Infolge mehrerer Einbruchsversuche und der Beraubung des Tresors
der Depositenkasse einer Berliner Großbank haben die Banken ihre
Schadensersatzpflicht auf das 500fache der jährlichen Miete des Tresors
begrenzt. Versicherungsgesellschaften, wie z. B. „Allianz und Stuttgarter
Verein“, übernehmen die Versicherung des Inhalts der Schrankfächer
gegen Verlust von Werten und Wertgegenständen durch Einbruchdiebstahl
 gegen eine Jahresprämie von !/, °/., der Versicherungssumme.
Wer einem anderen das Recht zum Eintritt in den Tresor an seiner Statt ver
schaffen und ihm die Verfügung über das gemietete Schrankfach übertragen will,
muß eine schriftliche Vollmacht bei der Bank einreichen und erhält dann für
den Bevollmächtigten eine Einlaßkarte, die dieser bei jedesmaligem Besuch der
Stahlkammer vorzuzeigen hat. Die Bank nimmt von der Zurücknahme der Vollmacht
nur Kenntnis, wenn sie ihr direkt schriftlich mitgeteilt und die für den Bevollmächtigten
 ausgestellte Einlaßkarte zurückgegeben wird. Die Vollmacht wird als
erloschen betrachtet, wenn der Bank der Tod des Vollmachtgebers bekannt geworden
 ist,
Die Erteilung einer Vollmacht an einen Dritten ist auch sonst für
den Verkehr mit der Bank, insbesondere für den Todesfall des Kontoinhabers,
 sehr zu empfehlen, da sie den Hinterbliebenen viele Kosten und
Sorgen erspart. Sie kann nach folgendem Schema erfolgen:

hier.
Ich räume Ihnen hierdurch für mich und meine Erben das Recht ein, sich im
Falle meines nachgewiesenen Todes durch Aushändigung der alsdann unter meinem
Namen im Depot ruhenden Effekten, sowie des auf meinem Konto etwa erscheinenden
Barguthabens an

AN Ab eereeeeereern Bank

von jeglicher Verbindlichkeit in Anschumg des obigen Depots und Kontos zu befreien,
wogegen ich mir bei meinen Lebzeiten freie Verfügung über beides vorbehalte.
Die aus unserem Kontokorrent- Verhältnis herrührenden Rechte und Verbindlichkeiten
 bleiben hierdurch unberührt.

VZO Zi

(Unterschrift)

Die größten Safe-Anlagen (Stahlkammern, Panzergewölbe) in Deutschland besitzt
die Deutsche Bank in Berlin. Übertroffen werden diese jedoch noch von den Safe-Einrichtungen
 (coffres-forts) des Credit Lyonnais in Paris, der in einem Aufbau
von vier Stockwerken mehr als 40 000 Sechuhfächer besitzt. Unter den Gängen be-197

