aufgefressen (1732). Die Folgewirkung war freilich noch viel schlimmer, als Regierung und Volk wünschen mochten. Erstere beeilte sich, ihre Verordnungen rückgängig zu machen und gab den aufgespeicherten Reis an die arme Bevölkerung heraus, welche an sehr niedere Preise gewöhnt war. Ja, sie zwang auch die Händler, ihre Vorräte zu niederem Preise zu verkaufen. Jedoch war diese sprunghafte Preissteigerung nur vorübergehend. Schon im nächsten Jahre sank er wieder auf sein altes Niveau herab, so daß die Regierung sich genötigt sah, neuerdings zu- gunsten einer Erhöhung desselben einzuwirken. Sie stellte Minimalpreise für die besseren Reissorten auf. Seit dieser Zeit erkannte man, daß der niedere Preis des Reises durch die Ver- minderung der umlaufenden Münze verursacht war und eine Ver- mehrung dieser unbedingt nötig sei. Eine neue Münzreform (1736) hatte eine Verschlechterung der Münze und eine Über- flutung des Marktes mit dieser zur Folge?*). Schwierigkeiten ent- standen nun für die Kaufleute, da verschiedenartiges Geld vor- handen war. Die besten Geschäfte machten die Geldwechsler, welche die Relation ganz willkürlich ansetzten. Verbote der Regierung wider ungerechten Wechselgewinn fruchteten wenig. Auch der Lizenzzwang für die Ausübung dieses Geschäftes behob das Übel keineswegs. Ebensowenig konnte die Aufhebung der Zünfte die Steigerung der Wechselgebühren beseitigen. Die Re- gierung mußte im 19. Jahrhundert vielmehr die Zünfte wieder herstellen (1851), da eine schreckliche Verwirrung auf dem Markte eingerissen war. In Ergänzung der von Frl. Takizawa gebotenen Darstellung, der ich hier gefolgt bin, möchte ich noch besonders darauf auf- merksam machen, daß diese für die Wirtschaft so schädliche Wirksamkeit der Wechsler doch hauptsächlich durch die Re- gierung selbst herbeigeführt wurde, weil sie bereits am Beginne des 18. Jahrhunderts durch die wiederholte Münzerneuerung die Voraussetzungen dafür geschaffen hatte“), Die erste Maßnahme gegen die Erhöhung der Wechselgebühren datiert bereits vom Jahre 1711. Es war somit die Mißwirtschaft, die aus der Not- wendigkeit des Münzwechsels resultierte, nicht erst durch die ») A.a.0. S.44. . ») Vgl. Takizawa S. 40 oben!