E41

Angaben umzurechnen. Man käme dann der wirklichen Zahl und
Personenzahl der großen Unternehmungen um einen wichtigen
Schritt näher.
Gar nicht veröffentlicht sind die Antworten, die auf Frage ı5
(Vereinigung von gewerblichen mit land- oder forstwirtschaftlichen
Betrieben) eingegangen sind. Derartige Daten sind auch nicht etwa
der landwirtschaftlichen Betriebsstatistik zu entnehmen }?).
So bestätigt sich denn die eingangs aufgestellte Behauptung,
daß unsere Betriebsstatistik in ihrer gegenwärtigen Form uns keine
genaue Auskunft gibt über Zahl, Größe und Gliederung der selbständigen
 Erwerbswirtschaften. Es ist anzuerkennen, daß die letzte
Erhebung mehr als die früheren getan hat, um auch diese Tatsachen
zu ermitteln, aber vielleicht bleiben trotzdem die Zahlen der jetzigen
Statistik mehr als die früheren hinter der Wirklichkeit zurück, weil
inzwischen die Konzentrationsbewegung so bedeutsame Fortschritte
gemacht hat. Es mag sein, daß die Differenz zwischen Einzel- und
Gesamtbetrieben einerseits und selbständigen Erwerbswirtschaften
andererseits für die unteren Größenklassen und für einzelne Gewerbegruppen
 keine große Bedeutung hat, für andere Gewerbegruppen
(Montanindustrie, Maschinenindustrie usw.) und für die großen Unternehmungen
 ist diese Differenz sehr wichtig. So wie die Betriebsstatistik
 jetzt vorliegt, können wir z. B. nicht mit Sicherheit sagen,
wie viele gewerbliche Unternehmungen mit mehr als 1000 Personen
1907 in Deutschland bestanden. Es können mehr, es können aber
auch weniger sein, als Einzel- und Gesamtbetriebe mit mehr als
1000 Personen aufgeführt sind. Auch die Zahl der in Unternehmungen
 mit mehr als 1000 Personen insgesamt beschäftigten Personen
vermögen wir nicht anzugeben. Wir wissen nur, daß diese Zahl
nicht unwesentlich höher ist als die Personenzahl der Gesamt- und
Einzelbetriebe mit mehr als 1000 Personen. Ebenso können wir aus

') Wohl aber findet sich hier (Bd. 212, Teil z, S. 150 ff.) eine auf Grund der
Land- und Forstwirtschaftskarten bearbeitete Übersicht über die Betriebszahl folgender
sieben landwirtschaftlicher Nebenbetriebe (das Wort Nebenbetrieb hier natürlich in
anderem Sinne genommen als in der gewerblichen Betriebsstatistik): Zuckerfabriken,
Branntweinbrennereien, Stärkefabriken, Getreidemühlen, Bierbrauereien, Sägemühlen,
Ziegeleien. Es ist aber nicht einmal die Personenzahl dieser Betriebe angegeben. Ge
zählt worden sind in diesen sieben Rubriken: 459- 75 759 — 434 — 35 424 —
6034 — 10 054 — 8728 Betriebe.
Ferner bietet die landwirtschaftliche Betriebsstatistik (ebenda, S. 168 ff.) eine,
ebenfalls auf Grund der Land- und Forstwirtschaftskarten bearbeitete Übersicht über
„die Inhaber und sonstigen Betriebsleiter der landwirtschaftlichen Betriebe nach ihrem
Hauptberufe‘. Damit ist für unsere Zwecke aber kaum etwas anzufangen