tritt dann als Properhändler auf (s. S. 578), d. h. er rechnet K—1%
über, beim Ankauf unter dem Kurse des letzten Börsentages, Derartige
 Geschäfte werden, da der Gegenwert ein- oder ausgeht, in der
unreinen Kasse verbucht. Die genaue Bezeichnung der Wertpapiere
(Name, Serie, Litera usw. und Nummer), der berechneten Zinsen und
Stempel (Provision und Maklergebühr dürfen beim Propergeschäft nicht
berechnet werden) erfolgt in der dem Kunden erteilten Abrechnung; ein
Durchschlag hiervon dient als Buchungsunterlage.
Die gekauften und verkauften Sorten, d. h. ausländisches Geld und
Papiergeld, werden in der unreinen Kasse gebucht. Die über die einzelnen
Geschäfte erfolgten Abrechnungen dienen als Buchungsunterlagen für
Kasse- und für Sortenkonto.
Eine Zusammenfassung für die im Laufe des Tages verausgabten kleinen
Beträge (Trinkgelder, Almosen, Straßenbahngelder, Strafporti usw.) erfolgt
 auf dem Konto „Handlungs-Unkosten“,

b) Das Memorial.

Ins Memorial (Prima-Nota) kamen früher alle die Posten, die eine
Veränderung des Kassenbestandes nicht zur Folge hatten, z. B. also
Gutschriften für die zum Verkauf übergebenen Wertpapiere, für die zur
Berechnung (Diskontierung) oder zum Einzug (Inkasso) überreichten
Wechsel und Schecks, für Einzahlungen, die bei der Berliner Filiale oder
sonstigen befreundeten Bankhäusern erfolgt waren, für getrennte (detachierte)
 Kupons von Wertpapieren, die für den Kunden im Depot des
Bankhauses ruhen, für Zinsen auf Guthaben usw.
Heute ist, wie wir gesehen haben, das Memorial in eine Anzahl
Einzelunterlagen (Belege) aufgelöst. Diese Belege bilden das neue
Memorial, dessen Herstellung viel einfacher ist, und dessen Gebrauch als
Buchungsunterlage sehr große Vorzüge vor dem alten Memorial besitzt.

c) Das Laufbuch?).

Hebt ein Kunde Gelder ab, oder verfügt er sonstwie über sein Guthaben,
so muß er zuvor kontrolliert werden, ob der Kontostand die Verfügung zuläßt.
 Da in unserem Betriebe die Buchhaltung sich im oberen. Stockwerk
1) Bei kleinen Firmen ist die Führung eines Laufbuches nicht nötig; über die
Handhabung bei großen Banken s. das nächste Kapitel.

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