befindet, führt ein Beamter, der seinen Platz im Kassenraum hat, ein Buch,
das über den Kontostand eines jeden Kunden auf dem laufenden hält.
Es ist staffelförmig geführt, und bei jeder Kontoveränderung wird der
Saldo gezogen.
Aus Kassabuch und Memorial wurden früher die Posten während der
Mittagspause oder abends nach Kassenschluß in das Laufbuch übertragen.
Nach Abschaffung der Grundbücher dienen als Unterlage der Verbuchung
die Belege, die ein sofortiges Buchen und damit völlige ä jour-Haltung
des Laufbuches ermöglichen. Das Laufbuch dient, wenn es korrekt geführt
wird, als Kontrolle fürs Kontokorrentbuch *).

d) Das Kontokorrentbuch.
Jedem Kunden wird eine laufende Rechnung (conto corrente) eröffnet.
Das Kontokorrent dient, wie die anderen Skontren, dazu, das Hauptbuch-Konto
 zu spezialisieren. Die Übertragungen erfolgen aus den Belegen.
Der Kontrolle wegen wird in einem Reskontro nochmals jedes Konto
geführt; gebucht wird auf Grund der ein- und ausgehenden Briefe (Auf.
gaben).
Das Kontokorrent wird auf losen Blättern geführt, die nach
Kontonummern der Kunden geordnet sind.
Im ersten Arbeitsgang wird maschinell ausgeschrieben, sahen wir, Aufgabe,
 Kopie und Beleg. Im zweiten Arbeitsgang erfolgt dann die Verbuchung
 im Kontokorrent, im dritten Arbeitsgang die Verbuchung
auf dem betreffenden Sachkonto.
Die Maschinenbuchführung in einem kleinen Betriebe ermöglicht
die Zusammenfassung vieler Arbeitsgänge in einen. So lassen sich die
genannten drei Arbeitsgänge in Betrieben bis zu etwa 40 Beamten in
einen einzigen zusammenziehen, d. h. es erfolgt gleichzeitig mit der
Buchungsaufgabe an den Kunden die Buchung auf dem Personen- und die
Buchung auf dem Sachkonto.
Die gleichzeitig zu beschreibenden Formulare haben verschiedene Vordrucke.
 und durch Karbonisieren der betreffenden Stellen wird bewirkt,

1) Scherzhaft wird gesagt, das Laufbuech habe seinen Namen daher, daß derjenige,
 der es führt (meist ein Lehrling), wenig Zutrauen zu seiner Buchführung
habe und daher, wenn nach dem Saldo eines Kontos gefragt wird, sich mit seinem
Buch „im Lauf“ nach der Buchhalterei begebe, um das Konto abzustimmen.

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