gut. Verauslagte Telegramm-, Telephon- und Einschreibegebühren werden
 dem Kunden in der Regel jeweils bei Vorkommen auf Konto belastet.
Die einfachste Kontokorrent-Methode ist die Staffelrechaung
 oder das Saldokontokorrent, so benannt, weil stets der
jeweilige Saldo gebildet wird. Indem schrittweise je ein Posten addiert
»der subtrahiert wird, entsteht eine stufen- oder staffelförmige Aufstellung.
Die Anzahl der Tage wird von einem Posten bis zum anderen, unbekümmert,
 ob er im Debet oder Kredit steht, gezählt. Die Staffelrechnung
 hat vor allem den großen Vorzug, daß sie jederzeit den Kontostand
 des Kunden erkennen läßt und einen Überblick darüber gewährt,
ob und wie lange der Kunde Debitor oder Kreditor gewesen ist, Besonders
 bei Depositenkonten, bei denen der Zinsfuß im Laufe der Rechnungsperiode
 Veränderungen unterworfen ist, wendet man die Staffelrechnung
 an, die übersichtlicher als die beiden anderen Methoden ist.
Aus den Debetzahlen werden die Debet-, aus den Kreditzahlen die Kredit-Zinsen
 gerechnet. Kommt für die entliehenen Beträge der gleiche Zins-/uß
 wie für das Guthaben in Anwendung, so können die Zinsen von der
Differenz gerechnet werden.
Zur Berechnung der Zinsen stellt man die Posten auf der Zinsennota
Staffel) chronologisch nach Verfalltagen geordnet untereinander,
addiert die gleichartigen Beträge (Debet zu Debet, Kredit zu Kredit) und
subtrahiert die ungleichartigen (Debet von Kredit, Kredit von Debet).
Die Kapitalsalden stehen an 1., 3., 5, usw. (also an ungerader)
Stelle. Eine Veränderung des vorherstehenden Saldos bewirken die an
2., 4., 6. usw. (also an gerader) Stelle stehenden Kapitalbeträge. Da die
Zinsberechnung aus den Salden erfolgt, sind neben sie die Tage einzusetzen.
Nachfolgendes Kontokorrent beginnt mit einem Guthaben des Kunden von
RM 22.05 valp. 30. Juni 192.. Am 1. Juli erfolgt eine Einzahlung von RM 700,
die im Depositenverkehr erst per nächsten Werktag kreditiert wird. In der Staffel
wird also eingetragen: Juli 2 K (Abkürzung für Kredit) 700.—. Am 18. Juli belastet
 (D: Abkürzung für Debet) die Bank ihrem Kunden einen von ihm ausgeschriebenen
 Scheck über 270 RM. Da der Scheck aber bereits am 15. Juli von der
Breslauer Filiale der Bank eingelöst worden ist, so wird die Valuta auf diesen
Tag gestellt. Der Saldo betrug RM 722.05. Nach Abzug von 270 RM verbleiben
RM 452.05. Am 1. August vermindert sich der Saldo um 300 RM für Zahlung gegen
sinen Scheck und erhöht sich um 6 RM für eine Kupongutschrift — der Kunde hat
Effekten bei der Bank liegen, deren Kupons von der Bank getrennt (detachiert)
and dem Kunden gutgebracht sind. Am 14. August leistet Georg Behrendt zugunsten
 von Benno Schindler eine Zahlung, die diesem valuta per 15. August kreditiert
 wird usw. (Fortsetzung des Textes auf Seite 2308.}

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