Börsenaufträge gehen nach dem Börsenbüro. Einer der Börsenvertreter
oder Assistenten verteilt, die nach und nach dort eingehende Post an die
Börsenvertreter, die die betreffenden Papiere handeln, und diese notieren
sie in ihrem nach Effekten geordneten Börsen- und in einem nach Auftraggebern
 geordneten Limitenbuch. Ein neben das Wort Börse gesetztes
Signum besagt, daß die Order in der Börse notiert ist. Der Börsenvertreter,
der Sorten handelt, wird den Brief ebenfalls mit dem Vermerk „Gesehen“
zeichnen, aber wenn es sich, wie in dem vorliegenden Falle, um geringe
Beträge handelt, nichts Weiteres veranlassen. Den geringen Betrag ausländischer
 Noten übernimmt die Bank, sie gehen in den eigenen Bestand
„in E.-E.“ — Eigene Effekten. Der Brief kommt in den Briefkorb und von
dort mit Fahrstuhl oder Rohrpost wieder zur Korrespondenzabteilung.
In der Korrespondenz erfolgt nur die Öffnung der gewöhnlichen Briefe.
Die Wert- und Einschreibesendungen werden in der Wertexpedition
 geöffnet. Vorschrift ist, daß hierbei stets zwei Beamte zugegen sind,
um den Inhalt bezeugen zu können und Irrtümer und Unterschlagungen
dadurch nach Möglichkeit auszuschließen. Die Wertversicherung der
meisten Briefe erfolgt nicht bei der Post, sondern bei einer Privatgesellschaft
 (s. oben), die Avis in einem besonderen Brief vorschreibt.
Da die Wertbriefe erst einige Stunden später als die gewöhnlichen Briefe
eintreffen, so können die Beamten den Inhalt der Sendung mit dem Avis
vergleichen. Ergibt sich eine Differenz, so wird zunächst das Gewicht
genau festgestellt und dann dem Absender, bei größeren Abweichungen
telegraphisch, Nachricht gegeben.
Die eingehenden Werte sind Effekten, bares Geld, Sorten (ausländisches
Geld), Wechsel, Schecks und Kupons. Gegen 11 Uhr kommt je ein Beamter
 der Effekten-, der Haupt-, der Sorten- und der Kuponkasse, sowie
des Wechselbüros in die Wertexpedition, um die für seine Abteilung eingegangenen
 Werte in Empfang zu nehmen, Diese Beamten zählen die Sendung,
 erteilen hierüber Quittung und geben dann den Inhalt dem Kassierer
oder Verwalter der betreffenden Werte mit einem Verzeichnis. Es werden
nun die Aufgaben für die Kunden gemacht.
Sortenkasse,
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val. p. 12. Dezember.

Handelsbank.

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