Für jede Überweisung werden 3 „Slips“ ausgefertigt: Ein Stück für die überweisende
 Bank und zwei Stück für die empfangende Bank (eins davon für deren
Kunden). Durch Einführung des Slips ist das Schreibwerk der Banken wesentlich
vereinfacht worden. Als Nachteil des Hamburger Überweisungsverkehrs erweist sich
aber immer noch die große Zahl der Formulartypen. Kontennumerierun g
besteht noch nicht.
Hinsichtlich der internen Bearbeitung besteht ein wesentlicher Unterschied
zwischen der Technik der Danatbank und der der anderen 6 Abrechnungsbanken:
An Stelle der üblichen Abschreibezettel, die für die empfangenden Banken verschiedenfarbig
 sind, gibt die Danatbank ihren Kunden ein einheitliches dreiteiliges Durchschriftsformular,
 das ohne Rücksicht auf die empfangende Bank. gleichmäßig verwendet
 wird. Das Wesentliche ist hierbei, daß der Zahlungsempfänger die vom Auftraggeber
 im Durchschriftsverfahren hergestellte Aufgabe erhält; im
Gegensatz zum Abschnittsvordruck erwächst also hierdurch dem Auftraggeber keine
Mehrarbeit.
Die Bearbeitung des Überweisungsauftrages in der Bank erfolgt maschinell durch
Lochkartenmaschinen. Die Lochkarten machen die Führung besonderer
Konten entbehrlich. Der Tagesauszug wird maschinell durch Verwendung der
Lochkarten hergestellt.
Fünfmal täglich treten die Bevollmächtigten der Banken im Abrechnungszimmer
der Reichsbank zusammen; um 91/2 Uhr tauschen sie die bei ihnen eingegangenen
Akzepte der den Überweisungsbanken angehörigen Kunden aus; um 101/2, 12, 18 und
14 Uhr geschieht der Austausch der bis dahin fertiggestellten Überweisungsbogen
und Slips. Um 14%/4 Uhr findet die Schlußabrechnung statt.
Nach der Rückkunft vom Austausch übergibt der Bevollmächtigte die empfangenen
Gutschriftsbogen den betreffenden Beamten zur Verbuchung. Hierbei wird neben
dem Betrag auf dem Konto des Kunden nur der Name der überweisenden Bank mit
Angabe der Nummer des Gutschriftsbogens vermerkt; es genügt dies, um nötigenfalls
später darauf zurückzugreifen. Am Schlusse des Tages sendet die Bank ihrem
Kunden ein Verzeichnis der zu seinen Gunsten eingegangenen Überweisungen mit
Angabe der Firma, für deren Rechnung überwiesen worden ist.
Der täglich mehrfache Austausch der Überweisungsbogen geschieht, um
das sukzessive Buchen der Beträge zu ermöglichen. Die Arbeit muß noch vor 16 Uhr
so weit fertiggestellt sein, daß der Buchhalter den Kontostand des Kunden genau
übersieht und etwaige Überdispositionen durch Widerruf bei den anderen
Banken annullieren kann. Im Laufe der Geschäftsstunden aber werden stets
neue Überweisungszettel von der Kundschaft eingeliefert, sind stets Eingänge für
diese zu kreditieren. So ändert sich das Konto des Kunden im Verlaufe des Tages
dauernd. Bei einem verhältnismäßig kleinen Saldo werden große Summen in einer
Reihe von Posten umgesetzt.
Für den Kunden ist es eine Notwendigkeit, gegen Eingänge noch am gleichen
Tage zu verfügen, weil z. B. Rechnungen über bestimmte Waren, Effekten usw., wenn
sie bis 12 Uhr eingereicht werden, noch an demselben Tage durch Bankzuschreibung
beglichen werden müssen. Dies gilt namentlich von allen Warenkäufen, die Zug
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11 Obst, BGI. 9. A.