Erträgnisse auf Diskont- und evtl. auch noch auf Provisions- und Unkosten-Konto
 verbucht werden.
Das Wechsel-Skontro wird mitunter mit dem Wechsel-Kopierbuch, durch
Einführung entsprechender Spalten für den tatsächlich gezahlten bzw.
erhaltenen Betrag, auf einem Blatt geführt.
i) Das Wechsel-Verfallbuch
ist in der Hauptsache eine Kontrolle für den Beamten, der die Wechsel
verwahrt, d. h. das Portefeuille verwaltet. Der gesamte Wechselbestand
ist zunächst nach Inland- und Auslandwechseln (Devisen) geordnet.
Bei den Inlandwechseln wird weiter getrennt: Platzwechsel, Privatdiskonten,
 Wechsel auf Bankplätze und andere Wechsel. Jede Kategorie ist
wieder chronologisch, nach Fälligkeitstagen geordnet. Ist ein Wechsel
falsch eingeordnet, liegt z. B. ein Wechsel, der am 10. Juni fällig ist,
unterm 10. Juli, so können dem Bankhaus, bei Nichteinlösung durch den
Bezogenen, Verluste entstehen, da mangels Protestes die Vormänner von
\hrer Regreßpflicht befreit sind. Das Verfallbuch soll dies verhüten.
Früher war das Verfallbuch ein gebundenes Buch, in dem für jeden
Tag eine, und für die Tage, an denen erfahrungsgemäß eine größere Anzahl
 Wechsel fällig wurden — solche „Stichtage“ sind der 1., 5., 10., 15., 20.,
25. und der 80./831. —, mehrere Seiten bestimmt waren. Heute erfolgt die
Führung des Verfallbuches auf losen Blättern, die im Durchschlagsverfahren
 beschrieben werden (s. nächste Seite). Die Vormerkungen im
Verfallbuch erfolgen aus den Belegen und werden vom Wechselkopisten
an Hand des Kopierbuches kontrolliert. Sie enthalten Wechselnummer,
Betrag, Zahlungsort und eine Spalte für den Ausgangstag.
Der Beamte, der das Verfallbuch führt, kontrolliert täglich, ob noch
Posten offen stehen, d. h. Wechsel vorhanden sind, die kein Ausgangsdatum
 tragen, und macht, wenn dies der Fall ist, den Portefeuillererwalter
darauf aufmerksam.

k) Die Obligobücher.
Für das Wechseldiskontgeschäft notwendig ist die Aufzeichnung des
Wechsel-Obligo. Seiner Wichtigkeit entsprechend, müssen diese Aufzeichnungen
 sehr sorgfältig vorgenommen werden.
Jeder Firma, die einen Diskontkredit besitzt, wird ein Konto errichtet.
Die diskontierten Wechsel werden einzeln, mit Angabe des Bezogenen und
des Verfalltages, in folgender Weise eingetragen:

20

31:5