lionen RM täglich etwa 3mal umgesetzt. Aus der Ertragsrechnung ergibt
sich die Kalkulation:
Umsatz von 26,3 Milliarden RM . . . . .= 100 Un
der Bruttogewinn 12,07 Millionen RM. . ‚= 0,046 %
hiervon Betriebskosten 8,15 Millionen RM...— 0,0314 %
bleiben Reingewinn 3,92 Millionen RM. ,‚ .=— 0.0146 0)

Auf 1 Million RM Umsatz kommt demnach, infolge der zahlreichen
kostenfreien Übertragungen und Zahlungen, nur ein Bruttogewinn von
460, ein Nettogewinn von 146 RM. Es wird also verdient: knapp !/, oo
brutto, */, °/, netto!). Auf das Kapital von 28 Millionen RM wurden
brutto rund 43 % verdient. Die Höhe des Umschlages selbst ist infolge
der mehr oder weniger zahlreichen Frankogeschäfte für den Gewinn nur
wenig maßgebend. Es ist immerhin interessant, die Ziffern zu erfahren,
aber man darf ihnen keine zu große Bedeutung beimessen.
Völlig abwegig ist es aber zu sagen, daß für die Beurteilung der Prozentzahl,
 die die Rentabilität ausdrückt, das Verhältnis des Reingewinns
zum Umsatz „von außerordentlich großer Bedeutung“ ist, da es uns sagt,
„ob die Rentabilität im Vergleich zu der anderer Jahre leicht oder nur unter
 größerer Kraftanstrengung zu erzielen oder aufrechtzuerhalten war“.
Ein Vergleich des Reingewinns mit dem Gesamtumsatz der Unternehmung
 hat für das Bankgewerbe praktisch keinen Wert, weder als Vergleichsmittel
 der Unternehmungen untereinander, noch als Vergleichsmittel
 bei den Filialen und Depositenkassen desselben Instituts. Setzt die
Bank 100000 RM „Bonifikationspapiere“ ab (z. B. Pfandbriefe einer
Hypothekenbank), so bekommt sie dafür eine „Bonifikation“ von, sagen
wir, 2000 RM. Führt sie eine Überweisung oder einen Zahlungsauftrag
aus, so verdient sie dabei gar nichts oder nur wenige RM. Nimmt sie
tägliches Geld herein, oder leiht sie solches aus, so erzielt sie große Umsätze;
 ihr Gewinn hierbei ist aber nur ganz minimal. Bei einem zeitweise
lebhaften Zahlungsvermittlungsgeschäft der Hauptbank oder einiger
ihrer Filialen oder Depositenkassen würde der Gewinn verhältnismäßig
sehr gering, bei lebhaftem Kredit- und Effekten-, Emissions- und Kommissionsgeschäft,
 insbesondere beim Verkauf von Effekten, auf die Bonifikation
 gewährt wird, dagegen prozentual hoch sein.

1) Bei dezentralisierten Banken liegen die Verhältnisse noch ungünstiger, so z. B.
entfallen bei der Commerz- und Privat-Bank auf 1 Million RM Umsatz 551 RM Rohgewinn,
 aber nur 77 RM Reingewinn. S. a. 8. 341.

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