Effekt eine Endaufstellung (s. Vordruck II, rotes Formular) einzureichen,
 in der die Umsätze aller Transaktionen in dem betr. Papier im
Kauf und Verkauf, mit Nenn- und ausmachendem Betrag, zu addieren
und zu saldieren sind. Bei den Endsummen sind folgende Gliederungen
vorgenommen: 1. feste Käufe bzw. Verkäufe, 2. Ergebnis der Prämien-Erklärung,
 3. Geschäfte am Prämien-Erklärungstage selbst, 4. Prolongationen
 und 5. Beträge, die mit Essen, Frankfurt a. M. und Köln gehandelt
 wurden und mit dem Berliner Mitglied verrechnet werden sollen.
Festgestellt wird also der Stückesaldo — für die Lieferung der
Effekten sind die auf dieser Endaufstellung saldierten Nominalbeträge
maßgebend — und der Marksaldo.
Die Markbeträge werden auf der Generalaufstellun g (Vordruck
 III), getrennt nach Käufen (abzunehmenden Posten) und Verkäufen
 (zu liefernden Posten), gesammelt. Der Aus gleich der gesamten
 Umsätze eines Mitgliedes erfolgt also nur
durch zwei Rechnungen.
Die zu liefernden Wertpapiere sind der LK. auf ihr Effekten-Girokonto
beim Kassenverein zu überweisen. Die Rechnung schreibt der Lieferer aus.
Der Zahlungsausgleich geht über das Girokonto der LK. beim Kassenverein.
 Über die abzunehmenden Wertpapiere schreibt die LK., auf Grund
der eingereichten Generalaufstellung, eine Rechnung aus. Diese erhält
das Mitglied durch den Kassenverein, durch den es auch den Betrag auf
das Girokonto der LK. übermittelt; diese überweist die Stücke durch
Ciro-Effektendepot, da ja alle Mitglieder dem stückelosen Giroverkehr
angeschlossen sind.
Die Skontration ist in Ordnung, wenn die Gesamtsumme der Beträge,
die die LK. zu empfangen hat, gleich ist der Gesamtsumme, die sie zu bezahlen
 hat. Ergeben sich Differenzen, so dient als Unterlage für die Abstimmung
 die aus den zweiten Meldungen gebildete Kartei. —
Ist der Liquidationskurs beim neuen Abrechnungsverfahren,
wie wir gesehen haben, fallen gelassen worden, so bildet er doch auch
weiterhin noch die Grundlage für Prolongationen und für das Clearing
der Termingeschäfte mit Frankfurt a. M., Köln und Essen. Die Liquidationsinstitute
 dieser Plätze rechnen die getätigten Abschlüsse gegenseitig
 auf, so daß nur ein einziger Saldo in Geld und in jeder Effektenart
an jedem Termin zu begleichen ist. Abrechnungsgrundlage für dieses
interurbane Effekten-Clearing bildet der Berliner Liquidationskurs.
Über Prolongation von Zeitgeschäften und das Reportgeschäfts. S. 383ff.

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