Domizil oder Akzept gesandt ist. In diesem Falle wird man den Scheck
dem Bezogenen mit einem diesbezüglichen Vermerk direkt vorlegen, und
dieser wird — Anerkenntnis durch Akzept ist ja nicht statthaft — den
Scheck mit einem Scheck auf die Reichsbank oder den Kassenverein
bezahlen. Dieser Scheck wird dann auf die Abrechnung gelegt, und im
Eflekt ist es wieder das gleiche, als ob mit dem ursprünglichen Scheck in
dieser Weise verfahren worden wäre.
Daß ein Verrechnungsscheck auf eine Firma, die einer Abrechnungsstelle
 nicht angehört, öfters durch Giroüberweisung Begleichung findet,
war schon gesagt worden.
Was das Verhältnis zwischen Bargeld, Schecks und Verrechnungen anbelangt, so
hat John Lubbock während einiger Tage des Jahres 1864 die Eingänge seines
Bankhauses in London analysieren lassen. Hiernach setzten sich die von Londoner
Kunden eingezahlten Summen in folgender Weise zusammen:
Schecks und Wechsel. . .
Noten der Bank von England
Noten der Provinzialbanken
Münzen . .

96,8 9/0
22,
D4
0,6 »”

100,0 %/
Nach Rauch berg betrug im Juni 1895 bei der Österreichischen Kreditanstalt
in Wien

7,58 90
0,05
37,58
0,09 ,,
54,70 ,,
100,00 0/9
11,29 9%
26,24 ,,
62,47 ,,
100,00 9/9.
Wesentlich günstiger stellt sich das Verhältnis in Deutschland. Nach
den von mir im Herbst 1898 bei zwei Großbanken an 20 Tagen angestellten
 Ermittelungen 1) schätzte ich die durch Verrechnung (Giroüberweisungen,
 Clearinghaus, Berliner Kassenverein usw.) und Sc hecks
(von Banken selbst ausgestellt und an Banken in Zahlung gegeben) bei
den großen Berliner Banken ein- und ausgehenden Beträge auf 78—80 %
und die durch Barzahlung erledigten auf 20—22 %.

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