Die den Banken anvertrauten Depositengelder sind ganz verschiedener
Natur: zum Teil sind es zeitweise nicht benötigte Gelder von Kaufleuten
{Kassenvorräte) oder von Privaten, die z. B. ihr Gehalt einzahlen und
allmählich im Laufe des Quartals abheben, zum Teil Betriebsreserven der
Gewerbetreibenden, zum Teil auch dauernde Einlagen, die den Charakter
von Spargeldern haben.
Depositen- und Kontokorrentgelder werden oft zusammengefaßt. Ein
äußeres Merkmal ist: Auf Kontokorrentkonten wird in der Regel Provision
 gerechnet, dafür aber auch für Guthaben ein höherer Zinsfuß als auf
Depositenkonten gewährt. Die Bilanzen unterscheiden provisionspflichtige
 und provisions freie Konten.
Bei Eröffnung des Kontos erhält der Kunde in der Regel ein Depositenbuch,
 das ist ein kleines Heft, in das alle Ein- und Auszahlungen
eingetragen werden, ferner ein Exemplar der „Bedingungen für den
Depositenverkehr“, mit denen sich der Kunde durch Unterzeichnung des
Einrichtungsformulars einverstanden zu erklären hat. Z. B.:
An die a... Bank in Berlin.
Auf Grund Ihrer Bedingungen, mit deren Inhalt ich mich einverstanden
 erkläre, ersuche ich Sie, mir in Ihren Büchern ein
Konto zu errichten.
Name? ss
STANS sassersrenreeE
WOhD US rt

Auf die rechte (Kredit-) Seite des Kontobuches kommen die
Zahlungen, die der Kontoinhaber selbst leistet, oder die für ihn von
dritter Seite erfolgen. Ferner sind auf diese Seite einzutragen die
Gutschriften über fällige Kupons, verkaufte Effekten, zum Einzug
oder Diskont übergebene Wechsel usw.
Bei den meisten Banken ist es Vorschrift, daß mit den Einzahlungen
zugleich ein Einzahlungsschein, auf Grund dessen die Buchungen
Seitens‘ der Bankbeamten stattfinden, mitgeliefert wird. S. Muster I
(hauptsächlich im Gebrauch für Einzahlungen für eigene Rechnung)
und IT (für fremde Rechnung) auf 8. 436.
Auf die linke (Debet-) Seite werden die Abhebungen, die durch
len Kontoinhaber selbst oder durch Dritte erfolgen, ferner die Belastungen
für gekaufte Effekten, Wechsel usw. eingetragen. Abhebungen von dem
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