Man ’ermittelte den Wert eines bebauten städtischen - Grundstückes,
indem man 1. den Boden- plus Gebäudewert (Substanzwert) und 2. den
Ertrags-. (Miets-) Wert feststellte, beide Summen, die oft wesentlich voneinander
 abwichen, addierte und durch 2 dividierte.
Den Ertragswert erhielt man, wenn man von der jährlichen Bruttomiete,
 je nach Lage, Größe und Komfort der Wohnungen, 15—25 % für
Gas, Wasser, Kanalisation, Heizung, Steuern, Verwaltung und Instandhaltung
 abzog und den hiernach ermittelten Betrag mit 4% bzw. 5%
kapitalisierte. Betrachten wir dies an einem Beispiel: Das Grundstück
Berliner Straße Nr. 100 sollte von einer Hypothekenbank beliehen werden.
 Die Baukosten (Feuertaxe) des betr. Wohngebäudes wurden auf
300 M für den Quadratmeter veranschlagt.
468 am bebaute Fläche zu M 300 ‘140400 M
Zuschlag für Balkon und Hofpflaster ; 6500 „
Grund und Boden 55 am zu M 1200 1) . 66000
Mithin Totalsubstanzwert ; 212 900 M
Jährlicher Mietsertrag 14881 M
= 15% (rund) 2281
12 650 M zu 4,5%, 281.100 M
494 000 M
247000 ,,
148200

Oder ein anderes Beispiel: ‚A
Feuertaxe 426,20 qm zu 295 M
Zuschlag für Balkons
60 am zu 650 M

Mieten 11200 M
- 15% 1680 ,„
9520 M zu 59%

davon 1/
beliehen mit 60%,

125780 M
8000 ,
89000 ,
167 780 M

190400 ,
3581380 M
179000 ,
— 107400 M.

1) Ermittelt auf‘ Grund neuerlicher Verkäufe in der betreffenden Gegend.

i 44