Zinsen, Provisionen und Porti werden in einer Abschluß-Primanota
gebucht, d. h. dem Kunden wird in dem Tagesauszug Aufgabe hierüber
gemacht, und ein Durchschlag dient als Buchungsunterlage,
Zum Kontokorrent wird ein Begleitschreiben mit Bestätigungsformular
angefertigt. Eine Unterschrift auf dem Kontokorrent gibt der Buchhaltungschef,
 die andere der betreffende Korrespondenzehef oder Direktionsprokurist,
 die mitunter auch noch Änderungen in der Zins- und Provisionsberechnung
 vornehmen lassen. Über den Eingang der Kontokorrentbestätigungen
 wird in der Buchhaltung eine genaue Kontrolle ausgeübt.
Fehlende Bestätigungen werden moniert. Die Handelsbank sendet, wenn
3 Wochen nach Absendung Bestätigung nicht eingetroffen ist, zunächst ein
Formular als Drucksache. Nach weiteren 2 Wochen wird dasselbe Formular
 mit dem Vermerk „Wiederholt“ als Brief gesandt. Weitere Maßregeln.
 sind dann: Einschreibebrief, bei Debitoren Depesche und Kündigung
 des Kontos, d. h. Aufforderung, den Saldo zu begleichen.

Die Sachkonten. Im Hauptbuch ist der Buchungsstoff nach Sachgebieten
 geordnet. Während im Warenhandel das Warenkonto, im
Fabrikgeschäft das Fabrikationskonto den buchhalterischen Niederschlag
der Hauptgeschäftsbetätigung bilden, verteilen sich im Bankgeschäft die
Tausch- und Erfolgsvorgänge auf viele Umsatzträger. Daher müssen im
Bankbetriebe eine große Zahl von Warenkonten (Effekten-, Wechsel-,
Devisen-, Koupons-, Sortenkonto usw.) und von Erfolgskonten (Provisions-,
 Zins-, Diskont-, Unkostenkonto usw.) geführt werden, Neben den
reinen Bestandskonten und den reinen Erfolgskonten sind für den Bankbetrieb
 typisch die gemischten Konten (Bestanderfolgskonten), das sind
die Konten, bei denen Bestände und Erfolge bis zum Abschluß des Kontos
vereinigt bleiben. Es würde den Umfang des Buches, den ich mir gesetzt
habe, wesentlich überschreiten, wollte ich hier auch nur einigermaßen ausführlich
 auf die Verbuchungen, Aufstellung der Bilanzen usw. eingehen
 !). Die Zahl der im Hauptbuche geführten Konten ist bei den einzelnen
 Instituten sehr verschieden (eine Vereinheitlichung ist zu erstreben) ;
bei der Handelsbank sind es folgende:

1) Ich verweise auf meine „Bankbuchhaltung““ (Stuttgart 1925), in dern die Sachkonten
 im einzelnen behandelt sind, ferner auf die Bankbuchhaltung von Haase
and Butze (Berlin 1926) und die Bankbuchhaltung von Kalveräam (Leipzig
1926). Zahlreiche Aufsätze hierüber hat insbesondere die Zeitschrift „Zahlungsverkehr
 und Bankbetrieb‘“ gebracht.

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