g) die Auszahlungen der Mitgift, die Übertragungen von Erbschaften
 und Legaten;
2. Wertübertragungen einer Einzelwirtschaft an einen fremden
Staat. Hierbei sind zu erwähnen die Steuern von Inländern für die im
Auslande betriebenen Geschäfte, die Schenkungen und Vermächtnisse und
die Unterstützungen bei elementaren Ereignissen;
3. Wertübertragungen der Landesregierung an eine im Auslande
lebende Einzelperson, z. B. Pensionen und Invalidenrenten;
4. Wertübertragungen von einem Staat zum anderen, z.B.
Kriegskontributionen und Reparationen, sowie Zahlungen für Abtretung
von Landesgebieten.
Die Gesamtheit der Aktiva und Passiva dieser Posten stellt die Zahlungsbilanz
 eines Landes dar und bildet die Grundlage für den internationalen
 Zahlungsverkehr. Übersteigen die gesamten fälligen Verpflichtungen,
 die ein Land gegenüber dem Auslande hat, die Forderungen, so
spricht man von einer passiven Zahlungsbilanz; sind die Forderungen
größer, so ist die Zahlungsbilanz aktir.
Verschiedene Wege gibt es, internationale Zahlungen zu leisten bzw.
internationale Forderungen einzuziehen. Man unterscheidet den isolierten
und den bankmäßig organisierten internationalen Zahlungsverkehr. Als
Zahlungsmittel kommen, neben Metallgeld und Banknoten, der
Auslandswechsel, der Scheck und die Auszahlung in Betracht. Die Bargeld
 ersparenden Zahlungsmethoden, die sich im Inlande bewährt haben,
wie Giro-, Clearing- und Postgiroverkehr, sind mehr und mehr auch im
Verkehr der Länder untereinander eingeführt worden.
Wie viele Verbindlichkeiten, trotz des entwickelten Bankrerkehrs
 und der von den Banken getroffenen Einrichtungen hinsichtlich
 Erleichterung des Zahlungsverkehrs, noch heute durch Barsendungen
 nach fremden Ländern getilgt werden, kann nicht angegeben
werden, da die Statistik uns hier völlig im Stich läßt. Wohl ermittelt die
Postverwaltung !), wie viele Wert- und Einschreibebriefe und wie viele
Wertpakete alljährlich ins Ausland gesandt werden, ferner wie hoch sich
die Deklarationssumme dieser Briefe und Pakete beläuft, doch lassen sich

1) Nach der vom Reichspostministerium für 1927 erhobenen Statistik wurden aus
dem Reichspostgebiet nach dem Auslande 0,6 Millionen Pakete und 0,6 Millionen
Briefe und Kästchen mit Wertangabe im deklarierten Werte von 145,7 bzw. 266,8 Millionen
 RM versandt, \
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