entstandene Verluste oder als Reserve für solche, die noch entstehen, abgebucht
 worden.
Zur Messung der Wirtschaftlichkeit der Betriebe sucht man auch die
Verhältniszahlen zwischen Umsatzund Reingewinn zu ermitteln.
Aber ebenso wie die ausgewiesenen Ziffern des Reingewinns nicht der
Wirklichkeit entsprechen, sind auch die Ziffern über den „Umsatz auf
der größeren Seite des Hauptbuches“ recht problematisch. Die Buchungsmethoden
 sind bei den einzelnen Banken verschieden. Selbst die Ziffern
derselben Bank für verschiedene Jahre sind keine Unterlage für Vergleiche,
 wenn die Erhebungsmethode geändert wird. So machte z. B.
Direktor Wassermann!) gelegentlich die Mitteilung, daß die Deutsche
Bank, im Gegensatz zu früher, die internen Überträge und die sonstigen
Doppelbuchungen aus der Umsatzaufstellung ausgeschieden habe, so daß
diese nur noch die direkten Umsätze der Bank mit ihren Kunden aufweist;
 zum Größenvergleich mit anderen Banken müsse bei der Deutschen
 Bank zu der veröffentlichten Ziffer von 225 Milliarden RM noch die
Summe von 72 Milliarden RM zugezählt werden.
Bringen wir den Gewinn in ein prozentuales Verhältnis zum Kapital
(Eigenkapital oder Eigenkapital plus fremdes Kapital), so sprechen wir
von Rentabilität.
Dr. Fritz Hönig gibt in seinem Aufsatz „Die Unkostenbelastung
der Banken in Deutschland und in der Schweiz“1) die nebenstehende, sehr
instruktive Übersicht.
Den D-Banken sind vor dem Kriege 53,25 %9g des Brutto-Erträgnisses als Nettogewinn
 verblieben, 1927 und 1928 waren es etwa gleichbleibend 18,4 9. Der Betriebskoeffizient,
 der 1918 nur 46,75 %/g betragen hatte, ist auf 81,6 %/o gestiegen. Einer
Erhöhung des Rohgewinnes auf nicht einmal das Doppelte steht eine Vervierfachung
der Steuern und mehr als eine Verdreifachung der sonstigen Lasten gegenüber, so
daß der Reingewinn auf rund 65%g9 des vormaligen Standes gesunken ist. Dabei
erscheinen. jedoch die Steuern des Jahres 1918 mit besonders hohen Beträgen in der
Zusammenstellung, weil hier die Rücklagen für Wehrbeitrag und Talonsteuer miteingerechnet
 sind. Auf den erhöhten Rohgewinn drücken die Steuern heute prozentual
doppelt so stark, als im letzten Vorkriegsjahr. Die „sonstigen Ausgaben“ belasten
den Rohgewinn mit rund 70%) gegen rund 41 %9, im Jahre 1918.
Der Vergleich zwischen 1927 und 1928 läßt eine weitgehende Stabilität des Betriebskoeffizienten
 erkennen. In allen Geschäftsberichten wird auf die andauernd
hohen Unkosten hingewiesen,
1) S. a. W. Aust, Großbankabschlüsse, in der Deutschen Sparkassen-Zeitung,
VI, 41.
1) Zeitschrift für Handelswissenschaft und Handelspraxzis XXIII, 12.

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