Im August 1916 betrug der Notenumlauf 22,6 Millionen Rupien. Durch Verordnung
vom 14. August 1916 wurden die Noten zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt, die
Bank aber von ihrer Einlösung gegen Münzen befreit. In Deutschland erfolgte Ein:
lösung zum Kurse von 1.33!/3 M für die Rupie.
ce) Die Deutsch-Asiatische Bank.
Die 1889 in Shanghai errichtete Deutsch-Asiatische Bank hat es sich zur Aufgabe
gestellt, Bankgeschäfte zu betreiben und den Handelsverkehr zwischen Deutschland
und Asien zu fördern. Ausgeschlossen sind: Warenhandel für eigene Rechnung, sowie
Giro- und Depositengeschäfte innerhalb des Deutschen Reiches. Das Kapital der Bank
beträgt jetzt 7,5 Millionen Shanghai-Taels = 18,75 Millionen M.
Am 8. Juni 1906 wurde der Deutsch-Asiatischen Bank die Konzession zur Ausgabe
von Banknoten im Schutzgebiet Kiautschau und in China auf die Dauer von 15 Jahren
erteilt. Die Noten sind in Abschnitten von 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Taels und
1, 5, 10, 25, 50, 100, 200 und 500 mexikanischen Dollars ausgestellt.
Der Deutsch-Asiatischen Bank als Notenemissionsinstitut sind Erleichterungen
gewährt, wie sie keine andere deutsche Notenbank besitzt: Keine Bardeckung der
Noten wird gefordert, keine Maximalhöhe der auszugebenden Noten ist vorgeschrieben.
Damit die Bank niemals in Verlegenheit geraten kann, besteht die Vorschrift, daß
Noten an den Ausgabeplätzen zwar jederzeit zum Nennwert, bei den übrigen Niederlassungen
 aber nur insoweit eingelöst zu werden brauchen, als es deren Barbestände
und „Geldbedürfnisse“ gestatten, d. h. also: Haben die Filialen bares Geld in der
Kasse, benötigen sie dies aber für andere Zwecke, so sind sie zur Einlösung der Noten
nicht verpflichtet. Ein gewisses Risiko geht die Emissionsbank insofern ein, als sie
bei einer etwaigen Änderung der Währung in China oder in dem deutschen Schutzgebiete
 Nachteile erleiden kann.
Die ausgegebenen Noten sind nicht durch bares Geld gedeckt, sondern durch Bürgschaftsakzepte
 der Deutschen Bank, der Disconto-Gesellschaft, der Berliner Handels-Gesellschaft,
 der Bank für Handel und Industrie, sowie der Firmen Mendelssohn &amp; Co.
und S. Bleichröder, Ein steuer freier Notenbetrag ist nicht festgesetzt, sondern €s
ist auf den Jahresdurchschnitt des täglichen Notenumlaufs eine Steuer von 1%
an das Reich zu entrichten.
Mit Ausgabe der Noten ist in Tsingtau im Juni, an den anderen Plätzen Chinas im
November 1907 begonnen worden. Am 31, Dezember 1907 waren bereits 448 000 Taels
in Dollar- und Tael-Noten im Umlauf. Ende 1918 betrug der Notenumlauf 2,6 Millionen
 Taels.

IL. Die Bank von Danzig,
a) Aufgaben der Bank.

Den „fremden“ Notenbanken vorangestellt sei die auf Grund des Danziger
 Notenbankgesetzes‘ vom 20. November 1923 errichtete Bank von
Danzig. Sie wurde am 5. Februar 1924 gegründet und nahm am 17. März
1924 ihre Geschäftstätigkeit auf.

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