trauen in der Bevölkerung ausbrach, und infolgedessen große Posten der Noten zur
Einlösung vorgelegt wurden, konnte die Bank diesen Gesuchen nicht nachkommen,
was zur Folge hatte, daß der Kongreß den erteilten Freibrief (charter) bereits 1785
wieder zurückzog.

b) Die Zentralbankperiode (1791—1836).

Nach der endgültigen politischen Verfassung der Vereinigten Staaten schlug ihr
erster Schatzsekretär, Alexander Hamilton, die Gründung einer Notenbank
 nach europäischem Muster vor. Diese vermehre das produktive Kapital des
Landes, da sie eine größere Menge Kapital in Zirkulation zu erhalten vermöge,
Sie werde die Staaten enger aneinander kitten. Nach langen Debatten im Kongreß
wurde .1791 die „Bank of ihe United States“ ins Leben gerufen und ihr ein auf
20 Jahre lautender Freibrief gewährt. 2 Millionen $ ihres Kapitals übernahm die
Regierung, 8 Millionen $ Private.
Der Bank wurde verboten, der Regierung mehr als 100 000 $ , einem der Einzelstaaten
 mehr als 50000 $, einem fremden Staate überhaupt etwas zu leihen, Der Zins-Fuß
 sollte 6 9% niemals übersteigen. Noten durfte die Bank innerhalb des gesamten
Bundesgebietes ausgeben. Vorschriften hinsichtlich ihrer Deckung bestanden nicht.
Doch durften die Gesamtverbindlichkeiten der Bank, ausschließlich der Depositen,
ihr Stammkapital (10 Millionen $) nicht überschreiten. Die Geschäfte der Bank
sollten hauptsächlich in der Annahme von Depositengeldern, der Diskontierung vorm
Wechseln, der Gewährung von Lombarddarlehen und im Edelmetallhandel bestehen.
Die Bank hat sich als Zentralnoteninstitut, wie als Kasseführerin des Staates gut
bewährt. Trotzdem wurde das Privileg, als es nach 20 Jahren ablief, nicht erneuert.
Als Schöpfung der Föderalisten war sie den Anfeindungen der Gegenpartei ausgesetzt.
 Deren Anhänger sagten, ein Bedürfnis für eine Staatsbank der Vereinigten
Staaten bestehe nicht in einer Zeit, wo Handel und Wandel daniederliegen und bereits:
88 Bankinstitute im Lande bestehen,
Nach Auflösung der „Bank of the United States“ war es in das Belieben des
Schatzamtes gestellt zu bestimmen, welche Banknoten die Staatskassen an Zahlungs
Statt annehmen dürften, und Bestimmungen zu treffen, welchen Banken die Verwaltung
 und Aufbewahrung der Staatsgelder anzuvertrauen wäre, Nutzen aus der Auflösung
 der mächtigen Konkurrentin zogen vor allem die Staatenbanken. Ihre Zahl
and die Menge der von ihnen emittierten Noten wuchs erheblich. Damit ging Hand
in Hand eine Entwertung der Noten, und das schlechte Geld verdrängte das
gute, hier also die Silber- und Goldmünzen. Als 1812 der Krieg gegen England von
neuem begann, sahen sich fast sämtliche Banken gezwungen, die Einlösung ihrer
Noten einzustellen.
Unter diesen Umständen fand ein Gesetzentwurf, der die Einrichtung einer neuen
Zentralbank vorsah, die Zustimmung des Kongresses. Durch Gesetz vom 10. April
1816 wurde die 2. „Bank ofthe United States‘ inkorporiert. Ihr Privilegium
Jautete, wie bei der 1. Bank der Vereinigten Staaten, auf 20 Jahre, und ihr Sitz war
auch wieder in Philadelphia, Von ihrem Kapital von 35 Millionen $ übernahm
die Union 7 Millionen $. Ihre Noten sollten bei allen Zahlungen in den Vereinigten
 Staaten angenommen werden. Verweigerte die Bank die Einlösung ihrer:

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