdorf Königsbrunn (2226 Einw., BA. Schwabmünchen) und das Pfarrdorf
Karlshuld (1346 Einw, BA. Neuburg a. d. Donau).
1 Weiler und 5 Einöden mit zusammen 9 Anwesen und 55 Einwohnern haben außer
lem Regen- und Schneewasser, das sie in Zisternen auffangen, keinerlei Wasservorräte im Ort,
2 Einöden, eine im Bezirksamt Lindau (Bodensee) und eine im Bezirksamt Neuburg
a. d. Donau, fahren ständig den ganzen Wasserbedarf aus dem nächsten Ort herbei.

9. Staat.
Bayern ohne die Saarpfalz hat einen Gebietsumfang von 75996,5 qkm. Das
Staatsgebiet umfaßt 43776 Ortschaften mit 990145 Wohngebäuden bzw. An-
wesen und 7379594 Einwohnern. Auf 1 qkm treffen im Durchschnitt 97 Einwohner.
Regierungsbezirk |

Oberbayern . .
Niederbayern .
Pfalz . ..
Oberpfalz . .
Oberfranken .
Mittelfranken
Unterfranken
Schwaben. -.
Staat

Fläche
in | Orte
akm

16 675,9
10 744,7
5 504,0.
3 655,7
7 506,8
7 602,7
3 444,7
3 862,2
75 996,3

12.787
11638
1486
5274
3 668
2.940
1785
4198
43 776

Wohn-
zebäuden
bzw.
Anwesen

176 167
111610
143 752
87 795
107 095
116 055
119 581
128 090
390 145

mit ....

Einwohnern |

1 684 766
755 769
931 755
629 190
757 515
998 458
762 744
859 397

7 379 594

Einwohner
auf
1 akm

101,0
70,8
169,8
65,2
100,9
131,4
90,8
87,2
97:
        <pb n="112" />
        34

Im Gesamtbilde zeigt die Erhebung folgenden Stand der Wasserversorgung
n den acht Regierungsbezirken und im ganzen Land:

Regierungs-
bezirk

Oberbayern. . .
Niederbayern . .
Pfalz 4 . 4 +
Oberpfalz . . .
Oberfranken . .
Mittelfranken . .
Unterfranken . : |;
Schwaben : . I
Staat

ganz
mit ....
Wohn- .
Orte | gebäuden | Ein-
bzw. |wohnern
Anwesen

Jurch Wasserleitung versorgt!)
_ teilweise
__mit....
Wohn- f
gebäuden Ein-
bzw. |wohnern
Anwesen

5908 |
46,2
3.935
33,8
817
55,0
L 402
26,8
1290
35,2
593
20,2
619
34,7
2725
4,9
17284 |
305

92.225
52,4
26 505
28,7
98 144
68,3
33 709
38,4
54 720
51,1
56 005
48,3
64 079
53,6
59118
46,1
484 500
489

‚1148 626
68,2
211 906'
28,0
598 981 |
75,0
271 583
43,2
452 947
59,8 /
677 728
67,9
463 423
60,8
370 381]
43,1
4 295 575|
58.2

3.066
23,9
3332
28,6
198
13,3
1265
24,0
998
27,8
655
22,8
392
22,0
779
18,5
10 685
244

61 894
35,1
61 993
55,6
25 300
17,6
30 760
85,0
33 745
81,5
31 817
27,4
28 850
24,1
54 248
42,4
328 607
33.2

405 158
24,0
104 942
53,6
130 957
14,1
215 831
34,8
200 220 |
26,4 1
174 333 !
17,4
156 534 .
20,5
412880}
48,0
2 100 855 |
985

Ohne Wasserleitung ')

Orte

mit ....
 Wohn- .
| gebäuden ! KEin-
bzw. wohnern
Anwesen —_
3818 | 22048 130982
29,8 12,5 7,8
4871 | 23112 188921
87,6 20,7 18,4
471 | 208308 101817
81,7 14,1 10,9
2607 | 23826 141 776
49,4 26,6 22,5
1880 | 18630 ! 104348
37,6 17,4 18,8
1692 28288 | 146397
57,5 24,3 14,7
774 26652 | 142787
48,8 22,8 18,7
694 14729 | 76186
16,5 11,5 8,9
15807 | 177038 | 983164
36.1 17,9 13,3

Rund */z der bayerischen Bevölkerung wohnen darnach in Orten, die vollständig,
und ?/z in Orten, die teilweise durch Wasserleitung versorgt sind. Die Einwohnerzahl
Jlerjenigen Orte, welche keine Wasserleitung haben, beträgt nicht ganz */z der bayerischen
Bevölkerung. Der Stand der Wasserversorgung in Bayern darf hiernach als weit vorge-
geschritten bezeichnet werden.

Die Wasserversorgung in den einzelnen Teilen Bayerns ist natürlich wesentlich durch
lie örtlich verschiedenen natürlichen Voraussetzungen der Wassergewinnung bedingt, aber
auch von der Bevölkerungsdichte und Siedlungsweise, vom Vorhandensein großer Städte
und von anderen Umständen beeinflußt. Faßt man zunächst die ganz durch Wasser-
leitungsanlagen versorgten Orte ins Auge, so steht, gemessen an der Zahl der
versorgten Einwohner, an erster Stelle die Pfalz, die auch von allen Kreisen Bayerns am
Jichtesten bevölkert ist. Ziemlich nahe kommen ihr Oberbayern und Mittelfranken, bei denen
natürlich die Städte München und-Nürnberg ganz erheblich ins Gewicht fallen. Hierauf
folgen Unterfranken und Oberfranken, mit erheblichem Abstande sodann die Oberpfalz und
Schwaben. Die geringste Ganzversorgung weist Niederbayern auf. Jedoch bilden, wie bereits
dargelegt, die Feststellungen über die Anzahl der Wohngebäude wie auch der Einwohner der-
jenigen Orte, welche ganz, teilweise und nicht durch Wasserleitung versorgt sind, noch keine
genügende Handhabe für die Beurteilung des tatsächlichen Umfanges der Wasserversorgung.
Erst die später folgenden Zusammenstellungen über die Hausanschlüsse in den teilweise
durch Wasserleitung versorgten Orten werden hierüber genaueren Aufschluß ermöglichen.

Das Verhältnis zwischen Einzelortsversorgung und Mehrortsversorgung
ist nicht in ‘allen Regierungsbezirken gleichmäßig. Was zunächst die ganz durch
Wasserleitungsanlagen versorgten Orte betrifft, so werden in Oberbayern, in
der Pfalz, in der Oberpfalz und in Mittelfranken mehr Anwesen und Einwohner durch
Leitungsnetze versorgt, die sich auf mehrere Orte erstrecken, als durch solche, die nicht
über die betreffende Ortschaft hinausgreifen. In Niederbayern und in Schwaben ist es
umgekehrt. In Oberfranken besteht annähernd gleiches Verhältnis. In Unterfranken

1!) Die unter den absoluten Zahlen stehenden Verhältniszahlen zeigen den entsprechenden prozen-
*ualen Anteil an der Gesamtzahl der Orte, Wohngebäude bzw. Anwesen und Einwohner des betreffenden
Regierungsbezirks bzw. des Landes.
        <pb n="113" />
        105

werden mehr Wohngebäude bzw. Anwesen durch Einzelortsleitungen, mehr Einwohner
Jagegen durch Mehrortsleitungen versorgt. Im Staate liegt das Schwergewicht bei den
Mehrortsleitungen; doch weisen auch die örtlich beschränkten Leitungsanlagen einen recht
arheblichen Versorgungsumfang auf.

Bei der teilweisen Wasserleitungsversorgung halten sich im Hinblick auf
lie Zahl der in Betracht kommenden Hausanschlüsse in Schwaben Einzelortsleitungen und
Mehrortsleitungen annähernd die Waage. In der Pfalz zählen die Orte, welche Wasser aus
Mehrortsleitungen beziehen, doppelt soviel Hausanschlüsse als diejenigen, welche nur örtlich
beschränkte Leitungsanlagen haben. Sonst nimmt überall die Einzelortsversorgung den
breitesten Raum ein. Dies gilt auch für den Staat im ganzen.

Wasserversorgung
durch.

Einzelortsleitungen allein. ......

davon kleinere Anlagen . 40.000004
Mehrortsleitungen und daneben bestehende

örtliche Leitungsanlagen . . .
Mehrortsleitungen allein . . 0.0.0... 4 |
zusammen

Versorgt in Bayern
ganz . _ teilweise
; = mit.... mit....
Wohn- + Wohn- Haus- "
Orte scbiuden| Ein- | Orte | gebäuden an. | Ein-

bzw. wohnern bzw. schlüs- | wohnern
Anwesen Anwesen sen —_
271 079 ] 58 Pe 1 596 436
214667 | 28 561| 1 228 859

13 111
{1429

672| 77055
3501| 206 680
17 284| 484 500

742689] 314
2255607] 565
4 295 575 | 10685

20390 | 11 on 150 3038
87138 | 25544! 354 116
328 607 | 95 638| 2 100 855

1 ' '

Weitaus die meisten von denjenigen Orten, welche durch Einzelortsleitungen
allein ganz oder teilweise versorgt sind, haben nur kleinere Anlagen. Zumeist handelt
es sich eben auch um kleine Ortschaften. Immerhin ist der Gesamtumfang der Wasser-
versorgung durch diese kleinen Leitungsanlagen beachtlich. Auf die Orte, welche sie allein
vollständig versorgen, trifft '/s der Anwesen und Einwohner jener Orte, welche überhaupt
durch Einzelortsleitungen ganz versorgt werden. Bei der entsprechenden Teilversorgung
haben die nur mit kleineren Anlagen allein versorgten Orte fast die Hälfte der Haus-
anschlüsse aufzuweisen.

Im Rahmen der Mehrortsversorgung spielt zwar, von Niederbayern abgesehen,
lie Gruppenversorgung in allen Regierungsbezirken eine bedeutende Rolle; sie tritt
jedoch hinter der sonstigen Mehrortsversorgung, bei der überall eine Reihe von
Städten mit angeschlossenen Ortschaften erscheint, erheblich zurück.

Wasserversorgung
durch

Gruppenleitungen allein . . 0.0.0.0. 4
Aruppenleitungen und daneben bestehende
andere Leitungsanlagen . . . . . +...
sonstige Mehrortsleitungen allein. . .’. .
davon gastweise 2.0.0000 KK
sonstige Mehrortsleitungen und daneben be-
stehende andere Leitungsanlagen . . ..
davon gashweise (durch Mehrortsleitungen)

Versorgt_in Bayern
ganz teilweise
mit.... mit....
Wohn- . Wohn- | Haus- .
Orte | gebäuden | Ein- | Orte | gebäuden | an- Ein-
bzw. wohnern I bzw. schlüs- |wohnern
Anwesen Anwesen sen
1309] 39914

991 734 || 129 |

3 9892

2 387) 17 753
118
21921
Ü5S

5289
166 766
11 251

324491 46
2.083 873 | 436
74085 170

1805
33 856
6 500

1124! 10953
| 23 157| 336 364
3407| 42492

559| 71816 710 240! 10474| 139 350
170 11766 78 476 2381 423183
4173| 283735 | 2 998 296 | 879 57528 |37142| 504 419
        <pb n="114" />
        796

Gruppenwasserversorgungen bestanden anfangs 1928 in Oberbayern 55, in
Niederbayern 1, in der Pfalz 25, in der Oberpfalz 22, in Oberfranken 33, in Mittel-
ranken 13, in Unterfranken 24 und in Schwaben 28, also im ganzen 201. Davon er-
strecken sich
Rn auf den ganzen oder teilweisen Bereich von je 2 politischen Gemeinden
3 3
m
y
®

* ” » » 19 ”

Von den übrigen 5 Gruppen werden Ortschaften von je 9, 13, 17, 20 und 28
dolitischen Gemeinden versorgt.

Inzwischen wurden 4 weitere Gruppenversorgungen durchgeführt, 3 in der Pfalz
ınd 1 in der Oberpfalz. Die Pfälzer Mittelrhein-Gruppe ist zur Zeit im Bau. Ferner sind
2 neue Gruppen in der Pfalz und 1 neue Gruppe in der Oberpfalz geplant.

Die größten Gruppenwasserversorgungen Bayerns, an der Zahl der ver-
sorgten Einwohner gemessen, liegen in der Pfalz; es sind dies die Friedelsheimer Gruppe
und die Felsalb-Gruppe, ferner zwei neuerstellte Versorgungen, die Haßlocher und die
{mpflinger Gruppe. Erheblich stärker noch als die genannten wird die im Bau befindliche
Pfälzer Mittelrhein-Gruppe. Die größten Gruppen im rechtsrheinischen Bayern sind
die Laaber-Naab-Gruppe (Oberpfalz), die Jachenhauser Gruppe (Oberpfalz-Niederbayern),
lie Marktheidenfelder Gruppe und die Gruppe Mellrichstadt-Mittelstreu-Oberstreu (Unter-
[ranken), die Bodensee-Gruppe (Schwaben), die Denkendorfer und die Preither Gruppe
Mittelfranken), die Betzenstein-Gruppe II (Oberfranken).

An. Fällen sonstiger Mehrortsversorgung wurden in Oberbayern 470, in
Niederbayern 78, in der Pfalz 98, in der Oberpfalz. 64, in Oberfranken 110, in Mittel-
‘ranken 48, in Unterfranken 46 und in Schwaben 168, sonach im ganzen 1077 fest-
gestellt. In 728 Fällen greift die sonstige Mehrortsversorgung nicht über den Bereich einer
einzigen politischen Gemeinde hinaus, in 349 Fällen umfaßt sie jeweils mehrere Orte ver-
schiedener politischer Gemeinden.

£

Bereich . | Fälle

Hierbei werden
versorgt!)
teilweise
En mit ....
Km EEE WA,
Wohn- :
Orte | gebäuden Ein-
bzw. wohnern
Anwesen

ler sonstigen Mehrortsversorgung
in Bayern

be-
‘ührft

ganz

mit ....
Wohn- 7
zebäuden Ein-
bzw. |wohnern‘
Anwesan

Ge-
nein-|| Orte
Zen

728| 645] 1699| 62106 484726 346 15464 123403

820 21429 188960 128 6456 55521

349| 3818| 1052! 176476 | 2259 387 358 36977 352311

239 505887 | 521280 145 12 129 83 829

1077| 1463| 2751| 238582 2748113! 704 | 52441 | 475 714

ı | | 6559| 71816 | 710240| 268 ‘ 18585 | 189350

Diejenigen Orte, welche durch sonstige Mehrortsleitungen allein oder neben ander-

weitigen Leitungsanlagen ganz oder teilweise versorgt werden, zählen 291023 Wohngebäude

bzw. Anwesen und 3219827 Einwohner. Auf die im Rahmen der Mehrortsversorgung als

Wassergäste mitversorgten Orte trifft von diesen Anwesen rund *’s, von den Einwohnern

aber nur der 14. Teil. Hier macht sich das Übergewicht der auf seiten der Gastgeber
stehenden großen Städte mit ihren dicht bewohnten Gebäuden bemerkbar.

1 Siehe Anmerkung 1 Seite 47.

Gleiche politische Gemeinde . . . . |
Verschiedene »volitische Gemeinden
        <pb n="115" />
        107

Abgesehen von den rein örtlichen Laufbrunnenanlagen mit selbständiger Wasserge-
winnung und -zuleitung und von den Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb, stehen
in Oberbayern 11478, in Niederbayern 8501, in der Pfalz 624, in der Oberpfalz 2832, in
Yberfranken 2338, in Mittelfranken 863, in Unterfranken 713 und in Schwaben 8052, zu-
sammen in ganz Bayern 35401 Wasserleitungen im Dienste der Wasserversorgung.

Weitaus die meisten von diesen 35401 Leitungen, nämlich 33175, sind Einzelorts-
jeitungen, die jeweils nicht über den Bereich einer einzigen Ortschaft hinausgreifen. Da-
runter befindet sich natürlich eine Menge von kleinen und kleinsten Anlagen, die nur ein
der einige Anwesen versorgen. Oberbayern, Niederbayern und Schwaben, die auch die
meisten mit kleinen Wasserleitungen versorgten Orte aufweisen, erscheinen hier mit den
zahlreichsten Leitungsanlagen. Gruppenleitungen bestehen 201, soviel als Gruppen. Auf
die sonstige Mehrortsversorgung entfallen 2025 Wasserleitungen, und zwar 1071 selb-
ständige Leitungen und 954 Anschlußleitungen für gastweise versorgte Orte.

Was die Wasserversorgung durch Laufbrunnen betrifft, so weisen diejenigen
Orte, welche durch Laufbrunnenanlagen :allein ganz oder teilweise versorgt sind, im Ge-
samtergebnis in Niederbayern, Oberfranken und Unterfranken die meisten Anwesen und
Einwohner auf. Die Zahl der Laufbrunnen, welche von den mit Hausanschlüssen ausge-
statteten Wasserleitungen mitgespeist werden, ist am höchsten in Schwaben, Niederbayern
and Oberbayern. In ganz Bayern hat die Laufbrunnenversorgung folgenden Umfang; es
werden durch Laufbrunnenanlagen allein .

ganz versorgt. . . 2659 Orte mit 17345 Wohngebäuden und 103926 Einwohnern
teilweise versorgt . 1943 „ 51439 ® „ 285596 %

Von diesen Orten sind 13 an Gruppenwasserleitungen beteiligt, durch welche die
Laufbrunnen gespeist werden, und 18, deren Laufbrunnen das Wasser aus den Wasser-
leitungen benachbarter Orte erhalten. Im übrigen haben die Laufbrunnenanlagen in den
setreffenden Orten überall selbständige Wassergewinnung und -zuleitung.

Der Fall, daß neben anderweitiger Leitungsversorgung noch Wasser aus selbständigen
Laufbrunnenanlagen bezogen wird, ist in 1574 Orten zu verzeichnen. Fast der dritte Teil
Jlieser Ortschaften liegt in Niederbayern,

Von den mit Hausanschlüssen versehenen Wasserleitungen werden im ganzen 12711
Laufbrunnen, 1345 Ventilbrunnen und 847 Zierbrunnen mitgespeist.

Die Wasserversorgung durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
ist, soweit dieselben nicht im Hinblick auf Ausrüstung mit Feuerlöschhydranten oder auf
sine Leitungslänge von mehr als 100 m zu den Pumpwerksanlagen gerechnet wurden, als
Leitungsversorgung durch kleinere Anlagen behandelt. Die weiteste Verbreitung hat sie
in Oberbayern und Niederbayern, auch in Schwaben und Unterfranken ist sie ziemlich
stark vertreten. Im ganzen Lande werden lediglich durch solche Pumpbrunnen 2627 Ort-
schaften versorgt, und zwar

zanz. . . 1095 Orte mit 1620 Wohngebäuden 13909 Einwohnern

teilweise . 15832 „ „ 52942 ” (3 325 Hausanschlüssen) 299 321 »

Auch neben anderweitiger Leitungsversorgung finden sich häufig solche Pumpbrunnen
mit motorischem Kraftantrieb. Dies ist der Fall in 233 ganz versorgten und in 915 teil-
weise versorgten Orten. &gt;

Die Zahl der Wohngebäude bzw. Anwesen in Bayern beträgt 990145. Davon treffen
484500 oder 48,9 v. H. auf jene Orte, welche ganz durch Wasserleitungen versorgt sind,
und 328607 auf die teilweise versorgten Orte. Von den letzteren sind 95638 mit Haus-
anschlüssen ausgestattet; das sind 9,7 v. H. aller bayerischen Wohngebäude. Darnach kann
man von 100 Wohngebäuden bzw. Anwesen im Durchschnitt mindestens
59 als durch Wasserleitung versorgt erachten. Unter den 10685 Orten mit teil-
weiser Leitungsversorgung befinden sich 1943. deren Teilversorgung nur auf im Freien
        <pb n="116" />
        R

stehenden Laufbrunnen beruht; diese Orte haben zusammen 51439 Wohngebäude. Auch
n’ den übrigen 8742 teilweise versorgten Orten besteht neben den Hausanschlüssen noch
eine mehr oder weniger umfangreiche Laufbrunnenversorgung. Wie viele Anwesen in den
‚eilweise versorgten Orten das Wasser aus Laufbrunnen beziehen, kann auf Grund der
ZIrhebung nicht festgestellt werden. Diese Laufbrunnenversorgung muß deswegen bei dem
vorgenannten Hundertsatze außer Betracht bleiben.

Nach Maßgabe der hiernach durch Wasserleitungen versorgten Anwesen steht unter
den acht Kreisen Bayerns die Pfalz an ‚erster Stelle. Sodann folgen Oberbayern und
Schwaben, hierauf mit größerem Abstand Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken,
schließlich die Oberpfalz und Niederbayern.

Regierungsbezirk

Wohn-
zebäude
bzw.
Anwesen

Davon in ganz durch
Wasserleitung ver-
;orgten Orten gelegen
und in den teilweise
7zersorgten Orten mit
Hausanschluß aus-
gestattet

Absolut

y. HK.

Regierungsbezirk

Wohn-
zebäude
bzw.
Anwesen

Davon in ganz durch
Wasserleitung ver-
sorgten Orten gelegen
und in den teilweise
versorgten Orten mit
Hausanschluß aus-
gestattet
absolut

v. H.
Oberbayern. . . 176 167 117 663 66,8
Niederbayern . . 111 610 43 830 39,8
Pfalz . . 0. 0.4 (43 752 102 044 71,0
Oberpfalz . . | 87 795 / 43 048 “| 49,0
)berfranken 2. 107095 ! 60 410 564 ıl

Unter den bayerischen Bezirksämtern sind 12, in denen von 100 Anwesen mehr
als 90 durch Wasserleitungen versorgt sind, nämlich Garmisch, Füssen, Miesbach, Berch-
;‚esgaden, Sonthofen, Markt Oberdorf, Tölz, Kempten, Miltenberg, Kaiserslautern (ohne
Außensitz Landstuhl), Lindau (Bodensee) und- Starnberg. Den geringsten Versorgungsstand
weisen die Bezirksämter Scheinfeld, Ingolstadt, Höchstadt a. d. Aisch, Straubing, Rothen-
yurg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen auf. Im letzteren ist der genannte
Hundertsatz 10, im Bezirksamt Scheinfeld nur 3.

Die vorstehende Übersicht zeigt den Stand der Wasserversorgung in den einzelnen
Regierungsbezirken und im Staate nach Zahl der durch Wasserleitungen versorgten Wohn-
zebäude bzw. Anwesen. Dieser Maßstab kann genügen, solange für das in Betracht
kommende Gebiet die auf 1 Anwesen treffende Zahl von Einwohnern im großen und ganzen
3ine gewisse Gleichmäßigkeit aufweist, wie dies im Bereich der Bezirksämter der Fall ist. Sobald
jedoch diese Gleichmäßigkeit erheblich gestört wird, kommt ein falsches Bild zustande. Für
lie Beurteilung des Wasserversorgungsstandesin den Regierungsbezirken
and im ganzen Lande bildet daher die Feststellung, wie viele Wohngebäude bzw.
Anwesen durch Wasserleitungen versorgt sind, noch keine hinreichende Grundlage; denn
unter den teilweise versorgten Orten befinden sich hier auch dichtbewohnte große Städte.
in Schwaben beispielsweise erscheint die Großstadt Augsburg, von deren 10553 Wohn-
zebäuden bei Durchführung der Erhebung 8000 durch Hausanschluß an die Wasser-
leitung und 2553 durch Pumpbrunnen versorgt waren, unter den teilweise durch Wasser-
leitung versorgten Orten. Auch die kreisunmittelbaren Städte Dillingen, Günzburg, Kempten
und Neuburg a. d. Donau sind darunter. In Augsburg treffen nun auf 1 Wohngebäude
im Durchschnitt 15,68 Einwohner, in Dillingen 7,sr, in Günzburg 6,10, in Kempten 11,4
und in Neuburg a. d. Donau 7,18, in den schwäbischen Bezirksämtern dagegen 5,5s. Das
Gewicht der großen Städte darf nicht außer acht gelassen werden; 8000 mit Hausan-
schlüssen ausgestatteten Wohngebäuden in der Stadt Augsburg kommt ein ungleich
größerer Anteil an der Wasserversorgung der Bevölkerung Schwabens und ganz Bayerns
zu, als der nämlichen Anzahl von solchen Wohngebäuden auf dem Lande oder in einer
Kleinstadt, Unter Zugrundelegung der vorgenannten Wohndichte errechnet sich, daß in
Augsburg von 165522 Einwohnern 125 440, in Dillingen von 6091 Einwohnern 5159, in
        <pb n="117" />
        \o

Günzburg von 5977 Einwohnern 5057, in Kempten von 21 874 Einwohnern 18062, in
Neuburg a. d. Donau von 7564 Einwohnern 5206 und in den teilweise versorgten Orten
ler schwäbischen Bezirksämter von 205 852 Einwohnern 72110 Wasserleitungsversorgung
genießen. Von den 412880 Einwohnern der teilweise versorgten Orte Schwabens sind
hiernach 231034 durch Wasserleitung versorgt. Während die mit Hausanschlüssen aus-
gestatteten Wohngebäude, dieser Orte nur 19,s v. H. aller schwäbischen Anwesen dar-
stellen, beträgt die für diese Wohngebäude errechnete Zahl von versorgten Einwohnern
26,9 v. H. der Gesamtbevölkerung Schwabens. Nachdem auf die ganz versorgten Orte
43,1 v.H. der schwäbischen Bevölkerung entlallen, so ergibt sich, daß in Schwaben
von 100 Einwohnern durchschnittlich 70 durch Wasserleitung versorgt sind.

In gleicher Weise wurden die Berechnungen für alle Regierungsbezirke durchgeführt,
für jede in Betracht kommende kreisunmittelbare Stadt bzw. deren Nebenorte besonders
and für die Bezirksämter im ganzen. Die Zahl von Einwohnern, welche im Bereich aller
Bezirksämter durchschnittlich auf 1 Anwesen trifft, bewegt sich in den Regierungsbezirken
zwischen 5,4 und 6,5. Wenn hierbei auch diejenigen Anwesen und Einwohner, welche in
den teilweise versorgten Orten aus Laufbrunnen den Wasserbedarf decken, mangels ent-
sprechender Unterlagen nicht berücksichtigt werden konnten, so spiegelt doch das auf
vorgenannter Grundlage gewonnene Bild den wirklichen Stand der Wasserver-
sorgung hinlänglich getreu wider. Inwieweit hiernach die Bevölkerung der
acht Regierungsbezirke und ganz Bayerns durch Wasserleitungen ver-
sorgt ist, zeigt nachstehende Übersicht:
Davon

Regierungsbezirk

Zinwohner

in den ganz
‚durch
Wasserleitung
versorgten |
Irten wohnhaft

in den teilweise|
versorgten
Orten durch
Wasserleitung
versorgt

insgesamt
durch
Wasserleitung |
versorgt

' vom Hundert
der
Gesamt-
bevölkerung

1684 766 1148 626 +82 238 1 3830 864

755 769 211 906 24 614 336 520

931 755 598 981 21.107 120 088

329 190 271 583 72 458 344 041

757 515 152 947 35 400 188 347

98 458 577 728 31332 709 060

762 744 463 423 21628 485 051

359 397 370 381 231 034 601 415

Staat, 7379594 | 4295575 719811 | 5015386

Am weitesten vorgeschritten ist hiernach die Wasserleitungsversorgung in Ober-
bayern, in der Pfalz, in Mittelfranken und in Schwaben. Es folgen sodann mit geringem
gegenseitigen Unterschiede Oberfranken und Unterfranken, hierauf mit großem Abstand
die Oberpfalz und Niederbayern. In Bayern überhaupt sind von 7379594 Ein-
wohnern mehr als zwei Drittel, nämlich 5015386 — 68 v. H. — durch
Wasserleitungen versorgt.

Von den 328607 Wohngebäuden der 10685 teilweise durch Wasserleitung
versorgten bayerischen Orte sind 95638, also rund 29 v. H., mit Hausanschlüssen
versehen, Wie viele Anwesen dieser Ortschaften noch durch selbständige Laufbrunnen-
anlagen oder mitgespeiste Laufbrunnen versorgt werden, war nicht feststellbar. Die
1943 Orte, bei denen die teilweise Leitungsversorgung nur auf Laufbrunnenanlagen be-
ruht; zählen zusammen 51439 Anwesen. Unter den weiteren teilweise versorgten 8 742 Ort-
schaften sind 954, welche neben anderweitiger Leitungsversorgung noch selbständige Lauf-
brunnenanlagen haben. Die Zahl der Lauf- und Ventilbrunnen, welche von den mit Haus-
anschlüssen ausgestatteten Wasserleitungen mitgespeist werden, beträgt in den teilweise
versorgten Orten 3425. Von den Anwesen aller teilweise versorgten Orte zusammen wird
        <pb n="118" />
        ‘19

wohl der größte Teil keine Wasserleitungsversorgung genießen, sondern auf anderweitige
Deckung des Wasserbedarfs angewiesen sein. Der Wasserb ezug der nicht mit
Hausanschluß versehenen oder durch im Freien stehende Laufbrunnen
versorgten Anwesen erfolgt aus
Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen!) . .. 2... „+. In 8893 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . 2.0.0} „ 18348
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen . „289
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . 0.0 » 42
Brunnen und Zisternen!) 2 „783
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . 0.00 den
Quellen, Bächen, Flüssen... 10.000000 „548
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen »„ 172
Die 15807 Ortschaften, welche zu Beginn des Jahres 1928 keine Wasser
eitung hatten, umfassen insgesamt 177038 Wohngebäude bzw. Anwesen und 983 164 Ein-
wohner, das sind 17,9 v. H. aller Anwesen in Bayern und 138,3 v. H. der bayerischen Be-
völkerung: Ihre Wasserversorgung beruht zum größten Teil auf Pump-, Zieh- oder Schöpf-
orunnen. Seltener sind die Fälle, in denen das Wasser aus Zisternen; Ortsweihern und ähn-
ichen Wassersammelstellen oder aus Quellen, Bächen, Flüssen entnommen wird, In mehreren
Orten muß das benötigte Wasser von auswärts herbeigeholt werden.
Nasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung 3)
aus Zisternen, teils aus Brunnen,|
Ortsweihern und teils aus Wasser-
ihnlichen Wasser-Isaınm elstellen der
sammelstellen | vorgenannten Art

aus Pump-,
Zieh- oder
Schönfbrunnen

durch Beiholen
von Wasser
außerhalb des
Ortes)
mit, en

Regierungs-
hazırk
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Ei |
3046%/ 18618/111263| 234 ' 369 2248| 431%] 2850 16269| 4, 5] 25

7148| 1608| 9218| 14 24 161] 22 3814| 1801 , | 91) 10181) (764)

3789 19864 119041 89 431 2788| 156 1814 10566) 335 | 1001| 6514 2 2 12

3083| 2898 16529| 29 | 8306 1890| 28 428 2846 (8) | (11) | (61)

395/ 18188 91019| 9 74. 459 18 1981 9425 49| 165 921ı - | — ——

22| 662! 8888| 2 67| 422| I 6 49; ] (3) | (8) | (39)

‘506 16188 99425 BO 2157 18172 206 3844 22419 370 | 1058 6299) 5 | 84 | 468

344 5230 31538| 29 | 1483| 807| 68 1491 8364 | +35) (167) | (972)

9183| 14084, 79341) 33 726 4207 134 3081 16524) 234 | 7830| 42833 6 9 43
185 3625 20016] 16 1118| 685| 41 1070| 5976 | 17) 1218) 111208)

490 25359 130610 48 501! 2795 92 2048! 11295] 62| 8830| 1697.

1831| 2598| 18598| 4 ?7! 149 15 6554| 8008 / (3) (5) 729)

570| 22626 121388 15 Ca 515 5u 3404 18062! 131! 526| 2841| 3 ı 4 36

109 5100 27878| 5 59| 3890| 22 1595| 8395 (6) (12), (87)

573 12866 66264 9 20 123 52 1585 8311| 58| 256 1420) 2 “2! 48

54| 2004| 9947) 3 1 68 15 3874| 1872 )

2282 147738 Slae) 927 4370 26298 11237 20552 nze71) 1820 42 25100 22 | 106 / 602
1296| 28720182047| 102 | 765 | 4572) 202 | 5882 31811 , |c163) (552) | (8160)
Die Zahl derjenigen Orte, die sich lediglich mit gesammeltem Regen- und Schnee-
wasser in Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Sammelstellen begnügen müssen, weil
zein Grund-, Quell- oder Tagwasser in der. Nähe der Anwesen bezogen werden kann, be-
‚rägt 825. Sie haben zusammen 3605 Anwesen und 21723 Einwohner. Gehen bei längerer
Trockenheit die gesammelten Vorräte zur Neige, so muß das Wasser oft weit aus entle-

Jberbayern .
Niederbayern .
Pfalz...
Oberpfalz . .
Oberfranken .
Mittelfranken .
Unterfranken .
Schwaben . .

*) In einem der hier in Betracht kommenden Orte deckt ein Teil der Anwesen den Wasserbedarf durch
Seewasser. *) Diejenigen Orte, welche neben Brunnen- und Zisternenversorgung noch Wasser aus offenen
Quellen oder Wasserläufen beziehen, sind in den diesbezüglichen 3 Spalten durch Schrägzahlen besonders
ersichtlich gemacht, in der Spalte „aus Quellen, Bächen, Flüssen“ aber nicht enthalten. 5) Die Zahlen
in Klammern zeigen außerdem die in den Vorspalten bereits enthaltenen Ortschaften auf, welche ständig
der zeitweise einen Teil ihres Wasserbedarfes (meist an Trinkwasser) oder zeitweise auch den ganzen
Wasserbedarf für alle oder einen Teil der Anwesen durch Beiholen außerhalb des Ortes decken müssen.
‘) In einem der hier in Betracht kommenden Orte deckt 1 Anwesen den Wasserhedarf durch Seewassar
        <pb n="119" />
        l

yenen Tälern herbeigefahren werden. Wie bei der Schilderung der Wasserversorgungsver-
hältnisse in den einzelnen Regierungsbezirken gezeigt, gehören weitaus die meisten dieser
wasserarmen Ortschaften dem Juragebiet an. Wohl hat die mit technischer und finanzieller
Hilfe des Staates durchgeführte Gruppenversorgung auch weiten Teilen dieses Gebietes
schon die Wohltat neuzeitlicher Wasserversorgung verschafft. Aber infolge der Unterbre-
chung und Verzögerung durch den Krieg und seine Folgen konnte das großzügige Werk
noch nicht der Vollendung entgegengeführt werden. Auch im Frankenwald haben noch
zahlreiche Ortschaften Regen: und Schneewasserversorgung. Sonst spielt im nördlichen
Bayern der Bezug von Wasser aus Zisternen noch im Bayerischen Wald und im an-
schließenden Oberpfälzer Wald eine größere Rolle. Südlich der Donau kommen solche
Fälle, in denen außer gesammeltem‘ Regen- und Schneewasser im Orte selbst keinerlei
Wasservorräte zur Verfügung stehen, in: nennenswertem Maße nur in Oberbayern, und
zwar hauptsächlich in dem Raume zwischen Isen, Inn, Salzach und der allgemeinen Linie
Laufen— Chieming - Wasserburg a. Inn— Dorfen vor.

Außerdem gibt: es, wie aus der vorstehenden Übersicht erhellt, noch zahlreiche Orte,
wo neben dem Wasserbezug aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen oder aus Quellen, Bächen,
Flüssen auch noch Zisternenversorgung besteht.

22 Ortschaften mit 106 Anwesen und 602 Einwohnern, welche selbst kein Wasser haben,
decken ihren Bedarf ständig durch Beiholen, in den meisten Fällen aus benachbarten
Orten. Auch von denjenigen Ortschaften, welche sich: mit Grund-, Regen-, Schnee-, Quell-
der Tagwasser versorgen, können viele den Bedarf nicht vollständig auf diese Weise be-
iriedigen; insbesondere muß häufig das Trinkwasser von auswärts herbeigeschafft werden.
{n Betracht kommen 163 Orte mit 552 Anwesen und 3160 Einwohnern, in denen die Öört-
lichen Wasservorräte ständig oder zeitweise durch Beitragen oder Beifahren ergänzt werden
MÜssenN.

Bei den Ortschaften, welche bei Durchführung der Erhebung noch keine Wasser-
{eitung hatten, handelt es sich zumeist um kleine Orte; 13530 davon zählen nicht mehr
als 100 Einwohner. Immerhin ist auch die Zahl der größeren Orte, welche noch eine
primitive Wasserversorgung haben; ziemlich bedeutend. Bei 1978 dieser Ortschaften bewegt
sich die Einwohnerzahl zwischen 101 und 500, bei 235 zwischen 501 und 1000, bei 54
zwischen 1001 und 2000. 15 der hier in Betracht kommenden Orte haben mehr als
2000 Einwohner, die beiden größten davon, die Pfarrdörfer Herxheim und Schifferstadt in
ler Pfalz, über 5000 Einwohner. Herxheim wurde inzwischen an die Impflinger-Gruppe
angeschlossen; Schifferstadt kommt zu der im Bau befindlichen Pfälzer Mittelrhein-Gruppe.

Einige bayerische Ortschaften werden durch außerbayerische Wasserleitungen
versorgt. Der an die pfälzische Karlbach-Gruppe angeschlossene Weiler Neumühle (Gem.
Obrigheim, BA. Frankenthal) bekommt auch Wasser: vom hessischen Wasserversorgungs-
verband für das Seebachgebiet. Die Einöde Storchhof (Gem. Windischbuchen, BA. Milten-
berg) bezieht das Wasser aus der Wasserleitung des Dorfes Reinhardsachsen in Baden, die
Einöde Hugelitz (Gem. Oberreitnau, BA. Lindau [Bodensee]) aus der gemeindlichen
Wasserleitung Achberg (Hohenzollernsche Lande). Das Pfarrdorf Riedhausen b. Günzburg
'BA. Günzburg) ist an die Württembergische Landeswasserversorgung, und zwar an die
Hauptleitung Niederstotzingen angeschlossen.

Umgekehrt werden von bayerischen Wasserleitungen auch Anwesen in außer-
bayerischen Ortschaften versorgt. An die Wasserversorgung von Bayerisch Gmain
‚BA. Berchtesgaden) sind 14 Anwesen von Großgmain in Österreich angeschlossen. Aus
der gemeindlichen Wasserleitung Niederaudorf (BA. Rosenheim) erhält ein zur Ortschaft
Erl gehöriges Zollhaus in Tirol das Wasser, Der Weiler Sattelgrund (Gem, Tettau, BA.
Teuschnitz) versorgt mit seiner Wasserleitung auch 2 Anwesen der Gemeinde Neuenbau
nn Thüringen.
        <pb n="120" />
        ‚2

III. Abschnitt.
Wasserbeschaffung bei der Versorgung durch Wasserleitungs-
anlagen.
1. Wassergewinnung.

Am günstigsten liegen die Voraussetzungen für die Wassergewinnung dort, wo geeignete
Quellen zur Verfügung stehen. Wenn solche fehlen oder die Schüttung zu gering ist,
so kommt zunächst die Erschließung von Grund- und Tiefenwasser in Betracht. Zur
Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen, Teichen, Weihern, Seen wird man sich
nur dann entschließen, wenn keine anderweitigen Wasserspender vorhanden sind.

Die Zahl derjenigen bayerischen Orte, welche selbständige Wassergewinnungs-
anlagen für Wasserleitungszwecke haben, beträgt 24662. In Betracht gezogen
sind dabei von denjenigen Orten, welche an einer Gruppenversorgung beteiligt sind, nur
solche, welche neben der Gruppenleitung auch Anlagen mit selbständiger Wassergewinnung
haben, und bei der sonstigen Mehrortsversorgung nur diejenigen Orte, in denen sich die
Mutterleitung befindet, oder in denen auch selbständige örtliche Wassergewinnungsanlagen
vorhanden sind. In den meisten dieser 24662 Orte, nämlich in 19079, werden die vorhandenen
Leitungen ausschließlich oder vorwiegend durch Quellwasser gespeist. Nur auf Wasser-
dezug aus Schacht- oder Bohrbrunnen beruht die Versorgung in 3158 Orten: In
1050 Orten wird das Wasser aus Quellen sowie aus Schacht- oder Bohrbrunnen ge-
wonnen. In 157 Orten wird für die Leitungen Grund- oder Quellwasser durch Sickerungs-
anlagen gefaßt. Wasserentnahme aus Bächen oder Flüssen allein kommt in 434 Orten,
Wasserentnahme aus Teichen, Weihern oder Seen in 157 Orten vor; durchweg handelt
es sich dabei jeweils um die Versorgung einzelner oder nur weniger Anwesen, und vielfach wird
dieses Leitungswasser nur zum Viehtränken, zum Feuerschutz oder zu Brauchzwecken ver-
wendet, während das Trinkwasser auf andere Weise, z. B. aus Pumpbrunnen bezogen wird. In
627 Orten bestehen verschiedene der vorgenannten Wassergewinnungsarten nebeneinander,

Von den 201 Wasserversorgungsgruppen nehmen 172 das Wasser aus Quellen,
20 aus Schacht- oder Bohrbrunnen. 2 Gruppen verwenden Quellen neben Grund- oder

Tiefenwasser, Eine kleine Gruppe in Schwaben gewinnt das Wasser durch Sickerung.
6 Gruppen haben keine selbständigen Wassergewinnungsanlagen.
Orte mit selbständigen Wassergewinnungsanlagen “Gruppen mit selbständigen Wasser-
___gewinnungsanlagen
" die Wassergewinnung
erfolet aus

Regierungs-
bezirk

Oberbayern .
Niederbayern .
Pfalz... .
Oberpfalz .. .
Oberiranken .
Mittelfranken .
Unterfranken ,
Schwaben . .

Staat

x

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Zahl
der
Orte

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7674 5244 1469 360! ”* 192 242 | 58 I
7160 5601, 917; 270 5° 135 152 1 1
696 2551| 102} 85 &amp; 6| 2 19
2122 1837| 112 | 388 58 ı 21 | 47] 20 24
“942 1693| 90| 92 25 2' 83 | 33
‘046 8821| 158 | 6568| 2 41 1
&amp;71 2685| 114 | 54| — 5 2 | 2. 2%
251 2647' 201 | 148| 9 | A | 5 | 122 | 28 ı 27
246621119079] 3.158 |1050 | 157 | 434 | 157? | 627 | 195 | 172 | 20 ı

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-unpen

1
2
. . 9) Aus Seen wird das Wasser nur für einige kleine Wasserleitungsanlagen in Oberbayern entnommen.
die im ganzen 35 Anwesen in 9 Orten versorgen.
        <pb n="121" />
        3

Was zunächst die kreisunmittelbaren Städte betrifft, so werden die Wasserleitungen
der folgenden Städte ausschließlich oder vorwiegend durch Quellwasser gespeist:
München Schwandorf i. Bay. Weißenburg i. Bay. '
Rosenheim Kulmbach Kaufbeuren
Traunstein Neustadt b. Coburg Kempten a.
Bad Reichenhall Selb ; Lindau (Bodensee)
Landau 1. d. Pf. Ansbach ; Memmingen
Regensburg Schwabach
Schacht- oder Bohrbrunnen allein entnehmen das Wasser die Städte:
Freising Speyer Schweinfurt
Landshut Zweibrücken Augsburg
Straubing Bamberg Dillingen
Frankenthal Forchheim Donauwörth
Ludwigshafen Eichstätt Neuburg
a. Rhein Erlangen a. d. Donau
Pirmasens Fürth Neu-Ulm

Quellwasser neben Grund- bzw. Tiefen wasser aus Brunnen wird verwendet

in den Städten:
Deggendorf Bayreuth
Passau Coburg
Kaiserslautern Marktredwitz
Neustadt a. d. Haardt Dinkelsbühl
Amberg Nürnberg
Neumarkt i. d. OPf. I Rothenburg.
Weiden *) ı ob der Tauber

Wasser aus Quellen und Sickerungsanlagen hat Landsberg, aus Brunnen
und Sickerungsanlagen Hof, aus Quellen, Brunnen und Sickerungsanlagen
Ingolstadt sowie Bad Kissingen. In Rodach b. Coburg sind 10 Elektro-Pumpbrunnen sowie
5 durch Quellwasser gespeiste öffentliche Laufbrunnen, außerdem 15 öffentliche Pump-
brunnen vorhanden.

Abgesehen von den kreisunmittelbaren Städten und ihren Nebenorten, bestanden
anfangs 1928 in Bayern 250 Städte und sonstige Ortschaften mit mehr als
2000 Einwohnern. Davon haben, wenn man die inzwischen versorgten Orte sowie die
zur Pfälzer Mittelrhein-Gruppe kommenden Orte Neuhofen und Schifferstadt berücksichtigt,
11 noch keine Wasserleitung, 28 sind durch Anschluß an die Wasserversorgung eines
anderen Ortes oder an eine Gruppe ganz oder zum Teil versorgt. Lediglich Pumpbrunnen
mit motorischem Kraftantrieb haben von diesen Orten 21. Neben solchen Brunnen bestehen
in den Städten Herzogenaurach und Uffenheim sowie im Pfarrdorf Hösbach Quellwasser-
leitungen geringeren Umfangs, die in Uffenheim nur Laufbrunnen speisen. Das Pfarrdorf
Bobingen hat neben Elektro-Pumpbrunnen für Einzelanwesen noch eine Anzahl von
Hausanschlüssen, ebenfalls durch Zuleitung aus Brunnen. Im Markt Kösching besteht nur eine
kleine Quellwasserleitung. Das nunmehr der Stadtgemeinde Landshut einverleibte Pfarrdorf
Achdorf hat außer einigen Elektro-Pumpbrunnen Anschluß an die städtische Wasserversorgung.

In den übrigen 184 größeren Ortschaften?) wird das Wasser für die Leitungsanlagen
meistenteils aus Quellen entnommen. Nur Quellwasser wird verwendet in 120 Orten,

1) Für die städtische Wasserleitung wird in Weiden nur Grund- und Tiefenwasser, in Aschaffen-
burg nur Grundwasser verwendet.

?) In den nachfolgenden Zusammenstellungen erscheinen diejenigen Orte, bei denen das allein oder
neben Brunnenwasser verwendete Wasser aus Quellen bzw. Sickerungsanlagen mit natürlichem Gefälle zu-
läuft, ohne Bezeichnung, diejenigen, bei denen es mittels Pumpen beigeleitet wird, sind mit *, diejenigen, bei
denen es zum Teil mit natürlichem Gefälle zuläuft, zum Teil mittels Pumpen beigeleitet wird, mit + bezeichnet.

Aus
        <pb n="122" />
        Brunnenwasser in 32 Orten, Quell- und Brunnenwasser in 23 Orten. Aus
Quellen und Sickerungsanlagen entnehmen das Wasser 6 Orte, aus Quellen,
Brunnen und Sickerungsanlagen in Oberfranken die Stadt *Rehau, aus Quellen,
Sickerungsanlagen und einem Stollenbau in Unterfranken die Stadt *Lohr, aus
Sickerungsanlagen allein in Oberfranken die Stadt *Münchberg.

Die mit Quellwasserleitungen allein ganz oder teilweise versorgten 120 Orte
sind die folgenden:

Oberbayern.
kAltötting
*Neuötting
Burghausen
Miesbach
Schongau
Schrobenhausen

kStarnberg

tBad Tölz

Y“Trostberg
Wasserburg a. Inn
“Penzberg
Weilheim

Niederbayern.
Zwiesel
Vilshofen
Pfalz.

Bergzabern
Annweiler

"Bad Dürkheim
Deidesheim
Wachenheim
Dtterberg
Landstuhl
Edenkoben
Lambrecht

Mittelbare Städte.
Oberpfalz.

‘Burglengenfeld

Cham

Furth i. Wald

Auerbach

Neunburg vorm Wald

‘Neustadt a. d. Waldnaab

Sulzbach

Tirschenreuth

Waldsassen

Vohenstrauß

Waldmünchen
Oberfranken.
Schwarzenbach
a. d. sächs. Saale
Kronach
Lichtenfels
JIelmbrechts
Zegnitz
Wunsiedel
Kirchenlamitz
Weißenstadt
Arzberg
Mittelfranken.
Feuchtwangen
Langenzenn

Märkte.
(Niederbayern.)
Geiselhöring
Regen
Viechtach
Oberpfalz.
Floß
Windischeschenbach
Mitterteich

Oberbayern.

Bad Aibling

Dorfen
‘Mering

Garmisch
Mittenwald
Partenkirchen
Tolzkirchen
Peißenberg

Murnau
Wolfratshausen

Niederbayern.

Kötzting
Ergoldsbach

Oberfranken.
Oberkotzau
Wallenfels
Saelhitz

Oberbayern.
Oberammergau
Hausham _

*Jsmaning
*Solln
FTutzing

Pfarrdörfer.
Pfalz
*Hettenleidelheim
Kandel (Langenkandel)
Otterbach
Eisenberg‘)
Edesheim
Maikammer
Hambach
FRodalben®)
Dahn |

Niederbayern.
Simbach a. Inn
') Pumpwerk als Reserve. , .
Einige Monate im Sommer ist ein Pumpwerk in Betrieb
Pumyp»werk nur für hohe Zone.

(Mittelfranken.)
Altdorf
“Windsheim
Treuchtlingen

Unterfranken.
Brückenau
Gemünden
Hammelburg
"Karlstadt
Dettelbach
Miltenberg
Amorbach
-Neustadt a. d. Saale
Ochsenfurt

Schwaben.
*Höchstädt a. d. Donau
Wemding
Füssen ')
“Ichenhausen
Krumbach
[Lindenberg ji. Allgäu
Mindelheim
Oettingen i. Bay. ?)
Immenstadt
Wertingen

Unterfranken
Alzenau 1. UFr.
Großostheim
Frammersbach
Marktheidenfeld
Großheubach

Schwaben.
*Buchloe
Markt Oberdorf
Ottobeuren
Türkheim
Oberstdorf
Sonthofen

(Pfalz.)
Hauenstein
Waldfischbach
Dontwig

Oberfranken.
Schönwald

Unterfranken.
Schweinheim
Zellingen
        <pb n="123" />
        A lb,

5
Nur Grund- bzw. Tiefenwasser aus Brunnen kommt zur Verwendung in den
folgenden Orten:
Mittelbare Städte.
Oberbayern.

Pfalz.
Oppau
Germersheim
Kirchheimbolanden
Kusel
Lauterecken
Oberfranken.
Burgkunstadt
Mittelfranken
Zirndorf
Roth b. Nürnberg

Unterfranken.
Haßturt .
Münnerstadt
Heidingsfeld 1)

Moosburg
Friedberg

Niederbayern
Eggenfelden
Kelheim
Abensberg
Vilsbiburg

Schwaben.
Lauingen
Burgau
Weißenhorn

Märkte.
Oberbayern. Oberpfalz
Dachau Regenstauf
Markt Schwaben

|

Schwaben
Babenhausen
Schwabmünchen

Pfarrdörfer.
Oberbayern. | Oberfranken.
Aubing . Gaustadt ;
Perlach”) Mittelfranken.
Pfalz. | Röthenbach a. d. Pegnitz
Hochspever Unterfranken.
Altriv Kahl a. Main

Durch Quell- und Brunnenwasser werden die Leitungen in folgenden Orten
yespeist:
Mittelbare Städte.
Oberfranken.
Naila
Mittelfranken.
Gunzenhausen
Hersbruck
*Naustadt a. d. Aisch
Unterfranken.
Gerolzhofen
Volkach
*Markthreit

Oberbayern,
“Aichach |
“Erding
“Pasing .

Pfaffenhofen a. d. Ilm
Niederbayern.
Landau a. d. Isar
“Pfarrkirchen

Pfalz. |
Grünstadt

Märkte.
“Fürstenfeldbruck [Oberbayern], Rimpar [Unterfranken]
Pfarrdörfer.
Oberbayern. Mittelfranken.
{Peiting Stein b. Nürnberg
Pfalz.
*Ramstein
Mußhach

Unterfranken.
Höchberg
Schwaben.
*Gersthofen
Rad Wörishofen

Aus Quellen und Sickerungsanlagen erfolgt die Wassergewinnung
in den mittelbaren Städten!
*Mühldorf [Oberbayern]
[Dingolfing [Niederbayern]
Nabburg [Oberpfalz]
+Lauf (Mittelfranken!

in den Märkten
Berchtesgaden [Oberbayern]
Illertissen [Schwaben]

1) Nunmehr der Stadtgemeinde Würzburg einverleibt
2) Nunmehr der Stadtgemeinde München einverleibt,
        <pb n="124" />
        116

Von den Wasserversorgungsgruppen verwenden, wie bereits gesagt, weitaus
die meisten Quellwasser. Die 20 Gruppen, welche das Wasser aus Schacht- oder
Bohrbrunnen allein gewinnen, sind folgende:
Oberpfalz. Mittelfranken.
Wolfsbuch-Paulushofener Gruppe Denkendorfer Gruppe
Bernreuther Gruppe Preither Gruppe (Eichstätter-
demauer Gruppe . berg-Gruppe)
AÄohenschambacher Gruppe Wellheimer Gruppe
Pfalz. Laaber-Naab-Gruppe Sapvyenfeld-Gruppe
Herxheim a Berg-Dackenheim Viehhausen-Bergmattinger Gruppe ;
Mehlingen-Sembach ; Unterfranken.
Weiher-Gruppe Oberfranken. Duttenbrunn-Urspringen
Fröschen-Thaleischweiler ‘| Pegnitz-Gruppe | Hettstadt-Waldbüttelbrunn

Auf Quellen und Brunnen stützt sich die Wasserversorgung der Friedelsheimer
Gruppe und der Karlbach-Gruppe in der Pfalz.

Unter den 6 Gruppen, welche keine selbständigen Wassergewinnungs-
anlagen haben, befinden sich die folgenden 4 größeren Versorgungen: In der Oberpfalz
die Vils-Naab-Gruppe, welche Anteil an der Wassergewinnungsanlage der Stadt Schwan-
dorf i. Bay. hat, und die Gruppe Jbenthan-Ponholz, welche das Wasser aus Brunnen der
Oberpfalz Werke AG. erhält, in Mittelfranken die Pappenheimer Gruppen rechts und
links der Altmühl, welche das Wasser aus Quellen und Brunnen der Stadt Pappenheim
bekommen.

In 3158 Orten mit selbständigen Wassergewinnungsanlagen erfolgt der Wasserbezug
nur aus Schacht- oder Bohrbrunnen, in weiteren 1050 Orten wird das Wasser
aus Quellen und daneben auch aus Schacht- oder Bohrbrunnen genommen.
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Brunnen, die nicht tiefer als 20 m sind;
aber auch die Zahl derjenigen Orte, welche Brunnen mit größeren Tiefen haben; ist
nicht gering.

Regierungsbezirk

Oberbayern . .
Niederbayern .
Pfalz. .. ..
Oberpfalz . . .
Oberfranken. .
Mittelfranken .
Unterfranken .
Schwaben.

Staat

__ Die Wassergewinnung erfolgt aus Schacht- oder Bohrbrunnen
: . mit mehr .! bis zu 20 m Tiefe und
his zu 20 m Tiefe als 20 m Tiefe N mit mehr als 20 m Tiefe _
&amp; neben : neben x neben
allein . | a __alein | Quellen | allein |
ın Artıan

1 232
857
84
102
79
134
101
190 |
9790

326
232
5
5
4 I
#7 15
39 12
145 | 10
9233 250

2
(“3

10
3
2

2
7
2
1
1
13

5
15
2
1N4

I { N

In vorstehender Übersicht sind nur solche Ortschaften enthalten, in denen der
Wasserbezug aus Brunnen allein oder neben Quellen erfolgt; dagegen sind diejenigen
Orte, in denen neben Brunnen oder neben Brunnen und Quellen auch noch Drainagen
oder Bäche und Flüsse oder Teiche usw. für die Wassergewinnung in Betracht kommen.
nicht besonders festgestellt.

Einige Städte besitzen eine große Anzahl von Brunnen mit weniger als 20 m
Tiefe. So entnimmt Ludwigshafen a. Rhein das Wasser durch 64 Brunnen aus dem Rhein-
alluvium, Fürth durch 80 und Schweinfurt durch 49 Brunnen aus dem Diluvial-Sand.
Nürnberg hat 103 Brunnen im Diluvial-Sand und Augsburg %4 Brunnen im diluvialen
Schotter
        <pb n="125" />
        Vielfach müssen die Brunnen zur Erlangung des benötigten Wassers in große
Tiefen gehen. Von den kreisunmittelbaren Städten und von den sonstigen
größeren Orten mit mehr als 2000 Einwohnern!) haben, soweit die Tiefen mit-
geteilt wurden, die folgenden Brunnen mit Tiefen von 50 und mehr Metern:
Kreisunmittelbare Städte. Brunnen mit mehr als 50 m Tiefe
5 m &amp; Zahl : Tiefe in m
Neustadt a. d. Haardt. . 8 52—60-—B59,5
Pirmasens . . . +. ; 92
Zweibrücken - . - je 65
Amberg . . .. 62-—75
Bayreuth. . . + 77
Coburg . 1. je 60
Hof. . . 0. - 55.
Nürnberg?) . . 60—120
Nördlingen . 75
Städte.
Aichach 2...
Abensberg . . .
Kusel. . . .
Burgkunstadt . .
Zirndorf . . .
Gunzenhausen . . .
Neustadt a. d. Aisch
Roth b. Nürnberg .
Volkach . 2...
Märkte.
Dachau . . . 0. 0.4
Rimpar 2.0.0.0
Pfarrdörter.
Gaustadt . . . 0. 0.0004
Neuendettelsau ...
Röthenbach a. d. Pegnitz .
Stein b. Nürnberg -.

70
115 .
60—80—100
70.3
Sehr große Tiefen erreichen die Brunnen namentlich im südbayerischen Tertiär-
gebiet. Die in den Niederungen dieses Gebietes erbohrten Wässer haben natürlichen
Auftrieb. Ein solches artesisches Gebiet ist das Neuburger Donaumoos und das südlich
sich anschließende Paar-Tal mit Umgebung; also die Gegend zwischen Ingolstadt und
Augsburg. Im Dorfe Kärlsruh und im Weiler Fruchtheim (Gem. Karlskron, BA. Neuburg
a. d. Donau) befinden sich beispielsweise je 1 artesischer Brunnen. mit 120 bzw. 125 m,
im Pfarrdorf Edelshausen (BA. Schrobenhausen) 2 artesische Brunnen mit 105 und 110 m
Tiefe. ‚Die Bohrbrunnen der Löwenbrauerei und der Metzeler A. G. in München, welche
201 und 226,5 m tief sind, wurden bereits erwähnt. Gleiche und noch größere Tiefen
erreichen die Bohrbrunnen vielfach im östlichen Teile des Tertiärgebietes, im Inngebiet
von Gars abwärts bis zum Neuburger Wald, im. unteren Rott-Tal und im nördlich
anschließenden niederbayerischen Gasbrunnengebiet. Artesische Brunnen von. solcher
Tiefe bestehen dort beispielsweise in den folgenden Ortschaften:

Artesische Brunnen
Zahl "Tiefe inm

100

‚08

136

100

705

J

1

123

1e 250

Kirchd. Unterflossing

D. Bergham . . .-.
Sied!. Eichfeld . . .
Pfd. Mettenheim . .
Kirchd. Neufahrn . .
Pfd. Obermößling. . .
Kirchd. Untermößling .
W. Hart . . . .-
Pfa. Perach.

Altötting Perach
1) Berücksichtigt sind auch die Stadt Abensberg und das Pfarrdorf Gaustadt, welche inzwischen
neu versorgt wurden, , . ;
?) Anlage auf dem Zeppelinfeld (5 Brunnen), welche nur im Sommer als Spitzendeckung in‘ Betrieb
ist: außerdem Brunnen im Schlachthof, Gaswerk und einige ältere. Tiefbrunnen.
        <pb n="126" />
        +
3

Bezirksamt
Altötting

Pfarrkirchen

Jriesbach

Gemeinde

Haiming
»

Pjesing
Erlach
Kirchdorf a. Inn

Aigen )
Egelfing
bl
Würding

Örtschaft
Pfd. Haiming . .
W. Vordorf . . .
Kirchd. Neuhofen .
„ Niedergottsau.
Pfd. Erlach . . .
Xirchd. Seibersdorf
D. Bergham . . .
;‚ Deindorf . . .
. Ramerding . .
Strohham. .
Obergstetten
Untergstetten
Delling . .
Hart . ..
- Geigen. . .
„ Hilling. . .
Kirchd. Egglfing
W. Thierham .
E. Pichl . .
Pfd. Würding .
W. Aichmühle

i\rtesische Brunnen
Zahl Tiefe in m
3 ie 180
L60
250
234
108
180—250
180—220'
140
110—130
‘20 und 140
120—140
110—130
100 und 110
230
210
150
185
220
210
je 150
165
Von den 22 Gruppen, welche das Wasser für ihre Leitungen nur aus Brunnen oder
aus Quellen und Brunnen entnehmen, haben 12 Brunnen mit nicht mehr als 20 m Tiefe,
and 10 solche mit mehr als 20 ın Tiefe, die Laaber-Naab Gruppe 2 Brunnen mit je 18 m
und 1 mit 22 m Tiefe. Abgesehen von der letztgenannten, kommen als Besitzer von
Tiefbhrunnen folgende Gruppen in Betracht:

Herxheim a. Berg-Dackenheim .
Friedelsheimer Gruppe . . .
Karlbach-Gruppe . . +...
Mehlingen-Sembach . ...-.
Weiher-Oruppe . . 0.0.00... .
Viehhausen-Bergmattinger Gruppe .
Pegnitz-Öruppe +. .0.0.00.0.0.00010000 4
Denkendorfer Gruppe +. .00.0.0.0...
Preither Gruppe (Eichstätterberg-Gruppe). .
Hettstadt-Waldbüttelbrunn . . . -

Von den inzwischen gebauten vier neuen Gruppen entnehmen die Impflinger Gruppe
in der Pfalz und die Ittelhofer Gruppe in der ‚Oberpfalz das Wasser aus Quellen, die
Haßlocher- und die Vordere Karlbach-Gruppe in der Pfalz aus Brunnen. Die im Bau
oegriffene Pfälzer Mittelrhein-Gruppe bekommt ebenfalls eine Brunnenanlage. Die Vordere
Karlbach-Gruppe hat Grundwasserbrunnen mit nicht mehr als 20 m Tiefe, die Haßlocher
Gruppe 3 Tiefbrunnen, einen mit 51,1 und‘ zwei mit je 60 m Tiefe, Die Grundwasser-
Brunnenanlage der Pfälzer Mittelrhein-Gruppe erhält Brunnen mit einer mittleren Tiefe
von 25 Metern.

2. Wasserbeileitung.

Gruppe

. Tiefbrunnen
Zahl Tiefe in m .
60
50—60—74-—100
'e 50 a Tiefbr.)
7
25,2 und 30,5 .
9 3—30,8—40
21,5
32
27
70

„In erster Linie ist nach verfügbaren Hochquellen Umschau zu halten, die mit
natürlichem Gefälle und ausreichendem Druck beigeleitet werden können; die dieshbezüg-
lichen Möglichkeiten sind vor der Ortsbesichtigung an Hand der topographischen und geo-
logischen Karten zu erwägen. Je größer die beizuleitende Wassermenge ist, desto weiter
kann die wirtschaftlich erträgliche Entfernung der Hochquellen vom Ort sein.

In zweiter Linie kommen Tiefquellen in Betracht, namentlich wenn die Förderung
des Wassers mittels der Quellen selbst (Widder, Wasserkraft) oder mittels einer benach-
darten Bach- oder Flußwasserkraft erfolgen kann.

In dritter Linie ist unter Heranziehung des geologischen Sachverständigen die Er-
schließung von Grund- und Tiefenwasser ins Auge zu fassen, und zwar zunächst in
        <pb n="127" />
        atwa vorhandenen Alluvionen und, sofern solche nicht in der erforderlichen Mächtigkeit
and hygienischen Einwandfreiheit zur Verfügung stehen, in den tieferen Bodenschichten‘“‘ V).

In allen Fällen, in denen das Wasser den versorgten Anwesen nicht mit natürlichem
Gefälle oder zufolge eines starken natürlichen (artesischen) Auftriebes zugeleitet werden
kann, muß die Zuleitung durch Pumpen bewirkt werden. Von den hierfür in Betracht
kommenden Anlagen werden im folgenden drei Arten unterschieden: Widderanlagen,
Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb (Pumpen-Anlagen, welche keine
Feuerlöschhydranten speisen und bei denen die Zuleitung zu dem oder den betr. Anwesen
nicht mehr als 100 m beträgt) und Pumpwerksanlagen.

Unter den Orten mit selbständigen Wassergewinnungsanlagen befinden
sich 19966, in welchen die Versorgung aller oder eines Teils der Anwesen mittels Haus-
anschlüssen erfolgt. In einer Reihe von diesen Orten bestehen außerdem noch selbständige
Laufbrunnenanlagen, solche kommen aber auch in anderen Orten noch vor, wo im übrigen
Wasserbezug ‚aus ortsfremden Leitungen erfolgt; im ganzen handelt es sich hier um 1574
Ortschaften. 4571 Orte werden durch selbständige Laufbrunnenanlagen allein ganz oder
zum Teil versorgt.

Was zunächst die 19966 Orte mit selbständigen Wassergewinnungsanlagen, in welchen
Wasserversorgung durch Hausanschlüsse besteht, anlangt, so haben die meisten,
nämlich 10809, nur Leitungen mit natürlichem Wasserzulauf; aber auch unter jenen
Orten, in denen Widderanlagen oder Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb oder
Punpwerksanlagen bestehen, sind noch viele, in denen daneben auch noch Leitungen mit
natürlichem Wasserzulauf vorhanden sind. In 3324 Orten beruht die Wasserversorgung
nur auf Widderanlagen, in 2879 Orten nur auf Pumpbrunnen mit motorischem
Kraftantrieb, in 994 Orten nur auf Pumpwerksanlagen. Im ganzen betrachtet,
erfolgt die Wasserversorgung bei den mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitungs-
anlagen durch

Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf allein. . . . . 2

Widderanlagen allein . . 0.0000 0 0 HH

Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf und Widderanlagen . . . . -

Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb allein... ++ + + +

Aulagen mit natürlichem Wasserzulauf neben Pumpbrunnen mit motorischem

Kraftantrieb . 0. 0.00000000 ee ee NA RR He
Widderanlagen neben Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb , . .
Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf und Widderanlagen nehen Pump-

brunnen mit motorischem Kraftantrieb . . . . 0. + + +

Pumpwerksanlagen allein. 0.000000 0 Hr HH

Pumpwerksanlagen und Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf. . . ..

Pumpwerksanlagen und Widderanlagen . . . 0.000008 HH NL

Pumpwerksanlagen, Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf und Widder-

anlagen . 20000 KK HN

Pumpwerksanlagen und Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb. . .

Pumpwerksanlagen und Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf neben

Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb ... . 2... + 40 + ++
Pumpwerksanlagen und Widderanlagen neben Pumphrunnen mit moto-

rischem Kraftantrieb . . 0.000000 0 RN
Pumpwerksanlagen, Anlagen mit natürlichem Wasserzulauf und Widder-

anlagen neben Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb . . . . . 4 ‚50

Die Wasserbeileitung beiden selbständigen Laufbrunnenanlagen miteigener
Wassergewinnung, welche in 4571 Orten allein und in 1574 Orten neben ander-
weitiger Leitungsversorgung, im ganzen sonach in 6145 Orten vorkommt, erfolgt durch

natürlichen Wasserzulauf allein... ... . in 5759 Orten
natürlichen Wasserzulauf und Widder . . .. » 91
Widder allein. . . . „ 286

_ Pumpwerke. ...-. Wo » 9)

1) Vgl. „Richtlinien des Bayer, Landesamtes für Wasserversorgung bei Projektierung von Wasser-
versorgungs-Anlagen“ von Präsident Dr. h. ce. Hans Holler. Sonderdruck im Bericht des gen. Amtes
über die bisherige 50 jährige Tätigkeit 1878 bis 1928, .

2) Darunter 1 Ort, in dem außer der Pumpwerksanlage noch andere Laufbrunnenanlagen mit Wid-
dern, und 1 weiterer Ort, in dem außer der Pumpwerksanlage noch eine Laufbrunnenanlage mit natür-
Kohem Wasserzulauf und eine solche mit Wasserförderung durch Widder bestehen.
        <pb n="128" />
        120

Von den 17 kreisunmittelbaren Städten, deren Leitungen ausschließlich oder
vorwiegend durch Quellwasser gespeist werden, verwenden

Hochquellen: München, Bad Reichenhall, Landau i. d. Pf, Weißenburg i. Bay.,

Kulmbach), Kaufbeuren und Lindau (Bodensee ');
Rosenheim, Regensburg, Schwandorf i. Bay., Ansbach, Schwabach
und Memmingen;

Hoch- und Tiefquellen: Traunstein, Neustadt b. Coburg, Selb und Kempten.

Von den 16 kreisunmittelbaren Städten, welche den Wasserbedarf für ihre Leitungen

Quellen und Brunnen entnehmen, verwenden
Hochquellen: Deggendorf, Passau, Neustadt a. d. Haardt, Amberg, Neumarkt i. d. OPf,,
‚Bayreuth, Coburg, Marktredwitz, Dinkelsbühl, Nürrberg, Kitzingen (nur
für 3 Laufbrunnenleitungen) und Nördlingen *};

Tiefquellen: Würzburg und Günzburg.

In Kaiserslautern läuft das Wasser der Quellen bis zur Pumpstation mit natür-
lichem Gefälle zu. Die städtische Wasserversorgung von Weiden verwendet nur Grund-
und Tiefenwasser, die wenigen Privatleitungen, welche außerdem dort bestehen, haben
Quellen mit natürlichem Wasserzulauf.

Für die städtische Wasserversorgung von Landsberg wird das Wasser aus Tiefquellen
und Sickerungsanlagen, für diejenige von Ingolstadt und Bad Kissingen ebenfalls
aus Tiefquellen und Sickerungsanlagen, außerdem aus Brunnen, durch Pumpwerke gefördert.
In Hof, dessen Wasserversorgung Brunnen und Sickerungsanlagen verwendet, wird das
Wasser teils mit natürlichem Gefälle, teils durch Pumpen beigeleitet.

Die 20 kreisunmittelbaren Städte, welche für die städtische Wasserversorgung nur
Brunnenwasser verwenden, leiten dasselbe durch künstliche Förderung bei.

Was die sonstigen Städte und größeren Orte mit mehr als 2000 Ein-
wohnern betrifft, welche durch Wasserleitungen ganz oder doch zu einem beträchtlichen
Teile versorgt sind und selbständige Wassergewinnungsanlagen haben, so sind in den Zu-
sammenstellungen im vorhergehenden Unterabschnitt diejenigen, bei denen das allein oder
neben Brunnenwasser verwendete Wasser aus Quellen bzw. Sickerungsanlagen mit natür-
lichem Gefälle zufließt, und diejenigen, bei welchen es mittels Pumpen beigeleitet wird, bereits
ersichtlich gemacht. Weitaus die meisten von den 152 in Betracht kommenden Orten,
nämlich 109, können das Wasser aus Quellen bzw. Sickerungsanlagen vollständig mit natür-
lichem Gefälle beileiten. Bei 12 Orten erfolgt die Beileitung zum Teil mit natürlichem Gefälle,
zum Teil mittels Pumpen, bei 31 Orten ausschließlich durch Pumpen. 32 Orte entnehmen
das Wasser durch künstliche Förderung aus Schacht- oder Bohrbrunnen.

Was die 201 Gruppenwasserversorgungen betrifft, so haben 90 Gruppen An-
lagen mit natürlichem Wasserzulauf. Bei 11 Gruppen wird das Wasser durch Widder, bei
100 Gruppen durch Pumpwerke gefördert.

Von den 157 bedeutenderen Wasserversorgungsgruppen, welche im II. Ab-
schnitt jeweils bei den betreffenden Regierungsbezirken aufgeführt sind, entnehmen 20 das
Wasser nur aus Brunnen mittels künstlicher Förderung. Die Friedelsheimer Gruppe
und die Karlbach-Gruppe in der Pfalz beziehen das Wasser aus Quellen und Brunnen.
Erstere hat 1 Quelle, die mit natürlichem Gefälle zufließt, und 4 Tiefbrunnen. Letztere leitet
das Wasser aus 2 Quellen und 2 artesischen Tiefbrunnen mit natürlichem Gefälle bei. 4 von

AU8

5 In Kulmbach und Lindau (Bodensee) findet in beschränktem örtlichen Umfange Wasser-
hebung durch Pumpen statt, in Kulmbach für hohe Zone, in Lindau (Bodensee) hauptsächlich für den
Stadtbezirk Reutin.

2) Pumnwerk als Reserve.
        <pb n="129" />
        den größeren Gruppen haben keine selbständigen Wassergewinnun gsanlagen. Von den
übrigen 127 Gruppen haben die folgenden 67 Gruppen Hochque lNeitungen mit na
türlichem Wasserzulauf:
Oberbayern,
Beyharting— Holzham
Utting-—Oberschondorf-—Unterschondorf
Darchinger Gruppe
Moosrainer Gruppe
Schaftlach— Waakirchen
Osterwarngauer Gruppe
Dürnbach— Festenbach—Gmund

a. Tegernsee
Großholzhausen—Kirchdorf a. Inn
Niederaschauer Gruppe
Arzbach—Schlegldorf
Greiling— Reichersbeuern-—Sachsenkam
Obing—Lizham
Emertsham—Kienberg: ;
Kienberger Gruppe
Albachinger Gruppe
Schöffau—Uffing —Seehausen

(Oberfranken.)
Kleinvichtach—Unterrodach
Alt- und Neudrossenfeld
Willmersreuth—Mainleus
Spielberg—Heidelheim
Schönbrunn— Furthammer
Wölsanuerhammer— Haag
Mittelfranken.
Germersberger-Gruppe
Unterhaidelbach—Pötzling
Unterfranken.
Huckelheim—Öberwestern
Oberriedenberg— Unterriedenberg
Rieneck—Schaippach
Binsbach—Gänheim
Garitzer Gruppe
Stangenroth— Wollbach
Maßbach— Volkershausen
Lauter—Poppenroth— Stralsbach
Steinbach—Sendelbach ;
Marktheidenfelder Gruppe
Oberaltenbuch—Unteraltenbuch
Geckenauer Gruppe
Weilbach-—Breitendiel
Heppdiel—Schippach—Windischbuchen
Unsieben— Wollbach— Wechterswinkel
Sommerau—Rück—Eschau

Pfalz.
Klingenbachtal-Gruppe
Albsheim a. d. Eis— Mühlheim a. d. Bis
Haschbach—Quirnbach
Elschbach—Niedermiesau—Obermiesau
Böchingen—Flemlingen
Kirrweiler—Sankt Martin
Nußdorf—Godramstein
Contwie—Stambach
Oberpfalz.
Fuchssteiner Gruppe
Bittenbrunn—Garsdorf—Köfering
Krummennaab-—Burggrub
Berg— Loderbach-Gruppe
Königshütte-—Neuhof—Steinmühle

Schwaben.
Bachhagel—Ballhausen—Oberbechingen
Oberostendorf—Unterostendorf
Pforzen— Rieden
Westendorf—Gutenberg
Bodensee-Gruppe
Heimenkircher Gruppe
Wohmbrechts-Gruppe
Heimertingen—Steinheim
Pfaffenhausen— Oberrieden—Mittelrieden
"echfeld-Gruppe

Oberfranken.
Gräfenhäusling-—Schedderndorf”
Mistelbach— Pittersdorf
Ebermannstadt—Breitenbach
Zurggrub—Haig
Die folgenden 61 Gruppen leiten das Quellwasser mittels künstli cher För-
derung bei:
Oberbayern.

Autkirchen—Notzing
Unteralting— Wildenroth
Erpfting—Igling—Hurlach
Pöringer Gruppe
Endlhauser Gruppe
Dorfen—Höhenrain
Ergertshausen—Neufahrn
Obermühlthal—Schönegg—Manhartshofen—

Thannkirehen—Dietramszell

Oberpfalz.

Kevenhüller Gruppe
Haunstetter Gruppe
Neuhaus a. d. Pegnitz—Krottensee
Breitenbrunner Gruppe
Eichelberger Gruppe
Thann—Eggersberger Gruppe
Pondorfer Gruppe
Jachenhauser Gruppe
Tremmelhauserhöh—Schinderwies— Hönig-

hausen
Pfalz.
Freinsheimer Gruppe
Carlsberg—Hertlingshausen
Dansenberg—Hohenecken
Trippstadt-—Stelzenberg
Lautersheim—Biedesheim
Clausen—Donsieders
Sickingerhöh-Gruppe
Felsalb-Gruppe
Schmittshauser Gruppe
Großbundenbach—Kleinbundenbach—

Mörsbach

Oberfranken.
Aufseß-Gruppe
Oberfellendorf—Birkenreuth
Heckenhof—Hochstahl—Tiefenlösau
Großengsee-Gruppe
Hundshauptener Gruppe
Kasberg-Gruppe
Azendorfer Gruppe
Kleinziegenfeld— Wölkendorf

(3. Weismain-Gruppe)
Lettenreuth—Marktzeuln -
        <pb n="130" />
        (Oberfranken.)
Zothmannsthaler Gruppe
Weidener Gruppe (1. Weismain-Gruppe)
Betzenstein-Gruppe I
Betzenstein-Gruppe II
Elbersberger Gruppe
Kühlenfels-Gruppe
Wichsenstein-Gruppe
Wiesent-Gruppe
Mittelfranken.
dartenstein—Grünreuth
Riegelstein-Gruppe
Reinwarzhofen—Ruppmannsburg—

Reichersdorf .
Kleinnottersdorfer Gruppe .
Kuerwanger Gruppe.

Unterfranken.
Neubessingen— Wasserlosen
Uettingen—Roßbrunn
Mellrichstadt — Mittelstreu—Oberstreu
Neudorf—Reichartshausen—Wenschdorf
Weckbach-— Mainbullau.
Streit—Mechenhard-—Erlenbach a. Main

Schwaben.

Loderberg-Gruppe
Westheim bei Augsburg-—Steppach
Oberschönegg—Inneberg
Degersee-Gruppe, Sitz in Langnau

(Württemberg)
Ried—Unterstall
Öberfahlheim— Unterfahlheim
Teils mit natürlichem Gefälle, teils durch künstliche Förderung er-
folgt die Beileitung des Quellwassers bei 3 Gruppen, nämlich bei der Frabertshamer- und
Schnaitseer Gruppe in Oberbayern und bei der Langmeil-Gruppe in der Pfalz.
Als Antriebskraft für die künstliche Hebung und Beileitung des Wassers kommen
in Betracht: Wasserkraft, elektromotorische Kraft, Dampfkraft, Wärme-
motorkraft und in beschränktem Maße auch Windmotoren. Die Ausnützung der
Wasserkraft erfolgt für kleine und mittlere Wasserversorgungsanlagen vielfach durch
hydraulische Widder, sonst durch Wasserräder und Turbinen. Als Wärmemotoren finden
hauptsächlich Dieselmotoren und Benzinmotoren Verwendung,

Abgesehen zunächst von den Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb und von
Jen Widderanlagen, findet bei der Wasserversorgung in Bayern eine ständige Wasser-
förderung durch Pumpwerke, sei es allein oder neben anderweitiger Beileitung, in
1346 Orten und bei 100 Gruppen statt. Als Reserve, sowohl bei Pumpwerksanlagen
selbst als auch bei Wasserleitungen mit natürlichem Gefälle oder bei Widderleitungen, sind
Kraftmaschinen in 437 Orten und bei 45 Gruppen aufgestellt.

In ständiger Verwendung bei den Wasserleitungsanlagen der Gruppen-
versorgungen sind 123 Kraftmaschinen mit einer gesamten Maschinenleistung von 1575 PS,
bei den sonstigen Wasserleitungsanlagen 1663 Kraftmaschinen; {tür 1448 von den
letzteren liegen Leistungsangaben vor, die eine Gesamtleistung von 16 745,4 PS ergeben. Die
Gesamtleistung der im Dienste der Wasserversorgung in Bayern ständig verwendeten Kraft-
maschinen, für welche Leistungsangaben gemacht wurden, beträgt sonach 18 320 PS. Nach
‚hrer Art verteilen sich die ständig zur Wasserförderung verwendeten Kraftmaschinen wie folgt:

3. Maschinelle Wasserförderung.

Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppen-
versorgung !)
Zahl der ständig Angaben über Maschinen-
zur Wasser- leistung liegen vor
förderung ver- | LS
vendeten Kraft-| für... Kraft- | mit... PS
maschiner maschinen zusammen

Antrieb
der Fördermaschinen
dureh

Gruppen wasserversorgung ?)
Zahl der ständig |
zur Wasser- Maschinen-
förderung ver- | leistung
wendeten Kraft- PS
maschis

Wasserkraft. . . ..
Elektromotor . . ..
Dampfkraft . . . .
Wärmemotor
Windmotor .

2637,0
11 178,9
351,0
2488,0 17
] 140,6 | 2
16 745.4 123
) Wegen der Zwischenpumpwerke vgl. Tabelle IVec Anm. 1 8. 196 und 197.
’) Wegen der Zwischenpumpwerke vgl. Tabelle Vb Anm. 1nu. 28. 9204.

400
939
15
122
88

1 65663

104
865

9

117
583

1 448

694,1
533,ı
42,0
300,0
6,0

1 575,2

|
        <pb n="131" />
        Die weitgehendste Verwendung bei den Pumpwerksbetrieben hat die elektromotorische
Kraft gefunden. In erheblich geringerem Umfang erfolgt der Antrieb der Fördermaschinen
Jlurch Wasserkraft und Wärmemotoren, Dampfmaschinen werden selten verwendet. Auch
die Ausnützung des Windes für Pumpwerksanlagen spielt eine geringe Rolle: am häufigsten
kommen Windmotoren in Oberbayern, Schwaben und Niederbayern vor.

Bei den Reservepumpwerken stehen wieder die Elektromotoren an erster Stelle.
Dann folgen die Wärmemotoren. Auch die Dampfmaschinen sind hier ziemlich stark
vertreten, Wasserkraft als Reserve kommt selten vor. Windmotoren werden hierfür nur
in 2 Fällen verwendet.

Antrieb der
Reserve-Fördermaschinen
durch

Wasserkraft . "=
Elektromotor. . . . . .|
Dampfkraft . .. .. |
Wärmemotor . .
Windmotor . . . }
Nürmemetor | Me Angabe
Wärmemotor € vuederung de
Dampfkraft a Teistung "
zusammen |

Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppen-
versorgung
Zahl der als Re- | Angaben über Maschinen-
'erve zur Wasser- leistung liegen vor
förderung ver- - — 2 na
vendeten Kraft- für... Kraft- | mit ... PS
maschinen maschinen zusammen

 o,6
Sa
„8

495

A660

GC 7908

Gruppenwasserversorgung
Zahl der als Re-!
serve zur Wasser-
förderung ver-
wendeten Kraft- |
maschinen

Maschinen-
leistung
PS

160,s
42,0
495,5

48
| 698,0
Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb bestehen in 3775 Orten. Im
yanzen wurden 6824 derartige Brunnen festgestellt. Ihr Betrieb erfolgt in weitaus den
neisten Fällen durch Elektromotoren. Auch Windmotoren werden häufig verwendet. Von
liesen Brunnen werden betrieben durch

Elektromotor . . .
Windmotor . . ..
Wasserkraft .'. .
Wärmemotor
Dammnpfkraft .

. . 8 sw
. N 8 82.

4 833
| 645
203
122
921
Wasserförderung durch Widder kommt bei der Wasserversorgung in 4856 Orten
ınd bei 11 Gruppen vor. Die Zahl der Widder beträgt hier 17, dort 7047. Den natürlichen
Verhältnissen entsprechend gelangen Widder am meisten zur Verwendung in Oberbayern,
Niederbayern und Schwaben.

Regierungsbezirk

Oberbayern. . . .
Niederbayern. . ;
Pfalz . 0.0.0. .
Oberpfalz . . . a
Oberfranken .. ....
Mittelfranken . . %
Jnterfranken . .

Schwaben . ”
Staat

W asserleitungsanlagen olıne Gruppen- n "
FOTSOTKUNE Gruppenwasserversorgung
Wasserförderung durch Widder
in.., Orten ! Zahl der Widder ' bei . . Gruppen ! Zahl der Widder
2190
1691
4
49
78

62
15
663
4856

217
m 047
') Die 28 Reservemaschinen verteilen sich auf 11 Orte: in Betracht kommen 14 Elektromotoren,
i2 Wärmemotoren und 2 Dampfmaschinen. Für 1 Elektromotor und 1 Wärmemotor fehlen Angaben
über die Maschinenleistung, in den übrigen Fällen wurde die auf die einzelnen Maschinenarten treffende
Leistung nicht ausgeschieden.
        <pb n="132" />
        194

In einigen Fällen werden Göpel zur Wasserförderung verwendet. Für 1: Einzel-
anwesen wird der Wasserbedarf aus einem Bergwerksstollen durch einen Luftventilator
zum Wasserreservoir gepumpt. In einem Falle wird ein Motorpflug der Wasserförderung
dienstbar gemacht.
4. Hochbehälter, Wassertürme und Druckwindkessel.

„Hochbehälter dienen zum Ausgleich der Verbrauchsschwankungen, als Vorrat bei
zurzen Störungen der Wasserzuleitung und als Vorrat für Brandfälle“ ?). ;

Für die Aufstellung solcher Hochbehälter werden in erster Linie geeignete Hochpunkte
m Gelände gewählt. Fehlen solche, so wird die Hochlegung der Behälter mittels Stützen
und Erdumfüllung oder die Errichtung von Wassertürmen notwendig. Unter Umständen
kann bei Anlagen, bei denen geeignete Terrainhochpunkte fehlen, die Errichtung eines
?umpwerkes mit größeren Druckwindkesseln und in der Regel automatischer Ein-
and Ausschaltung in Betracht kommen ?).

Hochbehälter waren. bei Durchführung der Erhebung in 7496 Orten und bei
190 Gruppen vorhanden. Die Zahl der Behälter beträgt 10 959, ihr Fassungsraum zusammen
379621 cbm. Nach Zahl und Gesamtfassungsraum der Hochbehälter ist Oberbayern am
stärksten vertreten.

Wassertürme besaßen bei der Durchführung der Erhebung 111 Orte und 14 Gruppen,
ınd zwar im ganzen 134 Türme mit einem Gesamtfassungsraum von 19003 cbm. Die
19 Wassertürme bei der Gruppenversorgung haben zusammen einen Fassungsraum von
1900 cbm, die anderen 115 Türme einen Gesamtfassungsraum von 17103 cbm. Bei der
Gruppenversorgung finden sich Wassertürme nur in der Pfalz, in der Oberpfalz, in Mittel-
iranken und in Schwaben. In Oberfranken kommen Wassertürme weder bei der Gruppen-
versorgung noch bei den sonstigen Wasserleitungsanlagen vor.

Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppen-
. versorgung
_ Hochbehälter Wassertürme
Gesamt-" Gesamt-
une Zap | Fassung
1:hm abın

Gruppenwasserversorgung
Wassertürme
Gesamt-
fassungs-
raum
chbm

_ Hochbehälter
Gesamt-
fassungs-

Zahl | raum
cbm

Jhberbayern. . . 3 782 183 304 7133 6488 —
Niederbayern . . 1647 40 161 1427 _ 100 _ _—
Pfalz . 0. 0... 507 57 043 4 124 48 8801 4 230
Oberpfalz . . . 831 40 387 1146 95 7098 8 120
Jberfranken . . 358 68 983 — 154 6422 — —
Mittelfranken . . 361 ‚05511 355 39 2275 10 1 390
Unterfranken . . 515 63 681 1 60 58 4 771 — —
Schwaben . . { 921 79 865 19 | 2:858 | 65 4731 3 160
Staat | 10422 | 638935 ! 115 17 103 537 | 40686 19 1.900
Was den Fassungsraum der einzelnen Hochbehälter anlangt, so beträgt
lerselbe
bei 8195 Hochbehältern weniger als 50 ebm
„1523 , 50— 99
;‚ 1092 # 100— 499
95 ® 500— 999
51 # 1 000-—9 999
3 N mehr als 10 000
Den größten Hochbehälter besitzt die Stadt München. Derselbe faßt 76500 cbm.

Die Wasserversorgung der Stadt Nürnberg verfügt über 3 Hochbehälter mit einem

Fassungsraum von je 50000, 12000 und 8000 cbm, zusammen 70000 cbm. Die sonstigen
; 1” Siehe Anmerkung 1 Seite 119.

?) Vgl. Dr. H. Holler, Wasserversorgung in Ortschaften und auf dem Lande. Vortrag, München 1914.
        <pb n="133" />
        "m

Tochbehälter mit einem Fassungsraum von mehr als 1000 cbm befinden sich bei den
Wasserversorgungsanlagen der folgenden Orte und Gruppen 7
Adochbehälter mit einem Fassungs-
raum von 1000 und mehr ebm
ohne die Hochbehälter der Städte
München und Nürnberg)
Zahl Fassungsraum
L 500
1 500
2 500
&gt; 000—2 500
1000
1 500
L 500
L 500
2750
4 000
3 300—2 700 —2 000
3 600—1 000—1 000
2 500—4 300
3 000—2 000
2500
1.000
2.000
3 000—2-000
2.000 .
je 1.000
je 1000
L 400
2860
000 —8 000
1 500

3ad Reichenhall

„andshut . . .

Dassau . .

Caiserslautern

Landau 1. 'd. Pf.

Dirmasens . .

Zweibrücken .

Amberg. .

zegensburg

Weiden. .

Bamberg .

Bayreuth

Soburg . .

Hof „2...

Kulmbach .

Selb...

Ansbach . .

Fürth. 0.000.000.

Rothenburg ob der Tauber

Aschaffenburg . .

Bad Kissingen .

Kitzingen . . .

Schweinfurt . . .

Würzburg . . .

Kempten 2 0

Mittelbare Städte und andere Orte.

Pasing

3ad Dürkheim . 20.0.0000.

Wachenheim . 20.0000

Landstuhl . . . ..

ham. „0... x 4

Markt Thüngen (BA, Karlstadt) . . . .

„andgemeinde Maikammer-Alsterweiler
(BA. Landau i. d. Pf)... 2.0...

Pfarrdorf Oberaltertheim (BA.Würzburg)

JIrifschaft Steiner, Karbidfabrik (Gem.
Unterneukirchen, BA. Altötting) . . .

Werk Ponholz der. Oberpfalzwerke AG. .

Gruppen. .

Friedelsheimer Gruppe (Pfalz)... .. 1.000

Jachenhauser Gruppe (Oberpfalz) . . .. A 1.000

Viele von den genannten Städten haben außer den aufgeführten Hochbehältern noch
ainen oder mehrere Hochbehälter mit geringerem Fassungsraum. Die Jachenhauser Gruppe
hat außer dem zu 1000 cbm noch drei kleinere Hochbehälter.

Die Stadt Weiden hat inzwischen einen zweiten Hochbehälter mit 2000 cebm Fassungs-
caum gebaut, die Stadt Roth b. Nürnberg neben den beiden vorhandenen einen neuen
Hochbehälter mit 1000 cbm Fassungsraum.

Was den Fassungsraum der vorhandenen Wassertürme betrifft, so beträgt derselbe

bei 51 Wassertürmen weniger als 50 cbm
‚35 „ 50— 99
; 88 . 100— 499° x
„8 » 500— 999 ,,
„2 % 1000 u. mehr ,,

Die 10 Wassertürme mit 500 und mehr cbm Fassungsraum kommen bei folgenden

Jrten vor:
Wassertürme mit einem Fassungsraum
von 500 und mehr cbm
Zahl Fassungsraum
900
800
1 000

Kr. Unm. Stadt
»

Straubing. . oo. 0.0.000.0000000000
Yrankenthal. . 2.0.0.0...
„udwigshafen a. Rhein. .
        <pb n="134" />
        ZL

Nassertürme mit einem Fassungs-

raum von 500 und mehr cbm
Zahl Vassungsraum

700

WW

500

529

2400

500

700

Kr. Unm. Stadt Pirmasens . . .
“ „Speyer... ..
% „Dillingen. ...
Ehemalige Pulverfabrik Dachau . .0.0.000000000000001
Ehemalige Pulverfabrik Ebenhausen (BA. Ingolstadt) .. . ..
Jberbayerische Heil- und Pflegeanstalt Eglfing .'. .....
Truppenübungsplatz Grafenwöhr . WU
Bei der Gruppenversorgung faßt der bisher größte Wasserturm 400 cbm. Er
ist im Besitz der Preither Gruppe (Eichstätterberg-Gruppe) in Mittelfranken. Von den
weiteren 6 Wassertürmen, welche 100 und mehr cbm fassen, befinden sich 5 ebenfalls
bei mittelfränkischen Gruppen, und zwar
1 Wasserturm mit 300 cbın Fassungsraum bei der Denkendorfer Gruppe -
1 » „200 " » 5 ya hme Gruppe
L » „100 \ Yo links der Altmühl
2 Wassertürme „ je100 ‚, % „ =» Sappenfeld-Gruppe
Ferner verfügt die Lechfeld-Gruppe in Schwaben über 1 Wasserturm mit 100 cbm
Fassungsraum.
Von den inzwischen gebauten Gruppenversorgungen besitzt
die Impflinger Gruppe (Pf). .. 3 Wasserfürme "mit 500—400—250 ebm Fassungsraum
„ Haßlocher Gruppe (Pf). . .  Wassertum ” 1 000
‚ Vordere Karlbach-Gruppe (Pf.) ı » » 350 - ”
„ Ittelhofer Gruppe (OPF) . 2 AVaSSort rm „ ‚ 150—10 ” „
och Gehälte . . .
Von den beiden Wassertürmen, welche die im Bau befindliche Pfälzer Mittelrhein-
Gruppe erhält, faßt der eine 1000 cbm, der andere 600 cbm.
Pumpwerksbetrieb mit Druckwindkessel besteht bei 68 Orten und 1 Gruppe.
im letzteren Falle handelt es sich um das Wasserwerk München-Südost, das 2 Druckwind-
kessel mit einem Rauminhalt von je 15000 Litern besitzt. Im übrigen beträgt die Zahl
ler Druckwindkessel 102, von denen 40 einen Rauminhalt von nicht mehr als je 1000
Litern, und 62 einen solchen von mehr als je 1000 Litern haben.

Regierungsbezirk

Pumpwerksbetrieb mit Druckwindkessel
Zahl der Druckwindkessel

mit einem Rauminhalt
his zu 10001 | über 1000 1

Jberbayern . . . ..
Niederbayern . ®
Pfalz . .. ;
Oberpfalz. . .
Oberfranken
Mittelfranken
Unterfranken
Nehwaben.

27

u
1

£

Staat |

3
68

i1
40

69
Die größte Druckwindkesselanlage wird bei der Wasserversorgung von Ingolstadt
verwendet, wo 2 Druckwindkessel mit einem Rauminhalt von je 35 000 Litern in Betrieb sind.
5. Rohre.
Als Rohrmaterial kommen Gußrohre, jutierte Mannesmann-Stahlrohre, Schmiedeisen-
rohre (schwarz und verzinkt), Ton- und Steinzeugrohre sowie Holzrohre in Betracht.

Was zunächst die Hauptrohrleitungen betrifft, so wurden hierüber von den
27969 Ortschaften, welche ganz oder teilweise durch Wasserleitungen versorgt sind, für
25171 Orte Angaben geliefert. Von den 6,40 Millionen Einwohnern der ganz oder teilweise
versorgten Ortschaften umfassen diese 25 171 Orte 6,0s Millionen. Über die Leitungslängen
wiederum liegen nur für 13706 Orte mit zusammen 4,6 Millionen Einwohnern Mitteilungen
        <pb n="135" />
        vor. Über das bei den Hausanschlußleitungen verwendete Rohrmaterial wurde für
16604 Orte berichtet.

Faßt man die hiernach für die Einzelortsversorgung und für die Mehrortsversorgung
einschließlich der Gruppenversorgung gelieferten Angaben zusammen, so ergibt sich für
lie einzelnen Arten des Rohrmaterials folgender Umfang der Verwendung:
Hauptrohrleitungen
Angaben über Leitungs-
! längen liegen vor
für Einwohner-/ Leitungs-
ee zahl längen
dieser in
Orte Orte km

Art des Rohrmaterials

in
Orten |

Ein-
wohner-
zahl
dieser
Orte

Haus-
anschluß-
leitungen

in

Orten

Gußrohre . 20.0.0000 „000 1753306 2714 1344418
Jutierte Mannesmann-Stahlrohre .:. . 312135 1125 241 074
Schmiedeisenrohre, schwarz oder verzinkt 791215 6497 335 481
Ton- und Steinzeugrohre . # &amp; % 26 963 72 73583
Holzrohre . . 0.0.0001 141 426 | 898 389647
Bleirohre . 11536 71 2806

Verschiedenes Rohrmaterial der vorge-
nannten Arten .| 4085 | 2997011 2329 | 2649433
zusammen |25171 | 6033592 | 13 706 | ‘4620 212

4 933,8
1 408,2
3 267,8
33,8
358,0 |
27,8

1524
1178
12213
6

143
879
6 690,8 661
| 16 718,0 16 604
Bei der außerordentlichen Vielgestaltigkeit der in Frage kommenden Verhältnisse
war eine Trennung nach ganz oder teilweise versorgten Orten nicht tunlich. Auch war
sine restlose Ausscheidung der einzelnen Arten des Rohrmaterials nicht möglich. Sichere
Feststellungen ergaben sich für die Orte, in denen jeweils nur eine Art von Rohren
Verwendung findet. Im übrigen mußten für diejenigen Orte, bei deren Versorgung
verschiedene Rohrarten vorkommen, die Angaben für diese verschiedenen Arten im ganzen
zusammengefaßt werden. Lediglich bei der Mehrortsversorgung gestatteten die Unterlagen
auch hier noch eine Ausgliederung in beschränktem Maße, die auch im Tabellenwerk
zezeigt ist, Unter Berücksichtigung dieser teilweisen Ausgliederung ergeben sich bei den
Hauptrohrleitungen für die verschiedenen Rohrarten folgende Leitungslängen:

Gußrohre 0 N 7235 km
Jutierte Mannesmann-Stahlrohre . . . . 2. 2172
Schmiedeisenrohre . . 2. 0.0.0000. ? 36
Con- und Steinzeugrohre . . . 7
Holzrohre . . . “A AM
3leirohre 2. 30
Verschiedenes Rohrmaterial der vorgenannten Arten. . 3387
zusammen 16718

38
Im Gesamtbereich der Ganz- und Teilversorgung durch Wasserleitungsanlagen treffen
sonach im Durchschnitt 3,6 m Hauptrohrleitungen auf den Kopf der Bevölkerung. Für
lie acht Regierungsbezirke ergibt sich folgendes Bild:

Regierungsbezirk

Qberbayern . .
Niederbayern .
Pfalz . ...
Qberpfalz. .
J)berfranken. ,
Mittelfranken
Unterfranken .
Schwaben. _

Staat

4

Angaben über Längen der Hauptrohrleitungen
liegen vor
Auf den Kopf
für Einwohner- Leitungs- ' der vorge-
Orte | ,. zahl längen nannten
Se dieser Orte km Einwohner

reffen .... m
5 128
2757

577

1 333
1009

488

449
1965

| 13706

1228 220 965,7

309 267 637,7
631 506 838,6
332 817 . 578,5
431 362 1610:
701 812 15294 |
427 392 1161,
557 836 24012 |

4620212 | 167180

“
‚P
47
5

2

7
r
_
        <pb n="136" />
        198

Faßt man die Einzelorts- und die Mehrortsversorgung ins Auge, so treffen

i'm Durchschnitt auf den Kopf der Bevölkerung bei der
Einzelortsversorgung . . ...... . . 4, m Hauptrohrleitungen
Mehrortsversorgung ohne Gruppenversorgung 2,5 ,, “
Gruppenversorgung . 0. 0.0.0000... 98, „

Je mehr von den Hauptrohrleitungen auf den Kopf der Bevölkerung trifft, desto
höher sind natürlich die Kosten für die Beteiligten und finanziell desto schwieriger wird
Jamit die Wasserversorgung. Daher war auch die Versorgung weiter, dünn besiedelter,
wasserarmer Gebiete durch Gruppenbildung nur mit weitgehender staatlicher Hilfe
möglich. Am schwierigsten liegen die Verhältnisse im wasserarmen Juragebiet. "Lreffen
doch im Rahmen der Gruppenversorgung in der Oberpfalz im Durchschnitt 16,9 m und in
Mittelfranken 15,3 m auf den Kopf der in Betracht kommenden Bevölkerung.
6. Wasseruntersuchung und Wasserreinigung.
In der vom Bundesrat 1906 herausgegebenen Anleitung für Einrichtung, Betrieb und
Überwachung öffentlicher Wasserversorgungsanlagen ist auch auf die Notwendigkeit einer
;hemischen und bakteriologischen Untersuchung des für öffentliche Wasser-
versorgungsanlagen verwendeten Wassers hingewiesen. In Bayern wurde die Wichtigkeit
dieser Untersuchungen durch Min.-Entschl. vom 29. September 1912 erneut eingeschärft,
Das Landesamt für Wasserversorgung zieht stets die staatlichen Untersuchungsanstalten
für Nahrungs- und Genußmittel sowie die bakteriologischen und hygienischen Institute ‚der
Landesuniversitäten zur Prüfung der Brauchbarkeit des Wassers heran, ferner die Amtsärzte
zur Begutachtung der örtlichen Verhältnisse und der geplanten Maßnahmen.

Nach den diesbezüglichen Ergebnissen der Erhebung wurde das Wasser für die
Wasserleitungen bei 4156 Orten und 149 Gruppen von den Untersuchungsanstalten für
Vahrungs- und Genußmittel, und in den letzten zwei Jahren bei 834 Orten und 33 Gruppen
son den bakteriologischen Untersuchungsanstalten untersucht. Hierzu ist indessen zu
bemerken, daß die in den Fragebogen mitgeteilten Angaben über chemische und bakterio-
logische Untersuchungen offensichtlich unvollständig sind. Bei den unter Leitung des
Landesamtes für Wasserversorgung für Ortschaften und Gruppen gebauten Anlagen werden
von jeher ausnahmslos chemische!) und zum Teil auch bakteriologische Wasseruntersuchungen
vorgenommen. Bei den anderen Anlagen sind auch großenteils derartige Untersuchungen
Jurchgeführt worden; doch scheint dies häufig in Vergessenheit geraten zu sein, weshalb
Jie Fragen nur für einen Teil der Gemeinden und Ortschaften positiv beantwortet wurden.

„Nicht alle Quellgebiete und unterirdischen Wasservorräte liefern verwertbares Trink-
und Nutzwasser. Das dem Boden entfließende oder entnommene Wasser hat nämlich
zuweilen Mineralsalze in Lösung, die teils wenig beliebt sind oder die das Wasser zu hart
machen. Die reinsten Wässer kommen aus den kristallinen Gesteinen, z. B. aus Granit, Gneis
and anderen quarzitischen Schiefern. Ihre Härte liegt unter 5 Grad. Dann folgen die
Sandsteine, die je nachdem sie weniger oder mehr kalkig-dolomitisches Bindemittel haben,
Wässer mit 5 bis 15 Härtegraden liefern. Die kalkhaltigen Wässer mit 10 bis 20 Härtegraden
sind normale Trinkwässer; sie kommen aus den gipsfreien Kalk- und Dolomitgebirgen
sowie aus dem kalkigen Diluvialschotter des Alpenvorlandes. Die Wässer der Muschelkalk-
Formation enthalten bereits Gips in Lösung; ihre Härte beträgt über 20 Grad; je härter
sie sind, um so weniger schätzt man sie. Die ausgesprochenen Gipsformationen liefern
Wässer über 50 Härtegrade, nämlich der Gipskeuper, der mittlere Muschelkalk sowie die
Rauhwaecke des Alpengebirges, Gerade diesen Gipsformationen entströmen die wasserreichsten
1) Ihre Ergebnisse sind in den (teschäftsberichten des Landesamtes für Wasserversorgung 1909 bis
1916 veröffentlicht.
        <pb n="137" />
        ‘99

und klarsten Quellen. Mit Bedauern muß man diese unverwertbaren Wassermengen unbenützt
abfließen sehen, wenn man weiß, wie dringend benachbarte Städte oder Dörfer Trink- und
Nutzwasser benötigen. Denn bisher ist noch keine praktische Methode entdeckt worden,
mit deren Hilfe man diese Wässer durch endgültige Entfernung der Schwefelsäure brauchbar
machen könnte. Gips ist bekanntlich schwefelsaurer Kalk. Die derzeitigen Enthärtungs-
verfahren fällen zwar den Kalk aus, binden aber die Schwefelsäure an andere Basen, z. B.
an Natron, wobei immer wieder wasserlösliche schwefelsaure Salze entstehen, die im Wasser
dleiben. Solche „enthärtete‘“ Wässer sind zwar für gewisse technische Zwecke brauchbar,
z. B. zum Kesselspeisen, aber nicht zur Wasserversorgung.

Andere gelöste Mineralsalze, nämlich Eisen- und Mangansalze lassen sich
glücklicherweise leichter aus dem Wasser ausfällen. Diese kommen außerordentlich häufig
vor, und zwar sowohl in weichen wie in harten Wässern. Sie werden bei intensiver
Berührung mit dem Luftsauerstoff oxydiert und scheiden sich dann als Rostflocken aus
lem Wasser ab. Eine der einfachsten Enteisenungsmethoden läßt das eisenhaltige Rohwasser
iber Koks oder Holzhorden auf ein nachgeschaltetes Marmorgrusfilter herabrieseln, aus
lem dann das eisenfreie Wasser ins Rohrnetz gelangt. |

Ein weiterer wenig beliebter Bestandteil vieler Wässer ist der zu hohe Gehalt an
ireier Kohlensäure. Erst in den letzten Jahrzehnten hat man deren Schädlichkeit
so recht erkannt und Methoden zu ihrer Unschädlichmachung ersonnen. Man hatte näm-
lich wiederholt die Bemerkung gemacht, daß gewisse Wässer, die. völlig eisenfrei dem
Boden entfließen, als eisenhaltige Wässer an den Zapfstellen der Ortnetze ankommen.
Somit mußte im Rohrnetz die Vereisenung eingetreten sein. Als Ursache wurde die
treie Kohlensäure erkannt. Sie löst, wie man jetzt weiß, nicht nur das Eisen an unge-
schützten Stellen der Rohrnetze, sondern zerstört auch den Beton der Quellenfassungen
ınd Hochbehälter.
Die Entfernung dieser aggressiven Kohlensäure bietet ebenfalls keine besonderen
Schwierigkeiten, Weiche Wässer (unter 5 Härtegraden) läßt man langsam durch Becken
ließen, die mit Kalkgrus gefüllt sind. Darin l1ößt die Kohlensäure selbsttätig genau so viel
Kalk, als zur Bindung ihres Überschusses nötig ist. Andere Methoden, die gebrannten Kalk
der Kalkmilch dem aggressiven Wasser zusetzen, sind insofern umständlicher als sie eine
lauernde Bestimmung der Kohlensäure-Menge. und genaue Dosierung des Kalkzusatzes
arfordern.
In härteren Wässern wird die aggressive Kohlensäure nur langsam oder überhaupt
aicht mehr durch Kalk neutralisiert Deshalb entfernt man sie mechanisch durch Zerstäu-
dung des Rohwassers im durchziehenden Luttstrom, der sie mit fortnimmt.

Während man in früheren Jahrzehnten nichts von solcher Wasserveredelung wußte,
hat jetzt ein Teil der Wasserversorgungs-Anlagen in Bayern derartige Anlagen. Zu den
schönsten und großzügigsten gehören die 1929 dem Betrieb übergebenen Entsäuerungs-
Anlagen von Bad Dürkheim und der Friedelsheimer Gruppe in der Vorderpfalz“ ').

Die Keimfreimachung des Wassers kann auf zwei verschiedenen Wegen erreicht
werden, einmal durch „Absiebung“ der Mikroorganismen mittels einer entsprechenden
Filtration oder durch Vernichtung der Mikroorganismen im Wasser selbst mittels Chlo-
cierung des Wassers (Zusatz von Chlor, Chlorgas). In Bayern kommen hierfür zunächst
aur Chlorierungsanlagen in Betracht,

Die Wasserreinigung durch Enteisenung, Entsäuerung und Chlorierung
weist nach den Ergebnissen der Erhebung in Bayern folgenden Umfang auf:
* Vgl. Dr. L. Reuter, Die Beschaffung des Trink- und Nutzwassers für die Städte und Dörfer.
Sonderteil der Bayer. Staatszeitung Nr. 1835 vom 14. Juni 1930 „Baverns Wasserversorgung“.
        <pb n="138" />
        Zu

Regierungsbezirk

Überbayern . .
Niederbayern .
Pfalz . 2.0.
Oberpfalz. . .
Oberfranken .
Mittelfranken .
Unterfranken
Schwahen

Wasserreinirung durch
| | Enteisenung
Enteisenung | Entsäuerung und Chlorierung
)  Entsäuerung
Anlacren

10
38
18

J
&gt;
=

x
Staat | 26
Abgesehen zunächst von der Gruppenversorgung, bestehen die vorgenannten Arten
der Wasserreinigung bei 161 Wasserversorgungsanlagen in folgenden Orten:
Enteisenung.

Kr. Unm. Stadt Frankenthal ] Kirchdorf Freiham (BA. Wasserburg a. Inn, OB.)
” „Nürnberg „ Oberbibrach (BA. Eschenbach, OPf.)
Stadt Germersheim Dorf Wöllershof (BA. Neustadt a. d. Waldnaab, OPf.)
‚  Kirchheimbolanden Ehemalige Pulverfabrik Ehbenhausen (BA. Ingol-

„‚ Kusel stadt, OB.)

„ Teuschnitz Siedlung Forstwiesen (BA. Ingolstadt, OB.)

„Hilpoltstein Kioster Schweicklberg (BA. Vilshofen, NB.)

Pfarrdorf Weisenheim a. Berg (BA. Dürkheim, Pf.) Fürsorgeerziehungsanstalt Rummelsberg (BA.

Wernersreuth (BA. Tirschenrenth, OPf.) Nürnberg, MFr.)
Burkersdorf (BA. Lichtenfels, OFr.) Weiler Berg (Gem. Rottach, BA. Miesbach, OB.)
Karlburg (BA. Karlstadt, UFr.) „ Heuwinkl (BA. Wasserburg a. Inn, OB.)
Werneck (BA. Schweinfurt, UFr.) ; „ Rohrenfeld (BA.Neuburga. d. Donau, Schw.)
Stötten a.Auerberg(BA.MarktOberdorf,Schw.) | Finöde Lindelbrunnerhof (BA. Bergzabern, Pf.)
Heimnersdorf /RA, Neuburg a. d. Donau. Schw.

Kr. Unm. Stadt Neumarkt ij. d. OPf
„ „Neustadt b. Coburg
Stadt Zwiesel
Annweiler
Edenkoben
„‚ambrecht
&lt;emnath
Tirschenreuth
Waldsassen
Yaila
Veißenstadt
Brückenau
}+emünden
Tofheim 1 UFr,
Cönigshofen i. Grahfeld
\morbach
Kötzting (BA. Kötzting, NB.)
Nörth a. d. Donau (BA. Regensburg, OPf.)
Jonaustauf (BA. Stadtamhof, OPf)
Cüps (BA. Kronach, OFr.)
\Eitwitz (BA. Kronach, OFr.)
Wallenfels (BA. Kronach, OFr.)
Zothenkirchen (BA. Teuschnitz, OFr.)
Marktleuthen (BA. Wunsiedel, OFr.)
Jroßostheim (BA. Aschaffenburg, UFr.)
)berbach (BA. Brückenau. UFr.)
Jurgsinn. (BA, Gemünden, UFr.)
3Zurkardroth (BA. Kissingen, UFr.)
Yeubruun (BA. Marktheidenfeld, UFr.)
3Zürgstadt (BA. Miltenberg, UFr.)
‚ BGroßheubach (BA. Miltenberg, UFr.)
;‚ Schneeberg (BA. Miltenberg, UFr.)
„ Frickenhausen (BA. Ochsenfurt, UFr.)
. Winterhausen (BA. Ochsenfurt, UFr.)
„ Randersacker (BA. Würzburg, UFr.)
Pfarrdorf Enkenbach (BA. Kaiserslautern, Pf.)

Entsäuerung.

Pfarrdorf Erfenbach (BA. Kaiserslautern, Pf.)
Arzheim (BA. Landau i. d. Pf.)
Busenberg (BA. Pirmasens, Pf.)
Merzalben (BA. Pirmasens, Pf.)
Neualbenreuth (BA. Pirschenreuth, OPf.*
Jesees (BA. Bayreuth, OFr.)
Kekersdorf (BA. Bayreuth, OFr.)
Großheirath (BA. Coburg, OFr.)
Mönchröden (BA. Coburg, OFr.)
{sling (BA. Lichtenfels, OFr.)
Jbristfeld (BA. Lichtenfels, OFr.)
Kirchahorn (BA. Pegnitz, OFr.)
Wintersbach (BA. Aschaffenburg, UFr.)
Weibersbrunn (BA. Aschaffenburg, UFr.)
Motten (BA. Brückenau, UFr.)

Fellen (BA. Gemünden, UFr.)

Partenstein (BA. Lohr, UFr.)

Faulbach (BA. Marktheidenfeld, UFr.)

Mühlfeld (BA. Mellrichstadt, UFr.)

Willinars (BA. Mellrichstadt, UFr.)

Bichenbühl (BA, Miltenberg, UFr.)

Anhausen (BA. Augsburg, Schw.)

Dietershofen (BA. llertissen, Schw.)

Kettershausen (BA. Illertissen, Schw.)

” Hainsfarth (BA. Nördlingen, Schw.)

Kirchdorf Pflugdorf (BA. Landsberg, OB.)

Weng (BA. Landshut, NB.)

Böllenborn (BA. Bergzabern, Pf.)

Neukirchen (BA. Kaiserslautern, Pf.)

Neidenfels (BA. Neustadt a. d. Haardt, Pf.)

Störnstein (BA. Neustadt a. d.Waldnaab, OPf.)

Schneeberg (BA, Oberviechtach, OPf.)

Weidhausen b. Coburg (BA.Coburg, OFr.)

Prieb (BA. Lichtenfels, OFr.)

Maineck (BA. Lichtenfels, OFr.)

Aura 1. Sinngrund (BA. Gemünden, UFr.)

5
        <pb n="139" />
        131

Kirchdorf

(Entsäuerung.)

Schonderfeld (BA. Gemünden, UFr.) . [| Dor‘
Wustviel (BA. Gerolzhofen, UFr.) |
Katzenbach (BA. Kissingen, UFr.) 5
Ruppertshütten (BA. Lohr, UFr.) .
Bischbrunn (BA. Marktheidenfeld, UFr.) ;
Hofstetten (BA. Obernburg, UFr.)
Jberwerrn (BA. Schweinfurt, UFr.)
Ingstetten (BA. Neu-Ulm, Schw.)

Lausham (BA. Pfaffenhofen, OB.)

Jberzwieselau (BA. Regen, .NB.)

dardenburg (BA. Dürkheim, Pf.)

iamsen (BA. Kirchheimbolanden, Pf.) ;

indenberg (BA. Neustadt a. d. Haardt, Pf.)

3Zechhofen (BA. Zweibrücken, Pf.)

Juerenbach (BA. Tirschenreuth, OPf.)

Jberpreuschwitz (BA. Bayreuth, OFr.)

Viefenklein (BA, Kronach, OFr.)

Knellendorf (BA. Kronach, OFr.)

)berlangenstadt (BA. Kronach, OFr.)

Reuth (BA. Kronach, OFr.)

Unterlangenstadt (BA. Kronach, OFr.)

Burghaig (BA: Kulmbach, OFr.)

Kösten (BA. Lichtenfels, OFr.)

Rothwind (BA. Lichtenfels, OFr.)

Haidengrün (BA. Naila. OFr.)

Cörzendorf (BA, Pegnitz, OFr.)
dintergereuth (BA. Pegnitz, OFr.)
\lexanderhütte (BA. Teuschnitz, OFr.)}
Niederlamitz (BA. Wunsiedel, OFr.)
Raithenbach (BA. Wunsiedel, OFr.)
Rupboden (BA. Brückenau, UFr.)
Schönderling (BA. Brückenau, UFr.)
„ Speicherz (BA. Brückenau, UFr.)
‚ Volkers (BA. Brückenau, UFr.)
„ ahlbach (BA. Kissingen, UFr.)
„ Eisenburg (BA. Memmingen, Schw.)
„ ÖOberwesterheim (BA. Memmingen, Schw.)
Heil- u. Pflegeanstalt Klingenmünster (BA. Berg-
zabern, Pf.) .
Schloß Eremitage (BA. Bayreuth, OFr.)
Weiler Beihof (BA. Regen, NB.)
Daubornerhof (BA. Kaiserslautern, Pf.)
Sattelgrund (BA. Teuschnitz, OFr.)
Leupoldsdorferhammer (BA. Wunsiedel, OFr.)
Rohrbrunn (BA. Aschaffenburg, UFr.)
Berndiel (BA. Miltenberg, Ufr.)
Seonbuch (BA. Eggenfelden, NB.)
Lohrerstraße (Forsthaus) (BA. Lohr, UFr.)
Veidhof (BA, Miltenberg, UFr.)}

2”
Darf
5
”„

»-

Kr. Unm. Stadt Amberg:
„ „ Schweinfurt!) |
Pfarrdorf Altrıp (BA. Ludwigshafen a. Rhein, Pf.) |
Pursruck (BA. Amberg. OPf.)}

Enteisenung und

Entsäuerung.

Pfarrdorf Kalchreuth (BA. Erlangen, MFr.)
Kirchdorf Altenstadt (BA. Neustadt a. d. Waldnaab, OPf.)
Dort Gries (BAA. Waldmaohr. Pf.)

; Chlorierung.
Kr. Unm. Stadt Traunstein | Kr. Unm. Stadt Fürth
Landshut Stadt Burglengenfeld
Ludwigshafen a. Rhein | Pfarrdorf Maxhütte (Sauforst) (BA. Burglengenfeld, OPf.)
ort i. Bay. . Thurndorf (BA. Eschenbach, OPt.)
Hichstätt
In der Stadt Abensberg wird das Wasser einer Entgasung unterworfen, um den
im Wasser enthaltenen Schwefelwasserstoff zu entfernen.

Bei der Gruppenwasserversorgung kommt Enteisenung und Chlorierung nur bei
je einer Gruppe vor. Eine Enteisenungsanlage besitzt. die Wolfsbuch-Paulushofener
Gruppe, eine Chlorierungsanlage die Jachenhauser Gruppe, beide in der Oberpfalz.
Entsäuerungsanlagen haben die folgenden 15 Gruppen:

Friedelsheimer Gruppe (Pf.) | Willmersreuth—Mainleus (OFr.)

Karlbach-Gruppe (Pf.) ; Rieneck—Schaippach. (UFr.)

Dansenberg—Hohenecken (Pf.) Garitzer Gruppe (UFr.) I

Weiher-Gruppe (Pf.) Lauter—Poppenroth—Stralsbach (UF'r.)

Haschbach-—Quirnbach (Pf.) . Marktheidenfelder Gruppe (UFr.)

Elschbach—Niedermiesau—Obermiesau (Pf.) Uettingen—Roßbrunn (UFr.)

Dontwig—Stambaech (Pf.) Geckenaner Gruppe (UFr.)

Alt- und Neudrossenfeld (OFr.)

Die Vils-Naab-Gruppe ist an die Wasserleitungsanlage der Stadt Schwandorf i. Bay.
angeschlossen, bei der das Wasser durch Chlorierung gereinigt wird.

7. Angaben über Quellen, die für Erweiterungen bestehender
Wasserleitungsanlagen oder für neue Anlagen noch ausgenützt
werden können.

Um einen Überblick über die noch ausnützbaren stärkeren Quellen zu gewinnen, war
im Erhebungsbogen folgende Frage gestellt: „Sind in der Ortsmarkung stärkere Quellen
bekannt, die für Wasserleitungszwecke noch nicht oder nur unvollkommen ausgenützt sind,
sich aber zur Versorgung der eigenen Ortschaft oder der umliegenden Ortschaften, und
1) Neben Enteisenung und Entsäueruneg findet auch Entmanganunzg statt.
        <pb n="140" />
        1392

zwar auch in sehr trockenen Zeiten, eignen?“ Anzugeben waren die ortsübliche Bezeich-
nung der Quellen, Himmelsrichtung und Entfernung von der Ortsmitte und, wenn bekannt,
die Schüttung (Wassermenge) nach Litern in der Sekunde,

Bei Beantwortung dieser Frage wurde eine große Anzahl von Quellen mitgeteilt.
Behufs Vermeidung mehrmaliger Zählung wurden wiederholte Angaben der gleichen Quelle
seitens verschiedener Ortschaften, die. sich nicht vermeiden ließen, nach Möglichkeit jeweils
nur einmal berücksichtigt.

Eine Prüfung nach der Richtung, ob sich die mitgeteilten Quellen infolge ihrer natür-
lichen Beschaffenheit auch tatsächlich zur Wasserversorgung eignen, war unmöglich,

Mit großer Vorsicht sind insbesondere die. Angaben über die Schüttung der Quellen
zu werten. Sie wurden ja größtenteils von Laien gemacht, die mit den Messungsarbeiten
nicht genügend vertraut sind. Bei einer Reihe von Quellen, für welche sehr hohe Schüt-
tungen mitgeteilt wurden, erwiesen sich diese Angaben bei näherer Prüfung als unhaltbar
oder doch als unwahrscheinlich. Sie mußten daher, um kein übertriebenes Gesamtbild über
die noch ausnützbaren stärkeren Quellen zu geben, unberücksichtigt bleiben.

Die Zahl der mitgeteilten Quellen überhaupt beläuft sich auf 6801. Nur für den
dritten Teil davon liegen Angaben über die Schüttung vor. Für die einzelnen Regierungs
bezirke und für den Staat ergibt sich folgender Überblick:

Für Wasserleitungszwecke noch ausnützbare Quellen.
_laut_den vorliegenden Angaben
__mit Angaben über die Schüttung
Dureh-
Schüttung | sehnittliche
insgesamt Quell-
L/Sek. schüttung
L/Sek.
1387 158 3.334 .
1075 369 2 484 "7
312 152 486
015 287 25283 18
927 328 2652 81
371 194 1534 7,9
722 307 23820 Te
„nn 792 287 3.587 ‚5
Staat | 6801 | 2382 18920 | 7,

Absolut genommen, erscheint die durchschnittliche Wassermenge der mitgeteilten
Quellen viel zu hoch, im allgemeinen‘ wohl um das Zehnfache. Abgesehen von Schwaben,
dürfte indessen .das gegenseitige Verhältnis der in den Regierungsbezirken noch zur Ver-
fügung stehenden durchschnittlichen Quellwassermengen richtig zum Ausdruck kommen.

*) Die durchschnittliche Berechnung für den Kreis Schwaben ergibt 12,5 L/Sek. Bekanntlich gehört
jedoch Schwaben zu den an Quellwassermengen ärmeren Regierungsbezirken und dürfte sich in dieser
Ainsicht etwa mit Niederbayern vergleichen lassen. Aus diesem Grunde wurde bei Schwaben die errechnete
durchschnittliche Sehüttung nicht eingesetzt.

Oberbayern .
Niederbayern .
ofalz. ..
Oberpfalz. . .
Oberfranken. .
Mittelfranken .
Unterfranken
Schwahen. .
        <pb n="141" />
        39

IV. Abschnitt.
Besitzverhältnisse, Überwachung des Wasserverbrauchs
und Wassergebühren bei der Versorgung durch
Wasserleitungsanlagen.
Die Besitzverhältnisse bei der Versorgung der Ortschaften durch Wasserleitungen
sind außerordentlich mannigfaltig. Was zunächst die Wasserleitungsanlagen ohne
die Gruppenversorgung betrifft, so kommen als Besitzer in Betracht: Gemeinden;
Bezirke und Kreise, Staat, Reich, öffentliche und private Wassergenossenschaften, Anstalten
und Stiftungen, private Personen, Firmen. usw. In 2158 Orten bestehen Wasserleitungs-
anlagen verschiedener Besitzer; in 1159 Orten beispielsweise: sind neben der gemeindlichen
Wasserleitung noch eine oder mehrere Wasserleitungen anderer Besitzer vorhanden.
Die folgende Übersicht soll zeigen, in wie vielen Orten die vorgenannten Besitzer allein
oder neben anderen Besitzern vorkommen. Diejenigen Orte, in denen Leitungen verschiedener
Besitzer bestehen, erscheinen hierbei natürlich entsprechend öfter; eine von den 62 Ort-
schaften z. B., an: deren Versorgung neben gemeindlichen Wasserleitungen noch Anlagen
privater‘ Wassergenossenschaften und privater Einzelbesitzer beteiligt sind, werden dreimal
gezählt, einmal bei den Gemeinden, dann bei den privaten Wassergenossenschaften und
schließlich bei den privaten Einzelbesitzern. Hiernach erscheinen als Besitzer von Wasser-
leitungsanlagen
Deutsches Reich . .... ... in 12 Orten * Öffentliche Wassergenossenschaften in 411 Orten

allein. 0x0 HI allein. 000 280
Bayerischer Staat. . ..„ 216 , Private Wassergenossenschaften . „ 1763
allein, 0 136 allein... 000 m 4
Deutsche Reichsbahngesellschaft . „ 113 Anstalten, Stiftungen u.ä. . . .. .263
allein 0 allein. 0.00 nm 125
Kreise und Bezirke . ,.... 19 Private Einzelbesitzer . . . . . 419904 ,,
allein 0.000 DB allein. nn 17915
Gemeinden . . .. ;‚ 26063 Sonstige Besitzer... . 0. 0.0 88 ,
allein. 0.0000 . ; „4861 allein. 0 4

Wie bei den Ausführungen über die rechtlichen Grundlagen der Wasserversorgung
bereits dargelegt, hörten die Ortschaften mit dem Inkrafttreten des Selbstverwaltungs-
gesetzes vom 22, Mai 1919 für die Folge auf, gesetzliche Träger öffentlich-rechtlicher Pflichten
der Gemeinde zu sein, Diese Pflichten gingen auf die Gemeinden über, gleichzeitig auch
das öffentliche Eigentum, soweit es den Ortschaften zustand und den Zwecken des Art. 38/29
der beiden Gemeindeordnungen diente. Auch die öffentlichen Brunnen und Wasserleitungen
gingen damit auf die Gemeinden über. Nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung
von 1927 bleibt das bisherige Verwaltungsvermögen der Ortschaft im Eigentum und in
der Verwaltung der Gemeinde; die in Art. 28 festgelegten Verpflichtungen der Gemeinde
sind von dieser, nicht von der Ortschaft, zu erfüllen. Als Eigentümerin von Wasserleitungen
kommt also die Ortschaft nicht mehr in Betracht. Die Ortschaft als solche kann auch
die Wasserversorgung ihrer Einwohner nicht mehr durchführen. Sie kann jedoch durch
Zuweisung aus den Erträgnissen ihres Finanzvermögens ihren Einwohnern die Möglichkeit
zur Schaffung einer Versorgung durch Wasserleitung, sei es in Form einer öffentlichen
Wassergenossenschaft oder einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, geben‘). Bis zum
Inkrafttreten der neuen Gemeindeordnung, welche dem Selbstverwaltungsgesetz bei Regelung
dieser Frage folgte, hatten die Gemeinden bei weitem noch nicht überall den Besitz des
Verwaltungsvermögens der Ortschaften, das ihnen am 27. Mai 1919 zugefallen war,
angetreten. Infolgedessen fühlten sich bei Durchführung der Erhebung über die Wasser-
a » Vgl. Laforet — von Jan — Schadenfroh, Die Bayerische Gemeinde-, Bezirks- und Kreis-
ordnung, Anm. 6b zu Art. 62.
        <pb n="142" />
        34

versorgung wohl noch zahlreiche Ortschaften als Eigenbesitzer ihrer Wasserversorgungs-
anlagen. Ob es sich in diesen Fällen um Wasserleitungen handelt, welche von den Ort-
schaften als solchen gebaut wurden, oder um Anlagen der Anwesensbesitzer, konnte im
Rahmen der Erhebung nicht festgestellt werden. Diese als im Besitz der Ortschaften mit-
geteilten Anlagen wurden durchweg den gemeindlichen Anlagen zugerechnet, soweit nicht
diesbezügliche Angaben die Einreihung unter die privaten oder öffentlichen Wassergenossen-
schaften oder, namentlich bei Einöden, unter die privaten Einzelbesitzer ermöglichten.

Unter den gemeindlichen Besitz sind auch 44 Fälle eingereiht, in denen die am
Schulsprengel beteiligten Gemeinden, und 19 Fälle, in denen die Kirchengemeinde
als Besitzer mitgeteilt wurden,

In den kreisunmittelbaren Städten beruht die Wasserversorgung mit einer einzigen
Ausnahme nur oder doch vorwiegend auf gemeindlichen Unternehmungen. In Kitzingen
ist die Licht-, Kraft- und Wasserwerke Kitzingen G. m. b. H. Trägerin der Wasserversorgung,
ein gemischt-wirtschaftliches Unternehmen, an dem die Stadt selbst beteiligt ist. Auch in
den übrigen größeren durch  Wasserleitungsanlagen versorgten Orten mit mehr als
2000 Einwohnern liegt die Wasserversorgung mit wenigen Ausnahmen ausschließlich
oder doch vorwiegend in der Hand der. Gemeinden. In Kirchheimbolanden besteht
noch ein Konzessions-Unternehmen; das Wasserwerk gehört der Continentalen Wasser-
und Gaswerk A.-G. in Berlin.

Die gruppenweise Wasserversorgung mehrerer Gemeinden und Ortschaften
beruht entweder auf der Gründung eines Zweckverbandes der beteiligten Gemeinden usw.
oder auf der Bildung einer Wassergenossenschaft durch die beteiligten Anwesensbesitzer.
Nach den gelieferten Angaben handelt es sich bei den meisten Wasserversorgungsgruppen
um Zweckverbände. Genaue diesbezügliche Feststellungen sind jedoch auf Grund der vor-
liegenden Mitteilungen nicht möglich.

Was die Überwachung des Wasserverbrauchs betrifft, so befinden sich, wenn
man zunächst die Gruppenversorgung außer Betracht läßt, unter den durch Wasserleitungen
versorgten Ortschaften 25368, in denen die Wasserabgabe nicht gemessen wird. In 2601
Orten sind Wassermesser für die angeschlossenen Wohngebäude bzw. Anwesen einge-
führt, und zwar

allgemein . ...0.0.00.0.0... . . in 2204 Orten
teilweise ..0.0.0.00.000.0.0.0.00..004 397

Von den kreisunmittelbaren Städten hatten bei Durchführung der Erhebung
Traunstein, Dinkelsbühl, Schweinfurt, Würzburg, Augsburg und Donauwörth bei einem Teil
der Hausanschlüsse, die anderen Städte bei allen Hausanschlüssen Wassermesser eingeführt.
Auch von den übrigen größeren durch Wasserleitungen versorgten Orte mit mehr als
2000 Einwohnern überwachen weitaus die meisten die Wasserabgabe an die angeschlossenen
Wohngebäude bzw. Anwesen in gleicher Weise.

Von den 201 Wasserversorgungsgruppen haben 100 Wassermesser für die
angeschlossenen Wohngebäude bzw. Anwesen eingeführt, und zwar 59 allgemein und 41 teil-
weise. Die Wasserabgabe an die beteiligten Orte wird bei 21 Gruppen durch Ortswasser-
messer kontrolliert.

Bei der sonstigen Mehrortsversorgung wird die Wasserabgabe an die gast-
weise angeschlossenen Orte ebenfalls überwacht, und zwar durch OÖrtswassermesser bei
75 angeschlossenen Orten, und durch Wassermesser der einzelnen Anwesen bei 189 Orten,

Soweit die Wasserversorgungsanlagen nicht im Besitz von Selbstversorgern stehen
oder die Kosten für ihre Unterhaltung und Verwaltung auf andere Weise aufgebracht
werden, müssen die jährlichen Betriebsausgaben durch Erhebung von Wassergebühren
gedeckt werden. Eventuell soll mit den Wasserzinsen auch noch etwas für die Kosten
der Erweiterung und Erneuerung der Anlagen erzielt werden.
        <pb n="143" />
        135

Was zunächst die Versorgung durch Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppen-
versorgung anlangt, so wird bei 23399 Orten kein Wasserzins erhoben; zumeist handelt
es sich in diesen Fällen um Selbstversorger. Die Zahl derjenigen Orte, in denen ein Teil der
versorgten Anwesen Wasserzins zahlen muß, ein Teil gebührenfrei ist — sei es, daß im Orte
verschiedene Leitungen, insbesondere auch solche von Selbstversorgern, bestehen, oder
aus anderen Gründen — beträgt 29. Darunter befindet sich beispielsweise ein durch eine
forstärarische Wasserleitung versorgter Ort mit 7 Wohngebäuden; die zwei vorhandenen
Dienstgebäude sind gebührenfrei, die übrigen angeschlossenen Anwesen gebührenpflichtig.
Im übrigen ist die Regelung der Wassergebühren eine recht vielgestaltige. In den meisten
Orten wird der Wasserzins lediglich nach Pauschale erhoben. In den kreisunmittelbaren
Städten und den sonstigen größeren Orten mit mehr als 2000 Einwohnern sind die Wasser-
gebühren nach cbm Wasserverbrauch festgesetzt. Vielfach ist jedoch eine Grundgebühr
für eine bestimmte jährliche Wassermenge zu entrichten, gleichviel, ob diese Menge tat-
sächlich bezögen wird oder nicht, während der Mehrverbrauch pro cbm zu vergüten ist.
Die Orte mit letztgenannter Regelung sind in der folgenden Zusammenstellung wie in der
zugehörigen Tabelle bei den Orten gezählt, in denen die Gebühren nach Pauschale
und cbm Wasserverbrauch zu entrichten sind. Hiernach erfolgt die Erhebung ‘des
Wasserzinses von den angeschlossenen Anwesen

nach Pauschale ....... 1.0.0. + in 2467 Orten
nach cbm Wasserverbrauch . ......... „ 1682 -,
nach Pauschale und cbm Wasserverbrauch . „ 442
Die durchschnittliche Höhe des Wasserzinses beträgt
weniger als 20 Äpf . 0.000000 „2... ‚bei 1082 Orten
20 bis 40 Ra OL,
mehr als 40 Ref 000 76.
Von den 201 Wasserversorgungsgruppen erheben 146 Wasserzins von den
angeschlossenen Ortschaften; und zwar
nach Pauschale .. 0.0... „0... 66 Gruppen
nach ebm Wasserverbrauch. . . 0.0.0.0... 1 39
nach Pauschale und cbm Wasserverbrauch. . . . . 41 »
Die durchschnittliche Höhe des Wasserzinses beträgt
yeniger als 20 Apf .
20 bis 40 Hpf .
mehr als 40 Ref
        <pb n="144" />
        X

V. Abschnitt.
Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke.

Eine wichtige Rolle bei der Wasserversorgung spielt der Feuerschutz. Seiner
großen Bedeutung wurde bei der staatlichen Förderung des Wasserversorgungswesens in
Bayern von Anfang an Rechnung getragen. Werden doch auch die Zuschüsse zu den
Baukosten der Wasserversorgungsanlagen aus Mitteln der Brandversicherung entnommen.

Bei den Orten mit voller und teilweiser Versorgung durch Wasserleitungs-
anlagen kommt namentlich die Ausstattung mit Feuerlöschhydranten in Betracht.
Wie die Erhebung zeigt, ist diese bereits in weitem Maße vorhanden:

mit .....
Wohngebäuden Einwohnern
Ganz durch Wasserleitung versorgt. . .-. . .. 17 284 484 500 4 295 575
davon durch  Feuerlöschhydranten geschützt... 4862 432 276 3.956 350
Teilweise durch Wasserleitung versorgt . . . . 10 685 328 607 2100 855
davon durch Feuerlöschhydranten geschützt. . . 1090 101 171 798 661

Bei der Ganzversorgung umfassen sonach die mit Feuerlöschhydranten aus-
gestatteten Orte rund */i0, bei der teilweisen Versorgung rund '/s der in Betracht
kommenden Wohngebäude bzw. Anwesen und Einwohner. Der Stand der Ausrüstung mit
Feuerlöschhydranten in den acht Regierungsbezirken erhellt aus nachstehender Übersicht:

Regierungs-
bezirk

Oberbayern .

Niederbayern .

Pfalz. . 2.

Oberpfalz . .

Oberfranken .

Mittelfranken .

Unterfranken . I

Schwaben , .

Staat

Ganz durch Wasserleitung versorgt

mit .... | davon haben Feuer-

Wohn- Jöschhydranten*)_
e- x 7 7

Orte Eden Ein- mit ....

bzw. wohr Norte |. ‚Wohn | Ein-

An- bzw. woh-

yesen Anwesen‘ nern

92225 |1148626

52,4 | 68,8
26505 ı 211906

28,8 ; 280
817 98144 698981

55,0 | 68,3 * 75,0
33709 271583

38,4 43,2
54720; 452947 '
512 | 598
56005 677728

48,8 67,9
64079 463428

538,6 60,8
59113 | 870881 |
46,2 438, |
17284 ' 484500 4295575
39,5 | 48,9 58,2 ||

5908 |
46,1 |

1282
10,0

78828
44.8

1052897
62,5
114284
15,1
687477
73,8
251921
40,0
423908
56,0
668660 -
87,0
61393 4484601
51,8 58,8
48535 308743 |
87,9 35,0
4862 | 432276 ‚3956350 ı
11,1 487 i 53,6

Teilweise durch Wasserleitung versorgt
mit .... |davon haben Feuer-
Wohn- _ Vöschhydranten‘)
- nn ra —
Orte ie EA Xi
| Orte | gebäuden | oh

wesen Anwesen ı nern

61894 |. 405158 1
85,1 24,0
61998 | 404942 |
55,5 ‚53,6
0] 130957] 37
17,8 14,1 2,5
30760 | 2158311! 153!
35,0 34,2 20
33745 | 200220 27
81,5 I 26,4 3,5
31817. 174383 77| 6809
27,4 | 17,5 = 2,6 5,9
28850 | 156534:
24,1 20,5
54248 | 412880. 29728 | 287878
42,8 48,0 28,2 ° 833,5
10685 . 328607 |2100855 | 1090 | 101171 [790551
| 24,4 | 88,2 28,5 ı| 25 i 10,2 10,8

43316

31194

*) Die unter den absoluten Zahlen stehenden Verhältniszahlen zeigen den Anteil der mit Feuer-
löschhydranten ausgestatteten Orte sowie ihrer Wohngebäude bzw. Anwesen und Einwohner an der Gesamt-
zahl der Orte usw. des betreffenden Regierungsbezirks bzw. des Landes.
        <pb n="145" />
        ‘m„
3

Im ganzen wurden 90382 Feuerlöschhydranten gezählt; 82293 davon dienen
zum direkten Spritzen. Sie verteilen sich auf die. kreisunmittelbaren Städte und Bezirks:
ämter wie folgt:

Kreisunmittelbare Städte . . . ..
Zezirksämter. . . . .. sl
zusammen

Zahl der Feuerlöschhydranten
überhaupt zum direkten Spritzen

30 491 27 989

59 891 54 304 .

90 382 82 293
Eine vollständige Auszählung der Oberflurhydranten und Unterflurhydranten
wurde nicht durchgeführt. Ihr Vorkommen in den kreisunmittelbaren Städten — ohne
Nebenorte — zeigt folgende Übersicht:

Zahl der
Kreisunmittelbare Feuerlöschhydranten
Städte über- _Oberflur- ‘ Unterflur-
haupt hydranten hydranten

Zahl der
Kreisunmittelbare Feuerlöschhydranten
Städte über- Oberflur- Unterflur-
haupt hydranten hydranten

Oberbayern.

(Oberfranken...)
Bad Reichenhall). .
Freising .
Ingolstadt . .
Landsberg. .
München . .
Rosenheim
Traunstein

180
183
871
100
+ 000
296
“48

30 150

48 135

5 366

28 77
1550 4 450
45 251

9 139

Tof 2 0.0.0.0... 555 14
Xulmbach . . 170 96
Marktredwitz . . . 102 14
Neustadt b. Coburg . 85 20
Selb. . 218 95

541
74
88
65

188

Mittelfranken.
Niederbayern.

Ansbach . . .
Dinkelsbühl . .
Eichstätt . . .
Erlangen . ..
Fürth . 2.0.
Nürnberg . . ..
Rothenburg ob der
Tauber . . .. . 140 10 130
Schwabach . . . . 188 55 133
Weißenburg i. Bay. . 123 112 11

354
122
86
360.
845

2 850

349
56
67

111

722

910

Deggendorf . .
Landshut . . ..
Passau... ..
Straubing . .

84 36 48
350 20 330
290 85 205
2892?) 104 103

Pfalz
Frankenthal . . ..
Kaiserslautern. ..
Landau 1.d. Pf... .
Ludwigshafen a.Rhein *
Neustadt a. d. Haardt
Pirmasens. . . ..
Speyer. .. .
Zweibrücken. ..

345
395
377
703
365
384
332
176

345
393
373
688
365
379
332
176

nr
A

Unterfranken.
Aschaffenburg . . . 481%) 37 594
Bad Kissingen. . . 254 78 176
Kitzingen. . , . . 985 55 200
Schweinfurt . . . 282 181 101
Würzburg . .. „1370 61 1309

5

Oberpfalz.
531 16
144 25
957 11
168 10
214

Amberg. .. . .
Neumarkt id. OPf.

Regensburg . . .

Schwandorf i, Bay.

Weiden .

515
119
946
158
214

Schwaben.

Augsburg... ..
Dillingen . 0...
Donauwörth . .
tünzburg . .
Xaufbeuren . .
Tempten . . .
.indau (Bodensee)
Memmingen , . ..
Neuburg a. d. Donau
Neu-Ulm .. 2...
Nördlingen N

} 721
55
4
10
90
il
1

239
200
211
216

14
Br

1627
153
84
90
190
32
95
192
185
202
9209

0

Oberfranken.
Bamberg. .‘° . ‘ . 1016 12 1.004
Bayreuth . . . . .. 509°) 40 304
Coburg. ... . , 834 38 296
Forchheim .. 62 62 _

130

6
47

15

9

7
Neben den Hydranten kommen natürlich- in den durch Wasserleitungen versorgten
Orten vielfach noch anderweitige Wasservorräte zur Bekämpfung von Feuers-
gefahr in Betracht. Über solche verfügen auch zahlreiche Orte, deren Wasserleitungs-
?) Seit 1. April 1929 kreisunmittelbar.

?*) Die Ausscheidung nach Oberflur- und Unterflurhydranten bezieht sich auf die 207 Feuerlösch-
hydranten der städtischen Wasserleitung.

*) Auf 165 mitgezählte Feuerlöschhydranten in öffentlichen Gebäuden, Fabriken, Kasernen usw.
bezieht sich die Ausscheidung nach Oberflur- und Unterflurhydranten nicht.

*) Die Ausscheidung nach Oberflur- und Unterflurhydranten bezieht sich auf die 431 Feuerlösch-
hydranten der städtischen Wasserleitung.
        <pb n="146" />
        7

anlagen nicht mit Hydranten ausgestattet sind. Zur Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke
sind vorhanden:

Nur Hydranten. . . 0.0.0.0... . „in

Hydranten und größere natürliche Wasservorräte .. . . . . 0

Hydranten und Feuerweiher oder Wasserbehälter . * , . 0... 40%

Hydranten, Feuerweiher oder Wasserbehälter und größere natürliche

Wasservorräte . .0.0.0.000000000000000040) . 262

Nur Feuerweiher oder Wasserbehälter . . 0.0.0.0... 11520

Feuerweiher oder Wasserbehälter und größere natürliche Wasservorräte „ 1218

Nur größere natürliche Wasservorräte. . . . . . WR 4674

Unter den durch Wasserleitungen versorgten Orten befinden sich ferner 4599, die
über keine besonderen Einrichtungen und keine natürlichen Wasservorräte für Feuer-
löschzwecke verfügen; sie haben zusammen 42230 Wohngebäude bzw. Anwesen und
247894 Einwohner.

Wie ist es nun mit der Wasserbeschaffung zur Feuerbekämpfung in den Orten
ohne Wasserleitungen bestellt? Die Zahl dieser Ortschaften beträgt 15807, die Gesamt-
zahl ihrer Wohngebäude bzw. Anwesen 177038 und ihrer Einwohner 983164. Mit dem
Feuerschutz verhält es sich dort folgendermaßen:
Orte ohne Wasserleitung !)
mit Wasservorräten für Feuerlöschzwecke
Feuerweiher, Wasser-| Feuerlöschbrunnen || Größere natürliche
obehälter und -gruben u. 8. Wasservorräte
mit.... mit....
Wohn- | Ein- | '] Wohn- | Ein--
Orte |gebauden B } Orte erden 7
bzw. Wwoh- bzw. wOon-
Anwesen! nern Anwesen! nern

ohne Wasservorräte
°ür Feuerlöschzwecke
Regierungs-
bezirk
ı Wohn- | Ein- ı
Orte gebäuden nn
bzZW. wOon-
Anwesen! nern

mit...
; Wohn- | Ein-
Orte Ba at
bzw. WOoN-
lAnwesen| nern
Oberbayern .

1888
107
2145
110
70

6

10 741
1967

65018] 18
11 268 4
4 |

635 3422
142 735
28 | 176

675! 4651

a7 371

1242| 6021 | 35176

Niederbayern.

11 004
1872
4894

605

66 948

ı 8258
23520,
3 180
63 928
12 988

7129| 5049

30025 1510| 7081 1 41777

Pfalz... .
Oberpfalz . .

3 x

9298 .| 1060 129] 6764

33876| 269| 8422

43 361

1074
107
672 9206
68 1581
Mittelfranken . } 876 18604 96557
; 89 2754 14247
Unterfranken . | 207 9880 , 53027
21 1245 | 6478
Schwaben . .| 211 5341 | 27895 692 8820
12 434 | 2221 827 1700
Staat 17143 380263 |448 8397| 87 1 706 | 9182
| 515 ı 12.108 | 67635|| 10 484 | 2512
ıl | 1
Von den Orten ohne Wasserleitung haben sonach 5130 keine Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke. Inwieweit bei den anderen Orten, welche nach ihren Angaben über
Feuerweiher, Wasserbehälter, Wassergruben, Feuerbrunnen u. dgl. verfügen, den Anforde-
rungen eines entsprechenden Feuerschutzes genügt wird, kann hier nicht beurteilt werden.
Die Tabellen II und III geben weiteren Aufschluß über die Feuerschutzverhältnisse
in den einzelnen kreisunmittelbaren Städten und Bezirksämtern.

596| 6340

38.6681 937| 6398

39 185

23 713

16 965

1) Die Schrägzahlen in den Spalten „Feuerweiher, Wasserbehälter und -gruben“ sowie „Feuer-
löschbrunnen u. a.“ zeigen diejenigen Orte auf, welche außerdem noch über größere natürliche Wasser-
vorräte wie Bäche, Flüsse, Kanäle, Seen usw. verfügen; in der Spalte „Größere natürliche Wasservorräte“
and diese Orte nicht mehr enthalten.
        <pb n="147" />
        Tabellenwerk.
        <pb n="148" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgung
Bei denjenigen kreisunmittelbaren Städten, deren Stadtbezirk nach dem amtlichen Ortschaften-Verzeichnis außer der Stadt
Die kleingedruckten Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Orte, Wohnge-
(Ganz durch Wasserleitung versorgt
; Wohn- a
i Ein- ! ; I davon nur durch
Fläche| woh- betde Ein | mit. ... Laufbrunnenanlagen
m ner Orte ——, —s— — —
akm | auf be wohner Orte ! Wohn- mit...
1 qkm TO] ge Ein- Wohn-
wesen bäuden h- Orte], „ge | Bin-
| bzw. woh- bäuden }
An- |! nern bzw. | WON-
wesen An- nern
wasan

Verwaltungsbezirk

Oberbayvern.

a . “ % +

in Bayern am 1. Januar 1928.

selbst weitere besondere Ortschaften umfaßt, sind letztere durch Schrägdruck noch besonders ersichtlich gemacht, .
bäude bzw. Anwesen und. Einwohner des betreffenden Bezirksamtes, Regierungsbezirkes und schließlich des Landes.
en ra ; Ohne Wasser-
Teilweise durch Wasserleitung versorgt leitung \
Ha
* Wasserbezug neben der Wasser- | mit ;
leitungsversorgung in .... Orten aus Re: x
| LTD UT "als, DE
Wohn- mit .... a4 | ES | :® : 8 | Si Wohn-
. a ——— # - De ag x
ı g0- | Haus- | Ein- Wohn- , SS 8 O5 |8 3 SS 5 Ss 888 Orte ‚ge. | Kin-
häuden | an- woh- Ort ge- Ein- „oe! Su ER E| SZ E % |E° bäuden woh-
bzw. | schlüs- = JUTTS vaänden h- 425 85 558/32 © Sim SS bzw.
An- sen nern bzw. | WON- a5E| 38 S S BE eben Quellen, 1 An- nern,
wesen An- | nern 4 29 S a neben Quellen, wesen
ee 5 CE t Rüchen. Flüsser

Örte

Oberbayern.

Kreisunmittelbare Städte.
Freising .. 2... 4
davon Nebenorte . . .
Ingolstadt. .......
davon Nebenorte . . .'.
Landsberg . ......
München . . 0.0.2.0...
Rosenheim + . 2.0.0...
Traunstein . . . .. .
davon. Nebenorte . ?
Kreisunmittelbare Städte

99,0 | ur

88,5 | 691
260
5399
1564 |
1038

243; | 3109 |

10| 1717 ee!
% 421 2681

‘ 2198 26630

ı 18 88
786 | 7728
265480! 680704

_ 1450 | 17998
; 1045 9028 |
5 18 246
93| 383744 | 767062
Bezirksämter. ,
Aibling. ... 2.2... .' 3881 821 304 3524 27397
Aichach .. 2.2.2.0... 51741 581 242! 5118 ! 80114
Altötting... 2.2... . 464) 79 | 1248| 6057 | 48116
Berchtesgaden . . .. .., 680,6 | | © 3738 | 27888
Dachau 2. 2... 1884| 78 Mi 4144 | 31656
Ebersberg. . 2.2... 0.0. 5578 58 £31] 4470 | 29321
Erding... 2... 1. . 7660| 59 787 6790 mil
Freising . 0.0.0.0... 699 51 166] 5444 | 35985
Friedberg. ........ 3870| 61 1107| 3424 20618
Fürstenfeldbruck . ..... 178 | 68 150 5721 | 32326
Garmisch... 3486| 29 108! 3921 | 24622
Ingolstadt . . „4396| 67 1283| 5047 | zn
Landsberg. „3018| 46 1417| nd 27648
Laufen. . .. „00. 555,0 68 1024| 5731 37564
Miesbach . . | 50! 699/ 5349 ' 42208
Mühldorf . . . u 1 384s| 66 210 6418 41658
München . ....... 7073| 99* 1118| 10481 WO
Pfaffenhofen a. d. Ilm. . .| 560,0 70; 332/ 6840 ! 89002
Kosenleii „2 | 817,2 | 58 1048 6060 | 47686
Schongau. . ..... .] 5076| 45! 290| 3880 | 22941
Schrobenhausen . 394,4 | 57 200 9759 | 20415]

4 1699 | 14845
8| 408 | 2552
1| 786 | 7728:
1 126548“! 880704
4| 1041 | 90091
8 9 227
10 20074 71929298!

208 | 2712 21619"
68,4 77,0 78,9
48 | 88° 615
19,8 17,2 20,
166 | 2578 20190
37,5 | 41a 46,8
| 3508 * 26531
37,5 93,9 95
| 979 811
18,1 22,0 2:
209 1459 102:
48,5 | 3
ILL 1041 81:
5 15,8 18
} 351 28£
4,0 6,4 2
RP 49° 95
4,0 4 &amp;
2 11° 747
&gt; 19 28,1
31 381E 28800
4,9 | 97,1 96,7
3° 18 1096
Re 3, 8,8
1 2941 15721
„67, 56,9
) 148° 105350 546
8 2ö,£ 28,1
” 4807 38814 251
89,8 91,2
;‚ 200° 15757 92
„2 | 81,5 87,8
3' 5579 40215 -_
) | 58,5 57,2
„419 2924 - — —
4} 6,6 7,51
3 4112 29078 m 26 ' 148
67,7 59,2 61,0
2320| 2874 217332] 2 30 | 155
75,9 74,1 75,6
57 | 1199 {l s| 4} 41
28.5 3,7 5.3

17
a5) 89 507
9 824 4953
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91801 1600| 26549
1450| 1282 | 17998)

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3620| 2882| 4440!

Ka 8364| 4761'
18,7 17,
2741! 671 15261
53,6 50,7

26€) 1015| 16951

42,5 39,3

176! 78| 1066

4,7 3,8

282% 2512| 16157

52,4 51,c

2591 1365| 16657

58,0 56,

3946 1345| 2615C

58,1 58,8

3505 1294| 22966

64,2 63,8

2892 1305! 172?”

84,e 83,6

4090 2707 22111

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16° 52 9147|,

18.0 8: 81,2
4C 18 900 | 10587,
27,2 £ 38,4]
102 257 1104| 16198
20,- 46 - 43.1
£ 4 331 880
34 34' 1216 | 2031.
28 5 48,
4 47 2326 | 2927C
89, 4 41,7
U. 38C° 978 4114
8,5 59,9 61,8|
198 2361 1111} 15522
18,9 83,9 32,5
42 9838| 5837| 5298
14,4 24,2 23,1
55 | 2055| 603 120
27.5 55.0 55,

8 |
2 |
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3 |
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C
66° —
58: 356 239.12
61 349 | 5 — 1
12 | 86 84 — 7
N! 1°
144 285! — 5|
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4 45 403 150'
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3 | 108 | 5741 42

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18
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129
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19
19
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501. 158 1017
16,5 4,5 3,
117| 1492 8697
48,4 29,2 28,
158 | 1016 5972
36,8 16,5 13,9
? 5 29
3 3, 1,
31 118 73°
4,8 25,6 27
1041. 420 245
4.1 9,: Ba
A 18C° 10600
4,8 26,6 28,6
3 15&amp; 1012,
7 | 29, 28,1
;1 39€ 2465
5 A} 11,5 12,0
34 494 2745
38. 8,0 8,5
1 1° 11,
"0,2 0,4 0,4
99 3286| 19052
8,1 65,1 65,0
‚9278| 1340
$ 5,8 4,£
ja 1688 10816
51, 29,4 28,8
5 70 454
7,6 1,38 1,1
38. 975 | 5579
81.6 15,2 13,4
111 75
„6 1,1 31,1
153 2121| 11964
46,1 | 38,5 30,7
13 141 487} 3086
13,4 6,9 6,6
3) — 28) 6838| 3811
. 9,7 17 1,8
“BI 11— | -88| 1547| 8886
44,0 41,8 89,7
N München ohne die im Rohbau befindlichen Anwesen.
        <pb n="149" />
        „x
Tabelle I. Stand der Wasserversorgun
| Ganz durch Wasserleitung versorgt
Wohn- | |
ge mit... | devon nur anreh
yinde Ain- nn
zw. |wohner mit....
An- Orte KK Ein- a
WOSCN Paw. | woh- [Orte pukden Tin |
An- | nern bzw. | WON-
wesen An- nern
wesen
. rhbavern
455,1 611 110 SE 279 AEN 3757 28506] a
0,0 82,8 4.4)
7464| 29* 237 3267! 21862! 190 2864 19507) 81 | 28
» 80,2 87,. 89,2
1172,7 41 1205| 7608' 48513| 72| 3700 24740 98| 100 602
47,5 |. 48,8 51,01
654,4 61 1341 5910| 39677| 609! 2638‘ 18908 17 70 | 384
45,4 44,8 47,6
686,1 59 I 324 5848| 40819[ 192| 3731 26509 38 15 93
59,8 63,8 65,7
5066| 41] 237| 3405 20807| 166| 2377 1471| — — | —
70,0 69,8 70
Bezirksämter |16432,4 | 56 [12764 142423 | 927704| 5893 | 62151 436340 204 | 1255 7795 |
46,2 43,6 47,
Oherbayern |16675,2| 101 Juzanı) 176167 1684766] 5903 | 92225 1148626 204| 1255 7795 |
. 46, a R2.4 18 ol

Jerwaltungsbezirk

Starnberg. . . 0.0. 0.04.
Tölz 0.000000. 4
Traunstein . . 0.0. 0.00.
Wasserburg a. Inn... .1I
Weilheim. ...... .JI
Wolfratshausen. . . . .

Kreisunmittelbare Städte.
Deggendorf . . ... ..
Landshut . . . 0... 0...
Passau... 0.0.0.0...

davon Nebenorte , . ..
Straubing. . 00.0.0000.
davon Nebenorte . . .
Kreisunmittelbare Städte
Bezirksämter.

Bogen . . 0.0.0.0..."
Deggendorf... ....
Dingolfing ... 0...
Eggenfelden. ......
Grafenau ... . 2.0.0...
Griesbach . 2.0.0.0...
Kelheim . 2.0.0.0...
Kötzting . 0.0.0.0...
Landau a.d. Isar. . . .
uandshut . . .. 1...
Mainburg 2... 0.040.004
Mallersdorf . ......
Passau. . . . . 7...
Pfarrkirchen .. ....

Regen . .. 0.0... |
Rottenburg - .

Niederbavern.

4,5 | 1759
Be 1941
1921 1270
19, | 1222 |
563 1452 |

4

1
39
8
8
2
Al

769 |
20831
1841

473
1807

42
Bazal

7843
26105
24428

5101
23598

8379
819569

1) 2081| 26105] —
17) 1477| 20409 9
16! 1115| 1075) —
|
18| asog! ae507! al 301 223

388 | 1196! 7542/2683 | 728 | 4441
41,6 21,0 23,3
65 1028| 71781146! 467 | 2893
836,9 | 15,8 16,5
‘15 | 47701 7 a | 82
28,56 19,2 19,7
“7 849 61011 38 55° 432
BB 12,0 14,0
49| 102° 6856| 80| 504 ' 3141
49,5 | 32, 31, ,
ee) 8C‘ 57401 34 51 497
| 1, 1.,
(1) 185 © 7 71 74
57 25,5 25,
; 1654 124° 115| 862 | 58359
50,0 | 88, 4C.
nA) 180 14°" 4 41 386
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Ol 55 87 39! 261
23,0] 1, lu
583 32 26.4 2 19
22,8 12 14,9
74 7E 620. 5 10 81
81a| 15 24,1 .
33 | 108° 9995 86 248 ' 1914
"7 | 192, 23,
2 7 4898| 59! 69 | 581
‘8 11,1 11,
43 23." | 20008 x 683 | 5071
63,0| 58,3 68,
“5 188 1286 8| 191 178
7 An % ol I
?) In 97 Orten mit teilweiser Leitungsyersorgung wird für die nichtversorgten Anwesen das Wasse’
53 Anwesen decken die hierdurch nichtversorgten Anwesen ihren Bedarf durch Seewasser.

5130) 631 921) 5702] 32380
367,5 771 682) 6521 49418!
412 591 109 4322 24300
658, 63‘ 1228| 7064 41776)
876,8 | 57° 287 3184 21558)
495,0o| 70 656! 5878' 010
3174| 55! 287 5758| 34098
4520 62*‘ 302/ 4254' 28114
384,s| 65! 831 4259| 26047
5771! 541 536) 49241 381499
304, 59! 238 | 18088!
4054| 621 a33l 3084| 251151
81 | 7583| 5619 12660]
561,2| 74 | 1300| 6558| 41489
a 55 | 248 4052 sus
385,7] 53 1 270 3800! 20492

in Bayern am 1. Januar 1928.
Zn FE A m
N orten . lıne Wasser-
Teilweise durch Wasserleitung versorgt 0 leitung
mit | davon nur durch | Wasserbezug neben der Wasser- mit
.... Laufbrunnenanlagen !! Jeitungsversorgung in .... Orten aus vunt
HE N UT RT a 15 ——

Wohn- mit .... | - 8 : ® © SS Wohn-

Du Haus- | Ein- Wohn- —— SS 9 ud a 5 sa 8 | 8 CE Orte „85 Ein-
uden| an- . ge- in- | S 174 Sa 3 Sa äuden
bzw. |sehlüs-| WOh- [Orte Ipanden h. AP 8] ; 553 Sg =) S IA S bzw. woh

).An- | sen | nern bzw. | WOR- | 5551 | SE Sa | neben Quellen An- | nern

wesen An- | nem {337 | a2 | = | ‚neben Quellen, wesen

| wesen X . {her Flüssen

HE
54 9! 874! "2 — | —| 7] 211 — 1
21,8 46,4 15,0 4
28 342! 2841 20561 — _l le
11,8 10,5 9,4
344 2476 1108| 152161 5 N 230! 160| 10
20,2 32,6 831,4
314 2959” 1183| 14874) 41 2927| 149‘ 92838 16
28,4 38,1 37,5
68 1929, 1299! 12652 — — 1 52] 1 |
20,2 32,9 31,4 | | | |
48 954 5838| 5578 1 al 141 37 —
20,8 28,0 26,8 .
3064 58264 22556 360618 46! 458 / 2706 m 98 jr
24,0 ] 40,9 35 .
ı 3066‘)| 61894 | 25438 405158 46 | 458 | 2706 | 2276 a8 |197 | 66 | 206 |
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36 | 246

0,8 0,9

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' 1,8 1,4

3 1482| 8557
38 18,8 17,6
418 | 1020| 5900
31,2 17,8 14,9
64! 188. 1158
‘O8 3,3 2,9
23 74 478
9 2,2 2,a
3807 | 22008 1130746
29,8 15,6 14,1
19 | 3818 22048 |130982
29,9 19 7,
Niederbavern.

769 684! 7848
342 156} 3824|
342 156 3824
1804| 1522| 28580
839 93 366,
2915| 2362| 35247

4 22 202
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1 3 13
1 5 #
5 25 215

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18 '

2808! 262 15660] 124 | 1447 | 8086 102 312] 1698! 9128
49,2 AB, 33,9 29,6 28,
4018 540| 27127! 96 | 1238 | 7404 139’ 183 | 1475! 911%
61,6 62,5 26,8 22,6 21,1
95.” 1148| 14531 4| 7383| 445 119! 149] 0985| 498
59, 50,4 "ol 2168| 20,
4114 1069| 2363 34 | 344 | 2117; 279) A 2101| 12040
58,2 56,6 | „6 29,8 28,:
2015 509 14128 60 | 815 | 5470 ! 75' 9| 91 56
64, 65, A 2,9 2;
827% 3863| 20598! 31 | 277 | 1795 168' 8 1296° 817
6l 59,7 7,8 24,1 23,
294 3837| 1696 9 8| 641 41 19 | 1455 859”
51 49,5 12 25,8 | 257
Q1° 493 | 14091 19! 1069 | 6746 | 838! 3| 418‘ 278
57 50, ; ‚5 9,8 9
29: 945) 17248 31 56 | 8380 1 76 6 1127 683C
69, 68,6 ' „26,5 2E
3480 2926| 22080 31 451 248! 147 4 9° 56
1801 461 1207 76 * ii 8%
69,2 66,8 ] 182 1
2597 2736| 15075 4: 89‘ 508' 67 651 388
65,2 60, , 15,8 15,
3783 2950| 27524 82‘ 690 ! 4847 249 7° 5181
67,8 64, 1° 12,0
4002 1661 25739] 28! 262 11607 °” ‘@ 1085
61,0 62, ' 2ip 26,
1476 347 10101| 25 ' 488 298° 215! 1261
6,4 2,1 pe 4,0
wo 2345| 672 | 139631 1l 8| 20 322/ 5243
Bi 71,4 68,1 „4 24,0 | 25,6
an den Nachharanwesen gehalt. 2 In je 1 teilweise durch Wasserleitung versorgten Ort mit 10 hzw.
        <pb n="150" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgung
1 “
Ganz durch Wasserleitung versorgt
Wohn- . | + | davon nur durch
gO- a MI. ... Laufbrunnenanlagen
‚äude | Ein- A a
bzw. |wohner Wohn- Mit...
An- Orte ge- Ein- Wohn- |
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bzw. | woh- jOrte a nden Bin ı
An- | nern bzw. | WON-
wesen AnD- nern
wesen
"- "nmbhavern

Ein-

‚ Fläche! woh-
in ner [Orte

akm | auf

1 qkm

Yei waltungsbezirk

Straubing. .
Viechtach . .
Vilsbiburg .
Vilshofen. . .
Wegscheid . .
Wolfstein .

‚| 4584| 521 216| 8552| 28859] 1 71] 876° +4 — 1 —
„2. 410»| 62! 475| 4097 | 52] 1400 9825 182 875 | 5165
. . 5375| 60 1008| 5616| 32492: 35 627 49209! 10 1831| 100J
2. 5060) 77) 680) 7060| 45777 45] 1076) 87 18 0] 145!
„2722| 68) 308 2638 16564 | 25 | 1790 13192! 129) 678 | 4503|
„6068| 581 347 4772| 32416! 2337| 3098 21395 125| 1502 ! 9814|
68,5 | 64,0 65,8
Bezirksämter josmm 63 dm janie sm 3917 | 22097 | 165399 has 6845 | 44877
pe 2 A 5
iederbayern 10744,:| 70 |11638| 111610 755760 | 3935 | 26505 | 211906 428] 6875 45100]
Pfalz
Kreisunmittelbare Städte.
Frankenthal. . . ..

davon Nebenorte .
Kaiserslautern. . . . .
davon Nebenorte . . .
Landau 1.d. Pf. .. 0. .
davon Nebenorte . .
Ludwigshafen a. Rhein ..
Neustadt a. d. Haardt . . .
davon Nebenorte . . .
Pirmasens . 2.2.0...
davon Nebenorte , .
Speyer. .0.000.0.0.0.
davon Nebenorte , . .
Zweibrücken .... 1.
davon Nebenorte .
Kreisunmittelbare Städte

- 674 |
90] 655 |
11,4 | 1274 /
ne 4658
Wr! 1172
a5, | 1603 |
49,7 | go0
20.4] 961
nee. | 1160 1

32831 24647
665 SO
5690 69886
161; 1212
1729| 14486

82 201

7819 | 101869
2269 20726

6| 52

)) 3295| 42996
117 9
L0/ 3019| 25609
9 88| 287
{0| 2208| 19600
9| 17| 161
BA! 99755 | anarga !

5 | 3225 24552'
4| 659 8582
19] 5657 59183?
18| 128, 1005
8| 1729! 1448€
2 82 201
1| 7319| 101869
4! 2269| 2072€
A| 6 5!

' 3294| 42983

| 16 85
&gt; 2990| 25388
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6‘ 2195| 19546!
5 91. 97
4 hapnana Lananno

13! 72

|
1!

7
il

123 '
Beozirksämter.
Bergzabern . . 2.2...
Dürkheim . 0.0.0...
Frankenthal, .. . . ...
Germersheim ......
Kaiserslautern... . . .
BA.-Außensitz Landstuhl. .
Kirchheimbolanden . . ..
Kusel . 2.0.0000
BA.-Außensitz Waldmohr .'
Landau i1.d. Pf... 2...
Ludwigshafen a. Rhein . . I

4584] 88} 138) 7881! 40008 4855
2474| 126 48] 6114! 81189 5487
249,» 207 a 9604 | 51609| 7785.
1690| 1221 76 11005 m " 9“
107,6| 95 156 7090 88717! 5] 680
996, 126 | 70 47781 28058 5 380‘
299 96| "79| 6604| 28773 %O A481:
431„| 112 | 149 9018! 48418| 3 632.
1110| 153 | 40! 2949! 17040 3 aut
358,0) 157 | 84 1105| 55633 | 45 6435
156] 258 | 28) 7024! 40346| 7) 2218

26301
65,7
28048
89,9
42345
82,0
562°
9,8
34998
90,
2341'
81,
2504
87,
34762
71,8
12150
1
33171
59,6 ]
14097
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7 |

266
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1315|
77 /
72

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89 477
57 308
336 5
158 988
a £ a8
1 | 21
1 I
1; In 12 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für die nichtversoregten Anwesen das Wasser

n Bayern am 1. Januar 1928.

Teilweise durch Wasserleitung versorgt
mit | dayon nur durch | Wasserbezug neben der Wasser-
ven Laufbrunnenanlagen !' |eitungsversorgung in .... Orten aus
SB Ta Ua Talea ST
| wonn- mit .... 4 | Be . 8 | 8 [5 wWohr-
‚ge- | Haus- | Kin- | Wohn- | 3S51 095 8 5! 92 8 5 183. Orte | ge Ein-
jäuden|? an- woh- | Orte 1.8 Ein- | -S5| = |935 AR E = 1278 bäuden| oh
bzw. |schlüs- 1- [UL \päuden h. E75 85 |S52 37 | @ | SIS 8 bzw. | WON-
‚ An- sen | nern bzw. | WON- E55] 52 [EU E| BE mm m——— An- | nern
wesen. An- | nem 1537| ES S| 73 | „neben Quellen, wesen
var = 1 Bücher Flüssen

Ohne Wasser-
leitung

Drte

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52 | 15 191 da 2 | 160’ 88381 501 — | 132! 1951| 1228

274 | 4 43, | 61,1 54,9 56

14 9 534 | 183544" 68 | 945 7851] 40l 8! 38 "6 1408| 247

22,5 | 584 53,5 n 10,0 10,0 9,

2838 3348 992 15% 10 76! 470] 221 1' 6 9 530! 1641} 951i

28,7 59,6 57,7 52,9 | 29,2 29,

2027 3399| 7767| 21892 17 511 3510H 151 3 16 23 8313| 2591| 15707

82,0 48,1 47,8 49,7 86,7 84,

44 636 152 ad 19 238 1528 8371| — X 3 51 207| 189;

14,8 24,2 21,4 | 16,5 7,8 7,

9ı 1629 408 | 10782) 47 695 14530 63 1 8 22 — 13 45 30°

28,c 34,1 33,9 3,7 1,0 0,

3311 |59078 14963 WW 709 |! 9473 |59331 2515 | 55 | 154 | 174 / nr 7 | 37 .4366 | 23087 138706

28,0 56,2 54,9 37,6 21,9 20,€

3332” | 61993 | 17325 404942] 714 | 9508 [59548 2533| 55 | 157 | 174 | 357 7} 37 Jaarı 23112 1138921

| 286 55,6 58,4 37a! 90» Re
Pfalz.

2
2

16
16

1 6 95
1 6 95
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6
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1 .

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N 1641

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23 144
283 144
8
8 54
55 423.

4
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AU.

2237 1455| 10014ll 6442
28,4 25,1

865 —| 1848: 4‘ 892 1848
5,9

147. 720 7439] 11 55 9242"
15,4 14,4

6877! 702 2 | — _
57,6 57,

| 52 76 2854! 6! 229 1168

2.8 106° 2 59 294
“8 „9

6 5l 15 1346' 40! 198
% 47

18 106 58931 _ 431 2649
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199° 48161 9 ' 0 1608'
28,

; 33291 1 | 1741 805
[ 6,

150| 751! 16671] — —l
3,8 | 41,

von den Nachbaranwesen geholt.

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789‘ 3688!
10,0, 92
235 1293
3,8 4,2|
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2u,8 An | 83,6
R 3793 ' 19057
6; 34,2) 88°
6 157 BE
2 | 22, 0%
al 185 98’
27.1 Be 8,
Ce 507 23€
25,8 9,0 8,
50! 1884| 675.
33,6 15,4 14,0
6 17 74
15,0 0,6 0,4
35 | 3848 | 191383
41,6 35,0 34,4
- ] 12] 1767| 9578
42,8 25,1 28.0

E
17
9

®

2
£
        <pb n="151" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgunes
I el gr
Ganz durch Wasserleitung versorgt
Ein- Wohn- 7 | davon nur durch
Fläche| woh- bed Bin MI... Laufbrunnenanlagen
in ner | Orte hr a N
akm | auf An- Orte | Wohn- __mit....
11 akm „ge Ein- Wohn-
wesen ; bäuden h- Orte), „S° Ein-
M bzw. WOoN- bäuden h
An- | nern bzw. | WON-
; ' wesen An- | nern
wesen

Verwaltungsbezirk

(Pfalz '

Neustadt a. d. Haardt .. | 271,6! 187 60| 6500| 870821 87 3578 | 211641 1| 71 48
51,7 55,1 A.

Pirmasens .......| 7272| 75| 140| 8308| 54506! *5 7807| 48616 16 | 359 2295
Don 88,0 ‚2

Rockenhausen . ... .. 4882| 85 [| 166| 8082| 37395 35 2963 1ee| 2| 65! 295
33,1 36,7 ‚9

Speyer. ........] 1187| 209 | 15! 4406 23761 S 891 5702 N —} —
38,8 20,2 | . 0

Zweibrücken ...... 9279s' 114 1° 90/ 5529 31924 | 49 3606 Re 4 4| 87
54,4 65,2 „o

“5237, | 119 ji 114997 | 622486 | 773 | 69466 390299 61 | 1363 7662
54,4 60,4 2

|

Plalz [8504 169 11486 | 143752 | 931755 | 817 | 98144 698981 | 62 | 1376 | 7734
55,0 58,3 TB

Oberpfalz.

n Bayern am 1. Januar 1928.
SH ————„——————N— &gt; &gt; EL u ———
en . Ohne Wasser-
Teilweise durch Wasserleitung versorgt leitung
mit | davon nur durch | Wasserbezug neben der W asser- | mit.
.... Laufbrunnenanlagen ‘ Jeitungsversorgung in .... Orten aus
Wohn- Men S | £ | Sui,Orto| Wohn-|
ge- Haus- | Bin- Wohn- 5 5 1983 „ge- Ein-
»äuden| an- | ol. Orte 443%. | Bin- E 3 578 bäuden| oh.
bzw. |schlüs- bäuden woli iO S 9 SS bzw.
ı An- | sen |nern bzw. 9 | 5 | neben Quellen, Quellen An- | nern
wesen A nern Rächan. Flüssen WEsCH

‚Pfalr-
5 2114! 820 | 11696 1' 21 18 4'
„3 32, 31, ;
15 672 67) 8941 6 285‘ 1385| 10

N 8 ‚

23 1888 391 8597| 9 710 | 32421 28
18,9 283,4 28,

2 998 26 5116 — N — 1
13,3 22,7 21,5

18 1632: 3805 | 9215) 81001 | 5741| 15
220 206 |

195 |25278| 3892 1130793! 62 50038 je 153
18,7 22,0 21,0
198!) | 25300 3900 130057] 62 | 5003 [25640[| 156! 2‘
13,8 17,6 14,1

?

18 | 808‘ 4222
80,0 12,4 11,4
28 329 1949
15, 3,2 3,
” 8231| 15007
39,9 40,1

2517| 12943

| 57,1 54,5

ı 291| 1689

5,8 5,1

"4 | 20253 1101394

31,9 17,6 16,8
471 | 20308 101817

831,7 14,1 | 10,9

OberDofalz.
Kreisunmittelbare Städte.
Amberg 2.2...
davon Nebenorte . .
Neumarkt i.d.OPf.. . .
Regensburg . .......
davon Nebenorte . . ..
Schwandorf i. Bay. . .
Weiden .". . 1... :
davon Nebenorte . .
Kreisunmittelbare Städte

19,2 | 1368 | 2]
F
143 | 5371 3
16,8 | 1662 | 25
24
104 | 841 | “1
3371| 580 | 5
d
1240 | 1123 1 34

2026 2638801

26 297
1033 7766!
1077 76948
1607| 20218
1043 | 8688
1366 | 19586

36 278 |
10445 | 139213

1! 2000! 26088'!
1
5
4
1
a |

1033| 7766
3413 57192,
48 | 457
1043| 8638
7485| ounzel|

14
14
3
2
17

1501‘ 768 19285
2501 768 19285
1343 | 1095 ı 19389

18 4 126
2844| 1793 | 28674

14

16

26 | 297'

26 297
6 63| arı
6 683 471
a 2983| 147
2 28 147
al 112! 15)

Bezirksämter.
Amberg ........ 7622) 401 817‘ 4808! 80657 615| 3974 199
Beilngries ....°... 275% 51 9393| 2544| 13966 1505 8364 1 50
Burglengenfeld. ‚ .. .. 4808| 61 2265| 8773| 26477 | 65221 8 1253
Cham . 2.0.2.0... 879% |. 81 3812| 4760| 30665 6 5| 4600 4 356
Eschenbach ....... 5074| 49 2838| 4024| 24725 2005| 122971 10 340°
Kemnath . ......:. 4670| 52 308] 3918| 24297! &amp; 5240! 14 | 341
Nabburg . 2. .....  M0:! 45 1181| 2976| 183881 896| 5448) 1373
Neumarkt i.d.OPf.. . .. 6409| 48 2097| 4887 27403) 68. 9857 216
Neunburg vorm Wald . . . 3392] 45 205! 2488 we87| 66” 4082 216
Neustadt a. d. Waldnaab . . 561,9! 51] 217| 4019‘ 28889 Tin 3260 283
Oberviechtach . ..... 26x! 54 | 188| 2565 14885, % ; 4206 279
Parsberg ......... 7829| 41 | 422| 5533 381867| } 2598 77006 = =
Regensburg . „2... öl 51 | 8376| 4972| 814911 51 307 920% 16 201 151°
Riedenburg . . 2... | x 46 | 129 N 15532 a % SE e —_
Roding. . ‚I 592,| 48[ 470| 4136| 25098 107 | 530 v7 95 | 42 250 |
| 22,8 12.8 18.0
5mn8 Orten mit teilweiser Leitungsyversorgung wird für die nichtversorsten Anwesen das Waaqaser

43
3,
14
15,1
af
14,
129
474
%
17,6

1371! 146! 8661|
28,5 28,2
454 129 | 2556|
17,6 18,8
1568 587 | 10749
41,8 ; 40,6
308° 584 ° 19610
64.4 | 64,
7° 134 4521
Ly 18,4
1808 432 11559
46,2 47,8,
1241 268 7718
A) 42,0
11‘ 371 6007
‘ 21,
15 450 8310
5b,9 54,4
12€ 465 867°
81,56 ü_,d
1489 348 0°
58,

49" 15

3,
4C ‚8
729 ©
25,8
| 557
498

6] 1139| 9871 19

23 41 zo A

8 | 141 | 990 20° *

81 | 1224 | 7975| 611 2

9 | 146| 8838|! 19

21‘ 280 | 17721 387

10 ! | 10 31

10 270 1435 14

7' 250‘ 14121 88

a | 108° 8681 85

12 294 1678) 12

* 14| 7384| 4
© 1092} 59

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28 | 182 | 1104| 64

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zon den Nachharanwesen geholt.

t
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a I: qQ

2822] 18022

58, 58,8

575 2000

22,6 21,8

1366| 9206

36,2 34,8

1066| 68356

22,4 20,71

1270 7977

81,8 32,8

1236 | 7498,

81,6 30,81

839 | 5222

28,2 28,4

2075 11544

42,5 42,1

451 2895

18,2 18,8

971 68314

24, 22,8

504 2088

. 13,4 14,0

. 1456 | 8563

, 26,8 26,9

zZ 16 5 217 2385| 14365
57, 48,0 45,0

12 —| 2 56 2978| 5212
) 43,4 34,6 83,8
16 | 30 |- 4 | 1548 | 9156
50,4 87,4 36,5
        <pb n="152" />
        Tabelle I; -Stand der Wasserversorgunr
"Ta —
Ganz durch Wasserleitung versorgt
it | davon nur durch
Mt... Laufbrunnenanlagen
Wohn- mit..,.
ge- Ein- Wohn- —
‘:anden ge. in-
bzw. , WOh- {Orte 135 den Bi
An- | nern bzw. | WON-
| wesen An- | nern
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Ain-
Fläche| woh-
in ner
akm | auf
1 akm]

Wohn-

bäude | Ei

äude | Bin-
Orte bzw. ‚wohne-

An- .

werser

Verwaitungsbezirk

Stadtamhof ‚2.1 4708| 65 | 390| 4642 | 30622] 106| 1748 12244!
Sulzbach . ....... 3889| Gl za 3152 | zoo %| 4761 2499)
Tirschenreuth . ..... 7180| 57] 251] 5441 | 410071 10%| 8588 99184
Vohenstrauß . ..... 4180| 55! 229 3493 280291 74) 1878| 19470
Waldmünchen „2 9741| 56‘ 141| 2484 im 40| 1755| 4866
28,4! 31,0 81,0

Bezirksämter | 9531,| 51 je 77350 480977 394 | 26220 171959

Oberpfalz | 9655| 65 [5274| 87795 kam 402 33709 271583

(Oberpfalz.

8| 12 | 108'

3! 751 384

283° 751 517
22| 62 | 520
20| 61 | 438
‘280 1131 | 7178
‘2380| 1131 | 7178

Kreisunmittelbare Städte.
Bamberg . ....... |
Bayreuth... 2.0...

davon Nebenorte . . ..
Coburg, 2.0.0.0.
davon Nebenorte _.
Forchheim . .. .
davon Nebenorte .*
Hof. 20.000. .
davon Nebenorte . ve
Kulmbach .... on
davon Nebenorte . . .
Marktredwitz .... ..
davon Nebenorte . .
Neustadt b. Coburg . . .. ı
Rodach b. Coburg . ...
Selb. 20.0.0000...
davon. Nebenorte WW
Kreisunmittelhare Städta

Oberfranken

26,9 | 1936
21,5| 1642
15,9 | 1557
19,8) 488
19,7 | 2095
11.2| 1056
6] 1115
9,4| 935°
203! 142
11.9l 1128
162! 1966

1: 4525 50152 |
4 2604 35306
? 42 892
3 2434 24701
2 8 5
31 926 9645 °
1 16 7.
7 2675 41877
"275 2782
1110 11874
5 525
652 7686.
2 1
758 8761
1 467 2892
18 996 | 13366
2] 69 2
44 17149 | 205713

| 4525 501521
4 2604 35806
3 42 895
; 2484 247011
2 8 k
1 912 95741
5} 2558 10088'
4 162 14385
&gt; 1110 11874
3 525
652° 7686|
2 16
A 7758| 87611 —
2° 9834| 125981 —
1 7 as!
92 | 16487 2006235] 1!

P

Bezirksämter,
SE
Bamberg IL. ......
Bayreuth . ... . “ x A
Berneck ij. Fichtelgebirge; .
Coburg. .......
Ebermannstadt. . . Bm m
Forchheim « # © N ® € Ma
Höchstadt a, d. Aisch...
Hof. . 1

432! 61 1101 482% 264171
177,2 62 141' 5265 29584!
145,2| 64 367 4558 28618
211,| 75 ' 147' 2481 15982
472, 86 170] 7080 | 40446
429,s| 53 146| 4295 | 22805
401, | 73 u 5441 | 29290
479! 59 | 1521 5058 | 28211
208, 86 | 165 | 3400 | 25006

41 1416| 425 | 2325
27,8 29,4 |
15' 691 88 ! 471
s 13,1
1909 271 ' 1524
ne 41,6 .
908 66 385
37,1
1288 ”) ' 404
8 17,5
„1, 2057 71) 9984
18,6 47,4
84 Ex I 81 183
58,8 41, ; ;
6! 162 6 176
3,8 3,2 5,0 |
55 0 11505| 23 | 541 375 |
3A 432.1 45.2
X
') In 18 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für die nichtversorgten Anwesen das Wasser
für 1 Anwesen aus einer 500 m entfernten Quelle gedeckt, in 1 Ort mit 6 Anwesen ımd 89 Einwohnern

in Bayern am 1. Januar 1928,
Var ; . . | Ohne Wasser- |!
Teilweise durch. Wasserleitung versorgt leitung
Wasserbezrg neben der Wasser- mit
leitungsversorgung in ‚... Orten aus on.
An | 4 ; &amp; 8 |5_* Wohn-
» a a 8 ' S £ Be 4 Orte ge- Ei
A 15 5 | 2 352 ä M-
4 ak E ® Hm bäuden woh-
ueß ®- mM S IA SS bzw. er
BB ———————— An- | nern
17 879 | neben Quellen, wesen
E El RBächen, Flüssen

: | davon nur durch
mit ..., l Laufbrunnenanlagen
Wohn- mit .... ]
Orte ge- Haus- | Yin- | Wohn- E
bäuden AN- F ge- in-
bzw. |schlüs-| WOh- | Orte nanden h |
An- sen nern | bzwi | WONn-
wesen j An- nern '
wesen

(Obernfalz.!
67 | 1510] 393 | " 2! 58 4901 261 2'115! 7) 11) 11 217] "e| 8538
17,2 832,56 32,1 ; 5,61 29,8 27,
31 1800! 802 10428 51 78 389 2 2! f 4 15 — 1 &gt; 1876! 7989
14,0 41,2 49,8 . 79,2 43,7 ea
85 1471 | 369 9388| 21! 4583 | 2882|] 51 — 4 8 18 1 62 3887 2435
33,9 27,0 22,9 ; 24,7 7,1 5,9
75 1235| 346 7928| 26 .308 | 19891 31 3 c » 80 2385 2
32,8 35,4 34,4 84») 1 11,4
67 1374| 440 | 8612| 36 ' 506 | 3370] 42 | — 34 305| 1813
47,5 56,5 56,8 24, 12,5 11,2
1248 27916 | 7546 |177157| 304 4929 |30977| 568 | 43 “130 „7 2598 | 23214 140861
28,8 86,1 36,2 . 49,6 80,0 28,1
1208 20700 9339 215831 304 | 4929 |30977|| 584 | 44 | 95 | 138 329 | 17 38 [2007 23326 1141776
24.0 35,0 84, 49,4 26.6 22,5
Oberfranken.

109
109

1278] 1
1278
Da

16

16
8
8|

74
74
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76
76

1 467 nl 200 N
5 2835) 12] 490) 1! 733
2 35 12 490

a | 611! 99 anen! @

185

27] 2978
27 278
51] 18!

16

197

14!

2226 | 12480'

46,1 47,2

1923| 9781

36,5 38,1

731| 4142

16,0 14,5.

162 88”

6,7 Be

1303| 749%

18,4 18,6

1158! 6066

SM 26,6

1ı.l!? 6290

276 21,5|

at | 15641

5,8 55,51

“ LI 2006

CH

von den Nachbaranwesen geholt, in 1 Ort mit 2 Anwesen und 10 Einwohnern wird der Wasserbedarf
naben 5 Anwesen Wasserleitung, für 1 Anwesen wird das Wasser aus dem Nachharort herhbeigeschafft.

1184
24,5
2651
50,4
1913
42,1
1366
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47 } =
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11! 585 8024!

28 | 1215 ' 7656|

10 | 128 | 1132|

21 | 372 | 2106|

24 | 1186 | 6881|
5 146 | 759
* 454) 9410
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‚| 478

14
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        <pb n="153" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgur"
Ganz durch Wasserleitung versorgt
ı Wohn» % | . davon nur durch
ge- a MIC. v0. Laufbrunnenanlagen
bäude | Ein- DL —.. nn
BE wohner Orte | Wohn- mit....
n- Pie | go Ein- Wohn-
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wesen An- nern

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in | ner
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1 akm

Verwaltungsbezirk

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M

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Kulmbach

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Naila . ..

Pegnitz .-.

Rehau. . . .
Stadisteimach We
Staffelstein... .
Teuschnitz . . &gt; . +
Wunsiedel .

„F 82141 1171 262' 5687' 87500
3914| 66‘ 288 4877' non]
; 368,» | 101 | 150| 6048‘ 37197
244,0 | 110 ' | 3828‘ 26821
224,8 | 115 167] 3980 |
560,2 | 47 2683] 4801 26561
257,1 | 80 128| 2731| 20680,
228,s | 73 2169| 2780| 16756
328, | 60 116| 3714| 19741
310,7 | 71° 104) 3446| 22077:
460,5 | 99 224] 6216| 4566E
‘73442 | 75 m 89946 | 551802
(7008: | 101 3608| 107005 7515

(MWber sanken.

85 | 3404! 23481" 4 49 325
32,4 60,4 62,6

1123| 2098‘ 12467 22' 85 53al
38,9 47,9 47,8

(&gt;| 3713; 23522" 5 97 529
41,8 61,4 63,2,

48 | 1588 x 83! 70 1406|
44 41,5 53,0 |

E4| 2445| 17400 1838| 39 3111
82,2 62,2 67,1;

“1 3292| 18487 8| 104 | 526
"3,6 68,8 69,6 l' |
41| 1361| 11860 19| 45‘ 272
2,0 49,8 57,5

/3| 1136| 6788| 9! 19 109'
7,2 40,9 40,5 .
30| 1024| 6061) 51 90 450
25,9 27,6 80,7 |

38| 1858| 12097| 8 6 84
36,5 583,8 54,8 | |

1123| 4218| 339266] 451 222 ! 1828
50,0 67,9 72,8 |
1268 38233 | 252312 307 | 2407 1
35,0 42,5 457 , |
1290 | 54720 452947 | 308 | 2408 | 13503
35,2 51,1 59.8

Bezirksämter
Dberiranken

Mittelfranken.

Kreisunmittelbare Städte.

Ansbach . x .. = %
Dinkelsbühl . . . . ..
davon Nebenorte . .
Eichstätt . . 0.0.0.0. 0470
Erlangen . . 0.0.0000
davon Nebenorte Ve
Fürth 2.0.0000. 0
davon Nebenorte . . .
Nürnberg. . 0.0.0.0. 00
Rothenburg ob der Tauber
davon Nebenorte . . .
Schwabach . . . +...
Weißenburg i. Bay. . . .
danon Nebenorte . . .
Kreisunmittelbare Städte

9,0 | 2489 | 1
145 3850 19
8
712 1121
27,7 1068
44,4 1669
8989 |
421
913
248 |
266, | 2099 |

2298, 21928”

876 5067

26 | 114

919 8006

2803 29597

455‘ 8882.

4408 | 74195

445 ] 3671

1 922111 , 392494

30| 1286 8828 |
29 88 5683
1! 1191 11782|

3| 1091| 7856

2 11 883

RR 260128 | BEQnAr

2228
858
919
2440
92
3968
22111 | 392494
16| 166
16 166
1191! 11782
1081 | 7777
£ 1 4
0 | 24809 saanan]|

21928 |
4973
20
8006|
26900
635 |
70524
23

m
Day

9

36
Bezirksämter.

Ansbach . ....... 6801 55' 3816| 6126| 34801 975 5237 259
Dinkelsbühl . ....... 38981 62 1198| 5060| 24518 362 1888) 72
Eichstätt . ....... 6120‘ 4° 160| 4859| 25601 1897 110%| - _
Erlangen... ......] 2201 58! 49| 2448| 12721) 1. 454| 2216| 8! 29
Feuchtwangen... .. | — #1 223 | 5226 Zi £ 5 2081 a 6!
Fürth . 2... . .] 2040] 98 | 129! 4227| 28208 20| 927| 8830| 51 58

N In 14 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für die nichtversorgten Anwesen das Wasser

in Bayern am 1. Januar 1928,
Le  —
1
Teilweise durch Wasserleitung versorgt
— Mt ab m ———— DL LI
' mit | davon nur durch | Wasserbezug neben der Wasser- mit
| vn" Laufbrunnenanlagen !! Jejtungsversorgung in .... Orten aus vom.
LLLLLLLLLLLLL EA BES ad a
. ; ' us a a glg a ;
Wohn- mit .... Kl -z «8 BY &amp; S © S Wohn-
Orte ge- | Haus- | Ein- Wohn- SS £ 315 8 fs a © E25 Orte] ge- Bin-
bäuden| an- h- (Ort ge- Ein- | „25 - sea SE 5 5 5° bäuden| oh-
bzw. | sehlüs- | WON- |UTLE paäuden } FE, 1558| 5a 1_© SI SS bzw. .
An- | sen | nern Daw. | Woh- O5 6. 168781 52 | neben Quellen, An- | nern
wesen | An- nern | SS TO x © neben Quellen, wesen
weser 4° SF &gt; | Rächen. Flüssen

Ohne Wasser. '
leitung

Oberfranken.

39

14 ,e

66

22,9

5

16,7

"5

3

1109 220 | Seal 121 85 ' seo 131 8 NOS Sl 11241 7221
19, 18,1] | Kr 52,7 190 19,8
15° 510 965% 18 | 229 ' 1349| 27 1101 697° 3896
36 8 \ 38,2 15,0 15,0
12° 129 | 730 6 | 202 | 1107 lau 63 1092 68375:
20,5 19,8! 42,0 18,1 17,2
1867 117 | 10457) 59 | 1155 6163] 48 76) 37° 2060
48,8 39,0 ; | 38,2 9,7 7,
| 92% 18321 5208 21 | 540 3019| 18 751 554 83244
25, 20,4 | 45,0 14,1 13,
CC 490 5846| 3] 111 5281 £7 69] 517] 277°
20,7 | 20,1) 26,2 | 10,7 a
1286 818, 8356| 29 | 898 | 20321 3( 01. 84| Ai
47,1 40,5 , 21,9 | 3,1 2,

‘ 1491 599 | 85038 12 | 207 1024| 2° 651 29° 1465
3,2 51,1 50,7 38,5 8,0, Be
1 1283 109 | 6618] 11! 494 2442 || 17 r% 1407 706°
26,7 84,5 „388,8 . 37,9 | 35,8
24 1069| 134 | 6717] 6 289 | 1730 4 42 | 524’ 3263
23,1 31,0 30,4 40,4 15,2 14,8
77 1769| 256 | 109851 84 662 | 3648] 43 N 35| 229 A
34,4 28,4 24,1 15,6 8,7 3,1
990 (33134 5591 195560 343 | 9316 |52434|| 499 | 31 78 | 108 | 4. _% 1366| 18579 | 103930
27,3 | 36,8 “ 87,7 20,7 18,8!
998!) 133745 | 5690 1200220 345 | 9332 52621] 505 | 31 78 | 109 | 234 | 9 | 18 |1300 18630 |104348
9 21 26.0 87,6] 17.4 18,8|

Mittelfranken.

‘ 24
£ 24
363 1° 2697
363 1.2697
368 29% 3168
362 | 25° 816°
1231| 1021 Bd4Ff
33 Fr 18:
10 L 791 —
10 5 | 79
1076 | 12338 | 14415 —

151 19 70
15 19 70
Zi ZZ
77| 502
77 502
21 39| 216
27! 389
28 ) 135 788

m

32837 389 | 19458 57 | 1086 | 6218 | 105
52,8 9, 3
1548 117 | 7891| 18 04 3972" 27
30,8 30,2|
115 937 | 6669) 2 | 161! 846 12
25,4 26,
1127 79 | 5967 4 | 286 | 1350|! 5 |
6,0 46,
1894 49 9421| 17 | 952 | 31 | 1
vü 5,
1894| 495 | 11587) 6 | 116] 598 291 - 4
44,8 40,
„An den Nachharanwesen gehalt.

%, 1914| 10106
46,2 31,8 29,0
47| 3150| 15284
76,2 \ 62,2 62,1

72 | 1857 7688
45,0 81,1 80,7:

L 20| 867| 4588

40,8 35,4 35,7

1 | 3) 179 | 2864| 15155
; 80,5 | 54,8] 56,0

| 7 || _ | 72| 1406| 7832
55,8 38,8 27,0
        <pb n="154" />
        u

Tabelle I. Stand der Wasserversorgr”
EDEN
Ganz durch Wasserleitung versorgt
EBin- ; | Wohn- davon nur durch
fäche| woh- 1 x ‚aufbrunnenanlagen
. In-
‚in ner ‚Orte| Ande in — ———
akm |! auf zw. |wohner] ı Wohn- mit....
An- Orte . . WohneT ——
1 akn ge Ein- Wohn
: wesen bänuden h- Orte 1.8 EBin-
bzw. | WON- bäuden h
| An- nern bzw. | WOR-
| wesen An- nern
Wesen

Verwaltungsbezirk

Gunzenhausen . . ... .‚[ 5148| 68" 201! 6136! 322601
Hersbruck. ....... 2891| 78 3 4199 22642]
Hilpoltstein . ...... 5218| 47 2293| 45831 aM
Lauf. 2 in 146 104| 38827 26550
Neustadt a. d. Aisch. ... 4981! 61' 228| 5570| 30085'
Nürnberg. ....... 3108| 73 108| 8561| 22701|
Rothenburg ob der Tauber . 451,8! 43 2181| 3826| 19318
Scheinfeld. .....-. . 3982| 45° 146| 3589 —_-
Schwabach .. . ..... 5802 | %| 179| 5480| 31874
Uffenheim, . ...... 5546] 58 127] 5988 20457]
Weißenhurg i.Bay. . . .. 482, | 80 1 173] 5059| 288851

Bezirksämter je 60 ii 79142 | 438710

Mittelfranken (7000: 131 {2940| 116055 908458

Mittelfranken.
1318 '' 8382! 16! 298 | 1309
21,5 25,8
8274 18161 12' 294 | 1529
79,8 80,2
1835| 9943| 4 9 51
40,5 ; 40,9
3084 22146: 1 4| 16
80,6 88,4 11
1500| 9400| 11| 22! 136
„1 26,9 31.0]
785| 5871| 7° 157 818
22,0 25,9
2‘1| 1448 K 88 ! 209
6,3 7,5
63| 3591 6) 20! 88
1,8 2,0
819! 6645 8 18 118
15,0, 20,8
967 5020 1. 194 | 829
18 16,1 17,1
7 2234| 142271] 7| 71 | 369
„2 44,2 49,2
5-2 21203 | 133183 | 114 1190 | 5886
19,9 26,8 30,4
593 sc0n6 677728 || 116 | 1197 | 5952
20,2 48.3 67,9

Unterfranken.
Kreisunmittelbare Städte.
Aschaffenburg ... ...
. davon Nebenorte . . .
Bad Kissingen. ... ..

davon Nebenorte . . ..
Kitzingen. . 2.0.0.0...
davon. Nebenorte . . ..
Schweinfurt ... . 2..."
davon Nebenorte . . ..
Würzburg .0.0.0.0..
Kreisunmittelbare Städte

33,0 | 1018
124.1 770
320 | 812
32.4 | 1109
32, 2797
143.0 | 1252

}
&gt;

" 34056
160 187,
867] 9511,
3 IE
18391 10275
11 74%
2528 | 36386
334 4971|
89910
12775 | 199091 '

N

2956 34001
148 21328
867 95171 —
3 16
1384 102091 —
4 14
2528 36336, —
334 | 4971
wa 0 =
12756 17907231 _

|
25

a
Bezirksämter. |
Alzenau ji. UFr. . .... 261,8 | MM 82! 58352! 29671
Aschaffenburg . ... .. 3814| 107 80! 6945' 407835
Brückenan . ..... . 8296| 43 -96| 2540| 14198
Ebern ......... 3675| 53 1148| 3888| 19481
Gemünden . ... .'. . 8508| 45 A 2631 1764|
Gerolzhofen . . .. . . .'! 478 Oi CE
Hammölbarg, + ; ;.; .1s60| wat al 575! nal
Haßfart. . „427, | 71] 881 5452 30578

2025 11063' 64
38 37,8 7
31£. 12002 239
30,5 29,5 ;
1982 11065 746
78,0 77,9
88 1861 35 ' 2928
9,8 9,6
1453 9129 —
55,2 58,0
1820 10206 :/ | 80
831,4 31,8|
1084 68305 12 | 66
29,0 | 30,2
1d 1124 6950] 1 192 | 1079
. 14,8 | 20,8 22,7
" In 6 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für die nichtversorgten Anwesen das Wasser

in Bayern am 1. Januar 1928.
VER nn LL a m
Teilwei , . ‚ Ohne Wasser-
Teilweis 1 a 5
e durch Wasserleitung versorgt leitung
wit | davon nur durch Wasserbezug neben der Wasser- mit
vn Laufbrunnenanlagen ]eitungsversorgung in .... Orten aus vont
VE TU 2 TUT ETUCNT Ta T ala HM m
Wohn- Mit 00. de . ; 5 ® |5_5 Wohn-
irie | ge- | Haus- | Bin- al Je allg“ | &amp; | 5 SEES Orte ge- | Bin-
äuden| an- x ge- in- | „‚ |8= 81,97 e 1576 | bdauden
bzw. sehlüs | WOh- [Orte |parden Er l , ) 5588| +! m SS 8 bzw. | WOoh-
An- | sen | nern bzw. | WOR- } EU Ef nr An- | nern
wesen An- Inem) * AN &gt; | ‚neben Quellen, wesen
wesen * | Büchen, Flüssen
Mittelfrar ke-
49 | 2853 221 | 13926) 26 | 1087| 529311 45
|

24,4 46,5 43,2
13 451 146 2 2 a2! ıu9ll 4
9,7 10, 10,2 .
88 | 1217 244 | 6378 11| 417| 2215‘ 18'
| 70 3548 14

Ma DO Bl A

1690 | 158 | 8602 28 | 1081 5581 38

30,4 28,

2089 568 12819 10 | 390 2059 24

58,7 56,

185 119 6947 15 6483| 3208 28

6,5 6,0

1898) 41. 9139 24 | 1214| 5968 29

2,9 51,2

200” 490 | 15991 20 | 724 88881 47

5,9 50,2

2604 153 | 12880 14! 905| 4327! 25
15,2 43,5 43,7 |
28 1358 291 6927 6! 2291| 1502! 17 ©
16,2 26,8 24,0
647 I 3897 159918 255 10029 51208 | 508 | u | 34 | 13 | 7zı | “| 5
2,5 87,7 36,4
655!) 1817 | 5235 174338 255 10029|51208| 514 | 9 34 | 13 | 72 ; 5
292 7 17,4

21— 1 — Sie 1965| 1000°
61,7 32,0 | 31.

2 1 — 41° 404! 216.
30,6 9,8 $

1 1 — ı24 1479| 795:
. 55,6 32,6 32,r

'— 1 81] 162 Bf
40 42 3,

—'— 143 | 2380| 12082

Nr 42,7 40,

1! 687| 4017

„0 19,8 17,

5] 2190| 1092;

PP. 57,2 56,1

*| 1628 8870

45,3 46,8

1761| 923€

32,1 29,

0} 2417| 11557,

68,5 40,4 39,2

98 1467| 7781

56,6 29,0 26,8

1654 | 28098 1145609

57,6 35,5 83,2

| 1692 | 283233 146397

57,5 24,3 14,7'

Unterfranken.

id

|

21

3
3
;
5

21
21)

A
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4
4

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‘3

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eal

D
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De
9

‚U
3,4
49
8,
Me
1°,

2091! 752 | 11900! 171

39, 40,1

2285 906 18742 31 187

32,9 833,7

8384 270 | 2206 1ı 81

15,1 15,0

1773 93 | 8797 29 | 888

45,7 Aal

9” 32 | 2150 6| 349

1.7 13,8

8 88 1080 18 | 877

36,2 36,2||

ae | 7208, 10 899
‚7 1610 " 91! 19681

1064! 12

1018 18

159° 5

5197' 381

16 5 —

44981 929 | —

4695) 8 1! 11 —
in 33 | — | 3 1 |

28! 1226 6708

4,1 22,9 22,6

9 2536 14991

36,6 36,

1 174 | 95.

x 6,0 6,5

33 175 8823

Wa 45,0 45,5

L 3) 767 4475

4,2 30,1 28,4

&gt;; 81| 1951 10276

) “7,9 32,4 82,0

6 — ii — 18|.1289 7348
. 38,3 34,5 35,1
3 1 — | 35 1400 7430
89,7 25,7 24.2

40.
| 45,5 E
von den Nachbaranwesen gehalt.
        <pb n="155" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgun®
Ganz durch Wasserleitung versorgt
. 4 mm ———  ZÜZÜiÄ—
Ein- 1 Wohn | mit | davon nur durch
Fläche! woh- bZude | Ein- .w... Taufhrunnenanlagen
in ner | Orte | 9% ; 7 - 7—
bzw. ‚wohner mit
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1 akm Bey“ Örte| ge-  Ein- Wohn-
wesen bäuden g8- Ein-
bzw. woh- [Orte bäuden h
An- | nern bzw. | WON-
wesen An- | nern
weasen

Verwaltungsbezirk

Hofheim i.UFr. .... .| 29%] 53] 99| 3254| 15946] 15‘ 543| 264111 8

Karlstadt... 0.0.0. 4772| 66° 68! 5808| gta] 22 9780 20828 —
Kissingen. ....... 155s| 69 112! 5621' 31268| 34 2301| 18571
Kitzingen. ........ 3884| 89 82 6080! na 16 Si 12410
Königshofen i. Grabfeld . .‘ 300 51 70l 3293 152221 "8 5° 9684
Lohr 2.0000. 1, 3842| 60 37 38891' 22037] 5 961 16912.
Marktheidenfeld... 190,0| 68’ 98! 148 30787! 57 49.8 2200%
Mellrichstadt... . 270 58‘ 441 3038| 142551 38 2 1205
Miltenberg .....', . 328 691 66' Me 29920 | 38 3456 199€.
Neustadt a. d. Saale... . 3774| 56 | 72 120 sn © 9358 12081
Obernburg . „814 | 46! 5608! 31467! © 2076 16882
Öchsenfurt .. 2.2... 372,4 72 83 4901| 26875 35 2800 15138
Schweinfurt . .. 2... .1 4876 | 80| % 87576 | 18 1168 7997
Würzbure „' 4640) 1041 84] 8325! 48072 51 7948| 40999!
60,7 87,0 85,5
8300,-| 70 1760 |106806 582653 602 51323 | 283450!
; 34,2 48,1 48,5

m 90 1765 | 119581 | 762744 | 619 um 463423 | 94
34,7 58,6 60,8 I

(Unterfranken.)}
91) 511
1278 1
228!
628!

1 3
221 11441
207! 9811
208 | 1092”
610 | 8091
15

87

5 58

MM 17
2142 | 112701
2142 hr]

4 236
3 50
1 136
1

10

Schwaben.
Kreisunmittelbare Städte.

Augsburg. . . .
Dillingen 4.0.0.0.
Donauwörth. ... ..
Günzburg. ...0.0.0.
Kaufbeuren . .. ...
Kempten . ..0... 0.
Lindau (Bodensee) . . ..
davon Nebenorte , . ..
Memmingen. ......
Neuburg a.d.Donau . ..
Neu-Ulm 20.000000.
davon Nebenorte . 0
Nördlingen 2.0.0...
Kreisunmittelbare Städte

36,5 | 1917
184 331
3's| 1379
2325! 265
159 577
77. 2852
171 760

10553 165522!
827 5091 |

697 1855

981 5977

847 3160

1904 187%

1433 835.

9538 761:

1654 del

(054 5c 4

914 ..V)

168 1122

1 1480 / 8589

17' 22293 269182° 194

—
L
x

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847
1458

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1403
606
8589

Ai6238'

15,s| 890
174 435 |
2801 506
| 2 |
243. 1107

14‘
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Bezirksämter. |
Augsburg... 2.0.0... ““ 104 » 1088 27342 | 19 6667|
2,2 „4
Dillingen... 601.8 65 | 151 7818 39861 | 33 El
. 219 25,8 l
" Tn 4 Orten mit teilweiser Leitungsvyersorgung wird für die nichtversorgten Anwesen das Wasser

in Bayern am 1. Januar 1928.
Giesen nEE —
K aa Ba | (07 W E
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Teilweise durch Wasserleitung versorgt De
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mit davon nur durch Wasserbezug neben der Wasser- | mit
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Unterfranken.)
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18,2 80,7 80,7
10 685 3891| 36191 21 2771| 3881'
15,9 11,8 Mu, .
“1 1188| 89| 5884) 51| 486| 2537)
„fl 20,8 18,
2 1647 44 8308 12! 1017| 4622!
AR 27,8 97,6
“5 1597| 44 761 G6| 6009| 2844|
21,4 48,5 £ ]
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18 19. | 1 |
586) 18| 2 3] 378! 1924
°71 1! 9° 41 194] 828]
7,3 6,
156 351 1016 11 501 350/I
4, 4, ;
1004 27' 5421] 7! 4741 2098"
25, 25, ı
, 92325 585! 128091 U 1831 922
‚ 40,8 A |
„3 21109 1901 6201 7! 2281| 1849' 15
22,9 22,8 23,1
94 2676 2833| 15700] 13 740| 4138| 19
80,0 ] 48,1 41,
9 | 473‘ 84! 859581 2 9281| 11681 7
0, 5,7 7,
300 |28839| 3055 [156479 150 | 10244 50315) 257 } ‚OO
22,2 . 27,0 26,
392) 28850 zo62 [56534 159 | 10244 53313 | 250 | 4 24
22,0 24.1 20

5

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66,1

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36,e

1 67
59,8

44

53,7

46

65,

1713! 840€
52,6 52,7
1384| 7313
23,8 23,4
2182 | 11813
38,8 37,8
1883 9418
81,2 81
1115 511
€ „e 33
459 268.
s 31,
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} 18
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J 7,
18° 121‘
4, 5
7E 374
15: 17
207 22%.
7,0 7,2.
9° 5536
20,8 20,6
2372 | 13879:
38,1 36,8
609 &amp;
7,8 72
26644 142724
24,9 24,5
‚ 26652 142787
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Le
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1
19

77
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Schwaben:

10558 | 8000 | 165529)
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© 829 5977]
1904| 1572| 2187/'

-— \
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87| 516
87 516
2| 87 516

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52,5 66,2 70,1 ]

/ 36 | 2840 1052 18722 6 | 459 | 218 I 26.1 — 8 |
23,8 49,2 , 47,6

vom den Nachharanwesen geholt.

— 9 | 290| 1506

15,3 7,2 5,5

6. | — | — | 8 | 2159 10688
548 | 27.6 27.1

1 |
        <pb n="156" />
        Tabelle I. Stand der Wasserversorgung
Ganz durch Wasserleitung versorgt
Ein- |Wohn- |
fläche| woh- becde iu
in ner |OÖrte bz nor]
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1 akım wesen

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mit.... Laufbrunnenanlagen
Verwaltungsbezirk

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Donauwörth. . .

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Günzburg ,. .

Illertissen. . . .
Kaufbeuren . . . .
Kempten . . . .
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Lindau (Bodensee) ‘x @
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Memmingen. ......
Mindelheim . .0.0.0.0..
Neuburg a. d. Donau . . .
Neu-Ulm 2.0.0.0...
Nördlingen . . . 2.0...
Schwabmünchen . . . ..
Sonthofen. ... 0...
Wertingen ... 2... .J
Zusmarshausen . „!

aber

. 1 646,4] 51 ] 202] 6067! 32788 Z 9771 ke 5 9 54
43 7 9

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8 9,

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18,9 15: 15,1

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. 52,11 46,8 44,g

508,:| 50 124 4711 255811 1C° 8898 21880 - —
Ri 2,6 88 4

618,6| 67 3896 6547 41430 5748 86050 32] 418] 2394)
„8 9,2

3282| 77 85) 4790| 25320 m 976 nn —
. % 38,5

292,6| 107 3369| 4804! 31292 300 26498 » 9292| 1254
&amp; 2, 84,7

540,s| 50 361| 4695| 26885! 418° 24055 4 9! 60
9,

5686| 62 348) 6475| 35107] 405° 2716 4 581 977

; A 7,8 }

569,s| 66 160 6768| 37525 198” 2850 11

72, € 1

6443 51 209 5907! 326521 10 8 7
1 2,0 .

326,6) 72 = 79|. 4651 8428| ©. a 74' -

2657| 32,4 81, |

521,7| 59 58| 6297| 380794| 1. 922 4958 14
11,4' 14,8 16,1

3625| 68 68| 4549| 24589] 3. 9466| 12895 — _
50,0 54,2 52,4

978,6 42 2289| 5796| 40989] 253| 5344! 389281 a 224 1200
87, 92,2 98,

397,| 62 99/ 3882| 20447| 21 677 3495) —- — |

21,2 17 17,1 „3

390,9) 53 85| 3247] 16976] 36 1404| 78671 —| —, —
42,8 43,8 48,4

‘9618| 61 um 105797 | 590215| 2715| 52225| 308743) 217 a 5394
64,9 49,4 52,8

| 9862. | 87 4198| 128090 | 859397| 2725| 59113! 370381 217 961] 5394
Bd gg LA 43 +

Ihn

Bezirksämter
Sahwahen

n Bayern am 1. Januar 1928.
Teilweise durch Wasserleitung versorgt
mit... ! davon nur durch || Wasserbezug neben der Wasser-
.... ' Laufbrunvenanlagen " leitungsversorgung in .... Orten aus
BT A ap ä ST a Talas Da
Wohn- mut... z e = S s S ES Wohn-
Orte ge- | Haus- | Ein- Wohn- 3285| [8_3| Fa a 5 555 Orte | * ge- Ein-
bäuden! an- h- NOrt. ge- Ein- 1585] du | SE] SE E 3 [5° bäuden| oh.
bzw. |schlüs-| WON- [UTt® Ipagden h- 42585 E52 3a_® Ss I@ S bzw.
An- sen | nern bzw. | WON- | g5E| 58 (E78 SE mm ——— An- | nern
wesen An- | nem 32° | 22 © @ | ‚neben Quellen, wesen
wasen AS SE = | RBöächen. Flüssen

Ohne Wasser-
leitung

Schr an.,
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288 52,3, 52,2
; °8 49| 488
2,6 2,
4927| 1428 | 2445
75,9, 7%
28357 1088| 1191
49,8 52
; © 293! 294
| 11,5 11,
7801 441! 436
11,9 10,
8063: 1278 | 1478
64, 55
659 400] 385.
18, 12
466: 280] 26?
9,9 1
1494 8838| 78
23,1 ©
1762' 806| 86
26,0 23
2685' 607 | 146"
45,5 45
2042] 704 | 108€
1. 44.
23501 3738| 1111€
37,2 36,1
| 340 | 905C
35,1 36,
3951 1190| 2821
6,8 5,7]
2328| 6834| 12488
er 60,7 60,8
&amp;, 1706| 770| 8962
41,8 52,5 52,
774 38930/12923 205852
318,5 36,8 540
2790| 54248| 24749 412880
18 192 AR A

9| 686] 3084] 271 —
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3101| 1707L

52,5 52,

1104 5564

23,7 23,

1 3015| 14720
6 47,9 47,
8 1488| 264%
11,8 10,7 10,7
10 57| 33°
3,5 1,0 0,
35 827 451
35,4 21,6 22,1
14 137 68
16,5 4,2 By
692 14642 75620
16,8 18,8 12,8
694! 14729 76136
16.5 11,65 By

7
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39

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10) 483 | 2405! 28
—- — 8
1| 10 5 all a 2 —
1: 44! 258 821 — 8 1
1! 17| ‚891 82) —' a z
58/ 1936 x S 4 41 nl Bm 13
58) 1936 oieg 623| 4 Mi 21 | 61 T 13]

3| 34
1) 91
1 SL 19!
5 6 36

---mmenstellung.
Zusammenstellung.

Oberbayern . 166750 101 |12787| 176167 11684766| 5908| 92225/1149626| 204/ 1255 799
Niederbayern . 10744,7! 70 ha 111610 | 755769| 39°“ 26505 211906 1428 6875 | 45100
Pfalz. 0.0 55040 | 169 | 1486 149752 931755 8.7] 98144 wi 62 1876! 17734
Oberpfalz... 9655| 65 ! 5274| 87795 | 620190| 1402. 88709 271585 280) 1181| 7178
Oberfranken. 7506,' 101 3668 107095 | 757515| 12°%0 54720 452047 8308 2408 13508
Mittelfranken. 7602,7| 131 2040 116055 998458| 5:3 56005 677728 116 1197| 5952
Unterfranken... .... 8444| 90 L785/119581 | 762744 610 64070 463428 94| 2142 11270
Schwaben .. 2... [m 87 u 120000 859897 2725 50118 57068 217 961| 5394
Staat [75996,;! 97 43776] 990145 za70004). fh ml AST 000 17345 1103926
1

*) In 16 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für (ie. nichtversorgten Anwesen das Wasser

versorgten Anwesen das Wasser von den Nachharanwesen geholt, in 1 Ort wird der Wasserhedarf für
Adam Nachbarort herheaigyeschafft.

ı 61894 25438 RE 46| 458 310 2376] 98 | 197 | 66 | 206| 7| 19 A 22048/130987

61998 17825 404029 714) 9508 a0 55 | 157 m 8357| 7 87 11 28112 18892

25800 3900180957] 62| 5008! 25640| 1566| 2 12| 8! 12—| 5 20808 10181°.

30760 9339 21583“ 304] 4929 30077| 584] 44 95! 138 | 329 17 | 38 7 28806 141776

98747 5690 200220 345 | 9382| 52621] 505] 31 78 109 | 2834| 9| ı8 % 18630 104348
31817, 5235 174838" 255|10029 | 51208 5141 9 34 1383| 72| 2) 5 „289238 146307
, 26000 3962 156580 159 10244 | 53318] 259! ı 2924| 19| 72 —| 10 1 26052 142787
779 2 24749 412880 58| 1936 95881.62831 41 41| 21 @ — | 18 634 72) a
10685 328607 95638 2100305 1943 51439 285596 7550 ° 247 | 638 | 548 |1ı243| 42 | 145 15807 177038 083164
von den Nachbaranwesen geholt °*) In 170 Orten mit teilweiser Leitungsversorgung wird für die nicht-
| Anwesen aus einer 500 m entfernten Quelle gedeckt. in 1 Ort wird das Wasser für 1 Anwesen aus
        <pb n="157" />
        190
Tabelle II. Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
. * asserversorgung
. aus Zisternen, teils aus Brunnen
a Ortsweihern und | teils aus Wasser-
 brunnen!) ähnlichen Wasser- sammelstellen der
——_ 77 sammelstellen‘) vorgenannten Art‘)
mit „... mit... mit .... mit ....
| War Wohn: ir. War WORT ine
‚Orte „Be min- Orte 11.88 in- | Orte „ge: Zin- | Orte .8% in-
Wien (alt [On | wat [EN ya BE
An- | nern An- | nern An- | nern An- | nern
WESEN Mr wesen wesen N

Verwaltungsbezirk

Kreisunmittelbare Städte *). |
Freising Wr
Ingolstadt . . . . -
Praunstein . . . .

Kreisunmittebare Städte

Oberbayern.
3 | 18 |

120] 61 1ı8' 129 | _
88| 383| 18; 881 —
39] 2| 4 19° —
a36l 11] 40] 28 —

3
2
11

18
4
AN

Aibling. ++ 158 | 1017)
ichach . 2... 0... 1492 | 8697
Altötting... .. .'458 1019| 5972
Berchtesgaden . . . . a! 541 |
Dachau. . +... 16/6 7388
Ebersberg, .... . 104 = ass |
Erding... .... 299 | 1808 10605 |
Freising... 11851 1588 I 10121
Friedberg... ...} 36| 896 | |
Würstenfeldbruck . . .! 341 494 ! 2745
Garmisch. ..... MM | 16 | 110]
(ngolstadt. ..... 99 3286 | 19052
Landsberg . ... 16] 278 | 18401
Laufen... .... 625 ! 1688 |10816'
Miesbach . .....) 51! 70| 454!
Mühldorf... .. .1 381‘ 975 | 5579'
München. .. . . .1I 111 758
Pfaffenhofen a. d. Ilm . 2121 1964
Rosenheim .. .. ©

Schongau. . . . .

Schrobenhausen . . .

Starnberg. . . . i E %

ma al al a

Bezirksämter.
41 | 132 876
104 1204 7098
. 43 268
768 4421

60 324

54 291

53 29.

1093 | 7040

70 45t

71] 407 928376

: 9 32
294 1761 0419
16 158 855
73 1509 9604
16 | 145 972
33 | 892 9434
34 4904 | 2745
= 188 7683
1 1.21
38 2795 6417 ı
7 438 | 2478
15 | 254 1944

135°
1 E

3

—_ ] r- |

12 | 58

95 | 582 |
7 44

2 11
9 275
8 63
68 | 138
2 | 15

74
1534
346
867
85

67
2

2
3
{
3

29
14
9
1
40
ß1

243
127
46
6
167
383

?

2

2

21
©
2

o

25

8

488 ‘ 2627
96

2

i 19
61 ' 221
&amp; 13
6
129

—
243

1392
75

| 38
! 7280

ie

568 | 3065
76 | 415
rz

1382
| 229

2

Ja

1 60 |
7 AN

') Diejenigen Orte, welche neben Brunnen- und Zisternenversorgung noch Wasser aus offenen
Spalte „aus Quellen, Bächen usw.“ aber nicht enthalten. *) Die Schrägzahlen zeigen weitere, in den Vor-
‘meist an Trinkwasser) oder zeitweise auch den ganzen Wasserbedarf für alle oder einen Teil der Anwesen
noch über größere natürliche Wasservorräte, wie Bäche, Flüsse, Kanäle, Seen verfügen; in der Spalte
von solchen kreisunmittelbaren Städten in Betracht, deren Stadthezirk nach dem amtlichen Ortschaften-
dar Wasearhedarf einem See entnommen

RY)
und Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in denselben.
1erselben | &gt;»sservorräte für Feuerlöschzwec nn
durch Beiholer cn . Ohne
aus Quellen, von Wasser Feuerlösch- | il Dal Wasservorräte
Bächen, Flüssen || außerhalb des brunnen u. a. SOPeÄLG für Feuerlösch-
Ortes”) nn zwecke
mit. .... __mit.... mit... _ mit... __mit.... mit....
Wohn- | Wohn- a Wohn- a | Wohn- ) | Wohn- Wohn-
ge- in- | ge- Rin- ge- Bin- ” ge- in- x ge- in- © ge- in-
Orte bäuden Ein Orte bäuden Bin Orte bänden Bin Or tE panden B R ‘Orte bäuden Ein Orte bäuden Bi
bzw. |WOh- bzw. |woh- bzw. woh- bzw. |WON- bzw. | woh- bzw. | woh-
An- |nern An- |nern An- | nern || An- |nern An: | nern An- | nern
wesen wesen BE mE wesen wesen | ___
Oberbavern.

85
12
13
19
1710
12

4 | 44 '
15! 75
Um |
19 | 1190

an
FE

21

7! 10 | 67
11 1
18 1102

1e

34
8538
269
524

14

238
4963
1624
3193

67

12! 67 | 47 | 22| 52 | 332

°1 3815 | 1873 1 3835| 324 | 1861

58 | 215 | 1263 [135] 280! 1516

im — al 541 991

99 | 957 | 15821 71 8 17

19! 80 | 2101 70l 3829 1988

61 656 3745| 49| 259 | 1461

362 2075| 35 ' 282 | 1502 1! 57! 71 | 1707
142 2785| ;

— | —| 71 81 nd 12 119 | 727

— | | 8| 162! 9451 11 79 | 586

Sl l 1! 1ıl 21] 10' 15| 89

268 |1314| 23 | 434’ | 24839 | 521 1861 | 7790

I | 11 | 691 11] 42 | 229

| 96 | 347 | 2387 1126| 341 | 2058

- 61 33 40l 59 389

or | 341 1 901 228 | 1197

71 5| 50 | 404

2385 || 47| 598 | 3378

851 1! 69! 143 | 891

72 17] 491 219

92| 457 | 2647

88 | 5) 27| 141

72" 40° 41] 178

1
23 |

1
dd

265

265
:

105

Ag

851 5589
340 292222
6. 3808
1. 3€t
888 3899
178 937
723 4887
22 160
196 ; 1208
933 | 1965

19

‚

‘9

f

16

1?

10
4

N
1

34

ACC

1223 7509
384 1994
220 1042

80 358
1000 68371
71 500

= 29

9

n

DC

]84

—_-

36

ul
1

m

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&lt;or

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;

3

&gt;

12

1

4\
DC

Quellen, Bächen, Flüssen beziehen, sind durch Schrägdrüuck besonders ersichtlich gemacht, in der
spalten bereits enthaltene Ortschaften auf, welche ständig oder zeitweise einen Teil ihres Wasserbedarfes
durch Beiholen außerhalb des Ortes decken müssen. ®) Die Schrägzahlen bedeuten, daß diese Orte nebenbei
‚Größere natürliche Wasservorräte“ sind diese Orte nicht mehr enthalten. *) Hier kommen nur Nebenorte
Verzeichnis anßer der Stadt selbst weitere hesandere Ortschaften umfaßt. 5 Für 1] Anwesen wird
        <pb n="158" />
        „DU

Verwaltungsbezirk

Tabelle II. Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
SENSE Sy
Wasserversorgung
N aus Zisternen, zeils aus Brunnen,
as Pump-, Zieh- Ortsweihern und | teils aus Wasser-
\y brunnen’) ihnlichen Wasser. sammelstellen der
sammelstellen!) vorgenannten Art’)
mit 22 mit .... mit .... mit ....
Wohn- . Wohn- . Wohn- Wohn- .
| Orte bilden Tein- Orte bätden Bin- Orte binden Bin- Orte natden Ein-
Daw. | woh- bzw | woh- bzw. | woh- Dow. | woh-
An- | nern An- | nern An- | nern An- | nern
wesen wesen, wesen wesen

1 O1]

und Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in denselbeı
lerselben
durch Beiholen we &amp; Ohne
aus Quellen, | von Wasser pen Dali Wasservöorräte
Bächen, Flüssen || außerhalb des ” vurräfe für Feuerlösch-
Ortes?) zwecke
mit .... HB su mit.... mif.... mit.... mit....
Wohn- | Wohn- Wohn: [Me Wohn- Wohn-|
ge- in- ge in- ge- in- ge- in- 102 ge- in- ge- in-
Orte bäuden E Orte bäuden Ein Jrte bäuden Ein Orte bäuden Bin Orte bäuden Ein Orte bäuden Ein
Bzw. | woh- bzw. | woh- bzw. | woh- Daw. | woh- bzw. | woh- Bzw. | woh:
An- |nern An- |nern An- | nern An- |nern An-. | nern An- | nern
wesen waoenn . wesen WASSN 1 wesen 1 - Li wesen
(Oherbayern.}
Traunstein . . .. ‚1 3989| 1432| 8657| 236 887 52491" 34 | 61 ' 421 112 | | 2785

. 10 89 266 3 4 34 4 74 399

Wasserburg a.Inn . . 418 1020| 5900] 345 868 5032 29 21 268 39 95 570

. 7 19 dl 2 5 19 ] 2 3 28

Weilheim .....* 64 188! 1158 53; 1162| 1020) 2| 2! 161 5| 3 107

6°) 14 | 176 1 | 6 31

Wolfratshausen . »8 wel 478l ı51 51 329) 5| 6! 59'-.91 16! 80
4226| 147) 1 2 1

3807 | 22008 1307462035 |18578 111027 234 369 | 2243 I 434 | 2850 | 16269

148 1608 9218 14 B4 161) 22 314 1601

3818 | 22048 1309823046 18618 111263 234 | 360 | 2243 | 434 | 2850 | 16269

148 | 1608| 9218| 14 | 24 | 161] 22 | 214 | 1801

(Oberbayern.)
| 7] 19 | 10211 —
14
5) 6 30 —
4' 4 15 ;
il! 10!

— 1198| 767| 46941 — 77| 410! 2258|] 114| 255 | 1610
160 7 836 198
— 1198| 440 2606 42 157 849|| 178| 423 ' 2445
44 Ss S2 730 | .
— | 181. 991 178 15! 59 | 3858| 381l 100} 622
| 5| a1! 1381 3l 6| 36] 15 47 | 309
. 2 4 27 .
‚100 | 206 1182| 4 5 | 25 1882 10720 64806 || 13 | 635 3422 ||670| 4632 | 7252 242 5021 |a5176
91 131 764 | 106! 1965 | 11256 4 142 735
1100 206 |1182| 4 5 | 25 [1888| 10741 65013| 13 | 635 |3422|675| 4651 |27371 Iı2a2l 6021 (35176
91 | 181 | 764 | 1107| 1967| 11268|| 4 | 142 | 735

Niederbavern.
Kreisunmittelbare Städte *). |
Passau © 5 MR
Straubing . 0. 0...
Kreisunmittelbare Städte
Bezirksämter. ]
x | 4
Bogen. . ... ‚' 1699 | 9138] 222 1269 5959'
45 477 2541
Deggendorf „ . . . . 188! 1475 | 91138] 147” 1196 7461
21 167 986
Dingolfing ...... 1149| 985 4989] 186 0° 4799.
F 1 54'
Eggenfelden. ..... 3344| 2101 12040| 62C 2047 1708
36 207 1172
Grafenau... . ... 29! 91 569) 1? 4° 287
. t
Griesbach ..... 248' 1296| 8175 101: 384°
128 660
Kelheim ...... 119l 1455| 8598 1076 3581
; ı 1 81° 1658
Kötzting ...... 68! 418] 2782 £ 19° 71
. | 6 9* 54! ,
Landau a.d. Isar. . . 156 1127! 6391{ 150 1091 ö1&amp;E°
1 € 26
Landshut. ... . , 2204| 920} 5675| 2C° 790 4895
6 28 178
Mainburg. . ...„. 1011 4783| 3320] °7 39° 2829
5 E 60
Mallersdorf . .... 791 6831| 8827| 57 62. 3787
1 71:
Passau. . . 2... . 164| 756| 5131| 1? 5E0 890"
&amp; 194 1212
Pfarrkirchen . ... = 1831| 10852[| 5€ 1741 10265!
; 4° 3858| 2080
Regen. . .. . 25 2151| 1262 6 Er 20]
ı ; 2 8 511 38 |
12 3 4) siehe Seite 158, 5 In einem Ort (1 Anwesen) wird der Wassarhadarf zum Tränken des

240 1540
108 607
370 2012
62 316
30 163
25 | 132
27 144
51! 331
11 65
77 ] 471
32 17)
7 34
1 E
30 614
20
169
51

58 |

Niederbayern.

! —

41| 69
22| 92
6!

351
506’
416
8
13| 32
19) 38

GP
202
286
K 4 380'
40| 191 1414|
al 8‘ 59!
12 8R 961" -
,

2 63
281 4
101

Fo
A

Q

;a

9 ]
2

661
15
858
184
64 569
3 111
344' 1161
2] 66
sl 94
114 716
5 157
18) 5%
4 69
28| 181
281 54_
2 22
11‘ 513
. 107
A1| 162
5 7
293 104
1 7
71) 3841
8 66
347! 872
14 95
13/ 185,
ot 92

3449

71
5526
119:
308€
59
681:
89

17

Ä
4665
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8319 —
8366
127° —
6.
30C° —
25° ,
3257 1
6 ”
LE al: —
53 |
655° —
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2821 —
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5171| —
589
10683 || —
5

14

14

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1
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i ) 20 |
31] —
15 2 20|

195
195

—

311 ' 1720| 145) 727 | 8950

326 1852| 64/| 291 | 1785
20 108 | | 65 258 | 1344
631 283 1 1622| 2387| 657 | 3606
14! 261 184! 1410| 41] 252
48' 265 | 1649; 883' 3801 | 1772
26! 414 | 2190! 45| 509 ! 3089
22| 136 % . 101 | 658
21! 975 | 15691 52 310 | 1814
951 124 | 751] 84! 269 | 1577
so| 176 | 11511 0 185 | 978
13| 143 | 877] 43! 384 | 2295
30| 106 | 6801| 63! 309 | 2180
88! 413 | 2442| 196| ‚546 | 3289
| 6| 18| 182 | 12 | 67
Viehs einem See entnammen
        <pb n="159" />
        1 0X
Pabelle IL Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
Wasserversorgung
. aus Zisternen, *eils aus Brunnen,
A Ta ie Ortsweihern und teils aus Wasser-
N KURKOHT ähnlichen Wasser- sammelstellen der
I ä ı sammelstellen') vorgenannten Art’)
mit .... mit .... Mit .... mit ....
Wohn- Wohn- ) ; Wohn- Wohn- |
ge- Sin- - \ ge- Din- ge- in- ge- in-
Orte |panden Em Ort6 pänden on Orte |panden Tin Orte |pauden EN
bzw. | WOR- bzw WwOoN- bzw. | WON- bzw. | WOoh-
An- | nern An- | nern An- |nern An- | nern
wesen wesen wasen wesen

Verwaltungsbezirk

(Niederbayern }
Rottenburg . . . . .| 1191 8221 5248] 111|' 792‘ 5068"
10° 120 780‘
Straubing ...... 132 1951| 12239| 128 1851 11606
5 161 951
Viechtach ‚V 761 408! 2449| 15| 135 89F
14 130 808€
Vilsbiburg . „ 530) 1641| 9515| 516! 1586 918°
| 18 115 594
Vilshofen ... . ." 318° 2591| 15708| 286| 2337, 14011
22 191 114%
Wegscheid . . . . 51| 207 1391] 17! 87] 520'
5 55 328
Wolfstein „1481 45| 800  5| 20 121
3 6 30

! 4366 | 23088 138706 3784 | 19840 118826| 89

3083| 2898| 16529|| 29

aa7ı | 23112 138021 3789 | 19864 110041) 89

3083| 289383 | 165291 29

“

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1 10 53
51 381 171
14 162 | 1015
1 2 13

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306 | 1890 28 428 2346
431 2788 156 | 1814 10566
206 1890 23 498 2346 |

Pfalz

Kreisunmittelbare Städte *).
Frankenthal . . .
Kaiserslautern . . .
Pirmasens .. ...
Speyer ..... .]
Zweihrücken . . .
Kreisunmittelhara Städte

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Bezirksämter,
Bergzabern . . . . 1 30| 788 3654 '
2) 105 4838
Dürkheim ..... 2835, 1298 6/ 2832 1277
Frankenthal .... 2395| 1825| 141 889 1782
Germersheim . ... 3793 | 19056] 44 38358 3005
2 2 ;
Kaiserslautern . . . .' 157| 865 20| 133 | 7831:
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Bezirksamtsaußensitz | ]
Landstuhl . .. ‚| 19} 185 9801 13 31 An
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Kirchheimbolanden . . 20! 507| 2884| 18| 504 at —
1 4
Kusel 2.0.0... 50| 1384! 6758| 43| 1302 6351] 1
7 330 1695 :
Bezirksamtsaußensitz | |
Waldmohr .. .. 6 17 74 5 11 67] —
nn 2) 3 4) siehe Seite 158.

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(Niederbayern.)
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1 11 7:

5| 20 | 128 — 4 983 582% 60) 373 | 2052|] 126| 285 | 1640'

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8| 12] 881 — 1591 1088 67€E* 8387| 483 | 2956| 117 1020 | 5987

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8 11 61 110 1872| 8258

335 1001 [6514| 2) 2 | 12 |z145 11004 66043 | 4 | 28 | 176712 | 5049 |s0025 510] 7031 | 41777
S 11 61 1110| 1872| 8258

Pfalz.

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al 15] 98) 27 541 30

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Tabelle IL Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung

Le Wasserversorgung

. aus Zisternen,, teils aus Brunnen.

aus Pump-, Zieh- | ; , z

öder AP | Ortsweihern und teils aus Wasser-

brunnen?) j] ähnlichen Wasser- sammelstellen der
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wesen wesen wann | wesen

Verwaltungsbezirk

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‘180 1 772
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Landau j.d. Pf. . . .] 35 3848 19133
Ludwigshafen a. Rhein . 12 1767 9578
Neustadt a. d. Haardt . 18 808 4222
Pirmasens .....' 28] 3829| 1949| 14; 116| 647
2 64 830
Rockenhausen . . . ‚1 88 | 3281| 15007{ 84 3227| 14993
Speyer. ...... 8! 2517| 12943] 7 | 2516| 12943
. 1 129 644
Zweibrücken. . . . . 23 291| 1639] 20 204! 1169
| 1 5 28
Bezirksämter 454 | 20253 101394| 381 | 18089 | 90642
19 646 | 3215 |
471 | 20308 101817| 395 | 18138 91019 / 5
22 662 | 38838 2

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1931 ] 9425
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OberDfalz.
Kreisunmittelbare Städte *).
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Kreisunmittelbare Städte

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147
870 |
204

12
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Bezirksämter. 4
Amberg... we 2822 | 18022 145 2206 4578
Beilngries. ..... 31 | 575 m 29 413 2150
Burglengenfeld. . . . 130! 1366 9206 A 6220
Cham ....... 1883| 1066| 6856 589 6008
Eschenbach . . .. . 148 | 1270| 7977 054 6656
Kemnath . . ... .Hı170] 1286' 7498] 968 u
Nabburg . .. 2... 921 889! 502g! Ha 1480
Neumarkt i. d. OPf. . .‘ 194! 2075 11544 1259 5766
Neunburg vorm Wald. 77 | 461| 2895 329 208“
Neustadt a.d. Waldnaab. | 74 971| 6314 822 va
Oberviechtach . . . „| 72' 8344 2088 z 7? 128 136
Parsberg ..... .|170' 1456| 8563 26 508 2888 57 47
Regensburg . . . . .| 217 2385| 14365 167 | 2172, 13179 | 8| 10 | 5 | 5
7 2 8 4 eiehe Seite 158.

263 1574
. 79 517
7 1238 687
1 40 218
22 309 ] 1992
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und Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in denselben.
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aus Quellen, von Wasser Wasservorräte
Bächen, Flüssen || außerhalb des für Feuerlösch-
— Ortes?) nn zwecke
mit .... mit.... mit.... _ mit.... mit.... mit....
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ge- in- ge- in- ge- in- ge- in-1Or ge- in- ge: in-
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4878 !23402i a | 228 |1060/ 123 6754 &gt;&gt; 8393 | 43122
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        „Jo
Tabelle II. Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
Wasserversorgung
x |! aus Zisternen, teils aus Brumen,
aus Pump-, Zieh- * Orgsweihern und | teils aus Wasser-
oder Schöpf- „A
brunnen‘) ' ähnlichen Wasser-|| sammelstellen der
— sammelstellen*) "vorgenannten Art’)
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Orte bähden Kin- Orte bilden Ein- Orte handen Ein- Orte bäuden Ein-
bzw. | Woh- bzw | woh- Daw. | woh- bzw. | woh-
An- | nern An- | nern An- |nern An- | nern
wesen wesen wnAgan WARAN

Verwaltungsbezirk

(Oberpfailz.)}
Riedenburg . .... 56| 9783| 5212] 24° 345 1948 1 12‘ 128 402 92034
g 119 532 1 1 348 1504

Roding... 2000 m 1548| 9156| 167 1181 7077 | 12 34 255 1381
26 221 218 1 1 + 66 464

Stadtamhof „=. 9217| 1384| 8588| :40 883 5595 | 3 1C 26 242 1449
29 281 1789 4 14 8 52 86-«

Sulzbach... = 1376 7989] 90 244 1407! 76 480 1 | 52 8227
8 117 647 17 &amp; 7 440

"Tirschenreuth... . 62| 8387| 2485| 50 317 2018 5° | 385
7 39 26C Zr 105

Vohenstrauß. . . . 80 385 2622| 46| 267! 1849 66 398
11 99 726 { 34 208

Waldmünchen . . . .| 84! 3805| 1813| 29! 216| 1288 75 434
8 65 366 7: 434

Bezirksämter 2598 23214 140861| 1409 !16077 98555 430 | 2157 13172 | 295 | 3842 ı 22407

| . 348 | 5190| 31234 29 148 807 68 | 1491 8364

s602 | assme uauzes 1506 16183 99425 | 430 2157 13172| 296 3844 22419

| 344 | 5280| 21588 29 143 807 | 63 | 1491 | 8364

Oberfranken.

Kreisunmittelbare Städte *).
Forchheim . .. ..
Hof 20200 0
Selb. 0.0.0.0...

Kreisunmittelbare Städte

16 74
5 66! 38
1 -
9 N 278| 9 27
14 51! 4181 12 32
+4 1

74
74

49
8
278
327
KL

16
16

16 | 74
18 74

}

Bezirksämter.
BambergI ....49| 2926| 12480 1898
8350
Bamberg IL... ... 88l 1923| 9781 671
289
Bayreuth . ..... 1881 731] 4142 445.
169

Berneck i. Fichtel-
gebirge. ..... 37' 162 885 118
51
Coburg. . .'. ... 52 1808| 7495 1096
136
Ebermannstadt. . . :1 148 1158| 6066 60°
Je 37°
Forchheim . ... .! 401 1171| 62901 2” 918
7 440
Höchstadt a. d. Aisch .| 117| 2820| 15641| 107, 2585
. 10 245
Hof. ......'.| 46| 2261|. 2006| 389 1
5 89
Kronach . .... .| 1838| 1124| 7221] 57| 635
a 14| 190

1) 2\ 8) 4) siehe Seite 158.

10681 '
1887
9156 |
1518
2756 |

952

0
4

311 | 1691
127° 729
247 579
27 158
196 ı 1018
;40 | 205
14! mn

7 35
907 1058

38
ip

5
”

663
281
5437
792
3238
1978
4833
2168
‚4046
18335
1455
249
3976
1954 )

T
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279

188

250

126

| 281

| 19 |

” 16 67
10| 14 | 16] 18 | 322
7 3 81 10 258

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783

1411
875
1406
718
1576
111
508
1963
1570

6°

und. Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in denselben
Jerselben
durch. Beiholer, x n . Ohne
aus Quellen, von Wasser WO essen Dale“ Wasservorräte
Bächen, Flüssen || außerhalb des and -gruben ®) worräte für Feuerlösch-
Ortes?) I zwecke
mit .... "mit.... mit.... mit.... mit.... mit....
Wohn- Wohn- Wohn- Wohn- E Wohn- x Wohn-
ge- in- g0- in- ge- in- ge- | Bin-|Or ge- in- ge- in-
‚Orte | panden X I Orte 1a Gden Dr Orte |; Saen| © TB Orte a uden I. Orte | auden he Orte | 7 auden Eis
bzw. |WONH bzw. /WONh- bzw. | WON- bzw. |WON : bzw. | WO bzw. | WON-
An- |nern An- nern An- | nern An- |nern An- | nern An- | nern
aan en hen Se eeen a ee

(Oberpfalz.)}
' 6| 97| 481] 1l 11 81 15 344! 20701
40 91| 510) —| — — 1109| 738 4891
2 8 13 8 67 39
20| 78 | 479| 8 81 412 81 412 263£
10 41 244 6 4E 2758
8| 125 | 650) —| — | — 65/| 533 306€
1 n 12 4 51 298
5 71 87) ıl 2) 18 25] 161 1018
94| 48 | 347 —| - 32| 2212| 1425.
. 2 5 53 359!
3l 1111| 78) - ; 10) 51| 318
. 1 ; BE 2 11 58
- 1054 |6259| 5| 84 ‚ 468 11072 10545 | 63560!
35 | 167 | 972 | 107| 2195| 12988‘
370| 1058 6292| 5| 84 | 468 ora 10593 | 63923
351 167 972 | 107 2195 12988 |

!

— " 151 387 | 1670 26| 2421 1472
8389 2814! 89 421 ' 2451.

372 2264" 98'| 600 38641:

235 ı 1294| 97| 608 3629

165 | 7611 21] 106‘ 656]

86 | 637] 12| 871 560l

161 149 | 913 ; 105 ! 582
595 | 6314 38371 /931| 6355 | 38930!

| 596 | 6340 [zs600 [037 | 6393 | 39185;

Oberfranken.

7 -
Zi

ZZ

nn | al a]
150| 1 2'my 2! 9| au U 1
241 1ıl 2m 2 9 111 5 9 |

|

66
6
72

%
sl a

2 21] 106'
3 4| 3838| —| —
1| 15 |
24! 88 306 1! 1
30 | 1 —

20| 560
1 28
31| 842
3 276
70) 470
4 BE

2981‘
159
83826
1540
2875 |

AN

11! 548! 29281 18| 11181 6576
26| 601 | 38306! | 480 2649
381 131 | 757 851 180! 510
9 41 aılı2| 231 182
17] m} or 5! 61| 350
241 668 | 3364|] 10| 2238 | 1177
sl 316 | 1496 | 11! 81 | 455
»5 455 | 2856| 30) 981 | 4981
&gt; 28 | 192/11] 40| 458
I | 44| 351 | 2198| 40| 140 1042

77
4

3 186 782.
1! 61 356
_ mn GE Dal
13% 7:
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4| 106 560 2
A 774 488%
2! 55 30C “| 156 845
3| 191 —| Z— | — 9 1484 17854
9 8371 2069
8l 6] 27) —| — | - ' g2| 198 1856 |
| 52] 152 (1162) 1 1 | 54 633 | so81|
. 4 26 161 4 832 212

ah
        <pb n="162" />
        „JO
Tabelle II. Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
Wasserversorgung
x aus Zisternen, teils aus Brunnen,,
aus TE DE Ortsweihern und teils aus Wasser- |
 runnen!) ihnlichen Wasser- sammelstellen der
. a sammelstellen!) vorgenannten Art’)
miß_... mit .... mit .... mit ....
| Wohn- Wohn- Wohn- Wohn-
. ge. Zin- n ge- in- ge- in- ge- in-
Orte bäunden E } Ort® |päuden Bi Orte |pänden u. Orte |pauden B h-
bzw. | WOh- bzw WON- bzw. | WON- bzw. | woh
An- nern An- | nern An- |nern An- | nern
Wwacßn Wat WAREN WORT

Jerwaltungsbezirk

(Oharfrankan }
Kulmbach. . .. . .] 110] 697] 3896
Lichtenfels . . .. | 631 1092| 6875
Münchberg . . ‚1! 76! 3873| 2060
Naila... . 751 554] 3944
Pegnitz ...... 69 | m 2728
Rehau. +. 20.0... 29 84 415
Stadtsteinach . . . . 65° 228! 1465
Staffelstein WO 55 1407| 7062

Teuschnitz . ... | 42) W 3263| 1°

Wunsiedel .. a = 229 | 1415 2)

Bezirksämter u 901

184

Oberfranken = | 18630 = 913

550 3096
231 1309
8359 3088
308 1804
236 1380
55 500
1834 1057
142 842
250 1804
96 475
69! 354
100 687
Eä2 326
1353 3794
293 1546
166| 974
64 407
184! 1189) £ 11
70 8390 21 1 8
14051 | 79014 ° 92 724 4190 133 3065 | 16450
3624 | 20008 16 118 685 40 1054 5902
14084 | 79341 | 93 | 726 | 4207 | 134 3081 | 16524
3625 | 20016 16 118 685 41 | 1070 5976

| 6 f
31 | 260 | 1546
1 4 18
9 | 57 | 322
1 | 20 | 128
2 © 13
8 36 |- 241
1 50
1 1
4 1 371

98 | 514 1

a! 31' 159
2 9 41
3 188 1088
3 88 497
7 126 665
308

52

860

3835

48

‘ 12

94.5
21 110
4 22
251 | 1691
85 547

Mittelfranken.

Kreisunmittelbare Städte*). |
Dinkelsbühl .'. 7 .f
Fürth 2.0.0.0... |
Rothenburg ob. der.
Tanher. _ .

15) 191 70h 114 5 567
3 3 14
al rl 502 21 Hl 502
21 | 216| 21 | 3839| 216
3! st ml ae! an! u
? zZ 14

Kreisunmittelbare Städte
Bezirksämter.
Ansbach . ..... 146! 1914| 10106| 140 ° 1872 9891
7 108 555
Dinkelsbühl . . . .'. 147 3150| 15234] 14° 075 4824
10, 815
Eichstätt... . 2. | 1357| 7857 865‘ 4743 |
; i 387” 1909
Erlangen. . ... ‘4 20| 867} 4538| * 867| 4538
- 1 22 104
Feuchtwangen . . . .' 179' 2864| 15155| 17” 2808| 14849
8 158 825
Fürth .... 2...) 72 1406 ‚7882| 64 1207| 6671 - —
9 3814| 1742 | | |
Gunzenhausen . . .| 124 19651 10002| 113. 1811| 9171| 1! 10 € 1
31 „87° 197 |.
nn 2) 3) 4) siehe Seite 158.

‚02
404
188
2798
884
306
15° 1161
Di 111
135 717
2 | 16

1

tt

and Wasservorräte für Feuerlöschzwecke in denselben
derselben ”asservorräte für Feuerlöschzwer'
DT m — ; m
durch Beiholen nr x Ohne
aus Quellen, | von Wasser Grüßere natür- Wasservorräte
Bächen, Flüssen" außerhalb des Zurräte für Feuerlösch-
Ortes?) | En _____ zwecke
Mit ‚0... mit,... mit.... mit.... mit.... mit....
| ‚| wWohn- Wohn- Wohn- zen Wohn- Wohn-|
ge- in- ge- Yin- ge- in- ge- in- Or ge- Ein- ge- in-
Orte bäuden E h- Orte bäuden B n Orte bäuden $ TE Orte bäuden X I. Orte bäuden h- Orte bäuden =.
bzw. WO bzw. |WONh- bzw. | WON- bzw. | WON bzw. | WO bzw. | WOh-
°} An- Innern An- |nern An- | nem An- nern An- | nern An- | nern
WAR rasen wesen wasen | wesen ] wesen

(Oberfranken.)
18] 28 | un — | | 3! 15 " 26] 1711| 984) 82| 110 “
ul] a1 | 280l 2 19 21' 498 | 2955| 20] 249 1470
1 85
8| 10 60 5° 291 205) 7| 283: 105
20| 55 | 888' 41 | 2222| 1ı7| 671 438!
15] 44 | 981 ral 150 | 26| 138 | 745
um a 42|] 17| 8351 149
44 292" 129 387 45 391] 14! 491 307
4 f3
al 82 157 559 2940 18 575 | 2785| 15| 273! 1887)
35 194,
6! 4p 9” 45° 2900 14! 3838| 2208| 8| 28| 155
ı 175 1278| ı
9| 42 | 2 | 166 10951 2] 51 318 4) el m
5 50 380 |
234| 730 |4233' 9 43|666| 9175 51435 ‚15 fası| 5190 28839358! 4211 | 3641|
1’ 278 ‚1208| 683 | 1581 9045
jass 730 4233 6 | 9 | 43|672| 9206 51659 | 2| 5 | 26 |a43| 5100 20050 [363 4220 | 2a713
+7 218 1208| 683 | 1531 9045 | \

Mittelfranken.

ar

57

4

} 18] 31
73)
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2

5

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54 |

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9

4" 1372 796°
197 987

1928 364

714 36°8

886 29°C

. I.

662 358€

1 81 448
191 1889 1042
1l1| 219 1.79
* 787 4
9| 199 15.7
a | sel | _ | 70, 1626 | 3226
5) 141 7411

410 2149! 15) 1181 651!

35 993 | 4528] 191 229 ' 1069|

8R | 8511| 22! 374 ' 2189l

4l 201! 981! 4! 4! 21

5! 734 | 3885| 28! 941 | 1278|

26| 429 = 9 il 1081

-|- | 21] 181 687 M 208 | 1089

al
        <pb n="163" />
        "abelle II. Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
Wasserversorgung
" aus Zisternen, reils aus Brunnen,
zus DE Zi | Ortsweihern und teils aus Wasser-
 brunnen?) "ähnlichen Wasser sammelstellen der
sammelstellen!) vorgenannten Art’)
mit „... 1 PP mit.,., mit....
Wohn- I Wohn- Wohn- Wohn-
ge- Ein- &amp; ge- Din- ge- Yin- ge- in-
Orte bänden N T Orte bäuden Tin Orte bäuden SEN Orte bäuden Hin
bzw. | WON- | bzw. | WON- bzw. | WON- bzw. | WON-
. An- | nern An- | nern | An- | nern An- | nern
wesen wesen gen :aqpn

Verwaltungsbezirk

(Mittelfranken.)}
Hersbruck .....J
Hilpoltstein... 0.4
Lauf. ...0.0..
Neustadt a. d. Aisch. .
Nürnberg. . .. .
Kolhen burg ob der )
auber. .. ...
Scheinfeld .. .. |
Schwabach . . ...
Uffenheim . .. . .]
Weißenburg i.Bav. . . |

41| 404| 2163
124! 1479| 7958
26! 162! 856
143 | 2380 12083
41] 687| 4011
+86| 2190| 10923| 130 2180 10597
7 142 | 708
91| 1628| 8870| 83 1598! 8177
16 260 1380
107| 1761| 9238| :c? 1541| 8202
12 220 1214
87| 2417| 11557| *° | 2213| 10566
10 368 1722
981 1467| 7731| 67| 947 4918 10 196
j 10 70 884 1 22
Bezirksämter 1654 | 28088 145609| 1456 | 25228 129835: 48 50°
128 | 2595 18579 | 4 Si
:602 | 28233 146397/ 1490 25359 130610! 48 | 501
| 1831| 2598| 18598 a 27

324 | 21 | 170 | 960 "
78
6450
454
824
123
11591
1072
3499
9299

1! 10 47
12 ' 117 | 658

6 28
6 91 483
3 | 48 | 242
5 93! 501

59
20
50

326
89
188

216
118
166
70
317
122
2043
55
2043
A544

1017
564
798
354

1735
615

11295
3008
11295
20N0R

1040
110
2795
149

] 2795
149

cr
1

Unterfranken.
Kreisunmittelbare Städte *).
Aschaffenburg . ... .
Kitzingen. . .

3
5

21
42
6al

2
4

S

21
42
Kreisunmittelbare Städte

RR

2

Bezirksämter.
Alzenau i. UFr. . ..
Aschaffenburg . . . .
Brückenau . . ...
Ebern + 20.0.0000
Gemünden . ....
Gerolzhofen ER m
Hammelbure

28] 1226| 6708 88"
4

29l 25839 14991 2867
7

36] 174 9927 40 |
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774 | 26652 142787 570 | 22626 121 333 15 | 92 | 515 | 55 | 3404 | 18062
109 5100 27878| 5 69 390 22 1595 A395

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Bezirksämter
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Staat

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: 9

S 55% —  — —
1271 70611 7 3852| 1959|
184 965 3 | 58 10
379 a U
67 295
1536! 75171 —

1m

*

A!
A
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|
„|

16

LI

7]
Q Sl
‚| al

Sin — — {I —

a li
252 | 14083! 3
41 283. 1
99 168 —
ll
253 | 142)
58 256 | url 2}

18| 210) 5291| 27614) 11
. 11 384 1940| 4
18| 211 5341| 27895| 12

12 434 2221| 4

Regierungsbezirk.
100| 206 | 1182) 4 25 |1888! 10741! 65018! 18
91| 764 107 1967 11268 4
335 1001 | 6514 2, 12 7 L1004 36948
8 71 18372 8258
49| 165 | 921 — 4894 2852C
31 605 3180
370| 1058 | 6292| 5 LO595 6892?
35 2195 12988
934] 730! 4238 "% 920€ 51659
17 1531 904E
62| 3880 | 1697, — 18604 96557
| 3 . 79, 2754| 14247;
131 526 | 2841 3| - 7 9880| 58027| .
6 ı 21, 1245 Se
58 256 | 1420) 2' 1| 5341| 27895| 12
15 434 2221 4
8339| 4272 J25100 22' 106 602 nu 80263 448537| 37
| A 552 | 5515| 12108 | 67688) 10

2 675) 4651 ST 7 35176)

142 | 785

281 1761| 712 5049 A 1510| 70831 | 41777

228 | 1060 129| 6764 A570 269) 8422 | 43361
| —1| 596 6340 0 937' 6393 391851
5! 26| 343 5199| 28950! 363 4220| 28718
n 77 m 6401 ser 343 3213 16965
15 77

103’ 6011 345| 11048 ie 221 5621| 29911

692 3820 226| 5610| 28252| 245] 3086 16169

327 1700 )

706 | 9182 3497| 51062 279188 6130| 44007 \246257

484 | 2512|
132 35 4 siehe Seite 158.
        <pb n="166" />
        Verwaltunagsbezirk

Tabelle IN. Wasserk--chaffung für Penerläschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
wecke sin‘ rs

BL B7R As DS DU

EB S Ss 52 w FF S BA

385 | 228 |9550E| 8%

509 | 828 128589

85 | BEE EEE

BE | EP ann

| mit...,. mit....
| Wohn- Wohn: davon |
BE- . ge- . über-| zum
Orte bäuden Ein- Orte bäuden Ein- haupt | direkten
bzw. [wohnern bzw. |wohnern Spritzen
ANn- An-
wesen | wesen

Ohne besondere
£inrichtungen und
ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke

mit....

Wohn- ,
[rt 4 Ein-
bzw. woh-
An- nern

wesen
Ober’
Kreisunmittelb. Städte). |
Treising . . . ..
ıngolstadt . . .
Landsberg . . ..
München. . . . .'
Rosenheim . . ..
Traunstein. , ..
Kreisunmittelb. Städte
gang versorgt
teilweise
Bezirksämter.
Aibling . 0.0.0.
ganz versorgt
teilweise
Aichach...” |
gang versorgt
teilweise
Altötting. . . ..
ganz versorgt
teilweise
Berchtesgaden. . . |
gang versorgt
teilweise „
Dachau . . . ..
ganz versorgt
teilweise „
Ebersberg . ...
ganz versorgt
teilweise:
Erding .....
ganz versorgt |
teilweise

1699
2 180
78r

26 Dd4t
1 450
1041
33 704
30 074
3630

14 845
26 542
7728
380 704
17998
9.009
756 826
712 286
44 540

4
1

1699 14845
2180 26542
786 7728
26 548 680 704
1 450 | 17 998
1.035 8 956
33698 | 756 773
30 068 | 712 283 |
3630 | 44540

220 219
371 371
100 85
200! 6000
206 296
149) 148
136 7119
5469| 6 452 |
667 667

2
10
8
2

12
10
9

— $-
I.
— S&amp;

1

254
208
4E
25
&lt; ge
7

18

16€

&gt;
R“
7

3371
2712

659
3621

880
2741
5238
2578
2660
3684
5508

17€
3 30€

26 380
21619
4761
21417
6 156
15 261
37 144
20 198
16 951
27 597
6 581
066
AR

118
’01

3577| 540

505 497

72 48

249 229°

164 154

85 75

263 250

208 208

58 47

ae 544

550. 541

2 2

2 244

220| 220

% 24

70 167 | °

143! 0288) 7
. 187 79 ‘
45 195 | ;

, 59838 1834 97 1
978 \ 7467 | 67 38 zz: 8 | 4 |

1452

1 000

452

2177

181

1 996

550 1.588
329 704
201 874
15 8077
14 ST

1 334
86 695
383 104
EZ Li 588
1‘1 $ 744 5001
) &amp;! 159 1390
51 {3 12 82 585 3611
260 | 46 66 | 42 / 438 2.727
8 119 13 22 18 18 164
2 141 33 44 | 29 | 420 | 25638

al
F

17

°

47
®
'0]

2 386
+05C
745°
2 591
1987
1041
2 046

"08
118
438
181
057

1

Q4C

8 14
98 150 |

1t

dreising . . ... 21838
ganz versorgt 354
teilweise 1 784

Friedberg .. .. 1547
ganz versorgt | 187
teilweise 1360

Türstenfeldbruck. . 1.365
gang versorgt 95
teilweise 1272

Garmisch. . .. | 699
ganz versorgt 615
teilweise 86

Ingolstadt . . . . 1632
ganz versorgt —
teilweise 1633

Landsberg. . . .. 636
ganz versorgt 258

; teilweise 8388

Haufen. . 0... 2366
ganz versorgt 921
teilweise 1 445

Miesbach. . . . . 3.606
ganz versorgt 2889
teilweise 717

Mühldorf. +... 1738

„gang versorgt 708
teilweise 1080

München. . . .. 2 394
gang versorgt 184
teilweise ' 2216

Pfaffenhofen a. d. Ilm 716
ganz versorgt , 79
teilweise „ 687

Rosenheim . . .. 4721
ganz versorgt 3387
teilweise 1384

Schongau. . . .. 2583
ganz versorgt 1979
teilweise ; ‚604

Schrobenhausen . . 18°
ganz versorgt ix
teilweise We

Starnberg . . .. 1f

= gang versorgt 10.
teilweise 81

0 AP 1L. 1133
ganz versorgt 150 | 1 030
teilweise 18 108

*) Mehrere Ortschaften erscheinen nur bei denjenigen kreisunmittelbaren Städten. welche nach dem amtlichen Ortschaften -Verzeichnis außer der

Stadt selbst noch weitere hesondere Ortschaften (Nehenorte) haben.

sh
‚x
        <pb n="167" />
        Verwaltungsbezirk

Traunstein . .. ; |
gang versorgt
teilweise „

Wasserburg a.Inn .
ganz versorgt

; teilweise

Weilheim ....
ganz versorgt
teilweise

Wolfratshausen “ .
gang versorgt
teilweise ,,

Bezirksämter
ganz versorgı
teilweise ,,

Oberbayern
ganz versorgt
teilweise

Tabelle II. Wasserbeschaffung fit "”--awlägehzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
De gung.
Für Feuerlöschzweek- sine vorbe-A4
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„| Se; mit....
a Wohn-
Pe ge- in-
5S | Orte bäuden Bin.
bzw. wohn-
— An- | nern
Yracpn

Durch
Wasserleitung
zanz oder teilweise
versorgte Orte
az
1 i
mit.... mit.... ;
ka ı Wohn: 1 davon |
ke i Se: sm über- | zum
Orte bäuden Ein- [Orte ya Son | Ein- Te ale
eu ; |wohnern bzw. \wohnern Spritzen
SER acer

6176| 89956| L15| 400 15655 4 42 | 1% | “
3700 234 7420| 84) 1704 113899) #78 350 18
2476 15216, 31. 696 4256| 100 75 5
4890 38777, 41 1750 13345| 235 208| 10
2638 18 903) 25] 7 384 10645| 191 181 7
2252| 14874 16 366 2 700 44 27 ö
5000 89 161| 4 4 0 32019| 836/ 2751| 35
8731 26 509 7 8288 226461 6656 397 | 3
71929) 126652 | 1 Seel 9373| 180 154 4
3381 20329] 100' 2326| 15527| 604) 5281 34
2377| 147561 88! 1 986° 13 048} 5683| 4983 31
954’ 5578 12 290 2479 41 30 2
|
3957 |120 415! 796 958 1 S 69.083| 469 646/13077| 11746: 570
5893| 62 151: 436 340 1274| 48 760 340 664110455 9520 1465
3064| 58 264 360 #7] 3483| 20 71 128 982| 2622| 2226 105
3.969 154 119.1 553 784 1627 102 781/1 226 419[20213/ 18.865 572
5.908 | 922251 148 6286| 1 282 78 828:1 052 897|16 924| 15972 1466
3066| 61894 405158 345| 23953 173522) 3289| 2893 106

27
?

EU
34
14
7

] 162 | 1683| 600 | 3746
101 | 142| 1438‘ 2811
61| 21 162 985
| 181 165 487 2775
118 128 2356 1675
6E ] 89 181 1100
361 °9 38321 21186
® »7 009 1179
n 22 142 987

48 39 279 1725 =

80 28 68 498
18 € ll‘ 211 1227
3872 315 352 1800| 8478 54691
2847 109 797 7366| 8663 25 246
[525 206 556 434 4815 29445
787 315 355 1800 8478 54691
28 109 | 799 ] 1366| 3668 | 25 246
| 2525, 206 | 556 | 4324| 4815 | 29 44%

Dr

Q

©
411
818

93
418
320

562
142
11
502
444
112

Niederbayern.
Kreisunmittelb. Städte !).
Deggendorf. . ..
Landshut. . . .
Passau. .. . . .|
Straubing . . ..
Kreisunmittelb. Städte |
ganz versorgt
teilweise
Bezirksämter. |
Bogen. ..... 609 4004 28 202
ganz versorgt 3883| 1196 7542 +
teilweise 226 2808! 15660 ol

Li 769
1 2081
5 1676
2 1 804
19 6 280
10) 3480
9 2 800)

( 543]
26 10€
23 118
23 580
80 647
46 30C
34 84”

54
350
361|
284

1079
668
41 Pl

e
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28
07‘
66€
4?

71 ) 24)
zZ E70 18 .
7| 46 7 €

Deggendorf. . ..
ganz versorgt |
teilweise „'

Dingolfing . . . .ı
ganz versorgt

. teilweise

Eggenfelden . . .
ganz versorgt
teilweise

Grafenau. . . . .
ganz versorgt
teilweise |

Sriesbach . .
ganz versorgt
teilweise

Kelheim . . . ..
gang versorgt
teilweise

Kötzting . . . . .*
ganz versorgt
teilweise

‚andaua. d. Isar . .
ganz versorgt
teilweise „

Landshut. . . . .

- gang versorgt
; teilweise „

Mainburg . . .
ganz versorgt
teilweise |

Mailersdorf . . . .
gang versorgt
teilweise „

Passau. . . . .
ganz versorgt
teilweise „

Pfarrkirchen . . .
gang versorgt
teilweise

Regen. . ... |
gang versorgt
teilweise „|

Rottenburg . . ...
ganz versorgt
teilweise „

Straubing. . . . |
m ganz versorgt
Q teilweise

199
Zi

5.046!
! 028
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449
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3770
3368!
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3 841/
16797
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4078
3879
1719
12 791°
7 821!
487,
757
11d.
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"640.
7 849
1 810
5 089
3 176:
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1 226
3735
1979
4 239
5 761
2 258;
850

95

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1458 4
79 731

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92
58
34,
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EM
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112
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3043.
1028
2 015
4 082
809
8278
4 308
(856
2.947
3836
1654
2182
8132
184
2 948
4 004
524
3.480
2 130/
829
1 so
33538
756
2597
4 863
1080,
3.788
4 727
725
4 002)
3.887
4

464,
6 856
14128
26 344
5 746.
20 598
25 500
8 581
16 969|
25 332
11241
14091
18 656
1414|
17 242
25 764
8 734
22 di
14 768
2691|
12.077
21 288
6218
15.075
37519
2995
27524
80 637
89.
25 739
30 194:
20 093
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124! 608 3730
80 268 1605
44 34 2125
49 208 1351
Ei 44 347
45 164 1004
% 272 1597
45 61 454
8) 211 1148
26) 992 1471
1° 6 402
|) 156 1059
T „3 675 47 €
28 34 38 E
46 ] 28! 637 8951
14 7 176 1108
Z ß 5
12 8| 171 1070
33 34 360 2586
2 26| 162 1298
9 8 198 1288
21 21 13° 846
5 10 12 108
16 11 126 745
38 47 833E 2012
10 25 2% 239
28 | 22 30‘ 1778
20 17 3€° 2408
6 4 E 17
14 % 835€ 22.1
20 23 395 406
11 14 16 150
9 9 2877 23836
16 a 60” 4709
57 “5 16. 878
59 ‘442 38381
20 243 1 532
4 77 | 585
. 4 168 997
£ 75 187 1 009
47 22 10% 814
10 3 38 195
19 13 46 314
10 10 91
11 8 36 228
13 12 197 1420
— | „1 | 6 8 80
2 12 6! 189 | 1840

1

N Siehe Anmerkung 1 5.177
        <pb n="168" />
        Verwaltungsbezirk

Viechtach . .. ‚J
ganz versorgt
teilweise

Vilsbiburg . . . |
ganz versorgt |
teilweise

Vilshofen. . . ..
ganz versorgt
teilweise

Wegscheid . . .
ganz versorgt
teilweise

Wolfstein . . .
ganz versorgt
Zeilweise

Bezirksämter
gang versorgt
teilweise

Niederbayern
gang versorgt
feilweise

Tabelle III. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
Wär Feyerlör-hzwecke sin” - -h--2
Durch
Wasserleitung
yanz oder teilweise
versorgte Orte

‚* Davon haben
Feuerlöschhydranten

Zahl der
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hydranten

Ohne besondere
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ohne natürliche
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Orte | pafden | Bin-
bzw, woh-
An- | nern
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ge- x ge- Fe über-| zum
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bzw. wohner DzZW. wohnern Spritizer
An- An-
| wesen wesen

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NM).

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3689' 22869' 5 248 107] 107
1 499 9525 1 549 40 40
21790 13544 3699 67 67
3975 22.977 ı 3880| 109 10€
627 4209, 1554 13 11
73348 18768 5826 96' 9
469 30069 38101 1C1 17
1070 8177 f 5476| 149. 14
3399 21892} E 8834 42 3°
2426 171683| T 6 061 97 d
1790 183192 6 7 5279 87. 87
636 8971 1 1:5 782 10} 2
4727 32107) 9 603 4 698 94| Di
3098 21325 | 3 592 4652 930 8T
1629 107821 7 7 1 4
7228 82075; 535094 264 21598 148682]2700' 2454 85 53 105
3917 22997 | 165399] 147 9226 67984|1551| I 408 53 29 58
3311 59078 869695 117 12872 80698|1149| 1046 32 24 4
7267, 88 498 616848 || 283 27878, 229329|3779| 3533 | 92 60 107
3.935 26 505 | 211 906 157 12706 | 114284 | 2 219, 2076 57 33 56
7382| 619983 | 404 942 || 126 | 15 172! 115045 | 1560 1457 35 | 27 51

4
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1.943
352
1591
994
182
812
1661
1242
419
5914
3.4283
2491
46 084
14682
31 452
46 334
14657
31677

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2365 158 626 621} 2082

919 277 590 4108| 4985
4287 438 7224 '035/ 7100
2366 | 159 | 630 | 6283| 2084
1921 279 594 412! 5016

4
11
72

Pfaiz.
Kreisunmittelb. Städte !).
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Kaiserslautern. . .
Landaui.d. Pf. . .
Ludwigshafen a.Rhein
Neustadt a. d. Haardt
Pirmasens - en

5
2

3.225 2308
5673 59219
1729 14486
„7819| 101 869
4' 2269 20 726
4‘ 2904| 49098811

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En

3.225
5 665
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* nn

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59182 1 0839|
144861 381
101 869 | ; 702
20726| 3
4299791 32857

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0831
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Zweibrücken . . .
Kreisunmittelb. Städte
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teilweise
Bezirksämter,
Zergzabern. . ..
ganz versorgt
teilweise
Dürkheim .. .. |
ganz versorgt
teilweise
Prankenthal. . . .
ganz versorgt
teilweise
Aermersheim . . .
gang versorgt
teilweise „
Kaiserslautern. . .
ganz versorgt
teilweise „
BA.-Außensitz Land-
N
- gang versorgt
Zeilweise
Kirchheimbolanden .
ganz versorgt
teilweise
Kusel. . . .. ‚I
gang versorgt
teilweise „
BA.-Außensitz Wald-
mohr .. 2... 2.932
gauz versorgt 2115
teilweise 817
Landau i. d. Pf... 7167
gang versorgt 6 415
. teilweise 755
Ludwigshafen a.Rhein f 5.257
gan versorgt { 580
LLWELSE S
Neustadt a. d. Haardt 42 5692
gan versorgt 87 38578
teilweise 5° 2114
Pirmasens... 117| 7979
ganz versorgt 102 | 7807
teilweise 15 672
1) Siehe Anmerkung 1 8. 177.

3| 2996| 25465
6 2195 19546’
47 | 28 700 | 308 846
14 | 28678| 308 682
Cd 929 184

2
35
34

*

2990 25388| 340 340 ı
2187 19462] 477° 477
28.675 | 308 635 [ 5 133 3 420
28 661 | 308 558 | 5 1830| 3417
14 ZZ 2 5

1
26
25

4

4
7
— 1

7092
4855
2237
5879
5 487

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9209
7735
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7 302

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6377
6 933
6 395

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36 315,
26 801
10014
29 896
28 048
1 848
49 784
42345
7 489 |
38 381
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32.759 |
37852.
24 998 |
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2
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5153 279269
1547 24765
606 2504
5450 27925
5450 27925
848° 146305 315 1234
7689 42121 201 1120
806 4184} 114) 114
19831 11454] 241! 941
920 5570 136 136
1011 5884| 105 105
6267 34012|[1148! 1141
6256| 33940| 1145| 1140
if 79 f

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72
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13
12

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5.097
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23419 832 3769 22876} 694
4259 2 97 571 6
26389 43 4402 22930| 675
25048| 41 48390 22850| 672
1346 2 12 80 3
41.655 | 70, 6261 34396 |1016|
.34762|| 69 |. 6 209‘ 34141|1 0
ÄRA? f A2 255 72

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6
652
650
2
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907
13

31
29

2
31
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17
17

16 966
12 150
4816
36 500
38 171
8329
30 768
14097
16 671
32 860
21 164
11696 |
52557|
48 616
329411

2335 13465} 478 452 25

2110 "2118| 4832| 406 | 28

225 1347| 46 46 2

6398 33014| 756 646 27

6398 33044| 756 646 27

3089 19274 508 153 €

£ 2209 14026\ 2369| 181 &amp;
k 880 5248| 189 22 1
26 3915 22719] 493 493 17
24 383505 20648 | 444 444 | 16
2 410 2071| 49 - 49 1
73 6756 45671/1295 1185 55
70 | 6693| 45305|1284 1175 | 58
3 68 2866| 11 10 2

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37 849 83998

5 210 105%
7 8 26
2) 207 102€
5 210 a8

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1 5 108
j 1774 8990
£ 4 59
8 1770 8951
21 297 1585
16) 68 374
Fe 992Q 1 94747

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2849
357
2492
1151
92
1059
2379
327
2 052

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10
4

5

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141 894

2 17

139 807

8 76

8 76

3| 1089 5956
1 6 71
* 1083 5885

:| 176 838
28 118

2 153 720
92| . 920 | 5.320
12 324 1867
| 10 596 | 3458

1
16
{4
92

dm
OL
—
        <pb n="169" />
        Verwaltunasbezirk

Rockenhausen. . .
ganz versorgt
teilweise

Speyer. .....
ganz versorgt
teilweise „ |

Zweibrücken . . .
ganz versorgt
teilweise

Bezirksämter
gang versorgt
teilweise „

Plalz
ganz versorgt
teilweise

Tabelle II. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
Sn a ran Baahawr- AA nnd A
Durch
Wasserleitung
zanz oder teilweise
versorgte Orte

Davon haben
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Zahl der
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bzw. |wohnern bzw. |wohnern Spritzen
An- An-
N wesen wesen

"Pfalz.
4851‘ 22388" 47 2918| 183579 491] 488 '
2963 18791 44 2884 18406 4185 477
1 888 8597 8 28 173 6 6
1889 10818 5 891) 5702 80 62 |
891 | 5&amp; 702 5 891 5 702 80: 62
998 | 5116 — — — — —
5238| 30285 39 3910 221747 597 525
3606| 21070 25 3 5083 20 482 548 471
vo 1632| 9215 407 2.265 54 54
968 | 94 744 | 521092 606 | 72026 403939 ‚11380 10450 15
773 | 69 466 | 390 299 | 570 | 67423 878 919 |10759 9950 4°
195 | 25 278 | 180798 36 4603| 25020 621 500 ®
015 |123 444 829938 341 100701 712574 |16513!13 870 | 448
817 | 98 144‘ 698 981 | 604 | 96 084 | 687 477 |15889 18.367 | 426
{98 25 800 | 130.957 37 4617| 25097 vo 508 22

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Ohne besondere
Einrichtungen und
ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke
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Wohn-
ge- in-
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An- nern
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4% 309

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'°7' 9175 48051
89 800 4532
7E 8375 148519
173 | 9190 | 48212
94 809 / 4616
79 | 83881 | 48596

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Oberpfalz.
Kreisunmittelb. Städte 2).
Amberg . . . ..
Neumarkt i. d. OPf. .
Regensburg. . ..
Schwandorf i. Bay. .
Neiden . . . 2...
Kreisunmittelb. Städte
ganz versorgt
teilweise ,,
Bezirksämter. ! |
imberg . .. .. 88 | 1986 126835 | 25 697 4425 138 120
ganz versorgt 40 2615| 8974 | 20 547} 83554 | 119 105
teilweise 48 | 17 8661) 5 150 | 871 19 15

Beilngries . . ..
ganz versorgt
teilweise
Burglengenfeld . .
ganz versorgt
teilweise
Äham . . 0.0...
gang versorgt
teilweise
Eschenbach. . . .
ganz versorgt
teilweise |
Semnath. .. ..
ganz versorgt
teilweise „
Nabburg . . 2...
gang versorgt
teilweise
Neumarkt i. d. OPf.
ganz versorgt
teilweise
Neunburg vorm Wald
ganz versorgt
teilweise
Neustadt a. d. Wald-
naab . . 2... 3048 22075
gene versorgt 1779 18269
teilweise ,, 1269 8806
)berviechtach. . . 2221 12797
ganz versorgt 732 4206
teilweise 1489 8591
Parsberg . . . .. 4077 723304
Dan versorgt 3598 20625
feilweise 484 2679
Regensburg. . .. 2587. 17126 |
ganz versorgt 307 2222
. teilweise, 2280 14904
Riedenburg . . . . 1822 1038320
gang versorgt 1102 6699
_ teilweise ,, 720 38621
Roding . 2. 2... ‚ 25° 5937
ganz versorgt 7 5 3258
teilweise, 1£&gt; 205€ 12679
Stadtamhof . . .. 17” 325€ 22084
ganz versorgt CC) 17% 16244
teilweise, 67 1510 ° 840
Sulzbach . . . . 46| 1776 2922
ganz versorgt 25 476 2499
teilweise 81| 1800| 10428
N Siehe Anmerkung 1 Saite 177.

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6 294 370 294
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3843 | 100, 9 2
3384 20 8” 2
459 10 4 Fr
0959 415 381 21
8415 3509 581 19
2 544 65 50 2
1695 99 | —|
8020 | 87 651 —
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13 176 1 265
15 4° 276

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11 281 278 18830
6 11 27 179
5 17 251 1651
5 6 51 295
— 2 11 / 78
KR 4 40 222

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Tirschenreuth . . .
ganz versorgt
teilweise ,,

Vohenstrauß .. .
ganz versorgt
teilweise ,, |

Waldmünchen , .
ganz versorgt
teilweise ,,

Bezirksämter
gang versorgt
feilweise

Oberpfalz
ganz versorgt
Teilweise ,,

Tabelle II... Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung
Für Fenerlöschzwecke sin” vorha‘

Durch
Wasserleitung
zanz oder teilweise
versorgte Orte

Davon haben
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Zahl der
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Ohne besondere
Einrichtungen und
ohne natürliche
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104 35883 29184
85 1471 9388
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72 1878 12479
7 1285, 7 928)
107 2129 18478
40755‘ 4866)
37 1874 8612|
2642 54136 349116
1394 26 220| 171 959}
1248 27916 | 177157
2 667 | 64 469 | 487 KM
1402 83709) 271 5838 |
"965 | 20760 215881.

45 | 3475 28533 | 679| 678
37' 3262 269621 540 640
8 | 212 1571 39 38
{9 1767 11740 | 265| 246
16| 1721 11261) 254 235
3 76 479 11 11
10| 1078 6 566 150 159
5 641 4055 96° 96
5 452 2511 62 68 7
789 | 30199 199991 5563| 5097| 255
649 | 23200 152451|4 Sa7 4282| 232
140 | 6999‘ 47540 926. 815 23
808 40412 336 128 | 7888 7422| 268
655 80814 | 251 921 |6 448 6098| 2835 |
158 | 9598| 84207|1 440. 152329 38

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2

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80 175

297 2891 18317
14° 409 2740
1“ 2482 15577
3e1 3130 20257
144 411 2755
157 | 2719 17502

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212
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Oberfranken.
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Bamberg. ....
Bayreuth. . . .,
Coburg . . 2... |
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Kulmbach „2...
Marktredwitz . .
Neustadt b. Coburg .
Rodach b. Coburg .
Selb. .. 0.0...
Kreisunmittelb. Städte
ganz versorgt
TEiln0isSEe

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2604 35380
2484 2470
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2667 41381
1110) 11874
652 7 636
758| 8761
467 2892|
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30‘ 17098 | 205 295 |
22 | 16 487 | 200 635 |
8! 6111| 14660

Bezirksämter.
BambergI . . ..
ganz versorgt
teilweise ,,
Bamberg 11... .
ganz versorgt
feilweise
Bayreuth. . . ..
ganz versorgt
teilweise ,,
Berneck 1. Fichtel-
gebirge. . . ..
ganz versorgt
teilweise ,,
Coburg . . 2...
ganz versorgt
teilweise ,, !
Ebermannstadt . .
gang versorgt
teilweise,
Parchheim . . ..
ganz versorgt
teilweise
Höchstadt a. d. Aisch
gang versorgt
© teilweise ,,
Hof. . . „0
ganz versorgt
teilweise ,,
Kronach . . . .
gang versorgt
teilweise ,, |
Kulmbach . . ..
ganz versorgt
teilweise ,,
.chtenfels . . . ‚|
ganz versorgt
teilweise ,,
Münchberg . . . ‚1
gang versorgt
teilweise ‚,,
Naila . . 0. 0...
ganz versorgt
teilweise ,,
Pegnitz . . . ..
ganz versorgt
feilweise
; 1
2) 8°-7-- Anmerkung 18. 177.

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7807
6 130

19 803
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15 5839

24476

11282

+2 1041

29269 15047
9083 6376
1866 8671
3777 32951
1238 7838|
1589 25 is
3137 16789
2037 11065
1100, 5674
1270 28000
2275 12018
1995 10982 |
22833 12570
162 857
2071 11718|
39238 283599
1470 11572
1768 12027
4513 30279
3404 28481
1109 6798
3680 22117
2098 12467
1582 9650
1951 30822
377 28522
“238 7200
455 24761
1588| 14304
1867| 10457
3376 22688
2445 17 400
58 981, 5288
‚94 | 4284] 923833
141| 8292 | 18 487
52| 0999| 5246

4525 501521 016 1016
2604 235306 5151 517
2434 24701 317 387
912 9574| €2 69
2655. 419232| 633 688
3° 1110| 11874| 180) 180
L| 650! 7620| 102 102
1! 758! 8761| 85 85|
1} 927 12444 2 2131 —
21 16575 | 201664 |3143 3143| 12 |
18 | 16477| 200 458 $ 119 3119 9 |
2 9IR| 1206 24 24 8

2

25

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1039|
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191

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1398
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180| 161 | 10, 4
171 152 10 8
9 93 — 1
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10 092 141 141
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236821 617, 597 11
215321 582 0568| 1°
2150; 25 29 3
14170 344) 8382| 7°
10.536 273 278 d
3834 66 59
22981 691, 665 14
22583 2682| 656 {4
398 9 9
14995| 226 226 |
13698, 217 217
7297! 9 9
7212 310 261] 9
16674 299 250 9
538 11 11 — L &amp;
19889 917/ 2906| 54 6 82
‚7040 797 789 47 | 2 70
| 120; 117 7 4 | 12
|

10 —
10
1
92
2
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21
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54
38
1

11538
796
5 8357
23 1434
16 1134
7 300
35 11404
32 127
8| 15
54 2476
9 2085
fr 44(
Ca 257
15:
135
1 409
1 221
188
3366
3 044
322
2314
1 76?
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351
34
e
171.
1512
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4 54

3 19

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10 2 5

7 8 17

17 61 19

8 8 4

| 9 28 ] 15

79

79
7
72

319
112
207
‘176
308
868
682
2716
166

244
28
221
257
254
52%
28
499
874
54
820
349
5
544
10]

” E
3767
301

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9

210
306
115
195
6

6
160
48
112
94
28

! 71

y
bx
        <pb n="171" />
        Verwaltunasbezirk

Tabelle III. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
"= Feuerlöschzwecke sind yorhea=?-
2 zn
= BER © „So
Le | 35 EIS | Ed |SP82, ©
SER | 8° 8258, 571 | 9558| |
SR = m 8 K &gt; iD a
529 825 ee” al LE E55 ?
255 | 225 88205) 2 |@325| |
= a5 9 | 2 SA 3 Ca DO.
X E2E SEM MM 5208 os
en SR CE SSH 15588 80°
z ha = a BES Pa
3: mo DD na DEE DS
ap © (z] w2sa AS BE
PER ;

Durch
Wasserleitung
yanz oder teilweise
versorgte Orte
mit.... mit....
4 - Wohn- davon
Make x ge- as über- | zum
Orte | punden! Ein- | Orte | palden | Ein- haupt direkten
Ka wohnern Be wohnern Spritzer
R- -
wesen wesen

Ohne besondere
Einriehtungen und
ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke
mit ...
Wohn- .
[orte büsden Ein-
bzw. woh-
An- nern

(Ohbaerfr:
Rehau. . . .. . ]
ganz versorgt
feilweise ,,

Stadtsteinach . . .
ganz versorgt
teilweise ,,

Staffelstein. . .
ganz versorgt
teilweise ,,

Feuschnitz . . . .
ganz versorgt
teilweise ,,

Wunsiedel . . .. E
gang versorgt 11*
teilweise ,, 7

Bezirksämter 25€
ganz versorgt ! 268
eilweise 990

Oberfranken 2288
ganz versorgt |” 290
LeLlWEisSEe 998

100
41
9

2647 202151 151 1482 13299} 2537| 248 |

1361 11860 9 1296 11466\ 236 280

1286. 8855| 6 186 1833, 21 18

2557 5291 9 617 0029! 2101 195

1136 6788, 9 87% 5576, 136 122

(421 8508 | 2 714 4458| 74 72

2307 12679 1180 6980 181‘ 170

1024 6061 980 5586 168! 152°

1288 6618 250 1894 18 18

2922 18814 179° 11713. 4 265

“858 12097 .. 17% 11148 261 261

1069 6717 3 ' 570. 12 4

5987 44251 42 41° 32947 | 760) 755 -

{218 838266 3° 378. 30507| 747 744

1769 10985 34. 2440 13, 11 2
71367 447872, 72° 238818 2606466 662 6337 187 13° 360
38.2383 252812|| 596 38056 228450 |6 038 5785 168 102 02
383 134 195 560 124 5762 37196 625. 552} 19 0? 58
88 465, 653157! 741 55393 462310|9806 9480 | 199 143 361
54.720 | 452 947 | 614 49588 423908 |9157| 8904| 177 | 109 | 803 ı
33 745 | 200.220 || 127 ' 5860: 38402| 649 576 | 22 | 34 | 58 007

Mittelfranken.

Sl
15
36
4
14
10

4

20
13
7
12
8
4
18

7| 3836| 9%
® 2 12
34 218

27 158

16 61
11297

9% 518

518

41

41

704

57

647

9869

1574

&amp;8&amp; 295

9 948

1581

8367

&amp;
„2

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58
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841
520
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8342
528 |

a7
1°
1

1
a

«gr

Kreisunmittelb. Städte‘). |
Ansbach . . . . .! 22238 921923
Dinkelsbühl. . . . 857 4.997
Dichstätt . . . . . 919 8 006
Erlangen. +... 2803| 29597
Fürth... 0... 438831] 73698|
Nürnberg, ©... 22111 | 392 494 |
Rothenburg ob der |
Tauber. al 1917! 8612!

292238 21923" 354) 3.
850 4953 192 12
i| 919, 8006 86 8
3 | 2440 26900| 368 36°
3 | 4331 | 783693! 906 473
1 | 22111| 392494 | 2850 2850
5 | za) 8975 141! 30 |

Schwabach . . ..
Weißenburg i. Bay. . '
Kreisunmittelb, Städte
gang versorgt
teilweise „
Bezirksämter,
ınsbach . . . ..
ganz versorgt
teilweise
Dinkelsbühl. . . .
ganz versorgt
teilweise
Eichstätt. . . ..
ganz versorgt
Zeilweise
Arlangen. . . .
‚gang versorgt
teilweise ,,
Feuchtwangen. .
ganz versorgt
teilweise,
dürth . 0.0.0.0...
ganz versorgt
_ teilweise ,,
3unzenhausen . .
ganz versorgt
teilweise
Hersbruck . . . ‚|
ganz versorgt
teilweise
Hilpolfstein. . . .
ganz versorgt
teilweise ,,
ganz versorgt
teilweise ,,
Neustadt a. d. Aisch
gang versorgt
teilweise
Nürnberg. . . ..
ganz versorgt
teilweise „„
Rothenburg ob der
Pauber. . . ..
ganz versorgt
feilaneise ,,

1191| 11 782/
1091 7856
28 36778 558 960'
20 | 834802 | 544 545]
Ra 7976! 144158|

1 1191] 11782 188 188
2 1 090 78523] 125 1283
‘5 36360 55587815 140) 4594
{1 | 34784 544865 |4937| 4514
4 | 1576| 11513| 208 0

4

1

5
4
7

8

L
V
4
Q

|

120 654
18 106
102 548
169 748
1 €
168 742
237 125€
Es
234 1 206
219 1208
£ 28
217 1 180
466 2344
4 Ai
462 2821
258 1447
1 447
1287
51
7 186
315
375
6P*

5:
Be
88
136
ar rn
826
1 790
305
7 485
257
8
! 249
?'; Siehe Anmerkung 1 8.177. ?) In 1 Ort mit 183 Anwesen und 693 Einwohnern bestehen 4 Feuerhähne für Feuerlöschzwecke. °%) In 2 Orten mil
12 Anwesen und 241 Einwohnern besteht für Feuerlöschzwecke Schranubanschluß mit Regnlierung an 5 von der Wasserleitung mitgespeisten Laufbrunnen.

192°
89
58
67
6
508
416
92
69 |
69
88}
88
219
{84
35
150
{44
6
129
1717
360
35

8.

-
        <pb n="172" />
        Verwaltungsbezirk

Tabelle III, Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
a A
Für Feuerlöschzwecke sind vorhander _

Durch
Wasserleitung
ganz oder teilweise
versorgte Orte

Davon haben
Feuerlöschhydranten

Zahl der
“euerlösch-
hydranten

=;

Ka zZ 0
= BD w RE .

ds 8 Sao 55 Se 1
a Ca as PS “,
BE 555 6322, 5 SHE BL
ZSE SE HE So ED SE X
355 | a8E [ZiuF2| EE |SS85| 25
25 SS Soc 8 Av er Sn
95 Bor Sera SE Dan S%
Son ES 2°o_©9| SS 205 os
28 GR SuSE Az Aa Om B
DAR Des ENSE $ UL E
az as DSB By SSE u
mo Or ESS a5 SE El
% SE S Rz CE

mit... mit....
Wohn- Wohn- davon
BE- x ge- 4 über- Zum
‚ Orte bäuden Ein- Orte bäuden Ein- haupt | direkten
bzw, wohnern bzw. wohnern Spritzen
An- An-
wesen | ——

Orte

! Ohne besondere
Einrichtungen und
Ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke
mit....
| Wohn-
| Ne -
‚Orte | pafaen | Fin
bzw. woh-
An- nern
WEescch

Mittelfranken 1
Scheinfeld . . ..
ganz versorgt
° teilweise
Schwabach . . ..
ganz versorgt
Teilweise ,,
Uffenheim .. ..
ganz versorgt
teilweise
Weißenburg 1. Bay. .
ganz versorgt
Teilweise ,,
Bezirksämter |
Jyang versorgt |
teilweise ,,
Mittelfranken
ganz versorgt
teilweise

1961 9498
63 559
1 898 9139
3719 22636
819 6 645
2900 15991
3571 ] 17900
967 | 5020
2604 12 880
3592 21 154
2234 14227
1 358 6927
220 51044 293101
375 21203 188 188
647 29841 | 159 918
‚248 87822 | 852 061
593 | 56 005 | 677 728
655 181817 | 174 333

1283 8987 168 166

795 6489 118 118

488 2498 55 58

‘441 7186 1125| 95

961 4934 02 8

4 480 2252 28 7

38 | 2536 15682 1440| 405

31 2151 18775 | 879 345

7 2885 1907‘ 61 60
381 24832 156098 9732 3641 148
308 19599 24295 |3 473 3250 129
73 | 5288 831808 | 500| 391 19
396 61192 711976 9113| 8235 I 149
319 |54388 | 668660 |8 410 7764 180
77 6809 42316 | 702 471 | 710

3
9

25 |
25

1

172
138
20

3E

i
,

a

4)
82C

LE
6
(2
32
8
4
a

5! 366 ' 1766
“ 7 47
359 1719

274 1417

&amp; 19

271 1598

54 299

15

| 284

24

924

15
9
14

3
€

251 119 | 3066 15990
108 57. 189 1220
14° 62 2877 14770
256 120 | 3069 | 15999
107 58 . 192 1229
149 | 62 | 2877 | 14 770

X
br

Unterfranken.
Kreisunmittelb. Städte), :
Aschaffenburg . . .
Bad Kissingen. . .
Kitzingen . . ..
Schweinfurt. . . .
Nürzburg . . ..
Kreisunmittelb. Städte
ganz versorgt
teilweise

2965 34085

867 9517

&gt; 18386 10230

4 2528 | 36836

1 5021 | 89910

19 12767 | 180028
17 [12756 | 179978 |

2 11 55

Bezirksämter,
Alzenau ji. UFr. , .
ganz versorgt
teilweise ,,
Aschaffenburg. . .
ganz versorgt |
teilweise |
3Zrückenau . . ..
gang versorgt
teilweise ,,
ühern . 0.0.0.0. j
ganz versorgt
teilweise,
Gemünden . . . |
ganz versorgt
teilweise ,,
erolzhofen. 1
gang versorgt
teilweise ,,
Hammelburg . . .
ganz versorgt
teilweise,
Haßfurt ©
ganz versorgt
teilweise,
Hofheim i. UFr. . .
ganz versorgt
teilweise ,,
Karlstadt. . . . . 1
ganz versorgt
teilweise ,,
Kissingen .. ..
ganz versorgt
teilweise,
Kitzingen ....
ganz versorgt
teilweise „
Königshofen j. Grab-
fald
ganz versorgt
teilweise,
Lohr 2.0.0.0.
gang versorgt
teilweise ,,
Marktheidenfeld . .
ganz versorgt
FeilINeiSE
BL !
2 Siehe Anmerkung 1 85.177.

22 963
11.068
11 90€
25 744
12 00£
18 742
13.271
!1 065
2206
10658
1861
8797
11279
9129
2150
21 856
10 206
{1 650
‘35568
6 305
7258
23 139
6 950
‘6 189
7 540
2641
4899
23 942
20.8328
3619
19455
18571
5884
20713
12410
8 202

10.103
2884
7219

20 256

16 212
4044

24. 932

22 009
92 992

5 2964 34027 509 509

2. 867 9517 256 954

3 1383 10%02 237° 29287

3 2527 36880 | 376 275 1

1| 5021 89910 1370| 1370 —
15 12762 ‚179986 |2 748 | 2 645 4
14 12758 | 179 952 12 744 | 2641 4

7 9 534 4 4 —

25
141

25838
2 004
534
3 445
1978
1 467
1.960
1 784
176
516
319
197
1484
1447
37
1955
1 863
92
1.066
FOR

13 845
10 893
2.952
20 250
11 191
9.059
10 885
9 900
985
2595
1587
1008
9.277
9.045
232
10 460
10 011
449
6 184
8134)

330! 3822 | 11
298 298 10
82 24 1
145 418 19
310 298 15
185 120 4
39 998 9
9 271 9
22 22 —
4146| 4 -
RZ 3 ”.-
259 18
249 {1
10 2
123 | 5
128 =

180

180

161

158

S

91
89 —
2 —
49% 16
422 1&lt;
74 &amp;
448 B
439 R
31 —
176 | 5
172 z

A

26
19

7
33
30

&lt;
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A

2
2
2
DD)

1 069 6573 167
978 6007 164
91 566 , 65
582 2862 ] 91
52° 2562| 8°
58 800 2

4195 22645 611 |
3735 20818 584
457 2827 77
2204 12692 466
2056 11920 457
148 772 5
2246 11240 285

2241 | 11109 281°

* 40141

1
1
7
f

27
1
10
9

LÜ
0

682
439
245
2 690
2647
43

4 455
4267
188

3292 74
2196 65 8
1 096 b 9 —
16396 3891! 879 1?
16 191 387‘ 379 1i
205 4 — 1 —
22314 673] 682 | 15 15
21 416 671 630 15 | 13
R9I8 | 2| 2] — | 2
| | ‚

f
2
Ah

„2
10
D

2
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1
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9

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7

=

€
9

7

150
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182
210
G8
142
10€
Ai

867
94
778

1 266
426
827
643
37
GE*
4?
112
322

1 020

65
160
1 4-

160 7 020
434 2245
17 187
417 2 108
68 | 323
1 19
67 304
385 2240
60 358
525 | 1882
6

F

|

59

6

58
819
17
802
1858
18

1 840

€
16

167

375

8

872
3 8
2 8
3 53 277
2 8 11
1 50 266
11 154 765
10 81 | 154
11 128 | 611

—-
ie)
er
        <pb n="173" />
        Tabelle III. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
* saw Ir gind yorhande-

Durch
Wasserleitung
zanz oder teilweise
versorgte Orte

Davon haben
Feuerlöschhydranten

Zahl der
Feuerlösch- |
hbydranten

a os 5 T
% hı ZB
5 . BS2 | E98 27458 bu 552
3 BE 52 23° S Sa
3 5 E55 9822 ES 3328| ©
SE Se SEES SS Sims
g 355 | a58 LePß SS EB
&gt; SE Bao [E97 Fe SE
3 a5 ES S5coh 38 SaeS )
4 |} Ee2 | SE8 33525 32 3355| ©:
so an Ba S SS SS
8 ı 38s | 352 auhEr| Pe EEE BF
mo” | S5E SEEE | S 2335| 5
5 57 De88 | 3 5057| =2
Sea S RS = x
£ S = CS
=
4“

Verwaltungsbezirk

Mia. mit...
Wohn- ı Wohn- davon |
ge- . ge- über- zum
Orte |pänden | Ein- || Orte bäuden | Ein- [|naupt direkten
bzw. wohnern bzw. wohnern Spritzen
| An- An-
wesen wesen

Mellrichstadt . . ; |
ganz versorgt
teilweise,

Miltenberg . . . ; |
ganz versorgt |
teilweise

Neustadt a. ı. Saale . |
ganz versorgt
teilweise ,,

Öbernburg . . 2...
gang versorgt
teilweise ,,

Ichsenfurt . . 1.
ganz versorgt ‘
teilweise ,,

Schweinfurt. . . -
ganz versorgt |
teilweise ,,

Würzburg . .. ; |
gang versorgt
teilweise

Bezirksämter 9927
ganz versorgt 602
teilweise, 390

Unterfranken 011
ganz persorgt | 619
teilweise ., 392

38 |
22

2816 13246 ! 2375 | 11248]
2595 12287 2875| 11248
221 959 _
3612 21001 3272 18988
3.456 19985| 83244 18809
156 1016 28 179
3447 17452 1737 ] 8 949
28353 12081 1682| 82390
094 54211 105 559
301 29191) 4027 22428
&gt;976 16302) 2878 15996
2325 12809 1149 6432
3909 21889 17 2942 15820
2800‘ 15188! 926‘ 2777 15058
1109 6201| 145 762
3844 283 697 1877 9 68383
1168| 7997| 118° 7798)
2676 15700} 220 1890!
7716 44594] 42, 7258 4109%
7243 40999| 40| 7216 40734|
478 8595 2 42 358
80162 439929 454 54070 299668| 8007 7089 192! 118 125
51823 288450 1405 48640 268508 | 7578 6730 1175| 101 111
28889, 156479 49 5430 381160| 429 3859 17! 17 14
92929 | 619957, 469 66832 479654|10755| 9734 196 125 126 22 3?
64079 | 463 428 || 419 61898 448 460 10322 9871| 179| 107 | 112 | 21 | .
28850 | 156584 50 5489! 281194| 4833 3638| 17| 18 14 1 | Ze

-terfı
M4 312] u
44 Ü12 11
499| 14
488 14
9 —
9871 m
279 b
8
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319
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26
4
225
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928

16
38
8
T

9
5
2
9
ö
ß

gr

170

60
1710
15
210

Ohne besondere
Einrichtungen und
. Ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke

mit...,
Wohn- .
Orte ul Ein-
bzw. woh-
An- nern
zz

7

49! 165

1 7

48 158
303 1755
204 1114
3 641
273 1432
170 904
108 | 528
496 2604

3 30

498 2574
245 1302

1 14

44 1 288
0 461

&amp; 48

82 413
3813 20549
061 3 806
6752 167438
3814 20556
662 38183
3152‘ 16748

y
5
4
{7

8

122

£

Schwaben.
Kreisunmittelb. Städte }).
Augsburg. . . .. 1 | 10 5583 | 165 522 |
Dillingen. . . 2... 1 827 6091.

ı| 20508 105220 | 174 1a] _ 1 | || —
1l 827 6091! 158 1581 — 11)

Zi A =

Donauwörth . ..
Tünzburg . . .. |
Taufbeuren . . .
Kempten. . . .
Lindau (Bodensee) .
Memmingen. . . .
Neuburg a. d. Donau
Neu-Ulm. .. ..
Nördlingen . . ..
Kreisunmittelb. Städte
ganz versorgt
teilweise ,,
Bezirksämter.
Augsburg . . .. -
ganz versorgt —
teilweise ,, — —
Dillingen. . . | 640 3227
ganz versorgt E 79
teilweise „ 6835 8148
Donauwörth . s 365' 2016
ganz versorgt 18 128
teilweise, 8352| 1888
Füssen .. ... 368 1128
ganz versorgt 1176| 1042
” teilweise ,, 1? 86
Günzburg . . . 5 23
ganz versorgt 5 28
teilweise, — _—
'Jlertissen . . .. | 74 392
ganz versorgt 74 392
teilweise ,, — — —
Kaufbeuren. . .. 18 5 758
ganz versorgt 16 87 258
teilweise ,, 2 94 500
Kempten. . . .. 271 5 5.690
ganz versorgt Ver 254 877} 5099
teilweise 4“ 3 17 | 108 591
Krumbach... | 9. 41 6 159 770
gang versorgt 75 — —
teilweise ,, 4. 14 78% 159 770
Lindau (Bodensee) . 345 3C 34€ 488 2778
ganz versorgt 2° 26 49. 4C£ 2298
feilweise . 38583 84 485
Markt Oberdorf”. . 38 2 668 2.350
gang versorgt 298 4100 24055 806) 1827
feilmeise 40 466 2611| 90 528
» Siehe Anmerkung 1.8. 177. 2 In 1 Ort mit 19 Anwesen und 101 Einwohnern bestehen für Feuerlöschzwecke Anschlnßstellen an der Wasser-
1altıne.

brem
Ne
a
        <pb n="174" />
        Tabelle III. Wasserbeschaffung für Feuerlöschzwecke in den Orten mit Wasserleitungsversorgung.
a m EN me
Für Feuerlöschzwecke sind vorher

Zahl der
= He
Feuerlösch-| _ ven ein IE 5
hydranten | £ 55a | SPS SS! | A
S PER = m an SEE
E 35 | 228 ne S555! ©
—— — | 5 | 225 | SES gb... | ZE8Sl 5
mit... mit... = 8298 | 825 BEER F 5228| SS
KL — ALL N U a ax m PA
/ Wohn- Wohn- ' davon E Pe ‚48 &amp; 53 S Se
ge- | . ge- . über- | zum vu = DES EA
Orte bäuden | Ein-. |]Orte | pauden | Bin- haupt | direkten SE as
BE | wohnern WE wohnern Spritzen —_
An- n- 7 Si da
wesen wesen Ye. Ort

Ohne besondere
Zinriehtungen und
ohne natürliche
Wasservorräte für
Feuerlöschzwecke

Verwaltungsbezirk
Mit...
| Wohn- , a
* ge- in-
Orte bäuden Tin
bzw. | WON-
An- nern
wesen

Memmingen. . ..
ganz versorgt |
teilweise ,,

Mindelheim . . ..
ganz versorgt
teilweise,

Neuburg a. d. Donau
ganz versorgt
teilweise,

Neu-Ulm. . 2...
ganz versorgt
teilweise ,,

Nördlingen . . ..
ganz versorgt
teilweise

Schwabmünchen . .
gang versorgt
teilweise

Sonthofen . ...
ganz versorgt
teilweise ,,

Wertingen .:. ..
ganz versorgt
teilweise ,,

Zusmarshausen .
ganz versorgt
teilweise ,,

Bezirksämter
ganz versorgt
teilweise ,,

Schwaben
ganz versorgt
teilweise ,,

N.J
6450) 34 967] 59) 4218] 22 2 4341

4 936) 27164! 50| 3605 18924| 384

1494 7808 9 618 8197| 50

3701 37205 6 50629 28855) 915

1989 28529: 51) 4589 26 185| 878

[762 8676. 5 580 2670 27

2806 15577) 21 786 1389| 150

121 884| 11 9 654 98

2685| 14693 10 2681 2785 112

3 547 17.859 8 2197 0632, 389

{505 7472 01 1371 6704 88
2042 10387 | 826 3928| 51 2830| 169
3282| 16074| 11! 1484 7542 10 186 | 797
9832| 4958| 5% 908° 478% 191 12 58
2850, 11116 ; 581 2757| 8 174 789
4061! 21945 27 3094 16849 160 1151 618
2 466| {2895| 21 2294 12064| 392 2 152
1595 9050 €| 800 4785| 68 90| 455
5739) 40602) 82| 3757. 29488| 69% 851 1983
5344 38281| 176 8586 282855| 608 310| 17835
395 2821 6 171 1078| 18 41; 198
34' 3005 159838 11 1184 5816| 1683 152! 860
21 2677 8495| 8 644 8239| 85 2 15
3) 2 328 124838 3 490 2577| 78 6C - 150 845
71! 38110 16329 39 2 231 11912 210 180 18 9 69
86 1404 7867 26 1384 7225| 174 128 12 5 39
35 1706 8962 13 847 4680 66 59 ; 6 30
3489 91155/ 514595 2972| 56052 327955| 8 528| 7490 323 | 2833 8319 47 813 78 726 28971 5710 31897
?715, 52225 808743 802 41647, 247 105| 6996! 6199| 294| 224 250 34 585| 48 508 771, 8055 18126
774‘ 838980, 205852. 170 14405 80850| 1532 1291| 29 59 69 18 | 228! 30 218 126 2655 13771
3504 113361| 783261 - 78258 59662112315 11154| 325| 2891| 321 50 813 78 726 23897 5710| 31897
| 2725| 59118 8370381| 812, 48535 308 748| 8803 7486| 296| 280 | 2560| 36 585 48 | 508 ] 771 3055| 18126
| 779‘ 54248, 412880 175 29728! 287 878| 4012 3668| 291 1 71 14 228! 3830| 218 | 126| 2655 18771

schw”
3681
735
38
753 |
741
12 |
40
28
112
279
24°
37
14°
117
53
417
5350
6°
610
595

861! 5203
657 4148
204! 1055
424 2819
144‘ 814
280 | 1505
155! 802
8 18
152 784 =
30 | 169

3812 315 355 1800] 8478 54691
2347 109 799 1566| 3668 25246
1525 206 556 4°4' 4815 29445
4287| 438 1224 [1035| 7100 | 46 334
2.8366 | 159 630 | 6283| 2084‘ 14657
1921‘ 279‘ 594 \ 412| 5016 381677
4 74. 9 118 | 173 9190 48212
4 | 45 6 68 94 809 4616
_ 29 8 50 79| 8381‘ 43596
268 80 978; 1136| 444 1 3801| 3180‘ 20257
235 20 351 40 | 212 | 144 411\ 2755
38 10 627 961 232 | 157| 2719 17502
199: 143 | 3611 38 8701 147 381 149 1739 9948
177 109 303 | 25 342 48 192 94! 258 1581
22 34 58 18 528 99 189 | 55| 1481‘ 88367
149 55 | 172 20 |. 415| 58 | 256 | 120| 3069! 15999
130 42 188 14 95 11 107 58| 192 1229
19 18 39 6 320 47 149 62 2877‘ 14770
196 | 125 | 126] 22 211 37 170] 124) 3814| 20556
179 107 112 21 66 6 60 68| 662| 383818
17 18 14 1 145 81} 110 56 8152| 16748
8325| 291 | 3891 50 8138 78 | 726 3897| 5710| 31897
296 | 230 250 86 585 48 508 2771| 3055| 18126
29 61 71 14 228 30 218 1796| 2655| 18771
27969 | 813 1076 396 430) \952/ 533 44714 755 011/90 202 82293 |2249] 1326 ' 2115| 262 |11520| 1218 4674 4599| 42230 247894
17.284 484500 4295 570| 4862 432 276.3 906 250177672 71088 |1966 | 1028 | 1689 | 179 | 6 197| 427 | 2576 [3228 11184| 72028
10 685 328 6072 100 8551| 1 090| 101 1471| 798 661{12 710111 260 285 298 A198 83 53238) 791 9998 VRRT| RT N96 | 175 871
davon | ,
Kreisunm. Städte. . 215168 009/2 498 673| 149| 166 1602 488 386130 491) 27989] 67 53 | 16| 183 | ©
ganz versorgt 149 | 140 682 2 153 890] 111 140725 2 152 974/26 185 283 90 49 43 7 12 11
teilweise 56 | 27 0m 344783) 98 26 0 335 412| 4306| 4080) 18) 10 9 7 8
Bezirksämter . . . 27754 | 645 0983 897 757| 5803| 366 6782 266 62559 891| 54 30412182] 1278 2099 249 | 11501] 1211
ganz versorgt |17135 | 348 818 2 141 685 4751| 291 5511808 37651 487 97 124 | 1917| 985 | 1682 | 167 6186| 424
Feilweise 40.6191 201 280° 1 756 072\ 1052| 75127 463 249| 8 404) 7180| 265‘ 288 | 417 82 E15 | 787
Ed ; ld KO ' ; ; ! !
N In 2 Orten mit 68 Anwesen und 358 Einwohnern bestehen für Feuerlöschzwecke 2 Feuerlösch- (Schlag-) brunnen,

Zusammenstellung
3 969 | 154 11911 559 7841 1 627] 102 78111 226 419]20 219| 18 865| 572
2908 92 21 148 626 202 78 Sat 052 897|16 924 16.972\ 466
2066| 61894. 405 1581 2451 28958| 173522| 3289| 28951 106
5883| 27878) 229329| 3779| 35331 92
[57 12706| 114284| 2219| 2076| 57|
4126| 15172 115045| 1560 1%7° 35
641100701) 71257416513 188701 448!
604 96084 687 477|15 889 13367 126
271 4617| 25097\ 624 503° 22
!
808| 40412) 336128] 7688) 7422
5655| 30814 251921| 6 448| 609
1538| 9598| 84207| 1440 1829
741| 55398| 462 zu] 9806! 9480
614 49533 423 908| 9157| © 904
127 5860| 38402\ 649| 76
396 61192] 711976 9113 8.235
319 54383) 668660| 8410| | 764
77 6809| 43816 708! #71
K
169! 66832) 479 654[10 755| 9 734
419 61293| 448 460|10 322 9371
301 5439| 31194) 4838| 9083
987! 78258) 596 621]12 815 1110|
812| 48535| 308 7483| 8303| 7288
7n=| 90m98| 9978781 4nıal 3668)

Jberbayern. .
ganz versorgt
teilweise

Niederbayern —_-

„ gang versorgt
teilweise ,,

Malz . 0.0.0000
ganz versorgt
teilweise ,,

Oberpfalz. . . .
ganz versorgt
teilweise

Nberfranken . .
ganz versorgt
Feilweise

Mittelfranken . . .
gang versorgt
teilweise ,,

Unterfranken . . .
ganz versorgt
teilweise

Schwaben . . &gt;
ganz versorg|
feilweise

418 | 563 '
324 | 444
Erd 119
60 107
33 ; 56
27 51
126
115
11
108 |
68
40°

ja
se
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        <pb n="175" />
        "AA

Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungs-
anlagen ohne die Gruppenversorgung.
a) Wassergewiprung und Wasserrveinigung.

Le
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38
“mn N
55 50
48
3a
„48
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je Wassergewinnung erfolet aus

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257

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Regierungsbezirk

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davon
kreisunm. Städte
Begirksämter .
Niederbayern . .
davon
kreisunm. Städte
Bezirksämter .
Pfalz . ....
davon
kreisunm. Städte
Bezirksämter ,
Jberpfalz . . .
davon
kreisunm. Städte
Bezirksämter .
Jberfranken . .1
davon
kreisunm. Städte

Bezgirksämter . |
Mittelfranken . .
davon -
kreisunm. Städte
Bezirksämter .
Unterfranken . .
davon
kreisunm. Städte
Bezirksämter .
Schwaben . . .
davon
kreisunm. Städte
Bezirksämter

7674 || 5244 | 1469 |

360 | 71

1992

96 | 242

7) 4 1 | —, — mı 4
6 1468 859 71! 192 96 | 241
71601 5601| 9171 270 | 52! 135 | 38 | 152

A 2 | 8 A

5572| 915 | 267 | 88 | 152

69611 551) 1021 385] * 5
nd 8! 9 2
676|| 5423| 93 32
21221 1837] 1121 88
13/|
2109
1942 |

5 | 4
1882 108
1698] 90

%
34

1

Es

27 |

47
29 |

2

95 |

9 |

39
28 10 8
1924| 1683| 87
10461 8211 152 |

4
88 ©

95

»

1
af
„as

2

%

4
18) 8 El A
[028 818 146 50
871! 685] 114!

&gt;

A

!o
5 8 4
6880| 111 50
2647| 201] 148! r
18 | 5| 5 8 |
3138| 2642| 196 | 145) 9
3157 | 1051

=

7

1
122

21

nr

27

?

122

Staat

24662 19079

157

434

157

527
davon .
kreisunm. Städte | | 74 38 25 | —'
Bezirksämter , | 24526 79005 | 8124 | 1026 ger) 434 | 157 | 628

Wasserreinigung durch

£

* &amp;
X a

3 3 8
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59 5
25:5 | 5
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+x = —m
7 = =
1 E DD
erfolgt bei .... Anlagen)

5

m

=

,

38

Ye

K

Mi

&lt;«‘

') Bei der Mehrortsversorgung sind hier nur diejenigen Orte gezählt, in denen sich die Mutter-
'eitung befindet oder in denen auch selbständige örtliche Wassergewinnungsanlagen vorhanden sind. Bei
len. kreisunmittelbaren Städten sind auch die Nebenorte. welche selbständige Wasser-
gewinnungsanlagen haben, gezählt.

*) Siehe Ausführungen im Text auf S. 112; aus Seen wird das Wasser nur für einige kleine Wasser-
leitungsanlagen in Oberbayern entnommen, die im ganzen 35 Anwesen in 9 Orten versorgen.

%) In 1 Ort (Schweinfurt) findet neben Entsäuerung und Enteisenung auch Entmanganung statt. —
In der Stadt Abensberg wird das Wasser einer Entgasung unterworfen, um den im Wasser-enthaltenen
Schwefelwasserstoff zu entfernen.
        <pb n="176" />
        Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung dureh Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppenversorgung.
b) Wasserbeileitung,
(Bei der Mehrortsversorgung sind hier nur diejenigen Orte gezählt. in Aenen sich die Mutterleitung befindet, dagegen nicht die weiterhin angeschlossenen Orte,}
' Bei den mit Hausanschl"--an quspestatteten Wasserleitungsanlagen erfolgt die Wasserversorgung durch | Durch selbständige Lauf brunnen-
EN aa anlagen
Pumpwerksan!lagen und AS

L

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E358) ©
23] En
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A

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neben ande-

an Leitungs-
„anlagen
werden .... Orte versorgt

5

33
SO
a

.—.-

Regierungsbezirk

neben
Pumpbrunnen
mit motorischem
Kraftantrieb

neben
Pumpbrunnen
mit motorischem
Kraftantrieb

Sf
Orten

1

)berbayern . . . ..
dav. kleinere Anlagen?)
Niederbayern . . . .
dav. kleinere Anlagen?)
Ofalz 2
dav. kleinere Anlagen?)
Dberpfalz. . . 2...
dav, kleinere Anlagen?)
Oberfranken. . . ..
dav. kleinere Anlagen)
Mittelfranken . . .
dav. kleinere Anlagen ®)
Unterfranken . . ..
dav. kleinere Anlagen ®)
Schwaben. .. +...
dav. kleinere Anlagen 3)

3239‘ 1698
3000| 1677
1052
1048

1 262 143 55 391

1262 141 55 228
250 | 875; 111 9 | 34 | 54 10
248 | 8751 109 | 91 34 | 3838| 4
— 1083 | 5
2%

36

25
9
2

S

35
21

4
2

3
3

2

220
220

1
1
179 | 2%)
179° 2

27
27

155
155

+
4

9
4

3

1.959
1959

485 |

485
47!
47)

38
38
345 |
118

10
8

122
122

l
f

| 248
1 N&amp;2

113°
81‘

19
19
42 17
287) 15

108
108

21
18

1
f

61 |

26

76
27

12

524
524

6

1

172. —
172) —

957
569

122
122

33
29

5
5

3
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iR

625
625

&amp;

&amp;
260 ı
9260|

389
282
375
159.
1759
1 4925

Z
10|

8
6
3
3

142
142

17
16

4
2

| 55
15
103
26

99 151 ]
29 693

362
362

x

113 |
113
118.
113

248
248

64
64

1
7

359
08

204
7192

168 |
168

69.
58

32
32

36
6

18
10

265
265

2929| 6
200 6

Staat !
dav. kleinere Anlagen?) |

10809 3324
9097) 2219|

830 [2879 401 | 278! 124 994 | 156 12 26 1 70
R05 | 9.070 B71 | 275 | 124 | 250 48 138 ß 87

3
5

4325
‚ 4325

237 | 9
957 |. 9

1525! 49
1525| 49

SC
CS
-

_ 1) Neben den Laufbrunnenanlagen mit natürlichem Wasserzulauf bestehen in 78 Orten auch noch solche mit Wasserförderung durch Widder: diese Orte verteilen sich auf die einzelnen
5 Regierungsbezirke wie folgt: OB. 4 Orte, NB. 49 Orte, Pf. 1 Ort, OPf. 7 Orte, OFr. 6 Orte, MIT. 3 Orte, Schw. 3 Orte.
* 2 Neben den Laufbrunnenanlagen mit natürlichem Wasserzulauf und sonstigen Leitungsanlagen bestehen in 18 Orten auch Laufhbrunnenanlagen mit Wasserförderung durch Widder;
diese Orte verteilen sich auf die einzelnen Regierungsbezirke wie folgt: NB. 8 Orte, MFr. 2 Orte, Schw. 3 Orte.
3) Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb sind bei Gewinnung der folgenden Schrägziffern nur in Spalte 4 berücksichtigt.
4) In 1 Ort bestehen außer der Pumpwerksanlage noch 4 Laufbrunnenanlagen mit Wasserförderung durch Widder.
5) Außer der Pumpwerksanlage bestehen noch eine Laufbrunnenanlage mit natürlichem Wasserzulauf und eine solche mit Wasserförderung durch Widder,
        <pb n="177" />
        '96

Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen
olıne die Gruppenversorgung.
Maschinallana Wasserfäsdau---
In ständiger Verwendung
bei Pumpwerken!)

Als Reserve bei allen
Arten der Wasserbeileitung '

In Ver-
wendung
ji Pump-
brunnen
mit moto-
rischem
Kraft-
antrich
1 Zahlder] Zahl
1, Ca mw. dr
Orten schinen Orten Nr

Zahl Angaben über die Zahl ‘ Angaben über die
der Leistung der der Leistung der
in ‚Kraft-| Kraftmaschinen | in Kraft-| Kraftmaschinen !
...+| mma- liegen vor ....| ma- ___ liegen vor
Or- | schi- für) für . Or- | schi- | für .
‚en nen in| für |... mit ten Inen in! für Fi mit
diesen 1***| Kraft- | +0.« diesen hew EEE | + m
x ma- Ma-
(Orten [Orte sechinen PS Orten |Orte schinen PS

Antrieb der
°ördermaschinen
durch

Wasserkraft . . . 1232 | 243 186 | 194
ölektromotor . . |241%: 285 2979 262
J)ampfkraft . . 2 2 2 2
Wärmemotor . . | 18 18 [17 17
Windmotor . . . 33 | 35 | 12 12
rerschiedene Kraft-
quellen der vorge-
aannten Art . .

Zusammen

576,7 v 6 | 3° 3
2160:| 61 65 | 57 1
950) 10, 10 9 9
1040| 46 | 48 | 43 45
375! — — — _

6,8
728,0
253,0
368,4

S2] 73 12190] 3117
904! 1702
1 1
28 | 30
5811 656

25 | 75 Id 68
551 | 658 467 | 555

ar 3 | 6 e 4 24,0 74
3872, [126% | 135 !1ı14| 122 | 1380, 1642

237 .
2689 [2100| 3117

Wasserkraft . . .
Elektromotor . .
Dampfkraft . .
Wärmemotor . .
Windmotor . ..
zerschiedene Kraft-
quellen der vorge-
nannten Art . .
Zusammen

|

Niederbayern,
28 30 As 19 40,2 _ _—
31 39 | 261 34 | 4542| 12 | 13 10
1 1.21, 1 15) 3 31 2
3, 4 fi 3 | 42. | 99 99| 9
4 | 15 | 11] 2 | ul 2 1

- 42 50 [16911 2323
131,0} 306 509
110,0 2 2
150,0 20| 21 ]

— | 7091 809

4 | 4 4 24 266, | a — “ 120, .
81 | 113 | 62! 93 8430| 25 | 26 | 21l 22 | 3910| 1123 | 1511 7 2323

Wasserkraft . . .
lektromotor . .
Dampfkraft . . .
Wärmemotor . .
Windmotor . . .
‚erschiedene Kraft-
quellen der vorge-
nannten Art . .
Zusammen

/

Pfalz.
13 13 12 12 1185] 2 2
75 89 74 88 1441| 23 928
1 1, 1 21, %%ol 7, U
14 17 | 14| 17 2565| 928 29
1 10 LI Bob = |

L
22
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10,0
765,0
392,0
327,5

10
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0 *
255
2
7
|

131

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6

7 = 6 19
111 142 1108| 138

A170 8 91 3
3013.21 639 74 59| 69

4100! 2] 4|
1904| 95 270 | 13) 5

Wasserkraft , . .
Alektromotor. . .
Dampfkraft . . .
Wärmemotor .
Windmotor . . .
zerschiedene Kratt-
quellen der vorge-
nannten Art. .
Zusammen

Dberpfalz. .
93,5] 1 1
298,8! 15% | 17)
94,0] un! au
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16

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234,o| 105! 188
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168,5 12| 15 |
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(700! | 9 N .
569] 133 225 | 1409| 85
: ‘

‘) Einschließlich der Zwischenpumpwerke. Solche kommen in Betracht: In Oberbayern
bei 5 Orten (4 Anlagen mit Elektromotoren zu insgesamt 8, PS und 1 Wasserkraftanlage mit 3 PS);
in Niederbayern bei 1 Ort (1 Anlage mit Elektromotor und Reserve-Wärmemotor zu je 10.PS); in
üer Pfalz bei 3 Orten (2 Anlagen mit Elektromotoren zu insgesamt 12 PS); in der Oberpfalz bei
2 Orten (1 Anlage mit Elektromotor und Reserve-Elektromotor zu je 12,s PS, 1 Anlage mit Elektromotor
ıhne Angabe der Maschinenleistung).

?) Für 1 Einzelanwesen wird der Wasserbedarf aus einem 25 m tiefen Bergwerksstollen durch einen
Luftventilator zum Wasserreservoir gepumpt. ;

°) Durch die nicht einbezogene Werks-Wasserleitung (Zlektropumpwerk zu 170 und 36 PS) der
Bayer. Stickstoffwerke AG. werden 11 Fabrik- Wohngebäude in Trostberg mitversorgt.

*‘) Bei einigen kleinen Wasserleitungsanlagen werden Göpel als Reserve-Maschinen verwendet: dies
ist der Fall in 2 oberhayverischen Orten sowie in je 1 Ort in der Pfalz und der Oberpfalz.
        <pb n="178" />
        at

Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen
ohne die Gruppenversorgung.
c) Maschinelle Wasserförderung. (Fortsetzung.)
In ständiger Verwendung |
bei Pumpwerken !}

Als Reserve bei allen
Arten der Wasserbeileitung
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der Leistung der
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Kraft-
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Zahl ! Angaben über die|
der | Leistung der
in ‚Kraft-| Kraftmaschinen
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"ördermaschinen
Aunurech

Wasserkraft . . .
Slektromotor . .
Jampfkraft . . .
Wärmemotor ..
Windmotor ...
zerschiedene Kraft-
quellen der vorge-
aannten Art . .
Zusammen

)berfranken.
38 | 34 271 27 201 — 5| 51 78] 94
35 | 62 52 58 5067| 18 | 19 | 18| 19 . 1842| 151l 2721 +
= A = ZZ] 4: 4 1| 1 2004 = 2 ;
7 710 9 | 50,0 9 | 9 9| 9 ) 6700 4 4.
5 | 5 8 31 1 = 2 1 | 8l 8

4 9| 4 9 2350| 1, 2 | 1 2 | 2402| 4 16 | al
| 104 117 | 93 104 | 1062 20 | 31 | 20 31 | 411] 167 299 | 731 94
Mittelfranken.
8 9' 628
37| 48 40
10 11 | 870,

Wasserkraft . . .
Elektromotor . .
Dampfkraft . .
Wärmemotor . .
Windmotor . . .
verschiedene Kraft-
quellen der vorge-
nannten Art . .
Zusammen

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7, 9 2681| 1441 3881

3| 6, 450 = 2.

17| 18 | 308; 9/ 9 | :

— — —— 5 6 .
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‘73 | 107 62 96 12955s| 30 40 | 2989| 38 (1471| 170‘ 376 | 62.71
Unterfranken.
8| 8 5 5 | m m NZ 7] 161 ®%
78! 89 | 69 80 1060.| 20 29 | 19 27 | 9100| 106] 2838! +
1j 1 2 1, 2j 1 1 | 1, 150 —, = |
15 | 18, 1518| 8368| 86 | 37 | 82/ .33 | 358 2 3|
AA N

Wasserkraft . . .
ülektromotor . .
Dampfkraft . .
Wärmemotor. . .
Windmotor . . .
verschiedene Kraft-
quellen der vorge-
1annten Art . .
Zusammen

659,0 S 6 / 3| 6 | 49] 5' 223 | „1 &gt;
2144. | 61% 74 | 56| 68 1338| 125‘ 476 15 25
Schwaben.
86 | 94 75/ 83 8802| 7 7 6| 6 41,0 3| 9 ] 66811217
113 | 148 102/ 132 8322| 42 45 | 40! 43 298:| 2661 847 ;
1 1 ZZ [| 3 3 3| A ee .
8 8 8 8 3895| 201 20 | 20l 20 | 1618 11| 11 | „|
15 | 16| 14) 15| 280) —' — 5 ‚911 28

| ;
8,20) 7 18
113) 139 098 123

Wasserkraft . . .
Slektromotor . .
Jampfkraft . .
Wärmemotor . .
Windmotor . ..
verschiedene Kraft-
quellen der vorge-
nannten Art . .
Zusammen

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A | 24 / 9 18| 10] 3
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Staat.
430 | 455 2345| 364 2150] 16
382 ° 819 2629| 751 7594,6| '98
7 7. 5 21 9205| 28
84 | 92 | 80: 88 1824,s| 177
73 | 77 | 44 46 116281 9

9 | 3| 9,2880 14) 4 | 5} .
84 | 72. 81 |13240| 320 969 | 663 1217

Wasserkraft . .
Slektromotor. . .
J)ampfkraft , .
Wärmemotor. .
Windmotor . . .
zerschiedene Kraft-
quellen der vorge- |
nannten Art . v0 | 213 63 194 5364| 160 39 15 37 | 1668,| 150| 6941 + | .
Zusammen hynan ‘1663 1166| 1448 ı 16745.4| 437 | 495 |406!| 460 18790613775 6824 lunss 7047

16 141 11 596] 1839! 167 [4856| 7047
390 187 208 38818/2058 4312 ;
35 | 26| 3833 12760| 9 9
183 /166| 170 11895,2| 901 100 |

2 ! 1 100113929 ' 1512

1) Einschließlich der Zwischenpumpwerke. Solche kommen in Betracht: In Oberfranken
bei 3 Orten (3 Anlagen mit Elektromotor zu insgesamt 14,s PS); in Mittelfranken bei 3 Orten (1 An-
lage mit Elektromotor zu 1 PS, 1 Anlage mit Elektromotor olıne Angabe der Masehinenleistung, 1 An-
lage mit Wärmemotor zu 6 PS); in Schwaben bei 1 Ort (1 Anlage mit Elektromotor zu 3 PS).

?) Für 1 Ort (1 Anwesen) wird das Wasserleitungswasser durch Göpel gefördert.

3 In 1 Ort werden ein Gövel und ein Maotarpflugs als Reserve-Masechinen verwendet.
        <pb n="179" />
        Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppenversorgung.
ad) Wasserspeicherung, Kontrolle der Wasserabrabe und Begyelunz der Wasserzebühren.

Hochbehälter

Wasser-
türme

Pumpwerks-
betrieb
mit Druck-
windkessel

Regierungsbezirk

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Druck-
windkessel
mit einem
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Oberbayern . , . .
dav. kreisunm. Städte
Bezgirksämter . .
Niederbayern . . ..
dav. kreisunm. Städte
Begirksämter . .
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dav. kreisunm. Städte
Bezirksämter .
Dberpfalz. . . ...
dav. kreisunm. Städte
Bezirksämter ,.
Dberfranken. . . ..
dav. kreisunm. Städte
Bezirksämter , .
Mittelfranken . . . .
Adav. kreisunm. Städte
Bezirksämter . .
Unterfranken . . ..
dav. kreisunm. Städte
Begirksämter . .
Schwaben. . . . ..
dar. kreisunm. Städte
Pesiykefm ter

2821 8782/183804| 55/ 56 7138| 29'
5 578960) 2 2 190 1
2816 83777\1043 5535| 54| 6943| 21
1168 1647 in 6 7 1427| 8!
4 9| 4665| 2! 8| 1080] ?
(159 1688 35496| 4 4 347
409 . 507| 57048| 16| 18 4124
10 | 19 15828 4| 4 3000
299 | 488| 41215| 12| 14 1124
578% Gl 40887 7 7 4
10 151 7247| —| — — -
6687| 816‘ 331401 7 7 1146| 8
640 | 858‘ 68988 —| — 7
12 29| 81441 —) — —| _
527 829| 87542 — = | 71 6
287 3861|105511| 7 7 3855/ 6/ 2
11. 21 850781 1| 1 100 al —
276 340 nl 5 al 255 3 2
399 515| 63681 ‘! 1° 60l 8' 2
6 16| 17807 -|— -])—, -
398 499| 4587 1 7 60) 8 2
:199 1921 79865| 19| 19| 2858| 18 11
12 26 6830 2 2 850) —| —
17187 1895| 730388| 17i 17 7008 181 11
Staat 17496 10422(638088 [11115117103 68 40 62
dav. kreisunm. Städte‘) | 71 140247851 11} 12| 5220| 8 4 | 15
Bezirksämter 7425 10282 3910841100 108 11888 | 60 36 \ 47

16
2
14
4
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Kontrolle der Wasserabgabe
Bei der Mehrorts-
versorgung wird |
lie Wasserabgabe
an die gastweise
angeschlossenen
Orte kontrolliert

durch
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s07 /a5308 75 | 189
2182| 9 74 12 | 21
20792 | 388 1925294 62 168

25
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Regelung der Wassergxebühren
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2.8 S Höhe des
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7011 91
418 290
11 17
407 279
2018 254
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2012 243
1789 151
Co 22
1783 318 {29
960 140 124
10 — 15
950‘ 140 109
712 176 100
7— 11
705 | 176 89
2900 | 355 190
2 7
2900 | 858 188
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23399 | 2467‘ %. 11632
| 60 28 | $ | 204
288229 | 2444 | 91 11528

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3091 683 242
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28 51 $1
227 38 96
8 10 7
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21 15 64
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48 55
172 43

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7) Darunter 1 durch eine forstärarialische Wasserleitung versorgter Ort, von dessen 7 Wohngebäuden die 2 Dienstgebäude gebührenfrei sind. 2) Außerdem
in 1 Ort (365 Anwesen) ein Druckunterbrechungsschacht mit 100 cbm Fassungsraum. *) Bei den kreisunmittelbaren Städten sind auch ‚die in Betracht
kommenden Nebenorte. welche selbständire Wassergewinnungsanlagen haben, gezählt.
        <pb n="180" />
        Tabelle IV;  Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppenversorgung.
e) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Finzelertsversorrung.
Tauptrohrleitungen
Angaben über Leitungslängen
liegen vor
Auf den Kopf
der vorgenann-
ten Einwohner
treffen ...m
. bei den
anz teil-
80 weise”)
durch Wasser-
leitung versorg-
ten Orten

Hauptrohrleitungen *
Angaben über Leitungslängen
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Orte | qieser kn KANZ | wroise?)
Orte durch Wasser-
leitung versorg-||
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Haus
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Orte

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Orte

Gußrohre : 2.0.0.0...
Jutierte Stahlrohre (Mannes-
mannrohre) . 0.0...

Schmiedeisenrohre, schwarz
oder verzinkt. .. ...
Ton- und Steinzeugrohre . .
Holzrohre . 2.0.0.0.)
Bleirohre 20.020.050.

Verschiedenes Rohrmaterial
der vorgenannten Arten. .
Zusammen

Oberbayern.
488! 72138 * 308! 48340! 235,8

324

245 | 68039

Niederbayern-
2011 53418! 165,0l

9924
262 |

3 920
18
458
84

96 442

|
| 4196| 226291 189.1

7 |

62 |

11012

55 | 10.1651

39,5!

49

158 645 | 2564! 93 589 1 119,8!
1031 10 9001 7,0)
13.161 ze 6 141 | 185,5
1055 26 625 9,0!

3810 | 38148!

72770 ‘ 1410| 72189
29289 231 1251
77505 | 488! 22020|

Qd 1 12| 94831

614,7!
6,
157,6!
3al

| 944
2

72

76

2
56
140

34
1719)
44

3 | .
5) 95241 | ar Su nö - | . 104
al a677ı3 Ave anıese agree 192 | eu | a608

Lan 101.830 | 429 | 48839 | 884,
62316! 434236 | 2618207 625 | 1 320.7
Oberpfalz.

2901 85 6861 258.8

a}

. 111
55 | 2471

Gußrohre . oo. 0.0.0.0...
Jutierte Stahlrohre (Mannes-
mannrohre). .... ..
Schmiedeisenrohre, schwarz
oder verzinkt... ...
Ton- und Steinzeugrohre . .:
Holzrohre ...2....
Bleirohre . 2.0.0.0... 0.
Verschiedenes Rohrmaterial
der vorgenannten Arten. . 6232| 78380
Zusammen 488 | 251 371
1) Nicht für alle Orte liegen Angaben vor.

1833 778

Pfalz.
176 1107 2511 378,3

an |

148

32 ] 9567

276

AA

1920]

13 739

85 | 10.066 |

70,6

102

39! 4142'
3! 962‘
=

20,8
1.8

216

1059|
19

162 |
39

77 756
1832
11342
880

476 | 35 212:
8/ 547
25! 2612
gg! 984

212,2
2,6
5,6
9

714
1

6
78

No

.-

1 | i
39 | 68 001 ' a0 16 | 198! 38329 | 83) 17 653 | 82,8 31
290 |189 230| 5904| 3, | 29 „ 352 1896| 243 005 905 152040 | 629, | 4,9 | 30 || 1080
2) Auch bei den teilweise versoreten Orten ist die gesamte Einwohnerzahl dieser Orte in Betracht gezogen.

Pd.
‚sm
X
        <pb n="181" />
        Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen ohne die Gruppenversorgung.
e) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Einzelortsversorgung. (Fortsetzung.)
Hauptrohrleitungen
Angaben über Leitungslängen
liegen vor___ H

Auf den Kopf a
ler vorgenann- ehluß-

Ein- . en Einwohner ‚54

woh- ‚Lei- treffen... m an

ner-  ungs- bei den Ba

längen —— Mm

zahl in nz teil... |

dieser | m 5 | weise? 1Grtent)

Orte durch Wasser-
leitung versorg-|

ten Orten.

.„auptrohrleitungen
Angaben über Leitungslängen
liegen vor
Auf den Kopf
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Ein- Lei ten Einwohner
woh- 6l- | treffen ...m
ner- $ungs-/ bei den
zahl längen teil-
dieser | km 83NZ | weise?)
Orte durch Wasser-
leitung versorg-
ten Orten

Haus-
an-
schluß-
leitun-
gen
in
Orten!)

Art des Rohrmaterials

dußrohre . .0.0.00.00000 4
Jutierte Stahlrohre (Mannes-
mannrohre) . ... ..
Schmiedeisenrohre, schwarz
oder verzinkt... 0...
Ton- und Steinzeugrohre . .
Aolzrohre . . 2.2... 4.
Bleirohre 2.0.0.0...

Verschiedenes Rohrmaterial
der vorgenannten Arten. .
Zusammen

317 |
89

699
39
L80
95 |

105625 |

999

JDberfranken.
81 366 | 280,s

87

154 |

62 861

“"telfranken.
90 | 41156| 193,8

63

17941

63

13501] 572

70

71

13036 '

49

10748 | 579

34

85352 2831
3741 12
12777 | 28 |
1424 | 9

27609! 116,4 |
1601| 5,0!
50 11,2 |

249 1,3

507 I
4
117

392
21
91
13

60232 |
2318

13 622 |
1693 |

95 | 11542! 41,
1 731 0,
11 | en] 5a

5 0,1)

220
2
52

305 / 147931 119
1654 | 374791 | 682

115 96T m . 22
243993 | 7524 | 3,1 3,0 | 807
Unterfranken.

150 92171] 248,8 ı

102 | 45.007 | 42
844 | 198769 | 289

28 |
94158 | 293,8
Schwaben,
81548 | 368,0!

35 |

94

11
382

Außrohre . 2.0.0210...
Jutierte Stahlrohre (Mannes-
mannrohre). ... ...
Schmiedeisenrohre, schwarz |
oder verzinkt. . .. ..' 60
Ton- und Steinzeugrohre . .| 48
Holzrohre . ...... . | #
Bleirohre ........ 21 1
Verschiedenes Rohrmaterial ı
der vorgenannten Arten. . 92 68 979 / 56 | 55289: 189,9 25 378 107800 | 188 | 79729 | 311,5 48
A Zusammen | 675 | 298453 | 319 |182325| 556,1. | 3, | 1,» | 413 [2675 | 379 097 |1501 |233 735 |1 356,2| 7,2 | 3,2 1930
1) Nicht für alle Orte liegen Angaben vor. ?) Auch bei den teilweise versorgten Orten ist die gesamte Einwohnerzahl dieser Orte in Betracht gezogen

238 | 135784 '

360 | 112370 |

955

[56

N
©
m
        <pb n="182" />
        201

Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen
ohne die Gruppenversorgung.
f) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Mehrortsversorgung.
Hauptrohrleitungen
[ Angaben über
Leitungslängen liegen
Vor

4
4
Zr
“

;
35!
öE

mr

_ Hauptrohrleitungen
Is | Angaben über
Si Leitungslängen liegen
vor

-

BD
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3
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2 .
2
3:

1.
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ss

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Art des Rohrmaterials

rn
S

aA

.
FE}
£

Gußrohre. . . . 4.
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre) .
Schmiedeisenrohre,
schwarz oder verzinkt
Holzrohre. . . . . .]
Bleirochre . . . ..
Yerschied. Rohrmaterial
d. vorgenannten Arten
‘darunter ?)
Fußrohre . .]
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre)
SYchmiedeisenrohre,
schwarz od. verzinkt
Ton- u. Steinzgeugrohre
Holgrohre . . 2...
Bleirohre . . . ..
Zusammen

Oberbayern.
da 247/119099| 513,8
976 30697 176 21512 2

99)
131) 11|
11501

6

Niederbayern.
73 | 80276] 441 52955| 144,5 ı

15
8777 9]

1381) 17, |

6

574| 21924 4038| 14129| 298,0
48 06 43| 1354) 35,6
ıl 21 1ıl 21] 06

8959| 511
=

4128| 39,8 |

137
3
337 [861202| 250'818255| 1512.0 |

99 |

61! 48720' 833 | 42538! 108,8 | -

25

869,2 |

463,8 ]
t82| + 111) + | 92, 38° 20
12 + | 2) - 1,9 1 —_ =
45! + 26| + 10,2 — 79 7,7 | —
6) + 2 . | 19 | . 1 | » | 021 | + 4
1642| 1058454 | 1120 974370 2563,2| 2,6 | 1518 [| 213 Lu7al1a7 100947! 310,8 | 3,1 | 186

951)

5

Pfalz.
168|186885| 99/1568388| 472,7 |
a6] _ sel 10081

25}
341

Oberpfalz.
94 | 92692] nl 67060! 191,1 |
- 13 5191) 29,6
el 1209 8} 542 4. |
2 40 | = | = A
_ sul

Gußrohre. .'. . ..
Futierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre) .
Schmiedeisenrohre,
schwarz oder verzinkt |
Holzrohre. . .. ..
Bleirochre. .'. . +
Verschied. Rohrmaterial
d. vorgenannten Arten
darunter?)
Gußrohre . . 0... |
JTutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre)
Schmiedeisenrohre, ,
schwarz od. verzinkt
Ton- uw. Steinzeugrohre
Holgrohre . 0.0.00
Bleirohre . . 2... 2
Zusammen | 288426431] 171]371501| 898, | 2,4 | 279,165 170084111 |ı40083| 420, ] 2,0 | 162
1) Nicht für alle Orte wurden Angaben geliefert. %) Bei der nachfolgenden Aufzählung sind die
in Betracht kommenden Orte (nur die Orte) wiederholt gezählt.

||

80
        <pb n="183" />
        202
Tabelle IV. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Versorgung durch Wasserleitungsanlagen
ohne die Gruppenversorgung. .
f) Verwendetes Rohrmaterial bei den Wasserleitungen der Mehrortsversorgung, (Fortsetzung.)
Hauptrohrleitungen
‚ Angaben über
| Leitungslängen liegen
var

Hauptrohrleitungen
. Angaben über |
@ |] Leitungslängen liegen‘!
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Art des Rohrmaterials

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X
3

Gußrohre . . . . 1.
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre) .
Schmiedeisenrohre,
schwarz oder verzinkt
Holzrohre. ... 2...
Bleirohre . .. ...
Verschied. Rohrmaterial
d. vorgenannten Arten
darunter ?)
Gußrohre . 0.0.0.
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre}
Schmiedeisenrohre,
schwarz od. verzinkt
Ton- u. Steinzeugrohre
Holzrohre . 0.0.0.
Bleirohre . 2.00
Zusammen

Oberfranken,
162 1104135| 104! 65910] 268,1

26

Mittelfranken.
53 | 469831| 32 | 43471] 125,8

‚1m
76,7 |

34 5089 30 4920| 81.1 +
|
17] 1144 4a 346] 6,0!
DO

29
151 20367. 10) 29127)
150

3l 1418 —| — | — |
Pt bi lm mm m

58
4R

21
79 1109630) 45) 93800) 9204 4

161

60 1524982| 38 1518173] 774, |
I

11

59

4,

188,6 | +

42 |

4
24 |

650,3 |

24

12!
LO

14,4 |

3 |

34

23

4d2 5

20 |

ro|

16
2
=

4 1

6,8 |
28,4 |
1,2 |

10 |

if

5

— I— 6 — a —, dm 4
292 |219998| 190/164976| 600,5 | 3,6 | 264 | 131 N 80 |590771| 077) 1,7 | 123

Q

06

Gußrohre. ...
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre) .
Schmiedeisenrohre,
schwarz oder verzinkt
Holzrohre. .....
Bleirohre. ...
Verschied. Rohrmaterial
d. vorgenannten Arten
darunter ?)
Gußrohre . 0.0
Jutierte Stahlrohre
(Mannesmannrohre) .
Schmiedeisenrohre,
. schwarg od, verzinkt
Ton- u. Steinzeugrohre
Holerohre , 0
Bleirchre ...

Unterfranken.
59 | 44341! 35! 27588| 110,e

Schwaben.
5 | 160 11147981113 | 98798 305,5 |
|
161 80| 15244 65| 12881! 76,9 |

20
61 10801] 6) 10801] 97)

17
mm] | dm | —
a| 1006 9| zo 31] -

68 1147| 6952/113 4405| 91,4 |
=] 8 54/ 1|. 151 021
1! 2 48| 2 48| 2,8'

*

379
39
49 1183566!

33|178642| 318.2

3

117 1200176| 94 1196039| 427,7 |

.

32
37

57

477

64

42

938,8

5

25

28

% -_ .-_ — 2

__ Zusammen | 116 |239214! 76217482) &gt; 2,.|| 100 [509 |337272/388 |311636| 904«| 2,9] 480

‘:."°) Nicht für alle Orte wurden Angaben geliefert. *) Bei der nachfolgenden. Aufzählung ‚sind die
in Betracht kommenden Orte (nur die Orte) wiederholt vyezählt.

|. 70,3 |
        <pb n="184" />
        203
Tabelle V. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Gruppenwasserversorgung.
a) Wasserrewirrung und Wasserreinieung.

Regierungs-
hezirk

Oberbayern . .
Niederbayern .
Pfalz 10.0004
Oberpfalz. . .
Oberfranken. .
Mittelfranken .
Unterfranken

Schwaben. .

Staat

Die Wassergewinnung erfolgt
bei... . Gruppen aus
Schacht- Quellen sowie
oder Schacht- oder
Bohrbrunnen ı Bohrbrunnen
Quel- mit _ _mit
len ] mehr . mehr
biszu als | biszu als

Zahl
der
Grup-
pen

Sicke-
rungs-
anlagen

90 m Tiefe | 20 m Tiefe

551 h 50
1 1
25 19
22% 14
33 32
24)

24

28 4
201 | 172 |

W asserreinigung
durch

Ent-
eise-
nung

Ent-
säue-
rung

Chlo-
rie-
rung

erfolgt bei. ... Anlagen

41
+ | um

1 Gruppe bezieht das Wasserleitungswasser aus dem Hochbehälter der Bayer. Kraftwerke AG.,
1 Gruppe aus einem privaten Wasserpumpwerk in Pretzen. % 1 Gruppe bezieht das Wasserleitungs-
wasser aus der Wasserleitungsanlage der Oberpfalzwerke AG., 1 Gruppe ist an der Wassergewinnungsanlage
der Stadt Schwandorf i. Bay. beteiligt. % Darunter die Laaber-Naab-Gruppe, weiche 2 Brunnen mit je
18 m und 1 Brunnen mit 22 m Tiefe hat. *%) 2 Gruppen beziehen das Wasserleitungswasser aus der
Wassergewinnungsanlage der Stadt Pappenheim. 5°) Jachenhauser Gruppe; die Vils-Nuab-Gruppe ist au
die Wasserleitungsanlage der Stadt Schwandorf i. Bay. angeschlossen, bei der das Wasser ebenfalls durch
Chlorierungz gereinigt wird.
c) Wasserspeicherung, Kontrolle der Wasserabgabe und Regelung der Wasser-
gebühren !.
Kontrolle | Regelung der nn
der Wasserabgabe 8 Eh Era 0

‘ Die

Was-

zerab-:

gabe |

ın. die

1 Zahl betei-
der igten
|Druck-1 Orte
wind- ir
kesse' ‚durch

mit —— Haupt“!

alnom | all-|teil-|__— |wasser-

Raum-| ge- |wei-nicht|messer

inhalt mein! se | kon- |

Sn ' trolliert!
Dr je] eingeführt |bei..
„1000 1000 bei Grup
Ü .. Gruppen || pen

Hoch-
behälter Wasser-
(Wasser- türme
-esprvolre)

Pump-
werksbe-
trieb mit

Druck- ;

windkesse!

Durchschnitt].
Höhe des
Wasserzinses
pro ebım Wasser

Regierungs-
bezirk

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ES 'bis| als
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bei... . Gruppen
Oberbayern .
Niederbayern
Pfalz. . ..
Oberpfalz . .
Oberfranken .
Mittelfranken
Unterfranken
Schwaben. .

Staat

48/112! 6488! —

1, 100, —

25| 48° 8801 8

21! 95 7098|! 8

38/124 6422) - -

12! 391 2275| 6 16.

241 53 47711 — 1-1

26! 65 4731| 2 | 1er
[r90l537 40686 14 19 [1900|

1) Tabelle Vb folgt aus drucktechnischen Gründen auf S. 9204.

A

fr

82

3

6

1

55 | 66 | 39 ı

41
3
4 ‚38! @
        <pb n="185" />
        Tabelle V. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Gruppenwasserversorgung.
b) Wasserbeileitung und maschinelle Wasserförderung,

Regierungsbezirk

Oberbayern‘) .
Niederbayern .
Pfalz”) . ..
Dberpfalz . . |
Oberfranken .
Mittelfranken .
Unterfranken .
Schwaben . .
Staat

Was-
ser-
örde-
rung
lurch
Nid-
der

An-
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Vas-
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1aben
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pen

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13°

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4

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ed

iber-
aupt
bei

 )
96

15
159

‘CC

Pumpwerksanlagen

Reservepumpwerksanlagen

davon mit Antrieb der Fördermaschinen durch

davon mit Antrieb der Förder-
maschinen durch

Elektro-

motor

Wasser-
kraft

Ylektro-
motor

Wärme-
motor

Wind- | verschiedene Kraftquellen
motor vorgenannter Art

7ahl der
"Toschinen

a
über-;

1aupt
bei

drup-| 2
pen

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=
985 2 1212901 8/11 133,0

vo

6

3| 3| 31,01] —

8

3 | 25,0
4| 4] 37, j (166,01 1
lu 1] ı 50) 5
17119 250 9| 2| 1801 —
3] 80,0 3| 6| 86,0| { 5 | 88,0 —
920% \ : 150 2] 8| A
' 5 6 35s1—1—1 — 1 1,

al 6l8

1

11110

— 1 —

2] 42,0 101101157,
6| 98,0

3| 83] 382,0

4) im

831 8| 31,0

3] 98.

12

92 |

3

31! 38] 80,0ll—
24

oa

DE
3 3] 28;
al 2| 13

A| 4,0
4 1gs kan Tan kon een zr (reiner 2} 2} 6,0 | 51:81

5

1. 31950] 447) [0/11 15241 21 21 420321931485,

N
nr
Ss

. Außerdem bestehen Zwischenpump werke: !) In 1 Ort mit 19 Anwesen Windmotor-Pumpwerk zur Versorgung von 8 höherliegenden. Anwesen.
)'In 1 Ort mit 137 Anwesen Zwischenschaltung eines Injektors zur Erhöhung des Wasserdruckes; in 1 Ort mit 52 Anwesen Wasserkraftpumpwerk mit 0,2 PS.
‘) Siehe Anmerkungen 1, 2 und 4 bei Tabelle Va Seite 203. *) Hierzu noch die Gruppe Lettenreuth-Marktzeuln (OFr.) mit verschiedenen Reserve-
Maschinen, und zwar: 1 Elektromotor (8 PS) und 1 Wärmemotor (10 PS).
        <pb n="186" />
        205

Tabelle V. Wasserbeschaffung und Wasserabgabe bei der Gruppenwasserversorgung,
ul) Verwendetes Rohrmaterial.

Art des Rohrmaterials

-
©
Dr
5
&gt;
a

Hauptrohrleitungen
‚Angaben über
Leitungslängen liegen
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Oberbayern.
97|12082| 75| 9468 | 115,8
O1|14969| 86 | 13691 | 164,1

Niederbavern,
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22 | 3518| 68 | 1843| 53,7 '
2 921 1 22| 0,7 | .
" 361 11) 361 Os .

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7

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38 7635 18 461 47, u ®
2556 28532 249 | 29506 3820 | 13,0 | 324

3
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695 | 8.1 | 92 3

Pfalz.
171719701103 | 66409 | 811,7 |

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21
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Oberpfalz.
81110864 | 43 | 6446| 48,4 il 101
el 6136| 221 21781 27,7 181
1904 5 144
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205 | 24101 at (2.02 200 | : | 39
466 42568 [317 | 30794 | 519.s | 16.0 | 425

3 | 1376|

31

1376 |

6,0 |
4,3

4311
4 8016 7 2000| 224 |
143 | 92453 116 | 70775 | 344.4

8

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Oberfranken.

Mittelfranken.
08117199] 55 |12314 | 105,6 ı
31] 36,0

25
32
92
21

15| 17301 10] 1198| 12,7 |
46

11
16

4603 |
680 |

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790 |

2

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18
21 sm05| Gr] ee] es | . | 7
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2

333
m ss} wa 114, | . 21
208 | 20053 1137 | 22393 | 257.2 | 11,5 || 191

Unterfranken.
41 VE 31118441' 78,9
14! 5420 3129

Schwaben.
8007| 79,7 23
319 4,0 19
956! 25,5 119
ZZ "4
6000) 49,8 | 8 7886 9 5000| Sa . | 2
54:27585| 151.6 | 551 74 |174|28856| 76! 12465 | 140.4 | 11.3 || 167

1

15

24 | 11276
a0 | 39197 |
1) Nicht für alle Orte wurden Angaben geliefert.
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        Tabelle VI. Größengliederung der Orte, welche am 1. Januar 1928 keine Wasserleitung hatten.
Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung!)

Orte mit
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bis 100

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501— 1.000

1 001— 2000

2 001— 5000

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der Schönfbrunnen

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wesen

Ein-
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231 842 |
21897)

874
87

2754
248

16 931
17495

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9292

64108
110232

346 167 |
60 990

52 |
15

1513
517

8 855
2077

197
41

25121
52305

129 300 |
927 7221

103

509

50

12 060
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66 974
11 A0R

58299

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9539 | 18 945

teils aus Brunnen,
teils aus
Wassersammelstellen
der vorgenannten Art
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bzw.An-
wesen

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woh-
nern

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107% 790

28 058
4609

248
84

10.038
2 486

54.775
79 021

35
10

4 224
1 247

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aus
Quellen, Bächen,
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72.153
12 601

5812 | 8323812

2539 | 13945

1) Diejenigen Orte, welche. neben Brunnen- und Zisternenversorgung noch Wasser aus offenen Quellen, Bächen, Flüssen beziehen, sind in den drei

arsten Spalten und in der letzten Spalte-durch Schrägzahlen noch besonders ersichtlich gemacht, in der Spalte „aus Quellen, Bächen, Flüssen“ aber nicht enthalten.
_2) Die Zahlen in Klammern zeigen außerdem die in den Vorspalten bereits enthaltenen Ortschaften auf, welche ständig oder zeitweise einen Teil

ihres Wasserbedarfes (meist an Trinkwasser) oder zeitweise auch den ganzen Wasserbedarf für alle oder einen Teil der Anwesen durch Beiholen anßer-
halb des Ortes decken müssen.

3) In einem oberbayerischen Ort mit 1 Anwesen wird der Wasserbedarf zum Tränken des Viehs einem See entnommen.

Y In einem oberbayerischen Ort mit 7 Anwesen wird der Wasserbedarf für 1 Anwesen einem See entnommen.

5) Die hier aufgeführten zwei Orte sind die Pfarrdörfer Herxheim und Schifferstadt in der Pfalz, von denen das erstere inzwischen an die Impf-
linger-AÄrupbe angeschlossen wurde und das letztere zu der im Bau befindlichen Pfälzer Mittelrhein-Gruppe kommt.
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        GEOLOGISCHE
ÜBERSICHT
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        ax A n S a ; 5 x 5 x j Ba . N wen
Veröffentlichungen des Bayer. Statistischen. Landesamts.
» (Ausführliches Verzeiehnis- im Bayer. Stat. Jahrbuch 1928 Seite 1* #Y
-.L Beiträge zur Statistik Bayerns.: ©.

„Sie. bringen -ir.-besonderen. Heften „die, Ergebnisse‘ größerer statistischer Erhebungen textlich, tabellarise
Wand” zraphisch Ausführlich zur Darstellung: Hefte eingeln käuflich, Preis verschieden. Bisher erschienen: di
Hefte, 1—120. Die nereren enthalten: 6 . E Kafe SR

69. Bayern und seine Geineinden unter dem Einfluß der! 96. Religions- und Kirchliche Statistik (1921).

;- Wanderungen während der letzten’ 50 Jahre (1912). 97. Die. Entwicklung (des Gemeindehaushalts-det Stadt

70* itänd and Entwicklung der bayerischen Montan« » Weißenburg 1. B. 86it.-4800. (1920... 7

* ndustrie (1908). 2 0. ; w/m 98. Die-Münchener Sparkasse, Entwicklung und heutiger
71. Die eteliche‘ und ungheliche Fruchtbarkeit mit bes” x. Stand (1921) 40. 28 VE TO

‚onderer Berücksichtigung Bayerns (1909), „6 4, .99. Jraf Tattenbach-Arco’sches Familienfideikommiß ir

72. Die Viehzählung 1907 (1909). #6 LU a 3ayern (1928). He RE

13. Die Dampfkraft in Bayern (1909) xr 100. Die Finahzen des; Kreises. Schwaben‘ und Neuburg

(4. Die. bayerischen. Kreisfmanzen: (1909). 4." 74 1 u geit 1900 (1928) 000 u se

75: Die bayerischen Distriktsfinanzen‘ (1910). 101. Die. Isarflößerei. der Tefzteh “sechzig Jahre (1922).

6, Die: bayerischen Gemeindefinanzen (1911)... 102. Die Textäindustrie im: oberen -Hergebiet (1922)7

77. Geschichte der älteren "bayerischen Statistik (1910). 103; Die öffentliche Bewirtschaftung ‚von Getreide anı

7: Die Milchwirtschaft in Bayern, (1910). A a „2 Mehl in Bayern (1928). 004 DEM

“ Die‘ bayerischen Staatsfinauzen (1911). 5 TO4 Dieöffentliehe Futtermittelbewirtschaftung in Bayerr

PA Jerufsstatistik 1907 (1908): 42 2 Vs u Während der Jahre 1915 bis 1921 (1924): :
81. 'andwirtschaftliche Betriebsstatistik 1907 (1910). ; 105. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der bayerischen
32. tewerbliche Betriebsstatistik 1907 (1911). Wasserkräfte (1928). .40 0 500 hu a Le
83. )as Heimat- und Armenwesen in, Bayern (1911). die Verelendung des Mittelstandes (1925).
4; ‘omeindeverzSichnis nach. der, Volkszählung ; 1910 He: bayerischen, Wasserkraftanlägen zu Beginn des

WE Tg a Rn Fahres 1927 (1927). 008 5 Sn NE
Ne. Stiffangen (in Bayern nach dem: Stand xöm Die: Wohnungszählung vom 16: Mai 1927 (1928).
ähre: 1910. (1918). ; Ss Ve . Ortschaffenverzeichnis nach der Volkszählung 1925
teschichte der meueten‘ bayerischen Statistik. (1914X. 4988) N a Et
Jie‘ ldud- und: foxstwirtschaftliche Bodenbenutzung “emeindeverZeichnis nach der: Volkszählung” 1925
jach der Erhebung vom Jahre 1918 (1915). + 5 1926) 1 a
se Familienstatistik: der NE etatsmäßigen. Zerufsstatistik 1925. (1926) ee
‚taatsbeamten Hhach dem Stande y.1.Juli-1916 (1918), Volkszählung 1925 (1927): na
Jie Kriegs-Volkszählungen vom Jahre 1916 und 1917 ‚andwirtschaftliche‘ Betriebsstatistik 1925 (1927)! -
n. Bayern (1919): 0008 ee N RCHUT 4ewerbliche Betriebsstatistik 1925 (1927)...
die: Kriegs-Gewerbezählung Aın ‚15. August. 1917 im Die, länd-- und forstwirtschaftliche Bodenbenutzuüg
3Zayern (1919) AL a CHR 20 400%. „2 ach der Erhebung vom Jahre 1927 (1928)... ©}
Ye Kriegs‘ Wöhnungszählung vom..16. Mai 1918 in. 116. Aufbau: und‘ Verflechtung der Bayerischen Wirt-
6 tayermn (1919) 0, 0 de Tue hl PR + schaft (1988) 2 ea
92. ie Frau‘ in ‚der bayerischen Kriegsindustrie (1920). 117. Sozialer Auf- und Abstieg. im Deutschen Volk (1930).
93, ahnwanderungen der pfälzischen Arbeiterzwischen 118. Das. Schulwesen im Bayern (1980). Ba
* Wohn» und. Arbeitsort (1920). 070 Aa 119. Die, Finanzwirtschaft der öffentlichen Verwaltung in
94./Arbeitsverhältnissg. und Organisation: der häuslichen PE Bayern: im Rechaungsjahr 1926/27-(1930). 4. 4. ©

“ Dientboten in, Bayern (1921). 20 ce I U7190, Die Wasserversorgung im Bayern, Hach ‚dem Stande

95. Das Münchner Friseurgewerbe (1921). 2.7.4 | um 1; Januar 1928 (1980); 4A
M. Zeitschrift des Bayerischen Statistischen Landesamts.. 00 6 8

“Sie erteilt fortlaufend über eben fertigsgstellte Ergebnisse “statistischer Arbeiten. in-Form von Text Tahöllen

and ‚graphischen ‚Darstellungen Aufschluß und. erscheint. vierteljährlich. - Bisher-61. Jahrgänge. :
‚2 %&amp; II Statistisches Jahrbuch für Bayern. A Dale
üs bietet zahlenmäßigen Rechenschaftsbericht, der bayerischen Gesamt-Ländesstatistik. 19, Jahrgang‘ 1980 in Druck
„vr... “IV. Das Bayerische Staatshandbuch. - Jahrgang 1914) 16 0
Ge wi VG Bericht, über das Bayerische Gesundheitswesenz. 1 5
49 ‚Bände. Band 50 ümfassend das Jahr 1929 ih Bearbeitung. a
KA rat 5 Sy ae
. „ VIL-Sönstige Einzelarbeiten.: Kam er
Die Leistungen an Steuern und Umlagen 19081910, 5. Vermögen‘ zur ‚Gewerbeförderung in Bayern“ nach
hach- Gemeinden dargestellt, (19418). 00h A dem Stande vor 1: Juli. 1916 (1916). 2 Ce
Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen in bayerischen Fa- 5. Bayerns BMenbewirtschaftung‘ unter Berücksichti-
briken und ‚größeren Gewerbebetrieben (1906)... ‚gung der geofogischek und klimatischen. Verhält«
Verzeichnis der Stiftungen Bayerns nach dem Stande: nisse. (Mit, 17, Karten.) 4. 000 Ch
von 31. Dezember 1918 (ohne Berücksichtigung der,| . ADip ‚wirtschaftlichen Grundlagen der. bayerischen
reinen‘ Kultusstiftumgen). une 7 Um 4 = Komimünalverbände für die Lebensmijttelversörgung.
Bayerns (‚Entwicklung nach den Ergebnissen der. “8, Heiratstafeln.für Bayern und Hamburg 1880-1911
amtlichen. Statistik, seit 1840. (1915). ' Bayern und’ die Reichseinheit.‘ Zweite. Auflage 1925.
Die Veröffentlichungen von I bis“ IV. und VI/2; 4 bis 6 und 8; erhältlich im Verlag der J. Lindauerschen
Universitäts-Buchhandlung  (Schöpping). München; V im: Verlag ‚von Leo: Waibel Müncien, VI/9 im. Verlag
* ‘von £, Gerber München, VI/1; 3. und, 7 im Verlag des Statistischen, Landesamts) ;

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