stellt, so sagt z. B. Berlin: Überweisen Sie 25 000 RM an unsere Filiale
in Y, 40000 RM an unsere Filiale in Z und 35 000 RM an die Firma
Soundso in Breslau, der wir im Auftrage eines Kunden diesen Betrag zu
rergüten haben. Auch auf diese Weise spart die Bank Zinsen. Im allgemeinen
 lohnt sich dies aber nur bei großen Summen.
Die Preußische Staatsbank (Seehandlung) in Berlin und die Sächsische
 Staatsbank in Dresden haben im Juni 1929 eine Vereinbarung getroffen,
 auf Grund deren den sächsischen Banken und Bankgeschäften für ihren
Geschäftsverkehr mit der Preußischen Staatsbank und mit dem Berliner Platz überhaupt
 ähnliche Vorteile gewährt werden können, wie sie bereits seit längerer Zeit
für den Geldverkehr der Preußischen Staatsbank mit Frankfurt a. M, Hamburg,
 Köln, Düsseldorf und München bestehen.
', Geldausgleich. Die beiden Staatsbanken erklären sich bereit,
Beträge von den jeweiligen Guthaben ihrer Kunden oder auch Beträge, welche zu
diesem Zweck erst eingezahlt werden, bereits am Tage der Auftragserteilung am
anderen Platze zur Auszahlung zu bringen. Mindestbetrag hierfür 50 000 RM, spätester
 Einlieferungstermin 1/11 Uhr, Sonnabends 10 Uhr. Die Überweisungsgebühr
beträgt für jede 100 000 RM 2 RM.
2. Kundeneinzahlungen. Die Preußische Staatsbank erklärt
sich bereit, Einzahlungen auf die bei ihr geführten Konten ihrer Kunden, die bei
der Sächsischen Staatsbank in Dresden bis 1/11 (Sonnabends bis 10) Uhr erfolgen,
mit der Wertstellung des Einzahlungstages gutzuschreiben. Verfügungen über derartige
 Guthaben sind von dem auf die Einzahlung folgenden Tage ab in Berlin
zulässig. Die gleiche Vergünstigung gilt auch umgekehrt für Einzahlungen bei der
Preußischen Staatsbank auf die Dresdner Konten der Sächsischen Staatsbank,
3. Lombardverkehr. Die Sächsische Staatsbank ist bereit, Beträge,
 die den Kunden der Preußischen Staatsbank aus den mit ihr abgeschlossenen
Lombardgeschäften zur Verfügung stehen, in Dresden auszuzahlen und die als Unterpfand
 für solche Kredite zu hinterlegenden Wertpapiere entgegenzunehmen und gebührenirei
 aufzubewahren.

Überweisungen zwischen Konten der Zentrale, der FilialenundDepositenkassen
 werden mit den zugehörigen Buchungsunterlagen
 und Aufgaben in einem Arbeitsgange erledigt.
Will z. B. Emil Müller, der bei der Depositenkasse F der Deutschen Bank
in Berlin ein Konto hat, an Georg Weber, dessen Konto bei der Zentrale
geführt wird, 10 000 RM überweisen, so gibt er einen diesbezüglichen Auftrag
 an seine Depositenkasse. Diese schreibt ein Formular folgenden Inhaltes
 aus, von dem 2 Durchschläge angefertigt werden. Den einen behält
sie als Buchungsbeleg zurück, den andern erhält die Zentrale als Buchung,
während das Originalformular als Avis an Weber, den Empfänger des
Betrages, gesandt wird.

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