a) die gesetzlichen Rücklagen,
b) Rücklagen ‘für künftige Dividendenzahlungen, d. h. um eine möglichst
 gleichmäßige Dividende ausschütten zu können, und
c) Rücklagen für sonstige Zwecke (für zweifelhafte Forderungen, für
große Neubauten usw.).
3. Der wichtigste und größte Posten der Passivseite „Notenumlauf“
verzeichnet die Menge der in Betrieb gegebenen Noten abzüglich der in
den Kassen der Reichsbank vorhandenen Notenbestände.
4. „Sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten“ sind in der Hauptsache
die Guthaben der Girokonteninhaber, also private und öffentliche Gelder,
weiter: unverzinsliche Depositengelder, Anzahlungen auf Effektenkäufe
usw. Der seit langem gestellten Forderung, eine Trennung in öffentliche
and private Gelder vorzunehmen, ist immer noch nicht entsprochen worden.
5. „Sonstige Passiva“ ist, wie das Konto „Sonstige Aktiva“, ein unübersichtliches
 Sammelkonto, das auch die Gewinne enthält.
„Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen im Inlande zahlbaren Wechseln“.
 Das Wechselobligo (die Giroverbindlichkeiten) aus weiterbegebenen
 Inlandwechseln (Rediskonten) ist anzugeben, sofern ein solches
besteht. Besonders in den Jahren 1925 und 1926 rediskontierte die Reichsbank
 einen Teil ihres Wechselbestandes bei der Reichspost und bei der
Reichsbahn.
Hinsichtlich der Publizität geht die Reichsbank über die gesetzlichen
Vorschriften hinaus, indem sie den nackten Ziffern des Ausweises Erläuterungen
 beigibt. Einige größere Tageszeitungen sind in der Lage, auf
Grund persönlicher Mitteilungen noch weitere Angaben zu bringen.
So berichtete z. B. die Frankfurter Zeitung im Anschluß an die Ziffern des Ausweises
 vom 23. Januar 1930:
„Die Entlastung der Reichsbank hat sich auch in der dritten Woche kräftig fortgesetzt.
 Das Schatzwechselkonto blieb weiter unbeansprucht, und von den sonstigen
Wechseln und Schecks sind noch 87 Mill. abgegangen. Der Wechselbestand
beträgt jetzt 1807 Mill, gegen 2156 Mill. am 23. Dezember. Der Rückgang der Lombards
 entspricht mit 16 Mill, ziemlich genau den Neueinreichungen vom Medio, so
daß also hier mit 51 Mill, der Stand vom 7. d. M. wieder erreicht ist. Im ganzen
sind die Ausleihungen demnach um 103 Mill. zurückgegangen. In der dritten Januar-Woche
 des Vorjahres betrug der Rückfluß etwas mehr, nämlich 124, und 1928 sogar
262 Mill. Die gesamte Entlastung seit dem Ultimo beträgt 1241 Mill. gegenüber einer
Ultimobelastung von 890 Mill. Im Vorjahre war das Verhältnis mit einem Rückgang
um 1267 Mill. bei einer vorhergegangenen Neubelastung von 907 Mill. ungefähr das
gleiche. An Reichsbanknoten sind 234 Mill, aus dem Verkehr zurückgeflossen,
an Rentenbankscheinen 10 Mill. Da gleichzeitig 4,4 Mill, Rentenbankscheine getilgt
worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank auf 46 Mill, erhöht.
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