C, Kapitalverwaltung.

[, Das Depositengeschäit,

i, Technik des Depositenverkehrs. Der Begriff „Depositen“,

Von den unverzinslichen Girogeldern der Reichsbank war bereits die
Rede (s. S. 148). Die Privatbanken würden fremde Gelder; die sie mit
Nutzen wieder ausleihen können, nicht erhalten, wenn sie nicht den Einl(egern
 eine Zinsvergütung gewähren würden. Eine zielbewußte Pflege des
Depositengeschäfts ist in Deutschland erst durch das Vorgehen der
Deutschen Bank erfolgt. Bis 1870 etwa hielt man es nicht für zweckmäßig,
 „durch erleichternde Bedingungen auf eine Steigerung der Depositen
 hinzuwirken“,
Dem Beispiele der Deutschen Bank folgend, haben dann auch zahlreiche
andere Banken, besonders um die Jahrhundertwende, Depositenxassen
 an größeren Plätzen und deren Vororten errichtet. Einen
Kundenkreis mußten sie sich aber, da das Publikum an den Bankverkehr
nicht gewöhnt war und zeitweise nicht benötigte Gelder, wenn überhaupt,
Jann zu den Sparkassen trug, erst suchen. Die deutschen Banken machten
as nun wie die englischen Banken: Um fremde Gelder zu erlangen, liehen
sie zunächst Gelder aus, Sie eröffneten den Gewerbetreibenden der nähe-‚en
 Umgebung Kredite und setzten sie dadurch in die Lage, durch Vermittelung
 der Depositenkassen ihre Gläubiger zu bezahlen. Diese beließen
Jann, wenn sie auf die Vorteile des Depositenverkehrs aufmerksam geworden
 waren, häufig die Gelder der Bank und beauftragten diese auch
nitunter wieder, Zahlungen an Dritte zu leisten. So bekam die Depositenrasse
 nach und nach eine Klientel, die ihren gesamten bankmäßigen
Verkehr bei ihr konzentrierte — das Depositengeschäft allein kann auch kaum
die großen Unkosten decken — und ständig Guthaben bei ihr unterhielt.