1. Beispiel: Eine Bank erteilt am 21. September 1930 telegraphisch den Auftrag,
RM 212 340.25 an eine näher bezeichnete Adresse zu zahlen. Die Schlüsselzahl wird
wie folgt gebildet:

Stellenzahl 6
+ Quersumme 12
FH Datum -- Monatszahl 30
+ Geheimzahl 27
zusammen 75
Das Telegramm würde also lauten: „75 zahlet 212 340 Reichsmark 25 an ....“
2, Beispiel: Am 2. Dezember wird der Auftrag erteilt, RM 100 000.— an Müller
und RM 10 327,68 an Schmidt zu zahlen. Die Schlüsselzahl würde sein:
Stellenzahl 64+ 5=11
+Quersumme 1-13 = 14
+ Datum 2+12= 14
+ Geheimzahl Zi

zusammen 66

Dieser Schlüssel kann auch wieder mit dem vorgenannten kombiniert sein.

Bei der Reichsbank wird die Schlüsselzahl für telegraphische Überweisungen
vom Direktorium in Berlin in ganz kurzen Zwischenräumen geändert und den Vorstandsbeamten
 sämtlicher Bankanstalten „streng vertraulich‘ mitgeteilt.

Telegraphische Überweisungen im Geschäftsverkehr erfolgen entweder,
weil der Auftraggeber zu spät in den Besitz des Geldes gelangt ist (zur
Einlösung von Wechseln), oder wenn der Chef oder ein Vertreter Ware,
die sofort bezahlt werden muß, gekauft hat, oder weil sukzessiv (gegen
Kasse) abzunehmende Ware schnell benötigt wird, oder zur Einlösung von
Frachtbriefen usw.
Auf telegraphische Auszahlungen im Auslande wird noch zurückzukommen
 sein.
Hat der Auftraggeber eine Zahlung zuempfangen, so kann auf
eine dieser Arten für seine Rechnung Zahlung an seine Bank geleistet
werden. oder aber die Bank zieht den Betrag ein (Inkassogeschäft).

II, Regelung der internationalen Zahlungen.
l. Der isolierte internationale Zahlungsverkehr
Die Zahlungen werden bewirkt:
a) durch Barsendungen an den Empfänger im Einschreibe- oder
Wertbrief, in heimischer Valuta oder in fremder Valuta, wenn
der Absender solche zufällig in Zahlung erhalten hat,

6 Obst, BGI. 9. A.

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