Valuta einen höheren Satz als die anderen Einreicher (Private) erhalten,
Die Kupons werden am Schalter vorgelegt, gehen durch die Abrechnungsstelle
 oder den Kassenverein, oder sie werden von auswärts mit der
Post gesandt. In allen Fällen wird ein vom Einreichenden unterschriebenes
 Verzeichnis und von Firmen oft auch noch der Firmenstempel auf
den Kupons gefordert.
Weiter werden aber auch von der Bank die Kupons, die sie eingelöst
hat, mit einem Nummernstempel versehen, und zwar in der Weise, daß
alle gleichzeitig von einer Person oder Firma eingereichten Kupons dieselbe
 Nummer tragen. In einem besonderen Heft wird dann vermerkt
z. B. „Nr. 18720 Alfred Peiser, Halensee“, Kommt jetzt ein Kupon aus
irgendeinem Grunde zurück, d. h. wird nicht bezahlt, so ersieht die Handelsbank
 aus der Nummer 13720 sofort den Einreicher und kann ihm den
Kupon zurückgeben.
Die Einlösung seitens des Emittenten des betreffenden Papieres wird
z. B. verweigert werden, wenn der Kupon verjährt ist — die Verjährungsfrist
 beträgt meist 4 Jahre —, oder wenn das betreffende Effekt zur Rückzahlung
 gekündigt ist. Die Verweigerung kommt nur bei sehr wenigen
Effekten in Betracht; die Mehrzahl der Emittenten löst die Kupons der
gelosten Stücke ein und kürzt den Betrag, teilweise unter Gewährung von
Depositalzinsen, erst bei Einreichung des gelosten Stückes, Mitunter
macht aber der Emittent den Einreicher des Kupons, also hier die Handelsbank,
 auf die Verlosung aufmerksam, und diese wieder kann aus der
Nummer ersehen, wer den Kupon bei ihr eingelöst hat, infolgedessen ihm
von. der Auslosung Kenntnis geben.
Umständlicher ist die Einlösung von Dividendenscheinen ‚ da
hier infolge der schwankenden Erträge sehr oft erst nachgesehen werden
muß, mit welchem Betrage der Dividendenschein bezahlt wird. Ein gutes,
bei allen Banken in Gebrauch befindliches Hilfsmittel ist das Buch „Der
Zinsschein“ von Schütz, das bei jedem Effekt die Dividende der letzten
Jahre mit Angabe der Nummer des Dividendenscheins und der Höhe der
Aktie angibt. Da das Buch jährlich nur einmal erscheint, müssen die in
der Zwischenzeit in den Börsen- und Handelszeitungen erfolgten Bekanntmachungen
 nachgetragen werden.
Eine strenge Arbeitsteilung in der Kuponkasse, wie wir sie in der Korrespondenz
 und in der Hauptkasse kennengelernt haben, ist wegen der zeitweisen
 Arbeitsanhäufung — die auch erfordert, daß an den letzten und den
ersten Tagen eines jeden Quartals, an den „Terminen“, Hilfskräfte tätig

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