Zwei- oder dreimal wöchentlich treten die Direktoren zu einer Sitzung zusammen.
Der Präsident eröffnet sie mit einer Schilderung der augenblicklichen Verhältnisse des
Instituts, z. B. „Die Lage der Bank ist zurzeit günstig, unsere Mittel sind liquide;
seit unserer letzten Zusammenkunft ist kein Wechsel unter Protest gegangen. Auch
die allgemeine Marktlage kann nur günstig beurteilt werden.“ Darauf teilt der
Präsident die vorliegenden Diskontanträge mit, z. B.: „Es werden uns heute Wechsel
im Betrage von 150000 $ zum Diskont angeboten. Unsere Mittel gestatien es, den
ganzen Betrag zu übernehmen.“ Dann werden die einzelnen Appoints gemeinsam einer
Prüfung unterzogen — z, B.: „Hier ist ein Wechsel unseres Kunden A über 10 000 $,
der von B auf C trassiert ist. Wer ist in der Lage, über die Verhältnisse des B und C
Auskunft zu erteilen?“ usw. An Plätzen, wo die Direktoren nicht mehr die gleiche
persönliche Fühlung mit der Klientele haben, wird öfter die Einholung von Auskünften
 notwendig sein.
Die Wechsel sind promissory notes, drafts oder bills of exchange. Die
promissory notes sind Solawechsel, „single name paper“, Die Entstehung
 der Wechselforderung ist bei ihnen oft schwer zu erkennen. An
den gezogenen Wechsel, das „double name paper“, gewöhnt sich der amerikanische
 Handelsverkehr nur schwer. „Draft“ ist ein Wechsel, dessen
Aussteller und Bezogener an verschiedenen Orten wohnen, aber innerhalb
der Vereinigten Staaten. „Bill of exchange“ nennt man in Amerika meist
einen auf ein fremdes Land gezogenen Wechsel.
Das Nationalbankgesetz verbietet den Nationalbanken, einer einzelnen
Person, Körperschaft, Gesellschaft oder Firma, einschließlich der Forderungen
 an mehrere Mitglieder einer Gesellschaft oder Firma, mehr als
10° % ihres Grundkapitals plus Reserven zu leihen. Man wollte also das
Risiko der Kreditgewährung auf eine größere Anzahl Kunden verteilen.
Der Me Fadden Banking Act läßt aber jetzt Ausnahmen zu, so bei Beleihung
 marktgängiger Stapelgüter gegen dokumentarische Sicherheit und
bei Beleihung von Anleihen der Vereinigten Staaten.
Die Bestimmung, die den Nationalbanken verbot, Wechselzuakzeptieren
 und sie dadurch vom internationalen Kreditgeschäft, das
sich vorwiegend des Bankakzeptes bedient, ausschloß, ist durch das Bundesreservegesetz
 von 1913 und die Novellen von 1915 und 1916 aufgehoben
worden. Dieses Gesetz erlaubt auch den Nationalbanken, landwirtschaftliche
 Grundstücke bis zu 5 Jahren zu beleihen. Die Gewährung städtischen
 Hypothekarkredits bis zu 5 Jahren gestattete ihnen der Me Fadden
Act vom 25. Februar 1927, der auch die Grenze des zu gewährenden Hypothekenkredits
 bis auf 50 °/, der Spareinlagen der betr. Bank heraufsetzte.
Der Federal Reserve Act gab den Banken das Recht, Wechsel zu akzeptieren,
 als Treuhänder zu fungieren und FilialenimAnu slande zu
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