markt die Pöreires brechen wollten. Das Programm war sehr weitgehend.
Aufgabe der Bank sollte u. a. sein:
1. Zeichnung oder Erwerbung öffentlicher Effekten, Aktien oder Obliyationen
 der verschiedenen industriellen oder Kredit-Aktiengesellschaften,
insbesondere der Eisenbahn-, Kanal-, Bergwerksgesellschaften auf Aktien
und der Aktiengesellschaften für andere öffentliche Arbeiten, einerlei ob
schon gegründet oder noch zu gründen;
2, Submission auf alle Anleihen und öffentlichen Arbeiten, sowie Zession.
 und Realisierung der erworbenen Rechte;
8. Verkauf oder Verpfändung, sowie Umtausch aller erworbenen
Papiere;
4. Ausgabe eigener Obligationen.
„Je ne suis pas banquier“, pflegte Emile Pöreire von sich zu sagen und
lehnte damit den Vergleich des Geldwechslers, der bis dahin meist als
Typ des Bankiers gegolten hatte, ab. Als Schüler Saint-Simons schwebte
ihm als Ideal vor, ein Großbanksystem zu schaffen, dem die Leitung der
gesamten Produktion zufallen solle. Im 1. Jahrsbericht (1855) des
Credit. Mobilier heißt es: „Hinfort wird es keine große Entfaltung des
Staatskredits, keine bemerkenswerten Fortschritte in Industrie und Handel
 mehr geben ohne eine Kreditorganisation, wie sie Frankreich jetzt
zum ersten Male geschaffen hat.“ -
Seinem Programm ist jedoch das Institut nicht treu geblieben, Die
Obligationenausgabe, die bis zum zehnfachen Betrage des Aktienkapitals
stattfinden sollte, wurde von der Regierung verboten. Diese Tag für Tag
verzinslichen Obligationen „sollen gleichzeitig den Charakter der Banknote
 und den all der fest verzinslichen, kurzfälligen oder an eine längere
Tilgungsfrist geknüpften Werte, wie der Renten, Aktien, Obligationen
haben. Sie sollen zugleich dazu ‚dienen, die Effekten, welche sie genau
vertreten, zu mobilisieren und durch ihre Form und die dargebotene
Leichtigkeit, jeden Tag augenblicks die damit verknüpften Zinsen zu ermitteln,
 Charakter und Rolle von Kreditgeldern zu übernehmen“... Die in
den Bestand des Crädit Mobilier übergehenden Aktien, Fonds und fremde
Obligationen sollten durch die eigenen Obligationen des Instituts ersetzt
and mobilisiert werden, etwa in gleicher Weise wie die Notenbanken durch
ihre Notenausgabe die Vielheit der Wechsel uniformieren und umlaufsfähig
 machen 1).
1 S. a Ludwig Metzler, Studien zur Geschichte des deutschen Effektenbankwesens.
 Leipzig 1911. 8. 114.

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