nung getrennt aufgeführt, oder sie werden — es ist unbequem, mehrere
Ziffern als Saldovortrag einzustellen — wie hier auf den Abschlußtag
zurückdiskontiert. Die sich ergebenden Zahlen sind negative Zinszahlen
 oder Diskontzahlen. Um sie von den anderen Zinszahlen
auch schon rein äußerlich zu unterscheiden, werden sie mit roter Tinte
(hier mit fetten Lettern gedruckt) ins Kontokorrentbuch und in den
Kontoauszug eingetragen, Sie heißen allgemein „rote Zinszahlen“.
Durch Transport auf die Gegenseite werden die Diskontzahlen Zinszahlen.
Handelt es sich um größere Beträge, die anstatt neu vorgetragen in alter
Rechnung verrechnet werden, so wird im neuen Kontokorrent eine sich
argebende Zinsdifferenz meist berücksichtigt.
Unser Beispiel weist auf der linken Seite 8200, auf der rechten Seite 180 4+39=219
rote Zinszahlen auf. Der Saldo (2981) wird mit schwarzer Tinte auf die Seite geschrieben,
 die die kleinere Summe der roten Zinszahlen aufweist, hier also auf die
Kreditseite.
Sind auf beiden Seiten Tage und Zinszahlen berechnet, so wird die
Addition vorgenommen, bei der nun selbstverständlich die roten Zahlen
nicht mehr zu berücksichtigen sind.
Es beträgt die Summe der Zinszahlen: im Kredit 9607
im Debet 7549
Es sind demnach von 2058 Zinszahlen
die Zinsen zu berechnen. Zu 8% (Zinsdivisor 120) ergibt dies RM 17.15.
Veranschaulichen wir uns dies an einem einfachen Beispiele: A schuldet der B-Bank
vom 24. März ab 1000 RM. Wieviel betragen die Zinsen (6 %0) bis zum 30. Juni?
Bei der progressiven Methode rechnet man: Vom 24. 3.—30, 6. — 96 Tage
= 960 Zinszahlen = 16 RM Zinsen. Bei der retrograden Methode wird der
Posten vorerst auf den 31. Dezember des Vorjahres diskontiert. Vom 24. 3—31. 19.
des Vorjahres sind 84 Tage = 840 Zinszahlen == 14 RM Zinsen. Der Posten von
1000 RM gelangt aber erst am 30. Juni zur Verrechnung, d. h. er wird für diesen
Fermin bewertet. Es sind also zu rechnen auf 1000 RM 180 Tage 6% Zinsen = 30 RM.
1000 RM — 14 RM + 30 RM = 1016 RM, wie oben. Man kann sich dies auch an
folgender Skizze veranschaulichen:

Dor.

A

JE

Anstalt des kurzen Weges (I) beschreitet man den Umweg (II), muß dann aber
die zuviel gegangene Strecke (II) in Abzug bringen,
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