von England, das Guthaben bei diesem Institut, Silbermünzen und vor
allem Regierungssicherheiten, also Vorschüssean den Staat, der
sich durch die Curreney notes beträchtliche Mittel zur Finanzierung des
Krieges schaffte, Ihre Summe ist von 16,6 Millionen £ (19. August 1914)
auf 368,2 Millionen £ (22. Dezember 1920) angewachsen !). Ende 1926
waren 296,5, Ende 1927 299,8 und am 21. November 1928 285,5 Millionen
 £ currency notes im Umlauf.
Die Bankreform des Jahres 1928 behielt den Grundgedanken
der Peels Act von 1844 bei, derzufolge ein Teil des Notenumlaufs ungedeckt
 bleibt (fduciary issue), während der Rest jederzeit voll durch Gold
gedeckt sein muß. Da Einziehung der Currency Noten in vollem Umfange
unmöglich war, erfolgte mit Wirkung vom 28. November 1928 deren Überleitung
 auf die Bank von England. Auf Grund der Currency and Bank
Notes Act vom 2. Juli 1928 wird das deckungsfreie Notenkontingent der
Bank von England von 19,75 auf 260 Millionen £ erhöht, und kann auf
Antrag der Bank vorübergehend durch das Schatzamt. weiter erhöht
 werden, wobei die Genehmigung des Parlaments nachträglich einzuholen
 ist. Das neue Gesetz bedeutet natürlich ein völliges Durchbrechen
des Currenecy-Prineiple.

4, Die innere Organisation der Bank,
Die Bank von England — scherzhaft „the, old lady of Threadneedle
Street“ genannt — ist, was ihre rechtliche Natur anbelangt, eine private
Gesellschaft, wie die anderen joint-stock-banks, nur mit dem Unterschiede,
 daß sie einige Privilegien, vor allem das Recht der Notenausgabe,
besitzt.
Das Kapital, 14558 000 £ (ca. 297 Millionen Reichsmark), ist,
im Gegensatz zu dem bei den übrigen englischen Banken herrschenden
System, voll eingezahlt und übertraf bis vor kurzem das eingezahlte
Kapital aller anderen Zentralnotenbanken und der englischen Privatbanken
 ?). Es besteht nicht aus Aktien von gleichen Beträgen, sondern

1) Auf Grund des Votums eines Sachverständigen-Ausschusses (Cunliffe-Report)
wurde verordnet: Der ungedeckte (fiduciary) Umlauf von currency notes
darf in keinem Jahre das Maximum des fiduziären Umlaufes des vergangenen Jahres
überschreiten.
?) An der Spitze der englischen Banken hinsichtlich des Aktienkapitals stehen
heute die Bareclays Bank und die Lloyds Bank, deren eingezahltes Kapital Anfang 1980
15,86 bzw. 15,81 Millionen £ betrug, -

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