kannt und für die Kreditorensalden belastet. Ergibt die Debetseite den
gleichen Betrag wie die Kreditseite, so stimmt die Abrechnung; ist es
nicht der Fall, so muß der Fehler 1) durch Abstimmen oder Nachaddieren
sofort gesucht werden. Der Vorsteher visiert nunmehr die Anweisungen
und die Abrechnungsbogen und stellt fest, ob die Debetsalden der‘ Abrechnungsmitglieder
 gedeckt sind. Ist es der Fall, so visiert er die Schlußabrechnung
 (Form. H). Die Vertreter erhalten die Abrechnungsbogen
zurück, während die Anweisungen und das Bilanzblatt dem Girokontor
als Unterlage für die Verbuchungen dieser Salden auf den Girokonten
der Abrechnungsfirmen übergeben werden *). Die Abrechnung ist beendet.
Grundsätzlich ist das Verfahren bei allen deutschen Abrechnungsstellen
das gleiche. Einige Abweichungen ergeben sich durch die Größe des
Platzes, ortsübliche Einrichtungen usw. Obligatorisches Abrechnungsmaterial
 sind überall die Verrechnungsschecks, und auch hinsichtlich der
anderen Schecks bestehen an den meisten Orten Vereinbarungen, daß
sie nur der Abrechnungsstelle vorgelegt werden dürfen. Domizile, Akzepte,
 Quittungen, an manchen Orten ebenfalls Effekten- und Kuponrechnungen
 3), gehen durch die Abrechnungsstelle 4.
Abrechnungsstellen bestanden Ende 1928 an 70 Plätzen. Die Zahl
ihrer Mitglieder belief sich auf 844 (Ende 1927: 797). Über Umsätze an
den einzelnen Orten, Kompensationen usw. siehe die folgende Tabelle.

1) In einigen amerikanischen Clearing-Häusern sind für Fehler Strafen nach einem
Tarif zu entrichten.
2) Schwieriger war das Problem der Begleichung des Endsaldos in den Vereinigten
Staaten von Amerika, solange ein Zentralnoteninstitut, das mit der Begleichung des
Saldos beauftragt werden konnte, nicht vorhanden war. Die Salden wurden, außer
mit barem Geld, durch Zertifikate, durch Tratten, durch Borgen und Beleihen des
Saldos, durch Clearinghaus-Leiter- (Managers) Schecks, ausgeschrieben auf den
Schuldner, usw. beglichen. Seit 1917 erfolgt der Ausgleich über das Konto bei der
Federal Reserve Bank.
8) In Berlin werden Effekten- und Kuponrechnungen durch die Bank des Berliner
Kassenvereins saldiert. Da die Zahl der Abrechnungsmitglieder verhältnismäßig sehr
klein ist, werden dem Kassenverein auch zahlreiche Wechsel, Schecks usw. zum
Einzug und zur Verrechnung übergeben. — An Orten, wo ein Kassenverein besteht
(und die Zahl dieser Plätze hat sich in letzter Zeit wesentlich vermehrt), werden
Eifekten- und Kuponrechnungen, wie in Berlin, auf den Kassenverein gelegt und
durch diesen verrechnet. Da der Kassenverein, wie an anderer Stelle ausgeführt ist.
jetzt auch Effektengirobank ist, so ergeben sich für .die diesem Verkehr
angeschlossenen Firmen erhebliche Vorteile. . .
4) In Hamburg sogar alle Überweisungen (also auch die roten. Reichsbankscheine).
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