Die Sortenkasse der Handelsbank hat neben. dem Sortenkassierer und
seinen beiden. Assistenten noch eine Anzahl Beamte und Maschinenschreiberinnen,
 die die Aufgaben in analoger Weise machen, wie wir es in den
anderen Kassen kennengelernt haben. Da das Tafel-Sortengeschäft auf
die im Hause befindliche Depositenkasse abgewälhzt ist, erfolgen, abgesehen
von den an der Börse gekauften und verkauften Sorten, Eingänge und
Ausgänge nur auf brieflichem Wege.
Ein Assistent holt gegen 11 Uhr aus der Wertexpedition die eingegangenen
 Sorten und sagt auf Grund des Avises und des Eingangs die
Buchungsaufgabe (s, o.) der Maschinenschreiberin an. Den Beleg erhält
der Sortenkassierer zusammen mit dem ausländischen Geld und den Banknoten,
 die, ähnlich wie die Kupons, mit einem Nummernstempel versehen
werden — die Nummern werden mit dem Namen des Einliefernden in ein
Buch eingetragen —, der jederzeit erkennen läßt, von wem die Noten
hereingenommen sind. Der Sortenkassierer setzt danach auf den Beleg sein
Zeichen, bucht ihn in seiner Sortenkasse und gibt ihn dann zur Buchung
auf Sortenkonto usw. durch. Können die Sorten nicht am gleichen Tage
abgerechnet werden, so bekommt der Kunde wenigstens Eingangsanzeige.
Die Sortenkasse des Sortenkassierers ist nur Bestandbuch, gibt nur eine
Mengen-, nicht auch eine Wertverrechnung. Die Mengenverrechnung
erfordert eine Unterteilung nach den einzelnen Währungen und Sorten,
Auf der linken Seite der Sortenkasse stehen die Eingänge (Datum, eingegangen
 von?, Summe), auf der rechten die Ausgänge (Datum, ausgegangen
 an%, Summe); der Saldo gibt den jeweiligen Bestand an. Einige
Konten werden täglich, andere zweimal in der Woche abgestimmt.
Auf Grund der Eingänge schreibt der Sortenkassierer Orderzettel zum
Verkauf an der Börse aus; die eingegangenen. Kaufaufträge für fremde
Valuten sammelt der Börsenvertreter, der Sorten handelt. Der Sortenkassierer
 sagt, welche Beträge er aus dem eigenen Bestande („E. E.“) und
aus den am gleichen Tage eingegangenen Sorten liefern kann, und welche
an der Börse anzukaufen sind.

Die Lieferung der gekauften Sorten erfolgt, häufig direkt, am Vormittag
 des nächsten Tages. Die erhaltenen Goldmünzen werden hinsichtlich
 ihres Gewichtes geprüft. Sind die abgenommenen Sorten geprüft und
richtig befunden worden, so erfolgt Auszahlung des Betrages durch den
Kuponkassierer (der Sortenkassierer führt keine bare Kasse) und Einbuchung
 der Sorten in der Sortenkasse,

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