liche und persönliche Unkosten bedingen daher im Großbetrieb für das
einzelne Geschäft einen höheren Kostenaufwand als im kleinen
oder mittleren Betriebe. Die an und für sich bestehende Unübersichtlichkeit
 des Großbetriebes erfordert eine straffe Organisation.
 Aufgabe des Organisationsbüros ist es vor allem auch, den Betrieb
 unter Anwendung Taylorscher Prinzipien möglichst einfach zu
gestalten, jede Tätigkeit auf ihre Zweckmäßigkeit zu prüfen und insbesondere
 dahin zu wirken, daß durch Verwendung von Maschinen und
Apparaten mehrere Geschäftsvorgänge in einem Arbeitsgange erledigt
werden.
Große Umwälzungen in betrieblicher Beziehung sind im Bankgewerbe
arfolgt. Von den wesentlichen Neuerungen heben wir hervor:
1. Die Belegbuchhaltung. Früher wurde jeder „Beleg“
(Quittung, Einzahlungsschein, Scheck, Rechnung usw.) in eins der beiden
 „Grundbücher“, Kasse oder Memorial, eingetragen und von dort auf
die Personen- und Sachkonten übertragen. Heute sind die Grundbücher
in Einzelunterlagen aufgelöst. Jede Buchung setzt heute das Vorhandensein.
 eines Originalbeleges voraus. Als solche gelten : Rechnungen, Schecks
oder Quittungen, Einzahlungsscheine. Die Belege müssen vom Kassierer
und Kontrolleur gezeichnet sein; ebenso müssen signiert werden Überträge
von einem Konto auf ein anderes Konto, Kopien von Rechnungen, die
der Kunde erhält, kurz alle in einem Bankbetriebe geschaffenen Belege.
Sämtliche Belege müssen fortlaufend numeriert sein. Sie dürfen
nicht verändert oder ergänzt werden. Die Buchung auf das Konto erfolgt
auf Grund der Originalbelege. Am Tage nach Entstehung des Geschäftsvorfalles
 werden. die Belege, die als Buchungsunterlage in verschiedene
Abteilungen gewandert sind, wieder gesammelt, auf ihre Vollständigkeit
hin geprüft und tagweise gebunden.
2. Die tägliche Bilanz. Die nach Hauptbuchkonten sortierten
Belege werden mit Hilfe von Additionsmaschinen addiert. Es ergibt sich
die tägliche Umsatzbilanz. Diese muß von Betrieben, bei denen die Belegbuchführung
 eingeführt ist, um. die Vollständigkeit und Richtigkeit
Jer Verbuchungen sofort festzustellen, täglich gezogen und von den. hierzu
beauftragten Beamten unterzeichnet werden. Während bei dem alten
System 3 oder 4 Werktage vergingen, bis der Posten im Hauptbuch stand,
ist er jetzt in ebensoviel Stunden. bereits in der Tagesbilanz enthalten.
Diese gibt auch der Geschäftsleitung eine. Übersicht über die wichtigsten
Veränderungen und kann für sie Dispositionsgrundlage sein.

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