andere, ob und zu welchem Kurse er kaufen würde. Die öffentlich geführten
 Verhandlungen führen zu Angebot und Nachfrage seitens des die
Kursmakler umstehenden Börsenpublikums, wodurch nicht allein die
Feststellung der Kurse beeinflußt, sondern in vielen Fällen die Ausführung
 der Aufträge erst ermöglicht wird. Nachdem der Kurs endgültig festgestellt
 worden ist, was nur wenig Zeit beansprucht, erscheint er sofort
„elektrisch“ !) und später im amtlichen. Teile des Kurszettels als „erster
Kurs“. In gleicher Weise wird darauf in einer zur Regel gewordenen
Reihenfolge bei der Feststellung der anderen ersten Kurse der in der
Gruppe gehandelten Effekten verfahren.
Nachdem die Kursmakler die ersten Kurse festgestellt haben, verlassen
zie die Schranke und begeben sich auf die unweit davon befindlichen
Maklerbänke, in den Markt?), wo nun der weitere Ultimohandel stattfindet.
 Hier führen sie im Wettbewerb mit den freien Maklern ihre Aufiräge
 aus und treten, wenn sie einen geeigneten Kontrahenten nicht finden,
auch selbst als Käufer bzw. Verkäufer auf.
Im Gegensatz zur Feststellung der „ersten Kurse“ handelt es sich im
weiteren Verlauf des Terminhandels nicht mehr um „berechnete“
Kurse. Die Umsätze vollziehen sich vielmehr zu einem zwischen den
Parteien vereinbarten Kurse. Zahlreiche Schwankungen kommen,
im Gegensatz zum Einheitskurs beim Kassahandel, besonders bei lebhaften
Börsen, vor. Die Kursmakler notieren jedoch nicht sämtliche Kurse, zu
denen sie Umsätze vermittelt haben, sondern bei jedem Effekt nur die
höchsten und niedrigsten Grenzkurse, und um 14 Uhr (Sonnabends um
13 Uhr) die Schlußkurse. Fanden z. B. Umsätze statt zu 160 ve
160,50 %, 160,75 %, 159,90 %, 159,75 %, 159%, 160,25 %, so lautet die
Notiz 160%, — 160,75 %, — 159% —160,25 Da
Für die nach 14 bzw. an Sonnabenden nach 13 Uhr abgeschlossenen Zeitgeschäfte
 wird ein Kurs seitens der Kursmakler nicht bekanntgegeben;
dagegen bringen solche Kurse die Tageszeitungen.
Die „Bestens-Aufträge“, d. h. die Aufträge, die „billigst kaufen“

1) Im August 1928 wurde an der Berliner Börse eine elektrische Kursmeldeanlage
 (Lichtkurse) in Betrieb genommen. Die Terminkurse werden
auf schwarze, 5 m über dem Fußboden angebrachte Mattscheiben projiziert und sind
daher weithin sichtbar. Die Apparate werden von den Kursmaklern bedient. Angegeben
 sind der Name des Papiers, Anfangs-, Kasse- und Schlußkurs.
2) Den Platz, an dem ein Papier gehandelt wird, nennt man einen Markt, und
so spricht man kurz vom „Canada-Markt“, „Commandit-Markt‘“ usw.
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