Als Termin für die Abwicklung von Devisen-Termingeschäften können
1, 2, 3 oder mehr Monate festgesetzt werden, und es können die Monatsanfänge,
 die Monatsenden oder ganz beliebige Tage gewählt werden. Einheitliche
 Bräuche wie beim Termingeschäft in Effekten bestehen nicht.
Gebraucht werden also Termindevisen vom Importeur; Verkäufer .dagegen
 ist der Exporteur. Unmittelbar miteinander in Verbindung treten
können aber Exporteur und Importeur nicht. Selbst wenn sie gegenseitig
ihren Bedarf und ihren Überschuß kennen würden, wäre das nicht möglich,
 weil die Summen und die Fälligkeitstage nicht so beschaffen sind,
wie sie der Importeur gerade benötigt. Daher müssen, wie schon erwähnt,
 die Banken vermittelnd dazwischen treten. Diese halten einen
bestimmten Bestand von Devisen — in der Hauptsache geschieht es in
der Form von Guthaben bei verschiedenen Banken verschiedener Länder
—, den sie möglichst nicht angreifen; und wenn es schon geschieht, so
füllen sie ihn bald wieder auf; ebenso stoßen sie Beträge ab.
Geben nun die Banken Termindevisen ab, so decken sie sich, um kein
Kursrisiko einzugehen, gleichzeitig per Kasse ein. Sie brauchen dazu
sofort den entsprechenden Betrag in Reichsmark und erhalten andererseits
 sofort den Gegenwert in der fremden. Valuta, die sie zinsbringend im
Auslande anlegen. Diesem Zinsgewinn im Auslande steht gegenüber der
Zinsverlust in deutscher Währung, denn der Kunde zahlt ja erst bei Erfüllung
 des Termingeschäfts, also, sagen wir, in 3 Monaten,
Kauft, umgekehrt, eine Bank vom Exporteur eine in 3 Monaten fällige
Devise in Höhe des Gegenwertes der exportierten Waren, so wird diese
sich gegen Kursverlust sichern, indem sie die nach 3 Monaten abzunehmende
 Devise sofort per Kasse verkauft. Sie erhält dafür den
Gegenwert in Reichsmark, braucht aber zur sofortigen Lieferung den
Betrag in der fremden Valuta.
Daraus ergibt sich: Nach Vornahme von Kompensationen — je größer
die Bank, desto häufiger wird dies der Fall sein — werden einige Banken
Devisen übrig haben und Reichsmark brauchen, während andere Banken
wieder Reichsmark übrig haben und Devisen brauchen. Der Saldo wird
„in Kost gegeben“ oder „in Kost genommen“. Hat z.B. eine
Bank per Saldo von einer Devise für einen bestimmten Termin mehr verkauft
 als gekauft, so wird sie sich für den Saldo (in runder Summe)
durch Kauf per Kasse decken; sie wird aber weiter eine andere Bank als
Geldgeber suchen (sofern sie das Geschäft nicht „in sich selbst“ machen
will) ; oft ist es eine Bank, die sich in umgekehrter Position befindet. An

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