träge wird oft längere Zeit nicht verfügt, sie verbleiben also der‘ Bank
zu einem niedrigen Zinsfuß. Im Verkehr der Banken untereinander war
es früher üblich, die Guthaben auf Inkasso (Scheck-) Konto sich nur
einmal monatlich, zum Ultimo, überweisen zu lassen. Heute erfolgen die
Dispositionen meist in kürzeren Zwischenräumen, Das durch das Inkassogeschäft
 sich bietende große Material gibt die Möglichkeit, aus den
Giros wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen zu lassen: Die Rückseite
der Wechsel und Schecks zeigt dem, der sich zu solchen Beobachtungen
Zeit nimmt, in welchem Verhältnis Aussteller, Bezogener und Giranten
zueinander stehen, und wer ihre Bankverbindung ist.
Vorteil bietet der Anschluß an den Inkasso-Verband der Genossenschafts-Abteilungen
 der Dresdner Bank, wird in einem Bericht gesagt, als „der
regelmäßige Wechseleinzug die Genossenschaft auch in solchen Kreisen
der Bürgerschaft empfiehlt, zu denen sie sonst keine Beziehungen hat“.
Allgemeiner ausgedrückt: Durch Vorlegen des Wechsels zum Inkasso tritt
die Bank in Fühlung mit dem Wechselschuldner und kann ihn auf die
Vorteile einer Bankverbindung aufmerksam machen.

Für die Gutschrift von Wechseln und Schecks gelten beim Giroverband
 der Genossenschaftsabteilungen der Dresdner
Bank in Berlin und Frankfurt a. M. (8. a. S. 182) folgende Grundsätze:
Jede Einzugsstelle ist verpflichtet, die ihr von den Zentralstellen Berlin und
Frankfurt a. M. zugehenden Wechsel, Anweisungen und Schecks nach den gesetzlichen
Vorschriften einzuziehen und Wert 2 Werktage nach Verfall bzw. Eintreffen am
Zahlungsort provisionsfrei und ohne Abzug von Spesen zu kreditieren. Dasselbe gilt
für Wechsel, Anweisungen und Schecks, die wegen zu kurzer Laufzeit unter Umgehung
 der Zentralstellen von einem Mitgliede dem andern direkt zugesandt werden.
Bei der Zentrale erfolgt die Gutschrift 1 Tag später als die Belastung.
Die eingezogenen Beträge sind, soweit sie nicht auf Gegenrimessen zu verrechnen
sind, in bar anzuschaffen oder zu überweisen.
Die Gutschrift erfolgt für Rimessen auf:
I. Niederlassungsplätze der Dresdner Bank: pYari:
a) Schecks: .
Il. Wert per Tag des Eintreffens am Zahlungsort, wenn
a) auf die Dresdner Bank selbst (alle deutschen Niederlassungen) oder
b) auf andere Firmen gezogen, die den Banken-Abrechnungsstellen in
Berlin oder Frankfurt a. M. angeschlossen sind und die bis 9 Uhr bei
den Zentralstellen in Berlin oder Frankfurt a. M. eintreffen.
2. Wert 1 Werktag nach Eintreffen am Zahlungsort
a) für andere Schecks auf Berlin oder Frankfurt a. M.. sowie

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