oder „bestens verkaufen“ lauten, müssen sofort, die limitierten Aufträge
nach Erreichung des Limits ausgeführt werden.
Der Handel in den Ultimomärkten gestaltet sich vielfach sehr geräuschvoll.
 Die Makler schreien, je nach Veranlagung und Kräften mehr oder
weniger laut, den Kurs, zu dem sie als Käufer oder Verkäufer auftreten,
in den Markt hinein, „Handels 3% Geld“ — dem „im Markt“ Stehenden
verständlich, weil er den Kurs kennt — heißt: Ich kaufe — das besagt
der Zusatz „Geld“ — Anteile der Berliner Handels-Gesellschaft zu 203,25 %.
Würde er verkaufen wollen, so würde er, statt Geld, Brief sagen. „Aussuchen“
 bedeutet: der Makler ist zu dem angegebenen Kurse sowohl
Käufer wie Verkäufer; bei lebhaftem Geschäft hofft der Makler, bald einen
Gegenkontrahenten zu finden. Für eine kleine Courtage geht er also ein
ziemlich erhebliches Risiko ein.
Aufträge und Abschlüsse im Zeitgeschäft erfolgen mündlich. Hat z. B.
die Dresdner Bank von einem ihrer Kunden den Auftrag erhalten,
6000 RM Aktien der Deutschen Bank zum Kurse von 170% % per Ultimo
zu kaufen, so gibt der Börsenvertreter der Dresdner Bank, der die Aktien
der Deutschen Bank Ultimo handelt, diesen Auftrag einem der beiden
Kursmakler, die dieses Papier auf Zeit handeln, und sagt: „Ich kaufe
65000 RM Deutsche zu 70%“ oder: „Von Ihnen 6 Deutsche 70%“. Der
Makler oder sein Substitut notiert den Auftrag in sein Börsenbuch und
wiederholt: „An Sie 6 Deutsche 701%.“
Will der Börsenvertreter Courtage sparen, so wendet er sich an einen
unvereideten Makler, der oft nur */, °/.o Courtage fordert, ev. sogar „franko“
handelt, d. h. sich mit der Courtage, die er vom Gegenkontrahenten erhält,
begnügt, oder er sucht „direkt“ zu handeln und begibt sich zu diesem
Zweck in den „Markt“, in dem „Deutsche“ gehandelt werden. Dort findet
er andere Börsenbesucher, die ebenfalls in Aktien der Deutschen Bank
Geschäfte abschließen wollen. „5/g Brief“ wird geschrien, d. h. im Börsendialekt:
 Ich bin bereit, Aktien der Deutschen Bank zum Kurse von 17 057
zu verkaufen. Der Börsenvertreter der Dresdner Bank wird jetzt vielleicht,
in der Erwartung, noch unter Limit ankommen zu können, „3/g Geld“
rufen, d, h.: zum Kurse von 1708/, kaufe ich die Aktien. Da die Papiere
aber niemand zu diesem Kurse hergeben will, und ein anderer, der Chef
der Bankfirma Carl Maier, jetzt „!/, Brief“ ruft, tritt.der Vertreter der
Dresdner Bank an ihn heran und sagt: 6 Mille von Ihnen. Beide notieren,
 Kurs, Quantum, Namen des Kontrahenten usw. in ihr Börsennotizbuch;
 das Geschäft ist abgeschlossen. Nachträ glich werden Schluß-35

 Obet,BGL 9.A.

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