Formular A.
Vollmacht.
Die Endesunterzeichnete bevollmächtigt hiermit den zu ihr in einem Dienstverhältnis
 stehenden es... Herrn Friedrich SCHUNÜZE 4..14.4444400000 4 Hmm ern eseee

zur Vornahme aller im Abrechnungsverfahren nach Maßgabe der Bestimmungen
für die Abrechnungsstelle vorkommenden Rechtshandlungen, insbesondere zur
Präsentation der für die Abrechnung bestimmten Papiere, zum Empfang solcher
Papiere, zur Erklärung über dieselben, zur Abgabe der Erklärung gemäß 8 16
Abs. 1, Satz 2, Ziff, 1 des Scheckgesetzes, ZUr Rückgabe und Rücknahme beanstandeter
 Papiere, zur Feststellung des Tagessaldos und zur Ausstellung der erforderlichen
 Überweisungen zu Gunsten oder zu Lasten ihres Giroguthabens bei der
BReichsbank. Die erforderlichen Unterschriften‘ wird der Bevollmächtigte unter
unserem Firmenstempel und Beisetzung seines Namens mit dem Zusatze „1. V.“
(in Vollmacht) abgeben.
Diese Vollmacht erlischt nur durch schriftlichen, seitens der Machtgeberin oder
der Rechtsnachfolger an das Reichsbank-Direktorium zu richtenden Widerruf,
Berlin, den Zöten Mai 1930.
Unterschrift des Machtgebers : a... Dresdner BANK sus
(Unterschriften)
Unterschrift des Bevollmächtigten? 2... Friedrich ScCHUÜZE.......0..1010 mn

Veranschaulichen wir uns den Geschäftsgang in der Berliner Abrechnungsstelle
 an Hand der Formulare: Jedes Mitglied hat im Abrechnungsraum
 seinen bestimmten Tisch, an dem der Vertreter der Firma die Abrechnungsarbeiten
 erledigt. An dem einen Ende des langgestreckten
Raumes befindet sich das Pult des Vorstehers der Abrechnungsstelle, eines
Beamten der Reichsbank. Kurz vor 9 erscheinen die Bevollmächtigten
der Abrechnungsfirmen und bringen, meist schon geordnet und verzeichnet,
 die in die Abrechnung einzuliefernden Papiere mit.
Die Dresdner Bank hat am 16. Dezember 1929 in der 1. Abrechnung
788 Schecks und Domizilwechsel auf die Deutsche Bank. Die mit dem
Stempel „Abrechnungsstelle“ versehenen Papiere sind auf Formular B
verzeichnet und summiert. Der Vertreter der Dresdner Bank setzt Summe
und Stückzahl in seinen Abrechnungsbogen (Formular D) auf der Soll-Seite
 der Deutschen Bank ein und gibt die (mit einer Klammer zusammengehefteten)
 Papiere samt dem Verzeichnis und dem von ihm ausgefüllten
Empfangsbekenntnis (Formular C) dem Vertreter der Deutschen Bank.
Dieser prüft Stückzahl und Addition, setzt die Summe in seinen Abrechnungzsbogen
 auf der Haben-Seite der Dresdner Bank ein, quittiert auf

123