per Kasse oder Zeit, Reportgeschäft), teils um einen vorübergehenden
oder dauernden Einfluß auf ein fremdes Unternehmen ausüben zu können.
Unfreiwillig ist die Effektenanlage, wenn es sich um übriggebliebene,
schwer realisierbare Bestände von Emissionen oder Konsortialbeteiligungen
 handelt. Zu unterscheiden vom Kauf für eigene Rechnung ist
der kommissionsweise, d. h. für Rechnung eines Dritten erfolgende
 An- und Verkauf von Wertpapieren. Er bildet einen der Hauptzweige
 moderner Banktätigkeit.
Da die Effekten in einer großen Zahl generisch gleicher Stücke vorkommen,
 finden häufig Umsätze in ihnen statt, und die Kurs- oder Preisnotierungen
 geben den Besitzern dauernd Aufschluß über ihren Wert. Da
der Eigentümer sich in jedem Augenblick von seinen Effekten trennen
und das Geld für andere Zwecke frei machen kann, und da umgekehrt
aber auch jederzeit die Möglichkeit besteht, die Effekten wieder zu erwerben,
 bilden sie die bequemste Form der Kapitalanlage. Durch
einen einzigen Auftrag an seine Bank kann der Kapitalist Gläubiger zahlreicher
 Staaten, Kommunen, industrieller Unternehmungen usw. werden.
Die Verbuchung der Effekten erfordert viel Arbeit. Diese nach
Möglichkeit zu mindern und rationellere Arbeitsmethoden für das Effekjengeschäft
 zu finden, erschien als eine wichtige Aufgabe. Durch Schaffung
 von Sammeldepots wird bereits viel Arbeit bei Behandlung der
Effekten gespart. In einer anderen Linie bewegt sich die einheitliche
 Numerierung der Effekten, Die an den deutschen Börsen
 gehandelten Effekten sind eingereiht in die Nummern von 10 000 bis
84.999 (die Zahlen 85 000 bis 99 999 sind frei für die unnotierten Effekten).
 Die 5stellige Ziffer setzt sich aus einer 3- bzw. 4stelligen Grundzahl
und aus einer 1- bzw. 2stelligen Schlüsselzahl zusammen. Die 3stellige
Grundzahl wird für diejenigen Schuldtitelaussteller benutzt, die eine
große Zahl von Effektenarten auszugeben pflegen; mit den 2 Schlüsselzahlen
 können dann 100 Arten bezeichnet werden. Für Aktien besteht
 eine 4stellige Grundzahl und ein I1stelliger Schlüssel.

. Sombar % der im Jahre 1900 den Effektenbesitz Deutschlands auf 31—82 Milliarden
 M bezifferte, hat sicherlich den Betrag zu niedrig geschätzt. Bei Kriegsausbruch
 betrug das in Effekten verkörperte Kapital Deutschlands weit mehr als
50) Milliarden M.

Nach Art der Übertragung des Besitzes unterscheidet man: Inhaberpapiere
 — der Inhaber ist zur Geltendmachung des verbrieften Rechtes
 berechtigt —, Orderpapiere und Rektapapiere, bei denen der im Papier

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E.