yo vor ihm war der Silberpana durch Maßregeln von Königen oder das Schwanken des Marktpreises in seinem Münzwert verändert worden**).‘“ Also gab es schon in jener ältesten Zeit nicht nur Münzen, sondern auch eine Veränderung ihres Wertes je nach der Marktlage. Es kann also nicht von einer geldlosen Wirtschaft damals gesprochen werden. Und in derselben Quelle, welche früher für die reine Naturalwirtschaft als Kronzeuge ins Treffen geführt wurde*”), Vasistha, finden wir überdies die noch viel aufschlußreichere Stelle, daß zerbrochene Silbermünzen (Karsa- pana) bei der Zahlung des Lohnes an Arbeiter, Handwerker oder sogar an Kinder nicht als Bezahlung angenommen wurden. Bettler, Opferpriester, Mönche u. s. w. nehmen keine zerbrochenen Karsapanas®®). Also wird klar, daß damals schon alle diese Kreise mit Geld entlohnt, bzw. beschenkt worden sind! Hier hatte also das Geld nicht nur die Funktion, als Wertmesser zu dienen bei Zahlungen, die tatsächlich in Naturalien geleistet wurden, wie dies etwa sonst auch vorkam*”), sondern es wurden diese Münzen im Alltag wirklich verwendet. Beachtenswert ist, daß damals auch schon eine Zurückweisung von solchen Münzen durch das Volk stattfindet, die nicht unversehrt waren. Auch die ausführlichen Bestimmungen gegen Falschmünzerei, welche sich in dem Hand- buch der politischen COkonomie von "Tschanakia (Kautilya) finden®®), lassen deutlich erkennen, daß der Gebrauch von Münz- zeld seit langer Zeit sehr verbreitet gewesen sein muß. Neben Kupfermünzen, die dem Kleinverkehr dienten, kamen in Alt- indien auch Silber- und Goldmünzen vor®). Ganz anders als in Indien gestalteten sich die Wirtschafts- verhältnisse in Babylonien und Assyrien. Obwohl die Landwirtschaft hier schon seit ältester Zeit eine hohe Entwicklung aufzuweisen hatte, war der anbaufähige Boden nicht allzu groß, %) Ebda. S. 39. ®) Vgl. oben S, 48 (Pran Nath S. 5). %) Pran Nath S. 40 n. 53 b. ”) Vgl. ebenda S. 13. Der Austausch von Naturalien wird nach deren Geldwert vorgenommen! 88) Vgl. Indian Antiquary 34, ı19 n° 22 u. 23. Dazu auch Pran Nath a.a. 0. S. 39. %) Vgl. neben Pran Nath a.a.O. S. 45, Anh. II, jetzt auch bes. R. Bhan- darkar, Lectures on ancient Indian Numismatics. University of Calcutta 1921.