felknecht (Sortieren der Posten nach Wertstellung) angefertigt. Zu
allen möglichen statistischen Zwecken — und der Statistik wird ja heute
im Bankbetriebe weit größere Beachtung als früher geschenkt?!) — finden
liese mit unglaublicher Geschwindigkeit und Sicherheit arbeitenden Maschinen
 Verwendung.
Einen Nachteil freilich haben diese beiden Maschinen: Kauf, bzw.
Miete, erfordern große Mittel; und nur da, wo eine weite Verwendungsmöglichkeit
 gegeben, d. h. täglich vielstündige Benützung möglich ist,
wird unter diesen Umständen die Einstellung einer Powers oder Hollerith
sich rentabel erweisen.

Die Kontokorrentabteilung ist zunächst nach Loro- (Vostro; Singular:
Suo) und Nostro-Konten ?) geteilt; naturgemäß ist die Zahl der „Nostro-Buchhalter“
 erheblich kleiner als die der Buchhalter, die Loro-Konten
führen. Die weitere Einteilung erfolgt nach Kontonummern oder alphabetisch.
 Jeder Kontokorrentist hat einen Assistenten, der, da er die gleichen
Konten in einem Reskontro führt, Reskontrist genannt wird. Über
maschinelle Verbuchung im Kontokorrent s. S. 670 £.,
Das eine Buch wird kontomäßig, das andere staffelförmig geführt. Das
xontomäßig geführte Kontokorrent wird auf „losen Blättern“ gebucht, die
dem Kunden. als Kontoauszug (Kontokorrent) zugehen). Die Zinsen
werden, und zwar bereits im Lauf des Semesters, vom Kontokorrentisten
und Reskontristen unabhängig voneinander errechnet und dann abgestimmt.
 Die vereinbarte Provision ist im Konditionenbuch, das jeder
Kontokorrentist führt, angegeben. Schließlich wird noch ein Betrag für
Porti *) eingesetzt.

1) Die Betriebsstatistik der Banken ist im II. Bande des „Bankgeschäft“ behandelt.
2) Auf Nostro- (Sing. mio) Konto werden diejenigen Geschäfte verbucht, bei denen
die Bank Auftraggeber ist. Das. Kontokorrent wird ihr erteilt; die Nostro-Buchhalter
 müssen den Rechnungsauszug prüfen, die Verbuchungen und, wenn die
Konten in fremder Währung geführt werden, die Umrechnungen vornehmen.
8) Durch den Tagesauszug (s. o.) erübrigt sich eigentlich die Sendung eines
(vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen) Kontoauszuges; eine Zinsstaffel
würde genügen, Viele Banken senden trotzdem den Kontoauszug (das Kontokorrent).
wie er vor Einführung des Tagesauszuges üblich war.
4) Ein Portobuch für die Bankkunden wird heute nur noch selten geführt, da die
Eintragungen unverhältnismäßig viel Zeit erfordern und „es schließlich doch nicht
stimmt“. An Hand der Kontokorrentposten wird dann das verauslagte Porto „geschätzt“
 und erscheint mit einem Zuschlag unter dem Namen „Porto und Kontoführung“.
 8. a. S. 305.