Der Notenumlauf unterlag bis zum Kriege verhältnismäßig geringen Schwan:
kungen. Er betrug Ende des Jahres:

1844 20,8 1904 28,2 1919 91,4
1854 20,7 1913 28,9 1920 132,9
L864 20,6 191 36,1 1921 126,5
1874 26,3 151 39,7 1923 128,1
18834 25,4 1917 45,9 1925 148,0
1894 925,8 . 1918 70,1 - 1927 138,7

Der Notenumlauf hat bis 1913 durchschnittlich also etwa das: Eineinhalbfache
 des Kontingents, für das metallische Deckung nicht zu‘ bestehen
 braucht, betragen. Verglichen init dem Notenumlauf in anderen
Ländern und den Umsätzen im Scheck- und Clearingverkehr erscheint er
nach 1913 äußerst gering; zu berücksichtigen ist aber, daß daneben. ein
mehrfacher Betrag von Staatsnoten ümlief. ; ;
Die Notenstückelung‘!) war folgende: ;

1844 27.
1854 31,
1864 37
1874 39,9
1878 39,3

in Prozent
in"  20—100 £ 200—500 £ 1000 £
18,6 28,3 3.6 17,8
18 28,5 78 12,7
23 29,1 . 9,0
18,2 28,8 6,9 6,7
18,1 28,6 “7,6 "6,4

b) Diskont- und Lombardgeschäfte.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Diskontsatz der Deutschen
Reichsbank und dem der Bank von England ist der, daß bei jener der
Diskontsatz ein einheitlicher ist, während die Bank von England bald
unter, bald über ihrer Rate diskontiert, und zeitweise, ohne Angabe von
Gründen, überhaupt die Diskontierungen einstellt. In Zeiten der Geldknappheit
 gibt sie auch direkt den anderen Banken Winke, ihre Diskontierungen
einzuschränken und vor allem keine Finanzwechsel mehr anzunehmeri.
Hinsichtlich der Verfallzeit besteht auch bei der Bank von England
 die Bestimmung, daß die Wechsel nicht länger als 3 Monate laufen
sollen, Hin und wieder jedoch kauft die Bank auch Wechsel mit einer

i) S, Edgar Jaffe, Englisches Bankwesen, 3. Aufl.. Leipzig 1915. Neuere
Ziffern waren von der Verwaltung der Bank von England, die überhaupt in der
Erteilung von Auskünften weit zurückhaltender als die anderen Notenbanken ist,
nicht erhältlich.

11 Obst, BG Il.

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