5. Betriebsstatistik !).
Von der externen Statistik, der Statistik der Vorgänge außerhalb
 des eigenen Betriebes (Beobachtung der Verhältnisse des
Geld- und Kapitalmarktes, der Konjunktur usw.), die zumeist im Archiv
der Banken (s. Bd. I S. 677 ff.) gepflegt wird, soll hier nicht geredet
werden. Wir betrachten hier nur die interne Statisti k, d, h. den
Teil der Statistik, der sich mit den innerhalb der Unternehmung oder
im Verkehr mit anderen Wirtschaftseinheiten sich ergebenden Tatsachen
 befaßt. Die interne Statistik ist in der Hauptsache: Umsatzstatistik
 und Unkostenstatistik. Erst verhältnismäßig
spät sind die Probleme der Bankstatistik und Bankkalkulation behandelt
worden, haben die Leiter der deutschen Kreditbanken und die Inhaber
großer Bankfirmen erkannt, wie wichtig auch für ihre Betriebe eine gut
durchgeführte betriebswirtschaftliche Statistik sei: Sie
ist ein Hilfsmittel für die materielle Kontrolle und gibt einen Überblick
über die für die Entwicklung des Unternehmens wesentlichen Faktoren;
sie zeigt dem Betriebsleiter, wo Kosten gespart werden können, und wie
dadurch die Rentabilität sich erhöhen läßt. Statistiken dienen weiter auch
als Vorarbeiten fürdie Kostenrechnungen. Jede Statistik
erfordert: 1. Materialsammlung, 2, Zusammenstellung der Zählergebnisse
in Gruppen (Materialgruppierung) und 3. Auswertung durch vergleichende
Analyse (Materialauswertung).
Banken, bei denen Statistische Abteilung und Organisationsbüro vereint
 sind, bringen schon rein äußerlich zum Ausdruck, daß die Statistik
auf die Organisation einwirken und Unterlagen für die Geschäftspolitik
 geben soll. Ziel der Geschäftspolitik aller Unternehmungen ist
größtmögliche Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig guter Liquidität.
 Durch den Ertrag des Geschäftsbetriebes sollen zunächst die
Kosten gedeckt werden. Der erwerbswirtschaftliche Betrieb will darüber
 hinaus einen möglichst hohen G ewinn erzielen, der gemeinnützige

!) Literatur: A, Hertlein, Die Statistik im Dienste der Bankorganisation.
Leipzig 1920. A. Isaac, Betriebswirtschaftliche Statistik. Berlin 1925, Georg
Obst, Bankbuchhaltung, Stuttgart 1925, 2, Teil: Die Statistik im Bankbetriebe.
R. Johns, Statistik im Dienste der Bankorganisation, in Plutus-Briefen V, 1.
A. Meyer, Zur betriebswirtschaftlichen Statistik der deutschen Kreditbanken, in
Bankwissenschaft VI, 17/18. Curt Eisfeld, Der Betriebsaufbau der Sparkassen
als Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre, in der Sparkasse. 49. Jahrgang, Nr. 19.

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