gegeben. Die Wechsel werden im Verfallbuch ausgetragen ?!), und zwar
grundsätzlich stets durch andere Beamte als durch die, die den Eingang
buchen.
Gerade beim Wechseldiskontgeschäft treten die Vorzüge des Durchschreibeverfahrens
 klar vor Augen. Bei einem Ankauf von Wechseln
 (Diskontgeschäft) kommen folgende 9 Arbeitsvorgänge in Betracht:
1. Abrechnung für den Kunden,
2. Kopie für die Registratur (Mappe des Kunden),
3. Beleg (Unterlage für die Buchungen auf dem Personen- und dem
Sachkonto),
+. Buchung im Kontokorrent,
5. Buchung im Wechselskontro,
6. Eintragung ins Wechselkopierbuch,
7. Eintragung ins Wechselverfallbuch,
3, Eintragung ins Kunden-Obligo-Buch,
9. Eintragung ins Bezogenen-Obligo-Buch.
Das Durchschreibeverfahren ermöglicht, alle 9 Arbeitsvorgänge ın
2inem Arbeitsgange auf die entsprechend vorbereiteten Formulare und
Konten einzutragen; gewöhnlich tut man es aber, aus Sicherheitsgründen,
in 2 oder 3 Arbeitsgängen.
Wechsel, die nicht weiterbegeben sind, werden dem Kassenverein, der Hauptkasse,
Filialen, befreundeten Banken usw. zum Einzug gegeben. Ist an dem betreffenden
Ort kein Bankhaus, so erfolgt für Wechsel bis zu 5000 RM Einzug mittels Post-1)

 Bei einer großen Provinzialbank bestanden bis vor kurzem folgende
Einrichtungen:
Im Wechselkopierbuch werden in den entsprechenden Spalten die Eingangs- bzw,
Ausgangsfolien eingesetzt, so daß jederzeit festgestellt werden kann, wann ein
Wechsel gutgeschrieben oder belastet worden ist. Der Wechseleingang wird außerdem
 dadurch kontrolliert, daß die Wechselkopisten durch Aufaddieren im Wechselkopierbuch
 feststellen, wie groß die Nominalsumme der an einem Tage eingegangenen
Wechsel ist. Diese muß übereinstimmen mit den Summen der Wechsel im Wechseleingang
 der Wechselmemoriale und im reinen Kassebuch. Etwaige Differenzen
müssen baldigst aufgeklärt werden. Nicht sofort gutgeschriebene Wechsel sind auf
Inkassokonto zu übertragen.
Das Wechselverfallbuch wird nicht nach den Kopien der Briefe oder Rechnungen,
 sondern nach den Buchungen im Wechselmemorial, Reichsbankmemorial und
im reinen Kassebuch abgestrichen. Die Führung der Wechselmemoriale erfolgt
durch die Korrespondenzkontrolleure, und zwar auf Grund der eingehenden Originalbriefe.
 Die Berechnung wird von den Kontrolleuren vorgenommen und später mit
dem Gutschriftsbriefe verglichen,

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