Der Vermerk auf der Aktivseite unten besagt, daß die täglich fälligen
 Verpflichtungen der Bank nach diesem Ausweis zu 38,97 °%, durch
Gold gedeckt sind,

Anhang: Struktur der französischen Privatbanken.,
Bei den anderen Banken Frankreichs sind zu unterscheiden die „Banques de
ljepöts et de credit“, die Depositenbanken, die „Banques d’affaires“
oder Credit Mobilier-Banken. Die Depositenbanken betrachteten es schon in ihren
Anfängen als eine ihrer wesentlichen Aufgaben, fremde Gelder im Wege kurzfristiger
Einlagen heranzuziehen, während die Banques d’affaires mehr mit ihrem eigenen
Kapital und dem von Kapitalistensyndikaten arbeiten und hauptsächlich das Finanzierungsgeschäft
 betreiben.
Typ der reinen Depositenbank ist der im Jahre 1853 gegründete Credit Lyonnais.
 Unter der umsichtigen Leitung von Henry Germain (ft 1905) entstand
das fein geästelte Depositen- und Filialsystem des Credit Lyonnais, das auch für
Banken anderer Länder vorbildlich gewesen ist. 1929 betrugen: Kapital der Bank
408, der Reservefonds 800, die Depositen- und Kontokorrentgelder 11 187 Millionen fr.
Die Societe Generale (1864 gegründet) hat ein Kapital von 625, einen Reservefonds
von 307 Millionen fr., während die Depositen- und Kontokorrentgelder 11965 Miltionen
 fr. betragen. Zu erwähnen sind weiter: Comptoir National d’Escompte de Paris
(1848 gegründet; Aktienkapital 400, Reserven 414 Millionen fr.) und Credit Industriel
et Commercial (1859 gegründet; Aktienkapital 210, Reserven 1830 Millionen fr.).
Bei diesen Depositenbanken mit ihren rund 4000 Filialen ist fast das gesamte Depositengeschäft
 Frankreichs konzentriert.
Unter „Haute Banque‘ faßt man die großen Privatbankfirmen zusammen.
Die bedeutendsten der Banques d’affaires, deren Vorläufer der im Norzember
 1852 von den Brüdern Isaac und Emil Pereire gegründete Credit Mobilier
war, sind die Banque de Paris et des Pays Bas (Aktienkapital 300, Reserven 300 Millionen
 fr.) und die Banque de Union parisienne (Aktienkapital 200, Reserven 136 Millionen
 fr.).
Zu erwähnen sind weiter die Kolonialbanken, die für die betreffenden Kolonien
 das Notenprivileg besitzen, wie z. B. die Banque de l’Algerie, die Banque de
’Indo-Chine usw.
Das Realkreditgeschäft betreibt der 1852 gegründete Credit Foncier de
France. — Zwecks Finanzierung der Entschädigungsansprüche in den zerstörten Gebieten
 wurde 1919 mit einem Kapital von 100 Millionen fr. der „Credit National pour
faciliter 1a Reparation des Dommages cause6s par la guerre‘“ gegründet.

Literatur.
F. Ehrensperger, Die Pariser Börse und die französischen Bankinstitute seit
Ausbruch des Weltkrieges (1914-—1925). Zürich 1925.
Eugen Kaufmann, Das französische Bankwesen. Leipzig 1911-]3
 Obet, BG IL.

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