karten. Das Emissionsbüro ist aber nur ausführendes Organ; die Ausarbeitung
 der Pläne für Neuemissionen erfolgt im Konsortial- oder im
Direktionsbüro.

3. Konsortialbüro, Sekretariat, Personalbüro, Filialdirektionsabteilung,
Rechtsabteilung, Revisionsabteilung.

Da jeder Beamte der Bank die Möglichkeit hat, die in regulärer Weise
Jurchgegebenen Briefe zu lesen, so werden Briefe, deren Inhalt es nicht
arwünscht erscheinen läßt, daß er einem weiteren Kreise der Beamtenschaft
 bekannt wird, in besonderen Abteilungen (Konsortialbüro, Sekre-'ariat,
 Rechtsabteilung) geöffnet, beantwortet, verwahrt und nötigenfalls
zuch verbucht.

Vom Konsortialbüro, das in steter Verbindung mit der Direktion steht,
werden bei bevorstehenden Emissionen von Anleihen, Aktien usw. Offerten
abgegeben, oft in Gemeinschaft mit anderen Banken und Bankfirmen;
Unterbeteiligungen werden angenommen und angeboten; und die ganze
hiermit im Zusammenhang stehende Korrespondenz wird in diesem Büro
erledigt. Gehen auf Grund solcher Konsortialgeschäfte Gelder ein oder
zus, so wird in der Quittung nicht gesagt: für Rechnung des Konsortiums
Kredit-Bank-Aktien, sondern nur: für Rechnung Konsortial-Konto. Die
weitere Verbuchung erfolgt dann in der Konsortial-Primanota,
in der auch die Abrechnung für die Konsortialen vorgenommen wird. Die
Verrechnung mit allen anderen Büros läuft über das Sammelkonto: Konzortial-Konto.
 Im Konsortialbüro wird natürlich für jeden Beteiligten ein
besonderes Konto geführt.
Das Sekretariat erledigt eine gewisse vertrauliche Korrespondenz
des Bankbetriebes. Weiter werden hier u. a. die Grundstücks- und Hypothekenangelegenheiten,
 die die Gebäude der Bank in Berlin und ihrer
Filialen betreffen, behandelt, Viele Banken haben ein eigenes Baubüro
und eigene Architekten.
Im Sekretariat wird ferner das General-Kundenregister geführt.
 Für jeden Kunden der Zentrale und der Depositenkassen besteht eine
Karte, die angibt, wo das Konto geführt wird; diese Angabe ist z. B. wichtig
bei ungenauen Geldavisen. Beim Erlöschen des Kontos wandert die
Karte in die „Kartothek der Verstorbenen“ und gibt dann bei Nachforschungen,
 z. B. seitens der Gerichte, schnellen Aufschluß.

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