„Echiquier“ zurückzuführen ist. Andere leiten das Wort Scheck von dem
englischen Zeitwort „to check“ (kontrollieren) her.
Anweisungen hat es bereits bei den Bankiers der Griechen und
Römer, den Trapeziten und Argentarii, gegeben. Die ersten Spuren des
Schecks, der eine hochentwickelte Verkehrswirtschaft voraussetzt, die
mit dem vorhandenen Bargelde ihre Bedürfnisse nicht mehr befriedigen
kann, reichen bis in den Anfang des 15. Jahrhunderts zurück, In den
blühenden reichen Handelsstädten Italiens entwickelte sich der Scheckverkehr
 aus dem Depositengeschäft, mit dem er ja heute noch eng verknüpft
 ist, Einen größeren Umfang nahm er dann im 17. Jahrhundert in
Holland an. In Amsterdam war es Ende des 15. und Anfang des
16. Jahrhunderts allgemein Brauch, daß Kaufleute, später aber auch Private,
 ihre Kassenbestände gewerbsmäßigen Kassenverwaltern (Kassiers)
anvertrauten, die gleichzeitig Gelder für ihren Auftraggeber einzuziehen
und auszuzahlen hatten, Die Kunden schrieben, meist in Quittungsform,
„Kassiersbriefje“ aus, die an den Inhaber gezahlt wurden. ;
Zu voller Blüte gelangte der Scheck jedoch erst in England, wo er
sich seit der Mitte des 17. Jahrhunderts aus den „goldsmith notes“ oder
„cash notes“, in denen der Kunde den Bankier anwies, eine bestimmte
Summe zu zahlen, entwickelte,
Die Benutzung des Schecks zu Zahlungen ist in England am weitesten
 verbreitet. Wie wir das Portemonnaie, so pflegt der Engländer sein
Scheckbuch bei sich zu tragen, um selbst Rechnungen über kleine Beträge
den Handwerkern, Geschäftsleuten usw. anstatt mit barem Gelde mit
einem Scheck zu bezahlen. Die Vermeidung des Bargeldes geht in England
 so weit, daß dort ein altes. Sprichwort sagt: Wer ein Bankkonto besitzt
 und mit Schecks zahlt, ist ein „gentleman“, wer bar Zahlt, nur ein
„man“. Der englische Volkswirt Seyd sagte, es gehöre nicht zu. den
Seltenheiten, beim Mieten eines besseren Zimmers von der Vermieterin
nach seinem Bankier gefragt zu werden.
Noch schneller als in England hat sich der Scheck in den Vereinigten
 Staaten von Amerika eingebürgert, wo die Kinder bereits auf
den Schulen mit dem Wesen des Schecks vertraut gemacht werden, also
schon frühzeitig lernen, mit dem Scheckbuch umzugehen,
In Deutschland ist der Scheckverkehr noch immer verhältnismäßig
wenig entwickelt. Verdienste um die Ausbreitung des Scheckverkehrs
haben sich in Deutschland in erster Linie die Deutsche Reichsbank durch
die 1876 erfolgte Einrichtung des Scheck- und Giroverkehrs und ihr da-QF

