beteiligten. Interessant ist der Zweck dieser Verbindung: die Bayerische
Vereinsbank erhält Anschluß an das große Berliner und internationale
Finanz- und Kreditsystem, und die Firma Mendelssohn &amp; Co. schafft sich
für ihr laufendes Geschäft, ihre Konsortialverbindungen und für ihr
zukünftiges Emissionsgeschäft eine breitere Basis durch das große Filialund
 Depositennetz der Bayerischen Vereinsbank.
Konzernbildungen und Interessengemeinschaften bei Elektrizitäts-,
Schiffahrtsgesellschaften, in der oberschlesischen und rheinisch-westfälischen
 Montanindustrie usw. sind mehrfach auf Anregung oder durch
Vermittelung von Banken erfolet.

IL Das Efiektengeschäit.

1, Wesen und Arten der Effekten!).
Überblick: Die Effekten im allgemeinen.
Wertpapiere sind, nach Brunner und Cosae k, „alle Urkunden, die
ein Recht dergestalt verbriefen, daß es grundsätzlich nur unter Vorlegung
 der Urkunden geltend gemacht werden kann und also gewissermaßen
 in der Urkunde verkörpert ist“. Papiereöffentlichen Glaubens
 sind, nach Brunne r, solche Wertpapiere, deren Wortlaut zugunsten
 des gutgläubigen Erwerbers unbedingt maßgebend ist.
Wertpapiere und Effekten sind nach allgemeinem Sprachgebrauch gleichbedeutende
 Begriffe; in der Bankpraxis, und auch in der Gesetzessprache,
wird bald das eine, bald das andere Wort gebraucht. In der Theorie werden
 Gel dpapiere (Banknoten, Wechsel, Schecks) und Ka pitalpapiere
unterschieden, und die vertretbaren Kapitalpapiere. (im Gegensatz zu den
nicht vertretbaren: Hypothek, Darlehnsscheine) nennt man Effekten.
Nur diese haben einen organisierten Markt; die anderen Gruppen der
Kapitalanlagen sind nicht organisiert.
In Effekten legen die Banken einen Teil ihrer Mittel an, teils zur nutzbringenden
 Verwendung von zeitweise nicht benötigten Geldern (Kauf

') Literatur: G. S Freund, Die Rechtsverhältnisse der öffentlichen Anleihen.
 Berlin 1907. Ludwi g Metzler, Studien zur Geschichte des deutschen
Effektenbankwesen. Leipzig 1911. Arthur Nord en, Kapitalanlagen. Berlin 1912.
K. Theisinger, Effekten als Kapitalbeschaffungsmittel der Unternehmung,
Stuttgart 1928. Weiter Börs enhandbücher fs. die Anm. S. 497) und Kurs-‘abellen.

31 Obst,BGI. 9.A.

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