Betrachten wir die Erwägungen, die eine Firma, die ein Darlehen in
New York aufgenommen, also (billiges) Auslandsgeld bekommen hat —
oder eines Spekulanten, der sich Leihdollars zu verschaffen wußte — und
andererseits die Erwägungen des Gegenkontrahenten [einer Bank oder
eines Spekulanten !)].
AlsDollarhereingeber (Swaper) Als Dollarhereinnehmer
besitze ich Dollars oder leihe besitze ich Reichsmark oder
mir solche zu . . . .5% leihe mir solche zu. . .94%%
verkaufe sie per Kasse zu ich kaufe Dollars per Kasse
RM 4.18 pro Dollar; die er- für 1 $ zu RM 4.18. Die
haltenen Reichsmark leihe erhaltenen Dollars leihe
ich aus zu. . 2... .9 ich aus zu. . 2... .5%
es verbleibt mir also ein Ge- das sind zu meinen Unwian
 von . . . ‚4. gunsten . 244%

Um kein Kursrisiko zu haben, Um kein Kursrisiko zu haben,
stelle ich mich glatt und stelle ich mich glatt und
kaufe Dollars per 1 Monat verkaufe Dollars per 1 Mozu
 4.18 + 0.0150 Report nat zu 4.18 -+- 0.0150 (Re-—
 4.1950; Mehrpreis auf port) — RM 4.1950; der
Jahr gerechnet ist?) . . Mehrerlös beträgt also .4U%
Gewinn und Unkosten gehen alsoauf. Gewinnund Unkosten gehen also auf.

Hierausergibtsich, daßdasGeschäftfürmicheinen
Anreiz bietet unter sonst gleichbleibenden Bedingungen:
1. Wenn ich Devisenleihgeld billi- 1. Wenn ich Reichsmarkgeld unter
ger als 5% p. a. erhalte. 9% % erhalte.
2. Wenn ich die Reichsmark zu 2. Wenn ich Dollars zu mehr als
mehr als 9% % p. a. ausleihen 5% ausleihen kann.
kann.
Wenn der Reportsatz herunter- 3. Wenn der Reportsatz steigt.
geht. Die Chance auf dieser Seite ist
also im Falle der Sicherung des
Engagements sehr gering.

1) S. den instruktiven Aufsatz von Kurt Thurow, Devisenmarkt und Kurssicherung,
 Schlesische Zeitung 1929, Nr. 250.
2) 0,0150 Report für den Monat ergibt fürs Jahr 12 &gt;&lt; 0,0150 == 0.18 RM auf
1 $ zu 4.18, das entspricht etwa 41/4 %9 Jahreszinsen.

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