Nachrichten schriftlich fixiert auf Papierstreifen, wie sie auf die Telegrammformulare
 aufgeklebt werden. Im amerikanischen Börsenverkehr
spielen die Ticker (Ferndrucker) schon seit langer Zeit eine bedeutende
 Rolle. Durch die Quotation Company werden z. B. die an der
New Yorker Börse getätigten Abschlüsse sofort an die Abonnenten (Brokers,
 Bankiers und andere Börseninteressenten) weiter gemeldet. Auf
andlosen Papierstreifen treten die Einzelabschlüsse mit Quantum und
Kurs hervor. In den Geschäftsräumen der Makler werden sie von einem
Angestellten verlesen, von einem anderen auf einer Tafel notiert. Diese
ist von Börseninteressenten umringt, die, angeregt durch die Kursmeldungen,
 Aufträge erteilen, die telephonisch zur Börse gegeben und
nach kurzer Zeit bereits wieder, als ausgeführt gemeldet, an die Tafel
angeschrieben werden. Seit einiger Zeit gibt es auch in Deutschland solche
Ferndrucker für Kurse deutscher und ausländischer Börsen,
Der Telautograph, der in England und Amerika weite Verbreisung
 gerade in Bankbetrieben gefunden hat, läßt dieselben Schriftzeichen
an den angeschlossenen Stellen erscheinen. Will z. B. der Kassierer
(paying teller), dem ein Scheck oder die Quittung eines Kunden zur Zahlung
 vorgelegt wird, rasch dessen Kontostand erfahren, so drückt er auf
den Knopf des Telautographen, der sich an seinem Pulte befindet — in
der Buchhalterei ertönt darauf ein Klingelzeichen —, und schreibt, für
den am Schalter stehenden Kunden ganz unauffällig, dessen Namen mit
einem Metallstift auf eine kleine Messingplatte. Und was er im Kassenraum
 schreibt, erscheint mit gleichen Schriftzügen in der Buchhalterei.
Der Buchhalter notiert den Saldo auf der Messingplatte, der nun, mit unsichtbarer
 Hand geschrieben, auf der Messingplatte des Kassierers erscheint.
 Vor dem Kriege bauten Mix &amp; Genest in Berlin Telautographen,
die hauptsächlich von großen Berliner Spezialgeschäften zwecks Herstellung
 einer Verbindung des Verkaufsraumes mit dem Lager benutzt wurden.
Die Übermittlung der Briefe von Büro zu Büro, die früher in den
Banken durch ‘ Laufburschen‘ („Jungen“) geschah, erfolgt heute in
größeren Betrieben fast ausschließlich auf maschinellem Wege, d. h. durch
Rohr- oder Seilpost. Abgesehen von der Schnelligkeit der Beförderung
 — etwa 10 m in der Sekunde, d. h, Eilzugsgeschwindigkeit —,
hat diese Beförderungsart den Vorzug der steten Betriebsbereitschaft und
Jer Zuverlässigkeit der richtigen Zustellung an die in Frage kommende
Abteilung. Im Bankbetriebe ist im allgemeinen Rohrpost häufiger als Seilpost
 eingeführt.

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