Von den Korrespondenzchefs gelangen die Briefe zu den Direktionsprokuristen,
 und von da an die Korrespondenten, von denen jeder seine
bestimmten Kunden hat, gemäß deren Anfangsbuchstaben. Die Korrespondenten,
 die morgens ihre Tätigkeit mit der Durchsicht der von ihnen
erledigten Post des Vortages beginnen, machen sich, wenn sie neue Post
erhalten, kurze Vermerke daraus, Sie haben in erster Linie dafür zu sorgen,
 daß die Briefe die darin vermerkten Abteilungen schnell durchlaufen
und bald wieder an sie zur Beantwortung zurückkommen, vor allem die
Scheckavise und Börsenaufträge rasch notiert werden.
Bevor die Korrespondenten die Post durchgeben, d. h. an die einzelnen
Abteilungen verteilen, prüfen sie, ob der Kontostand des Kunden
dessen Dispositionen (Überweisungs-, Zahlungsaufträge, Ankauf von
Effekten, Devisen usw.) zuläßt. Enthält der Brief nicht nur Aufträge, die
Abrechnungen und Buchungsaufgaben erfordern, sondern auch Anfragen
usw., die Antworten nötig machen, so erfolgt diese Beantwortung durch
die Korrespondenzabteilung.
Für Zahlungsaufträge, die Banken und große Firmen erteilen, sind, aus
Sicherheitsgründen, besondere Formulare eingeführt, die seitens der Auftraggeber
 ebenso sorgfältig wie die Scheckformulare zu verwahren sind.

Zahlungen oder Überweisungen, die die Kasse bewirken soll, wurden
früher durch interne Bankschecks beordert. Für GCiroüberweisungen,
 Geldsendungen, Effektensendungen und Zahlungen bestanden Scheckbücher
 mit verschiedenem Vordruck. Auf dem im Heft verbleibenden
Talon wurden Summe, Empfänger usw. wiederholt, und der Beamte der
Kasse, der den Scheck herausriß, hatte als Quittung sein Zeichen auf den
Talon zu setzen, Die Schecks lauteten in diesem Falle:

Berlin, den 27. Dezember 1924,
RM 6000.—
Die Hauptkasse wolle am 77, Dezember per Reichsbankgirokonto überweisen
—— RM Sechstausend, mann
an Erich Baumgarten in München, Reichsbankhauptstelle München
zu Lasten Dresdner Volksbank, Dresden.
Korrespondenzchef Kontrolleur Korrespondent
Schmidt, R RAR.

OT

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